DE1175484B - Vorrichtung zum Fesseln von Tieren - Google Patents
Vorrichtung zum Fesseln von TierenInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K15/00—Devices for taming animals, e.g. nose-rings or hobbles; Devices for overturning animals in general; Training or exercising equipment; Covering boxes
- A01K15/04—Devices for impeding movement; Devices for impeding passage through fencing, e.g. hobbles or the like; Anti-kicking devices
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: A Ol k
Deutsche Kl.: 45 h-15/00
Nummer: 1175 484
Aktenzeichen: M 52990III / 45 h
Anmeldetag: 25. Mai 1962
Auslegetag: 6. August 1964
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Fesseln von Tieren für die Behandlung der Hufe
mit einem das Tier aufnehmenden, aus der vertikalen in eine horizontale Stellung kippbaren, bespannten
Rahmen mit den Tierkörper gegen den Rahmen haltenden sich kreuzenden Spanngurten und mit an
der Rahmenoberseite angebrachten Spannmitteln, wie drehbare und feststellbare Spulen oder Rollen für die
um den Tierkörper herumlaufenden Gurte, und mit oberhalb des Tierkörpers vorgesehenen auf die Tier- ίο
körpergröße einstellbaren Holmen od. dgl.
Um Tiere, insbesondere Paarhufer, für die Behandlung der Hufe zu fesseln, sind Vorrichtungen
bekanntgeworden, die einen aus der senkrechten Stellung in eine waagerechte Stellung kippbaren
Rahmen besitzen, der dem Tierkörper angepaßt ist und Haltegurte für den Körper des Tieres sowie für
Kopf und Beine besitzt. Bei diesen Vorrichtungen befinden sich an der Rahmenoberkante Spannmittel
in Form von Spulen oder Rollen für die senkrecht ao verlaufenden, um den Bauch und Körper des Tieres
herumlegbaren Festspanngurte, die mittels Kurbeloder Hebeleinrichtungen zum Festzurren der Gurte
und geringen Anheben des Tieres aufgewickelt werden. Durch eine Sperrklinkeneinrichtung od. dgl.
wird ein selbständiges Lösen der Spulen verhindert. Da diese Spannmittel oberhalb des Tierkörpers fest
am Rahmen angeordnet waren, war es stets schwierig, größere Tiere zu fesseln, da diese mit dem Rücken
die Spanneinrichtungen berühren oder sogar überragen. Auch bei sehr kleinen Tieren stellten sich
Nachteile ein, da bei den auf eine mittlere Größe abgestimmten Abmessungen die Spannmittel einen zu
großen Abstand vom Tierrücken hatten und die Festspanngurte den Tierkörper daher nicht fest genug
umschlossen.
Es ist zwar bekannt, am Rahmen oberhalb des Tierkörpers ein höhenverstellbares Joch vorzusehen,
welches den Tiergrößen angepaßt wird und die Bewegung des gefesselten Tieres verhindert. Es ist aber
nicht nur Zweck einer Fesselvorrichtung, daß das Tier sich nicht bewegen kann, sondern es ist auch
wichtig, daß der Tierkörper möglichst schonend und gleichmäßig umspannt wird und keine Einklemmung
auftritt. Diese Forderung erfüllten die bekannten Maßnahmen bisher nicht.
Neben den erwähnten Nachteilen besaßen die bekannten Einrichtungen einen weiteren Nachteil in der
Befestigung der übrigen waagerecht oder schräg verlaufenden Spanngurte, durch die der Hals, die Schulter
und der Körper übergriffen werden, denn diese Befestigung war so aufgebaut, daß beim Fesseln des
Vorrichtung zum Fesseln von Tieren
Anmelder:
Rudolf Markmann,
Sierksdorf bei Haffkrug (Lübecker Bucht)
Als Erfinder benannt:
Rudolf Markmann,
Sierksdorf bei Haffkrug (Lübecker Bucht)
Tieres die Enden der Gurte in am Rahmen befestigte Verriegelungselemente eingehakt wurden und zum
Befreien des Tieres die Verriegelungselemente durch eine gemeinsame Handhabe betätigt und die Spanngurte
ausgeklinkt wurden. Da der Tierkörper mit einem großen Gewicht gegen diese Gurte drückt,
wurden diese nach dem Ausklinken sehr stark weggeschleudert und konnten unter Umständen Schaden
anrichten.
Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einerseits zu erreichen, daß die Festspannmittel für die senkrecht
verlaufenden Gurte der Höhe der Tiere angepaßt werden können, und andererseits ein Wegschleudern
der übrigen Festspanngurte beim Lösen zu vermeiden. Entsprechend dieser Aufgabe besteht nun die Erfindung
einerseits darin, daß die auf die Tierkörperhöhe einzustellenden Holme die Spannmittel tragen
und durch ein am Rahmen in aufrechten, gegenüber der Rahmenebene etwas zur Aufnahmeseite des
Rahmens geneigten Führungen höhenverstellbar gelagertes Gestell gebildet werden.
Dadurch wird erreicht, daß die Spannmittel an der oberen Rahmenkante jeweils auf die Größe des zu
fesselnden Tieres eingestellt werden können, wobei auf der Unterseite dieser Spannmittel gepolsterte Anschläge
angebracht sein können, die sich gegen den Tierrücken legen und dadurch auch weitere Bewegungen
des Tieres verhindern. Durch die Anordnung der Spannmittel an dem höhenverstellbaren Gestell
laufen die Spanngurte über einen Teil des Tierrückens und außerdem immer zur Tierkörpermitte, so daß
jedes Tier, ob groß oder klein, von den Spanngurten gleichmäßig fest umspannt wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Verriegelungselemente derart mit einem gemeinsamen
Betätigungsorgan gekoppelt sind, daß sie sich bei Betätigung des Organs nacheinander öffnen.
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Dadurch wird erreicht, daß beim Freilassen des Tieres nach Lösen der Bauchgurte die übrigen Spanngurte
sich nacheinander lösen und daher stufenweise entlastet werden, so daß ein Wegschleudern der Spanngurte
nicht mehr eintreten kann.
An Hand eines Ausführungsbeispieles ist die Erfindung im einzelnen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Aufsicht auf den Rahmen der Vorrichtung,
F i g. 2 eine Seitenansicht des Rahmens nach Fig. 1,
F i g. 3 eine vergrößerte Darstellung der Verriegelungsvorrichtung
im Schnitt.
Der in üblicher Weise dem Tierkörper angepaßte Rahmen 1 ist mit einer nicht dargestellten Bespannung
für den Tierkörper in Form von sich kreuzenden Bändern und/oder einer durchgehenden Lederbespannung
versehen und um eine waagerechte Achse 2 an einem feststehenden oder verfahrbaren
Gestell 3 aus der senkrechten Stellung in eine waage- so
rechte Stellung kippbar gelagert. An der Unterkante des Rahmens 1 sind Aufnahmeelemente 4 mit Fesseln
für die Beine des Tieres vorgesehen.
An der Rahmenoberkante sind Rollen 5 zum Aufspulen von unterteilbaren senkrecht um den Bauch
und den Körper herumzulegenden Festspanngurten in Lagern 6 drehbar angeordnet, wobei eine gemeinsame
Welle 7 vorgesehen ist, die am einen Ende einen Vierkant 8 zum Ansetzen eines Spannschlüssels trägt. Die
Lager 6 ruhen auf Höhnen 9, welche auf der Unterseite mit einer Polsterung 10 versehen sind. Diese
winkeligen Holme 9 sind im nach unten gerichteten Schenkel 9a über Querverbindungen 11 zu einem
Gestell 12 vereint, welches in aufrechten Führungen 13 am Rahmen 1 höhenverstellbar gelagert ist. Die
Führungen können beliebiger Art sein und sind zur Ebene des Rahmens hin geneigt angebracht, so daß
bei der Höhenverstellung auch eine Verschiebung der Hohne 9 zur Tierkörpermitte eintritt, d. h. die Spannelemente
5 und das Polster 10 bleiben immer etwa auf die Tierkörpermitte eingestellt. Gleichzeitig passen
sich die Schenkel 9a in ihrem Oberteil durch ihre Schräglage der Rundung des Tierkörpers an.
Zur Höhenverstellung des Gestelles 12 dient vorteilhaft ein in eine Zahnstange 14 des Gestells eingreifendes
und durch eine Handkurbel od. dgl. verdrehbares Zahnrad 15, welches durch Sperrklinken
od. dgl. gesichert werden kann.
Für die übrigen Festspanngurte, die einerseits im Rahmen befestigt sind, sind an der Kopfseite des
Rahmens Verriegelungselemente 16 vorgesehen, die im wesentlichen aus den Riegeln 17,18 und 19 bestehen,
welche fluchtende Bohrungen fester paralleler Laschen 20 durchgreifen. Diese Verriegelungselemente sind so aufgebaut, daß sie sich bei Betäti-
gung eines gemeinsamen Betätigungsorgans 21 nacheinander öffnen. Vorteilhaft weisen hierfür die Riegel
eine unterschiedliche Länge auf, wie aus F i g. 3 ersichtlich ist. Sie sind mit einem gemeinsamen Schieber
fest verbunden, so daß bei dessen Verschiebung durch den Hebel 21 od. dgl. in Richtung des Pfeiles
zunächst der untere Riegel 17 sich aus der unteren Bohrung löst und einen zwischen den beiden Platten
20a um den Riegel gelegten Haken oder eine Öse des über die Körperseite längsverlaufenden Spanngurtes
freigibt, worauf der Riegel 18 eine weitere öse oder einen Haken eines Schultergurtes und dann der Riegel
ebenfalls den durch ihn gesicherten Spanngurt, der den Hals des Tieres überfaßt, frei gibt. Durch dieses
aufeinanderfolgende Freigeben tritt eine stufenweise Entlastung der Spanngurte ein, und ein starkes Wegschleudern
durch den Druck des in senkrechte Lage zurückgebrachten Tierkörpers wird damit vermieden.
Das beschriebene Verriegelungselement kann selbstverständlich auch vom Ausführungsbeispiel abweichend
ausgebildet sein, wesentlich ist nur, daß sich mehrere gemeinsam betätigbare Verriegelungselemente nacheinander öffnen.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Fesseln von Tieren für die Behandlung der Hufe mit einem das Tier aufnehmenden,
aus der vertikalen in eine horizontale Stellung kippbaren, bespannten Rahmen mit den
Tierkörper gegen den Rahmen haltenden sich kreuzenden Spanngurten und mit an der Rahmenoberseite
angebrachten Spannmitteln, wie drehbare und feststellbare Spulen oder Rollen für die
um den Tierkörper herumlaufenden Gurte, und mit oberhalb des Tierkörpers vorgesehenen, auf
die Tierkörpergröße einstellbaren Holmen od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Tierkörperhöhe einzustellenden Holme
(9) die Spannmittel (5) tragen und durch ein am Rahmen (1) in aufrechten, gegenüber der
Rahmenebene etwas zur Aufnahmeseite des Rahmens geneigten Führungen (13) höhenverstellbar
gelagertes Gestell (9,12) gebildet werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit mehreren am Rahmen angeordneten, verschieblich gelagerten
Verriegelungselementen für die Spanngurte, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungselemente (16) derart mit einem gemeinsamen
Betätigungsorgan (21) gekoppelt sind, daß sie sich bei Betätigung dieses Organs nacheinander öffnen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Riegel (17,18,19)
mit voneinander verschiedenen Längen mit einem gemeinsamen Schieber (22) od. dgl. fest verbunden
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 924 908, 1 017 845;
USA-Patentschriften Nr. 2 446 769.
Deutsche Patentschriften Nr. 924 908, 1 017 845;
USA-Patentschriften Nr. 2 446 769.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
«9 639/25 7.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DEM52990A DE1175484B (de) | 1962-05-25 | 1962-05-25 | Vorrichtung zum Fesseln von Tieren |
Publications (1)
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| DE1175484B true DE1175484B (de) | 1964-08-06 |
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|---|---|---|---|
| DEM52990A Pending DE1175484B (de) | 1962-05-25 | 1962-05-25 | Vorrichtung zum Fesseln von Tieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1175484B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1982003153A1 (en) * | 1981-03-18 | 1982-09-30 | Weelink Johannes Martinus Willibrordus | Device for accommodating an animal to be tended |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2446769A (en) * | 1946-11-01 | 1948-08-10 | Robert C Keirsey | Tilting chute |
| DE924908C (de) * | 1952-12-10 | 1955-03-10 | Fritz Bilkenroth | Rinderhalte- und -behandlungsgeraet |
| DE1017845B (de) | 1952-03-15 | 1957-10-17 | Fritz Bilkenroth | Vorrichtung zur Behandlung der Klauen von Paarhufern |
-
1962
- 1962-05-25 DE DEM52990A patent/DE1175484B/de active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO1982003153A1 (en) * | 1981-03-18 | 1982-09-30 | Weelink Johannes Martinus Willibrordus | Device for accommodating an animal to be tended |
| US4829937A (en) * | 1981-03-18 | 1989-05-16 | Weelink Johannes M W | Device for accommodating an animal to be tended |
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