DE1181495B - Raketentriebwerk - Google Patents
RaketentriebwerkInfo
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- F02K—JET-PROPULSION PLANTS
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES WFWQSSl· PATENTAMT
Internat. Kl.; F 02 k
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 46 g -1/05
Nummer: 1181495
Aktenzeichen: G 27543I a / 46 g
Anmeldetag: 20. Juli 1959
Auslegetag: 12. November 1964
Die Erfindung bezieht sich auf ein Raketentriebwerk mit einer Vielzahl von symmetrisch angeordneten
Injektoren und Brennkammern, die an einem etwa ringförmigen Treibstoffbehälter befestigt und
wahlweise an diesen anschließbar sind und bei welchem der durch die Abgase der Brennkammern erzeugte
Schub zu der Ebene maximalen Querschnitts des Treibstoffbehälters im wesentlichen senkrecht
steht sowie die Brennkammern die Abgase allseits entlang der Fläche eines an den Treibstoffbehälter
befestigten Gasstrahlleitgliedes ausstoßen.
Ein solches Triebwerk ist Gegenstand des Hauptpatentes 1115 080.
Bei dem Raketentriebwerk gemäß Patent 1115 080 stoßen die Brennkammern tangential gegen die
Außenfläche eines das Gasstrahlleitglied darstellenden Kegels aus, der an dem Treibstoffbehälter befestigt
ist. Mit dieser Anordnung wird ein Hauptproblem im Zusammenhang mit der Konstruktion
von Raketentriebwerken gelöst, die einen Schub von etwa einer halben Million kp oder mehr entwickeln
und heutzutage immer mehr gefragt sind. Dieses Hauptproblem besteht darin, in Übereinstimmung
mit dem gegenwärtigen Stand der Technik zu einem rationellen Dimensionierungsvorgang zu gelangen.
Bis zu der dem Patent 1115 080 zugrunde liegenden Erfindung versuchte man, Triebwerke für den
gewünschten großen Schub entweder durch maßstäbliche Vergrößerung konventioneller Raketentriebwerke
oder durch Zusammenbau mehrerer kleinerer bereits entwickelter konventioneller Raketentriebwerke
zu einem Verbundtriebwerk zu erhalten.
Die konventionellen Raketen benutzen normalerweise eine De-Laval-Düse, die mit einem kreisförmigen
Injektor und einer Verbrennungskammer zu einem Raketentriebwerk kombiniert ist. In einer solchen
Anordnung ist der Düsenschub proportional der Querschnittsfläche des Düsenhalses. Da die Querschnittsfläche
der Kammer und der Injektordurchmesser in direkter Beziehung zur Fläche des Düsenhalses
stehen, wachsen sie ebenfalls mit dem Schub. Bei der Entwicklung von Triebwerken für großen
Schub liegt die Schwierigkeit in dem Versuch, die konventionelle Anordnung maßstäblich zu vergrößern.
Zum Beispiel müßte ein koventionelles Triebwerk für einen Schub von einer halben Million kp einen
Injektor mit einem Durchmesser von etwa 120 bis 150 cm haben. Nun gibt es jedoch im Raketenbau
eine Erscheinung, die als Verbrennungsinstabilität bezeichnet wird. Diese besteht in heftigen Druckschwingungen
in der Kammer, welche die Kammer Raketentriebwerk
Zusatz zum Patent: 1115 080
Anmelder:
General Electric Company, New York, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Prinz und Dr. rer. nat. G. Hauser,
Patentanwälte,
München-Pasing, Ernsbergerstr. 19
Als Erfinder benannt:
Arthur Paul Adamson, Cincinnati, Ohio
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 21. Mi 1958 (749 709)
entweder ausbrennen oder sie in kurzer Zeit zerreißen, da sie in der Größenordnung mehrerer
zehn kg/cm2 liegen können. Die Kontrolle der Verbrennungsstabilität wird um so schwieriger, je größer
der Durchmesser des Injektors ist. Qualitativ betrachtet erscheint es zur Erzielung einer stabilen
Arbeitsweise nötig, eine praktisch gleichmäßige Druckverteilung und gleichmäßige Verbrennung über
den ganzen Injektor hinweg zu erhalten. Wenn der Injektordurchmesser groß ist, schwindet die Aussicht,
diese Gleichmäßigkeit zu erreichen, und es ist sehr wahrscheinlich, daß die Verbrennungsinstabilität
auftritt.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Technik gibt es kein Gesetz für eine quantitative Bemessung, mit
dessen Hilfe, ausgehend von einem vorhandenen Raketentriebwerk, für die Dimensionierung eines
ebensolchen größeren ein befriedigendes Ergebnis vorhergesagt werden könnte. Das gilt jedenfalls
grundsätzlich für die Erscheinung der Verbrennungsinstabilität. Fast in jedem Fall wurde bei der Ent-
wicklung einer neuen Druckkammeranordnung die Erfahrung gemacht, daß Schwierigkeiten mit der
Verbrennungsinstabilität auftraten. Diese erforderten
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jeweils ein mühsames, langwieriges und kostspieliges
Experimentieren. Es besteht somit Grund zu der Annahme, daß die Lösung der auftretenden Probleme
in gleichem Maße schwieriger und kostspieliger wird, in dem die Groß? konventionelle:' Triebwerke anwächst.
Somit ist es unmöglich, mit irgendwelcher
Sicherheit hinsichtlich normaler und zuverlässiger Arbeitsweise, eine gewöhnliche Konstruktion für
einen Düsenschub höherer Größenordnung maßstäblich zu vergrößern.
Bei der Entwicklung von Raketen ist der Versuch eine äußerst wichtige Phase. Da es, wie oben erläutert,
kein Bemessungskriterium für solche Triebwerke gibt, müssen alle Untersuchungen an Einheiten
vorgenommen werden, die in voller Größe erbaut sind, denn Prüfungen an maßstäblich verkleinerten
Triebwerken haben in erster Linie wegen des Problems der Verbrennungsinstabilität begrenzte Bedeutung.
Originalversuche bei Triebwerken der vorstehenden Größe sind aber praktisch undurchführbar,
weil beispielsweise eine Triebwerkseinheit für einen Düenschub von 25 000 000 kp an die 100 000 kg
Treibstoff/sec benötigt. Selbst bei einem Preis von etwa 80 Pfennig/kg bedeutet dies, daß sich die Treibstoffkosten
auf 80 000 DM in der Sekunde belaufen; wenn also alle Versuche an original großen
Triebwerkseinheiten vorgenommen werden müssen, werden die Unkosten sogar für billigen Standardtreibstoff
untragbar.
Der zweite Weg, Triebwerke mit extrem hohem Schub durch Zusammenbau vorhandener fertig entwickelter
Triebwerke zu Verbundtriebwerken zu erhalten, leidet einmal an der Kompliziertheit des
Regelsystems, das eine gleichmäßige Leistung aufrechtzuerhalten hat, und zum anderen daran, daß
das Potential des Verbundtriebwerkes auch nicht beliebig vergrößert werden kann, weil es eine praktische
Grenze dafür gibt, wie viele Triebwerke im Verbund zusammenarbeiten können. Die bekannte
ringförmige, symmetrische Anordnung kleiner, miteinander verbundener Triebwerke führt bereits bei
einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Einzeltriebwerken zu Abmessungen, die mit der Praxis
kaum vereinbar sind und große Schwierigkeiten bereiten dürften. Zudem gestaltet sich auch die Schubübertragung
von den einzelnen Triebwerkseinheiten auf das anzutreibende Fahrzeug schwierig; sie kann
Ursache für Erscheinungen sein, die mit Wechselwirkungen zwischen diesen Einheiten zusammenhängen.
Bei Strahlturbinentriebwerken ist es bekannt, gleichartige Einzeltriebwerke in symmetrischer Anordnung
zu verwenden, die in einen allen Einzeltriebwerken gemeinsamen ringförmigen Gaskanal
ausstoßen, der zwischen einem Außengehäuse und einem Innengehäuse gebildet ist und in die Ausstoßdüse
mündet. Eine solche Ausbildung ist für Höchstleistungsraketentriebwerke wegen der Reibungsverluste,
die in dem ringförmigen Gaskanal auftreten würden, und der extrem großen Abmessungen, die
dieser Gaskanal, insbesondere die Außenwand dieses Gaskanals, erhalten müßte, nicht geeignet.
Mit dem dem Patent 1115080 zugrunde liegenden
neuartigen Prinzip der Verwendung ringförmiger Injektoren und Brennkammern, die entlang der
Fläche eines an dem Treibstoffbehälter befestigten gemeinsamen Gasstrahlleitgliedes ausstoßen und somit
wie die bis dahin bekannten konventionellen Raketentriebwerke einen einzigen Schubstrahl erzeugen,
konnte die Verwendung von Injektoren mit Durchmessern in der Größenordnung von 1,50 m
und darüber hinaus vermieden werden.
Der Erfindung liegt die gleiche Aufgabe zugrunde wie dem Patent 1115 080 und sie löst diese Aufgabe nach dem gleichen Grundprinzip, jedoch mit einer anderen vorteilhaften Gestaltung des Gasstrahlleitgliedes. Dieses ist abweichend von dem Gasstrahlleitglied bei dem Raketentriebwerk gemäß Patent 1115 080 erfindungsgemäß mit im wesentlichen dreieckigem Querschnitt ringförmig ausgebildet.
Der Erfindung liegt die gleiche Aufgabe zugrunde wie dem Patent 1115 080 und sie löst diese Aufgabe nach dem gleichen Grundprinzip, jedoch mit einer anderen vorteilhaften Gestaltung des Gasstrahlleitgliedes. Dieses ist abweichend von dem Gasstrahlleitglied bei dem Raketentriebwerk gemäß Patent 1115 080 erfindungsgemäß mit im wesentlichen dreieckigem Querschnitt ringförmig ausgebildet.
Bei dem erfindungsgemäßen Raketentriebwerk können die Brennkammern und die Injektoren wie
bei dem Raketentriebwerk gemäß Patent 1 115 080 ein ringförmiges, in Zellen unterteiltes Gebilde darstellen.
Der Treibstoffbehälter wird vorzugsweise in Brennstoffabschnitte und Oxydationsmittelabschnitte
unterteilt. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann aus mehreren erfindungsgemäßen
Raketentriebwerken ein Verbundraketentriebwerk gebildet werden, in dem diese Raketentriebwerke
übereinander angeordnet und lösbar miteinander verbunden werden.
Bei einem solchen Verbundraketentriebwerk weist das untere Raketentriebwerk vorzugsweise einen
Treibstoffbehälter auf, der aus zwei koaxial ineinander angeordneten Ringen besteht, zwischen die der
Scheitel des Gasstrahlleitgliedes des darüber befindlichen Raketentriebwerkes hineinragt.
Beispielsweise Ausführungen der Erfindung zeigt die Zeichnung. Darin ist
Fig. 1 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Triebwerkes mit kreisringförmigen Teilen und unterteiltem Gasstrahlleitglied in perspektivischer Darstellung,
Fig. 1 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Triebwerkes mit kreisringförmigen Teilen und unterteiltem Gasstrahlleitglied in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Triebwerkes mit durchgehender Brennkammeranordnung und durchgehendem Gasstrahlleitglied,
in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3 eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Raketentriebwerkes mit unterteiltem Treibstoffbehälter
und einzeln gesteuerten Brennkammeranordnungen mit durchgehendem Gasstrahlleitglied,
in perspektivischer Darstellung,
F i g. 4 eine Detailansicht, die die Brennkammerzellenanordnung
zeigt, die bei den erfindungsgemäßen Raketentriebwerken gemäß Fig. 1 bis 3 Verwendung
findet, in perspektivischer Darstellung, und
F i g. 5 eine Querschnittsansicht eines aus erfindungsgemäßen Raketentriebwerken zusammengesetzten
Verbundraketentriebwerkes.
Bei den in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsformen ist der Teil 10 (F i g. 1 bis 3) bzw. 38, 39 (F i g. 5) ein z. B. quadratischer oder kreisrunder oder elliptischer usw. ringförmiger in sich geschlossener Hohlkörper, der der Aufnahme von Treibstoff dient.
Bei den in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsformen ist der Teil 10 (F i g. 1 bis 3) bzw. 38, 39 (F i g. 5) ein z. B. quadratischer oder kreisrunder oder elliptischer usw. ringförmiger in sich geschlossener Hohlkörper, der der Aufnahme von Treibstoff dient.
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 1 sind mit dem kreisrunden Treibstoffbehälterring 10 von quadratischem
Querschnitt einzelne Verbrennungskammeranordnungen 16 verbunden. Diese Anordnungen
bestehen aus einzelnen Injektoren von der bei 33 in F i g. 4 gezeigten Bauart und aus Brennkammern
17, die gegen Gasstrahlleitglieder 18 ausstoßen, die sich unterhalb der Kammern 17 befinden
und an diese angrenzen. Der Treibstoff wird über
eine mit Steuerventileinrichtungen ausgestattete Verrohrung zu den einzelnen Anordnungen geführt. Die
Brennkammer 17 kann sich, wie in Fig. 1 dargestellt,
durchgehend über den ganzen Treibstoffbehälterring entlang seines Maximalumfanges erstrecken
oder es kann für jedes Gasstrahlleitglied 18 eine einzelne Brennkammer vorgesehen sein. Durch
selektive Zuführung des Treibstoffes zu den einzelnen Anordnungen ist der Schub hinsichtlich Größe
und Richtung nach Wunsch steuerbar.
In F i g. 2 ist eine andere Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Raketentriebwerkes dargestellt. Bei dieser Ausführungsform sind die Teile 10 des
Treibstoffbehälters bei 19 derart miteinander verbunden, daß ein von oben gesehen unrunder Ring
entsteht. Es findet auch hier wiederum zumindest eine Schubkammeranordnung mit einem Injektor gemäß
F i g. 4 einer Brennkammer 20 und einem Gasstrahlleitglied 21 Verwendung. Letzteres bildet abweichend
von der Ausführung gemäß F i g. 1 einen durchgehenden Ring, der unterhalb der Brennkammeranordnung
angeordnet ist und an diese angrenzt. Der zellenförmige Streifeninjektor gemäß F i g. 4 kann unterhalb kritischer Grenzen gehalten
werden, so daß das Problem der Verbrennungs-Instabilität nicht auftritt. Der ringförmige Treibstoffbehälter
hat bei der Ausführung gemäß Fig. 2 elliptischen Querschnitt.
Die Fig. 3 zeigt ein Stück einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Raketentrieb-Werkes,
bei der der Treibstoffbehälterring 10 in Brennstoff- und Oxydationsmittelabschnitte 22 und
23 unterteilt ist, von denen jeder einen Injektor 24 über Leitungen 25 und 26 beliefert. Zur selektiven
Steuerung der Treibstoffzufuhr sind Ventileinrichtungen 27 vorgesehen. Der übertrieben dargestellte
Injektor 24 hat die in F i g. 4 gezeigte Form und beliefert eine Brennkammer 28, die, wie dargestellt,
allen Injektoren jeweils einzeln zugeordnet oder gemäß F i g. 3 durchgehend ausgebildet sein kann und
den Gasstrahl gegen ein Gasstrahlleitglied 29 ausstößt, das, wie in Fig. 1 dargestellt, für jeden Injektor
einzeln vorgesehen oder gemäß F i g. 3 durchlaufend konstruiert sein kann.
In F i g. 4 ist eine von den Brennkammeranordnungen dargestellt, die zusammen den in sich geschlossenen,
in Zellen unterteilten Ring bilden. Diese Anordnung weist einen Streifeninjektor 33 mit zugehöriger
Brennkammer 34 auf. Diese geradlinigen Streifeninjektoren 33 und ihre zugehörige Brennkammer
können innerhalb kritischer Bemessungsgrenzen gehalten werden, so daß keine Verbrennungsinstabilität
auftritt. Durch Kleinhalten des Abstandes 35 kann jede Instabilität in dieser Richtung
unterdrückt werden. In ähnlicher Weise kann jede in Umfangsrichtung in Erscheinung tretende
Instabilität nötigenfalls durch Einschalten von geeigneten Leitplatten 36 unterdrückt werden, die das
Verbrennungssystem in Zellen unterteilen. Die Brennkammeranordnungen arbeiten mit einem Gas-Strahlleitglied
37 zusammen, das gemäß Fig. 2 durchlaufend oder gemäß Fig. 1 in Abschnitte unterteilt ausgebildet sein kann. Wenn die Verbrennungsinstabilität
in Umfangsrichtung kein Problem darstellt, kann ein fortlaufender Streifen gemäß
F i g. 2 Verwendung finden. Der tatsächliche Grad der Unterteilung in Zellen ist eine Funktion des verwendeten
Treibstoffverteilungssystems und ist einer der Parameter, die bei der Planung des Triebwerkes
in Betracht zu ziehen sind.
In F i g. 5 ist ein aus erfindungsgemäßen Triebwerken aufgebautes Stufentriebwerk dargestellt. Dieses
weist ein unteres Triebwerk 38 von der in F i g. 3 dargestellten allgemeinen Bauart auf, das jedoch mit
zwei nebeneinander befindlichen Treibstoffbehälterringen ausgestattet ist. Das untere Triebwerk 38
trägt ein ähnliches oberes Triebwerk 39, das sich im Flug lösen und weiterfliegen kann.
Im Betrieb wird aus dem ringförmigen Treibstoffbehälter der für Monotreibstoff als Einzelring gemäß
Fig. 1 und 2 und für aus Brennstoff und Oxydationsmittel
zusammengesetzten Treibstoff als unterteilter Einzelring gemäß F i g. 3 oder als Doppelring gemäß
Fig. 5 ausgebildet sein kann, Treibstoff in die durchgehenden oder einzelnen Schubkammeranordnungen
geleitet. Der Treibstoff wird mittels der in einigen Figuren dargestellten Rohrleitungen und der
zugehörigen Ventile selektiv geleitet. Auf diese Weise wird eine Steuerung erzielt und es sind unter Verwendung
von vorhandenen, hinsichtlich ihres Verhaltens bekannten Anordnungen, die verhältnismäßig
billig getestet werden konnten, extrem hohe Schübe erreichbar. Wenn die Vorrichtung als Satelit verwendet
werden soll, können in dem ringförmigen Treibstoffbehälter 10 Aufenthaltsräume untergebracht
werden.
Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Ausführungen können für sich bereits vollständige Luftfahrzeuge
darstellen oder aber an einer von ihnen angetriebenen Nutzlast anmontiert sein.
Claims (5)
1. Raketentriebwerk mit einer Vielzahl von symmetrisch angeordneten Injektoren und Brennkammern,
die an einem etwa ringförmigen Treibstoffbehälter befestigt und wahlweise an diesen
anschließbar sind und bei welchem der durch die Abgase der Brennkammern erzeugte Schub zu
der Ebene maximalen Querschnitts des Treibstoffbehälters im wesentlichen senkrecht steht
sowie die Brennkammern die Abgase allseits entlang der Fläche eines an dem Treibstoffbehälter
befestigten Gasstrahlleitgliedes ausstoßen, nach Patent 1115 080, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gasstrahlleitglied (18, 21, 29) mit im wesentlichen dreieckigem Querschnitt
ringförmig ausgebildet ist.
2. Raketentriebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkammern und die
Injektoren ein ringförmiges, in Zellen unterteiltes Gebilde darstellen.
3. Raketentriebwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibstoffbehälter
(10) in Brennstoffabschnitte und Oxydationsmittelabschnitte (22, 23) unterteilt ist.
4. Verbundraketentriebwerk, gekennzeichnet durch mehrere Raketentriebwerke (38, 39) nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, die übereinander angeordnet und lösbar miteinander verbunden
sind.
5. Verbundraketentriebwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Raketentriebwerk
(38) einen Treibstoffbehälter aufweist, der aus zwei koaxial meinander angeordneten
Ringen besteht, zwischen welche der Scheitel des
7
Gasstrahlleitgliedes des darüber befindlichen schweizerische Patentschrift Nr. 294 838;
Raketentriebwerkes (39) hineinragt (F i g. 5). französische Patentschriften Nr. 1158 540,
1012 021;
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 540 666, 2 536 598,
Deutsche Patentschrift Nr. 626 326; 5 2 217 649.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 727/126 11.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1181495B true DE1181495B (de) | 1964-11-12 |
Family
ID=25014847
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEG27543A Pending DE1181495B (de) | 1958-07-21 | 1959-07-20 | Raketentriebwerk |
Country Status (2)
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| DE (1) | DE1181495B (de) |
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