DE1179690B - Verfahren zum nachtraeglichen Verstaerken von Massivdecken mit Hohlraeumen und zum Vorspannen von Massivbauteilen - Google Patents
Verfahren zum nachtraeglichen Verstaerken von Massivdecken mit Hohlraeumen und zum Vorspannen von MassivbauteilenInfo
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- E04G23/02—Repairing, e.g. filling cracks; Restoring; Altering; Enlarging
- E04G23/0218—Increasing or restoring the load-bearing capacity of building construction elements
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
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Description
- Verfahren zum nachträglichen Verstärken von Massivdecken mit Hohlräumen und zum Vorspannen von Massivbauteilen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum nachträglichen Verstärken von Massivdecken, die durchgehende Hohlräume aufweisen. Sie betrifft zugleich ein Verfahren zum Vorspannen von Massivbauteilen schlechthin, das jedoch besonders geeignet ist, im Rahmen des erstgenannten Verfahrens zur nachträglichen Deckenverstärkung angewendet zu werden.
- Zahlreiche mit Tonerdeschmelzzement hergestellte Spannbetondecken sind infolge Nachlassens der Betonfestigkeit einsturzgefährdet und müssen daher verstärkt werden, um ihre ursprüngliche Tragfähigkeit wieder zurückzuerhalten. Dabei handelt es sich meist um Decken mit Füllkörpern in Form von Hohlsteinen, die in der Decke hintereinandergereiht durchgehende Hohlräume ergeben. Auch sonst liegt zuweilen die Aufgabe vor, Massivdecken mit durchgehenden Hohlräumen nachträglich zu verstärken, z. B. wenn später infolge Änderung der Benutzungsart eine höhere Tragfähigkeit als ursprünglich gefordert wird.
- Bisher hat man gefährdete Decken abgestützt oder durch Unterzüge verstärkt, wenn man nicht die Decken überhaupt abgebrochen und durch neue ersetzt hat. Abstützen ist bekanntlich nur ein Notbehelf, um weitere Unfälle zu verhüten. Zur Anbringung von Unterzügen fehlt es gewöhnlich an genügender Raumhöhe. Das Abbrechen und Neuerstellen von Massivdecken erfordert sehr hohe Kosten.
- Ziel der Erfindung ist in erster Linie, ein einfacheres und billigeres als die bisherigen Verstärkungsverfahren zu schaffen, bei dem die Deckenflächen und Fußböden unbeschädigt bleiben und die Räume während der Verstärkung weiter bewohnt werden können. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß in die durchgehenden Hohlräume der Decken zusätzliche Bewehrungsstäbe eingeführt und die Hohlräume mit Beton - vorzugsweise unter Druck - ausgefüllt werden. Dabei kann es sich um eine schlaffe Stahlbewehrung handeln. Ein ähnliches Konstruktionsprinzip ist bisher nur bei Hohlsteindeckenbalken bekanntgeworden.
- Sollen die Decken jedoch vorgespannt werden, so kann das Verstärkungsverfahren erfindungsgemäß dahingehend weiter ausgebildet werden, daß Stahlrohre, die gegen eine druckfeste Füllung vorgespannt sind, einbetoniert und nach dem Erhärten des umgebenden Betons entspannt werden. Die Spannung der Rohre geht dabei in den umgebenden Beton über, und die Decken werden dadurch zu Spannbetondecken. Dieses Verfahren ist für Decken mit großer Spannweite, z. B. über Schulräumen und Ställen, besonders geeignet. Die neue Art des Vorspannens ist aber nicht nur zum Zwecke des nachträglichen Verstärkens von Massivdecken mit durchgehenden Hohlräumen, sondern ganz allgemein bei Massivbauteilen mit Vorteil anwendbar. Dabei werden die vorgespannten Rohre, wie an sich bekannt, in die entsprechenden Bauteile bei deren Herstellung einbetoniert und nach dem Erhärten des Betons entspannt. Die Spannung der Rohre geht in die Bauteile über, wodurch diese zu Spannbetonteilen werden. Zwar ist das Vorspannen von Stahlrohren gegen eine Betonfüllung an sich auch nichts Neues mehr, doch soll bei dem bekannten Verfahren die Widerstandsfähigkeit gegen Längsdruck erhöht, nicht jedoch ein Vorspannglied für Spannbetonteile geschaffen werden.
- Um eine gute Haftung der Rohre im umgebenden Beton zu gewährleisten, empfiehlt es sich, Rohre mit geriffelter Außenfläche zu verwenden. Um das Vorspannen der Stahlrohre gegen ihre Füllung zu er-. leichtern, ist es zweckmäßig, die Rohre vor dem Einfüllen von Zementmörtel innen gleitfähig zu machen. Dies kann z. B. durch Einfetten geschehen. Wenn die Zementmörtelfüllung erhärtet ist, kann das Vorspannen des Rohres beginnen.
- Dabei geht man vorzugsweise so vor, daß ein geölter zylindrischer Spanndorn am Ende des Stahlrohres eingepreßt und gegen das Stahlröhr festgelegt wird.
- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
- F i g. 1 zeigt den Querschnitt durch eine Massivdecke mit Hohlsteinreihen 1 und 2 sowie vorgespannten Tragbalken 3. Die Hohlsteinreihe 1 ist noch unverstärkt. Die kanalartig durchgehenden Hohlräume der Hohlsteinreihen 2 enthalten dagegen bereits die Bewehrung 4 und die Betonfüllung 5.
- F i g. 2 zeigt in schematischer Darstellung den unterbrochenen Längsschnitt durch ein Stahlrohr 6, das vorgespannt werden soll, um als Spannglied eingebaut zu werden. Es ist mit Zementmörtel 7 gefüllt und an dem einen Ende (links) durch einen eingeschweißten Dorn fest, an dem anderen Ende (rechts) durch den zylindrischen Spanndorn 8 lose verschlossen. Die Innenfläche des Rohres ist gleitfähig gemacht; es besteht also keine Haftung zwischen Rohr und Füllung. Das Vorspannen des Rohres geht nun so vor sich, daß das freie Rohrende (rechts) unter Benutzung des Spanndorns 8 als Widerlager angezogen wird, so daß sich eine gegenseitige Verschiebung im Sinne der Richtungspfeile ergibt. Nachdem die erforderliche Vorspannkraft in das Rohr eingetragen ist, wird das Rohrende gegen den Spanndorn festgelegt. In diesem Zustand wird das Rohr einbetoniert. Nach dem Erhärten des umgebenden Betons wird die Verbindung zwischen dem Rohrende und dem Spanndorn wieder gelöst. Dabei überträgt sich die Vorspannung durch Haftkräfte an der Außenfläche des Rohres auf den umgebenden Beton.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum nachträglichen Verstärken von mit durchgehenden Hohlräumen versehenen Massivdecken, dadurch gekennzeichnet, daß in die Hohlräume zusätzliche Bewehrungsstäbe eingeführt und die Hohlräume mit Beton - vorzugsweise unter Druck - ausgefüllt werden.
- 2. Verfahren zum Vorspannen von Massivbauteilen, insbesondere zum nachträglichen Verstärken von mit durchgehenden Hohlräumen versehenen Massivdecken gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Stahlrohre, die gegen eine druckfeste Füllung vorgespannt sind, einbetoniert und nach dem Erhärten des umgebenden Betons entspannt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Stahlrohren mit geriffelter Außenfläche.
- 4. Verfahren zum Vorspannen der beim Verfahren nach Anspruch 2 oder 3 verwendeten Stahlrohre, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlrohre vor dem Einfüllen von Zementmörtel innen - z. B. durch Einfetten - gleitfähig gemacht werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Erhärten der Zementmörtelfüllung ein geölter zylindrischer Spanndorn am Ende des Stahlrohres eingepreßt und gegen das Stahlrohr festgelegt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 522 510, 606 253, 814 045; österreichische Patentschrift Nr. 170 097; Bauplanung - Bautechnik, Heft 5/1961, S. 223 bis 226.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF39010A DE1179690B (de) | 1963-02-13 | 1963-02-13 | Verfahren zum nachtraeglichen Verstaerken von Massivdecken mit Hohlraeumen und zum Vorspannen von Massivbauteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF39010A DE1179690B (de) | 1963-02-13 | 1963-02-13 | Verfahren zum nachtraeglichen Verstaerken von Massivdecken mit Hohlraeumen und zum Vorspannen von Massivbauteilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1179690B true DE1179690B (de) | 1964-10-15 |
Family
ID=7097583
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF39010A Pending DE1179690B (de) | 1963-02-13 | 1963-02-13 | Verfahren zum nachtraeglichen Verstaerken von Massivdecken mit Hohlraeumen und zum Vorspannen von Massivbauteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1179690B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4025070C2 (de) * | 1990-08-08 | 1999-10-14 | Int Intec Patent Holding Ets | Verfahren zum nachträglichen Stabilisieren von Gebäuden und Hilfsmittel zur Durchführung des Verfahrens |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE522510C (de) * | 1931-04-10 | Augustin Mesnager | Druckstab aus einem Stahlrohrmantel und einem Kern aus Beton | |
| DE606253C (de) * | 1933-01-22 | 1934-11-28 | Dominik Drescher | Verfahren zur Herstellung von Hohlsteindeckenbalken |
| DE814045C (de) * | 1950-07-06 | 1951-09-17 | Fritz Schaefer | Deckenhohlstein |
| AT170097B (de) * | 1947-04-18 | 1952-01-10 | August Dipl Ing Umlauf | Verfahren zur Herstellung von Spannbeton, Bewehrung zur Durchführung dieses Verfahrens, nach diesem Verfahren hergestellter Spannbetonkörper und Verfahren zur Zerstörung desselben |
-
1963
- 1963-02-13 DE DEF39010A patent/DE1179690B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE522510C (de) * | 1931-04-10 | Augustin Mesnager | Druckstab aus einem Stahlrohrmantel und einem Kern aus Beton | |
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| DE814045C (de) * | 1950-07-06 | 1951-09-17 | Fritz Schaefer | Deckenhohlstein |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4025070C2 (de) * | 1990-08-08 | 1999-10-14 | Int Intec Patent Holding Ets | Verfahren zum nachträglichen Stabilisieren von Gebäuden und Hilfsmittel zur Durchführung des Verfahrens |
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