DE1181653B - Teigwirkmaschine - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: A 21c
Deutsche Kl.: 2b-7/09
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1181 653
F 40609 III/2b
29. August 1963
19. November 1964
F 40609 III/2b
29. August 1963
19. November 1964
Die vorliegende Erfindung betrifft eine kombinierte Rund- und Langwirkmaschme für Brotteige.
Derartige kombinierte Teigwirkmaschinen sind bekannt, sie weisen üblicherweise eine aus Wirkbändern
bestehende Langwirkeinrichtung in einem Maschinengehäuse auf, auf welches die Rundwirkeinrichtung
aufgesetzt ist. Das rundgewirkte Teigstück gelangt also unmittelbar nach Beendigung
des Rundwirkvorganges in die Langwirkeinrichtung, der üblicherweise eine Walzenanordnung zum Zusammendrücken
und zur Vorbereitung eines Schlusses des rundgewirkten Teigstückes sowie eine Einschlagvorrichtung vorgeschaltet ist. Darüber hinaus
sind diese bekannten kombinierten Teigwirkmaschinen mit einem einzigen Antrieb ausgestattet,
der eine Variierung der einzelnen Wirkvorgänge nicht zuläßt. Als größte Unzuträglichkeit im praktischen
Betrieb hat sich jedoch herausgestellt, daß bei diesen Maschinen der Langwirkvorgang unmittelbar
auf den Rundwirkvorgang folgt. Eine Anpassung der Wirkvorgänge an die jeweilige Beschaffenheit
des Teigstückes ist nicht möglich. Dies wäre aber notwendig, da die Wirkvorgänge ja weitgehend
davon abhängig sind, wie das Teigstück beschaffen ist, ob es also z. B. mehr oder weniger
Weizengehalt aufweist^ ob es überhaupt ein Weizenteig oder ein Roggenteig oder ein Mischteig ist.
Gerade Teige mit großem Weizengehalt weisen nach beendetem Rundwirkvorgang eine große Wirkspannung
auf. Erfolgt nun die sofortige Weiterbearbeitung, dann wird die sehr empfindliche Wirkhaut
verletzt und aufgerissen, gegebenenfalls auch der Schluß des Teigstückes verdreht. Die Maschinen
bekannter Bauweise führen also unter Umständen in einem Backbetrieb nicht zu der beim Einsatz von
Maschinen erwarteten Entlastung, sondern sogar teilweise zu einer Mehrbelastung, weil die unterschiedliche
Teigbearbeitung, abhängig von der Teigbeschaffenheit, einen kontinuierlichen und automatisch
ablaufenden Rund- und Langwirkprozeß am Durchlauf eines Teigstückes durch diese Maschinen
nicht erlaubt.
Auf Grund der im Rundwirkvorgang erzielten Spannung mußten die Walzen zu einer Schlußbildung
vor der Langwirkeinrichtung sehr eng gestellt werden, um die Zähigkeit und Festigkeit des Teigstückes
zu bezwingen. Die eigentlich gewünschte Wirkhaut konnte so nicht erhalten werden. Bei den
dergestalt erzielten, ausgewalzten Teigplatten wurde dann die Kante brüchig. Bei dem starken Auswalzen
war auch oft die Folge, daß die Teigplatte in der Einschlagvorrichtung wie ein Hörnchen aufgerollt
Teigwirkmaschine
Anmelder:
Martin Fuchs, Remagen, Fährgasse 6
Als Erfinder benannt:
Martin Fuchs, Remagen
Martin Fuchs, Remagen
wurde. Die Forderungen, daß das langgewirkte Teigstück eine völlig glatte Wirkhaut besitzen muß, einen
einwandfreien Schluß hat, an den Enden stumpf ist und keine Wickelfalten zeigt, konnten mit den bekannten
Maschinen nur unter günstigsten Umständen, also nur bei ganz bestimmten Voraussetzungen,
die insonderheit in der Zusammensetzung des Teiges lagen, erfüllt werden.
Man hat nun schon erkannt, daß die Schwierigkeiten bei den genannten kombinierten Rund- und
Langwirkmaschinen darauf zurückzuführen sind, daß dem Teigstück nach Beendigung des Rundwirkvorganges
die Möglichkeit fehlt, sich kurzzeitig zu erholen und zu entspannen. Die Bäckermeister
halfen sich in der Praxis dadurch, daß sie die rundgewirkten Teigstücke der Maschine entnahmen, eine
kurze Zeitspanne ablegten und dann wieder der Langwirkeinrichtung der Maschine zuführten. Es ist
nun natürlich nicht Sinn und Zweck einer solchen Maschine, daß ihr Arbeitsprogramm von Hand
unterbrochen wird. Dies bedeutet eine außerordentlich schlechte wirtschaftliche Ausnutzung, außerdem
bestand die Gefahr von Verletzungen, da ja das genannte, der Langwirkeinrichtung vorgeschaltete
Walzenpaar unmittelbar unter dem Auslaß der Rundwirkeinrichtung angeordnet war und die Handhabungen
zur Entnahme der Teigstücke aus der Rundwirkeinrichtung in unmittelbarer Nachbarschaft
dieser gegeneinander umlaufenden Walzen stattfinden mußten.
Die Folge war eine Vielzahl von Vorschriften der zuständigen Berufsgenossenschaft, die ihren Niederschlag
vorzugsweise in der Anordnung umfangreicher und komplizierter Schutzvorrichtungen
fanden, die die Handhabung der Maschinen erschwerten.
Für größere Betriebe baute die einschlägige Industrie die verschiedensten Gerätschaften, um dem
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Teigstück zwischen Rund- und Langwirkvorgang die nötige Ruhezeit zur Erzielung einer gewissen Gare
zu geben. So wurde schon vorgeschlagen, zwischen getrennter Rund- und Langwirkeinrichtung eine
Kombination von offenen Transportbändern vorzusehen, die nun außerordentlich viel Platz beanspruchen,
da sie im einfachsten Falle etwa in U-Form angeordnet sind, wobei die beiden Enden
der Schenkel des U von den beiden Maschinen ge-
Die Walzenanordnung zum Flachdrücken, Spannunggeben und zur Vorbereitung des Schlusses
des rundgewirkten und durch die auf den Transportbändern verbrachte Zeit entspannten und garen
5 Teigstückes befindet sich vorzugsweise am Ende des untersten Transportbandes und kann so ausgebildet
sein, daß eine der beiden Walzen von der Umlenkrolle des Transportbandes gebildet wird. Die
Walzenanordnung kann aber auch, insonderheit,
bildet werden. Derartige offene Transportbänder io wenn es sich um die Verarbeitung sehr empfindlicher
sind insbesondere in der kalten Jahreszeit praktisch Teige handelt, zu Beginn des Langwirkkanals vor-
nicht brauchbar, da die Teigstücke eine Kruste bekommen, die beim anschließenden Langwirken
brüchig wird. Hier wurde aber jedenfalls schon die manuelle Zwischenarbeit der Entnahme des Teig- 15
Stückes aus der Rundwirkeinrichtung, der Zwischenlagerung und der Eingabe in die Langwirkeinrichtung
gespart. Um andererseits Platz zu sparen, wurden schon die verschiedensten selbständigen und
gesehen sein. Damit wird vermieden, daß das ausgewalzte Teigstück anschließend eine Fallstrecke bis
auf das Langwirkband durchmessen muß.
Die Langwirkeinrichtung ist ebenso wie die Rundwirkeinrichtung an sich beliebig in einer der bekannten
Ausführungsformen ausgebildet, wobei im einzelnen, insonderheit in der Langwirkeinrichtung,
Verstellmittel zur Einstellung der Wirkkanalhöhe unabhängigen Gärvorrichtungen vorgeschlagen, die 20 vorgesehen sein können.
schrankartig ausgebildet sind und mit einer Vielzahl Das Gehäuse der Langwirkeinrichtung kann im
von waagerechten und/oder senkrechten Transport- Bereich der erfindungsgemäß vorgesehenen Transeinrichtungen ausgerüstet sind. Bei den bekannten portbänder mit Beobachtungsfenstern versehen sein,
Vorrichtungen mit waagerechtem Transport wird da- insonderheit auch im Bereich der der Langwirkbei
nur ein Durchlauf in einer Ebene durchgeführt, 35 einrichtung vorgeschalteten Walzenanordnung. Das
so daß die Gärzeit zu kurz ist. Außerdem muß jede Beobachtungsfenster im Bereich der Walzenanord-Ebene
einzeln beschickt werden, was umständlich nung ist dabei vorzugsweise an der Stirnseite der
ist. Hier wurde zwar Platz gespart, aber nicht die Maschine, an welcher sich die Walzenanordnung bemanuellen
Zwischenarbeitsvorgänge ausgeschaltet. findet, vorgesehen und als Klappfenster ausgebildet.
Zur Platzersparnis wurde auch schon vorgeschlagen, 30 Schließlich kann an einer Stirnseite des Maschinenein
sogenanntes Gärgehänge vorzusehen. gehäuses eine Entnahmeöffnung zur wahlweisen EntAlien
diesen Lösungsvorschlägen haften aber die nähme der rundgewirkten Teigstücke vorgesehen
Nachteile an, daß sie entweder einen außerordent- sein, falls runde Brote hergestellt werden sollen und
lieh großen Platzbedarf haben oder manuell aus- demgemäß der Langwirkvorgang entfällt. Diese Entzuführende
Zwischenarbeitsvorgänge notwendig 35 nahmeöffnung befindet sich vorzugsweise unmittelmachen.
bar unter der Abgabeöffnung der Rundwirkeinrich-Der Erfindung liegt demgemäß, ausgehend von tung, kann aber auch im Endbereich eines der Transden
bekannten kombinierten Rund- und Langwirk- portbänder vorgesehen sein. Hierbei bedarf es nicht
maschinen die Aufgabe zugrunde, eine solche der bisher notwendigen umfangreichen Schutzmaß-Maschine
so auszustatten, daß das rundgewirkte 40 nahmen, da die Unfall- und Verletzungsursachen,
Teigstück vor Beginn des Langwirkvorganges eine die in der Nachbarschaft der Walzenanordnung gegewisse
Gär- und Erholungspause eingeräumt erhält, geben sind, hier nicht mehr vorliegen,
eine sogenannte Gärunterbrechung, damit es sich Da die neuzeitlichen Backöfen nicht mehr in dem
entspannen kann und seine Gare verbessert wird, Maße wie die älteren Backöfen für eine Tempebevor
es der Langwirkeinrichtung zugeführt wird. 45 rierung der Backstube Sorge tragen, kann im Bereich
Hierbei ist weiterhin notwendig, daß die Länge der Transportbänder zusätzlich eine Beheizungsdieser
Pause variiert werden kann, da ihre Wirksam- möglichkeit zur Unterstützung des Gärvorganges
keit weitgehend von den verschiedenen zu bearbei- vorgesehen sein, die insonderheit in der kalten
tenden Teigsorten abhängt. Schließlich soll die Jahreszeit notwendig sein dürfte und in an sich
ganze Maschine platzsparend ausgebildet sein und 50 beliebiger und bekannter Weise gestaltet werden
nach erfolgter Einstellung automatisch und kontinu- kann.
ierlich arbeiten, ohne daß es notwendig wäre, die Unter Umständen können im Bereich der Trans-
Teigstücke nochmals von Hand umzusetzen. portbänder, jeweils den oberen Trums zugeordnet,
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit einer Druckbretter vorgesehen sein, die verstellbar sind,
kombinierten Rund- und Langwirkmaschine, wobei 55 so daß sie mit den Transportbändern eine Art Vordie
Rundwirkeinrichtung auf die Langwirkeinrich- wirkkanäle bilden. Hier findet also nicht der eigenttung
aufgesetzt ist, durch Zwischenschaltung von liehe Langwirkvorgang statt, der der Langwirkeinem
oder mehreren Transportbändern zwischen einrichtung vorbehalten bleibt. Der Gärvorgang
Rundwirkeinrichtung und Langwirkeinrichtung im wird lediglich durch eine Vorwirkung geringen UmGehäuse
der Langwirkeinrichtung, wobei weiterhin 60 fanges unterstützt. Unter diesen Umständen kann
die Antriebe der Rundwirkeinrichtung, der Lang- die Walzenanordnung, die ansonsten der Langwirkwirkeinrichtung
und der zwischengeschalteten Trans- einrichtung vorgeschaltet ist, in Wegfall kommen,
portbänder unabhängig voneinander Steuer- und Schließlich kann, wiederum unter ganz bestimmten
regelbar sind. Voraussetzungen, dieser geringe Wirkvorgang zur
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind drei 65 Ausbildung der Endform des Teigstückes genügen,
zwischengeschaltete übereinander geordnete Trans- so daß dann das Endwirken in Wegfall kommen
portbänder vorgesehen, die mit ihren Enden gegen- kann. Schließlich ist es möglich an Stelle der Druckeinander
versetzt sind und gegenläufig umlaufen. bretter auch weitere Bandanordnungen vorzusehen.
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Weitere Merkmale der Erfindung und Einzel- vorgesehen sein, diese sind in den Figuren nicht dar-
heiten der durch dieselbe erzielten Vorteile ergeben gestellt. Entweder unmittelbar der Auslaßöffnung
sich aus der nachfolgenden Beschreibung von in den der Rundwirkeinrichtung 3 benachbart oder am
Zeichnungen rein schematisch dargestellten Aus- Ende irgendeines der Transportbänder kann eine
führungsformen des Erfindungsgegenstandes. 5 Klappe und Entnahmevorrichtung für die rund-
Fig. 1 zeigt die Innenausstattung einer Maschine gewirkten Teigstücke vorgesehen sein, falls runde
im schematischen Längsschnitt; in Brote hergestellt werden sollen und damit die Lang-
F i g. 2 ist in ebensolcher Darstellung eine variierte Wirkeinrichtung nicht in Tätigkeit zu treten braucht.
Maschinenform dargestellt; Eine solche wahlweise anbringbare Entnahmevorrich-
Fig. 3 zeigt eine weitere Maschinenform ab- 10 tung ist in Fig. 1 bei 7 angedeutet,
weichender Gestaltung mit Druckplatten im Bereich Die Teigstücke gelangen nach Beendigung ihres
der Transportbänder. Durchlaufes über die Transportbänder an eine
Auf ein Maschinengehäuse 1 mit einer Langwirk- Walzenanordnung 8, die der üblichen Walzenvorrichtung
2 ist in an sich bekannter Weise eine anordnung zwischen Rund- und Langwirkeinrich-Rundwirkeinrichtung
3 aufgesetzt. Bisher gelangte i5 tung entspricht. Erfindungsgemäß kann jedoch als
nun ein in der Vorrichtung 3 rundgewirktes Teig- Gegenwalze die Umlenkrolle 9 des rechten Transstück unmittelbar durch ein Walzenpaar, in welchem portbandes 6 dienen. Die Walze 8 ist in an sich bees
flachgedrückt wurde, auf das Wirkband der Lang- kannter Weise zur Variierung des Preßspaltes verwirkeinrichtung,
wo es zuerst eingeschlagen und stellbar. Im unteren Gehäuseteil schließt sich die
dann langgewirkt wurde. Die hiermit verbundenen 20 Langwirkeinrichtung 2 an, die in an sich bekannter
Nachteile sind eingangs der vorliegenden Beschrei- Weise durchgebildet ist, also anschließend an die
bung im einzelnen dargelegt. Walze 8 eine Einschlagvorrichtung 10 aufliegt, in
Erfindungsgemäß folgt nun auf die Rundwirk- welcher die Teigplatte eingerollt wird. Die eineinrichtung
3 nicht unmittelbar die Langwirk- gerollte Teigplatte gelangt dann auf einem Transeinrichtung 2. Zwischen beide ist ein System von 25 portband 11 in den Wirkkanal 12, der durch das
Transportbändern geschaltet. Bei der schematisch Transportband 11 und ein über diesem angeordnedargestellten
Ausführungsform sind Transport- tes weiteres Band 13 gebildet wird. Das Transportbänder
4, 5 und 6 vorgesehen, die im oberen Bereich band 11 ist in an sich bekannter Weise durch eine
des Maschinengehäuses 1, also zwischen der Rund- Druckplatte 14 unterstützt. Sowohl Transportband
Wirkeinrichtung 3 und der Langwirkeinrichtung 2 an- 30 11 als auch Band 13 sind weiterhin in an sich begeordnet
sind. Die Bänder 4, 5 und 6 sind mit ihren kannter Weise verstellbar, so daß der Wirkkanal in
Enden gegeneinander versetzt, so daß ein Teigstück seiner Höhe reguliert werden kann. Außerdem
vom Band 4 auf das überragende Ende des Bandes 5 können die Bänder auch gegeneinander geneigt
fällt und vom Band 5 auf das wiederum überragende werden, um eine Verengung des Wirkkanals, falls
Ende des Bandes 6. 35 erwünscht, zu ermöglichen. Unter der Walze 8 ist
Die Umlaufgeschwindigkeit der Bänder 4, 5 und 6 schließlich noch ein Umlenkblech 15 angeordnet,
kann unabhängig von der Arbeitsgeschwindigkeit das sicherstellt, daß die ausgewalzte Teigplatte unter
der Rundwirkeinrichtung 3 und der Langwirk- die Einschlagvorrichtung 10 gelangt. Bei 16 ist
einrichtung 2 geregelt werden. Damit können die für schließlich noch ein Teigstück auf dem Transportdie
verschiedenen Teige verschieden langen Gare- 40 band 6 dargestellt, bei 17 unter der Einschlagzeiten
eingestellt werden. Je nach Umlaufgeschwin- vorrichtung 10.
digkeit der Bänder 4, 5 und 6 ergibt sich bei gleich- Bei der variierten Ausführungsfonn (Fig. 2)
bleibendem Ausstoß der Rundwirkeinrichtung 3 kann die Walze 8 nicht am Ende des Bandes 6,
lediglich eine engere oder weitere Reihenfolge der sondern über dem Band 11 der Langwirkeinrichtung
rundgewirkten Teigstücke auf den Bändern. Durch 45 angeordnet sein. Hier wirkt die Walze 8' mit dem
die Zwischenschaltung dieser Bänder 4, 5 und 6 und Band 11 zusammen, wobei sie durch eine Rolle 18
die Möglichkeit der Variierung ihrer Umlauf- unter dem Band 11 unterstützt wird. Die übrige Eingeschwindigkeit
können auch gegebenenfalls not- richtung entspricht derjenigen nach Fig. 1. Eine
wendig werdende Differenzen zwischen der Arbeits- solche Anordnung der Walze ist bei besonders
geschwindigkeit der Rundwirkeinrichtung 3 und der 50 empfindlichen und weichen Teigen zu bevorzugen,
Arbeitsgeschwindigkeit der Langwirkeinrichtung 2 wenn verhindert werden soll, daß diese unmittelbar
ausgeglichen werden. Der ganze Wirkablauf erfolgt nach dem Auswalzvorgang eine freie Strecke durchkontinuierlich
und automatisch. Die Teigstücke fallen, bevor sie auf das Band 11 der Langwirkbrauchen
nicht mehr von Hand gelegt oder trans- einrichtung gelangen und dabei das Teigstück.langportiert
zu werden, es genügt lediglich eine über- 55 gezogen wird und sich dehnt.
prüfbare Einstellung der jeweiligen Umlaufge- Das Maschinengehäuse kann an verschiedenen
schwindigkeiten der Transportbänder 4, 5 und 6. Stellen mit Beobachtungsfenstern versehen sein, die
Selbstverständlich können die verschiedenen Ein- gegebenenfalls als offene Klappen ausgebildet sein
richtungsteile der Teigwirkmaschine auch unabhän- können. Vorzugsweise wird sich z.B. ein solches
gig voneinander in Betrieb gesetzt werden. So kann 60 Beobachtungsfenster an der der Walzenanordnung
die Rundwirkmaschine allein betrieben werden. Es zugeordneten Stirnseite des Gehäuses befinden,
können dieser die Bänder nachgeschaltet werden, Durch dieses Beobachtungsfenster kann der beson-
oder ein Teil derselben, oder es laufen sämtliche ders kritische Auswalz- und Umschlagvorgang des
Einrichtungsteile, was der Normalfall sein wird. Teigstückes beobachtet werden. Treten Betriebs-
Im Bereich dieser Transportbänder können ge- 65 störungen auf, wenn sich z. B. ein Teigstück um die
gebenenfalls Heizaggregate zur Erwärmung des Walze herumlegt, dann kann nach abstellen der
Maschinenbereiches, in welchem die rundgewirkten Maschine durch das geöffnete Fenster die Störung
Teigstücke noch einmal eine Gärzeit durchlaufen, behoben werden. Selbstverständlich wird an solchen
Fenstern, falls sie zu öffnen sind, ein Sicherheitsschalter vorgesehen, der den Antrieb der Maschinen
beim Öffnen des Fensters stillsetzt.
Unter Umständen können mit den Transportbändern zusammenwirkende Druckbretter in der
Maschine angeordnet werden. Solche Druckbretter sind in F i g. 3 mit 19, 20 und 21 bezeichnet. Diese
Druckbretter wirken mit den ihnen jeweils gegenüberliegenden oberen Trums der Transportbänder 4,
5 und 6 zusammen. Vorzugsweise sind die Druckbretter verstellbar angeordnet und können also in
Richtung der gezeigten Pfeile verstellt werden.
Zweck dieser Druckbretter ist, falls unter bestimmten Voraussetzungen gewünscht, auf die Teigstücke,
die die Gärzone durchlaufen, einen gewissen, aber nur sehr geringen Wirkeinfluß auszuüben. Damit
kann der Langwirkvorgang in einen Vorwirkvorgang und einen anschließenden Endwirkvorgang
aufgeteilt werden, der in üblicher und bekannter Weise abläuft. In diesem Fall kann dann auch die so
Walzenanordnung und die Einschlagvorrichtung in Wegfall kommen.
Durch die Ausgestaltung einer kombinierten Rund- und Langwirkmaschine mit zwischengeschalteten,
in ihrer Umlaufgeschwindigkeit regelbaren as Transportbändern werden die eingangs der Beschreibung
und einzeln erläuterten Probleme gelöst. Der benötigte Platz ist nicht größer als bei einer
reinen Rund- und Langwirkmaschine ohne Gärunterbrechung. Es entfallen also die bisher notwendigen
besonderen Geräte, wie Gärschrank, Gärgehänge. Die ganze Maschine arbeitet kontinuierlich
und selbsttätig. Es bedarf hierzu nur der Regulierung der Umlaufgeschwindigkeit der zwischengeschalteten
Transportbänder; ein Umlegen der Teigstücke von Hand ist nicht mehr notwendig.
Claims (15)
1. Teigwirkmaschine, ausgebildet als kombinierte Rund- und Langwirkmaschine, wobei die
Rundwirkeinrichtung auf die Langwirkeinrichtung aufgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Rundwirkeinrichtung (3) und Langwirkeinrichtung (2) im Gehäuse der letzteren ein oder mehrere im wesentliehen
waagerecht verlaufende, übereinander angeordnete Transportbänder (4, 5, 6) vorgesehen
sind, die jeweils abwechselnd in umgekehrter Richtung umlaufen.
2. Teigwirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß drei derartige Transportbänder
(4, 5, 6) zwischengeschaltet sind.
3. Teigwirkmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe
der Rundwirkeinrichtung (3), der Langwirkeinrichtung (2) und der zwischengeschalteten Transportbänder
(4,5,6) unabhängig voneinander Steuer- und regelbar sind.
4. Teigwirkmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenanordnung
(8, 9) am Ende des untersten Transportbandes (6) angeordnet ist.
5. Teigwirkmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden
Walzen (8, 9) von der Umlenkrolle (9) des Transportbandes (6) gebildet wird.
6. Teigwirkmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenanordnung
(8', 18) zu Beginn des Langwirkkanals (12) vorgesehen ist.
7. Teigwirkmaschine nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der
zwischengeschalteten Transportbänder (4,5, 6) und der der Langwirkeinrichtung vorgeschalteten
Walzenanordnung (8,9 bzw. 8', 18) Beobachtungsfenster im Gehäuse (1) der Langwirkeinrichtung
vorgesehen sind.
8. Teigwirkmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Beobachtungsfenster
im Bereich der Walzenanordnung (8,9 bzw. 8', 18) an der dieser zugeordneten Stirnseite
des Gehäuses (1) vorgesehen ist.
9. Teigwirkmaschine nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder
mehrere der Beobachtungsfenster als Klappen ausgebildet sind.
10. Teigwirkmaschine nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Stirnseite
des Gehäuses (1) eine Entnahmeöffnung (7) zur wahlweisen Entnahme der rundgewirkten Teigstücke
vorgesehen ist.
11. Teigwirkmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahmeöffnung
(7) unmittelbar im Bereich des Auslasses der Rundwirkeinrichtung (3) angeordnet ist.
12. Teigwirkmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahmeöffnung
(7) im Endbereich eines der Transportbänder (4, 5, 6) vorgesehen ist.
13. Teigwirkmaschine nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der
Transportbänder (4, 5, 6) Beheizungseinrichtungen vorgesehen sind.
14. Teigwirkmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß den Transportbändern
(4, 5, 6), zumindest einem Teil derselben, Druckbretter (19, 20, 21) zugeordnet sind,
die mit den oberen Trums der Transportbänder (4, 5, 6) Vorwirkkanäle bilden.
15. Teigwirkmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbretter (19,
20, 21) verstellbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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