[go: up one dir, main page]

DE1178889B - Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen - Google Patents

Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen

Info

Publication number
DE1178889B
DE1178889B DES77301A DES0077301A DE1178889B DE 1178889 B DE1178889 B DE 1178889B DE S77301 A DES77301 A DE S77301A DE S0077301 A DES0077301 A DE S0077301A DE 1178889 B DE1178889 B DE 1178889B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acceleration
sliding
vehicle
signal
difference
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES77301A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Engelhard
Dipl-Ing Friedrich Loeblein
Dipl-Ing Ingmar Neuffer
Dipl-Phys Ingo Pritsching
Dipl-Phys Dr Dieter Stroele
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES77301A priority Critical patent/DE1178889B/de
Publication of DE1178889B publication Critical patent/DE1178889B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
    • B60L3/10Indicating wheel slip ; Correction of wheel slip
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L2200/00Type of vehicles
    • B60L2200/26Rail vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibräder von Schienenfahrzeugen Bei Schienenfahrzeugen soll ein Durchdrehen der Treibräder ohne kraftschlüssiges Abrollen vermieden werden. Man bezeichnet diesen Vorgang beim Anfahren als. Schleudern und beim Bremsen als Gleiten. Dieses kann zustande kommen, wenn die einzelnen Fahr- bzw. Bremsstufen in zu rascher Folge nacheinander eingeschaltet werden, wenn der Reibungskoeffizient zwischen Treibrad und Unterlage durch Fallaub oder Kondenswasserbildung auf der Schienenoberfläche vermindert wird oder durch die bekannte Erscheinung der Achsdruckverlage.rung bei Drehgestellokomotiven. Es besteht nun das Bedürfnis, das Schleudern bzw. Gleiten durch eine Signaleinrichtung im Führerstand zur Anzeige zu bringen. Dieses Signal dient entweder dem Führer dazu, wirksame Gegenmaßnahmen zu treffen oder kann in einer automatischen Steuerung dazu benutzt werden, diese selbsttätig auszulösen.
  • Bei einer Einrichtung dieser Art wird hierzu von je einer Lauf- und einer Treibachse ein Tachodynamo angetrieben und deren Spannungen gegeneinander in Reihe an die Spule eines Relais geschaltet. Bei einem Unterschied zwischen der Drehzahl der Laufachse und der Treibachse, was einem Schleudern bzw. Gleiten der Treibräder gleichkommt, wird das Relais erregt, wodurch dessen Kontakte den Stromkreis des Antriebsmotors unterbrechen.
  • Einrichtungen dieser Art sind jedoch bei vielen modernen Schienenfahrzeugen, wie elektrischen Fern-, Nahverkehrs- und Straßenbahnen sowie Dieseltriebwagen, prinzipiell ungeeignet, da dort ausschließlich Treibachsen vorhanden sind, so daß die tatsächliche Wagengeschwindigkeit im Falle des Schleuderns und des Gleiters auf diese Weise nicht gemessen werden kann. Bei elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen hat man sich daher in der Weise geholfen, daß man das Schleudern und Gleiten indirekt durch Potentialunterschiede in den Stromkreisen der die einzelnen Achsen antreibenden Motoren erfaßt hat. Dieses Verfahren erweist sich als unbrauchbar in den Fällen, in denen in gleicher Weise ein Schleudern bzw. Gleiten aller Räder erfolgt, da dabei ja kein Potentialunterschied auftritt, der ausgewertet werden könnte.
  • Es sind auch schon Einrichtungen bekanntgeworden, die an Stelle des tatsächlichen Beschleunigungswertes von einem konstanten Beschleunigungsgrenzwert ausgehen, bei dem mit Sicherheit Schleudern bzw. Gleiten auftritt. Mit diesem Grenzwert wird die gemessene Radbeschleunigung verglichen und bei Überschreiten des Grenzwertes die Sicherheitseinrichtung betätigt. Die Festlegung dieses empirisch gewonnenen Beschleunigungsgrenzwertes bereitet jedoch naturgemäß Schwierigkeiten, wenn man ihn zur optimalen Ausnutzung der Zugkraft des Fahrzeuges in die Nähe des Wertes legen will, an dem gerade das Schleudern bzw. Gleiten tatsächlich beginnen würde. Je nach Schienenzustand oder Belastung des Triebfahrzeuges ergeben sich wesentlich verschiedene Werte für den festeinstellenden Vergleichswert der Grenzbeschleunigung. Um ein unnötiges Ansprechen der Sicherheitseinrichtungen zu vermeiden, ist man daher bei den bekannten Anordnungen gezwungen, den Grenzwert so zu wählen, daß er um ein Vielfaches über den Wert liegt, bei dem das Schleudern bzw. Gleiten tatsächlich beginnt. Dadurch greifen aber die Sicherheitseinrichtungen prinzipiell erst dann ein, wenn das Schleudern bzw. Gleiten bereits in vollem Gang ist. In der Regel ist dies unerwünscht, da man ja eine fehlerhafte Betriebsweise sobald wie möglich abstellen will.
  • Wie zum Zwecke des Achslastausgleiches bekannt ist, läßt sich die momentane Beschleunigung des Fahrzeuges durch ein Pendel messen, dessen Maße entweder durch feste Körper oder durch eine Flüssigkeit gebildet wird. Für die durch die Erfindung zu lösende Aufgabe kommt es jedoch nicht nur auf die Messung der Fahrzeugbeschleunigung an, sondern auf das Zeitintegral ihres Unterschiedes gegenüber der Radbeschleunigung. Nur dadurch wird es möglich, eindeutig den Beginn und das Ende des Schleuderns bzw. Gleiters festzustellen und dann entsprechend die Sicherheitseinrichtungen einfallen zu lassen, so daß es einmal gar nicht erst zu überhöhten Schleuderdrehzahlen kommen kann und zum anderen es möglich wird, unabhängig vom Schienenzustand und der Belastung des Fahrzeuges das jeweils maximal mögliche Antriebs- und Bremsmoment auszunutzen.
  • Die Erfindung bezieht sich daher auf ein Verfahren zur Erfassung des Schleuderns oder Gleitens der Treibräder bei laufachsenlosen Schienentriebfahrzeugen, wobei der Bewegungszustand der angetriebenen Räder sowie der des Fahrzeuges gemessen und miteinander verglichen werden und daraus ein Signal abgeleitet wird, das für die Dauer des Schleuderns bzw. Gleitens anhält. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigung der angetriebenen Räder sowie des Fahrzeuges e.rfaßt werden und daß der Beginn des Schleuder- bzw. Gleitsignals durch das Auftreten eines Unterschiedes zwischen den Beschleunigungen von Treibrad und Fahrzeug und das Ende desselben durch das Verschwinden des Zeitintegrals des Beschleunigungsunterschiedes bestimmt ist.
  • Durch die Integration des Unterschiedes zwischen der Beschleunigung des oder der Treibräder und der des Fahrzeugs, wobei letztere direkt aus der linearen Geschwindigkeitsänderung des Fahrzeugs gewonnen wird, ist es möglich, ein eindeutiges Kriterium für das Auftreten von Schleudern oder Gleiten zu erhalten. Da ein durch Integration gewonnenes Signal sich prinzipiell durch eine endliche Anstiegsgeschwindigkeit auszeichnet, wird vorgeschlagen, den Beginn des Schleuderns bzw. Gleitens durch ein dem Beschleunigungsunterschied selbst entsprechendes Signal zur Anzeige zu bringen und zur Bestimmung der Beendigung des Schleuder- oder Gleitvorganges das Verschwinden des Zeitintegrals des Beschleunigungsunterschiedes auszuwerten. Man erreicht dadurch zu Beginn des Schleuderns bzw. Gleitens größere Signalamplituden, was insbesondere dann von Wichtigkeit ist, wenn das Schleuder- bzw. Gleitsignal nicht nur zur Anzeige des Schleuderns bzw. Gleitens an sich dient, . sondern von nachgeschalteten Stellgliedern in einer selbsttätig arbeitenden Schleuderschutzeinrichtung im Sinne einer schnellen Behebung des Schleuderns bzw. Gleitens verarbeitet werden muß.
  • Das Wesen der Erfindung soll im folgenden an einer nur als Beispiel zu wertenden Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert werden, wozu auf die Zeichnung Bezug genommen wird.
  • Ein mit dem zu überwachenden Treibrad 1 mechanisch gekuppelter Tachodynamo 2 liefert eine der Radgeschwindigkeit v, proportionale Spannung an ein Differenzierglied, dessen Übergangsfunktion in dem mit 3 bezeichneten Kästchen dargestellt ist, so daß am Ausgang desselben eine der Radbeschleunigung proportionale Größe auftritt. An Stelle des dargestellten, aus Tachodynamo 2 und Differenzierglied 3 bestehenden Beschleunigungsgebers kann auch ein Drehbeschleunigungsgeber verwendet werden, der mit der entsprechenden Treibachse mechanisch gekuppelt ist. Zur Messung der Wagenbeschleunigung wird ein linearer Beschleunigungsmesser 4 verwendet. Dieser kann ein seismisches System enthalten, das auf jede in seine empfindliche Achse fallende Beschleunigung anspricht. Derärtige unter Anwendung des Trägheitsgesetzes arbeitende Beschleunigungsgeber sind an sich bekannt. Die gemessenen Werte der Wagenbeschleunigung b" und der Radbeschleunigung b, werden laufend in einer durch einen Kreis dargestellten Vergleichseinrichtung 5 miteinander verglichen. Das Ergebnis dieses Vergleichs wird über einen Schwellwertfühler 6 an den einen Eingang eines Oder-Gatters 7 gegeben. Unter einem Schwellwertfühler wird ein Glied verstanden, dessen Ausgangsspannung nur dreier Werte fähig ist. In dem den Schwellwertfühler 6 darstellenden Kästchen ist dessen statische Kennlinie, das heißt die Ausgangsgröße -, als Funktion der Eingangsgröße F dargestellt. Man erkennt daraus, daß eine von der Richtung der Eingangsgröße abhängige Ausgangsgröße _z auftritt, sobald F eine gewisse Schwelle überschreitet. Auf diese Weise können kleine Schwankungen der Eingangsgröße, deren Ursache meist nicht definiert werden kann und die in ihrer Auswirkung nicht berücksichtigt zu werden brauchen, unterdrückt und so eine Beruhigung in der Betriebsweise der gesamten Anordnung erzielt werden.
  • Das Ergebnis des Beschleunigungsvergleichs wird außerdem noch einem Integrator 8 zugeführt, der beispielsweise aus einem kapazitiv gegengekoppelten elektronischen Verstärker bestehen kann und dessen Ausgangsspannung in ihrem zeitlichen Verhalten nach plötzlichem Anlegen einer konstanten Eingangsspannung (Übergangsfunktion) in dem betreffenden Kästchen angedeutet ist. Der Ausgang des Integrators 8 ist über einen weiteren Schwellwertfühler 9 auf den anderen Eingang des Oder-Gatters 7 geführt. Ein Oder-Gatter besitzt bekanntlich mehrere Eingänge und einen Ausgang und liefert nur dann ein Ausgangssignal, wenn an irgendeinem seiner Eingänge ein Signal ansteht. Das Ausgangssignal S des Oder-Gatters bewirkt das Anlaufen des Integrators $, zum Beispiel auf die Weise, daß es ein Schaltglied 10 betätigt, wodurch der Integrator 8 an seine Stromversorgung 11 angeschaltet wird.
  • F i g. 2 soll verdeutlichen, wie und an welchen Stellen des Fahrzeugs die Beschleunigungen gemessen werden können. Der lineare Beschleunigungseber 4 kann grundsätzlich an jeder beliebigen Stelle des Fahrzeugs angebracht werden. Zur Vermeidung des störenden Einflusses der beim Fahren auftretenden Nickschwingungen wird es sich jedoch empfahlen, ihn z. B. in der Nähe des Fahrzeugschwerpunktes, also etwa in der Mitte des Fahrzeugs, anzubringen.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise der Einrichtung nach F i g. 1 sei auf die Diagramme gmiä.ß F i g. 3 und 4 verwiesen. F i g. 3 stellt die Radgeschwindigkeit v, und die Wagengeschwindigkeit v" als Funktion der Zeit für Anfahr-, Fahr- und Brenisbexrieb dar, F i g. 4 die zugehörigen Werte der Radbeschleunigung b, und der Wagenbeschleunigung b, Der Maßsaab der Zeitachse ist für beide Diagrarmt derselbe. Bis zum Zeitpunkt t1 wird zunächst mit stetig wachsender Geschwindigkeit, also konstanter Beschleunigung angefahren. Von diesem Moment beginnt das betrachtete angetriebene Rad infolge der eingangs erwähnten Einflüsse zu schleudern, d. h., die Radgeschwindigkeit und die Radbeschleunigung werden größer als die Wagengeschwindigkeit bzw. die Wagenbeschleunigung. Der Unterschied in den bei= den Beschleunigungen verursacht über den Schellwertfühler 6 am Ausgang das Schleudersignal S, welches seinerseits den Integrator 8 in Tätigkeit setzt, so daß etwa ab dem Zeitpunkt t, der Beschleuajgungsunterschied integriert wird. Auf das Signal S hin wird entweder selbsttätig oder dure4 ent" sprechende Betätigung des Fahrzeugführers außerdem die Schleuderschutzennrich tung eingeschaltet, die ungefähr zur Zeit t. wirksam wird und die Geschwindigkeit des angetriebenen Rades so lange verringert, bis sie mit der des Wagens wieder übereinstimmt, das Schleudern also beendet ist. Dies ist dann der Fall, wenn das Zeitintegral des Unterschiedes von Wagenbeschleunigung und Radbeschleunigung verschwindet oder, wie aus F i g. 4 deutlich wird, wenn die gestrichelten Flächen F1 und F2 einander gleich sind. Dann liegt an keinem der beiden Eingänge des Oder-Gatters 7 eine Spannung, so daß das Schleudersignal S verschwindet. Für das Gleiten beim Bremsvorgang, das zum Zeitpunkt t. beginnen soll, gelten die geschilderten Verhältnisse in analoger Weise.
  • Die Betrachtung der Punkte A und Bin F i g. 4, bei denen die Beschleunigungen zwar angenähert gleich, die Geschwindigkeiten jedoch verschieden sind, zeigt, daß es nicht ausreicht, den Unterschied in der Beschleunigung auszuwerten, sondern daß vielmehr allein dessen Zeitintegral ein eindeutiges Kriterium dafür ist, daß wieder Übereinstimmung zwischen der Wagengeschwindigkeit v", und der Radgeschwindigkeit v, herrscht.
  • Es kann sich fernerhin als zweckmäßig erweisen, das am Ausgang des Integrators 8 verfügbare Signal S' als Maß für die Größe des Unterschiedes von Wagengeschwindigkeit vw und Treibradgeschwindigkeit vr zu verwenden. Damit kann der Schleudervorgang auch quantitativ erfaßt worden. Dies kann z. B. von Bedeutung sein, wenn gefordert wird, daß die Schleuderschutzeinrichtung erst bei Erreichen eines bestimmten Wertes des Unterschiedes vorgenannter Geschwindigkeiten wirksam werden soll.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Erfassung des Schleuderns oder Gleitens der Treibräder bei laufachsenlosen Schienentriebfahrzeugen, wobei der Bewegungszustand der angetriebenen Räder sowie der des Fahrzeuges gemessen und miteinander verglichen werden und daraus ein Signal abgeleitet wird, das für die Dauer des Schleuderns bzw. Gleitens anhält, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigung der angetriebenen Räder sowie des Fahrzeuges erfaßt werden und daß der Beginn des Schleuder- bzw. Gleitsignals durch das Auftreten eines Unterschiedes zwischen den Beschleunigungen von Treibrad und Fahrzeug und das Ende desselben durch das Verschwinden des Zeitintegrals des Beschleunigungsunterschiedes bestimmt ist.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Meßwertgeber für die Radbeschleunigung und einen Meßwertgeber für die lineare Beschleunigung und einen Meßwertgeber für die lineare Beschleunigung des Fahrzeugs, wobei die Ausgangsgrößen beider Meßwertgeber in Vergleich zueinander gesetzt sind und der Beschleunigungsunterschied einerseits direkt an den einen Eingang eines Oder-Gatters und andererseits über einen Integrator an dem anderen Eingang desselben Oder-Gatters geführt ist, so daß am Ausgang des Oder-Gatters das Schleuder-bzw. Gleitsignal abnehmbar ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß den beiden Eingängen des Oder-Gatters Schwellwertfühler mit Dreipunktcharakteristik vorgeschaltet sind.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Ausgangssignal des Oder-Gatters betätigtes Schaltglied zur Freigabe des Integrators vorgesehen ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 2 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Ausgang des Integrators ein Signal (S') abgenommen ist zur quantitativen Anzeige oder Auswertung des jeweils vorliegenden Unterschiedes von Treibradgeschwindigkent und Wagengeschwindigkeit.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 2 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßwertgeber für die Treibradbeschleunigung aus einem vom Treibrad angetriebenen Tachodynamo besteht, dessen Ausgangsgröße über ein Differenzierglied geführt ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 2 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Beschleunigungsgeber für die Wagengeschwindigkeit ein linearer Beschleunigungsmesser nach dem Trägh$itsprinzip ist, der ein seismisches System enthält. B. Einrichtung nach Anspruch 2 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Integrator ein kapazitiv gegengekoppelter elektronischer Verstärker ist, in dessen Stromversorgung ein Schaltglied (10) liegt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 866 657, 239 324, 691413; deutsche Auslegeschriften Nr. 1039 557, 1046 089; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1805194.
DES77301A 1961-12-27 1961-12-27 Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen Pending DE1178889B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES77301A DE1178889B (de) 1961-12-27 1961-12-27 Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES77301A DE1178889B (de) 1961-12-27 1961-12-27 Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1178889B true DE1178889B (de) 1964-10-01

Family

ID=7506720

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES77301A Pending DE1178889B (de) 1961-12-27 1961-12-27 Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1178889B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2531032A1 (de) * 1975-06-13 1976-12-30 Bbc Brown Boveri & Cie Schlupfmess- und schleuderschutzvorrichtung fuer eine lokomotive
US6192736B1 (en) * 1998-09-23 2001-02-27 Diversified Metal Fabricators, Inc. Tribometer for testing the efficiency of lubrication upon a railroad track surface

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE239324C (de) *
DE691413C (de) * 1936-08-20 1940-05-25 Siemens Schuckertwerke Akt Ges snutzung der Radhaftung
DE866657C (de) * 1951-04-04 1953-02-12 Deutsche Bundesbahn Schleuder- und Blockiermeldegeraet, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge
DE1039557B (de) * 1956-05-26 1958-09-25 Bbc Brown Boveri & Cie Schaltung zur Anzeige des Durchgehens eines einzelnen Elektromotors, insbesondere desSchleuderns von Fahrmotoren bei Einzelachs- oder Mehrachsantrieb von Fahrzeugen
DE1046089B (de) * 1957-08-01 1958-12-11 Berliner Verkehrs Betr E Bvg Selbsttaetige, unter dem Einfluss eines Beschleunigungswaechters stehende Steuerung fuer elektrische Triebfahrzeuge
DE1805194U (de) * 1957-11-19 1960-02-04 Deuta Werke Gmbh Geraet zur selbsttaetigen ausloesung von schaltvorgaengen beim ueberschreiten eines bestimmten wertes der zeitlichen aenderung einer physikalischen groesse, vorzugsweise drehzahl, insbesondere zur beeinflussung von schleudervorgaengen bei schienent

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE239324C (de) *
DE691413C (de) * 1936-08-20 1940-05-25 Siemens Schuckertwerke Akt Ges snutzung der Radhaftung
DE866657C (de) * 1951-04-04 1953-02-12 Deutsche Bundesbahn Schleuder- und Blockiermeldegeraet, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge
DE1039557B (de) * 1956-05-26 1958-09-25 Bbc Brown Boveri & Cie Schaltung zur Anzeige des Durchgehens eines einzelnen Elektromotors, insbesondere desSchleuderns von Fahrmotoren bei Einzelachs- oder Mehrachsantrieb von Fahrzeugen
DE1046089B (de) * 1957-08-01 1958-12-11 Berliner Verkehrs Betr E Bvg Selbsttaetige, unter dem Einfluss eines Beschleunigungswaechters stehende Steuerung fuer elektrische Triebfahrzeuge
DE1805194U (de) * 1957-11-19 1960-02-04 Deuta Werke Gmbh Geraet zur selbsttaetigen ausloesung von schaltvorgaengen beim ueberschreiten eines bestimmten wertes der zeitlichen aenderung einer physikalischen groesse, vorzugsweise drehzahl, insbesondere zur beeinflussung von schleudervorgaengen bei schienent

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2531032A1 (de) * 1975-06-13 1976-12-30 Bbc Brown Boveri & Cie Schlupfmess- und schleuderschutzvorrichtung fuer eine lokomotive
US6192736B1 (en) * 1998-09-23 2001-02-27 Diversified Metal Fabricators, Inc. Tribometer for testing the efficiency of lubrication upon a railroad track surface

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT404112B (de) Verfahren zur regelung des antriebsschlupfs eines kraftfahrzeugs
DE3644139C2 (de)
CH625472A5 (de)
DE3545546C1 (de) Einrichtung zur Vortriebsregelung von Fahrzeugen
DE1956398C3 (de) Einrichtung zum Steuern und Regeln des Bremsvorganges eines Fahrzeuges, insbesondere eines Schienenfahrzeuges
EP0376984A1 (de) Verfahren zur erzeugung eines eine kurvenfahrt anzeigenden signales.
EP0720538A1 (de) Verfahren zur regelung der antriebs- und/oder bremskraft der räder eines fahrzeuges auf optimalen kraftschluss
DE10103853B4 (de) Verfahren zur Ansteuerung einer Warnlampe bei einem Antiblockiersystem für Strassenfahrzeuge
EP0141157A1 (de) Schlupfbegrenzungsregelung für Schienenfahrzeuge
DE2436231C3 (de) Elektrische Steuerschaltung für eine blockiergeschützte Fahrzeugbremsanlage
DE1919929A1 (de) Einrichtung zum Erkennen des Schlupfs von Fahrzeugraedern
EP0436587B1 (de) Antiblockierregelsystem
DE2353094C2 (de) Überwachungs- und Schutzschaltung für eine blockiergeschützte Bremsanlage
DE3011541C2 (de) Anordnung zur Erfassung des Schleuderns oder Gleitens der Räder von laufachsenlosen Schienentriebfahrzeugen
DE1178889B (de) Verfahren zur Erfassung des Schleuderns und Gleitens der Treibraeder von Schienenfahrzeugen
WO1994001310A1 (de) Antriebsschlupfregelsystem
DE102004039151A1 (de) Brake-Performance-Üerwachung
DE3913059A1 (de) Regelsystem
DE1170994B (de) Einrichtung zur Erfassung des Schleuderns oder Gleitens
DE3440536A1 (de) Anordnung zur erfassung des schleuderns oder gleitens der raeder von laufachsenlosen schienentriebfahrzeugen
DE2942442C2 (de) Überwachungseinrichtung für Drehzahlgeber
DE1605342B2 (de) Steuereinrichtung fuer eine gleisbremse
DE3837909C1 (en) Method and arrangement for measuring speed and displacement in the case of motive power (tractive) units providing total adhesion
DE2447577C3 (de) Schaltung zur Verhinderung des Schlüpfens der Achsen von mehrmotorigen elektrischen Triebfahrzeugen
DE19539652A1 (de) Verfahren zur verschleißorientierten Kraftschlußregelung mit variablem Arbeitsintervall für Triebfahrzeuge mit stromrichtergespeisten Fahrmotoren