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DE1175683B - Verfahren zur Herstellung von 1, 2, 5-Thiadiazolderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1, 2, 5-Thiadiazolderivaten

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Publication number
DE1175683B
DE1175683B DEL41501A DEL0041501A DE1175683B DE 1175683 B DE1175683 B DE 1175683B DE L41501 A DEL41501 A DE L41501A DE L0041501 A DEL0041501 A DE L0041501A DE 1175683 B DE1175683 B DE 1175683B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thiadiazole
parts
amino
acid
denotes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL41501A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Kurt Menzl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lentia GmbH
Original Assignee
Lentia GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lentia GmbH filed Critical Lentia GmbH
Priority to DEL41501A priority Critical patent/DE1175683B/de
Publication of DE1175683B publication Critical patent/DE1175683B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 1,2,5-Thiadiazolderivaten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 1,2, 5-ThiadiazolderivatenderFormel (1) in der R1 den Methyl- oder Äthylrest bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in an sich bekannter Weise 1,2,5-Thiadiazolderivate derFormel(II) in der Hal ein Halogenatom bedeutet, in Gegenwart von säurebindenden Mitteln mit NO-substituierten 4-Aminobenzolsulfonsäurehalogeniden derFormel(III) in der R2 den Rest einer aliphatischen Carbonsäure oder die Gruppierung - COO Alkyl bedeutet, umsetzt, die erhaltenen Reaktionsprodukte mit Alkalimethylat bzw. -äthylat und anschließend mit Alkalihydroxyden behandelt und die erhaltene Lösung mit Säuren versetzt.
  • Besonders gute Ergebnisse werden erhalten, wenn man als säurebindendes Mittel eine tertiäre organische Base verwendet, die gleichzeitig als Lösungsmittel dienen kann. Beispielsweise kommen als solche Basen Pyridin, Chinolin, Dimethylanilin und Triäthylamin in Frage. Es kann aber auch in inerten organischen Lösungsmitteln, wie Aceton oder Methanol, in Gegenwart von Bicarbonaten, vorzugsweise Alkalibicarbonaten, gearbeitet werden.
  • Besonders vorteilhaft läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren auch durchführen, indem man die Benzolsulfohalogenide der Formel II mit den Halogenaminothiadiazolen der Formel II nicht im äquimolaren Verhältnis umsetzt, sondern auf 1 Mol Thiadiazolderivat 2 Mol Benzolsulfohalogenid verwendet, wobei beide Wasserstoffatome der Aminogruppe im Thiadiazolring durch Sulfonsäurereste ersetzt werden. In den erhaltenen Disulfonylamidderivaten der 4-Halogen-1,2,5-thiadiazole gestaltet sich der Austausch des Halogenatoms gegen die Methoxy- oder Äthoxygruppe besonders vorteilhaft. Durch eine anschließende Alkalihydroxydbehandlung werden gleichzeitig einer der beiden Sulfonsäurereste und der die Aminogruppe im Benzolkern schützende Acylrest abgespalten und die Sulfonamide der Formel I erhalten. Als Acylreste zum Schutz der Aminogruppe in 4-Stellung des Benzolkerns können Reste von niederen aliphatischen Carbonsäuren, beispielsweise der Acetylrest, oder der Carboäthoxyrest genannt werden, wobei mit dem Carboäthoxyrest als schützende Gruppe besonders gute Ergebnisse erhalten werden. Die als Ausgangsmaterial verwendeten neuen 3-Halogen-4-amino-1,2,5-thiadiazole können durch die Halogenierung des 4-Aminothiadiazols erhalten werden. Letzteres läßt sich darstellen, wenn man 2,6-Diketo-8-thiapurin mit Natronlauge erhitzt und anschließend mit Säuren behandelt und die erhaltene 4-Amino-1,2,5-thidiazol-3-carbonsäure durch Erhitzen in Trichlorbenzol decarboxyliert. Die Herstellung der vorstehend genannten Ausgangsverbindungen ist nicht Gegenstand der Erfindung.
  • Die verfahrensgemäß hergestellten 1,2,5-Thiadiazolderivate, das 3-Methoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol und das 3-Äthoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol, zeichnen sich durch physiologisch besonders interessante Eigenschaften aus. Sie besitzen ein breites antibakterielles Wirkungsspektrum und werden sehr rasch resorbiert, so daß innerhalb kürzester Zeit ein sehr hoher Blutspiegel erreicht wird, der auf Grund einer etwas verzögerten Ausscheidung längere Zeit erhalten bleibt. Besonders bemerkenswert ist, daß die beiden neuen 1,2,5-Thiadiazolderivate der Formel I ein sehr gutes Durchtrittsvermögen durch die Blut-Liquor-Schranke und andere Gewebsschranken besitzen, so daß bald nach dem Erreichen des maximalen Blutspiegels hohe Konzentrationswerte in den Geweben und den anderen Körperflüssigkeiten zu verzeichnen sind. So sind beispielsweise die beiden 1,2,5-Thiadiazole schon kurze Zeit nach intravenöser Verabreichung im Gehirn nachweisbar. Sehr deutlich ist das gute Durchdringungsvermögen auch im Kammerwasser des Auges erkennbar, wo 120 Minuten nach der intravenösen Verabreichung die Konzentration im Kammerwasser des Auges dem Blutspiegel praktisch gleich ist.
  • Das gut Durchtrittsvermögen durch die Blut-Liquor-Schranke und die Gewebeschranke ist in therapeutischer Hinsicht äußerst bedeutungsvoll, da die genannten Verfahrensprodukte hauptsächlich im Gewebe zur Wirkung kommen sollen und sich ein hoher Gewebsspiegel auf den therapeutischen Effekt günstig auswirkt.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten 1,2,5-Thidiazolderivate sind aber auch für die Behandlung von Wundinfektionen, die durch Erreger verschiedenster Art hervorgerufen sind, gut geeignet, wobei sie sich durch das Fehlen der bei Sulfonamiden meist vorhandenen Granulationshemmung auszeichnen.
  • In der USA.-Patentschrift 2 358 031 sind ganz allgemein Sulfonamide der Thiadiazolreihe beschrieben worden, wobei angegeben ist, daß sich diese Sulfonamide von sechs verschiedenen Aminothiadiazolen, darunter auch vom 3-Amino-1,2,5-thiadiazol ableiten und im Thiadiazolkern durch eine Reihe von Substituenten, darunter auch durch Alkoxygruppen, substituiert sein können. Zur Herstellung wird die Umsetzung des gegebenenfalls entsprechend substituierten Thiadiazolderivates mit p-Acylaminobenzolsulfochloriden empfohlen. Es wird dazu festgestellt, daß viele Vertreter dieser Verbindungsklasse eine antibakterielle Wirkung besitzen. Als Substanzen beschrieben werden in dieser Patentschrift jedoch nur 2-Sulfanilamido-1,3,4-thiadiazole, die gegebenenfalls in 5-Stellung durch einen Methyl- oder Phenylrest substituiert sind. Dieser Patentschrift kann also entnommen werden, daß sich Sulfonamide der Thiadiazolreihe ganz allgemein durch die Umsetzung des entsprechenden Aminothiadiazols mit Acylaminobenzolsulfochloriden herstellen lassen und daß darunter solche mit antibakterieller Wirksamkeit zu finden sind. Jedoch ist ihr nicht zu entnehmen, daß die bisher nicht beschriebenen Verbindungen 3-Äthoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido) - 1,2,5 - thiadiazol und 3-Methoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol sich auf sehr vorteilhafte Weise durch die Umsetzung von 3-Halogen-4-amino-1,2,5-thiadiazolen mit Acylaminobenzolsulfochloriden und anschließende Umsetzung mit Alkalimethylat bzw. -äthylat herstellen lassen, sich diese Verbindungen neben einer sehr guten antibakteriellen Wirkung vor allem durch ein sehr gutes Eindringungsvermögen in Liquor und Gewebe auszeichnen und, wie sich aus Tierversuchen ergibt, den bekannten Thiadiazolen 2-(4'-Aminobenzolsulfonamido)-5-methyl-1,3,4-thiadiazol und 2-(4'-Aminobenzolsulfonamido)-5-äthyl-1,3,4-thiadiazol überlegen sind.
  • Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel 1 60 Teile 3-Brom-4-amino-1,2,5-thiadiazol (Fp. 125 bis 125,5j C) werden in 200 Volumteilen Pyridin gelöst. Diese Lösung wird bei 35°C allmählich mit 184,4 Teilen 4-Carbäthoxyaminobenzolsulfochlorid versetzt, worauf das Gemisch I Stunde auf etwa 45"C und anschließend 2 Stunden auf 75°C erhitzt wird. Anschließend wird das Pyridin im Vakuum weitgehend entfernt und der Rückstand mit Wasser verrührt. Das erhaltene Kristallisat wird abgesaugt und getrocknet. Man erhält 192,3 Teile 3-Brom-4-bis-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonyl)-amino-1,2,5-thiadiazol vom Schmelzpunkt 241 bis 243°C, entsprechend einer Ausbeute von 91 °/o der Theorie.
  • 13,6 Teile 3-Brom-4-bis-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonyl)-amino-1,2,5-thiadiazol werden in 150Volumteilen absolutem Äthanol suspendiert, auf 60°C erwärmt und bei dieser Temperatur tropfenweise mit einer Lösung von 1,4 Teilen Natrium in 50 Volumteilen absolutem Äthanol versetzt. Man läßt das Reaktionsgemisch unter Rückfluß sieden, bis eine Probefällung Halogenfreiheit zeigt, destilliert dann das Lösungsmittel im Vakuum ab und verseift den Rückstand durch die Behandlung mit etwa 100 Volumteilen 10°/oiger Natronlauge. Die alkalische Verseifungslösung wird dann mit Salzsäure auf den PH-Wert von 6,5 angesäuert, mit Tierkohle behandelt und filtriert. Das Filtrat bringt man durch den weiteren Zusatz von Säure auf den PH-Wert 3,8, wobei ein Niederschlag entsteht, der abgesaugt, mit Wasser gewaschen, getrocknet und aus Benzol umkristallisiert wird. Man erhält 4,6 Teile 3-Äthoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol, das entspricht einer Ausbeute von 71,4°/o der Theorie. Die Substanz besitzt zwei Modifikationen, von denen die eine bei 123,5 bis 124,5C, die andere von 115 bis 116°C schmilzt. Bei spiel2 60 Teile 3-Brom-4-amino-1,2,5-thiadiazol werden in 200 Volumteilen Pyridin gelöst. 1n diese Lösung werden allmählich 87,8 Teile 4-Carbäthoxyaminobenzolsulfochlorid eingetragen, worauf man das Gemisch etwa 1 Stunde bei 40- C stehen läßt und anschließend 2 Stunden lang auf 70 bis 75-C erwärmt. Anschließend wird das Pyridin im Vakuum entfernt und der Rückstand mit 600 Volumteilen Wasser ausgerührt. Der ausgeschiedene Niederschlag wird dann abgesaugt, mehrmals mit Wasser gewaschen, getrocknet und mit verdünntem Ammoniak behandelt. Dabei geht das 3-Brom-4-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol in Lösung, aus der es nach dem Filtrieren und Ansäuern des Filtrates auf den pH-Wert 3,5 gefällt wird. Man erhält 44 Teile vom Schmelzpunkt 224 bis 227°C, das sind 32,4°/0 der Theorie. Nach dem Umkristallisieren aus Isopropanol zeigt das Produkt einen Schmelzpunkt von 228 bis 229` C.
  • Der in Ammoniak unlösliche Anteil stellt das 3-Brom - 4 -bis - (4' - carbäthoxyaminobenzolsulfonyl)-amino-1,2,5-thiadiazol dar. Man erhält 60 Teile vom Schmelzpunkt 240 bis 243'C, entsprechend einer Ausbeute von 56,8"/, der Theorie.
  • Unterläßt man die Trennung mit Ammoniak, so erhält man ein Gemisch von 3-Brom-4-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazolund3-Brom-4-bis - (4' - carbäthoxyaminobenzolsulfonyl) - amino-1,2,5-thiadiazol in einer Ausbeute von 89,2°/o der Theorie, bezogen auf 4-Amino-3-brom-1,2,5-thiadiazol.
  • Das Verhältnis der beiden Verbindungen zueinander läßt sich weder durch verschiedene Reaktionstemperaturen, noch durch verschiedene Eintragungsgeschwindigkeiten des Sulfochlorids wesentlich verändern.
  • 20,4 Teile des 3-Brom-4-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazols vom Schmelzpunkt 224 bis 227°C werden in 150 Volumteilen absolutem Äthylalkohol suspendiert und bei 60` C tropfenweise mit einer Lösung von 3,45 Teilen Natrium in 150 Volumteilen absolutem Äthylakohol versetzt. Nach dem Kochen am Rückfluß (bis eine Probefällung Halogenfreiheit zeigt), wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert, die Lösung wird auf den pH-Wert 7 gebracht, mit Tierkohle behandelt, filtriert und das Filtrat auf den p,1-Wert 5 eingestellt. Der entstandene Niederschlag wird abgesaugt und durch die Behandlung mit 300 Volumteilen 5°/oiger Natronlauge verseift. Die Verseifungslösung wird durch den Zusatz von Salzsäure auf den pH-Wert 6,6 gebracht, mit Tierkohle behandelt und nach der Filtration auf den pH-Wert 5,5 angesäuert. Die dabei ausgefallene Substanz wird abgetrennt und aus 50°/oiger Essigsäure und anschließend aus Benzol umkristallisiert. Man erhält 9,7 Teile 3-Äthoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol vom Schmelzpunkt 123,5 bis 124,5°C, entsprechend einer Ausbeute von 64,70/, der Theorie. Beispiel 3 50 Teile 3-Chlor-4-amino-1,2,5-thiadiazol (Fp.117,5 bis 118°C) werden in 200 Volumteilen Pyridin gelöst, worauf diese Lösung mit 107 Teilen 4-Carbäthoxyaminobenzolsulfochlorid versetzt wird. Man erwärmt das Gemisch etwa 1 Stunde auf 40°C und anschließend 3 Stunden lang auf 70 bis 75°C. Anschließend wird das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert und der Rückstand mit 600 Volumteilen Wasser ausgerührt. Der Niederschlag wird dann abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält rohes 3-Chlor-4-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonamido) - 1,2,5-thiadiazol (Fp. der reinen Verbindung 222 bis 223,5°C) in einer Ausbeute von über 90 °/o. Das Rohprodukt enthält etwas 3-Chlor-4-bis-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonyl)-amino-1,2,5-thiadiazol vom Schmelzpunkt 236 bis 237°C, das gegebenenfalls in der im Beispiel 2 beschriebenen Weise abgetrennt werden kann.
  • 109 Teile dieses rohen 3-Chlor-4-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol werden in 800 Volumteilen absolutem Alkohol gelöst und, wie im Beispiel 2 beschrieben, mit 20,7 Teilen Natrium, gelöst in 700 Volumteilen absolutem Äthanol, versetzt. Man kocht unter dem Rückfluß, bis eine Probefällung halogenfrei ist. Anschließend wird das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand durch das Erhitzen mit 10°/oiger Natronlauge verseift. Nach dem Erkalten wird die Reaktionslösung, wie im Beispiel 2 beschrieben, aufgearbeitet. Man erhält 51,6 Teile 3-Äthoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol. Beispiel 4 63,4 Teile 3-Brom-4-bis-(4'-carbäthoxyaminobenzolsulfonyl)-amino-1,2,5-thiadiazol vom Schmelzpunkt 240 bis 243'C, das nach der im Beispiel 2 angegebenen Arbeitsweise durch Umsetzung von 3-Brom-4-amino-1,2,5-thiadiazol mit 4-Carbäthoxyaminobenzolsulfochlorid in Pyridin und anschließende Behandlung mit Ammoniak erhalten wurde, werden in 600 Volumteilen absolutem Methanol suspendiert. Dazu läßt man bei etwa 60°C eine Lösung von 6,9 Teilen Natrium in 140 Teilen absolutem Methanol allmählich zufließen und erhitzt unter dem Rückfluß, bis eine Probefällung Halogenfreiheit aufweist. Das Lösungsmittel wird im Vakuum abdestilliert und der Rückstand in 10°/oiger Natronlauge verseift. Schließlich wird das freie Sulfonamid durch Ansäuern mit verdünnter Schwefelsäure auf den pH-Wert 3,8 ausgefällt und die Fällung unter Verwendung von Tierkohle aus verdünnter Essigsäure (1 : 1) umkristallisiert.
  • Es werden 18,3 Teile 3-Methoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol vom Fp. 149 bis 150,5°C erhalten, entsprechend einer Ausbeute von 64°/o der Theorie. Beispiel s 9 Teile 3-Brom-4-amino-1,2,5-thiadiazol (Fp. 117,5 bis 118°C) werden in 80 Teilen Chinolin gelöst. Die Lösung wird bei 40°C allmählich mit 23,4 Teilen Acetylsulfanilsäurechlorid versetzt. Man rührt das Reaktionsgemisch bei 50°C etwa 2 Stunden, erwärmt dann weitere 2 Stunden auf 70°C und destilliert schließlich im Vakuum das Chinolin ab. Der Rückstand wird in Essigsäure aufgenommen und durch portionsweisen Zusatz von Wasser fraktioniert ausgefällt. Die erste Fraktion wird verworfen, die weiteren Fraktionen werden abfiltriert und zweimal aus 50°/oiger Essigsäure unter Tierkohlebehandlung umkristallisiert. Man erhält 14,6 Teile 3-Brom-4-bis-(4'-acetylaminobenzolsulfonyl)-amino-1,2,5-thiadiazo1 vom Schmelzpunkt 225 bis 227°C, entsprechend einer Ausbeute von 51 °/o der Theorie.
  • In eine Lösung von 9,2 Teilen Natrium in 105 Teilen absolutem Äthanol werden unter Rühren 57,4 Teile 3-Brom-4-bis-(4'-acetylaminobenzolsulfonyl)-amino-1,2,5-thiadiazo1 eingetragen. Anschließend erwärmt man die Mischung auf 50°C (bis eine Probefällung ein halogenfreies Produkt anzeigt), und destilliert dann das Äthanol ab. Der Rückstand wird in Wasser aufgenommen und die Acetylverbindung aus der wäßrigen Lösung durch Ansäuern mit Salzsäure auf kongosauer ausgefällt. Nach Verseifen mit Natronlauge wie in den vorgehenden Beispiele beschrieben, und Fällen durch Ansäuern mit verdünnter Schwefelsäure bis zur kongosauren Reaktion wird ein rohes 3-Äthoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazol gefällt, das nach Filtration durch Aufnehmen in alkoholischem Ammoniak und Fällen mit Essigsäure weiter gereinigt werden kann. Man erhält17,4 Teile reines Produkt vom Schmelzpunkt 123,5 bis 124,5°C, entsprechend einer Ausbeute von 58 °/o der Theorie.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von 1,2,5-Thiadiazolderivaten der allgemeinen Formel in der R1 den Methyl- oder Äthylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daßmanin an sich bekannter Weise 1,2,5-Thiadiazolderivate der allgemeinen Formel in der Hal ein Halogenatom bedeutet, mitN,- substituierten 4-Aminobenzolsulfonsäurehalogeniden der allgemeinen Formel Hal-SOZ-' -NH-RZ in der R2 den Rest einer aliphatischen Carbonsäure oder die Gruppierung - COO Alkyl bedeutet, in Gegenwart von säurebindenden Mitteln umsetzt, die erhaltenen Reaktionsprodukte mit Alkalimethylat bzw. -äthylat und anschließend mit Alkalihydroxyden behandelt und die erhaltene Lösung mit Säuren versetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol eines 3-Halogen-4-amino-1,2,5-thiadiazols mit 2 Mol eines N4 acylierten p-Aminobenzolsulfochlorids umsetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 957 841; Rote Liste, 1957, S. 305. Bei der Bekanntmachung sind sieben Seiten Versuchsbericht ausgelegt worden.
DEL41501A 1962-03-16 1962-03-16 Verfahren zur Herstellung von 1, 2, 5-Thiadiazolderivaten Pending DE1175683B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3419573A (en) * 1965-10-15 1968-12-31 Merck & Co Inc 3-chloro-4-oxy-1,2,5-thiadiazoles, and a process for preparing same
DE3535502A1 (de) * 1985-10-04 1987-04-30 Lentia Gmbh Neue kristallmodifikation des 3-methoxy-4-(4'-aminobenzolsulfonamido)-1,2,5-thiadiazols, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende pharmazeutische zubereitungen
EP1136472A4 (de) * 1998-12-04 2002-08-07 Viromax L L C Aryl- und heteroarylamide voncarboalkoxysulfanil-säuren

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE957841C (de) * 1957-01-17 Schering A.G., Berlin Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden

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