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Einrichtung zum pneumatischen Fördern von pulverförmigem oder körnigem
Gut Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum pneumatischen Fördern von pulverförmigem
oder körnigem Gut mit hintereinander angeordneten, je eine Eintritts- und eine Austrittsöffnung
für das Fördergut aufweisenden Förderabschnitten, bei der jeder Förderabschnitt
eine in Förderrichtung abfallende, gasdurchlässige Förderrinne mit darunter angeordneter
Füllkammer für ein Druckgas aufweist, das die Rinne durchströmt und das das darüber
befindliche Fördergut fließbar macht, bei der ferner die Förderabschnitte derart
sägezahnförmig aneinanderschließen, daß an der Übergangs stelle zweier Förderabschnitte
im oberen Bereich und am Ende des ersten, das Gut weitergebenden Förderabschnittes
ein Fördergutdurchtrittskanal bzw. eine Überströmkante gebildet wird, und bei der
jede Förderrinne am unteren Ende jedes Förderabschaittes einen kleineren Abschnitt
aufweist, der mit einem höheren Druck als der größere Abschnitt der Förderabschnitte
belüftet wird.
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Eine derartige Fördereinrichtung ist bekannt. Sie weist unter anderem
den Nachteil auf, daß der sich oberhalb der Förderrinne befindende Gasstrom an der
Verbindungsstelle zwischen zwei Abschnitten nicht geführt ist. Dieser strömt vielmehr
an der Oberwand der Förderrinne an der Übergangs stelle zweier Abschnitte vorbei,
ohne diese Stelle zu beeinflussen.
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Bei dieser Anordnung steht der Raum unterhalb der gasdurchlässigen
Verbindungsfläche zwischen der Unterkante eines Förderabschnittes und der benachbarten
Oberkante des sich daran anschließenden Förderabsehnittes unter einem höheren Druck
als die Räume unterhalb der Abschnitte selbst. Hierdurch soll erreicht werden, daß
das pulverförmige oder körnige Gut an der Übergangsstelle gegen die Schwerkraftwirkung
nach oben geblasen wird. Dies bedingt jedoch einen weiteren Nachteil. An der tXbergangsstelle
wird nämlich das stetig geförderte Gut aufgewirbelt, so daß nur ein Teil der aufgewendeten
Energie für die Überwindung des Höhenunterschiedes ge nutzt werden kann.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die der bekannten Einrichtung anhaftenden
Nachteile zu vermeiden und insbesondere eine solche Einrichtung zu schaffen, bei
der unter minimalem Energieaufwand das zu fördernde Gut mit Druckgas an der Übergangsstelle
auf ein höheres Niveau gehoben wird. Hierbei soll das sich schon oberhalb der Förderrinnen
befindende Gas die Anhebung des Fördergutes unterstützen.
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Die Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß
stromaufwärts in einem im Verhältnis zur Gesamtlänge der Förderabschnitte geringen
Abstand von der Übergangsstelle der anein-
anderstoßenden Förderabschnitte entfernt
sowie in einem gewissen Abstand oberhalb der gasdurchlässigen Böden eine Trennwand
vorgesehen ist, die mit den Seitenwänden und dem gasdurchlässigen Boden der Förderabschnitte
eine Durchströmöffnung für das Fördergut bildet.
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Dabei endet die Trennwand unterhalb der Oberwand der Förderabschnitte
und bildet dort zusammen mit der Oberwand und den Seitenwänden der Förderabschnitte
einen Durchtrittskanal für das aus dem Fördergutstrom ausgetretene Gas, das die
Fließbarmachung des Gutes hervorgerufen hat.
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Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß sich die
Trennwand aus einem unteren vertikalen Abschnitt und einem gesonderten, sich mit
einem Teil ihrer Fläche an den vertikalen Abschnitt anlegenden gekrümmten oberen
Ablenkabschnitt zusammensetzt, daß die Abschnitte in Führungen geführt sind und
mittels einer Schraube und einer Spindel in ihrer Lage verstellbar sind, wodurch
die Durchtrittsöffnungen, die sie mit den übrigen Wänden der Förderabschnitte bilden,
in ihrem Querschnitt veränderbar sind. Wenn der Fördergutstrom den kleineren Teil
des Förderabschnittes, der unter erhöhtem Gasdruck steht, erreicht, wird er unter
Wirkung dieses Druckes nach oben geführt und an der konkaven
Seite
der gekrümmten Trennwand in die Horizontale umgelenkt. Da zwischen der Oberwand
und der Trennwand ein Kanal für das oberhalb der Förderrinnen befindliche Druckgas
vorgesehen ist, wird dieser von dem Druckgas wegen der düsenartigen Form des Kanals
unter Beschleunigung durchströmt. Am Ende der Trennwand, wo das oben strömende Druckgas
und das Fördergut wieder miteinander in Berührung kommen, steht das Druckgas infolge
seiner erhöhten Geschwindigkeit unter einem niedrigen statischen Druck. Dies ergibt
einen Sog, der die Aufwärtsförderung des Gutes unterstützt.
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Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß sich die
Trennwand aus einem unteren, geraden Abschnitt und einem oberen, mit dem unter ren
Abschnitt fest verbundenen und schräg nach oben und nach hinten zur Durchströmöffnung
hin gerichteten Abschnitt zusammensetzt, daß die Trennwand in Führungen geführt
ist, die dem geraden Abschnitt eine geringe Neigung nach hinten verleihen, und daß
die Trennwand mittels einer Stellschraube in ihrer Höhenlage verstellbar ist.
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Vorteilhaft ist es auch, daß die aus einem unteren, geraden und einem
oberen, nach hinten geneigten Abschnitt bestehende Trennwand nach hinten geneigt
und in einem gewissen Abstand von der Durchtrittsöffnung und der oberen Wand des
Förderers in diesem angeordnet ist, und daß oberhalb der Trennwand eine mit einem
Scharnier versehene, um eine Welle bewegbare Klappe vorgesehen ist, die über einen
mit einem Gewicht versehenen Hebel verstellbar ist und in ihrer Schließstellung
die Fläche zwischen der Trennwand und der oberen Wand des Förderers ausfüllt. Es
kann also sowohl die Öffnung des Kanals für die Luft bzw. das Gas als auch die Durchtrittsöffnungen
des Fördergutes unterhalb der Unterkante der Trennwand in ihrer Größe verstellt
werden.
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Insbesondere durch Veränderung der Durchtrittsöffnung für das Druckgas
können die Druckverhältnisse zwischen den beiden benachbarten Räumen oberhalb der
Förderabschnitte in weiten Grenzen geregelt werden. Auf diese Weise ist eine Anpassung
an verschiedene Fördergeschwindigkeiten möglich, unter anderem derart, daß die statische
Druckdifferenz an der oberen Kante der Trennwand auf den geförderten Volumenstrom
abgestimmt wird, so daß die Aufwärtsförderung des strömenden Gutes optimal unterstützt
wird.
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Zweckmäßig ist es weiter, daß sich an den letzten Förderabschnitt
ein Standardfiießförderer anschließt, der in seiner Oberwand in der Nähe der Übergabestelle
des Gutes einen Entlüftungsstutzen aufweist.
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Vorteilhaft ist es auch, daß der kleinere Abschnitt der Füllkammer
zur gasdurchlässigen Förderrinne von dem größeren Abschnitt mittels einer zur Förderrichtung
der Rinne quer verlaufenden Wand getrennt ist. in der eine als Drosselstelle für
das Druckgas wirkende Öffnung vorgesehen ist. Auf diese Weise wird bewirkt, daß
der in der kleineren Kammer herrschende Druck größer als der Druck in der größeren
Kammer ist. Um diese Wirkung zu unterstützen, ist es vorteilhaft, daß der kleinere
Abschnitt der Förderrinne eine größere Durchlässigkeit für das fließbarmachende
Gas als der größere Abschnitt hat.
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Dank der sägezahnartigen Aneinanderreihung der Förderabschnitte ist
es möglich, das pulverförmige oder körnige Gut horizontal oder sogar aufwärts zu
fördern. Die Neigung der Förderabschnitte richtet
sich nach den zu fördernden Materialien.
Bei leicht fließbarem Material kann die Neigung 0" oder fast 0 - betragen, so daß
die Abschnitte fast in einer Ebene liegen. Bei Materialien, die einen hohen Beharrungswinkel
besitzen, wenn sie durchlüftet sind, kann diese Neigung bis zu I0 oder sogar 15°
zur Horizontalen betragen.
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Mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Einrichtung wird der Vorteil
erreicht, daß durch einfachste zusätzliche Maßnahmen an der Verbindungsstelle zweier
Förderabschnitte eine wesentliche Einsparung an Energieaufwand zur Anhebung des
Fördergutes auf ein höheres Niveau erzielt wird. Die durch die Trennwände an der
Verbindungsstelle gebildeten Kanäle sind verstellbar, wodurch sich der weitere Vorteil
ergibt, daß sich die Durchtrittsöffnungen der Kanäle für das an der Oberwand entlangströmende
Druckgas und für das Fördergut an die jeweiligen Volumenströme, d. h. an die Fördergeschwindigkeit
der Einrichtung, anpassen lassen.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Ausbildung gemäß der
Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt einer Ausführungsform
des Förderers gemäß der Erfindung, F i g. 2 und 3 Querschnitte gemäß den Linien
2-2 und 3-3 der Fig. 1 F i g. 4 einen Längsschnitt einer abgewandelten Ausführungsform
des neuen Förderers, welcher das Material fördert und anhebt, F i g. 5 eine Teilansicht
einer weiteren abgewandelten Ausführungsform des Förderers, die sich besonders für
eine wirksame Übergabe des Materials von einem Teilabschnitt zum nächsten eignet.
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Die in den F i g. 1 bis 3 veranschaulichte Ausführungsform des Förderers
weist ein geschlossenes Gehäuse 11 mit einem oberen Material-Förderabschnitt 12
und einem unteren Abschnitt 13 in der Form einer die Förderluft aufnehmenden Füllkammer
auf.
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Die Füllkammer 13 ist im Gehäuse 12 in Förderrichtung geneigt angeordnet.
Ihre obere Seite bildet ein gasdurchlässiger Boden 14, der z. B. aus feinem Gespinst
hergestellt ist und der den Boden des Material-Förderabschnittes 12 darstellt. Mehrere
Material-Förderabschnitte 12 sind hintereinander angeordnet.
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Der obere Abschnitt 12 besitzt parallele Seitenwände 15, 16, deren
Höhe in der Richtung des Materialflusses zunimmt, ferner eine Oberwand 17, eine
Endwand 18 am engen oder stromaufwärtigen Ende der Seitenwände, sodann eine stromabwärtige
Endwand 18' sowie eine aufrechte innere Wand 19 am stromabwärtigen Ende jedes Förderabschnittes.
Die Wand 19 weist eine stromabwärtige Öffnung 19 a und einen Überfließrand 19 b
nahe ihrem oberen Ende für den Durchtritt von Material von einem Förderabschnitt
zum nächsten und eine Austragöffnung nahe ihrem unteren Ende auf, die mittels einer
Tür 19c für gewöhnlich geschlossen ist. Die Füllkammern haben Seitenwände 20, 21
etwa gleicher Breite von Ende zu Ende, eine Bodenwand 22 sowie Endwände 23, 24.
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Die unteren Kanten der Seitenwände 15, 16 des Förderabschnitts 12
sind mit seitlichen Flanschen 15a und 16a, die oberen Kanten der Seitenwände der
Füllkammern mit entsprechenden Flanschen 20a und 20b versehen. Die Wand 19 ragt
nach außen über die Seitenwände 15, 16 und nach oben über die Oberwand 17 heraus,
um einen Flansch 25 um die stromabwärtige Öffnung 19a herum zu bilden.
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Beim Zusammenbau des Förderers wird das die gasdurchlässigen Böden
bildende Material mit seinen Kanten zwischen die Flansche der Förderabschnitte 12
und der Füllkammern 13 gebracht, und die Abschnitte, die Kammern sowie das Material
werden dann mittels Bolzen verbunden, welche durch die Flansche und die Randteile
des Materials hindurchgehen. In der Nähe der Endwände 23 und 24 der Füllkammer ist
das Ende des Materials für die gasdurchlässigen Böden befestigt, indem es mit einer
Querleiste 26 verbunden wird, die sich zwischen den Seitenwänden der Kammer erstreckt
und an diesen angebracht ist.
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Am stromaufwärtigen Ende jedes Förderabschnittes, ausgenommen den
ersten Förderabschnitt, hat der obere Abschnitt 12 Flansche 27, die mit den Flanschen
25 zusammenwirken und die mit dem stromaufwärtigen Ende des nächsten Förderabschnittes
eine stromaufwärtige Öffnung 27 a in direkter Verbindung mit der stromabwärtigen
Öffnung 19 a und dem Überfiießrand 19 b bilden.
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Jede Füllkammer 13 ist in eine größere Unterkammer 13 a und eine
kleinere Unterkammer 13 b durch eine Wand 28 unterteilt, die sich quer zur Kammer
nahe ihrer unteren Endwand 24 erstreckt. Jeder gasdurchlässige Boden 14 ist mit
der Oberseite der Wand 28 verbunden, so daß der Förderabschnitt in einen größeren
Bereich 14 a an der stromaufwärtigen Seite der Wand und einen kleineren Bereich
14 b an der stromabwärtigen Seite dieser Wand geteilt wird.
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Der kleineren Unterkammer 13 b wird durch ein Rohr 29 Druckluft zugeführt.
Eine Öffnung 28 a in der Wand 28 läßt die Druckluft aus der kleineren Unterkammer
13 b zur größeren Unterkammer 13 a durchtreten. Die Größe der Öffnung 28 a ist so
bemessen, daß der der größeren Unterkammer 13 a zugeführte Luftstrom eingeschnürt
wird derart, daß die Luft durch den kleineren Förderabschnittsbereich 14 b mit größerer
Geschwindigkeit hindurchtritt als durch den größeren Förderabschnittsbereich 14
a.
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Im Bereich oberhalb der Wand 28 ist im oberen Abschnitt 12 eine Trennwand
30 mit einem im wesentlichen vertikalen Abschnitt 30a angeordnet, der nahe und etwas
stromaufwärts zur Ebene der Wand 28 in an den inneren Flächen der Seitenwände 15
und 16 angeordneten Führungen 31 bewegbar ist. Diese Anordnung des Abschnittes 30a
dient dazu, der durch die kleinere Unterkammer in den Bereich der darüber strömenden
Luft einen bestimmten Strömungsraum zuzuordnen. Der Abschnitt 30a ist mittels einer
entsprechenden Vorrichtung, z. B. der Spindel 32, vertikal verstell- und einstellbar.
Die Wand 30 hat außerdem einen gekrümmten Ablenkabschnitt 30b mit einem im wesentlichen
vertikalen Teil, der ebenfalls in an den Wandungen 15 und 16 angebrachten Führungen
33 bewegbar gelagert ist sowie parallel und nahe den Führungen 31 liegt, um zwischen
den Abschnitten 30a und 30b eine Abdichtung zu schaffen. Der obere Teil des Abschnittes
30b ist zu den fluchtrechten Öffnungen 19 a und 27a hin gekrümmt und vermindert
hierdurch allmählich die Querschnittfläche des durch die Trennwand 30, die Seitenwände
15, 16 und die Wand 19 bestimmten Durchganges. Der gekrümmte ablenkende Abschnitt
30b ist mit Hilfe von Einstellmitteln, z. B. der Schraube 34, vertikal bewegbar.
Die obere Kante des Ablenkabschnittes endet oberhalb des Scheitels der Überfiießkante
19 b und ist für gewöhnlich eine
kurze Strecke von der unteren Fläche der Oberwand
17 entfernt.
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Der Förderer nimmt aus einem Trichter oder Silo 35 durch einen Verbindungsabschnitt
36, in dem ein Zellenrad 36 a angeordnet ist, sowie durch einen Einlaß 37 in der
Oberwand 17 hindurch Material auf.
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Das Material kann jedoch gegebenenfalls auch durch eine Öffnung in
der Endwand 18 hindurch eingespeist werden. Der Förderer gibt das Material beispielsweise
an einen Bunker, einen Fülltrichter, eine Feststoffpumpe oder an einen Standardfließförderer
FC ab, wie veranschaulicht, der mit dem Abgabeauslaß oder der letzten stromabwärtigen
Öffnung 18'a in der stromabwärtigen Endwand 18' in Verbindung steht.
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Die Luft wandert, nachdem sie das Material auf den gasdurchlässigen
Böden durchzogen und durchlüftet hat, durch den Förderer hindurch längs der Oberwand
17 und entweicht am Auslaßende des Förderers durch die Autragöffnung 18'a. Die Luft
streicht über die Oberseiten der Ablenkabschnitte 30b der Trennwände 30 und zwischen
die Abschnitte 30b und die Oberwände 17, wobei die fluchtrechten Öffnungen 19 a
und 27 a durchströmt werden. Die so in den Förderer FC eintretende Luft entweicht
durch eine Entlüftungsöffnung 39 in dessen Oberwand. Werden sehr große Luftmengen
benötigt, z. B. in Förderern außergewöhnlich großer Länge, kann der obere Förderabschnitt
12 an einer oder mehreren Stellen entlüftet werden, wodurch ein gegenläufiger Strom
von Luft und Material verhindert wird.
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Im Betrieb wird das pulverförmige Fördergut aus dem Trichter 35 durch
das Verbindungsstück 36 mit dem Zellenrad 36 a und dem Einlaß 37 in den Förderer
eingeführt, und es fällt auf den gasdurchlässigen Boden 14, wo es infolge der durch
den Boden strömenden Luft fließfähig wird. Das fließbare Material wandert am Boden
durch Schwerkraft entlang und gelangt durch den Durchgang zwischen der unteren Kante
des Abschnittes 30a der Trennwand 30 auf die kleinere Fläche 14 b des Bodens. Der
Abschnitt30a ist normalerweise so eingestellt, daß seine untere Kante etwa auf der
Hälfte der Tiefe der fließbaren Materialschicht auf dem Boden stromaufwärts zur
Abteilung liegt. Der größere Anteil des Luftstromes durch die kleinere Bodenfläche
14 b bewirkt, daß das bereits fließbar gemachte Material darüber in einem erhöhten
Grade entlüftet wird und die Materialmasse eine entsprechende Volumenzunahme erfährt.
Eine weitere Expansion des Materials kann nur in dem sich aufwärts erstreckenden
Durchgang oberhalb des Bereiches 14 b erfolgen, da dieses Material den Druck der
nachrückenden und verhältnismäßig dichten Materialschicht auf der größeren Fläche
14 a des Bodens zum Durchgang unterhalb des Abschnittes 30a hin ausgesetzt ist.
Somit fließt das hochbelüftete Material oberhalb der kleineren Fläche des Bodens
innerhalb des umgrenzten aufrechten Durchganges nach oben. Mittels des Abschnittes
30b der Trennwand 30 wird es abgelenkt und durch den abnehmenden Querschnitt zwischen
den Umgrenzungswänden beschleunigt und veranlaßt, durch die fluchtrechten Öffnungen
19 a und 27 a hindurch auf den nächstfolgenden Gang des gasdurchlässigen Bodens
zu fließen. Hier wiederholt sich das Spiel. Die ablenkenden Abschnitte der Trennwände
30 dienen dazu, das ansteigende Material durch die dort angrenzenden stromabwärtigen
Öffnungen
hindurchzulenken und ein Umherspritzen des Materials in einer rückwärtigen Richtung
zu verhindern. Einem solchen Umherspritzen steht ferner der in derselben Richtung
wie das Material zwischen den Oberwänden und den ablenkenden Abschnitten der Abteilungen
fließende Luftstrom entgegen.
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Im Betrieb bilden sich im Förderer Schichten aus fließbar gemachtem
Material aus, das auf den gasdurchlässigen Boden größere und kleinere Abschnitte
aufbaut, die die Durchgänge oder Öffnungen im Bereich der Trennwände verschließen.
Von Zeit zu Zeit kann es erwünscht sein, den Förderer zu säubern, z. B. wenn eine
andere Materialart befördert werden soll. Zu diesem Zweck wird die Materialzufuhr
vom Zellenrad 36 a her unterbunden und die Luftzufuhr zu den Füllkammern der verschiedenen
Einheiten aufrechterhalten. Wenn der Materialfluß aus den Fördereinheiten nachläßt
und die Materialschicht in den von den Trennwänden 30 und den Seitenwänden gebildeten
Übergabekammern unter die Unterkante des vertikalen Abschnittes 30a absinkt, wodurch
der von der Materialschicht ausgeübte Drucksäuleneffekt nachläßt, werden die vertikalen
Abschnitte 30a der Trennwände 30 herabgelassen, um die wirksamen Öffnungen unter
ihnen zu verkleinern. Nun baut die Materialschicht im Bereich der Öffnung unterhalb
der Trennwand wieder einen Druck zur Unterstützung des Anhebens des Materials in
der Obergabe kammer auf. Reicht dieser Druck zum Anheben nicht voll aus, dann wird
im unteren Bereich der Übergabekammer von der Seite her durch Strahlrohre 40, 40a
Zusatzluft zugeführt.
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Gegebenenfalls kann der Ablenkabschnitt 30b so angeordnet sein, daß
er sich herauf zu und gegen die Oberwand 17 einstellen läßt, um den dazwischen befindlichen
Raum abzusperren. In diesem Falle muß die Luft, die für gewöhnlich durch den Raum
zwischen der Übergabekammer und der Oberwand fließt, abwärts unterhalb der Trennwand
und aufwärts zwischen der Trennwand und der Endwand strömen, um zur Entlüftung 39
zu gelangen. Die Turbulenz- und Fegewirkung, die von der unter der Trennwand hindurch
streichenden Luft hervorgerufen wird, wird dann wirksam, so daß durch den sich aufwärts
erstrebenden Durchgang und die stromabwärtige Öffnung 19 a auch die Reste des Materials
von der kleineren Bodenfläche sowie von dem unteren Bereich der größeren Bodenfläche
mitgerissen werden. Wenn der untere Abschnitt 30a der Ubergabekammer herabgelassen
und somit der darunter befindliche Durchgang verkleinert wird, dann erhöht die sich
hierbei ergebende Geschwindigkeitszunahme der dort eingeschlossenen Luft den Fege-
und Mitreißeffekt.
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Bleiben Materialreste oder schwere Fremdkörper auf der Bodenfläche
der Übergabekammer liegen, dann werden diese durch die Tür 19 c von Hand entfernt.
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Der ablenkende Abschnitt der Trennwände regelt gleichzeitig den Materialstrom
und die Geschwindigkein, mit der die Luft aus dem Förderabschnitt über die Oberseite
des ablenkenden Abschnittes entweicht.
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Die abgewandelte Ausführungsform des Förderers gemäß der F i g. 4
findet Verwendung, wenn das Fördermaterial beim Fördern auf ein höheres Niveau gebracht
werden soll. Dieser Förderer weist ein geschlossenes Gehäuse 41 mit einem oberen
Materialförderabschnitt 42 und einer Füllkammer 43 auf,
deren Oberfläche ein poröser
Boden bildet, der gleichzeitig den Boden des Material-Förderabschnittes darstellt.
Die Füllkammer enthält eine Trennwand 45, welche den porösen Boden 44 in eine größere
Fläche 44a und in eine kleinere Fläche 44b unterteilt, wobei der kleineren Kammer
durch eine Öffnung 46 Druckluft zugeführt wird, die über eine Öffnung in der Trennwand
ebenfalls in die große Kammer der Füllkammer fließt. Eine Teilungswand 47 ist im
Förderabschnitt 42 angrenzend an eine aufrechte innere Wand 48 an dem stromabwärtigen
Ende jedes Bo denganges angeordnet, und das Teilungsorgan hat einen geraden Abschnitt
47a, der in Führungen 49 in einer Stellung angeordnet ist, die gegen die Vertikale
zur Wand 48 leicht geneigt ist, sowie einen oberen geneigten Abschnitt 47 b, der
sich zur Wand 48 hin neigt und querschnittsvermindernd wirkt. Der Abschnitt 47b
wirkt als Ablenker zum Leiten des Materials durch eine stromabwärtige Öffnung 48
a in der Wand 48. Der aufwärts abnehmende, zwischen der Wand 48 und der geneigten
Teilwand gebildete Kanal oder Durchgang erzeugt eine allmähliche Zunahme der Geschwindigkeit
der Luft, die von der kleineren Fläche 44b des Bodens durch den Durchgang hindurch
ansteigt, so daß ohne wesentliche Absonderung des Materials aus der Luft dieses
Gemisch durch die Öffnung 48 a strömt. Die Teilungswand 47 ist mittels einer Stellschraube
50 in Führungen 49 vertikal einstellbar.
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Der gasdurchlässige Boden ist in der Strömungsrichtung des Materials
etwas abwärts geneigt; an den Koppelstellen der Fördereinheiten wird das Material
jedoch stufenweise angehoben. Die Wände 47 regeln gleichzeitig sowohl den Materialfluß
wie auch die Geschwindigkeit des Luftstromes durch den Raum zwischen der Oberseite
der Ablenkabschnitte und der Oberwand des Förderabschnittes, so daß sich der Materialfluß
durch die stromabwärtige Öffnung und den Austragauslaß hindurch sowie die Luftgeschwindigkeit
des durch den Raum zwischen der Oberseite der Ablenkabschnitte und der Oberwand
der Förderabschnittes abhängig voneinander ändern.
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Ebenso wie die Trennwand 30 kann auch die Teilungswand 47 zur Säuberung
des Förderers bis zur Oberwand einen Abschluß bilden, wie es im folgenden an Hand
der F i g. 5 ausführlicher dargestellt ist.
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In der F i g. 5 haben die Bauelemente die gleichen Bezugszeichen
wie in der F i g. 1, jedoch sind in der F i g. 5 die Bezugszeichen noch mit einem
Strich versehen. Der Förderer ist in teilweise aufgeschnittenem Zustand veranschaulicht.
Eine abgewandelte Ausführungsform der Trennwand 30' ist ständig in einer für die
normale Förderung günstigen Stellung festgelegt.
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Oberhalb der Trennwand 30' ist eine Klappe 71, die genügend breit
ist, um zwischen den Seitenwänden 15' und 16' eine Abdichtung zu bilden, mit einem
Scharnier 72 an der Oberwand 17' angebracht. In der Offenstellung liegt die Klappe
an der Oberwand 17' an und erlaubt eine maximale Entlüftung zur stromabwärtigen
Öffnung 19 a'; in der Schließstellung wirkt sie mit der Oberfläche der Trennwand
30' zusammen und verhindert den Durchtritt von Luft durch den Raum zwischen der
Trennwand 30' und der Oberwand des Gehäuses. Die Klappe 71 hat eine Welle 73, die
sich durch das Scharnier 72 hindurcherstreckt und mittels einer Abdichtung durch
die Seitenwand 16' herausragt. Der äußere Teil der Welle 73 ist mit einem mit einem
Gewicht versehenen Hebel 74 ausgestattet,
derart, daß die Klappe
in der Ruhelage offen ist und gegen die Oberwand anliegt.
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Im Betrieb läßt die geöffnete Klappe 71 das Durchströmen der Luft
durch die stromabwärtige Öffnung 19 a' zu, und die gewöhnliche Betriebsweise des
Förderers gleicht der an Hand der Fig. 1 beschriebenen. Soll der Förderer dagegen
vollständig entleert werden, wird der größere Teil des Materials ohne die Zugabe
weiteren Materials entfernt. Ist der Förderer praktisch leer, so wird der Hebel
74 umgelegt und damit die Klappe 71 geschlossen. Die Luft kann nun nicht mehr zwischen
der Oberwand 17' und der Trennwand 30' durchtreten, sondern der gesamte durch die
Bodenfläche 14 a' nach oben gelangende Luftstrom muß durch die Öffnung unterhalb
der Trennwand 30' hindurch und aufwärts durch den Durchgang zwischen der inneren
Wand 19' und der Trennwand 30' hindurchstreichen. Dabei erhöht sich die Luftgeschwindigkeit
durch die Durchgänge hindurch, und alles restliche Material auf der Bodenfläche
14 b' wird weggefegt und mitgerissen und durch die stromabwärtige Öffnung 19 a'
über die Überfiießkante 19 b' weggefegt.
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Die Vorteile einer wahlweisen Begrenzung des gesamten Luftstromes
auf die Öffnung zwischen der Trennwand und dem gasdurchlässigen Boden lassen sich
durch verschiedene andere Ausführungen des Gerätes als jene der Klappe 71 erzielen.
Der obere Ablenkabschnitt 30b (Fig. 1) kann so angeordnet sein, daß er gegen die
Oberwand 17 abschließt, um die Öffnung dort zwischen zu beseitigen, während er die
Berührung mit dem unteren Abschnitt 30a ebenfalls beibehält, ohne den Abstand zwischen
dem Abschnitt 30a und dem gasdurchlässigen Boden 14 zu vergrößern. Die Trennwand
47 (F i g. 4) kann in üblicher Weise verwendet werden, aber mit weniger vorteilhaften
Ergebnissen, da ihr Anheben zum Abschließen gegen die Oberwand die Öffnung zwischen
der Trennwand und dem gasdurchlässigen Boden vergrößert, so daß die Fegegeschwindigkeit
der eingeengten, dort hindurchstreichenden Luft vermindert wird. Ferner kann, wenn
die Öffnung zwischen der unteren Kante der Trennwand und dem gas durch lässigen
Boden einstellbar ist und Mittel zum Schließen der Öffnung zwischen der Trennwand
und der Oberwand vorgesehen sind, die dem gasdurchlässigen Boden benachbarte Öffnung
verkleinert werden, um eine weitere Erhöhung der Geschwindigkeit der dort hindurchgehenden
Luft zu bewirken.
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Wo Mittel, wie z. B. die Klappe 71, vorgesehen sind, um den Luftstrom
zu der dem gasdurchlässigen Boden benachbarten Öffnung zu begrenzen, sind die Strahlrohre
40 und 40a im allgemeinen nicht nötig.