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Rotationsvervielfältiger zum Abdrucken von Druckformen Die Erfindung
betrifft einen RotationsvervieWältiger, bei dem auf einer Drucktrommel eine listenmäßige
Druckform -mit einer Vielzahl von parallel zur Achse der Drucktrommel verlaufenden
zeilenweisen Texten befestigt ist, aus der mit Hilfe einer mittels elektromagnetischerKraft
an- und abschwenkbaren Gegendruckwalze eine wahlweise, beliebig wechselnde Kombination
aus einer Vielzahl von entfernt liegenden Zeilen auf einzelne formatbegrenzte Blätter
oder Karten abgedruckt wird.
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Es kommt hierbei nicht auf die Art der verwendeten Druckformen oder
des verwendeten Abdruckverfahrens an und können sowohl Hochdruckformen wie Flachdruckformen
als auch Tiefdruckformen oder Schablonen Verwendung finden. Zum Beispiel können
als Hochdruckformen Druckformen mit hochgeprägten Typen oder Aluminiumrasterfolien
und als Flachdruckformen hektographische Spiegelbildoriginale oder lithographische
Druckformfolien verwendet werden. Vorzugsweise sollen jedoch abdruckfähige Spiegelbildoriginale
zur Verwendung kommen, welche durch Hinterlegen eines hektographischen Farbblattes
hergestellt wurden.
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Es ist auch unerheblich, welche Art von Vervielfältigungs- bzw. Druckmaschinen
gewählt wird. Vorzugsweise sollen Rotationsvervielfältigungsmaschinen zum Abdruck
abdruckfähiger Spiegelbildoriginale verwendet werden; jedoch können auch andere
Vervielfältigungsmaschinen, wie Offsetdruckmaschinen oder lithographische Druckmaschinen
oder Schablonen-Vervielfältiger, eingesetzt werden.
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Bei der Ausführung der Erfindung ist es gleichfalls unwesentlich,
welche Art 'von Aufzeichnungseinrichtungen zur Anbringung bzw. Aufbringung der Aufzeichnungen
auf die Druckformen bzw. Aufzeichnungsblätter oder -streifen verwendet wird. Vorzugsweise
sollenjedochLocheinrichtungenzurAnwendung kommen.
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Es sind Rotationsvervielfältiger für elektromagnetischen, zeilenweise
gesteuerten Druck bekanntgeworden, bei denen die zum Abdruck gewünschten Zeilen
durch manuelle Betätigung von Tasten ausgewühlt wurden. Die Art der Auswahl war
jedoch umständlich langsam und schloß vor allem Fehler der Maschinenbedienung bei
Auswahl der Zeilen nicht aus.
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Es war ferner auf dem Gebiet der Tabellendruckmaschinen bekanntgeworden,
Texte von verschiedenen einzelnen Lochkarten mittels Umdruck auf Tabellenbogen zu
übertragen. Hierbei erfolgte die Übertragung durch Kurvenscheiben, welche der Größe
des zum Abdruck gewünschten Feldes entsprachen. Durch bestimmte Kennlochungen auf
den Karten konnte eine spaltenweise Aufteilung der Angaben auf mehr= Tabellenstreifen
durch Einschaltung der entsprechenden Kurvenscheiben vorgenommen werden. Es war
ferner bereits vorgeschlagen, die Größe und die Lage eines Abdruckfeldes durch eine
Kennlochung in der Karte zu bestimmen. Diese bekannten Tabellendruckmaschinen waren
jedoch nur dazu geeignet und bestimni4 ein auf den Karten angeordnetes Textfeld,
gegebenenfalls von veränderlicher Größe, auf eine odm mehrere San:unellisten bzw.
Tabellen zu übertragen. Im Gegensatz dazu sollen bei der vorliegenden Erfindung
aus einem sammellistenartigen Druckformoriginal mit einer Vielzahl von Zeilen beliebig
ausgewählte, Zeilenkombinationen selbsttätig, schnell und ohne- Fehlermöglichkeit
auf einzelne zu bedrucke#nxlt Zettel angenähert zum Ab-
druck gebracht werden.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß auf der die Zeilen
tragenden listenmäßigon Druckform bzw. auf einem neben der Druckform. auf der Drucktrommel
befestigten zusätzlichen Streifen für jede zum Abdruck ausgewählte Zeile mindestens
eine Registrierung neben dem Zeilentext angeordnet ist und der Rotatlünsvervielfaltiger
eine gegen die Drucktrommel gerichtete und in der Nähe der Drucklinie angeordnete
Abtasteinrichtung für die Zeilenregistrierungen der Druckfonn aufweist,. die beim
Durchgang der Zeilen durch die Drucklinie die Elektromagnete für die Anschwenkbewegung
der Gegendruckwalze selbsttätig, analog zu der Vielzahl der abgetasteten Zeilenregistrierungen
steuert.
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Zweckmäßigerweise sind die auf der Druckfoorm bzw. einem daneben befesägtrn
zusatzlichen St:reifen angeordneten.Registrierungen im Schriftzeilenabstand
zueinander
in mehreren senkrecht zur Zeilenrichtung verlaufenden Kolonnen verteilt, jedoch-,heben
den jeweiligenSchriftzeilen vorgesehen undmehreregegen die Drucktrommel gerichtete
Abtasteinrichtungen nebeneinander vor der Drucklinie angeordnet, welche wahlweise
bzw. nacheinander oder kombiniert auf die Weitergabe ihrer Impulse zur Steuerung
der Elektromagnete der Gegendruckwalze geschaltet werden.
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Für die den Zeilen bzw. Abschnitteri'der Druckformen zugeordneten
Aufzeichnungen bzW'.'Registrierungen können alle Arten verwendet werden, z. B. Lochungen,
Schwarzweißmarkierungen, Farbmarkierungen sowie magnetische Markierungen aus Graphit
od. d 'al. Vorzugsweise sollen bei der vorliegenden Erfindung Lochaufzeichnungen
Verwendung finden.
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Die Aufzeichnungen zum Steuern der Druckelemente der Vervielfältigungsmaschine
können auf den Druckformen selbst oder auf einem besonderen Aufzeichnungsblatt bzw.
-streiten an den Zeilen bzw. Abschnitten der Druckformen zugeordneten Stellen angebracht
werden.
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Die Aufzeichnungen können in den Druckformzeilen selbst bzw. bei Verwendung
eines besonderen Aufzeichnungsblattes bzw. -streifens zeilengerecht zu den Zeilen
bzw. Abschnitten der Druckformen aufgebracht werden. Es kann jedoch auch die Anordnung
der Aufzeichnungen um ein bestimmtes Maß versetzt zu den Druckfonnzeilen bzw. -abschnitten
erfolgen.
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Vorzugsweise sind die Aufzeichnungen in bestimmten schriftfreien Zonen
der Druckformen angeordnet. Sie können jedoch auch zwischen den Schriftzeilen selbst
über die ganze Druckforrn verteilt angeordnet werden.
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Bei Herstellung eines besonderen Aufzeichnungsblattes bzw. -streifens
kann dieses nach Vornahme der Aufzeichnungen mit der Druckform z. B. durch Kleben
derart verbunden werden, daß die Aufzeichnungen an den den Druckformzeilen zugeordneten
Stellen zu liegen kommen.
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Es ist auch unerheblich, welches Material für die Druckforinen bzw.
Aufzeichnungsblätter bzw. -streifen verwendet wird. Vorzugsweise soll für beide
Papier Verwendung finden.
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Im Rahmen der Erfindung können die verschiedensten Arten von Aufzeichnungssystemen
angewandt werden. So können auf den Druckformen bzw. den Aufzeichnungsblättern bzw.
-streifen mehrere senkrecht zur Zeilenrichtung verlaufende Reihen von Aufzeichnungen
nebeneinander angebracht werden, welche jeweils einen unterschiedlichen Druckvorgang
steuern; oder die Impulse zum Steuern der Druckelemente der Vervielfältigungsmaschine
werden durch eine Kombination von mehreren in Zeilenrichtung nebeneinander in verschiedener
Lage angeordneten Aufzeichnungen dargestellt. Selbstverständlich erfolgt dann die
Steuerung der Druckelemente durch eine entsprechend der Aufzeichnungskombination
eingestellte Auswertungseinrichtung.
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Gerniiß der Erfindung werden Rotationsvervielfältiger verwendet. Hierbei
sind die Druckformen auf der Drucktrommel der Rotationsvervielfältigungsmaschine
befestigt und wird das den Zeilen der Druckforinen entsprechende Aufzeichnungsblatt
bzw. -streifen in Verbindung mit der Druckforin in der Rotationsvervielfältigungsmaschine
bewegt, und es wird während des Umlaufes der Drucktrommel od. dgl. das Gegendruckelement,
z. B. die Andruckwalze, durch Abfühlen der den Zeilen zugeordneten Aufzeichnungen
mittels einer Aufzeichnungsauswertungseinrichtung mehrmals zum Herausdrucken der
entsprechenden Zeilen bzw. Abschnitte zur Wirkung gegen die Drucktrommel gebracht.
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Die Rotationsver-vielfältigungsmaschine besitzt ein elektrisch, z.
B. mittels Elektromagnete, direkt oder indirekt gesteuertes Gegendruckelement, z.
B. Andruckwalze, 'welches durch eine in der Nähe der Drucklinie angeordnete und
gegen die Drucktrommel wirkende elektrische Abfühleinrichtung entsprechend den abgefühlten
Aufzeichnungen des Aufzeichnungsblattes bzw. -streifens zeilen- bzw. abschnittweise
gegen die Drucktrommel zur Wirkung gebracht wird.
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Die Aufzeichnungsauswertungseinrichtung kann auf verschiedenste Weise
ausgebildet sein. So können elektrische Abfühlorgane für die Abfühlung der Magnete
verwendet werden. Die Abfühlung und Betätigung der Andruckwalze kann jedoch genau
so gut rein mechanisch oder elektromechanisch erfolgen. Im Falle der Verwendung
von Schwarzweiß- oder farbigen Aufzeichnungen kann das Abtasten der Aufzeichnungen
auch durch Fotozellen erfolgen, die praktisch die Impulse über Elektronenröhren
oder Transistoren an die Elektromagneten zur Steuerung der Druckwalze weiterleiten.-
Bei der Arbeit mit farbigen Aufzeichnungen kann die Impulsgabe über eine Fotozelle,
z. B. gleichzeitig über mehrere Transistorröhren, erfolgen, von denen jede nur auf
eine unterschiedliche Farbe anspricht.
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Es ist selbstverständlich, daß die Maschinen bzw. Einrichtungen nur
beispielsweise aufgeführt sind. Bauliche Einzelheiten sind nicht Gegenstand der
Erfindung. Die Erfindung hat große Bedeutung für das Auftrags- und Rechnungswesen'.
So wird beispielsweise,für einen eingegangenen Auftrag eine Druckform geschrieben.
Die sofort lieferbaren Positionen des Auftrages werden auf der#Druckform bzw. dem
getrennten Aufzeichnungsblatt z. B. gelocht. Die Druckform geht sodann -in -die
Vervielfältigungsmaschine. An der Vervielfältigungsmaschine selbst ist keine überlegungsarbeit
mehr erforderlich, und es sind keine Fehlerquellen möglich. Die Bedienung der Vervielfältigungsmaschine
spannt lediglich die Druckforrn auf und stellt die Maschine auf erste Teillieferung
ein. Alsdann stellt- mit Hilfe der Aufzeichnungen bzw. Lochungen automatisch die
Maschine die Versandpapiere und Rechnungspapiere für den ersten Teilfieferungsauszug
aus der Bestellung her. DerVorgang wiederholt sich, wenn'weitere Positionen lieferbar
sind. Von neuem werden in einer weiteren Aufzeichnungsreihe die jetzt lieferbaren
Positionen gelocht und an der Maschine dann automatisch die Rechnungen für die zweite
Teillieferung mit entsprechenden Auftrags- und Versandpapieren erstellt.
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Aber auch für die Arbeitsvorbereitung hat die Er# findung große Bedeutung,
indem die Maschinenbedienung nicht mehr auf das Eintasten der. gewünschten Zeilenkombinatioti
zu achten braucht. Die Maschine druckt automatisch die gewünschten Zeilenkombinationen,
und zwar in der jeweils erforderlichen Abschnittbreite, ab, was eine bedeutende
Verkürzung der Druckzeiten und eine große Narrensicherheit beim Drucken der Arbeitsunterlagen
für den Betrieb bedeutet. Die Anwendungsmöglichkeiten. der vorliegenden Erfindung
sind jedoch keineswegs hierauf beschränkt. Die Erfindung kann für den Auszug von
Listen jeglichen Inhalts, z. B. aus Materi
'allisten nach bestimmten
Materialsortän oder Buchungslisten nach Kunden oder Arbeitsplänen nach Kostenstellen
usw., verwendet werden.
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Die Erfindung stellt erstmalig eine effektive Mechanisierung des Zeilendruckvorganges,
insbesondere der beliebigen Zeilenauswahl dar, ohne daß Umdruckanweisungen an die
Bedienung der Vervielfältigungsmaschine gegeben und beachtet werden müssen. Hierdurch
wird der Einsatz von qualitativ minderen Arbeitskräften ermöglicht und das gesamte
Umdruckverfahren für Zeilendruck wirtschaftlicher gestaltet.
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In den Zeichnungen sind beispielsweise Ausführungsformen schematisch
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Druckforin für Arbeitsvorbereitung mit
Lochung zur Steuerung des Abschnitt- und Zeilendruckes einer Rotationsvervielfältigungsmaschine
mit schematisch dargestellter Abfühleinrichtung, F i g. 2 ein Akkordzettel
umgedruckt von der Druckform nach F i g. 1,
F i g. 3 eine Druckform
für - Auftrags- und Rechnungswesen mit Lochung zur Steuerung der Zeilenauswahl
einer Rotationsvervielfältigungsmaschine, F i g. 4 einen Auftragszettel umgedruckt
von der Druckforin nach F i g# 3,
F i g. 5 ein Zusatzoriginal zur Druckforin
nach F i g. 3 für Teillieferungen mit schematisch dargestellter Abfühleinrichtung,
F i g. 6 eine Lochspalte einer Druckfonn bzw. eines Aufzeichnungsblattes
oder -streifens mit einer Lochkombination und schematisch dargestellter, Abfühleinrichtung,
F i g. 7 die Seitenansicht einer Rotationsvervielfältigungsmaschine unter
Fortlassung der linken Seitenwand mit elektromagnetisch gesteuerter Gegendruckwalze
durch elektrische Abtastung und # elektromagnetisch gesteuerter Anfeuchtvorrichtung,
F i g. 8 einen Schaltplan mit Schrittmechanismus der Rotationsvervielfältigungsmaschine
nach F i g. 7,
F i g. 9 die Seitenansicht einer Rotationsvervielfältigungsmaschine
unter Fortlassung der linken Seitenwand mit einer Einrichtung, um der Aufzeichnungsauswertungseinrichtung
für eine jeweils wechselnde Zeile Strom zuzuführen.
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Die Druckform 1 besitzt eine über alle Zeilen, z. B. Z
1 bis Z 17, reichende Leerspalte 2. In diese Leerspalte 2 werden mittels
eines mechanischen oder elektrischen Lochers bzw. durch eine lochende Schreibmaschine
Löcher 3 eingestanzt. Nach dem Aufspannen der Druckform 1 auf der
Drucktrommel 4 einer später beschriebenen Rotationsvervielfältigungsmaschine dienen
die eingestanzten Löcher 3 dazu, automatisch die Arbeitsgänge auf z. B. Akkord-,
Lohn- und Materialzettel für die Arbeitsvorbereitung herauszudrucken. Jeder senkrechten,
aus den Löchern 3 gebildeten Reihe sind Kontaktfühler F 1 bis F 14
zugeordnet, so daß z. B. von der ersten senkrechten Lochreihe von links nur der
Kopftext mit den gleichbleibenden Angaben Z 1
bis Z 5 auf den Materialzettel
5 gedruckt wird. Durch Umsteuerung der Maschine, wie später beschrieben,
kommt dann der zweite Kontaktfühler F2 zur Wirkung auf die zweite senkrechte Lochreihe;
dabei werden die Löcher 3 in den Zeilen Z 1 bis Z 5
und Z6 abgetastet und die dazugehörigen Schriftzeilen gedruckt.
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Kommt nun z. B. der Kontaktfühler F4 auf die vierte senkrechte Lochreihe
der Druckform 1 zur Wirkung, so werden die Löcher 3 der Zeilen Z
1 bis Z5, Z8 und Z9 abgefühlt und diese Zeilen gedruckt. Es,erfolgt
also ein Unterbrechungsdruck durch Abtastung,gesteudrt, wobei der Kopftext Zl bis
Z5 und Zeilen Z 8 und Z 9 unter Förtlassung der Zeilen Z6 und Z7 gedruckt werden.
Da die Löcher3 für Z 8 und Z 9 in einer senkrechten Linie gelocht waren, erfolgte
also der Zeilendruck zweizeilig. ,
F i g. 2 zeigt als anderes Beispiel
-den Druck des Kopftextes Z 1 bis Z 5 und Z 10, gesteuert
durch den fünften KentaktfühlerF5 und die fünfte Lochreihe der Druckform
1..
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Wie F i g, 3 zeigt, kann z. B. für das Auftrags- und Rechnungswesen
ein Sortiera.ngs- bzw. Auswahldruck erfolgen. Der Arbeitsgang, geschieht wie unter
F i g. 1 geschildert. Es werden z. B. jeweils zu liefernde Gegenstände od.
dgl., -die in der Praxis nicht.in der Reihenfolge der Lieferungen aufgegeben werden,
durch die Lochung8 der Druckform6 mit der Lochspalte7 auf einen Zette19 aussortiert
und gedruckt.
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F i g. 4 zeigt einen Abdruck von der Druckform 6
nach
F i g. 3 unter- Wirkung des ersten Kontaktf ühlers F 1 und der ersten
senkrechten, Lochreihe der Löcher 8 der Druckfurni 6 auf
Zettel g.
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Wie Fig.5 zeigt, kann eine Zusatzdruckforin bzw. ein zusätzliches
Aufzeichnungsblatt oder -streifen
10 mit Lochspalte
11 und Löchern
12 z. B. für Teillieferungen verwendet werden. Diese Zusatzdruckform
10 wird
über der Druckforin
6 auf die Drucktrommel 4
gespannt, nachdem die
Spalte
7 mit Lochung
8 der Druckforin
6 # umgeknifft bzw. abgetrennt
worden ist. Jetzt wird der Text z. B. »Geheferte Menize« und »Lieferdatum«
zusammen mit dem
| verbliebenen Stammtext duz Druckfimm 6 gedradd. |
| Die Zeilen werdm durch die Lochung 12 der Zu- |
| satzdruckfonn 10 gesteuert md mi%gmrählt. |
Durch Zukleben der nicht gewünschten Löcher ist eine leichte Korrekturmöglichkeit
gegeben.
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Es sind weitere Lochsysteme möglich, z. B. durch gleichzeitige Abtastimg
von zwei Löchern 15, wie Druckforin 13 mit Lochplatte 14 und Lochung
15 in F i g. 6 zeigt.
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Dabei können die Kontaktfühler F 1 bis F8 der Maschine
so geschaltet werden, daß z. B. erst der Kontaktfühler F 1 durch die Verbindung
16 schrittweise je Umdrehung der Drucktrommel 4 bis Fühler
F 5 wirksam wird bei gleichzeitiger Wirkung des Fühlers
F 6. Beide wirksame Kontaktfühler liegen im Stromkreis hintereinandergeschaltet,
so daß nur beim Ansprechen beider Kontaktfühler der Druck erfolgen kann. Nun führt
die Verbindung 17 des Kontaktfühlers F 6 einen Schritt aus, so daß
der Kontaktfühler F7 wirksam wird, während, die Verbindung 16
wieder
beim Kontaktfühler F 1 - beginnt und sich nach dem Umlauf der Drucktrommel
der Stromkreis des nächsten Kontaktfühlers in Verbindung mit dem Kontaktfühler F
7 schließt.
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Die Drucktrommel 4 mit der aufgespannten Druckforin 1, isoliort
gelagert auf Achse 21, erhält ihre Antriebsdrehung über die Kettenräder 22,
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und Kette 24, Riemenscheibe 25 mit Riemen 26 vom Motor (s.
F i g. 7). Durch Drehung der Walzen 27
und 28 wird das zu bedruckende
Blatt 5 der Drucklinie A-B zugeführt. Bei Drehung der Drucktrommel 4 schließt
der mit ihr verbundene Schleifring 30 mit dem Schleifkontakt 32 erst
den Stromkreis, wenn der Anfang der Druckform 1 die federnd gegen die Drucktrommel
4 liegenden Kontaktfühler,
z. B. Fl. bis F6, erreicht hat,
Die endgültige Schließung des Stromkreises für den Arbeitsmagnet 31 ist erst
erreicht, wenn die unter Spannung liegenden Kontaktfühler Fl bis F6 durch
ein auf der Druckform 1 angebrachtes Loch 3 (s. F i g. 8) Berührung
mit der Drucktrommel 4 bekommen. Das Unterstromsetzen des Magnets31 bewirkt ein
Bewegen des Ankers33 in PfeilrichtungC. Ober die Lasche 34 ist der Anker
33 mit den Kniegelenkhebeln 35 und 36 durch die Achse
37 verbunden. Die Bewegung des Ankers 33 bringt das Kniegelenk
35, 36 in seine Strecklage, und die Druckwalze 38
wird von den Führungshebeln
39, die um Bolzen 40 schwenken, in einer Kreisbahn gegen die Drucktrommel
4 geführt, wodurch sich der Druckvorgang vollzieht. Nachdem das Loch 3 an
den Kontaktfühlem Fl bis F6 vorbeigelaufen ist, liegen die Kontaktfühler
F l bis F6 wieder auf der isolierenden Druckform 1, und der Stromfluß
zu den Magneten 31 ist unterbrochen. Die Rückholfeder 41 holt das Kniegelenk
35, 36, 37, Lasche 34 und den Anker 33
wieder in seine Ausgangslage
gegen den Anschlag 42 zurück.
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Kurz bevor die Kontaktfühler Fl bis F6 die Druckform
1 verlassen, wird auch die Verbindung zwischen Schleifring 30 und
Schleifkontakt 32 unterbrochen, so daß die Kontaktfühler FI bis
F6, ohne den Stromkreis zu schließen, auf der Drucktrommel 4 ohne isolierende
Zwischenschicht entlanggleiten können.
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Da, wie oben erwähnt, jeder auf der Druckform angeordneten senkrechten
Lochreihe ein Kontaktfühler zugeordnet ist, müssen diese abwechselnd unter Spannung
gesetzt werden, um bei jeder Trommelumdrehung, wie in dem in F i g. 7 und
8 gezeigten Beispiel dargestellt, nur eine senkrecht angebrachte Lochreihe
3 abzutasten. Dazu sind die Kontaktfühler Fl bis F6 durch das Stromzuführungsstück
44 verlängert. Bei dem Kontaktfühler, z. B. F 1, der zur Wirkung kommen
soll, wird zwischen ihm und dem Stromzuführungsstück 44 ein an einer Zahnstange
45 isoliert befestigter Gleitschuh 16 zwischengeschoben und so die Verbindung
zwischen Kontaktfühler Fl und Magnetzuleitung hergestellt.
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Kurz vor Beendigung jeder Umdrehung der Drucktrommel 4 wird der Gleitschuh
16 selbsttätig an den nächsten Kontaktfühler, z. B. F2, geführt, so daß bei
erneuter Drehung eine neue senkrechte Lochreihe auf der Druckform 1 abgetastet
wird. Die Rolle 46 der Klinkenlasche 47 fällt, von der Feder 48 gezogen, in die
Vertiefung der auf der Achse 21 befestigten Kurve 49. Dadurch wird die Schaltklinke
50 in die Zahnstange 45 gezogen unter gleichzeitigem Herausziehen der Sperrklinke
51. Die Zahnstange 45 wird von der Zugfeder 52 mit einem neuen Zahn
gegen die Schaltklinke 50 gezogen. Wird die Schaltklinke 50
durch die
Kurve 49 über die Lasche 47 wieder herausgedrückt, so kann die Sperrklinke
51 ebenfalls hinter einen neuen Zahn fallen, und die Bewegung der Zahnstange
45 wird gestoppt. Damit hat aber auch der Gleitschuh 16 zwischen einem neuen
Kontaktfühler, z. B. F3, und dem dazugehörigen Stromzuführungsstück 44 die
Verbindung hergestellt, und eine neue Lochreihe kann abgetastet werden.
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Der automatische Transport 45, 50, 51 des Gleitschuhes
16 kann durch Einschalten eines Riegels 43 außer Wirkung gebracht werden,
so daß bei jeder erneuten Umdrehung der Drucktrommel 4 derselbe Kontaktfühler auf
dieselbe Lochreihe wirkt. Ebenfalls kann durch Handschaltung an dem Zapfen 50a der
Schaltklinke 50 durch Schwenken in Pfeilrichtung P der Gleitschuh
16 verstellt werden. Durch Handgriff 80 ist der Gleitschuh
16 in die Ausgangslage zurückzubringen.
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Gemäß F i g. 9 arbeitet die Drucktrommel 4 mit der Druckwalze
38 und den Zuführungswalzen 27
und 28 für das zu bedruckende
Blatt 5, wie zu F i g. 7
beschrieben, zusammen. Die Fühleinrichtung
Fl bi& F6, der Schleifring 30 und der Schleifkontakt
32 für den Arbeitsmagnet 31 sind ebenfalls in der gleichen Schaltung
angeordnet. Zusätzlich vorhanden ist jedoch ein Schaltwerk, welches nach jedem Trommelumlauf
den Abdruck einer folgenden ZeHe ermöglicht.
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Synchron mit der Drucktrommel 4 wird über die Zahnräder
83, 84, 85 der Schalterträger 86 mit dem Druckkontakt
87 auf Schaltachse 88 gedreht. Bei seiner Drehung passiert der Schaltbügel
90 die Rolle 91 des Rollenarines 92. Dabei wird der Stromkreis
durch den Druckkontakt 87 geschlossen, und gleichzeitig ist eine der Fühlerspitzen
in dem Loch der Druckforin 1. Der Strom kann durch den Transformator
93 a zu dem Arbeitsmagnet 31 fließen. Der lose auf der Achse
88 sitzende Rollenann 92 mit der Rolle 91 kann über das Sperrad
93 und die Sperrklinke 94 mit der Schaltklinke 95 so verstellt werden,
daß der Druckkontakt 87 jeweils im Zeilenrhythmus früher oder später geschlossen
wird. Die Zugfeder 96
bringt das Sperrad 93 immer zur Anlage an die
Sperrklinke 94.
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über das Tastgestänge 97, 98 und 99 können die Klinken
94 und 95 von Hand um ihren Drehpunkt 100 bewegt werden, so daß der
Rollenarm 92 an die zuerst zu druckende Zeile herangetastet werden kann.
Eine Skala 101 zeigt den Stand des Rollenarmes 92
an. Für den automatischen
Transport des Rollenarmes 92 nach jeder Trommelumdrehung ist eine --an der
Drucktrommel 4 angebrachte Rolle 102 vorgesehen. Kurz vor Beendigung jeder Drucktrommelumdrehung
fährt die Rolle 102 gegen den Winkelhebel 103 und dreht diesen um seinen
exzentrischen Stift 104 des Lagerbolzens 105 in Pfeilrichtung 0. Diese
Drehung wird auf den auf Bolzen 106 gelagerten Übersetzungshebel
107 übertragen, der sie wiederum mit seinem Stift 108 der Lasche
98 weitergibt und damit das Schrittschaltgestänge 97, 98 und
99 und die Schaltklinken 94 und 95 bewegt. Durch Drehen des Lagerbolzens
105 kann der Winkelhebel 103 aus der Bahn der Rolle 102 gebracht werden,
so daß der automatische Transport außer Funktion gesetzt ist.
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In F i g. 7 ist außer den vorher geschilder-ten elektromagnetischen
Steuerungen der Vervielfältigungsmaschine auch eine elektromagnetische Steuerung
der Anfeuchtvorrichtung 109 gezeigt. Die Anfeuchtung 109 wird federnd
gegen den ortsfesten Anschlag 110 gezogen, um die Anlage des zu bedruckenden
Papiers zu ermöglichen. Führt die Drucktrommel 4 mit der aufgespannten Druckforrn
1, isoliert gelagert auf der Achse 21, eine Umdrehung aus, so kommt die fest
an der Drucktrommel 4 angeordnete Kontaktscheibe 111 in Verbindung mit dem
Schleifkontakt 112 und schließt die Stromkreise, wenn die Kontaktfühler F20 bis
F 25 die Vorderkante der Druckfonn 1
erreichen. Erst wenn die Kontaktfühler
F20 bis F25 auf Löcher 3 der Druckforrn 1 treffen, wird ein diesen
Kontaktfühlem zugeordneter Stromkreis völlig geschlossen, und die Magnete
113 kommen zur Wirkung.
Dabei ziehen die Magnete
113 mit ihren Ankem 114 über die Laschen 115 die Anfeuchtung
109 auf das zu bedruckende Papier 5 und feuchten je nach ausgewählter
Lochung eine oder mehrere Zeilen an.
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Nach der Abtastung eines Loches 3 der Druckform 1 wird
durch die Isolierwirkung der Druckform 1
der Stromkreis geöffnet, und die
Magnete 113 werden stromlos. Die Zugfeder 116 zieht die Anfeuchtung
109 mit Lasche 115 und Magnetanker 114 in die Ausgangslage zurück,
so daß die Feuchtung sofort aufhört.
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Die Steuerung der Kontaktfühler F 20 bis F 25 erfolgt, wie
unter F i g. 8 beschrieben, durch das Schrittschaltwerk 45,
50, 51.