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DE1175681B - Verfahren zur Herstellung von Sulfanilamidopyrazolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfanilamidopyrazolen

Info

Publication number
DE1175681B
DE1175681B DEF33204A DEF0033204A DE1175681B DE 1175681 B DE1175681 B DE 1175681B DE F33204 A DEF33204 A DE F33204A DE F0033204 A DEF0033204 A DE F0033204A DE 1175681 B DE1175681 B DE 1175681B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
general formula
preparation
aminopyrazole
sulfanilamidopyrazoles
conversion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF33204A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudi Weyer
Dr Walter Aumueller
Dr Gerhard Korger
Dr Rudolf Fussgaenger
Dr Alfons Haeussler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to NL125249D priority Critical patent/NL125249C/xx
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF33204A priority patent/DE1175681B/de
Priority to CH478961A priority patent/CH406229A/de
Priority to SE4323/61A priority patent/SE305876B/xx
Priority to GB15169/61A priority patent/GB988616A/en
Priority to BE603078A priority patent/BE603078A/fr
Priority to FR868991A priority patent/FR1327M/fr
Publication of DE1175681B publication Critical patent/DE1175681B/de
Priority to NL6517177A priority patent/NL6517177A/xx
Priority to OA52756A priority patent/OA02570A/xx
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/38Nitrogen atoms
    • C07D231/42Benzene-sulfonamido pyrazoles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfanilamidopyrazoleu Zusatz zur Anmeldung: F 31083 IV d/ 12p -AuslegesOrdt 1166784 Gegenstand der Patentanmeldung F 31083 lVd/12p (deutsche Auslegeschrift 1166 784) ist ein Verfahren zur Herstellung von Sulfanilamidopyrazolen der all gemeinen Formel sowie von deren Salzen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Sulfohalogenid der allgemeinen Formel worin R1 eine Nitro-, Acylamino-, Carbalkoxyamino oder substituierte Azogruppe und Hal ein Halogenatom darstellt, mit einem AminopyrazoI der allgemeinen Formel nach an sich üblichen Methoden umsetzt, den Substituenten R1 in an sich bekannter Weise in die Aminogruppe überführt, einen eventuell weiterhin eingetretenen Sulfonylrest nach üblichen Methoden durch ein Wasserstoffatom ersetzt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen mit Hilfe von organischen oder anorganischen Basen in die entsprechen den Salze überführt.
  • Die Verfahrenserzeugnisse der vorstehend angegebenen Formel weisen bei guter chemotherapeutischer Wirkung eine überraschend lange VerweiE-dauer im Organismus auf und stellen daher zur Behandlung bakterieller Infektionen in ausgezeichneter Weise geeignete »Langzeitsulfonamide« dar.
  • Bei der weiteren Bearbeitung dieses Gebietes wurde gefunden, daß man neue, therapeutisch wertvolle Sulfanilamidopyrazole der allgemeinen Formel worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, bzw. deren Salze erhält, wenn man in weiterer Ausgestaltung des Verfahrens gemäß Patentanmeldung F31083IVd/12p (deutsche Auslegeschrift 1166784) die Umsetzung mit einem Aminopyrazol der allgemeinen Formel worin R die oben angegebene Bedeutung hat, ausführt.
  • Die für die Reaktion verwendeten Ausgangsstoffe sind entweder bereits bekannt oder können auf einfache Weise aus leicht zugänglichen Verbindungen hergestellt werden. Als Sulfohalogenid ist mit besonderem Vorteil das p-Acetylamino-benzolsulfochlorid geeignet. Weiterhin kommen z. B. p-Carbãthoxyamino-benzolsulfochlorid, pNitro-benzolsulfochlorid sowie Bis-(p,p'-chlorsulfonylfiazobenzol als Ausgangsstoffe in Betracht. Ebenso können auch die entsprechenden Sulfobromide eingesetzt werden.
  • Als 5-Aminopyrazolderivate seien beispielsweise genannt: 5-Amino- 1 -(4'-methoxyphenyl)-3-methylpyrazol, 5 -Amino -1- (3'- methoxyphenyl) - 3- methylpyrazol, 5-Amino- 1 -(2'-methoxyphenyl)-3-methylpyrazol sowie entsprechende 5-Amino-l-phenyl-3-methyl-pyrazole, in denen der Phenylrest in 2'-, 3'- oder 4'-Stellung einen Äthoxy-, Propoxy- oder Butoxyrest aufweist.
  • Man erhält die Ausgangsstoffe z. B. durch Umsetzung von entsprechend substituierten Phenylhydrazinen mit Diacetonitril in Gegenwart von wäßrigem Eisessig.
  • Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung bringt man die Ausgangsstoffe in Gegenwart von säurebindenden Stoffen zur Umsetzung, um den bei der Reaktion frei werdenden Halogenwasserstoff abzufangen. Als säurebindende Mittel kommen z. B. tertiäre Amine, wie Pyridin, Chinolin und Triäthylamin, in Betracht; es können jedoch auch anorganische säurebindende Mittel, beispielsweise Natriumbicarbonat, herangezogen werden. Die Reaktionsbedingungen können in weiten Grenzen variiert und den jeweiligen Verhältnissen angepaßt werden. Vorteilhaft wird die Reaktion in Gegenwart organischer Lösungsmittel durchgeführt, wobei man als Lösungsmittel zweckmäßig einen Uberschuß des tertiären Amins verwendet. Auch indifferente organische Lösungsmittel sind geeignet, wobei das säurebindende Mittel gesondert zugesetzt werden muß. Als Reaktionstemperaturen sind solche zwischen +20 und + 100°C geeignet. Man kann aber auch bei höherer Temperatur arbeiten. Nach beendeter Umsetzung wird das erhaltene Reaktionsprodukt in üblicher Weise isoliert und der Substituent R1 wird in die Aminogruppe übergeführt.
  • Falls der Rest R1 eine Acylaminogruppe bedeutet so kann der Acylrest durch saure oder alkalische Verseifung abgespalten werden; im Falle R1 für eine Nitrogruppe oder eine Azogruppe steht, werden diese Substituenten reduktiv in die Aminogruppe umgewandelt.
  • Die Verfahrenserzeugnisse können in üblicher Weise durch Behandlung mit anorganischen oder organischen Basen in die entsprechenden Salze übergeführt werden. Als anorganische Basen seien beispielsweise Alkalihydroxyde, Erdalkalihydroxyde oder Ammoniak erwähnt.
  • Die hervorragende therapeutische Wirksamkeit der Verfahrenserzeugnisse ergibt sich z. B. aus folgendem Vergleich: Werden Mäuse mit einem hochwirksamen Streptococcus-hämolyticus-Stamm infiziert, so überleben nach peroraler Verabreichung von z.
  • 5-Sulfanilamido- I -(4'-methoxyphenyl)-3-methyl-pyrazol in einer Dosierung von durchschnittlich dreimal 625 y120 g Maus alle Tiere die Infektion (1000/zig( Heilung). Bei dem bekannten 5-Sulfanilamido-l-phenylpyrazol sind unter den gleichen Bedingungen für eine 10001obige Heilung im Durchschnitt dreimal 1250 r/20 g Maus erforderlich.
  • Die Verfahrenserzeugnisse besitzen darüber hinaus den Vorteil der sehr langen Verweildauer im Organismus und sind daher z. B. als »Langzeitsulfonamide« zur Behandlung bakterieller Infektionen brauchbar.
  • Die Verfahrensprodukte sollen vorzugsweise zur Herstellung von oral oder parenteral zu verabreichenden pharmazeutischen Zubereitungen mit chemotherapeutischer Wirkung dienen. In Form ihrer Salze mit nicht toxischen Basen, beispielsweise als Natriumsalze, können sie zur Herstellung von Injektionslösungen verwendet werden.
  • Beispiel 1 5-Sulfanilamido- 1 -(4'-methoxyphenyl)-3-methylpyrazol 18 g 5 - Amino - 1 - (4' - methoxyphenyl) - 3 - methylpyrazol vom Schmelzpunkt 94 bis 96"C (hergestellt durch Umsetzung von 4-Methoxyphenylhydrazir mit Diacetonitril in wäßrigem Eisessig) werden mit 25 g Acetylsulfanilsäurechlorid in 50 ml Pyridin I Stunde auf dem Dampfbad erhitzt. Nach dem Erkalten wird die Reaktionsmischung in angesäuertes Wasser gegossen, das abgeschiedene halbfeste Produkt mit 200 ml 2 n-Natronlauge 3 Stunden auf dem Wasserbad erhitzt und die entstehende Lösung mit Kohle geklärt. Das Filtrat wird abgekühlt, mit Essigsäure angesäuert und der ausgefallene Niederschlag zweimal aus wäßrigem Äthanol umkristallisiert. Das so erhaltene 5-Sulfanilamido-1-(4'-methoxyphenyl)-3-methyl-pyrazol schmilzt bei 189 bis 191"C.
  • Beispiel 2 5-Sulfanilamido- 1 -(3'-methoxyphenyl)-3-methylpyrazol Entsprechend der im Beispiel 1 angegebenen Vorschrift erhält man durch Umsetzung von 40 g 5-Amino - 1 - (3' - methoxyphenyl) -3- methyl - pyrazol vom Schmelzpunkt 98 bis 104"C (hergestellt durch Umsetzung von 3-Methoxyphenylhydrazin mit Diacetonitril in wäßrigem Eisessig) und 50g Acetylsulfanilsäurechlorid in 100 ml Pyridin das 5-Sulfanilamido -1- (3' -methoxyphenyl) - 3 -methyl -pyrazol. Die Verbindung schmilzt nach zweimaligem Umkristallisieren aus wäßrigem Äthanol bei 202 bis 204"C.
  • Beispiel 3 5-Sulfanilamido- 1 -(4'-äthoxyphenyl)-3-methylpyrazol 30 g 5-Amino- 1 -(4'-äthoxyphenyl)-3 -methyl-pyrazol vom Schmelzpunkt 80 bis 810 C (hergestellt durch Umsetzung von 4-Äthoxyphenylhydrazin mit Diacetonitril in wäßrigem Eisessig) werden mit 34 g Aoetylsulfanilsäurechlorid in 75 ml Pyridin 1 Stunde auf dem Dampfbad erhitzt. Die Reaktionsmischung wird abgekühlt, in angesäuertes Wasser eingetragen und das ausgefallene Produkt nach dem Abtrennen der Mutterlauge mit 250 ml 2 n-Natronlauge 3 Stunden auf dem Wasserbad erhitzt. Nach dem Klären mit Kohle wird filtriert, das Filtrat mit Essigsäure angesäuert und der ausgefallene Niederschlag zweimal aus wäßrigem Äthanol umkristallisiert. Schmelzpunkt 195 bis 197"C.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Weitere Ausgestaltung des Verfahrens zur Herstellung von Sulfanilamidopyrazolen sowie von deren Salzen durch Umsetzen eines Sulfohalogenids der allgemeinen Formel worin R1 eine Nitro-, Acylamino-, Carbalkoxyamino- oder substituierte Azogruppe und Hal ein Halogenatom darstellt, mit einem substituierten l-Phenyl-3-methyl-5-aminopyrazol nach an sich üblichen Methoden, Uberführung des Substituenten R1 in an sich bekannter Weise in die Aminogruppe, Ersetzen eines eventuell weiterhin eingetretenen Sulfonylrests nach üblichen Methoden durch ein Wasserstoffatom und gegebenenfalls Uberführung der erhaltenen Verbindungen mit Hilfe von anorganischen oder organischen Basen in die entsprechenden Salze nach Patentanmeldung F 31083 IVd!l2p (deutsche Auslegeschrift 1166784), dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit einem Aminopyrazol der allgemeinen Formel worin R die oben angegebene Bedeutung besitzt, umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 096 908.
DEF33204A 1960-04-26 1961-02-15 Verfahren zur Herstellung von Sulfanilamidopyrazolen Pending DE1175681B (de)

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NL125249D NL125249C (de) 1960-04-26
DEF33204A DE1175681B (de) 1961-02-15 1961-02-15 Verfahren zur Herstellung von Sulfanilamidopyrazolen
CH478961A CH406229A (de) 1960-04-26 1961-04-24 Verfahren zur Herstellung von Sulfanilamidopyrazolen
SE4323/61A SE305876B (de) 1960-04-26 1961-04-25
GB15169/61A GB988616A (en) 1960-04-26 1961-04-26 New sulphanilamido-pyrazoles and pharmaceutical preparations containing them
BE603078A BE603078A (fr) 1960-04-26 1961-04-26 Nouveaux sulfanilamido-pyrazoles et leur préparation.
FR868991A FR1327M (fr) 1960-04-26 1961-07-25 Médicament bactériostatique a base d'un sulfanilamido-pyrazole.
NL6517177A NL6517177A (de) 1960-04-26 1965-12-30
OA52756A OA02570A (fr) 1960-04-26 1967-02-13 Procédé de préparation de nouveaux sulfanilamido-pyrazoles.

Applications Claiming Priority (1)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1096908B (de) 1959-01-21 1961-01-12 Boehringer & Soehne Gmbh Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen 5-Sulfanilamido-pyrazolen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1096908B (de) 1959-01-21 1961-01-12 Boehringer & Soehne Gmbh Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen 5-Sulfanilamido-pyrazolen

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