DE1178041B - Vorrichtung zum Entschaeumen von Fluessigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zum Entschaeumen von FluessigkeitenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D19/00—Degasification of liquids
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-
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: B Ol d
Deutsche Kl.: 12 e-3/10
Nummer: 1178 041
Aktenzeichen:* W 25690 IVc/12 e
Anmeldetag: 26. Mai 1959
Auslegetag: 17. September 1964
Die Schaumbildung ist in vielen Fällen nicht er- , wünscht, beispielsweise bei dem Auftragen von Überzügen
auf Papier. Hierbei werden gewöhnlich Überzugsmassen verwendet, die im wesentlichen aus
Wasser, Pigment und Klebemittel bestehen. Die verwendeten Leime, z.B. Kasein und Stärke, wirken
als Schutzkolloide oder Schaumstabilisierungsmittel, so daß es praktisch unmöglich ist, eine Überzugsmasse
dieser Art für Papier herzustellen, die völlig fei von Schaum oder eingeschlossenen Luft- oder ίο
Gasblasen ist.
Schaum erhöht die Viskosität von Flüssigkeiten und beeinträchtigt ihre Fließeigenschaften, so daß sie
nicht so gut wie schaumfreie Flüssigkeiten gepumpt werden oder sich ausbreiten können. Schaum, der in
der trocknenden Schicht der auf dem Papier befindlichen Überzugsmasse anwesend ist, verursacht
Löcher, Vertiefungen und Dellen und beeinträchtigt die Qualität des bestrichenen Papiers.
Zwar werden Antischaummittel fast überall in Papierüberzugsmassen verwendet, die die Schaummenge
verringern, sie jedoch nicht völlig beseitigen können. Außerdem erhöhen Antischaummittel merklich
die Kosten, und ihre Verwendung gibt manchmal Anlaß zu Fehlern in dem bestrichenen Papier, z. B.
zu sogenannten ölflecken oder Fischaugen.
Die Verwendung von Antischaummitteln ist überflüssig,
wenn eine Vorrichtung zum Entschäumen von Flüssigkeiten unter Vakuum, bestehend aus einem
aufrecht stehenden, zylindrischen, Zu- und Ableitengen enthaltenden Behälter mit senkrechter WeUe und
daraufsitzenden schaufeiförmigen Rührbläfctern sowie Gegenblättern an der Behälterinnenwand mit Einrichtungen
für die selbsttätige Einstellung des Flüssigkeitsspiegels und einer zu einer Vakuumpumpe
führenden Leitung verwendet, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß die umlaufenden
Rühr- und/oder die feststehenden Gegenblätter derart angeordnet sind, daß sie parallel und mit Abstand
zu einer durch die Behälterachse gelegten, senkrechten Ebene verlaufen und dabei eine Scherwirkung
hervorrufen.
Fig. 1 zeigt einen vertikalen Schnitt, teilweise im Aufriß, des Behälters mit den Zu- und Ableitungen;
Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie 2-2
der Fig. 1.
Zur Veränderung des Flüssigkeitsflusses und Aufrechterhaltung des Flüssigkeitsspiegels in der Vorrichtung
und zur Regulierung des Vakuums sind die üblichen Vorrichtungen vorhanden, die in den Zeichnungen
jedoch weggelassen sind. Zum Beispiel arbeitet eine Vorrichtung zur Feststellung des Flüssig-Vorrichtung
zum Entschäumen von Flüssigkeiten
Anmelder:
S. D. Warren Company, Boston, Mass. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Chem. Dr. jur. W. Beil und A. Hoeppener,
Rechtsanwälte,
Frankfurt/M.-Höchst, Antoniterstr. 36
Als Erfinder benannt:
Gilbert Forrester, Westbrook, Me. (V. St. A.) - -
keitsspiegels durch Messen der Änderung der elektrischen Kapazität zufriedenstellend.
In der Zeichnung ist 1 ein vertikal angeordneter, zylindrischer Behälter mit einem Durchmesser von
30 bis 45 cm und einer Höhe von 1,20 bis 1,80 m. Die Höhe soll im allgemeinen das mehrfache des
Durchmessers, z, B. das drei- bis sechs^ oder mehrfache
betragen.
Der Behälter 1 ist mit einem flachen Deckel 2 versehen,
der einen gasdichten Abschluß bildet und an ihm mittels der Flanschen 3,3, befestigt ist. Der
Deckel 2 ist mit einer Öffnung für das mit einem Ventil versehene Rohr 4, durch: das die zu entschäumende
Flüssigkeit in den Behalte 1 eingeführt
wird, einer zweiten öffmung für das Rohr 5, durch das Luft aus dem Behälter 1 abgesaugt wird und
einer dritten; Öffnung versehen, durch die die
rotierende Welle 6 hindurchfühlt. Die Welle 6 wird durch die Scheibe 7 und den Antriebsriemen 8 angetrieben.
Das Rohr 4 entlädt seinen Inhalt gegen eine Prail·-
platte 9. Dies- ist an sieb nicht notwendig, ist jedoch
zur Verteilung des Flüssigkeitsstooms von Nutzen.
Der untere Teil des. Behälters 1 ist durch einen trichterförmigen Bodenteil Ift geschlossen, der durch
die Flanschen 11,11 an dem Behälter befestigt ist. Der Trichter 10 besteht aus einem oberen konischen
Teil 12 und dem unteren zylindrischen Teil 13, der an
seinem unteren Ende durch den Verschluß 14 geschlossen wird. Das- untere Ende des zylindrischen
Teils 13 des Trichters. 1Θ ist mit einem Auslaßrohr 15
für die entlüftete bzw. entschäumte Flüssigkeit, deren Bewegung durch die Pumpe 16 beschleunigt wird,
verbunden. Das Rohr 5 ist mit der Vakuumpumpe 17 verbunden.
Die Wand des Behälters 1 hat sich nach kmen erstreckende,
in Abstand voneinander angeordnete stationäre Schaufehl 18, die an ihrem äußeren Ende
an der Wandung des Tanks befestigt sind.
409 687/263
Die Blätter 18 können an der Wandung des Behälters in vielfältiger Weise angeordnet werden, d. h.
sie können unregelmäßig oder in einer gekrümmten Reihe angeordnet sein, die sich in Längsrichtung und
entlang der Wandung des Behälters erstreckt, oder sie können nach einem anderen Schema verteilt sein,
solange sie nur die Einführung und Entfernung der Welle 6 mit ihren Blättern 19 und die Drehung der
Welle und Blätter zulassen und durch ihre Anordnung mit den sich drehenden Blätter eine Scherwirkung
hervorrufen. Jedes Blatt 18 hat eine vertikal angeordnete flache Oberfläche und ist so vertikal angeordnet,
daß ein Zwischenraum von vorzugsweise 0,25 bis 12,7 mm bei Behandlung mittlerer bis niedrig
viskose Flüssigkeiten und bis zu etwa 18,1 mm für stark viskose Flüssigkeiten zwischen seinem oberen
Rand und den Rändern der rotierenden Schaufeln 19 besteht. Ein Zwischenraum von 5,1mm bis 6,4 mm
reicht aus, um Flüssigkeiten zu behändem, deren Viskosität zwischen der des Wassers und der höchstmöglichen
Viskosität, bei der die Pumpe noch arbeitet, liegt. Es ist natürlich für stärker viskose Flüssigkeiten
mehr Energie erforderlich. Die Blätter 18 sind in der Zeichnung in zwei gegenüberliegenden vertikalen
Reihen angeordnet. Jedes Blatt hat zweckmäßig eine Breite von etwa 2,54 bis 3,8 cm (vertikale
Dimension), eine entsprechende Dicke, die stark genug und starr ist. Ihr einwärts gelegenes Ende befindet
sich in einer angemessenen Entfernung von der Welle 6, z. B. 1,2 cm.
Die Blätter 19 entsprechen den Blättern 18 und führen von der Welle 6 nach auswärts bis zu einem
Zwischenraum von der Wandung des Behälters 1 von etwa 1,2 cm. Die Schaufeln 19 können um die Welle 6
entsprechend der Anordnung der Schaufeln 18 auf vielfältige Weise angeordnet sein. In der Zeichnung
sind sie in zwei gegenüberliegenden vertikalen Reihen angeordnet. Um plötzliche Änderungen des hydraulischen
Widerstandes, bedingt durch gleichzeitiges Hinweggleiten der rotierenden Blätter 19 über die
stationären Blätter 18 zu vermeiden, sind die rotierenden Blätter und/oder die stationären Blätter um ihre
Längsachse verdreht angeordnet. In der Zeichnung führen die Blätter 19 nach auswärts in parallelen
Ebenen tangential zur Welle 6. Die Blätter drehen sich, wie in F i g. 2 gezeigt, entgegen dem Uhrzeigersinn.
Die Blätter 18 führen von der Wandung des Gefäßes 1 in parallelen Ebenen tangential zur Welle 6
nach einwärts. Entweder können die Blätter 18 radial von der Wandung des Gefäßes 1 in Richtung auf die
Achse desselben angeordnet sein, oder die Blätter 19 können sich radial von der Welle 6 auswärts in Richtung
auf die Gefäßwandung erstrecken, um eine Scherwirkung zu erzielen, vorausgesetzt, daß die
andere Gruppe nicht radial angeordnet ist.
Auf dem unteren Teil der Welle 6 innerhalb des zylindrischen Teils 13 des Trichters 10 befindet sich
eine Schnecke 20. Diese Schnecke paßt in den zylindrischen Fortsatz 13 (der Zwischenraum beträgt etwa
6,3 mm) und dient dazu, schweres Material oder Klumpen zum Auslaßrohr 15 und zur Pumpe 16 zu
transportieren.
Oberhalb der auf der Welle 6 befindlichen Schnecke 20 innerhalb des konischen Teils 12 des
Trichters 10 hat die Welle 6 die beiden Flügel 21. Diese Flügel sind so angeordnet, daß ihre unteren
Ränder dicht an der Oberfläche des Teils 12 des Trichters 10 zu liegen kommen und ihre äußeren
Endstücke sich dicht bei der zylindrischen Seitenwand des Tanks 1 befindet, so daß jede wesentliche
Anhäufung von Feststoffen auf diesen Oberflächen vermieden wird. Diese Flügel 21 sind winklig zu dem
von der Achse zur Seitenwand des Gefäßes 1 verlaufenden Radius angeordnet, so daß ihre äußeren
Enden den inneren Enden vorauseilen, wenn sie sich drehen und das von der Oberfläche des konischen
Teils 12 abgekratzte Material nach innen und abwärts zur Schnecke 20 führen.
Beim Betrieb der Vorrichtung wird der Flüssigkeitsspiegel im Gefäß 1 zweckmäßig um ein kurzes
Stück etwa 25,4 cm unter den zuoberst angeordneten rotierenden Blatt gehalten. Die Blätter werden mit
einer Geschwindigkeit von z.B. 120 bis 150U/min gedreht. Das Vakuum beträgt etwa 65 bis 70,1 cm Hg.
Die Fließgeschwindigkeit der zu entlüftenden Flüssigkeit durch den Behälter 1 kann innerhalb eines weiten
Bereiches variieren. Sie kann sehr groß sein, da die Entlüftung fast augenblicklich eintritt. Die Fließgeschwindigkeit ist nur durch die Kapazität der zum
Transport der Flüssigkeit benutzten Rohre und Ventile der Vakuumpumpe begrenzt. Die Wände der
Schaumblasen werden durch die Einwirkung der rotierenden Blätter 19 zerrissen, während die Blasen
sich infolge des Eintritts in den unter verringertem Druck stehenden Behälter 1 vergrößern. Ein Überfließen
des Schaums von dem Behälter 1 in die Vakuumpumpe 17 muß verhindert werden. Die Höhe
der Flüssigkeit in dem Behälter 1 wird so gehalten, daß sie zusätzlich mit der Höhe des noch nicht zerrissenen
Schaums unter der Höhe des obersten rotierenden Blattes 19 liegt.
Bei Papierüberzugsmassen, die hinsichtlich der Viskosität und der Zähigkeit ihres Schaums sehr
unterschiedlich sind, liegt Durchsatzgeschwindigkeit der Flüssigkeit durch einen Behälter mit einer Gesamtkapazität
von etwa 113,71 zwischen etwa 56,85 und etwa 130,25 l/min liegt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Entschäumen von Flüssigkeiten unter Vakuum, bestehend aus einem senkrecht stehenden, zylindrischen, Zu- und Ableitungen enthaltenden Behälter mit senkrechter Welle und daraufsitzenden schaufeiförmigen Rührblättern sowie Gegenblättern an der Behälterinnenwand, mit Einrichtungen für die selbsttätige Einstellung des Flüssigkeitsspiegels und einer zu einer Vakuumpumpe führenden Leitung, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufenden Rührblätter (19) und/oder die feststehenden Gegenblätter (18) derart angeordnet sind, daß ihre Längsachsen parallel und mit Abstand zu einer durch die Behälterachse gelegten, senkrechten Ebene verlaufen und dabei eine Scherwirkung hervorrufen.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 736 501, 736 607;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 004 910;
französische Patentschrift Nr. 1 177 418;
britische Patentschrift Nr. 533 065;
USA.-Patentschriften Nr. 1 520 375, 1 704 728.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen409 687/263 9.64 © Bundesdruckerei Berlin
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Also Published As
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