AT507711B1 - Vorrichtung zum formen von gutbällchen, insbesondere aus einer fleischmasse - Google Patents
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Description
österreichisches Patentamt AT 507 711 B1 2012-01-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, mit zwei gleichsinnig angetriebenen Profilwalzen, die zwischen sich mehrere im Bereich der gemeinsamen Durchmesserebene umfangsgeschlossene Formungsdurchtritte für die Gutbällchen bilden und zwischen den Formungsdurchtritten mit umlaufenden Schneiden versehen sind, und mit einer Zuführeinrichtung für vorportionierte, vorgeformte Gutstränge, deren Länge der Arbeitsbreite der Profilwalzen entspricht.
[0002] Zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, ist es unter anderem bekannt (AT 009 477 U1), Formrollen mit Umfangsnuten vorzusehen, die zwischen sich einen von oben nach unten verlaufenden Formungsdurchtritt begrenzen und gleichsinnig angetrieben werden, wobei die im Bereich des Formungsdurchtritts nach unten drehende Formrolle eine größere Umfangsgeschwindigkeit als die im Bereich des Formungsdurchtritts aufwärts drehende Formrolle aufweist, sodass die zu formenden Gutbällchen durch den Formungsdurchtritt hindurch unter einer Drehung um eine zu den Drehachsen der Formrollen parallele Achse gefördert werden und dabei Kugelform annehmen. Um den paarweise zusammenwirkenden Formrollen nicht einzeln vorportionierte Gutstücke zufördern zu müssen, ist es darüber hinaus bekannt (GB 541 188 A), Profilwalzen vorzusehen, die mehrere nebeneinandergereihte Formrollen in sich vereinigen, sodass zwischen den Profilwalzen eine Reihe von Formdurchtritten zur Ausformung von Gutbällchen gebildet werden. Dieser Reihe von Formungsdurchtritten kann ein vorportionierter Gutstrang zugeführt werden, der mit Hilfe von zwischen den Formungsdurchtritten vorgesehenen, umlaufenden Schneiden der Profilwalzen in der Anzahl der Formungsdurchtritte entsprechende Teilstücke unterteilt wird, während der Gutstrang in den Zwickelbereich zwischen den Profilwalzen gefördert wird. Zur Ausbildung der Gutstränge wird eine Formpresse eingesetzt. Die gepressten Gutstränge, die während der Zufuhr zu den Profilwalzen mit Hilfe von den Profilwalzen zugehörigen Schneiden in Einzelportionen unterteilt werden, erlauben jedoch keine befriedigende Weiterverarbeitung der Einzelportionen zu kugeligen Gutbällchen.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass trotz einer Zufuhr eines vorportionierten Gutstrangs, der unmittelbar vor der Ausformung der Gutbällchen in entsprechende Teilstücke unterteilt wird, allen Anforderungen entsprechende Gutbällchen geformt werden können.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Zuführeinrichtung aus zwei umlaufenden Förderbändern besteht, deren einander der Höhe nach gegenüberliegende, gegensinnig bewegte Fördertrume zwischen sich einen sich keilförmig gegen das Abwurfende verjüngenden Formspalt zum Ausrollen der vorportionierten Gutstränge in eine zylindrische Gutrolle vorgegebenen Durchmessers bilden.
[0005] Durch die Ausbildung der Zuführeinrichtung in Form von zwei der Höhe nach übereinan-derliegenden Förderbändern, die zwischen sich einen keilförmigen Formspalt bilden, wird in vorteilhafter Weise der den Profilwalzen zuzufördernde Gutstrang aus einem vorportionierten Gutstück geformt, indem dieses Gutstück zwischen den sich gegensinnig bewegenden Fördertrumen der beiden Förderbänder zu einer zylindrischen Gutrolle ausgerollt wird, die eine wesentliche Voraussetzung für die nachträgliche Formung der Gutbällchen während des Durchtritts durch die Formungsdurchtritte darstellt, weil einerseits die aus der zylindrischen Gutrolle durch die Schneiden der Profilwalzen voneinander getrennten Gutstücke bereits eine an die spätere Kugelform angenäherte Ausgangsform aufweisen und anderseits durch das Ausrollen des vorportionierten Gutstücks eine gleichmäßige Verdichtung über die Länge der Gutrolle erfahren. Dazu kommt, dass die Gutrolle bei der Zuförderung zu den Profilwalzen bereits eine Drehung ausführen, was nicht nur den späteren Formvorgang, sondern auch die Durchtrennung der Gutrolle zu Einzelportionen unterstützt.
[0006] Die gegensinnige Bewegung der einander gegenüberliegenden Fördertrume der Förderbänder bedingt eine vorteilhafte Drehmitnahme des vorportionierten Gutstücks, wobei der 1 /5 österreichisches Patentamt AT 507 711 B1 2012-01-15 sich gegen das Abwurfende hin verjüngende Formspalt den für die Gutrolle vorgegebenen Durchmesser im Bereich des Abwurfendes sicherstellt. Um nicht nur das Eindrehen des vorportionierten Gutstücks, sondern auch eine Vorschubbewegung in Förderrichtung sicherzustellen, muss das in Vorschubrichtung bewegte Fördertrum eine größere Umlaufgeschwindigkeit als das gegenüberliegende Fördertrum aufweisen. Durch voneinander unabhängig einstellbare Umlaufgeschwindigkeiten der beiden Förderbänder können somit die Vorschub- und Einrollgeschwindigkeiten für die Gutrolle in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des zu verarbeitenden Guts vorgegeben werden, wobei es auch möglich ist, eines der Förderbänder still zu setzen. Sind der gegenseitige Abstand und die gegenseitige Winkellage der Fördertrume der beiden Förderbänder einstellbar, so ergibt sich eine weitere Einflussnahme auf die Formung der den Profilwalzen zuzufördernden Gutrollen in Abhängigkeit von der Gutbeschaffenheit. Außerdem kann der Durchmesser der Gutrolle an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.
[0007] Weist die Zuführeinrichtung die Breite des Formspalts zwischen den Fördertrumen der Förderbänder begrenzende, vorzugsweise einstellbare Führungslineale auf, so ergibt sich durch diese Führungslineale eine Begrenzung der Länge der auszubildenden Formrolle, was eine genaue Portionierung der Endstücke der Gutrolle ermöglicht, ohne dies durch ein Abtrennen überschüssiger Rollenenden sicherstellen zu müssen, die entsprechend abgeleitet werden müssen.
[0008] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen [0009] Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, in einer schematischen, zum Teil aufgerissenen Seitenansicht und [0010] Fig. 2 diese Vorrichtung in einer zum Teil aufgerissenen Draufsicht.
[0011] Die dargestellte Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen weist zwei gleichsinnig antreibbare Profilwalzen 1, 2 auf, die mit Umfangsnuten 3 versehen sind, die im Bereich der gemeinsamen Durchmesserebene der Profilwalzen 1, 2 umfangsgeschlossene Formungsdurchtritte 4 für die zu formenden Gutbällchen bilden, wie dies der Fig. 2 entnommen werden kann. Zwischen diesen Formungsdurchtritten 4 weisen die Profilwalzen 1, 2 umlaufende Schneiden 5 auf, mit deren Hilfe die den Profilwalzen 1, 2 zur Formung von Gutbällchen zugeförderte, in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Gutrolle 6 in Teilstücke zur anschließenden Formung der Gutbällchen unterteilt wird. Zur einfacheren Herstellung der Profilwalzen 1, 2 werden diese vorzugsweise aus einzelnen Formrollen zusammengesetzt. Um einen sicheren Durchtritt der einzelnen Teilstücke durch die zugehörigen Formungsdurchtritte unter einer entsprechenden Drehung um eine zu den Profilwalzen 1, 2 parallele Achse zu ermöglichen, wird die im Bereich der Formungsdurchtritte 4 abwärts drehende Profilwalze 1 mit einer größeren Umfangsgeschwindigkeit als die gegenüberliegende Profilwalze 2 angetrieben.
[0012] Zum Zuführen vorportionierter Gutstücke und zum Ausrollen dieser Gutstücke zu zylindrischen Gutrollen 6 ist den Profilwalzen 1, 2 eine Zuführeinrichtung 7 vorgelagert, die zwei mit Abstand übereinander angeordnete, umlaufende Förderbänder 8, 9 umfasst, die jeweils in einem U-förmigen Rahmen 10, 11 gelagert sind. Die einander gegenüberliegenden Fördertrume 12 dieser Förderbänder 9, 10 bilden zwischen sich einen keilförmigen Formspalt 13, der sich gegen das Abwurfende 14 der Zuführeinrichtung 7 hin verjüngt. Zum voneinander unabhängigen Antreiben der beiden Förderbänder 8, 9 sind Antriebsmotoren 15 vorgesehen. Die Antriebswellen 16 der Förderbänder 8, 9 sind mit den Antriebsmotoren 15 in Längsrichtung der Förderbänder 8, 9 verschiebbar in den Rahmen 10, 11 gelagert und können mit Hilfe einer Spanneinrichtung 17 zum Spannen der Förderbänder 8, 9 verlagert werden.
[0013] Um den gegenseitigen Abstand zwischen den Fördertrumen 12 der beiden Förderbänder 8, 9 bzw. die gegenseitige Winkellage dieser Fördertrume 12 einstellen zu können, wird der Rahmen 11 für das obere Förderband 9 entsprechend verstellbar vom Rahmen 10 des unteren Förderbands 8 getragen. Zu diesem Zweck sind in den tragenden Seitenwangen 18 des unteren Rahmens 10 zur Umlenkrolle 19 des Abwurfendes 14 des oberen Förderbands 9 konzentri- 2/5
Claims (4)
- österreichisches Patentamt AT 507 711 B1 2012-01-15 sehe Schlitzführungen 20 für den Rahmen 11 des oberen Förderbands 9 vorgesehen, sodass der Rahmen 11 des oberen Förderbands entlang dieser Schlitzführungen 20 verlagerbar und in der jeweils gewählten Lage feststellbar ist. [0014] Wird ein vorportioniertes Gutstück auf das Förderband 8 aufgegeben, das das darüberliegende Förderband 9 im Bereich dieses Abwurfendes überragt, so wird das Gutstück über das Fördertrum 12 dieses Förderbands 8 in den Formspalt 13 gefördert, wo es zur Anlage an das Fördertrum 12 des Förderbands 9 gelangt. Aufgrund der gegensinnigen Bewegung des Fördertrums 12 des Förderbands 9 wird dem Gutstück ein Drehmoment erteilt, sodass das Gutstück zu einer zylindrischen Gutrolle 6 ausgerollt wird, während es durch den sich verjüngenden Formspalt 13 zum Abwurfende 14 der Zuführeinrichtung 7 gefördert wird. Da sich das Fördertrum 12 des oberen Förderbands 9 gegensinnig zum Fördertrum 12 des unteren Förderbands 8 bewegt, muss die Umlaufgeschwindigkeit des Förderbands 8 größer als die des Förderbands 9 sein, damit sich eine resultierende Vorschubgeschwindigkeit für die aus dem Gutstück zu formende Gutrolle 6 einstellt. Durch die Wahl der Umlaufgeschwindigkeiten kann die Drehzahl für die Gutrolle 6 und deren Vorschubgeschwindigkeit eingestellt werden. Die Führung der zu bildenden Gutrolle 6 in Vorschubrichtung können seitliche Führungslineale 21 übernehmen, wie sie in der Fig. 2 angedeutet sind. Diese Führungslineale 21 bestimmen somit auch die Länge der Gutrolle 6. Die Gutrolle, die mit einem durch den gegenseitigen Abstand der Fördertrume 12 am Abwurfende 14 der Zuführeinrichtung 7 bestimmten Durchmesser geformt wird, gelangt vom Abwurfende 14 in den Zwickelbereich zwischen den beiden Profilwalzen 1 und 2, wo sie in Teilstücke aufgeteilt wird, die beim Durchfördern durch die Formungsdurchtritte 4 zwischen den Profilwalzen 1, 2 zu Gutbällchen geformt werden. Patentansprüche 1. Vorrichtung zum Formen von Gutbällchen, insbesondere aus einer Fleischmasse, mit zwei gleichsinnig angetriebenen Profilwalzen, die zwischen sich mehrere im Bereich der gemeinsamen Durchmesserebene umfangsgeschlossene Formungsdurchtritte für die Gutbällchen bilden und zwischen den Formungsdurchtritten mit umlaufenden Schneiden versehen sind, und mit einer Zuführeinrichtung für vorportionierte, vorgeformte Gutstränge, deren Länge der Arbeitsbreite der Profilwalzen entspricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (7) aus zwei umlaufenden Förderbändern (8, 9) besteht, deren einander der Höhe nach gegenüberliegende, gegensinnig bewegte Fördertrume (12) zwischen sich einen sich keilförmig gegen das Abwurfende (14) verjüngenden Formspalt (13) zum Ausrollen der vorportionierten Gutstränge in eine zylindrische Gutrolle (6) vorgegebenen Durchmessers bilden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Förderbänder (8, 9) hinsichtlich des gegenseitigen Abstands und der gegenseitigen Winkellage ihrer Fördertrume (12) einstellbar sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufgeschwindigkeiten der beiden Förderbänder (8, 9) voneinander unabhängig einstellbar sind.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (7) die Breite des Formspalts (13) zwischen den Fördertrumen (12) der Förderbänder (8, 9) begrenzende, vorzugsweise einstellbare Führungslineale (21) aufweist. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 3/5
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