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DE1175198B - Verfahren zum Hydrophobieren und Weich-machen von Fasermaterialien - Google Patents

Verfahren zum Hydrophobieren und Weich-machen von Fasermaterialien

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Publication number
DE1175198B
DE1175198B DEC19448A DEC0019448A DE1175198B DE 1175198 B DE1175198 B DE 1175198B DE C19448 A DEC19448 A DE C19448A DE C0019448 A DEC0019448 A DE C0019448A DE 1175198 B DE1175198 B DE 1175198B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
emulsions
parts
contain
water
triazine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC19448A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Arthur Hiestand
Dr Arthur Maeder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1175198B publication Critical patent/DE1175198B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/322Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing nitrogen
    • D06M13/35Heterocyclic compounds
    • D06M13/355Heterocyclic compounds having six-membered heterocyclic rings
    • D06M13/358Triazines
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/21Nylon

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KL: D 06 m
Deutsche Kl.: 8k-3
Nummer: 1175 198
Aktenzeichen: C 19448 IVc/8 k
Anmeldetag: 23.JuIi 1959
Auslegetag: 6. August 1964
Es ist gefunden worden, daß Fasern, welche mit Verbindungen mit beweglichen Halogenatomen zu reagieren vermögen, in vorteilhafter Weise ausgerüstet werden können, wenn man die Fasern mit wäßrigen Emulsionen imprägniert, die in Wasser unlösliche 1,3,5-Triazinverbindungen der Formel
Cl
N-C
R —N —C
I \
Ri N = C
enthalten, worin R einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise einen Alkylrest, mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen, Ri ein Wasserstoffatom oder ebenfalls einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest und X ein Chloratom oder eine H2N-Gruppe oder eine
Verfahren zum Hydrophobieren und Weichmachen von Fasermaterialien
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls und
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann,
Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Als Erfinder benannt:
Dr. Arthur Hiestand, Binningen,
Dr. Arthur Maeder, Therwil (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 24. Juli 1958 (62165)
Ri
N-Gruppe
(worin R und Ri die angegebene Bedeutung haben) darstellt und die Triazinverbindungen mit Hilfe säurebindender Mittel auf dem Fasermaterial fixiert. In den erfindungsgemäß zu verwendenden Triazinverbindungen kann demnach der in 2-Stellung ein Chloratom tragende Triazinring in 4-Stellung entweder durch ein weiteres Chloratom oder durch die Aminogruppe substituiert sein, wobei in letzterer gegebenenfalls ein oder zwei Wasserstoffatome erersetzt sind durch den Rest eines aliphatischen Kohlenwasserstoffes, der — mindestens in einem Fall — 16 bis 22 C-Atome enthält. Das in 6-Stellung befindliche Kohlenstoffatom des Triazinringes trägt eine substituierte Aminogruppe der Formel
•N
Ri
wobei R und Ri die obige Bedeutung haben.
Die Herstellung der in den Emulsionen nach der Erfindung vorhandenen wasserunlöslichen Triazinverbindungen kann auf an sich bekannte Weise erfolgen, wobei man vom Cyanurchlorid ausgeht und die bzw. den gewünschten Substituenten in 4-Stellung und/oder 6-Stellung zweckmäßigerweise durch Umsetzung mit entsprechenden Aminen einführt. Die 2,4-Dichlorverbindungen erhält man beispielsweise durch Umsetzen von Cyanurchlorid mit einem Amin der Formel R — NH — Ri, worin R einen Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise einen Alkylrest, mit 16 bis 22 C-Atomen und Ri Wasserstoff oder einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, im Molverhältnis 1 : 1 in organischer Lösung bei niedriger Temperatur. Es können auch Gemische derartiger Amine verwendet werden.
Da die erfindungsgemäßen Triazinverbindungen bei Raumtemperatur nicht flüssig sind, müssen sie zwecks Herstellung der zur Faserimprägnierung benötigten Emulsionen zuerst in einem geeigneten inerten Lösungsmittel, z. B. in Chlorbenzol oder einem Dichlorbenzol, gelöst werden. Hierzu ist jedoch in der Regel nur eine im Verhältnis zur Menge der Triazinverbindung geringe Menge an Lösungsmittel nötig, so daß dieses Gemisch weniger
409 639/384
eine Lösung in üblichem Sinn als vielmehr eine Schmelze darstellt.
Als Fasern, welche nach diesem Verfahren ausgerüstet werden können, seien tierische Fasern wie Wolle oder Seide, halbsynthetische Fasern wie Celluloseacetatfasern, vollsynthetische Fasern wie Polyamidfasern, z. B. solche aus t-Caprolactam oder solche aus Adipinsäure und Hexamethylendiamin erwähnt. Als besonders vorteilhaft erweist sich das Verfahren bei den cellulosehaltigen Fasern, wie solchen aus Leinen, Baumwolle oder regenerierter Cellulose, z. B. aus Viskosekunstseide oder Zellwolle.
Zur Herstellung der Emulsionen sollen solche Emulgatoren verwendet werden, welche keine deutlich alkalische Reaktion verursachen, damit eine Verseifung der Triazinverbindungen (Austausch von Halogenatomen gegen Hydroxylgruppen) vermieden wird. Im übrigen kommen sowohl ionogene als auch nicht ionogene Emulgatoren in Betracht. Unter den letzteren sind vor allem Polyglykolverbindungen, z. B. Polyglykolether höhermolekularer aliphatischer Alkohole zu erwähnen. Mit Vorteil wird auch — zweckmäßig zusätzlich zu einer Polyglykolverbindung — wasserlöslicher Polyvinylalkohol oder ein polypeptidhaltiger Stoff wie Gelatine als Verdickungsmittel verwendet. Weiterhin ist der Zusatz eines Kondensationsproduktes aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd zu empfehlen; dieser bewirkt, daß sich beim Verrühren der beiden Phasen rasch eine feine Emulsion der organischen Flüssigkeit (diskontinuierliche Phase) in der wäßrigen Phase (kontinuierliche Phase) zu bilden vermag.
Den Emulsionen können auch noch weitere Mittel zur Ausrüstung der Fasermaterialien zugefügt werden. Hierbei sind z. B. Appreturmittel sowie Mittel zu erwähnen, welche eine ähnliche Wirkung wie die Triazinverbindungen auszuüben vermögen, z. B. Weichmacher oder Hydrophobiermittel wie wachsartige Stoffe, beispielsweise Paraffin, Chlorparaffin, oder ein schmelzbares Polyalkylen, z. B. polymerisiertes Äthylen, Propylen oder Isobutylen. Die wachsartigen Stoffe können bei den Lösungen der Triazinverbindungen in organischen Lösungsmitteln einfach zugesetzt werden. Ebenso können sie bei den Emulsionen in der organischen Flüssigkeit zusammen mit der Triazinverbindung gelöst werden. Man kann sie auch gesondert von den Triazinverbindungen in einem organischen Lösungsmittel lösen und auf diese Weise Emulsionen mit zwei verschiedenen diskontinuierlichen Phasen herstellen.
Der Gehalt der Emulsionen an Triazinverbindung kann in sehr weiten Grenzen schwanken. Man kann beispielsweise Emulsionen in der für die Imprägnierung des Fasermaterials erforderlichen Konzentration direkt herstellen. Diese beträgt beispielsweise 3 bis 10 Teile Triazinverbindung in 100 Teilen der Emulsion.
Im allgemeinen ist es jedoch vorteilhafter, Emulsionen von hohem Gehalt an Triazinverbindungen herzustellen, die dann vor Gebrauch durch Zusatz von Wasser zur konzentrierten Emulsion verdünnt werden.
Die Fasermaterialien können mit Vorteil bei Raumtemperatur oder höchstens leicht erhöhter Temperatur in üblicher Weise z. B. durch Tränken, Aufsprühen oder Beschichten imprägniert werden. Besonders zweckmäßig ist es, Gewebe mit den Emulsionen am Foulard zu imprägnieren.
Anschließend an die Imprägnierung erfolgt, gewünschtenfalls nach einer Zwischentrocknung bei Raumtemperatur oder höchstens leicht erhöhter Temperatur, die Fixierung mit Hilfe des säurebindenden Mittels mit dem Zweck, die Halogentriazinverbindungen mit dem Fasermaterial chemisch umzusetzen, so daß sie (homöopolar) an das Fasermaterial, z. B. an die Sauerstoffatome der Cellulose, gebunden werden.
Diese Behandlung kann vorteilhaft mit verdünnter wäßriger Natriumcarbonatlösung ausgeführt werden. Zum mindesten bei den Dichlortriazinverbindungen genügen für die Fixierung auf der Faser Temperaturen, die höchstens 30 bis 400C betragen.
Durch die Behandlung der Fasermaterialien nach dem vorliegenden Verfahren wird in der Regel ein Hydrophobiereffekt und gleichzeitig ein weicher Griff der Fasern erzielt.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, wo nichts anderes bemerkt wird, Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente.
Beispiel 1
A. Herstellung der Triazinverbindung
100 Teile (0,362MoI) eines käuflichen Stearylamins, welches 93% Octadecyiamin, 6% Hexadecylamin und l°/o Octadecenylamin enthält, werden in 2000 Teilen Aceton bei 50 bis 6O0C gelöst. Durch Kühlen auf 2 bis 5°C unter Rühren erhält man eine feine Suspension. Dieser fügt man langsam eine in gleicher Weise hergestellte Suspension aus 67 Teilen (0,52 Mol) Cyanurchlorid und 320 Teilen Aceton hinzu. Es ist darauf zu achten, daß die Temperatur des Gemisches nicht über 5° C ansteigt. 3 Stunden nach dem Eintragen der Cyanurchloridsuspension läßt man die Temperatur auf 100C ansteigen und fügt eine 5°C warme Lösung aus 170 Teilen Wasser und 19,2 Teilen Natriumcarbonat hinzu. Hierauf läßt man weitere 18 Stunden bei Zimmertemperatur ausrühren. Die Reaktionsmischung zeigt einen pH-Wert von 5 bis 6. Sie wird nun abgenutscht und das Filtergut zuerst mit lauwarmem, dann mit kaltem Wasser gewaschen, bis das Filtrat vollständig neutral reagiert. Nach dem Trocknen im Vakuum bei 400C erhält man etwa 126 Teile einer kristallisierten Substanz vom Schmelzpunkt 72 bis 730C.
An Stelle des oben angegebenen Amingemisches kann ein beliebiges anderes primäres oder sekundäres höhermolekulares Alkylamin verwendet werden. So erhält man z. B. aus 170 Teilen eines käuflichen Dialkylamins, dessen Alkylreste zu 75% 18 Kohlenstoffatome und zu 25% 16 Kohlenstoffatome enthalten, ein Umsetzungsprodukt, das nach dem Umkristallisieren aus Alkohol etwa 191 Teile einer schön kristallisierten Substanz liefert, die bei 126 bis 135° C schmilzt.
Ungesättigte Amine, wie Octadecenylamin (Oleylamih) oder ein Amingemisch, hergestellt aus Kokosfett, geben keine schön kristallisierten Produkte.
B. Herstellung von Emulsionen
In einem offenen Rührgefäß werden unter Rühren 3 Teile eines durch Anlagerung von 80 MoI Äthylenoxyd an 1 Mol Oleinalkohol erhaltenen Emulgators und 1,2 Teile eines mit wäßriger Natriumhydroxydlösung neutralisierten Kondensationsproduktes aus
Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd mit 30Teilen einer etwa 10%igen wäßrigen Polyvinylalkohollösung mit einer Viskosität bei 20 3C von = 72/3 cP auf etwa 70°C erwärmt. Hierauf werden der Lösung 5,8 Teile Wasser zugefügt und 40,5 Teile einer etwa 900C warmen Schmelze aus 3,7 Teilen Chlorbenzol und 36,8 Teilen eines Triazinderivates, dessen Herstellung unter A. beschrieben ist, eingegossen. Nun wird die Mischung bis zur Bildung einer Emulsion sehr rasch gerührt. Anschließend werden weitere 26 Teile Wasser von etwa 7O0C zugefügt, worauf die Emulsion noch homogenisiert wird. Man erhält nach dem vollständigen Erkalten 100 Teile einer salbigen Masse, die leicht gelblich gefärbt ist.
Statt 36,8 Teile des erwähnten Triazinderivates kann man auch eine entsprechende Schmelze aus gleichen Teilen des Triazinderivates und Paraffin vom Schmelzpunkt 50 bis 52°C verwenden.
C. Ausrüsten von Fasermaterial
Baumwollgabardine wird am Foulard auf etwa 100% Gewichtszunahme mit einem 300C warmen Bad behandelt, das im Liter 100 g der nach B hergestellten Emulsion enthält. Nach dem Trocknen durch Verhängen bei Zimmertemperatur wird die Garbadine in einem zweiten Bad mit 20 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat im Liter bei 300C foulardiert. Dann wird getrocknet, während 5Minuten bei 1600C einer Hitzebehandlung unterworfen, mit verdünnter Essigsäure abgesäuert, gespült und hierauf nach nochmaligem Trocknen gebügelt.
Das so behandelte ungewaschene Gewebe sowie das Gewebe, das mit einer wäßrigen Lösung, die im Liter 5 g Seife und 2 g wasserfreies Natriumcarbonat enthält, gewaschen worden ist, ist nun wasserabweisend und besitzt einen weicheren Griff als das unbehandelte Gewebe.
Beispiel 2 A. Herstellung der Triazinverbindung
In einem mit Tropftrichter und Thermometer versehenen Rührgefäß wird eine Suspension von 67 Teilen Cyanurchlorid in 320 Teilen Aceton auf 00C gekühlt und hierzu innert etwa 1 Stunde eine Lösung von 100 Teilen technischem Stearylamin (Molekulargewicht 276) in 2000 Teilen Aceton zugetropft, wobei die Temperatur zwischen —2 und +20C gehalten wird. Nach beendigtem Zutropfen läßt man die Temperatur auf +1O0C ansteigen und tropft eine Lösung von 19,2 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat in 170 Teilen Wasser im Verlaufe von etwa 50 bis 60 Minuten zu, so daß die Temperatur zwischen 10 und 150C gehalten werden kann. Hierauf läßt man allmählich auf Raumtemperatur erwärmen und rührt noch 3 bis 4 Stunden weiter. Das ausgefallene weiße Pulver wird abgetrennt und die Acetonlösung im Vakuum bei höchstens 400C zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird in 1000 Teilen Wasser von etwa 500C Wärme aufgeschlämmt, abgesaugt und auf der Nutsche noch zweimal mit je 1000 Teilen kaltem Wasser ausgewaschen, worauf bei 500C im Vakuum bis zur Gewichtskonstanz getrocknet wird.
Man erhält etwa 119 Teile (77% der Theorie) 2-Octadecylamino-4,6-dichlor-l,3,5-triazin in Form eines blaßgelben Pulvers. (Schmelzpunkt 71 bis 75°C).
Analyse:
Berechnet
gefunden
N 13,42%, Cl 16,98%;
N 13,25%, Cl 16,30%.
In einem mit Gaseinleitungsrohr, Rückflußkühler und Thermometer versehenen Rührgefäß von 2000 Raum teilen Inhalt werden 118 Teile 2-Octadecylamino-4,6-dichlor-l,3,5-triazin in 1000 Teilen absolutem Alkohol gelöst, und bei 500C Innentemperatur wird nun während 4 Stunden Ammoniakgas eingeleitet. Im Verlaufe der Reaktion beobachtet man einen vorübergehenden Temperaturanstieg von 6 bis 70C. Nach beendigtem Einleiten von Ammoniakgas kühlt man auf 0 bis +50C ab, saugt den Niederschlag ab, und trocknet bei 500C im Vakuum. Man erhält etwa 102 Teile Rohprodukt.
Das Rohprodukt wird aus 400 Teilen Benzol umkristallisiert und das Filtrat kurz vor dem Absaugen auf +80C gekühlt. Man trocknet wieder bei 500C im Vakuum und erhält etwa 75 Teile 2-Octadecylamino-4-amino-6~chlor-l,3,5-triazin (67% der Theorie) in Form eines hellgelben Pulvers vom Schmelzpunkt 101 bis 1030C.
Analyse:
Berechnet
gefunden
N 17,60%, Cl 8,91%;
N 17,41%, Cl 8,76%.
B. Herstellung von Emulsionen
Man arbeitet, wie im Beispiel 1 unter B angegeben, unter Verwendung einer Schmelze aus 3,7 Teilen Chlorbenzol, 18,4 Teilen Paraffin vom Schmelzpunkt 50 bis 52° C und 18,4 Teilen 2-Octadecylamino^-amino-o-chlor-1,3,5-triazin.
C. Ausrüsten von Fasermaterial
Man arbeitet nach der unter C im Beispiel 1 angegebenen Vorschrift und erhält ebenfalls ein wasserabweisendes Gewebe mit weichem Griff.
Beispiel 3
A. Herstellung der Triazinverbindung
In einem mit Thermometer und Tropftrichter versehenen Rührgefäß von 5000 Raumteilen Inhalt wird eine Suspension von 67 Teilen Cyanurchlorid in 320 Teilen Aceton auf O0C gekühlt und hierzu in etwa 45 bis 50 Minuten eine Lösung von 113 Teilen einer handelsüblichen Mischung primärer Alkylamine, enthaltend etwa 10% Stearylamin, 55% Arachidylamin und 35% Behenylamin, in 2000 Teilen Aceton zugetropft, wobei die Temperatur zwischen —2 und +20C gehalten wird. Nach beendigtem Zutropfen läßt man die Temperatur auf +100C ansteigen und tropft eine Lösung von 19,2 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat in 100 Teilen Wasser in 10 Minuten zu, so daß die Temperatur zwischen 10 und 15°C gehalten werden kann. Hierauf läßt man allmählich auf Raumtemperatur erwärmen und rührt noch 3 bis 4 Stunden weiter. Die Suspension wird im Vakuum bei höchstens 400C zur Trockne eingedampft und der Rückstand aus 400 Teilen Benzol umkristallisiert. Kurz vor dem
Absaugen kühlt man noch auf +80C. Man trocknet bei 500C im Vakuum und erhält etwa 28,5 Teile I-Alkylamino-^o-dichlor-U^-triazin. dessen Alkylreste zur Hauptsache 20 bis 22 Kohlenstoffatome aufweisen und das bei 96 bis 100°C schmilzt.
B. Herstellung der Emulsion und
C. Ausrüstung von Fasermaterial
10%igen Gelatinelösung ersetzt und zum Emulgieren eine Schmelze aus 18 Teilen Triazinverbindung (s. Beispiel 1 A) und 18 Teile eines PoIyäthylenglykols vom Molekulargewicht 300 verwendet, wobei man anschließend die entstandene Emulsion sofort mit 200 Teilen Wasser von 800C verdünnt.
Man arbeitet unter Verwendung des nach Beispiel 3 A erhaltenen Alkylaminodichlortriazins nach den Angaben des Beispiels 2. Es wird ein wasserabweisendes Gewebe mit weichem Griff erhalten.
B e i s ρ i e 1 4 [5
A. Herstellung der Triazinverbindung
In einem mit Rückflußkühler und Thermometer versehenen Rührgefäß mit 2000 Raumteilen Fassungsvermögen wird eine Suspension von 60 Teilen 2 - Octadecylamino - 4,6 - dichlor -1,3,5 - triazin und 39,7 Teilen technischem Stearylamin (Molekulargewicht 276) in 1500 Teilen Aceton und 500 Teilen Benzol während 5 Stunden bei Siedetemperatur (etwa 55° C) unter Rückfluß gerührt. Hierauf kühlt man auf Raumtemperatur und saugt ab. Das Rohprodukt wird in feuchtem Zustand aus 500 Teilen Benzol umkristallisiert, wobei man kurz vor dem Abfiltrieren auf +80C abkühlt. Man trocknet bei 50°C im Vakuum und erhält etwa 57 Teile (62% der Theorie) 2,4-Di-(octadecylamino)-6-chlor-l ,3,5-triazin vom Schmelzpunkt 133 bis 1350C.
B. Herstellung der Emulsion und
C. Ausrüstung von Fasermaterial
Aus 2,4-Di-(octadecylamino)-6-chlor-l,3,5-triazin wird nach der Vorschrift des Beispiels 2 B. eine Emulsion hergestellt. Ein mit dieser nach den Angaben des Beispiels 1 C behandeltes Gewebe ist wasserabweisend und besitzt einen weichen Griff.
Beispiel 5
Unter Verwendung der in einem der Beispiele 2 bis 4 unter A beschriebenen Triazinverbindungen 4s stellt man eine Emulsion her. Hierbei verfährt man nach der im Beispiel 2 unter B angegebenen Vorschrift, verwendet aber an Stelle der Polyvinylalkohollösung 30 Teile einer 10%igen Gelatinelösung und fügt den am Schluß zuzugebenden 26 Teilen y Wasser von 70° C noch 1 Teil Natriumborat hinzu. Man erhält — zum Teil in Form von Pasten — sehr feine Emulsionen, die sich mit Wasser verdünnen lassen.
Ähnliche Emulsionen erhält man, wenn man Dinatriumphosphat an Stelle von Natriumborat zusetzt.
Zur Erzeugung eines weichen Griffes und einer wasserabweisenden Ausrüstung arbeitet man mit diesen Emulsionen nach der Vorschrift des Beispiels I C.
Beispiel 6
Stark kolloidale, zum Wasserabweisendmachen und zur Erzeugung eines Weichgriffes gemäß der Vorschrift des Beispiels 1 C. geeignete Emulsionen kann man nach Beispiel 1 B. herstellen, indem man den Polyvinylalkohol durch die gleiche Menge einer
Beispiel 7
In einem offenen Rührgefaß werden unter Rühren 3 Teile eines durch Anlagerung von 80 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Oleinalkohol erhaltenen Emulgators und 1,2 Teile eines mit wäßriger Natriumhydroxydlösung neutralisierten Kondensationsproduk'.es aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd mit 30 Teilen einer 10°/oigen Gelatinelösung auf 80 bis 85°C erwärmt. Hierauf werden 9,5 Teile heißes Wasser zugefügt und 36 Teile einer 98 bis 100°C warmen Schmelze aus je 12 Teilen Chlorbenzol, Polyäthylen und einer Triazinverbindung, hergestellt nach Beispiel 1 A, Absatz 2 (2-Dialkylamino-4,6-dichlor-l,3,5-triazin), langsam eingegossen. Die Schmelze wird rasch aufgenommen unter Bildung einer Emulsion. Anschließend werden weitere 26 Teile Wasser von 70 bis 75°C zugefügt, worauf die Emulsion noch homogenisiert wird. Man erhält eine sehr kolloidale Emulsion, die anschließend mit warmem Wasser auf Badkonzentration verdünnt wird.
Baumwollpopeline, mit einer solchen Lösung behandelt gemäß Beispiel 1 C, zeigt einen angenehmen weichen Griff.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Hydrophobieren und Weichmachen von Fasermaterialien, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Fasern, welche mit Verbindungen mit beweglichen Halogenatomen zu reagieren vermögen, mit wäßrigen Emulsionen imprägniert, die in Wasser unlösliche Dichlortriazinverbindungen der Formel
Cl
N-C
R —N —C
ι \
Ri
N = C
enthalten, worin R einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise einen Alkylrest, mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen, Ri ein Wasserstoffatom oder ebenfalls einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest und X ein Chloratom oder eine Aminogruppe, z. B. eine H2N-Gruppe oder eine R — N — Ri-Gruppe (worin R und Ri die angegebene Bedeutung haben) darstellt, worauf die imprägnierten und gegebenenfalls getrockneten Fasern mit einem säurebindenden Mittel nachbehandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen als Emulgator einen Polyglykoläther eines höhermolekularen Alkohols enthalten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen Polyvinylalkohol enthalten.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen polypeptidhaltige Verdickungsmittel, ζ. Β. Gelatine enthalten.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen ein Kondensationsprodukt aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd enthalten.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen noch weitere wasserabweisende Stoffe enthalten.
10
IO
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen Paraffin oder Chlorparaffin enthalten.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen schmelzbare Polyäthylene enthalten.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß man Cellulosefasern in der angegebenen Weise ausrüstet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasermaterial nach der Behandlung mit dem säurebindenden Mittel einer trockenen Hitzebehandlung unterworfen wird.
DEC19448A 1958-07-24 1959-07-23 Verfahren zum Hydrophobieren und Weich-machen von Fasermaterialien Pending DE1175198B (de)

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