DE1180282B - Tarnnetz - Google Patents
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- DE1180282B DE1180282B DEM55877A DEM0055877A DE1180282B DE 1180282 B DE1180282 B DE 1180282B DE M55877 A DEM55877 A DE M55877A DE M0055877 A DEM0055877 A DE M0055877A DE 1180282 B DE1180282 B DE 1180282B
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- D03D9/00—Open-work fabrics
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- F41H3/02—Flexible, e.g. fabric covers, e.g. screens, nets characterised by their material or structure
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Internat. Kl.: F 07 j
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 72 g-2/05
1180282
M 55877 Ic/72 g
22. Februar 1963
22. Oktober 1964
M 55877 Ic/72 g
22. Februar 1963
22. Oktober 1964
Die Erfindung bezieht sich auf ein Tarnnetz, bestehend aus einem weitmaschigen Tragnetz und einer
Abdeckung, die beide zu einem einzigen Gewebe mit Kett- und Schußfäden verwebt und anschließend
zwecks Schrumpfung nachbehandelt sind.
Bei einem bekannten Netz dieser Art wird so verfahren,
daß in das aus natürlichen Fasern, z. B. Baumwolle oder Wolle, bestehende eigentliche Tarnnetz
Fäden oder Fasern aus einem thermoplastischen Kunststoff eingewebt werden. Die Verteilung und
Anordnung der Kunststoffäden über die Netzfläche ist dabei so gewählt, daß sich nach dem Weben des
Netzes durch eine Wärmeeinwirkung eine Schrumpfung ergibt, die dem fertigen Netz eine unregelmäßige,
wellige Form verleiht. Da dieses bekannte Netz jedoch eine gleichmäßige Dichte aufweist, ergibt
sich zwangläufig ein verhältnismäßig großes Gewicht, und es besteht auch der Nachteil, daß man von innen
her schlecht durch das Netz durchsehen kann und im übrigen Regenwasser schlecht durchrinnt.
Zur Vermeidung dieser Nachteile besteht gemäß der Erfindung die Abdeckung aus voneinander getrennten
Kettfadengruppen und ebenfalls voneinander getrennten Schußfadengruppen, so daß sie dichte
Gewebeteile an den Kreuzungspunkten der Fäden abwechselnd mit Öffnungen bilden. Dabei besteht
auch das Tragnetz aus Kettfadengruppen und Schußfadengruppen, wobei der Abstand zwischen diesen
Gruppen beträchtlich größer ist als der Abstand zwischen den Fadengruppen der Abdeckung, beispielsweise
so groß, daß mindestens zwei bis fünf Fadengruppen der Abdeckung zwischen jedem Paar
Tragfadengruppen vorhanden sind, und wobei die Fäden des Tragnetzes von stärkerer Schrumpffähigkeit
als die Fäden der Abdeckung sind.
Auf diese Weise erhält man dichte Gewebeteile an den Kreuzungspunkten der Fäden, und diese
dichten Teile wechseln mit Öffnungen ab. Die dichten Teile und die Öffnungen sind derart aufeinander abgestimmt,
daß man zwar durch das Netz leicht hinausblicken, aber bei normalem Beobachtungsabstand
durch das Netz nicht nach innen hindurchblicken kann. Durch die Öffnungen wird im übrigen
eine beachtliche Gewichtsersparnis erzielt, und das Netz saugt sich auch weniger leicht mit Regenwasser
voll, da dieses leicht durchfließen kann.
Soweit man bereits ein Tarnnetz vorgeschlagen hat, bei welchem dichte Stellen mit Unterbrechungen abwechseln,
handelt es sich um ein Tarngewebe, bei dem in Abständen Kett- und Schußfäden weggelassen
sind, so daß Stellen normaler Gewebedichte mit Streifen abwechseln, die aus nur einer Faden-Tarnnetz
Anmelder:
Mölnlycke Aktiebolag, Göteborg (Schweden)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Hoffman und Dipl.-Ing. W. Eitle,
Patentanwälte,
München 8, Maria-Theresia-Str. 6
Als Erfinder benannt:
Stig Erik Nutson, Stockhohn,
Roland Karl Wallin, Sollentuna (Schweden)
ao Beanspruchte Priorität:
Norwegen vom 5. März 1962 (143 510)
gruppe bestehen, wobei an den Kreuzungsstellen der Streifen die Löcher gebildet werden. Es handelt sich
hierbei jedoch nicht um ein einziges Gewebe, welches Tragnetz und Abdeckung enthält. Vielmehr betrifft
die bekannte Bauart lediglich ein Garniergewebe, das auf einem Grundnetz beispielsweise mittels Kunststoffklippsen
derart befestigt werden soll, daß die Felder mit normaler Gewebedichte Aufbauschungen
ergeben, während an den offenen Gewebestellen die Befestigung des Garniergewebes am Grundnetz erfolgt.
Abgesehen von der umständlichen Handhabung besteht vor allem der Nachteil, daß sich auf diese
Weise nicht das eigentümliche, den Verwendungszweck besonders fördernde Aussehen des erfindungsgemäßen
Netzes, nämlich insbesondere die intensive Kräuselung der Fadengruppen der Abdeckung erreichen
läßt.
Soweit man weiterhin den Abstand der Fadengruppen des Tragnetzes wesentlich größer als den
Fadengruppenabstand der Abdeckung gewählt hat, handelt es sich um eine Anordnung, bei welcher auf
eine weitmaschige Tragunterlage eine farblose Überzugsschicht aufgebracht ist, wobei also insoweit kein
Gewebe vorliegt. Wird bei einer Abwandlung dieser Anordnung in das weitmaschige Tragnetz eine feinmaschige
Abdeckung eingewebt, so geschieht dies in gleichmäßiger Weise. Es soll hierdurch erreicht wer-
409 708/19
den, daß keine Schattenbildung durch die großen Maschen eintritt. Es fehlt aber auch hierbei an der
Kräuselung der Fäden der Abdeckung, die den Verwendungszweck eines derartigen Netzes in besonderer
Weise fördert. Ähnliches gilt bei einer weiteren Abwandlung des bekannten Netzes, bei welcher
das dichte Abdeckgewebe ebenfalls gleichmäßig gearbeitet ist und lediglich der Umriß dieses Abdeckgewebes
willkürlich und unregelmäßig gewählt ist.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß ausgebildeten Tarnnetzes ist in der Zeichnung dargestellt.
F i g. 1 zeigt schematisch ein Gewebe für ein Tarnnetz
vor der Schrumpfbehandlung und
Fig. 2 dasselbe Gewebe nach der Schrumpfbehandlung.
Die Abdeckung des gezeigten Netzes besteht aus Kettenfadengruppen 1,2,3 und diese kreuzenden
Schußfadengruppen 4,5,6. Diese Fäden können beispielsweise
aus Baumwolle oder Zellulosewolle bestehen. An den Kreuzungspunkten werden verhältnismäßig
dichte Teile 7 gebildet. Da die Gruppen voneinander entfernt liegen, sind zwischen denselben
Öffnungen 8 vorhanden. Die dichten Teile, die dazwischenliegenden Fäden und die Öffnungen sind
derart aufeinander abgestimmt, daß die abgedeckten Teile infolge des Auflösungsvermögens des Auges in
einem bestimmbaren Abstand, der wesentlich kleiner ist als der übliche Beobachtungsabstand, die Öffnungen
im Netz überbrücken, so daß man zwar durch das Tarnnetz leicht hinausblicken, aber vom normalen
Beobachtungsabstand durch das Netz nicht hindurchblicken kann.
In die Abdeckung sind ebenfalls einander kreuzende Fadengruppen 9,10 bzw. 11,12 eingewebt, die
zusammen ein verhältnismäßig weitmaschiges, in das Gewebe der Abdeckung eingewebtes Tragnetz bilden.
Die Fadengruppen 9,10 liegen ebenso wie die Fadengruppen 11,12 in einem verhältnismäßig großen Abstand
voneinander, der bedeutend größer ist als der Abstand zwischen den Fadengruppen 1,2,3 bzw. 4,
5,6 der Abdeckung. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Abstand zwischen den Fadengruppen
des Tragnetzes so groß, daß vier Fadengruppen der Abdeckung zwischen jedem Paar Tragfadengruppen
vorhanden sind. Der Abstand zwischen den Fadengruppen des Tragnetzes kann kleiner oder größer
sein, beispielsweise so groß, daß zwei bis acht Fadengruppen der Abdeckung zwischen jedem Paar Tragfadengruppen
vorhanden sind.
Die Tragnetzfäden bestehen vorteilhaft aus einem anderen, stärkeren Material als die Abdeckungsfäden.
Beispielsweise können die Tragnetzfäden aus einem geeigneten Kunststoff bestehen.
Vor der Verwendung wird das Gewebe einer Behandlung ausgesetzt, die bezweckt, daß verschiedene
Arten der im Gewebe enthaltenen Fäden verschieden stark schrumpfen, so daß das Gewebe in an sich
bekannter Weise ein rauhes Aussehen und eine gewisse Tiefe erhält. F i g. 2 zeigt das Gewebe nach der
Schrumpfbehandlung. Das Gewebe kann appretiert und gegebenenfalls gefärbt werden, wobei Fäulnis-
und Flammenschutzmittel zugesetzt werden können.
Ein Netz der beschriebenen Art läßt sich sowohl im Sommer als auch im Winter verwenden. Für den
Gebrauch im Sommer wird das Netz in gewünschten Farbenstufen und Mustern gefärbt, und für den Gebrauch
im Winter wird es auf das gewünschte Weiß gebleicht und appretiert. Das Netzmaterial gestattet
auch eine Imprägnierung für verschiedene Zwecke, beispielsweise derart, daß es wasserabstoßend wird
und eine gute Wärmebeständigkeit erhält sowie gegen Fäulnis geschützt wird. Das beschriebene Netz hat sowohl
im Sommer als auch im Winter eine gute Tarnwirkung.
Claims (2)
1. Tarnnetz, bestehend aus einem weitmaschigen Tragnetz und einer Abdeckung, die beide zu
einem einzigen Gewebe mit Kett- und Schußfäden verwebt und anschließend zwecks Schrumpfung
nachbehandelt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung aus voneinander getrennten Kettfadengruppen (1,2,3) und ebenfalls
voneinander getrennten Schußfadengruppen (4,5,6) besteht, so daß sie dichte Gewebeteile (7)
an den Kreuzungspunkten der Fäden abwechselnd mit öffnungen (8) bilden, und daß auch das Tragnetz
aus Kettfadengruppen (9,10) und Schußfadengruppen (11,12) besteht, wobei der Abstand
zwischen diesen Gruppen beträchtlich größer ist als der Abstand zwischen den Fadengruppen
der Abdeckung, beispielsweise so groß, daß mindestens zwei bis fünf Fadengruppen der
Abdeckung zwischen jedem Paar Tragfadengruppen vorhanden sind, und wobei die Fäden
des Tragnetzes von stärkerer Schrumpffähigkeit als die Fäden der Abdeckung sind.
2. Tarnnetz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragnetzfäden in an sich
bekannter Weise aus einem anderen, stärkeren Material bestehen als die Abdeckungsfäden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 960 070;
deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 756 656,
839 846;
schweizerische Patentschrift Nr. 347 737.
Deutsche Patentschrift Nr. 960 070;
deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 756 656,
839 846;
schweizerische Patentschrift Nr. 347 737.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 708/19 10.64 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|
| NO14351062 | 1962-03-05 |
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=19908647
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-
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