-
Vorrichtung zur visuell beobachtbaren Anzeige von durch den Beobachter
zu beeinflussenden Vorgängen unter strenger Konzentration des Beobachters auf eine
während dieser Vorgänge beizubehaltenden Hauptbeobachtungsrichtung Die Erfindung
bezieht sich auf eine Vorrichtung zur visuell beobachtbaren Anzeige von durch den
Beobachter beeinflußbaren Vorgängen mittels veränderlicher, durch den Beobachter
unter Beibehaltung seiner strengen Konzentration auf eine durch andere Vorgänge
festgelegte Hauptbeobachtungsrichtung unbewußt wahmehmbarer optischer Informationen
nach Maßgabe von dieser Vorrichtung zugeführten, den anzuzeigenden Vorgängen zugeordneten
Signalen.
-
Es ist beispielsweise für einen Piloten eines Luftfahrzeugs, der unter
gewissen Umständen eine kontinuierliche Beobachtung in Flugrichtung des Luftfahrzeugs
durch die Windschutzscheibe aufrechterhalten muß, vorgeschlagen worden, eine Information
auf einen Bereich der Windschutzscheibe bzw. in eine entsprechende Richtung zu projizieren,
der dicht bei demjenigen Teilstück der Windschutzscheibe liegt, durch welche der
Pilot normalerweise hindurchschaut. Es ist daraufhin dem Piloten möglich, diese
Information zu assimilieren, vorausgesetzt, daß sie sich nicht so schnell ändert,
und zwar dadurch, daß er gelegentlich auf das ins Unendliche projizierte Zeichen
schaut. Zur gleichen Zeit wird er natürlich, wenn er auf das projizierte Zeichen
schaut, vorübergehend seine Beobachtung durch die Windschutzscheibe unterbrechen.
Unter gewissen Umständen kann ein solches Verhalten im höchsten Maße unerwünscht
oder sogar gefährlich sein, und dies ist sicherlich dann der Fall, wenn der Pilot
beispielsweise ein Landemanöver unter schlechten Lichtverhältnissen ausführt und
genötigt ist, nach den ersten Anzeichen der Rollfeldlichter dauernd konzentriert
Ausschau zu halten, während er genaue Instrumentenanweisung vom Anzeigengerät her
empfängt.
-
Bekanntlich reagieren die Bereiche der Netzhautgrube des Auges auf
wechselnde optische Signale mit weit größere Empfindlichkeit als auf feststehende
Signale. Daraus folgt, daß man ein bewegliches oder blinkendes Licht leicht wahrnimmt,
welches sich an der Peripherie des Blickfeldes befindet, und zwar dort, wo ein stationäres,
unveränderliches Licht demgegenüber nicht wahrnehmbar wäre. Dieses Phänomen wird
manchmal dazu ausgenutzt, die Aufmerksamkeit auf Warnlichter zu lenken, die zum
Leuchten gebracht werden, wenn irgendein Fehler auftritt, wobei die Einrichtung
so getroffen ist, daß die Lichter bei Auftreten eines Fehlers zum Blinken gebracht
werden, und das Phänomen, daß die Netzhautgrube auf wechselnde bzw. sich verändernde
optische Informationen anspricht, gibt dann Gewähr dafür, daß die Aufmerksamkeit
einer Person auf das Aufleuchten dieses Lichtes gelenkt wird, wenn auch diese Person
nicht unmittelbar auf das Licht blickt.
-
Es ist festgestellt worden, daß es möglich ist, einem Beobachter durch
Reizung der Netzhautgrubenregionen seiner Augen mehr als nur eine bloße Fehlerwarnung
zu übermitteln, und daß es einem Beobachter, der eine gleichbleibende ununterbrochene
Beobachtung in einer gegebenen Richtung beibehält, tatsächlich möglich ist, zur
gleichen Zeit eine kontinuierliche und genaue Information in bezug auf das Abweichen
einer veränderlichen Größe von einem Bezugswert zu erfassen, und zwar dadurch, daß
eine Lieferquelle für das sich ändernde optische Signal, welches an der Peripherie
seines Blickfeldes, wenn er in die gegebene Richtung blickt, auftritt, veranlaßt
wird, sich in Abhängigkeit von jeder Abweichung dieser veränderlichen Größe vom
Bezugswert zu verändern.
-
Es sind zwar Leuchtreklamegeräte bekannt, die durch sich kontinuierlich
bewegende leuchtende Streifen die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Es ist Zweck der
Erfindung, die an sich bekannte Empfänglichkeit des Auges für optische Signale an
Rand des Blickfeldes insbesondere bei der Luftfahrt nutzbringend anzuwenden und
ein optisches Anzeigegerät
zu schaffen, welches es ermöglicht, die
Hauptblickrichtung eines Beobachters derart frei zu machen, daß gleichzeitig zu
der in der Hauptblickrichtung empfangenen Information im peripheren Bereich des
Auges zusätzlich Informationen in Form von optischen Signalen, beispielsweise Lichtsignalen,
dargeboten werden, da der periphere Bereich bekanntlich besonders empfindlich für
sich kontinuierlich ändernde optische Signale ist.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Vorrichtung gekennzeichnet
durch eine solche Anordnung einer für Zwecke der Leuchtreklamewirkung an sich bekannten,
eine sich kontinuierlich ändernde und im peripheren Bereich des auf die Hauptbeobachtungsrichtung
bezogenen Blickfeldes des Beobachters beobachtbare optische Information liefernden
Quelle optischer Signale, daß durch deren Signale ohne Beeinträchtigung der gewollten
Beobachtungen in der Hauptbeobachtungsrichtung Änderungen der anzuzeigenden Vorgänge
bzw. der diesen zugeordneten Meßgrößen wahrnehmbar gemacht werden.
-
Die Quelle optischer Signale kann die Änderungen der optischen Informationen
mit einer Geschwindigkeit liefern, welche von dem Maß der Abweichung der anzuzeigenden
Größe von einem Bezugswert bestimmbar ist, oder sie kann die optischen Informationen
in Form von Bewegungen liefern, deren Geschwindigkeit und Richtungssinn von der
Größe sowie vom Richtungssinn der Abweichung der anzuzeigenden Größe von einem Bezugswert
bestimmt ist.
-
Vorteilhaft ist die die optischen Bewegungsinformationen liefernde
Quelle optischer Signale in an sich bekannter Weise von einer Reihe von Quellen
optischer Signale gebildet, welche, entsprechend erregt, in Aufeinanderfolge Licht
aussenden. Die die optischen Bewegungsinformationen liefernde Quelle optischer Signale
kann von mindestens einer Quelle optischer Signale in einer solchen Anordnung gebildet
sein, daß diese relativ zum Beobachter mit einer Geschwindigkeit und in einer Richtung
bewegbar ist, die von dem Maß und dem Richtungssinn der Abweichung der anzuzeigenden
Größe von einem Bezugswert bestimmt ist. Dabei kann die Quelle optischer Signale
von einer beleuchteten öffnung in einem lichtundurchlässigen Bauteil gebildet sein,
welcher relativ zum Beobachter bewegbar ist.
-
Die die optischen Bewegungsinformationen liefernde Quelle optischer
Signale kann auch durch eine optisch konstrastierende Schraubenlinie gebildet sein,
die um ihre Längsachse mit einer Geschwindigkeit und in einem Richtungssinn drehbar
ist, welche von dem Maß und dem Richtungssinn der Abweichung der anzuzeigenden Größe
von einem Bezugswert bestimmt sind. Vorzugsweise ist hierbei die Schraubenlinie
durch einen lichtausstrahlenden schraubenlinienförmia,en Bereich einer sich drehenden
zylindrischen Fläche gebildet.
-
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung wirkt die die optische
Bewegungsinformationen liefernde Quelle optischer Signale mit einem drehbaren Reflektor
zusammen, durch welchen optisch kontrastierende Bilder auf einen Schirm projiziert
werden und welcher so drehbar ist, daß die Bilder mit einer Geschwindigkeit und
in einer Richtung über den Schirm wandern, welche von dem Maß und dem Richtungssinn
der Abweichung der anzuzeigenden Größe von einem Bezugswert bestimmt ist. Ebenfalls
gemäß einer Weiterbildung der Erfindung können zwei optische Bewegungsinformationen
liefernde Quellen optischer Signale je an einer Seite des Beobachters dem
peripheren Bereich seines Blickfeldes zugeordnet sein und die von den beiden Quellen
optischer Signale gelieferten Bewegungsinformationen in zueinander entgegengesetzten
Richtungen bewegbar sein.
-
Die die Informationen liefernde Quelle optischer Signale kann auch
aus zwei aufblitzenden Quellen optischer Signale, je an einer Seite des Beobachters
im Randbereich seines Blickfeldes, bestehen, und die eine oder die andere Quelle
optischer Signale kann in Abhängigkeit von dem Richtungssinn der Ab-
weichung
der anzuzeigenden Größe von einem Bezugswert aufblitzen, wobei die Periodizität
des Aufblitzens von dem Maß der Abweichung bestimmt ist. Die Helligkeit der Informationen
kann auch von dem Maß der Abweichung der anzuzeigenden Größe von einem Bezugswert
bestimmt sein.
-
Die in den Patentansprüchen gekennzeichnete Erfindung ist an Hand
der Zeichnungen an Ausführungsbeispielen erläutert. In den Zeichnungen stellt dar
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform, die scheinbewegliche
Lichtquellen benutzt, um die in übereinstimmung mit Luftfahrzeug-Steuersignalen
bzw. Steuerungsabweichungssignalen erforderlichen optischen Signale zu erzielen,
F i g. 2 bis 5 verschiedene Mittel zur Erzeugung der optischen Signale
alternativ zu den in F i g. 1 dargestellten Mitteln, F i g. 6 eine
Alternative bzw. andere Art bzw. Methode des Anschlusses der Lampen in der Reihenanordnung,
wie in F i g. 1 dargestellt, F i g. 7 eine elektronische Methode zum
Steuern der Erregung der Lichtquellen einer Reihenanordnung entsprechend einem elektrischen
Steuer- bzw. Steuerungssignal, wobei dies eine weitere Alternativlösung gegenüber
der elektromechanischen Methode, wie in F i g. 1 gezeigt, darstellt, F i
g. 8 eine Art, in der die in F i g. 1 dargestellten Reihenanordnungen
in der Pilotenkanzel eines Luftfahrzeugs angeordnet werden können, F i
g. 9 a bis 9 d einige weitere Möglichkeiten, nach denen derartige
Reihenanordnungen angeordnet werden können, F i g. 10 eine Art, nach der
hauptsächlich stationäre Lichtquellen zur Erteilung von Informationen benutzt werden
können, während F i g. 11 eine Art, in der derartige Lieferquellen
an einem Flugzeugführerhelm angebracht werden können, darstellt.
-
In der nachfolgenden Beschreibung sind die genannten elektrischen
Signale Gleichstromsignale, die nur dann das Vorzeichen ändern, wenn deren zugeordnete
Veränderliche das Vorzeichen oder den Richtungssinn wechselt; z. B. hat ein Querlage-Signal
ein bestimmtes Vorzeichen für die Seitenneigung nach links und ein anderes für Seitenneigung
nach rechts. Daß sich der erforderliche elektrische Stromkreis ändert, falls modulierte
Wechselstromsignale benutzt werden, ist für den Fachmann offensichtlich. In vielen
Fällen sind auch die Erdrückleitungen weggelassen worden.
-
In F i g. 1 bezeichnet Ziffer 1 ein Gerät, welches ein
elektrisches Signal entsprechend der Abweichung des Luftfahrzeugs von einer vorgewählten
Richtung
erzeugt. Dieses kann beispielsweise ein magnetischer Kreiselkompaß
sein. Ziffer 2 bezeichnet Mittel, welche ein elektrisches Signal entsprechend der
Querlage des Luftfahrzeugs vorsehen. Dies ist zweckmäßigerweise ein kreiselgesteuerter
künstlicher Horizont, der mit einer geeigneten elektrischen Aufnahmevorrichtung
ausgerüstet ist. Ziffer 3 bezeichnet eine Richtfunk-Anzeigevorrichtung, welche
ein elektrisches Signal entsprechend der Abweichung des Luftfahrzeugs nach der einen
oder der anderen Seite eines durch Funk begrenzten Weges gibt. Diese Richtfunk-Vorrichtung
kann von jeder gebräuchlichen Art sein, beispielsweise jene, die unter den Bezeichnungen
»I.L.S.« oder »V.O.R.« bekannt sind.
-
Die von den Geräten 1, 2 und 3 kommenden Signale werden
im Gerät 4 in bekannter Weise kombiniert, um ein weiteres Signal, ein Azimut-Steuersignal,
entsprechend der Art, in welcher das Luftfahrzeug im Azimut manövriert werden muß,
um einen bestimmten Weg zu erreichen und diesem zu folgen, zu erhalten. Das Azimut-Steuersignal
wird dem einen Eingang eines üblichen Verstärkers 5 zugeführt, dessen Ausgang
einen Motor 6 treibt. Motor 6 treibt einen Tacho-Signalgenerator
7 über eine bei 8 dargestellte Welle. Dadurch erzeugt der Generator
7 ein Signal entsprechend der wirklichen Drehgeschwindigkeit des Motors
6. Dieses Signal wird bei 12 einem anderen Eingang des Verstärkers
5
zugeführt, derart, daß dieses dem Azimut-Steuersignal entgegensteht. Dadurch
ist der Motor 6 in bekannter Weise so gesteuert, daß dieser mit einer Geschwindigkeit
und in einer Richtung entsprechend der Azimutsteuerung läuft.
-
Die Welle 8 treibt gleichfalls den sich bewegenden Arm eines
Kommutatorgerätes 9, dessen feste Kontakte mit aufeinanderfolgenden elektrischen
Glühbimen in der bei 10 und 10a dargestellten Reihenanordnung verbunden sind.
Der bewegliche Arm des Kommutators wird durch den Ausgang eines Verstärkers
11 erregt, dessen Eingang durch den Generator 7 gespeist wird. Die
Rückleitung für die Reihenanordnung wird über den Schalter 14 geschlossen. Auf diese
Weise vermitteln die Reihenanordnungen 10 und 10a normalerweise den optischen
Eindruck, daß sich die Lichtquellen in einer Richtung und einer Geschwindigkeit
entsprechend dem Azimut-Steuersignal bewegen. Weiterhin ist der Verstärker
11 derart ausgebildet, daß die Helligkeit der Lampen zumindest erhalten bleibt
und vorzugsweise erhöht wird, wenn die scheinbare Bewegungsgeschwindigkeit wächst.
-
Der Schalter 14 wird durch eine Vergleichsvorrichtung 13 gesteuert,
welche den Ausgang des Richtfunk-Gerätes 3 mit dem Ausgang genau des gleichen
Gerätes 3 a vergleicht. Der Schalter 14 ist geöffnet, falls eine wesentliche
Diskrepanz zwischen den Ausgängen der Geräte 3 und 3 a,
d. h. eine Störung besteht. Dies stellt sicher, daß bei Ausfall der Richtfunk-Anlage
die Lampen der Reihenanordnungen 10
und 10a gelöscht werden. Andere Methoden
der Betätigung des Schalters 14 können übernommen werden, wenn die Lichter bei anderen
Störungs- bzw. Ausfallerscheinungen gelöscht werden sollen, und zwar in dem Fachmann
bekannter Weise.
-
Mittel, die im wesentlichen gleich denen zur Steuerung der Reihenanordnungen
10 und 10 a entsprechend den Azimut-Steuersignalen sind, sind zur
Steuerung der Reihenanordnungen 30 und 30 a entsprechend den Steigungs-Steuersignalen
vorgesehen.
-
Diese Mittel bestehen aus einem Gerät 21, welches ein elektrisches
Signal erzeugt, welches der Ab-
weichung des Luftfahrzeugs von einer vorgewählten
Höhe entspricht. Dies kann beispielsweise eine gebräuchlich-, Barometerdose sein,
an die eine elektrische Aufnahmevorrichtung angeschlossen ist. Ein Gerät, welches
ein Signal entsprechend der Ab-
weichung des Luftfahrzeugs von einem vorgewählten
Anstiegs- bzw. Neigungs-Signal gibt, ist bei 22 dargestellt und kann einen Vertikalkreisel
aufweisen, welcher mit einer elektrischen Höhenaufnahmevorrichtung versehen ist.
Die bei 23 dargestellte Richtfunk-Vorrichtung erzeugt nach Belieben ein elektisches
Signal entsprechend der Abweichung des Luftfahrzeugs von einem gewählten Gleitflugweg.
Die von den Geräten 21, 22 und 23 kommenden Signale werden im Gerät 24 kombiniert
und erzeugen ein Höhen-Steuersignal, welches einem Eingang des Verstärkers
25 zugeführt wird. Der Verstärker 25 erregt den Motor 26, welcher
den Tacho-Generator 27 über die Welle 28 treibt, wobei das Signal
von dem Generator 27 bei 32 einem anderen Eingang des Verstärkers
25 in Gegenrichtung zum Höhen-Steuersignal zugeführt wird. Die Welle
28 treibt den Kommutator 29, welcher seinerseits die Reihenanordnungen
30
und 30a steuert, wobei der sich bewegende Kontakt des Kommutators
29 von dem Verstärker 31 erregt wird, dessen Eingang vom Generator
27 abgeleitet ist. Der Verstärker 31 steuert damit die Lampenhelligkeit
entsprechend der scheinbaren Bewegungsgeschwindigkeit der beleuchteten Lampen längs
bzw. entlang der Reihenanordnungen.
-
Eine weitere Funk-Vorrichtung 23 a, eine Vergleichsvorrichtung
33 und ein Schalter 34 entsprechend den Geräten 3a, 13 und 14, wie
in Verbindung mit der Azimutkontrolle vorher beschrieben, sind gleichfalls vorgesehen.
Der Schalter 34 kann genau wie der Schalter 14 so betätigt werden, daß dieser die
Lampen auch bei zahlreichen anderen Fehlerzuständen bzw. Störungen löscht.
-
Wie daraus zu ersehen ist, erzeugen die Lampen der Reihenanordnungspaare
10 und 10a sowie 30
und 30a den optischen Eindruck, daß sich Lichtquellen
jeweils entsprechend den Azimut- und Höhen-Steuersignalen bewegen. Die Verstärker
11
und 31 stellen sicher, daß, je schneller sich die Lieferquellen
scheinbar bewegen, diese entsprechend heller zu werden scheinen.
-
Bei der Anordnung nach F i g. 2 treibt der Motor
6
statt eines Kommutators eine Trommel 42, über die ein endloses Band 43 aus
undurchsichtigem Material läuft, wobei das Band längs seiner Mittellinie mit im
gleichen Abstand gehaltenen Löchern 41 versehen ist. Das Band läuft auch über eine
Rolle 42 a, während eine Soffittenlampe 44 hinter den Löchern angeordnet ist. Dadurch
wird die Vorstellung erweckt, daß eine Anzahl von Lieferquellen vorhanden ist, welche
sich entsprechend den Steuersignalen bewegen.
-
Bei einer Anordnung nach F i g. 3 treibt der-Motor
6 einen undurchsichtigen zylindrischen Schirm 45 um dessen Achse. Eine Soffittenlampe
44 ist in der Achse angeordnet, während der Schirm mit einem schraubenförmigen Schlitz
45a versehen ist. Die Drehung des Motors 6 in der einen oder der anderen
Richtung erweckt deshalb den optischen Eindruck,
daß sich Lichtquellen
parallel zur Achse des zylindrischen Schirmes 45 bewegen.
-
Bei der Anordnung nach F i g. 4 treibt der Motor
6
eine Trommel 42, um die, ebenso wie um bei der Rolle 42 a, ein endloses
Band 47 läuft. Die äußere Oberfläche des Bandes 47 ist dunkel und mit einer Anzahl
weißer fluoreszierender Punkte 47a längs seiner Mittellinie versehen. Das Band wird
durch eine äußere Lieferquelle, die als Flutlicht 46 bezeichnet ist, beleuchtet.
Bei der Anordnung nach F i g. 5 treibt der Motor 6 eine mit
prismatischen Spiegeln besetzte vieleckige Trommel50, die durch eine Projektorlampe
49 beleuchtet wird, wodurch auf einen bei 48 dargestellten Bildschirm eine Folge
aufeinanderfolgender Lichtpunkte geworfen wird, welche sich in einer Richtung und
mit einer Geschwindigkeit entsprechend der Drehung des Motors 6 bewegen.
-
Bei der Anordnung nach F i g. 6 wird eine Lampenreihenanordnung,
ähnlich der bei 10 und 10 a in F i g. 1, bei
10 b dargestellt. Jedoch werden in der bei 10b dargestellten Reihenanordnung
Lampenpaare an Stelle der einzelnen Lampen der Reihenanordnungen10 und 10a benutzt,
wobei die Lampen jedes Paares in gleichbleibenden Abständen angeordnet sind.
-
Es versteht sich, daß jede der in den F i g. 2 bis
6
gezeigten Anordnungen für die Darstellung von Azimut-, Höhen- oder Seitenneigungs-Steuersignalen
je nach Erfordernis benutzt werden kann.
-
F i g. 7 zeigt einen Weg, mit dem die zur Steuerung der Lampen
der Reihenanordnungen 10, 10a
usw. benutzten elektromechanischen Mittel,
wie unter Bezug auf F i g. 1 beschrieben, durch elektronische Mittel ersetzt
werden können.
-
Bei der Anordnung nach F i g. 7 wird das Azimut-Steuersignal
von dem Gerät 4 dem Gitter einer Pentode 93 und gleichfalls der Betätigungswicklung
89 eines zweipoligen Umschaltrelais zugeführt, dessen Kontakte bei 94 und
95 dargestellt sind.
-
Die Röhre 93 hat einen gebräuchlichen Anoden-Belastungswiderstand
54, und ihre Anode ist mit ihrem Gitter über einen Kondensator 53 gekoppelt.
Deshalb ist die Röhre diesbezüglich in einem Miller-Integratorkreis geschaltet.
Die Röhre ist mit einem gebräuchlichen Schirmgitter-Vorspannwiderstand
90
geschaltet, weicher über einen Kondensator 91 mit dem Bremsgitter
gekoppelt ist, wobei das Bremsgitter über einen Widerstand 92 zur Erde geführt
ist. Durch die derart zwischen Schiringitter und Bremsgitter angeordnete Kopplung
ist die Röhre 93 gleichfalls in einem Transitron-Schwingkreis geschaltet.
Es ist für den Fachmann klar, daß die Röhre 93 Spannungsimpulse an der Verbindung
von Widerstand 90 und Kondensator 91 mit einer Frequenz erzeugt, welche
von der Größe des durch das Gerät 4 erzeugten Azimut-Steuersignals abhängt, und
dieses kann tatsächlich so abgestimmt werden, daß die Röhre zu schwingen aufhört,
wenn dieses Signal Null ist, so daß keine Impulse erzeugt werden.
-
Diese Impulse werden über ein gebräuchliches Kopplungsnetzwerk einem
Punkt 55 und über ein weiteres gebräuchliches Verzögerungsnetzwerk einem
Punkt 56 zugeführt. Punkt 55 ist mit jeweils einem der beiden festen
Kontakte 95 und 94 und Punkt 56
ist jeweils mit dem anderen festen
Kontakt verbunden. Dadurch wird bei einem bestimmten Sinn des im Schaubild dargestellten
Azimut-Steuersignals der bewegliche Kontakt 94 mit Punkt 56 und der bewegliche
Kontakt 95 mit Punkt 55 verbunden, während bei dem Gegensinn eines
solchen Signals der bewegliche Kontakt 94 mit Punkt 55 und der bewegliche
Kontakt 95 mit Punkt 56 verbunden ist.
-
Der bewegliche Kontakt 94 ist bei 57 mit einer Leitelektrode
eines gasgefülltenZehnkanal-Zählrohres 59, wie es beispielsweise unter dem
Warenzeichen Dekatron bekannt ist, verbunden, wobei der bewegliche Kontakt
95 bei 58 mit der zweiten Leitelektrode verbunden ist.
-
Die Anode 60 der Röhre 59 ist mit der positiven Zuleitung
über einen gebräuchlichen Belastungswiderstand und die zehn separaten Kathoden sind
über die separaten Widerstände 62 mit gasgefüllten Glühlampen 63 verbunden.
In der gebräuchlichen Weise verbindet die Entladung in der Röhre 59 die Anode
nur mit jeweils einer der Kathoden, und entsprechend der den Leitelektrodenanschlüssen
57
und 58 übermittelten Impulse läuft die Entladung von einer Kathode
zu der benachbarten Kathode in einer Weise, die von der Steuerung der den Leitelektroden
übermittelten Impulse abhängt. Auf diese Weise läuft die Entladung zwischen der
Anode 60
und den Kathoden 61 von Kathode zu Kathode in einer Richtung
und mit einer Geschwindigkeit, welche von der Größe und dem Sinn des Azimut-Steuersignals
abhängt.
-
Auf diese Weise wird in jedem Augenblick eine der Lampen
63 erleuchtet sein, und es entsteht der Eindruck, als ob sich die erleuchtete
Lampe längs der Reihenanordnung in einer Richtung und einer Geschwindigkeit bewegt,
die von dem Azimut-Steuersignal abhängt; Reihenanordnungen, die durch derartige
Mittel erregt werden, wie in dieser Figur dargestellt, können in genau der gleichen
Weise wie die Reihenanordnungen 10, 10a und 30, 30a
benutzt werden.
-
F i g. 8 zeigt eine Möglichkeit, in der die Reihenanordnungen
10 und 10a und 30, 30a in der Flugzeugführerkanzel eines Transport-Luftfahrzeugs
angebracht sein können. Wie daraus zu ersehen ist, sind die Reihenanordnungen
10, 10a in einer im wesentlichen horizontalen Ebene außerhalb des unmittelbaren
Blickfeldes des Flugzeugführers, jedoch in seinem peripheren Blickfeld angeordnet,
während die Reihenanordnungen 30 und 30a in vertikalen oder nahezu vertikalen
Ebenen in gleichem Ab-
stand angeordnet sind. Falls eine Azimutsteuerung in
einem Sinn erforderlich ist, zeigen die Reihenanordnungen 10 und 10a Lichtquellen,
die scheinbar in einem Sinn bzw. einer Richtung sich bewegen, und falls eine Steuerung
im gegenläufigen Sinne erforderlich ist, scheinen sich die Lichtquellen im Gegensinne
zu bewegen. Es wird allgemein vorgeschlagen, übereinzukommen, daß der Flugzeugführer
in einem Luftfahrzeug in einem Sinne manövriert, der der scheinbaren Bewegung der
Lieferquellen gegenwirkt, d. h., wenn sich die Lieferquellen von rechts nach
links zu bewegen scheinen, so ist eine Seitenneigung und Drehung des Luftfahrzeugs
nach links erforderlich, aber wenn dies gewünscht wird, kann auch die umgekehrte
Regel bzw. Übereinkunft benutzt werden.
-
Die gleiche Regel bzw. Übereinkunft wird vorzugsweise auch für das
Ansprechen auf Höhen-Steuersignale benutzt.
Die F i g. 9
a bis 9 d zeigen schematisch einige Alternativmöglichkeiten zur Anordnung
bzw. Aufstellung dieser Reihenanordnungen.
-
In F i g. 9 a sind die Reihenanordnungen 10 und
10 a vertikal angebracht, wobei ein Azimut-Steuersignal eine aufwärts
gerichtete scheinbare Bewegung der Lichtquelle einer Reihenanordnung und eine nach
unten gerichtete scheinbare Bewegung der Lichtquelle der anderen erzeugt. Ein Höhen-Steuersignal
ergibt eine Voraus- und Zurückbewegung der durch die Reihenanordnungen
30 und 30a vorgesehenen Quellen, welche in horizontaler Ebene beiderseits
des Flugzeugführers angeordnet sind. Die entsprechenden Steuerbewegungen des Flugzeugführers
bestehen dann jeweils in der Drehung seiner Handgriffe, um Seitenneigung zu erzeugen,
und Voraus- und Zurückbewegung seines Steuerknüppels, um die Höhe zu verändern.
-
Die Bedeutung all der in den F i g. 9 B, 9 C und
9 D dargestellten Anordnungen sind dem Fachmann sofort verständlich.
-
Bei der in den F i g. 10 und 11 dargestellten Anordnung
werden augenscheinlich stationäre, aber Blinklichtquellen benutzt, um Informationen
entsprechend der Erfindung zu erteilen.
-
Die Anordnung nach F i g. 10 ist in vieler Hinsicht sehr ähnlich
mit dem Azimut-Steuerbereich in F i g. 1, wobei gleiche Bestandteile in den
F i g. 1
und 10 mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind. Jedoch
sind alle festen Kontakte des Schalters 9
in F i g. 10 miteinander
zu einer Leitung 64 verbunden, welche ihrerseits mit dem beweglichen Kontakt
65 eines dreistellungspolarisierten Relais verbunden ist, dessen Betätigungswicklung
bei 66 dargestellt ist. Die Betätigungswicklung 66 wird durch das
Azimut-Steuersignal vom Gerät 4 erregt. Einer der äußeren festen Kontakte, der dem
Kontakt 65 zugeordnet ist, ist über einen festen Widerstand 69 mit
dem positiven Anschluß einer bei 71 dargestellten Gleichstromquelle verbunden.
Dieser ist auch über eine Lampe 67 mit dem nicht geerdeten Anschluß des Schalters
14 verbunden. Auf ähnliche Weise ist der dem Kontakt 65 zugeordnete andere
äußere feste Kontakt über einen Widerstand 70 mit dem Anschluß
71 und über eine Lampe 68 mit dem nicht geerdeten Anschluß des Schalters
14 verbunden. Solange kein Azimut-Steuersignal vorliegt, sind deshalb die beiden
Lampen 67 und 68 bis zu einem Grad erregt, der ausreicht, daß diese
über die Widerstände 69 und 70
schwach glimmen. Sobald »Nicht-Null«-Azimat-Steuersignale
auftreten, wird die eine oder die andere dieser Lampen - welche es ist, hängt
von dem Sinn des Signals ab - veranlaßt, mit einer Geschwindigkeit und einer
Helligkeit zu blinken, die von der Größe des Signals abhängig ist. Auch hier wird
der Schalter 14 geöffnet und werden beide Lichter gelöscht, wenn eine Störung zwischen
den beiden Funk-Empfängergeräten 3 und 3 a auftritt.
-
Eine Art, in der diese Lichter 67 und 68 angebracht
werden können, ist in Fig. 11 dargestellt. Es ist ein gebräuchlicher Pilotenhelm
bei 72 dargestellt, der mit einem Armpaar versehen ist, an dessen Enden die
Lampen 67 und 68 angeordnet sind. Auf diese Weise kann der Flugzeugführer
entsprechend reagieren, wenn ein Azimut-Steuersignal gegeben wird. Alternativ können
die Lichter an geeigneten Stellen bzw. Lagen im Flugzeug selbst angebracht werden.
Obwohl die beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung die Einrichtung von Anzeigegeräten
als Hilfsmittel in der Steuerung von Luftfahrzeugen betreffen, kann die Erfindung
gleichermaßen gut bei anderen Anlagen der Meß- und Steuertechnik, bei denen Anzeigen
für das Beeinflussen von Vorgängen erforderlich sind, angewandt werden.