DE1181565B - Teleskop-Fluessigkeitsstossdaempfer, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Teleskop-Fluessigkeitsstossdaempfer, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
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- Fluid-Damping Devices (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
intemat. Kl.: B 62 d;
F06f
Deutsche H.: 63 c -42
Nummer: 1181565
Aktenzeichen: St 18237II / 63 c
Anmeldetag: 23. August 1961
Auslegetag: 12. November 1964
Das Hauptpatent betrifft einen Teleskop-Flüssigkeitsstoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
dessen mit Ventilen versehener Arbeitskolben in einem flüssigkeitsgefüllten, von einem Gaspolster umschlossenen
Arbeitszylinder beweglich geführt ist. Das Gaspolster ist von einem starren Mantel umschlossen
und von dem Arbeitsraum durch eine elastische schlauchartige Hülle getrennt, deren Enden zwischen
dem Arbeitszylinder und dem starren Mantel eingespannt sind.
Nach dem Hauptpatent ist die Mantelfläche des Arbeitszylinders mit Eindrehungen versehen, in die
der Werkstoff der Enden der elastischen Hülle — die nach dem Hauptpatent in bekannter Weise verstärkt
sind — durch Verformen der Enden des Gehäusemantels eingepreßt ist. Hierbei sind die Enden der
elastischen Hülle an ihren Stirnseiten durch umgebördelte Ränder des starren, das Gaspolster einschließenden
Gehäusemantels axial gehalten.
Beim Betrieb treten in der Dämpfungsflüssigkeit erhebliche Drücke auf, die sich durch die elastische
Hülle auf das Gaspolster übertragen. Damit der Stoßdämpfer allen Anforderungen genügt, muß das
Gaspolster auch bei den höchsten Drücken völlig sicher abgedichtet sein.
Bei verschiedenartigen Schlauchverbindungen ist es bekannt, an dem Teil, auf dessen Mantelfläche der
Schlauch eingespannt wird, ein sägezahnförmiges Profil vorzusehen. Bei einem hydropneumatischen Federbein
hat man auch bereits eine den Flüssigkeitsraum von dem Gasraum trennende sackförmige Membran
am Zylinder in ähnlicher Weise eingespannt, wobei das Profil der Eindrehungen aus Trapezen zusammengesetzt
ist, die sich am Außenmantel des Arbeitszylinders und am Innenmantel des einspannenden
Teils befinden.
Gemäß der Erfindung wird der Teleskop-Flüssigkeitsstoßdämpfer entsprechend dem Hauptpatent dadurch
weiter ausgebildet, daß die Eindrehungen des Arbeitszylinders an den Einspannstellen des elastischen
Schlauches ein sägezahnförmiges Profil haben, wie dies für dichtende Schlauchverbindungen
an sich bekannt ist, und der Arbeitszylinder an seinem äußeren Ende eine Aufbördelung aufweist,
gegen die sich das eine von dem Gehäusemantel in die einen Eindrehungen eingepreßte Ende des
Schlauches legt, dessen anderes, in die zweiten Eindrehungen eingepreßtes Ende axial durch eine in eine
Ringnut des Arbeitszylinders eingreifende Umbördelung des Gehäusemantels festgelegt ist.
Durch Einziehen des Gehäusemantels zusammen mit dessen Umbördelung werden die Enden des ela-
Teleskop-Flüssigkeitsstoßdämpfer,
insbesondere für Kraftfahrzeuge
insbesondere für Kraftfahrzeuge
Zusatz zum Patent: 1136 221
Anmelder:
Stabilus Industrie- und
Handelsgesellschaft m. b. H„
Koblenz-Neuendorf, Herberichstr. 47-53
Handelsgesellschaft m. b. H„
Koblenz-Neuendorf, Herberichstr. 47-53
Als Erfinder benannt:
Albert Dillenburger, Koblenz-Lützel,
Kurt Graef, Koblenz-Neuendorf
stischen Schlauches fest in die Sägezahnnuten gedrückt, wodurch eine besonders innige und völlig gasdichte
Verbindung erhalten wird. Der Gehäusemantel liegt dabei an der einen Einspannstelle gegen die
Aufbördelung des Arbeitszylinders an und stützt sich an seinem anderen Ende mit seinem umgebördelten
Rand in der Ringnut der anderen Einspannstelle ab.
In Weiterbildung der Erfindung hat der Schlauch,
wie bei Flüssigkeitsstoßdämpfern an sich bekannt, eine gleichmäßige Wandstärke und ist im entspannten
Zustand länger als der ihn umschließende, den ringförmigen Druckgasraum begrenzende Gehäusemantel,
während er im Einbauzustand unter Bildung von Falten zusammengestaucht ist.
Dies hat den Vorteil, daß sich der Schlauch gut gegen die Aufbördelung des Arbeitszylinders an der
einen Einspannstelle und gegen die umgebördelte Kante des Gehäusemantels an der anderen Einspannstelle
anlegt, wobei Toleranzdifferenzen der Schlauchlänge durch die hierbei auftretenden Falten ausgeglichen
werden. Außerdem wird die Beanspruchung der Schlauchenden an den Einspannstellen verringert,
da sich der Schlauch in den Falten leicht wölben und dem Druck der Arbeitsflüssigkeit gut nachgeben
kann, ohne daß er an den Einspannstellen einer Zugbeanspruchung unterworfen ist. Hierdurch wird die
Bruchgefahr an den Einspannstellen vermindert und eine wesentlich höhere Lebensdauer des Schlauches
erzielt. Schließlich kann durch diese Ausbildung die Flüssigkeit aus dem Arbeitszylinder in den durch die
Falten entspannten Schlauch ohne zusätzlichen Überdruck eintreten, was ein elastisches, schnell reagieren-
409 727/252
des Arbeiten des Stoßdämpfers begünstigt. Die Erfindung hat den weiteren Vorteil, daß als elastische
Hülle ein glatter, handelsüblicher Schlauch verwendet werden kann, während bei der Ausführungsform des
Hauptpatents ein besonderes Formstück mit verstärkten Enden erforderlich ist, das wesentlich teurer ist
als der nach der vorliegenden Erfindung verwendete glatte Schlauch.
Die folgende Beschreibung erläutert ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das in der Zeichnung im
Längsschnitt veranschaulicht ist. Der für die Erfindung unwesentliche obere Teil des Stoßdämpfers und
die Kolbenausbildung im einzelnen sind weggelassen.
Der Teleskop-Flüssigkeitsstoßdämpfer entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau der Ausführungsform
des Hauptpatents. Der in bekannter Weise mit Drosselventilen versehene Arbeitskolben 1 ist auf dem
Ende der Kolbenstange 2 befestigt und beweglich in dem Arbeitszylinder 3 geführt, der mit einer Dämpfungsflüssigkeit,
ζ. B. öl, gefüllt und durch den Arbeitskolben 1 in einen oberen Arbeitsraum (Hochdruckraum)
und einen unteren Arbeitsraum 5 (Niederdruckraum) unterteilt ist. Der Arbeitszylinder 3 ist
von einem elastischen Schlauch 6 umschlossen, der von einem starren Gehäusemantel 7 umgeben ist und
mit diesem einen mit einem Druckgas gefüllten Ringraum 8 bildet. Die Innenseite des Schlauches 6 steht
durch mehrere Öffnungen 9 mit dem Arbeitsraum 5 in Verbindung. Der Schlauch 6 besteht aus hochelastischem
öl- und temperaturbeständigem Werkstoff, z. B. einem Polyamid, und ist über den Arbeitszylinder
3 geschoben.
Der Arbeitszylinder 3 ist an seinem unteren Ende durch einen Boden 10 verschlossen, der mit dem Arbeitszylinder
3 verschweißt und in üblicher Weise mit einer Öse 11 zur Befestigung an den Radachsen versehen
ist. Die Kolbenstange 2 ist mit dem Fahrzeugrahmen verbunden. Die Anordnung kann auch umgekehrt
sein, indem die Kolbenstange 2 mit den ungefederten und der Arbeitszylinder 3 mit den gefederten
Massen des Fahrzeugs verbunden ist.
Das untere Ende des Arbeitszylinders 3 ist mit einer Aufbördelung 12 versehen, die als Auflagefläche
für das untere Ende des Schlauches 6 dient. Anschließend an die Aufbördelung 12 sind in der
Mantelfläche des Arbeitszylinders 3 mehrere sägezahnförmige Rillen 13 eingearbeitet, in die das
Schlauchende durch das eingezogene Ende 14 des Gehäusemantels 7 eingepreßt wird. Im Bereich des oberen
Endes des Schlauches 6 sind ebenfalls sägezahnförmige Nuten 15 in den Arbeitszylinder 3 eingearbeitet,
an die sich eine Ringnut 16 anschließt. Der Gehäusemantel 7 ist bei 17 auf den Außendurchmesser
des Schlauches 6 eingezogen, sein Ende 18 ist umgebördelt und greift in die Ringnut 16 ein.
Der Schlauch 6 hat eine größere Länge als der ihn umschließende Gehäusemantel 7 und wird beim Anbringen
der Umbördelung 18 unter Bildung zweier Falten 19, 20 zusammengestaucht und gegen die Aufbördelung
12 gedrückt. Etwas aus dem Arbeitsraum 5 durch die Öffnungen 9 gelangte Flüssigkeit sammelt
sich in den Falten 19, 20 an.
Der Stoßdämpfer hat folgende Arbeitsweise: Bei einer Bewegung des Arbeitskolbens 1 nach unten
kann der obere Arbeitsraum 4 die aus dem Raum 5 verdrängte Flüssigkeitsmenge wegen des Volumens
der Kolbenstange 2 nicht aufnehmen. Die Übermenge der Flüssigkeit gelangt durch die Öffnungen 9 in den
Zwischenraum zwischen dem Schlauch 6 und der äußeren Mantelfläche des Arbeitszylinders 3, wobei
der Schlauch 6 gedehnt und das Gaspolster im Ringraum 8 zusammengepreßt wird.
Wird der Arbeitskolben 1 nach oben bewegt, so gelangt die Flüssigkeit aus dem Hochdruckraum 4
über die Durchlässe und Ventile des Arbeitskolbens 1 in den unteren Arbeitsraum 5. Da der Hochdruckraum
4 infolge des Volumens der Kolbenstange 2 nicht so viel Flüssigkeit abgibt, wie der Arbeitsraum 5
aufnehmen kann, wird durch den Überdruck des im Raum 8 befindlichen Gaspolsters der elastische
Schlauch 6 radial nach innen gedrückt und fördert einen Teil der von ihm eingeschlossenen Flüssigkeit
durch die Öffnungen 6 in den Arbeitsraum 5. Diese Ausgleichswirkung des elastischen Schlauches 6 wird
durch die von ihm gebildeten Falten 19,20 unterstützt, da der Schlauch in den Falten entspannt ist.
Außerdem werden die Einspannstellen des Schlauches 8 wesentlich entlastet.
Die durch die Erfindung gelehrte Ausgestaltung und Anordnung des Schlauches ergibt trotz der glatten Ausbildung seiner Enden eine mechanisch sichere
und zugleich völlig flüssigkeitsdichte Befestigung an dem Arbeitszylinder. Die beim Dehnen des Schlauches
auftretende Zugkomponente wird von den sägezahnförmigen Rillen 13,15 aufgenommen, während
das umgebördelte Ende 18 des Gehäusemantels 7 und die Aufbördelung 12 des Arbeitszylinders 3 die Druckkomponente
aufnehmen, die bei großer Ausdehnung des Schlauches infolge der Erwärmung der Flüssigkeit
entsteht. Von besonderer Bedeutung ist es, daß der durch das radiale Zusammendrücken des Gehäusemantels
7 im Schlauch 6 an den Einspannstellen entstehende Werkstofffluß durch das umgebördelte Ende
18 einerseits und durch die Aufbördelung 12 andererseits zwischen den Einspannstellen gestaucht wird,
wodurch der Schlauch in deren Nähe Falten wirft und hier unter geringster Beanspruchung eine hohe
Nachgiebigkeit erhält. Das hierdurch ermöglichte bessere Nachströmen der Dämpfungsflüssigkeit in den
Gehäusemantel ist besonders bei niedrigen Temperaturen vom Vorteil und gewährleistet eine einwandfreie
Arbeitsweise des Stoßdämpfers auch bei Temperatoren von — 200C und darunter.
Claims (2)
1. Teleskop-Flüssigkeitsstoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, dessen mit Ventilen versehener
Arbeitskolben in einem flüssigkeitsgefüllten, von einem Gaspolster umschlossenen Arbeitszylinder
beweglich geführt ist, wobei das in einem starren Gehäusemantel eingeschlossene, ringförmige
Gaspolster von dem Arbeitsraum durch eine elastische, schlauchartige Hülle getrennt ist, deren
Enden in Eindrehungen der Mantelfläche des Arbeitszylinders durch Verformen der Enden des
Gehäusemantels eingespannt sind, nach Patent 1136 221, dadurch gekennzeichnet,
daß die Eindrehungen (13, 15) des Arbeitszylinders (3) an den Einspannstellen des elastischen
Schlauches (6) ein sägezahnförmiges Profil, wie für dichtende Schlauchverbindungen bekannt, haben
und der Arbeitszylinder an seinem äußeren Ende eine Aufbördelung (12) aufweist, gegen die
sich das eine von dem Gehäusemantel (7) in die einen Eindrehungen (13) eingepreßte Ende des
Schlauches (6) legt, dessen anderes, in die zweiten
Eindrehungen (IS) eingepreßtes Ende axial durch eine in eine Ringnut (16) des Arbeitszylinders (3)
eingreifende Umbördelung (18) des Gehäusemantels (7) festgelegt ist.
2. Teleskop-Flüssigkeitsstoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schlauch (6) eine gleichmäßige Wandstärke, wie bei Flüssigkeitsstoßdämpfern bekannt, hat und
entspannt langer ist als der ihn umschließende, den ringförmigen Druckgasraum (8) begrenzende
Gehäusemantel (7), während er im Einbauzustand unter Bildung von Falten (19, 20) zusammengestaucht
ist.
In Betracht gezogene Druckschrifen: Deutsche Patentschrift Nr. 920 709;
französische Patentschriften Nr. 953 409, 076 192,1121 131.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 727/252 11.64
ι Bundesdruckerei Berlin
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