DE1180019B - Andrueckwerkzeug - Google Patents
AndrueckwerkzeugInfo
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- DE1180019B DE1180019B DEE22613A DEE0022613A DE1180019B DE 1180019 B DE1180019 B DE 1180019B DE E22613 A DEE22613 A DE E22613A DE E0022613 A DEE0022613 A DE E0022613A DE 1180019 B DE1180019 B DE 1180019B
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H02f
Deutsche Kl.; 21c-20
Nummer: 1180 019
Aktenzeichen: E 22613 VIIId /21c
Anmeldetag: 27. März 1962
Auslegetag: 22. Oktober 1964
Die Erfindung betrifft ein Andrück- oder Quetschwerkzeug zur Herstellung lötfreier elektrischer Anschlüsse,
insbesondere eine Andrückzange mit einem geschlossenen, ringförmigen Matrizenhalter, bei welcher
die Betätigung der Andrückelemente durch Steuerkurven erfolgt.
Quetschwerkzeuge des hier interessierenden Typs mit einem durchbohrten Matrizenhalter, der fest in
einem Träger gelagert ist, ferner mit einer Anzahl von radial angeordneten Querschstempeln, die verschiebbar
hierin gelagert sind, und mit einem zugehörigen Betätigungsglied, das ein mit einer Steuerkurve
versehenes Teil zur Betätigung der Quetschwerkzeuge enthält, das bezüglich des Matrizenhalters
und des Trägers beweglich ist, sind bekannt. Die bekannte Quetschzange eignet sich jedoch nur für elektrische
Anschlußteile, die eine geschlossene, kreisförmige Hülse zur Aufnahme der Kabelseele besitzen.
Durch die Erfindung wird ein Quetsch- oder Andrückwerkzeug mit zwei gegenüberstehenden Andrückelementen
angegeben, das es erlaubt, mit einem Matrizensatz die verschiedensten elektrischen Kontakte
anzudrücken.
Hierzu ist gemäß der Erfindung ein in der Verschiebungsrichtung der Andrückelemente frei beweglieh
gelagertes Halterungsteil für die Klemme vorgesehen.
Vorteile des anschließend näher beschriebenen Werkzeuges sind unter anderem die Fähigkeit, verschiedene
Größen und Typen von Anschlußelementen oder Zwingen mit einem einzigen Matrizensatz
anzudrücken, eine gleichförmige Andrückung zu gewährleisten, da der Anschlußkontakt bezüglich der
Andrückmatrizen richtig orientiert ist, und die Kompaktheit des Werkzeuges.
Die Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert;
dabei bedeutet
Fig. 1 eine perspektivisehe Ansicht einer Anschlußklemme,
die mittels des Andrückwerkzeuges gemaß der Erfindung angeklemmt werden kann,
F i g. 2 eine Seitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung, bei welcher ein Teil eines Handgriffes
weggebrochen und die Rückführplatte gestrichelt gezeichnet ist, so daß der Matrizenhalter und die Matrizen
sichtbar sind,
F i g. 3 eine Ansicht der Rückseite des in F i g. 2 dargestellten Andrückwerkzeuges; Teile eines Handgriffes
und anderer Bauelemente sind weggebrochen, um den Ratschenmechanismus und das Halterungsglied
sichtbar zu machen,
F i g. 4 eine im Schnitt gehaltene Seitenansicht, die Andrückwerkzeug
Anmelder:
Buchanan Electrical Products Corporation,
Union, N. J. (V. St. A.)
Union, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld und Dr. D. v. Bezold,
Patentanwälte, München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
George Ustin, Verona, N. J.,
Paul A. Haucke, Rahway, N. J. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 27. März 1961 (98 672)
die vorderen Matrizen, die Rüekführplatte und Teile der Handgriffe eines Werkzeuges gemäß der Erfindung
in der offenen Stellung zeigt,
F i g. 5 eine im Schnitt gehaltene Seitenansicht, die den Matrizenhalter, die hinteren Matrizen und
das Halterungsglied in derselben Stellung wie F i g. 4 zeigt,
F i g. 6 eine im Schnitt gehaltene Seitenansicht des Matrizenhalters, der Federrückführung, des
Halterungsgliedes und der Matrizen in derselben Stellung wie in F i g. 4,
F i g. 7 eine Schnittansicht längs der Ebene 7-7 in Fig. 4,
F i g. 8 eine Schnittansicht längs der Ebene 8-8 in Fig. 2,
F i g. 9 eine im Schnitt gehaltene Draufsicht auf das Halterungsglied, in dessen Öffnung sich eine Anschlußklemme
befindet,
F i g. 10 a eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht verschiedener Teile des Matrizenhalters,
der Matrizen und des die Steuerkurve enthaltenden Handgriffes des erfindungsgemäßen Werkzeuges,
Fig. 10b eine auseinandergezogene perspektivische
Ansicht des Kopfendes des einen Handgriffes, des Halterungsgliedes und der Halterungsplatten,
409 708/365
3 4
Fig. 11 eine auseinandergezogene perspektivische griffes 12 anliegen. Wenn der Handgriff 12 im Uhr-Ansicht
anders geformter Matrizenhalter und Ma- zeigersinn um den Matrizenhalter 18 gedreht wird,
trizen nach der Erfindung, werden also die Kugeln 51 nach innen gedrückt und
F i g. 12 eine auseinandergezogene perspektivische komprimieren dadurch die Federn 50, so daß diese
Ansicht einer anderen Ausführungsform einer Kon- 5 nach dem vollständigen Zusammendrücken der
taktzunge und einer Öffnung des Halterungsgliedes Handgriffe und nach der Freigabe des einen volleines
Werkzeuges gemäß der Erfindung. ständigen Arbeitszyklus gewährleistenden Mechanis-
Die in den Zeichnungen dargestellten Andrück- mus den Handgriff 12 in Gegenuhrzeigerrichtung
werkzeuge gemäß der Erfindung enthalten als Haupt- schwenken und damit die Handgriffe wieder spreibauelemente
zwei Handgriffe 12,14, einen Ratschen- io zen und das Werkzeug für den nächsten Arbeitsmechanismus 16 für einen vollen Zyklus, einen Ma- zyklus bereitmachen.
trizenhalter 18 und ein Halterungsglied 140, um Wie Fig. 10a und 10b zeigen, ist der Matrizen-
Kontakte in dem Werkzeug zu haltern. halter 18 auf der Seite 35 teilweise ausgeschnitten,
Das in Fig. 2 und 3 dargestellte Werkzeug ent- um eine Rückführplatte 54 zwischen die versenkte
hält in bekannter Weise zwei Handgriffe 12,14, die 15 Seitenfläche des Matrizenhalters und die eine Seitenan
ihren einen Enden schwenkbar miteinander ver- wand des U-förmigen Kopfteiles 22 des Handgriffes
bunden sind. Der Handgriff 14 hat einen im wesent- 14 aufnehmen zu können. Die Rückführplatte 54 ist
liehen U-förmigen Querschnitt und am Gelenkende ein flaches, dünnes und etwa kreisförmiges Bauteil
ein vergrößertes Teil22 (Fig. 10b), das in beiden mit einer großen Mittelöffnung 56 und zwei nach
Seitenteilen mit einer kreisförmigen Mittelöffnung 26 20 entgegengesetzten Richtungen weisenden Armen 58,
versehen ist, um die herum symmetrisch im Abstand 60, die an den Enden abgeschrägt sind und an den
vier Öffnungen 24 vorgesehen sind. Die öffnungen Steuerkurvenflächen 34 des Handgriffes 12 angrei-24
sind zur Aufnahme von Befestigungselementen, fen. Die Platte 54 weist zwei Steuerkurvenflächen 62,
wie Schraubenbolzen 28 u. dgl., bestimmt, die beim 64 auf, die über der Nut 39 (F i g. 4) liegen.
Zusammensetzen des Werkzeuges eingesetzt werden. 25 In der Nut 39 befinden sich auf gegenüberliegen-Der Handgriff oder das Betätigungsglied 12 ist ein den Seiten der Bohrung 44 zwei Sätze komplemenmassives Gußeisenteil mit einem vergrößerten Ende tärer Matrizen 66, 68 und 70, 72, die zum Andrük-30, dessen Durchmesser wesentlich größer ist als ken oder Quetschen einer Anschlußklemme dienen, der der Öffnung 26. Das Ende 30 paßt zwischen die wie sie beispielsweise in F i g. 1 dargestellt ist. Die Seitenteile des vergrößerten Kopfendes 22 des Hand- 30 Matrizen 66, 68, 70, 72 müssen nicht notwendigergriffesl4, wobei die Öffnungen 26 auf die Öffnung weise die dargestellte Form besitzen, die folgende 32 zu liegen kommen. Die Wand der öffnung 32 bil- Beschreibung wird vielmehr zeigen, daß in die Nut det eine Anzahl von gleichmäßig beabstandeten 39 eine Anzahl verschieden geformter Matrizen ein-Steuerkurvenflächen 34 (s. Fig. 10a). gesetzt werden können, um verschiedene Arten von
Zusammensetzen des Werkzeuges eingesetzt werden. 25 In der Nut 39 befinden sich auf gegenüberliegen-Der Handgriff oder das Betätigungsglied 12 ist ein den Seiten der Bohrung 44 zwei Sätze komplemenmassives Gußeisenteil mit einem vergrößerten Ende tärer Matrizen 66, 68 und 70, 72, die zum Andrük-30, dessen Durchmesser wesentlich größer ist als ken oder Quetschen einer Anschlußklemme dienen, der der Öffnung 26. Das Ende 30 paßt zwischen die wie sie beispielsweise in F i g. 1 dargestellt ist. Die Seitenteile des vergrößerten Kopfendes 22 des Hand- 30 Matrizen 66, 68, 70, 72 müssen nicht notwendigergriffesl4, wobei die Öffnungen 26 auf die Öffnung weise die dargestellte Form besitzen, die folgende 32 zu liegen kommen. Die Wand der öffnung 32 bil- Beschreibung wird vielmehr zeigen, daß in die Nut det eine Anzahl von gleichmäßig beabstandeten 39 eine Anzahl verschieden geformter Matrizen ein-Steuerkurvenflächen 34 (s. Fig. 10a). gesetzt werden können, um verschiedene Arten von
In die Öffnung 32 des Handgriffes 12 paßt ein 35 Anschlußklemmen mit offenen Zwingen und beetwa
scheibenförmiger Matrizenhalter 18, der zwei stimmte Arten von geschlossenen Zwingen andrükparallele
Seitenflächen 35, 36 besitzt, die durch eine ken zu können.
zylindrische Umfangsfläche 38 begrenzt werden. In Die in F i g. 1 dargestellte Anschlußklemme 74,
gleichen Abständen von der Achse der Scheibe be- die mittels des beschriebenen Werkzeuges angedrückt
rinden sich vier Öffnungen 37, die sich mit den öff- 40 werden kann, enthält eine Zunge 76 mit einem nach
nungen 24 im Handgriff 14 decken, wenn das Werk- unten gebogenen Ansatz 77 und ein Zwingenteil, das
zeug zusammengesetzt ist, so daß die Schraubenbol- zwei Gruppen von Klemmfahnen 78, 80 aufweist,
zen 28 sowohl die öffnungen 24 des Handgriffes als Die Klemmfahnen 78 dienen zum Einklemmen der
auch die Öffnungen 37 durchsetzen und damit den freigelegeten Seele 82 eines isolierten Kabels
Matrizenhalter 18 am vergrößerten Kopfteil22 des 45 (Fig. 7) und die Klemmfahnen 80 zur Halterung
Handgriffes 14 befestigen. Der Handgriff 14 ist also des isolierten Teiles 84 des Kabels. Auf der Unterdazu
bestimmt, den Matrizenhalter 18 festzuhalten, seite der Klemme ist ein Vorsprung 86 gebildet, deswährend
der Handgriff 12 im Uhrzeiger- und Gegen- sen Zweck noch erläutert werden wird. Es gibt noch
Uhrzeigersinn um die Umfangsfläche 38 des Matri- viele andere ähnliche Klemmen, wie die dargestellte
zenhalters geschwenkt wird. In der Seite 35 des Ma- 5° Klemme 74. Manche dieser Klemmen haben zwei
trizenhalters 18 befindet sich eine rechteckige Nut Gruppen von Klemmfahnen entsprechend den
39, deren Enden 40, 42 auf gegenüberliegenden Sei- Klemmfahnen 78, während wieder andere zwei
ten der zylindrischen Umfangsfläche 38 liegen. Eine Gruppen von Klemmfahnen entsprechend den
nicht kreisförmige axiale Bohrung 44 durchsetzt den Klemmfahnen 80 in F i g. 1 aufweisen. Wieder an-Matrizenhalter
so, daß das eine Ende in der Fläche 55 dere Klemmen sind mit nur einer Gruppe von
36 und das andere Ende am Boden der Nut 39 liegt. Klemmfahnen oder mit einer anders geformten
Die Achse des Langloches 44 ist bezüglich der Achse Zunge versehen (s. beispielsweise Fig. 12). Wie erdes
Matrizenhalters 18 aus noch zu erläuternden wähnt, können die Andrückwerkzeuge gemäß der
Gründen versetzt, die Seiten verlaufen parallel zu Erfindung einem beliebigen Typ dieser Klemmen
den Wänden der Nut, und die Enden sind halbkreis- 60 einfach dadurch angepaßt werden, daß man die Art
förmig. und/oder Anzahl der Matrizen ändert.
Von gegenüberliegenden Seiten der Umfangsfläche Fig. 10a zeigt, daß der eine Matrizensatz 66, 68
38 erstrecken sich zwei Ausnehmungen 46, 48 aus einer Patrize 66 und einer Matrize 68 besteht,
(Fig. 6) im rechten Winkel zur Nut 39 nach innen, die als komplementär zueinander angesehen werden
ihr Querschnitt ist vorzugsweise kreisförmig. In die 65 können und verschiebbar in der Nut 39 beidseits der
Ausnehmungen sind lose Federn 50 und Kugeln 51 Bohrung 44 so gelagert sind, daß ihre Seiten an den
eingesetzt, die etwas über die Umfangsfläche 38 her- parallelen Wänden der Nut anliegen. Die Patrize 66
ausstehen und an den Kurvenflächen 34 des Hand- besteht aus einem länglichen Körper 88, der von
einer Öffnung 90 durchsetzt wird und dessen eines Ende 92 abgeschrägt ist und nach außen über die
Umfangsfläche 38 des Matrizenhalters 18 hinausragt, so daß es an einer der Steuerkurven 34 des
Griffes 12 angreifen kann. Das andere Ende der Patrize läuft in einen Hals 94 mit einer konkaven
Stirnfläche 96 aus, auf der die Unterfläche der Klemme 74 ruht, wenn sie in die Nut zwischen die
Teile 66, 68 eingesetzt ist. Die Matrize 68 besteht ebenfalls aus einem Körper 98 mit einer Öffnung
100 und einem abgeschrägten Ende 102, entsprechend dem Ende 92 der Patrize 66. Das andere Ende
der Matrize 68 ist jedoch mit einem Einschnitt 104 versehen, dessen äußere Wandteile 106 divergieren
und dessen inneres Teil 108 halbkreisförmig ist. Wenn also eine Klemme 74 zwischen die beiden Matrizen
66, 68 eingesetzt ist und die Matrizen werden gegen die Klemme zusammengedrückt, greift die
Patrize 66 an der Unterseite der Klemme 74 an, während die Klemmfahnen 78 von den abgeschrägten
Teilen 106 des Einschnittes 104 erfaßt, gebogen und nach innen über die Isolation 84 eines in die
Klemme 74 eingesetzten Kabels gebogen werden. Bei der Annäherung der Matrizen 66, 68 aneinander
werden die Fahnen 78 durch das innere Teil 108 noch weiter um das Kabel gebogen mit dem Endergebnis,
daß die Klemme fest mit dem isolierten Teil 84 des Kabels verbunden ist, wie F i g. 8 zeigt.
Gegenüber den Matrizen 66, 68 befindet sich ein zweiter Matrizensatz 70, 72, der wieder als aus einer
Patrize und einer eigentlichen Matrize bestehend angesehen werden kann. Die Patrize 70 besteht aus
einem Körper 110, der von einer öffnung durchsetzt wird, welche mit der öffnung 90 in Deckung gebracht
werden kann, der Körper läuft in ein abgeschrägtes Ende 114 aus, das dem Ende 92 entspricht.
Am inneren Ende 116 geht der Körper in einen Hals 118 mit einer konkaven Stirnfläche 120 über, an der
die Unterseite des Klemmenteiles bei den Klemmfahnen 80 anliegt. Gegenüber der Patrize 70 liegt in
der Nut 39 die komplementäre Matrize 72 mit einem Körper 122, einer Öffnung 124 und einem Endteil
126, entsprechend der Matrize 68.
Das Innenende ist mit einem Einschnitt 128 versehen, der zwei zylindermantelförmige Mulden 130,
132 aufweist, die sich in einer Geraden 134 in der Mitte des Einschnittes treffen. Wenn also eine
Klemme 74 zwischen die Matrizen 70, 72 eingesetzt ist und die Klemmfahnen 80 sich in Richtung auf die
Ausnehmung 128 erstrecken, so werden die Fahnen 80 beim Zusammendrücken der Matrizen von den
Wänden des Einschnittes 128 erfaßt und diesen entlang umgebogen, wobei sie sich über die frei liegende
Seele 82 des Kabels legen, wie F i g. 8 zeigt. Um ein einwandfreies Zusammenarbeiten der beiden Matrizensätze
66, 68 bzw. 70, 72 zu gewährleisten, sind die beiden Patrizen 66, 70 mittels eines Stiftes 136
verbunden, der in den Löchern 112 und 90 liegt und über die Seitenfläche der Matrize 66 hinausreicht,
wie F i g. 7 und 8 zeigen. Das überstehende Teil des Stiftes greift dadurch an der Steuerkurve 62 der
Rückführplatte 54 an. Die Matrizen 68, 72 sind in entsprechender Weise durch einen Stift 138 verbunden,
der über die Seitenfläche der Matrize 68 hinausreicht und an der Steuerkurve 64 angreift. Wie aus
F i g. 7 und 8 ersichtlich ist, sind die beiden Matrizensätze und die Rückführplatte 54 zusammen etwa
ebenso dick, wie die Nut 39 tief ist.
Fig. 11 zeigt eine Ausführungsform eines Matrizenhalters
18 und der zugehörigen Matrizen, bei der die Rückführplatte 54 entfallen kann. Die Matrizenstempel
66, 68, 70, 72 sind mit Langlöchern versehen, in denen zwei Stehbolzen 137, 139 laufen,
die am Boden der Nut 39 des Matrizenhalters 18 befestigt sind. Die Langlöcher enthalten jeweils eine
Feder 141 zwischen den Stiften 137 bzw. 139 und den äußeren Enden der Langlöcher, so daß die Feo
dem bei einer Schwenkung des Griffes 12 in Uhrzeigerrichtung zusammengedrückt werden. Wenn die
Griffe ganz zusammengedrückt sind und der einen vollen Arbeitszyklus gewährleistende Mechanismus
freigegeben wird, drücken die zwischen den Enden der Langlöcher und den Stehbolzen zusammengepreßten
Federn die Matrizen von der Bohrung 44 nach außen und erfüllen dabei dieselbe Funktion
wie die Rückführplatte 54, die noch beschrieben werden wird.
Fig. 7, 8, 9, 10b und 12 zeigen Einzelheiten des erfindungsgemäßen Halterungsteiles, das gewährleistet,
daß die Klemmenfahnen die für das Anpressen erforderliche Lage einnehmen. Das Halterungsteil
140 (Fi g. 10 b und 12) besteht aus einem Körper 144 mit einer das Zungenteil 76 einer Klemme aufnehmenden
Öffnung 142 und einem an seinem einen Ende bündig befestigten oder aufgekeilten, rechtwinklig
zum Körper vorstehenden Laschenteil 146 (s. F i g. 7 und 12). Die öffnung 142 ist in die eine
Seite des Körpers 144 geschnitten, ihre Unterfläche weist zwei Stufen auf. Auf der oberen Stufe kann
die Kontaktzunge 76 aufliegen, während sich die Lasche 77 der Klemme in Richtung auf die untere
Stufe erstreckt und diese berührt. Wie Fig. 9 am besten zeigt, reicht von der unteren Stufe ein Stift
148 nach oben, der zusammen mit dem Rand 149 des Laschenteiles 146 verhindert, daß sich die
Klemme 74 in einer Ebene senkrecht zur Fläche 149 drehen kann.
Der Körper 144, dessen Durchmesser praktisch mit der Breite des Langloches 44 übereinstimmt, ist
so in dieses eingesetzt, daß das Laschenteil 146 an der Außenseite des einen Teiles des Kopfes 22 des
Griffes 14 anliegt und parallel zu diesem verläuft.
Um zu verhindern, daß sich das Halterungsteil 140 dreht, ist am Handgriff 14 eine Platte 150 mit einer
das Laschenteil 146 aufnehmenden Ausnehmung 152 angebracht. Vier öffnungen 154 in der Platte 150
decken sich mit den öffnungen 24. Im Anschluß an die Platte 150 folgt eine weitere Platte 156 mit einer
Mittelöffnung 158, deren Größe etwa der der öffnungen 26 entspricht und mit vier gleichmäßig beabstandeten
öffnungen 160, die sich ebenfalls mit den Öffnungen 24 decken, so daß die Bolzen 28 durchgesteckt
und beide Platten auf der Seite des Griffes 14 und damit das Halterungsteil 140 in der Bohrung 44
befestigt werden können. Fig. 10b und 7 zeigen, daß das Ende des Laschenteiles 146 an einem Vorsprung
162 an der Innenseite der Platte 146 anschlagen kann, so daß die Bewegungsfreiheit des
Halterungsteiles in dieser Richtung begrenzt ist. Im übrigen kann sich das Halterungsteil 140 in Richtung
der Längsachse des Langloches 44 von einer Endlage, bei der das Ende des Laschenteiles 146 am
Vorsprung 162 anschlägt, bis zur anderen Endlage, in der die Oberseite des Halterungsteiles am Ende
der Ausnehmung 152 in der Platte 150 anliegt, frei verschieben, wie aus Fig. 7 und 8 ersichtlich ist.
Die Bedeutung dieses Bewegungsspielraumes wird bei der Beschreibung der Arbeitsweise des Werkzeuges
klar werden.
Die Form der Öffnungen des Halterungsteiles 140 kann den verschiedenen Klemmenformen angepaßt
werden. Ein anderes Beispiel für die Form einer Klemmenzunge und der dazu passenden öffnung ist
in Fig. 12 dargestellt.
Vor der Erläuterung der Arbeitsweise des Werkzeuges soll zuerst auf seine Montage eingegangen
werden. Wie aus den Zeichnungen ersichtlich ist, werden in die Nut 39 zwei Paare von Matrizen 66,
68 bzw. 70, 72 eingesetzt und miteinander durch Stifte 136,138 verbunden, die an den Steuerkurven
der Rückführplatte 54 angreifen, die in die Ausnehmung in der Seite 35 eingesetzt wird. In die Sacklöcher
46, 48 werden je eine Feder 50 und eine Kugel 52 eingeführt. Die Anordnung wird dann in die
Öffnung 32 im Griff 12 so eingesetzt, daß die Arme 58, 60 der Rückführplatte 54 und die Kugeln 52 an
zwei gegenüberliegenden Steuerkurvenflächen 34 und die Enden der Matrizen an den anderen gegenüberliegenden
Steuerkurvenflächen 34 angreifen.
Die in F i g. 10 a dargestellten Teile werden dann zwischen die Seiten des vergrößerten Kopfteiles 22
des Handgriffes 14 so eingesetzt, daß sich die Bohrungen 37 im Matrizenhalter 18 und die Bohrungen
24 im Handgriff decken. Dann wird das Halterungsteil 140 in die Bohrung 44 eingesetzt, die Platten
150, 156 werden aufgelegt und die vier Schraubenbolzen 28 durch die fluchtenden öffnungen durchgesteckt
und mittels vier Schraubenmuttern befestigt.
Dies wird durch einen in F i g. 3 gezeigten Anschlag- und Einrastmechanismus 16 bewirkt, der
eine Schraubenmutter 164, einen Anschlagbolzen 166, einen Anschlag 168, eine Ausklinkplatte 170,
einen Stift 172, eine gekerbte Zahnstange 174, eine Klinke 176, einen Stift 178, eine Feder 180, einen
langen Auslösehebel 182 und einen Stift 184 enthält. Solche Mechanismen, die gewährleisten, daß mit
dem Werkzeug jeweils ein vollständiger Arbeitszyklus durchgeführt wird, sind bekannt, so daß sich
eine nähere Beschreibung erübrigt. An die Stelle des hier nur beispielsweise dargestellten Mechanismus
kann natürlich ohne weiteres wirkungsgleiche Anordnung treten.
Um eine anzuklemmende Kontaktklemme in das Werkzeug einführen zu können, werden die Handgriffe
12,14 gespreizt, wie F i g. 4 zeigt. Hierdurch wird die Rückführplatte, deren Arme 58, 60 an den
Steuerflächen 34 anliegen, in Gegenuhrzeigerrichtung gedreht, und die Matrizen 66, 68 und 70, 72
werden dadurch voneinander entfernt. Wenn die Matrizen voneinander entfernt sind und keine
Klemme sich in der Bohrung 44 befindet, ruht das Laschenteil 146 des Halterungsteiles 140 auf dem
Vorsprung 162. so daß die öffnung 142 im Körper 144 mit der öffnung zwischen den zwei Matrizensätzen
und der öffnung 26 im Griff 14 fluchtet, wie F i g. 7 zeigt.
Nun kann eine Klemme durch die öffnung 26 in den Bereich zwischen den Matrizen eingesetzt werden,
die Zunge 76 der Klemme kommt dabei in die Öffnung 142 des Halterungsteiles 140 zu liegen
(Fig. 7 und 8). Die Eindringtiefe wird durch den Vorsprung 86 begrenzt, der am Innenrand des
Halterungsteiles 140 anschlägt, bei anderen Klemmenarten können auch die Klemmfahnen 80 zur Begrenzung
der Eindringtiefe verwendet werden. Wie oben erwähnt wurde, justiert das Halterungsteil 140
das Zwingenteil der Klemme derart bezüglich der beiden Matrizensätze, daß die Klemmfahnen 80 der
Ausnehmung 128 in der Matrize 72 und die Klemmfahnen 78 der Ausnehmung 104 in der Matrize 68
gegenüberstehen. Nun wird ein Kabel in die Zwinge des Kontaktes 74 eingeführt, dabei begrenzt die
Oberfläche des Halterungsteiles 140 die Eindringtiefe. Wenn die Griffe zusammengedrückt werden,
werden die Matrizen durch die Steuerkurven 34 einander genähert und erfassen die Klemmfahnen der
Kantaktklemme. Da die Matrizen von beiden Seiten auf die Klemme zulaufen, muß diese natürlich frei
verschiebbar gelagert sein, um sich selbst ordnungsgemäß einrichten zu können. Diese freie Verschiebbarkeit ist dadurch gewährleistet, daß das Halterungsteil
in der Bohrung 44 nach oben laufen kann, so daß die Matrize, die die Klemme zuerst erreicht,
in der Lage ist, die Klemme 74 mitzunehmen. Beim Zusammendrücken der Griffe 12, 14 befindet sich
die Klinke 176 im Eingriff mit der Zahnstange 174 und verhindert dadurch, daß die Griffe wieder gespreizt
werden, bevor mit dem Werkzeug ein vollständiger Andrückzyklus ausgeführt worden ist.
Durch Einstellung der Länge des Schraubenbolzens 166 kann die Annäherung der Matrizen aneinander
begrenzt werden, und wenn die Grenzlage erreicht ist, trifft der Bolzen 166 auf die Auslöseplatte 170,
wodurch die Klinke 176 aus der Zahnstange 174 ausgerastet wird, so daß die Griffe wieder gespreizt
werden können und die angedrückte Kontaktklemme herausgezogen werden kann. Die Lage des Halterungsteiles
140 und der Matrizen 66, 68 und 70, 72 bei maximal angenäherten Griffen ist in Fig. 8 dargestellt.
Im vorstehenden ist also ein Krimpwerkzeug für einen eingedrückten Kontakt angegeben worden. Es
wurde ein spezielles Ausführungsbeispiel beschrieben, das natürlich durch einen Fachmann in der
verschiedensten Weise abgewandelt werden kann, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten.
An der Stelle des Laschenteiles 146 kann das Halterungsteil 140 beispielsweise durch Nuten in den Seiten
des zylindrischen Körpers 144 an einer Drehung gehindert werden.
Claims (10)
1. Andrückwerkzeug zur Herstellung lötfreier Verbindungen zwischen einem Leiter und einer
Klemme mit mindestens zwei Andrückelementen, die einander gegenüberstehend in einem mit
einer Bohrung versehenen Matrizenhalter verschiebbar gelagert sind, und mit einer durch
Handgriffe betätigbaren, an den Andrückelemeoten angreifenden Steuerkurvenanordnung, gekennzeichnet
durch ein in der Verschiebungsrichtung der Andrückelemente frei beweglich gelagertes Halterungsteil (140) für die
Klemme.
2. Andrückwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Halterungsteil
mindestens zum Teil in die Bohrung des Matrizenhalters erstreckt und in dieser ein beträchtliches
Spiel hat.
3. Andrückwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Matrizenhalter
zwei Paare einander gegenüberliegender Andrückelemente enthält.
4. Andrückwerkzeug nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Matrizenhalter
mit einem Langloch versehen ist und eine mit dem Langloch in Verbindung stehende Nut aufweist,
die die beidseits der öffnung einander gegenüberstehenden Andrückelemente aufnimmt.
5. Andrückwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das eine Ende eines Andrückelementes mit einer Vertiefung versehen ist, die die Form
zweier paralleler zylindrischer Tröge besitzt, und daß das gegenüberstehende Andrückelement
einen in die Vertiefung passenden Vorsprung aufweist.
6. Andrückwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Halterungsteil aus einem in die Bohrung des Matrizenhalters hineinreichenden, wenigstens
annähernd zylindrischen Teil (144) besteht, das mit Ausnehmungen versehen ist, die
der zu verarbeitenden Klemme angepaßt sind, und daß sich an das zylindrische Teil ein senkrecht
zur Zylinderachse verlaufendes flaches Stück (146) anschließt, das in einer Aussparung geführt
ist, die parallel zur Verschiebungsrichtung der Andrückelemente verläuft.
7. Andrückwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung von
einer lösbaren Scheibe (150) begrenzt wird.
8. Andrückwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Halterungsteil gegen Verdrehungen gesichert ist.
9. Andrückwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschiebungsspielraum des Halterungsteiles durch einen Anschlag (162) begrenzt ist.
10. Andrückwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung im Haltenmgsteil zur Aufnahme der Klemme so geformt ist, daß die Eindringtiefe
der Klemme in das Halterungsteil begrenzt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 933 000, 2 787 925,
753 742, 2 727 416.
USA.-Patentschriften Nr. 2 933 000, 2 787 925,
753 742, 2 727 416.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1136 391.
Deutsches Patent Nr. 1136 391.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
409 708/365 10.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US98672A US3094702A (en) | 1961-03-27 | 1961-03-27 | Crimping tool |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1180019B true DE1180019B (de) | 1964-10-22 |
Family
ID=22270407
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE22613A Pending DE1180019B (de) | 1961-03-27 | 1962-03-27 | Andrueckwerkzeug |
Country Status (4)
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