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DE1180031B - Ablaufsteuerung - Google Patents

Ablaufsteuerung

Info

Publication number
DE1180031B
DE1180031B DEL46100A DEL0046100A DE1180031B DE 1180031 B DE1180031 B DE 1180031B DE L46100 A DEL46100 A DE L46100A DE L0046100 A DEL0046100 A DE L0046100A DE 1180031 B DE1180031 B DE 1180031B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
program
chain
command
matrix
lines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL46100A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Gerhar Gatermann
Dipl-Ing Anton Ceschinski
Frank Krause
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DEL46100A priority Critical patent/DE1180031B/de
Publication of DE1180031B publication Critical patent/DE1180031B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Programme-control systems
    • G05B19/02Programme-control systems electric
    • G05B19/04Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers
    • G05B19/07Programme control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers where the programme is defined in the fixed connection of electrical elements, e.g. potentiometers, counters, transistors

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Programmable Controllers (AREA)

Description

  • Ablaufsteuerung Es gibt eine Reihe von industriellen Prozessen, die sich als eine Folge nacheinander ablaufender Arbeitsvorgänge darstellen, d. h. sich in einzelne Schritte zerlegen lassen. Die Erfindung bezieht sich auf die selbsttätige Steuerung eines derartigen Prozesses.
  • Es sind Einrichtungen zur programmgemäßen Steuerung einer Folge von Arbeitsvorgängen bekannt, die eine die Folge bestimmende und die Vorgänge auslösende Taktkette aufweisen. Diese Taktkette wird fortschreitend im Arbeitstakt durch aus den Vorgängen abgeleitete Steuersignale unter Berücksichtigung von Verriegelungsbedingungen weitergeschaltet. Ein Vorgang kann daher nur dann eingeleitet werden, wenn der vorhergehende Vorgang läuft bzw. gelaufen ist (Arbeitsverriegelung), ein »Quittungsschalter« die Ausführung des vorhergehenden Vorganges gemeldet hat und im allgemeinen noch andere Bedingungen (Sicherheitsverriegelungen und Prüfbedingungen) gleichzeitig erfüllt sind.
  • Ist die Zahl der zu steuernden Vorgänge sehr groß, so ist der Aufwand im Steuerteil sehr hoch, weil für jeden Arbeitsvorgang eine Stufe in der Taktkette benötigt wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Aufwand im Steuerteil der vorstehend genannten Steuerung zu verringern. Dies gelingt gemäß der Erfindung dadurch, daß die Signale zur Auslösung der Arbeitsvorgänge (Befehle) einer der Taktkette (Mikroschrittaktkette) nachgeschalteten, aus UND-Verknüpfungen aufgebauten Matrix (Befehlsmatrix) entnommen werden, deren Spalten jeweils einem Schritt der Taktkette zugeordnet sind, in dem jeweils ein Eingang der diesbezüglichen UND-Verknüpfungen nur bei einer bestimmten Stellung der Taktkette ausgeschaltet wird und deren Zeilen nacheinander programmabhängig wirksam sind, indem die zweiten Eingänge der UND-Verknüpfungen zeilenweise durch eine Steuereinrichtung programmabhängig angeschaltet werden.
  • Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung kann daher die Mikroschrittaktkette in einer Schrittstellung verschiedene Arbeitsvorgänge auslösen, je nachdem welche Zeile der Befehlsmatrix an Spannung liegt. Die Taktkette wird daher mit Vorteil mehrfach ausgenutzt.
  • Als Steuereinrichtung zur schrittweisen Anschaltung der Zeilen der Befehlsmatrix ist eine weitere Taktkette, die Operationstaktkette, vorgesehen. Es können auch andere Einrichtungen, z. B. Wahlschalter, verwendet werden.
  • Vorzugsweise sind beide Taktketten als Binärzähler (Mikroschrittzähler und Operationszähler) ausgebildet. Grundsätzlich können auch andere Einrichtungen, z. B. ein Schieberegister od. dgl., verwendet werden.
  • An Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles soll die Erfindung näher beschrieben werden. Es ergeben sich dabei weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung. Es zeigt F i g. 1 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Steuerung, F i g. 2 und 3 nähere Einzelheiten bezüglich des Steuerteiles der Steuerung.
  • Dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegt als Beispiel ein Prozeß zugrunde, bei dem je nach Programm mehrere Folgen von Arbeitsvorgängen miteinander kombiniert werden. Jeweils eine Folge von Arbeitsvorgängen - Mikroschritte genannt - sei als »OPERATION« bezeichnet. Ein Programm setzt sich daher aus verschiedenen Operationen zusammen, die wiederum in einzelne Mikroschritte zerfallen, wobei sich von Operation zu Operation die Folge der Mikroschritte ändert.
  • Diese Darstellungsart hat den Vorteil, daß man in definierter und übersichtlicher Weise mit Hilfe von zwei Zählern kleiner Zählkapazität eine mannigfache Folge von Arbeitsvorgängen darstellen kann.
  • Die Folge der Mikroschritte wird gemäß F i g.1 durch einen Mikroschrittzähler 1 festgelegt. Der Mikroschrittzähler löst je nach seiner Zählstellung über die noch zu erläuternden Stufen 3 bis 5 und die Relais 9_ (Rel bis Re¢) in der Anlage 8 einen Arbeitsvorgang aus.
  • Durch Signalgeber 10 (El bis E4) z. B. Endschalter, Lichtschranken usw. wird angezeigt, wann vom Arbeitsprozeß hergesehen die Einleitung eines neuen Vorganges erfolgen kann. Die entsprechenden Signale gehen auf die Eingänge a bis d der Stufe 7, die in erster Linie zur Fortschaltung des Mikroschrittzählers 1 dient und die nur dann ein fortschaltendes Ausgangssignal abgibt, wenn sämtliche Eingangssignale a bis h, die Fortschaltbedingungen, vorhanden sind.
  • ist für einen bestimmten Arbeitsvorgang kein »Quittungssignal« aus der Anlage zu erhalten, so wird vom vorhergehenden Vorgang ein Zeitglied 6 erregt, das dann nach einer Zeitspanne, die dem normalen Ablauf des zugeordneten Arbeitsvorganges entspricht, ein Signal an den Eingang h der Stufe 7 abgibt. Eine weitere Fortschaltbedingung ist die Bedingung, daß ein Vorgang nur eingeleitet werden darf, wenn der vorhergehende an der Reihe war. Das diesen Zustand anzeigende Signal wird an der Stufe 3 bzw. 4 abgenommen und steht an den Eingängen f und g der Stufe 7 an.
  • Eine letzte Fortschaltbedingung ist am Eingang e der Stufe 7 wirksam. An diesen Eingang wird die Stellung der Relais Rel bis Re4 gemeldet. Dieses Signal ist in der Stufe 7 so verknüpft, daß die Einleitung eines Vorganges in der Anlage nur dann erfolgen kann, wenn die Relais in der richtigen Kombination betätigt sind. Dieses Signal am Eingang e dient unter anderem auch dazu, um die Eindeutigkeit eines Signals aus der Anlage festzulegen, wenn diese Eindeutigkeit sich nicht aus den Signalen der Signalgeber El bis E4 ergibt. Das Signal am Eingang e zeigt somit an, daß ein Befehl richtig in die Anlage hineingegangen ist. Diese Tatsache wird als Freigabe zur Erzeugung des nächsten Befehls benutzt. Die Rückmeldung aus der Anlage mittels der Geber El bis E2 »Der Befehl ist ausgeführt« leitet dann die Abgabe eines neuen Befehls ein.
  • Durch die Stufe 7 wird somit bewirkt, daß der Mikroschrittzähler 1 fortschreitend im Arbeitstakt durch aus den Vorgängen abgeleitete Steuersignale unter Berücksichtigung von Verriegelungsbedingungen weitergeschaltet wird.
  • Zum Aufrufen der einzelnen, jeweils aus Mikroschritten zusammengesetzten Operationen eines Programms ist ein Operationszähler 2 vorgesehen. Dieser Zähler wird vorzugsweise immer um einen Schritt nach Befehlsausführung des letzten Mikroschrittes der vorhergehenden Operation weitergeschaltet. Über eine im Zusammenhang mit F i g. 2 und 3 noch näher zu erläuternde Torschaltung wird dabei in Abhängigkeit vorn Programm und den Zählschritten die Operationsfolge festgelegt. Diese Torschaltung bewirkt somit, daß, je nachdem wie es das Programm erfordert, den Zählstellungen des Operationszählers verschiedene Operationen zugeordnet werden können.
  • Die Signale zur Auslösung der Arbeitsvorgänge, Befehle genannt, werden in einer Stufe 3, der Befehlsebene, zusammengestellt, die in den F i g. 2 und 3 noch näher erläutert wird. In dieser Stufe werden die Zählstellung des Mikroschrittzählers 1 mit den Zählstellungen des Operationszählers, wie noch näher erläutert wird, logisch verknüpft, so daß von den Zählstellungen beider Zähler abhängige Signale (Befehle) erhalten werden. Diese Befehle werden dann einer die Relais betätigenden Stufe 5 zugeleitet, die die Befehle verstärkt und hinsichtlich der zu betätigenden Relais aufschlüsselt. Diese Aufschlüsse-Jung ist z. B. deshalb notwendig, weil ein Relais während eines Arbeitsablaufes von verschiedenen Befehlen betätigt werden muß.
  • Neben der unmittelbaren Weiterleitung der Signale der Befehlsebene 3 an die Stufe 5 ist auch eine mittelbare Aufschaltung über eine Stufe 4, den Eckpunktspeicher, vorgesehen. Dieser Speicher hat folgende Bedeutung.
  • Innerhalb des Ablaufes einer Operation wird, wie erläutert, der Mikroschrittzähler nach jedem Mikroschritt jeweils um einen Schritt weitergestellt. Das Weiterstellen geht sehr schnell; im selben Augenblick, wo die eine Zählstellung verschwindet, erscheint die zweite. In der Zwischenzeit können keine verfälschenden Signale entstehen. Ist man jedoch am letzten Mikroschritt einer Operation - er sei im folgenden Eckpunkt genannt - angelangt, dann müssen viele Dinge gleichzeitig passieren. Es muß der Mikroschrittzähler in die Ausgangsstellung zurückgeschaltet werden, der Operationszähler muß entweder einen Schritt weiter oder auch zurückgestellt werden, je nachdem wie das Programm zusammengestellt ist. Es kann dann möglich sein, daß, wenn auch nur innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne, aus der Befehlsebene unprogrammgemäße Befehle herauskommen, weil sich bei dem Einstellen der Zähler mehrere Signale gleichzeitig verändern. Da in der Stufe 5 auch Speicher enthalten sind, könnte der unprogrammgemäße Befehl eingespeichert werden und zum falschen Prozeßablauf führen. Aus diesem Grunde werden jeweils die letzten Schritte der Operationen, die Eckpunkte, eingespeichert und die entsprechenden Befehle am Ausgang der Eckpunktspeicher abgenommen. Gleichzeitig mit der Einspeicherung werden Torschaltungen betätigt, die gewährleisten, daß, solange der Eckpunktspeicher eingespeichert ist, in der Befehlsebene kein Befehl mehr erzeugt werden kann.
  • Die Eckpunktspeicher werden jeweils gelöscht, wenn der zugeordnete Arbeitsvorgang beendet ist und damit der erste Vorgang der nächsten Operation eingeleitet wird. Die Löschung der Eckpunktspeicher erfolgt daher zweckmäßig, wie in F i g. 1 dargestellt, von der Stufe 7 aus.
  • Während der Speicherzeit eines Eckpunktspeichers kann man nun die Zähler beeinflussen, ohne daß in der Stufe 3 ein falscher Befehl entsteht. Dabei werden die Zähler zweckmäßig so beeinflußt, daß für den nächsten Vorgang alles vorbereitet ist. Wird dann der Speicher gelöscht und die Sperrung der Befehlsebene aufgehoben, so kann der neue Vorgang sofort beginnen.
  • Im folgenden sollen nähere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Anlage beschrieben werden.
  • Wegen der besonderen Bedeutung werden zunächst die Stufen 1 bis 4 an Hand der F i g. 2 und 3 näher erläutert. Die Befehlsebene ist zweckmäßig als Matrix ausgebildet, wobei, wie auch aus F i g. 3 ersichtlich, in den Kreuzungspunkten UND-Glieder angeordnet sind.
  • Die Spalten der Matrix sind den verschiedenen Zählstellungen 1 bis n des Mikroschrittzählers, d. h. den Mikroschritten, die Zeilen dagegen den verschiedenen Operationen OPI bis OP" zugeordnet. In F i g. 2 sind beispielsweise sieben Spalten und acht Zeilen dargestellt, wobei in F i g. 3 für die z. B. aus vier Mikroschritten 1 bis 4 bestehende Operation OPI und die z. B. aus drei Mikroschritten 1 bis 3 bestehende Operation OP, die betreffenden UND-Glieder &7 bis &12 dargestellt sind. Ein Eingang der jeweils in einer Spalte angeordneten UND-Glieder ist jeweils mit dem Mikroschrittzähler verbunden, derart, daß dieser Eingang für die UND-Glieder &7, &11 vorbereitet ist, wenn der Mikroschrittzähler in der Stellung 1 ist (Mikroschritt 1), für die UND-Glieder &8, &12 in der Stellung 2 (Mikroschritt 2), für die UND-Glieder &9, &13 in der Stellung 3 (Mikroschritt 3) und für das UND-Glied &1o in der Stellung 4 (Mikroschritt 4). Die zweiten Eingänge der UND-Glieder sind zeilenweise miteinander verbunden und werden angeschaltet, wenn die diesbezügliche Operation ablaufen soll. Die Ausgänge der UND-Glieder &7 bis &1o bzw. der UND-Glieder &11, &12 sind unmittelbar mit der Stufe 5 (vgl. F i g. 1) verbunden. Das UND-Glied &1o sowie das UND-Glied &13, die ja beide dem letzten Mikroschritt einer Operation, d. h. einem Eckpunkt zugeordnet sind, stehen dagegen über die Eckpunktspeicher 4' bzw. 4" mit der Stufe 5 in Verbindung. Gelöscht werden die Eckpunktspeicher von der Stufe 7.
  • Zum Anschalten der Zeilen der Matrix, d. h. zum Aufrufen der Operationen, dient der Operationszähler 2. Jedem Zählschritt dieses Zählers entspricht eine Operation. Prinzipiell wäre es denkbar, die Matrixzeilen, die Operationen, dem Operationszähler unmittelbar so zuzuordnen, daß die Operationen Opi beim Zählschritt 1, die Operation OP, beim Zählschritt 2 usw. aufgerufen wird. Wenn nun bei einem bestimmten Programm die Operation OP, vor der Operation OP., kommen soll, so müßte der Operationszähler, gesteuert durch einen Programmträger, z. B. ein Lochband, nach der ersten Operation von »1« auf »3« voreingestellt und nach der zweiten Operation von »3« auf »2« zurückgestellt werden. Im Hinblick auf eine erhöhte Zählsicherheit ist es jedoch zweckmäßig, den Operationszähler nach jeder Operation immer nur um einen Schritt in einer Richtung zu verstellen. Um, bedingt durch das schrittweise Weiterstellen, jedem Zählschritt programmabhängig verschiedene Operationen zuordnen zu können, d. h. in jeder Zählstellung des Operationszählers die verschiedensten Zeilen der Befehlsmatrix je nach Programm anschalten zu können, wodurch bei schrittweiser Weiterschaltung des Operationszählers die verschiedensten Operationsfolgen - Programme - erhalten werden können, ist eine Matrix, die Programmatrix (Programmebene) vorLyesehen. Wie die F i g. 2 zeigt, sind die Zeilen dieser Matrix dem Operationszähler 2 und die Spalten den unter sich verschiedenen Programmen A bis G zugeordnet. Die Programme werden zweckmäßig über einen Programmschalter von einem Sollwertspeicher, der seinerseits z. B. durch Lochkarten programmiert wird, vorgesehen. Nach Beendigung der letzten Operation eines Programms wird vom Sollwertspeicher das nächste Programm angefordert. Unterscheidet sich dieses nicht von dem vorhergehenden (Kriterium wird mit einem Vergleichsglied gewonnen), so wird das abgelaufene Programm wiederholt, wobei unter Umständen eine Operation, z. B. die erste, entfallen kann. Zweckmäßig bedeutet ein neues Programm Abfragen einer neuen Lochkarte. In der Programmatrix werden die Ausgangssignale des Operationszählers mit den die Programme vorgebenden Signale logisch verknüpft. Ein die näheren Einzelheiten auszugsweise zeigendes Beispiel dafür ist im linken Teil der F i g. 3 dargestellt. Es sind UND-Glieder &1 bis &,s gezeichnet, die an den in F i g. 2 (linker Teil) angedeuteten Stellen der Programmmatrix angeordnet sind. Ein Eingang der UND-Glieder ist dem Operationszähler zugeordnet und ist vorbereitet, wenn der Zähler die angegebene Zählstellung hat. Der andere Eingang der UND-Glieder ist angeschaltet, wenn die angegebenen Programme ablaufen sollen. Alle UND-Glieder, die ein und dieselbe Operation betätiget sollen, sind über ODER-Glieder zusammengefaßt mit der entsprechenden Zeile der Befehlsmatrix verbunden. Bei dem Beispiel nach F i g. 3 sind die UND-Glieder &1 bis &s der Operation OP, zugeordnet und über ein ODER-Glied. V1 zusammengefaßt, bzw. die UND-Glieder &4 bis &ß der Operation OP', zugeordnet und über ein ODER-Glied V2 zusammengefaßt. In den Verbindungsleitungen sind zur Vermeidung von Fehlsignalen noch Tore 11', 11" eingeschaltet, die unter anderem dann in den sperrenden Zustand gesteuert werden, wenn, wie bereits erläutert, der letzte Mikroschritt einer Operation (Eckpunkt) abläuft und die Zähler beeinflußt werden. Im gesperrten Zustand der Tore sind nämlich die Zeilen der Befehlsmatrix nicht angeschaltet, so daß die UND-Bedingung für die Glieder &7 bis &13 nicht erfüllt ist und kein Befehl der Befehlsmatrix entnommen werden kann.
  • Wie die F i g. 3 zeigt, können nunmehr bei den verschiedensten Zählstellungen des Operationszählers verschiedene Operationen aufgerufen werden. Durch die UND-Glieder &1 und &5 wird bewirkt, daß bei Vorgabe des Programms A in der Zählstellung 1 die Operation OP, und in der Zählstellung 2 die Operation 0P2 aufgerufen wird usw., d. h., daß Operation OP, auf die Operation 0P2 folgt. Im Falle der Vorgabe des Programms B dagegen wird in der Zählstellung 1 über das UND-Glied & zunächst die Operation 0P2 und danach über das 14JND-Glied &2 in der Zählstellung 2 die Operation OP, aufgerufen, d. h., im Programm B folgt bei gleichem Weiterschatten des Operationszählers die Operation OP, auf die Operation 0P2. Analog zu vorstehend beschriebenem Beispiel lassen sich für die verschiedensten Operationsfolgen die logischen Verknüpfungen vorsehen. Durch die Programmatrix läßt es sich somit vorteilhaft verwirklichen, daß, obwohl innerhalb der Programme der Operationszähler nur um einen Schritt pro Operation fortschreitend weitergestellt wird, dabei den Programmen entsprechende verschiedene Operationsfolgen durchlaufen werden. Beispielsweise im Programm A beim Durchlaufen der Schritte 1, 2 ... die Folgen OP., 0P2 .,. ., im Programm B beim Durchlaufen der Schritte 1,: 2 ... die Folgen 0P2, OP-1 . . .
  • Nach der Erläuterung der Stufen 1 bis 4 der F i g. 1 sei auf die anderen Blöcke näher ,eingegangen.
  • Die Stufe 7 besteht- aus logischen Schaltungen, die entsprechend den vorgegebenen Bedingungen die Fortschaltsignale erzeugen. Diese Stufe 7 wird zweckmäßig in einer Technik hergestellt, die einen variablen Aufbau gewährleistet, wodurch die Steuerung von einem Prozeß an den anderen angeglichen werden kann.
  • Auf die Stufe 7 folgt zweckmäßig eine Entprellstufe. Die Endlagenmeldungen der Geber 10 werden nämlich meistens von Kontakten vorgegeben, die prellen können. Die Entprellstufe gewährleistet, daß unsichere Kontaktgaben während des Umschaltens nicht zu irgendwelchen falschen Befehlen führen.
  • Der Mikroschrittzähler und-der Operationszähler werden zweckmäßig als statische Zähler ausgebildet und durch zwei gegeneinander versetzte Impulsreihen becinflußt. Die Herstellung eines Impulspaares pro Schritt erfolgt in einer Impulsformerstufe, die von einem Taktgenerator und der Stufe 7 bzw. der nachgeschalteten Entprellstufe angesteuert wird.
  • Die Stufe 5 besteht im wesentlichen aus einem Verstärkerteil und vielen ODER-Gliedern, und zwar für jedes der zu betätigenden Relais _9 ein ODER-Glied. Man kann also in der Stufe 5 die ankommenden Befehle aufteilen auf die verschiedensten Relais und damit die Kombination der Relais festlegen. Der Aufbau der Stufe 5 erfolgt wegen der leichteren Programmierbarkeit zweckmäßig analog zum Aufbau der Stufe 7.
  • Die Rückmeldungen aus der Anlage, daß ein Befehl durchgeschaltet ist (Freigabesignal am Eingang e der Stufe 7) und daß der Befehl ausgeführt ist (Signale an den Eingängen a bis d) werden zweckmäßig über Relaiskontakte potential in die Steuerung geschaltet.
  • Die Zeitglieder 6 sind vorzugsweise elektronische Zeitrelais auf digitaler Basis. Sie werden dabei vorteilhaft so ausgebildet, daß sie entweder fest einstellbar oder über den Sollwertspeicher programmierbar sind. Es sind zweckmäßig elektronische Weichen vorgesehen, die eine Mehrfachausnutzung eines Zeitrelais gestatten, z. B. wenn Signale zu verzögern sind, die innerhalb eines Prozesses sich nicht überschneiden. Die Zeitglieder 6 können auch dazu verwendet werden, die Leitungen zu den Relais _9 für eine bestimmte Zeit zu unterbrechen.
  • Die Wirkungsweise der Steuerung ist folgende: Nach dem Einschalten der Steuerung stehen zunächst beide Zähler in der Ausgangsstellung (Stellung 1). Beim Drücken eines Knopfes »Automatik« (nicht dargestellt), geht der erste Befehl, Operation 1-Mikroschritt 1, in die Anlage hinaus. Die Tatsache, daß der Befehl hinausgegangen ist, wird am Eingang e der Stufe 7 angezeigt und als Freigabe zur Erzeugung des nächsten Befehls benutzt. Ist der dem ersten Befehl entsprechende Arbeitsvorgang ausgeführt, so kommt aus der Anlage die Meldung »Befehl 1 ausgeführt« (Eingänge a bis d der Stufe 7). Auf Grund dieser Rückmeldung in Verbindung mit der erwähnten Freigabe erzeugt die Stufe 7 ein Signal, durch das der Mikroschrittzähler um einen Schritt weitergestellt wird. Jetzt geht der zweite Befehl, Operation 1-Mikroschritt 2, in die Anlage. Entsprechend laufen die einzelnen Mikroschritte einer Operation nacheinander ab.
  • Wenn der letzte Mikroschritt der Operation 1 (Eckpunktbefehl), der Mikroschritt 4 in F i g. 3, angeschaltet ist, so wird der Eckpunktspeicher 4' gesetzt. über den Eckpunktspeicher wird dadurch der dem Eckpunktbefehl entsprechende Arbeitsvorgang eingeleitet. Durch das Ausgangssignal des Speichers werden die Tore Il', 11" gesperrt, so daß der Befehlsmatrix kein weiterer Befehl entnommen werden kann. Außerdem wird der Mikroschrittzähler in die Ausgangsstellung zurückgebracht und der Operationszähler um einen Schritt weitergeschaltet, wodurch je nach dem Programm eine bestimmte Operation, d. h. eine bestimmte Operationszeile der Befehlsmatrix, aufgerufen wird. Es wird dadurch bereits während des Ablaufes des dem Eckpunktbefehl entsprechenden Vorganges für die nächste Operation alles vorbereitet. Nachdem der Eckpunktbefehl ausgeführt ist, wird der Eckpunktspeicher von der Stufe 7 gelöscht. Dadurch wird die Sperrung der Tore 11 aufgehoben, und der erste Befehl der nächsten Operation, beim Beispiel nach F i g. 3 im Fall des Programms A Operation 2-Mikroschritt 1, geht in die Anlage.
  • Ein wesentliches Merkmal der beschriebenen Steuerung ist darin zu sehen, daß die Steuerung stehenbleibt, wenn ein Fehler auftritt. Zur Prüfung trägt unter anderem der Umstand bei, daß der Mikroschrittzähler nur dann um einen Schritt weitergeschaltet wird, wenn das Freigabesignal (Befehl ist in die Anlage gegangen) und das Signal »Der Befehl ist ausgeführt« vorhanden sind. Fehlt ein Signal, dann bleibt die Steuerung stehen. Ein weiteres Merkmal der Prüfung besteht darin, daß man mit Hilfe von Zeitgliedern die Betätigung der Relais oder auch die Dauer der Vorgänge überwacht. Ziehen also die Relais nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit an oder ist ein Vorgang nicht innerhalb einer bestimmten Zeit beendet, so wird ein Sperrsignal für die Tore 11 erzeugt bzw. es erfolgt eine Anzeige.
  • Zu Prüfzwecken ist weiterhin zweckmäßig ein Lampenfeld vorgesehen, wobei die Lampen folgende Bedeutungen haben: Zunächst sind ein Teil der Lampen den Relais 9_ zugeordnet, so daß man auf dem Feld ersehen kann, welche Relais gekommen sind. Weiterhin sind Lampen vorhanden, die anzeigen, in welcher Zählstellung der Mikroschrittzähler und der Operationszähler stehen. Man kann also, wenn die Anlage stehenbleibt, erkennen, bei welchem Mikroschritt und bei welcher Operation dies der Fall ist. Man weiß außerdem, welche Relais ansprechen müssen, und ersieht aus dem Lampenfeld, welche Relais nicht gekommen sind, wodurch ebenfalls Rückschlüsse auf Fehlermöglichkeiten gezogen werden können.
  • Ein besonderer Vorteil der Steuerung ist in dem Merkmal zu sehen, daß sich die Steuerung, ohne an die Anlage angeschlossen werden zu müssen, selbsttätig überprüft. Zu diesem Zweck liegen im Prüfbetrieb die Eingänge a bis d der Stufe 7, die belegt werden, wenn angemeldet wird, daß der Befehl ausgeführt worden ist, ständig an Spannung. Es werden somit nur noch die Stellungen der Relais 9 rückgemeldet. Werden auf Grund eines Befehls die Relais richtig betätigt, so wird der Mikroschrittzähler sofort weitergeschaltet und ein neuer Befehl herausgegeben, der bei ordnungsgemäßer Betätigung der Relais sofort die Auslösung eines weiteren Befehls zur Folge hat. Das Programm wird daher bei intakter Steuerung sehr schnell durchlaufen. Ist ein Fehler vorhanden, so bleibt die Steuerung stehen, und man kann an Hand des Lampenfeldes den Fehler relativ gut lokalisieren.
  • Die Steuerung ist an sich nicht an einen bestimmten Prozeß gebunden, sondern sie kann bei allen Prozessen, die sich in Einzelschritte zergliedern lassen, Anwendung finden. Mit Vorteil wird sie bei Walzwerkprozessen verwendet.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung zur programmgemäßen Steuerung einer Folge von Arbeitsvorgängen mittels einer die Folge bestimmenden und die Vorgänge auslösenden Taktkette, die fortschreitend im Arbeitstakt durch aus den Vorgängen abgeleitete Steuersignale unter Berücksichtigung von Prüf-bzw. Verriegelungsbedingungen selbsttätig weitergeschaltet wird, dadurch gekennzeichn e t, daß die Signale zur Auslösung der Arbeitsvorgänge (Befehle) einer der Taktkette (Mikroschrittaktkette) nachgeschalteten, aus UND-Verknüpfungen aufgebauten Matrix (Befehlsmatrix) entnommen werden, deren Spalten jeweils einem Schritt der Taktkette zugeordnet sind, indem jeweils am Eingang der diesbezüglichen UND-Verknüpfungen nur bei einer bestimmten Stellung der Taktkette angeschaltet wird und deren Zeilen nacheinander programmabhängig wirksam sind, indem die zweiten Eingänge der UND-Verknüpfungen zeilenweise durch eine Steuereinrichtung programmabhängig angeschaltet werden.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuereinrichtung zur programmabhängigen Anschaltung der Zeilen eine weitere Taktkette, die Operationstaktkette, vorgesehen ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Taktketten als Binärzähler (Mikroschrittzähler und Operationszähler) ausgebildet sind.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zur programmabhängigen Verbindung der Zeilen der Befehlsmatrix mit der Steuereinrichtung eine weitere, aus logischen Verknüpfungsgliedern aufgebaute Matrix, die Programmatrix, vorgesehen ist, deren Spalten programmabhängig und deren Zeilen von der Steuereinrichtung eingeschaltet werden.
  5. S. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß in den Zuleitungen zu den Zeilen der Befehlsmatrix Tore (Operationstore) vorgesehen sind, die beim Zeilenwechsel gesperrt werden.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die UND-Glieder der Befehlsmatrix, die in jeder Zeile dem letzten Schritt der Mikroschrittaktkette zugeordnet sind, mit einem Speicherglied (Eckpunktspeicher) verbunden sind.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Eckpunktspeicher die Rückstellung der Nlikroschrittaktkette, die Fortschaltung der Operationstaktkette sowie die Sperrung der Operationstore bewirkt. B.
  8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Löschung der Eckpunktspeicher in Abhängigkeit von den Fortschaltungsbedingungen für die Mikroschrittakt kette erfolgt.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß als Fortschaltungsbedingung für die Mikroschritttaktkette unter anderem ein Signal benutzt wird, das von der jeweiligen Stellung der die Stellglieder der Anlage betätigenden Relais abhängig ist.
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DEL46100A Pending DE1180031B (de) 1963-10-16 1963-10-16 Ablaufsteuerung

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DE (1) DE1180031B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2254448A (en) * 1991-02-28 1992-10-07 Heidelberger Druckmasch Ag Printer format setting

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GB2254448A (en) * 1991-02-28 1992-10-07 Heidelberger Druckmasch Ag Printer format setting

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