DE1177797B - Versenkbares Schutzbauwerk - Google Patents
Versenkbares SchutzbauwerkInfo
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- DE1177797B DE1177797B DED27121A DED0027121A DE1177797B DE 1177797 B DE1177797 B DE 1177797B DE D27121 A DED27121 A DE D27121A DE D0027121 A DED0027121 A DE D0027121A DE 1177797 B DE1177797 B DE 1177797B
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04H—BUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
- E04H9/00—Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
- E04H9/04—Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate against air-raid or other war-like actions
- E04H9/10—Independent shelters; Arrangement of independent splinter-proof walls
Landscapes
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- Emergency Management (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
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- Structural Engineering (AREA)
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Description
- Versenkbares Schutzbauwerk Die Erfindung bezieht sich auf ein gegen Atombombenwirkungen geschütztes, zivilen oder militärischen Zwecken dienendes Bauwerk, das mit einer Kuppel abgedeckt und auf einer Plattform errichtet ist, welche abwechselnd vertikale Steig- und Senkbewegungen in einem Schacht ausführen kann, auf dessen Oberseite nach erfolgter Absenkung der untere Rand der Kuppel zu liegen kommt.
- Bei einem bekannten Bauwerk dieser Art wird der Rand der Kuppel in eine Vertiefung versenkt; hierdurch wird aber der bei Atombombenexplosionen erforderliche völlig dichte Abschluß nicht erreicht. Bei einem ähnlichen Bauwerk ist zwischen dem oberen Rand des Schachtes und der Kuppel eine Asbestdichtung angeordnet. Die volle Wirksamkeit einer solchen Dichtung wird aber nur bei einer sehr genauen Passung der Teile erreicht, die in der Praxis nur selten gegeben sein dürfte. Zum Stand der Technik gehört schließlich bei einer Giftgasschutzglocke, daß der Rand der Glocke in eine mit Glyzerin gefüllte Rinne eintaucht. Bei einem Luftschutzbauwerk würde bei einer solchen Dichtung wegen der auftretenden Druckwellen und wegen thermischer Einflüsse das Glyzerin aus der Dichtungsrinne herausgedrückt, so daß die Dichtungsfunktion nicht mehr gewährleistet wäre.
- Aufgabe der Erfindung ist es, das Bauwerk der eingangs genannten Art so weiter auszugestalten, daß eine in jedem Falle sicher wirkende Abdichtung zwischen dem Kuppelrand und dem Schacht gegeben ist.
- Dies wird gemäß der Erfindung im wesentlichen dadurch erreicht, daß sich an der Schachtoberseite eine kreisförmige Rinne befindet, die mit einem unbrennbaren Dichtungsmaterial, z. B. Blei, feuchtem Sand od. dgl., teilweise gefüllt ist, und daß am unteren Rand der Kuppel wenigstens ein konzentrisch zur Rinne angeordneter, sich in das Dichtungsmaterial versenkender metallischer Ring vorgesehen ist. Die bei Atombombenexplosionen auftretenden Wärmestrahlungen und Druckwellen reichen nicht aus, diese Abdichtung unwirksam zu machen.
- In besonders vorteilhafter Weise wird die Abdichtungsfunktion noch dadurch weiter begünstigt, daß der Abstand zwischen den zylindrischen Außenflächen des Ringes bez. der Ringe und dem jeweils unmittelbar benachbarten Innen- bzw. Außenrand der Rinne sehr klein gehalten ist. Wird als Dichtungsmaterial beispielsweise feuchter Sand verwendet, so vermag die positive Stoßwelle diesen Sand nicht in das Innere des Bauwerkes zu drücken, und die negative Stoßquelle ist andererseits nicht in der Lage, den Sand aus der Rinne abzusaugen, da der Spalt zwischen dem äußeren Ring und dem Rand der Rinne zu schmal ist. Bei Verwendung von Blei an Stelle von feuchtem Sand, das sich während des Auftretens der überdruck- und Unterdruckstoßwellen in festem Zustand befindet, bleibt dieses durch die genannten Wirkungen urnbeeihflußt.
- Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Plattform des Bauwerks, bei dem die Wände des Schachtes mit einer schraubenförmig verlaufenden Rampe versehen sind, auf der während der Steig-und Senkbewegungen die Plattform tragende Rollen laufen, noch mit Führungsrollen versehen, die eine Zentrierung des Ringes bzw. der Ringe in Bezug auf die Rinne besorgen. Bei schraubenförmiger Senkbewegung des Bauwerks lassen die Ringe bei Verwendung von Blei als Dichtungsmaterial beim Eintritt in das die Abdichtung bildende Material das Blei schmelzen. Hierdurch wird eine besonders einwandfreie Abdichtung des in abgesenkter Lage befindlichen Bauwerks sichergestellt.
- In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel näher veranschaulicht, und zwar zeigt F i g. 1 einen Vertikalschnitt durch den äußeren Rand der mit der erfindungsgemäßen Abdichtung versehenen Kuppel des versenkbaren Schutzbauwerks und F i g. 2 einen Schnitt durch die an der Unterseite des Bauwerks befindliche Plattform mit den der Zentrierung des Bauwerks während der Steig- und Senkbewegungen dienenden Führungsrollen.
- An der Oberseite des auf nicht näher veranschaulichte Weise in einem vertikalen Schacht gelagerten Bauwerks 1, das in diesem Schacht Steig- und Senkbewegungen ausführen kann, ist eine Kuppel2'vorgesehen, die an der Unterseite ihres äußeren. Randes 3 mehrere konzentrisch zueinander liegende metallische Ringe 4 trägt.
- Beim Absenken des Bauwerks 1 im Schacht dringen die Ringe 4 in eine Rinne 5 ein, die konzentrisch zu den Ringen 4 in einer die obere Öffnung des Schachtes umgebenden starken Betondeckplatte 6 vorgesehen ist. Diese Rinne 5 ist mit einem unbrennbaren Dichtungsmaterial 7, z. B. Blei, feuchtem Sand od. dgl., teilweise gefüllt.
- Die Wände des Schachtes sind mit einer schraubenförmig verlaufenden Rampe 8 versehen. Die Plattform 9 an der Unterseite des Bauwerks 1 stützt sich über Tragrollen 10 und der Zentrierung während der Steig- und Senkbewegungen dienende Führungsrollen 11 auf bzw. an der Rampe 8 ab. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß während des Anhebens bzw. Absenkens des Bauwerkes die Ringe 4 in bezug auf die Rinne 7 in zentrierter Lage verbleiben.
- Bei Absenken des Gebäudes dringen die unteren Enden der Ringe 4, die sich schraubenartig auf das Dichtungsmaterial ? zubewegen, in dieses Material ein. Handelt es sich bei dem Material um Blei, so lassen sie letzteres sogar schmelzen. Auf diese Weise wird eine besonders einwandfreie Abdichtung sichergestellt. Auf Grund der sorgfältigen Zentrierung des Bauwerks in dem Schacht erreichen die beim Anheben des Bauwerks zu überwindenden Trennkräfte keine unzulässig hohen Werte.
Claims (1)
- Patentansprüche: 1. Gegen Atombombenwirkungen geschütztes, zivilen oder militärischen Zwecken dienendes Bauwerk, das mit einer Kuppel abgedeckt und auf einer Plattform errichtet ist, welche abwechselnd vertikale Steig- und Senkbewegungen in einem Schacht ausführen kann, auf dessen Oberseite nach erfolgter Absenkung der untere Rand der Kuppel zu liegen kommt, dadurch gekennzeichnet, daß sich an der Schachtoberseite eine kreisförmige Rinne (5) befindet, die mit einem unbrennbaren Dichtungsmaterial (7) z. B. Blei, feuchtem Sand od. dgl., teilweise gefüllt ist, und daß am unteren Rand der Kuppel (2) wenigstens ein konzentrisch zur Rinne (5) angeordneter, sich in das Dichtungsmaterial versenkender metallischer Ring (4) vorgesehen ist. z. Bauwerk nach Anspruch l; dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den zylindrischen Außenflächen des Ringes bzw. der Ringe (4) und dem jeweils unmittelbar benachbarten Innen- bzw. Außenrand der Rinne (5) sehr klein gehalten ist. 3. Bauwerk nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem die Wände des Schachtes mit einer schraubenförmig verlaufenden Rampe versehen sind, auf der während der Steig- und Senkbewegungen die Plattform tragende Rollen laufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattform (9) ferner mit Führungsrollen (11) versehen ist, die eine Zentrierung des Ringes bzw. der Ringe (4) in bezug auf die Rinne (5) besorgen. In Betracht gezogene Druckschriften: österreichische Patentschrift Nr. 124 964,-USA.-Patentschriften Nr. 1 709 914, 2 189 486, 2 653 468, 2 792 794.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1177797X | 1957-01-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1177797B true DE1177797B (de) | 1964-09-10 |
Family
ID=9660399
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED27121A Pending DE1177797B (de) | 1957-01-04 | 1958-01-02 | Versenkbares Schutzbauwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1177797B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5140786A (en) * | 1990-10-11 | 1992-08-25 | Giancarlo Galeazzi | Waste collection device |
| EP0714470A4 (de) * | 1993-08-19 | 1997-06-04 | Blazley Designs Pty Ltd | Explosionssichere gebäudestrukturen |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1709914A (en) * | 1927-03-11 | 1929-04-23 | Elmer E Klanke | Building and elevator structure |
| AT124964B (de) * | 1930-09-11 | 1931-10-26 | Ernst Kraemer | Giftgasschutzvorrichtung. |
| US2189486A (en) * | 1938-05-07 | 1940-02-06 | D Amico Andre | Building structure with self-contained raising and lowering mechanism |
| US2653468A (en) * | 1949-12-31 | 1953-09-29 | Rowles William | Bombproof building structure |
| US2792794A (en) * | 1955-05-26 | 1957-05-21 | William H Miller | Bomb shelter |
-
1958
- 1958-01-02 DE DED27121A patent/DE1177797B/de active Pending
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