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DE1174172B - Strahlablenkvorrichtung, insbesondere fuer Schubduesen von Luftfahrzeugen mit Unterschallgeschwindigkeit - Google Patents

Strahlablenkvorrichtung, insbesondere fuer Schubduesen von Luftfahrzeugen mit Unterschallgeschwindigkeit

Info

Publication number
DE1174172B
DE1174172B DEN20794A DEN0020794A DE1174172B DE 1174172 B DE1174172 B DE 1174172B DE N20794 A DEN20794 A DE N20794A DE N0020794 A DEN0020794 A DE N0020794A DE 1174172 B DE1174172 B DE 1174172B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blades
flow
pivotable
profile
blade
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN20794A
Other languages
English (en)
Inventor
Ruediger Ernst Kosin
Palos Verdes Estates
William Gordon Stuart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Northrop Grumman Corp
Original Assignee
Northrop Grumman Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Northrop Grumman Corp filed Critical Northrop Grumman Corp
Publication of DE1174172B publication Critical patent/DE1174172B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C29/00Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft
    • B64C29/0008Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded
    • B64C29/0041Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by jet motors
    • B64C29/0066Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by jet motors with horizontal jet and jet deflector

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Strahlablenkvorrichtung, insbesondere für Schubdüsen von Luftfahrzeugen mit Unterschallgeschwindigkeit Es sind Flugzeuge mit Strahltriebwerken bekannt, deren Treibgase durch eine Anzahl zueinander paralleler, in Strömungsrichtung stufenförmig gegeneinander versetzter schwenkbarer Ablenkschaufel aus einer Strömungsrichtung nach rückwärts zur Vortriebserzeugung in eine Strömungsrichtung nach abwärts zur Auftriebserzeugung oder auch in eine Zwischenrichtung abgelenkt werden können.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß das Profil jeder der beiden Seiten der umströmten Schaufeln aus einem festen Teil und zwei schwenkbaren Teilen besteht, wobei der eine der beiden schwenkbaren Teile zur Begrenzung der Strömung auf der einen Seite der Schaufel und der andere der beiden schwenkbaren Teile zur Begrenzung der Strömung auf der anderen Seite der Schaufel dient, und daß das Profil jeder der beiden am Rand derAblenkvorrichtung liegenden, nur auf einer Seite vom abzulenkenden Strahl umströmten Ablenkschaufeln aus einem festen Teil und aus, einem schwenkbaren Teil besteht.
  • Diese Ausbildung der Ablenkschaufeln hat den Vorteil, daß für jeden Ablenkwinkel der Treibgase konvergente Düsen mit konstantem Austrittsquerschnitt gebildet werden können, die bekanntlich den günstigsten Wirkungsgrad für den Antrieb, insbesondere für Luftfahrzeuge mit Unterschallgeschwindigkeit, liefern.
  • Weitere Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß vorzugsweise der die Strömung auf der Ablenkseite der Schaufel begrenzende schwenkbare Teil das Profil eines Kreisabschnittes hat und beim Verschwenken mit seiner kreisförmigen Seite in einer entsprechend konkav geformten Wölbung der festen Schaufel gleitet. Dabei kann der die Strömung auf der Nichtablenkseite der Schaufel begrenzende schwenkbare Teil das Profil eines Keils haben, der mit seiner Wurzel am Ende des festen Schaufelteils angelenkt ist. Beide schwenkbare Teile können auch je das Profil von Keilen haben, die mit ihren Wurzeln an Achsen angelenkt sind, die mit gegenseitigem Abstand im hinteren Teil des festen Schaufelteils liegen, und bei Nichtablenkung der Strömung aneinanderliegen, um ein einziges keilförmiges Profil zu bilden. Die Verschwenkung der die Strömungen auf den Ablenkseiten der Schaufeln begrenzenden schwenkbaren Teile kann getrennt von der Verschwenkung der die Strömungen auf den Nichtablenkseiten der Schaufeln begrenzenden schwenkbaren Teile erfolgen und ist vorzugsweise in der Weise abgestimmt, daß bei jeder Schwenkstellung konvergente Strömungskanäle mit konstantem Austrittsquerschnitt zwischen den Schaufeln gebildet werden. Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Seitenansicht eines Flugzeuges mit einer Strahlablenkvorrichtung nach der Erfindung, F i g. 2 eine vergrößert gezeichnete perspektivische Ansicht der Ablenkvorrichtung; nach F i g. 1, F i g. 3, 4 und 5 Querschnitte durch die Ablenkschaufeln nach F i g. 2 für verschiedene Ablenkwinkel, F i g. 6 eine graphische Darstellung des gegenseitigen Verhältnisses der Schwenkwinkel der beiden Schaufelgruppen der Ablenkvorrichtung nach F i g. 2, F i g. 7 eine vergrößerte perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Ablenkvorrichtung nach der Erfindung, F i g. 8, 9 und 10 Querschnitte durch die Ablenkschaufeln nach F i g. 7 für verschiedene Ablenkwinkel, F i g. 11 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 7, F i g. 12 eine perspektivische Ansicht einer Gelenkverbindung zwischen der festen und den beweglichen Schaufeln der Ablenkvorrichtung nach F i g. 7, F i g. 13 eine schematische Ansicht eines Steuersystems zum Steuern und Betätigen der Ablenkvorrichtungen nach F i g. 2 und 7, F i g. 14 eine graphische Darstellung zum Vergleich des Wirkungsgrades von konvergenten Düsen gegenüber konvergent-divergenten Düsen bei verschiedenen Düsendruckverhältnissen und F i g. 15 eine graphische Darstellung des gegenseitigen Verhältnisses der Schwenkwinkel der beiden Schaufelgruppen der Ablenkvorrichtung nach F i g. 7.
  • F i g. 1 zeigt ein Düsenflugzeug 11, das einen Rumpf 12, Flügel 14, ein Höhenleitwerk 16 und ein Seitenleitwerk 17 hat. Der Vortrieb für das Flugzeug wird mit einem Turbinenmotor 18 erzielt, der eine Schubdüse 19 aufweist, die an einer Stelle in der Nähe der Längsmitte des Flugzeugs 11 Abgas ausströmt. Luft tritt in den Motor 18 durch ein paar Ansaugleitungen 21 ein, von denen sich eine auf jeder Seite des Rumpfes 12 befindet. In der dargestellten Ausführungsform ist die Ablenkvorrichtung 22 an dem hinteren Ende der Schubdüse 19 angenähert senkrecht unter dem Schwerpunkt des Flugzeugs 11 angeordnet. Die Schubdüse 19 hat an der Stelle, an der sie aus dem Flugzeug 11 austritt, rechteckigen Querschnitt und bildet dadurch eine geeignete Konstruktion zum Anbringen der Ablenkvorrichtung 22. Obgleich in F i g. 1 nur eine Ablenkvorrichtung 22 dargestellt ist, können mehr als eine Ablenkvorrichtung in dem Flugzeug 11 verwendet und ihre Anbringungsstellen mit dem in dem Flugzeug verwendeten Typ des Motors, der Leitungsführung usw. abgestimmt werden.
  • Einzelheiten einer Ausführungsform der Ablenkvorrichtung 22 sind in F i g. 2 dargestellt, wobei diese .@usführungsform insgesamt mit dem Bezugszeichen 22 a bezeichnet ist. Aus F i g. 2 ist ersichtlich, daß die Ausführungsform 22a aus einem ersten Satz beweglicher Schaufeln 23, 24 und 25, einem zweiten Satz beweglicher Schaufeln 26, 27 und 28 und einem Satz fester oder unbeweglicher Schaufeln 29, 30, 31 und 32 besteht. Die beiden Sätze beweglicher Schaufeln und der Satz fester Schaufeln sind in einer weiter unten beschriebenen Weise so zusammengebaut, daß sie drei Düsen 42, 43 und 44 begrenzen. Aus F i g. 3,4 und 5 ist ersichtlich, daß der erste Satz beweglicher Schaufeln 23, 24 und 25 teilweise die unteren Begrenzungsflächen der Düsen 42, 43 und 44 bildet, weshalb diese Schaufeln im folgenden als untere Schaufeln bezeichnet sind. In gleicher Weise bildet der zweite Satz beweglicher Schaufeln 26, 27 und 28 teilweise die oberen Begrenzungsflächen der Düsen 42, 43 und 44, weshalb diese Schaufeln im folgenden als obere Schaufeln bezeichnet sind.
  • Die festen Schaufeln 29 und 32 sind parallel zu den oberen bzw. unteren Wänden der Schubdüse 19 an deren Ausgangsende befestigt. Die festen Schaufeln 30 und 31 sind in gleichem Abstand zwischen den Schaufeln 29 und 32 parallel zu diesen angeordnet. Wie am besten aus F i g. 3, 4 und 5 ersichtlich ist, sind die Schaufeln 29 bis 32 zueinander stufenförmig versetzt. Die Querschnittsform der Schaufeln 29 bis 32 ist am besten aus F i g. 2 bis 5 ersichtlich. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Flächen 33 dieser Schaufeln achsparallele Streifen von Kreiszylindermänteln bilden, deren Achsen in einer gemeinsamen, mit Buchstaben A bezeichneten Ebene liegen.
  • Die unteren Schaufeln 23, 24 und 25 haben im wesentlichen keilförmigen Querschnitt und sind an die hinteren Enden der festen Schaufeln 30, 31 und 32 angelenkt. Ihre Verschwenkung erfolgt durch Wellen 34 (F i g. 2), welche die Schwenkachsen bilden. Lager für die Wellen 34, die in einer gemeinsamen Ebene B liegen (F i g. 3, 4 und 5), werden von den festen Schaufeln 29 bis 32 gebildet.
  • Die oberen Schaufeln 26, 27 und 28 haben die Form von achsparallelen Kreiszylinderabschnitten und liegen mit ihren Zylinderflächen 36 an den unteren Flächen 36 der festen Schaufeln an. Ihre Schwenkachsen fallen mit den Achsen der zylindrischen Oberflächen 33 der festen Schaufeln zusammen. Die Verschwenkung der oberen Schaufeln 26, 27 und 28 erfolgt durch Wellen 37 (F i g. 2), die die Schwenkachsen der oberen Schaufeln bilden und daher ebenfalls in der Ebene B liegen.
  • Den unteren Schaufeln 23 bis 25 wird gleiche und gleichzeitige Schwenkbewegung durch die gemeinsame Gestängeanordnung 38 erteilt. Das oberste Glied der Anordnung 38 erhält seine Schwenkbewegung durch eine übliche Schraubenwindenanordnung 39 und überträgt diese Bewegung auf jede der unteren Schaufeln. Gleiche und gleichzeitige Bewegung erhalten auch die oberen Schaufeln 26 bis 28 durch die gemeinsame Gestängeanordnung 41. Das oberste Glied der Anordnung 41 erhält seine Schwenkbewegung durch eine übliche Schraubenwindenanordnung 39, wobei diese Bewegung auf jede der oberen Schaufeln übertragen wird.
  • Die Gestängeanordnungen 38 und 41 sowie auch die Wellen 34 und 37 werden von Gestenelementen 42 getragen. Es ist nur je eine der Gestängeanordnungen 38 und 41 in F i g. 2 dargestellt, jedoch befindet sich je eine solche Anordnung auf jeder Seite der Ablenkvorrichtung 22. Die obige Anordnung vermindert die Wahrscheinlichkeit der Verziehung und Verklemmung, die sonst zweifellos zwischen den oberen und unteren Schaufeln auftreten würde.
  • Wie zuvor erwähnt wurde, soll das Flugzeug 11 nur mit Unterschallgeschwindigkeit fliegen. Infolgedessen wird ein Motor mit einem niedrigen Druckverhältnis für diesen Flugzeugtyp ausgewählt. Eine konvergente Düse arbeitet am leistungsfähigsten bei diesem Motortyp, wie in der Technik bekannt und graphisch in F i g. 14 dargestellt ist. Aus dieser Figur erkennt man, daß bei niedrigen Druckverhältnissen eine konvergente Düse angenähert 98% eines Düsenmotorschubes ausnutzt, während konvergent-divergente Düsen einen bei weitem geringeren Wirkungsgrad haben. Es ist daher wesentlich, daß die festen und beweglichen Schaufeln der Ablenkvorrichtung 22a so zusammenarbeiten, daß sie in jeder Lage konvergente Düsen bilden, wenn die beweglichen Schaufeln durch ihre entsprechenden Winkelbereiche hindurch betätigt werden. Wenn ein Turbinenmotor mit maximalem Wirkungsgrad in seinem gesamten Betriebsbereich arbeiten soll, ist es auch wesentlich, daß die Querschnittsabmessung t der Düseneinschnürung, durch welche die Abgase ausgestoßen werden, konstant gehalten wird. Die obigen Bedingungen sind durch die Konstruktion der Ablenkvorrichtung 22a erfüllt.
  • Aus den F i g. 2 bis 5 erkennt man, daß die festen und die oberen und unteren Schaufeln zusammenarbeiten, um die konvergenten Düsen 42, 43 und 44 zu bilden, wenn die beiden letztgenannten Schaufelsätze durch ihre entsprechenden Bereiche hindurchbewegt werden, d. h. zwischen ihren Stellungen zur Erzeugung von Vortrieb (F i g. 3) oder Auftrieb (F i g. 5). Aus den obigen Darlegungen ist ersichtlich, daß die Querschnittsflächen der Düsen 42, 43 und 44 an ihren entsprechenden Einschnürungen ebenfalls konstant gehalten werden. Der Winkel a zwischen der Achse der Schubdüse 19 und den Ebenen A und B beträgt angenähert 30°. Der im folgenden als Versatzwinkel der Ablenkvorrichtung 22a bezeichnete Winkel a ermöglicht die vorgenannte kaskadenförmige Anordnung der Düsen 42, 43 und 44, wie im wesentlichen in F i g. 1 dargestellt ist.
  • Die Ausgangselemente 44 der Schraubenwindenanordnung sind schwenkbar an den gegabelten Enden der obersten Glieder der Gestängeanordnungen 38 und 41 angebracht. Den Schraubenwindenanordnungen 39 wird Drehbewegung mittels flexibler Wellen 46 od. dgl. erteilt. Diese Bewegung wird durch geeignete Zahnradgetriebevorrichtungen 47 in lineare Bewegung umgesetzt. Somit wird die Drehbewegung der flexiblen Wellen 46 im Uhrzeigersinn oder diesem entgegengesetzt den Schaufeln 23 bis 25 und 26 bis 28 gemäß dem Ausmaß und der Richtung der Drehbewegung der Wellen 46 erteilt.
  • Die in F i g. 13 schematisch dargestellte Regel-oder Steuereinrichtung umfaßt Vorrichtungen zum Regeln oder Steuern der Bewegung der entsprechenden Schaufeln der Ablenkvorrichtung 22a. Die in F i g. 13 gezeigten Vorrichtungen bilden übliche Bauelemente und stellen lediglich eines von mehreren Systemen dar, die angewandt werden können, um die Bewegung der oberen Schaufeln 26 bis 28 und der unteren Schaufeln 23 bis 25 zu steuern. Kurz zusammengefaßt enthält das veranschaulichte System Vorrichtungen 51 zum Aufnehmen oder Abtasten der Fluggeschwindigkeit, der Flughöhe und des Flugzustandes sowie der Änderungsgeschwindigkeit der Höhe des Flugzeugs 11. Signale von der Vorrichtung 51 werden einem Summierungsrechner, z. B. dem automatischen Kurssteuerungsrechner 52, zugeführt. Kommandosignale von dem Rechner 52 gelangen an ein Betätigungsorgan 53, und entsprechende mechanische Bewegungen werden durch geeignete mechanische Gestängeanordnungen, z. B. die Schraubenwinden 39 und 39', an die oberen Schaufeln 26 bis 28 und die unteren Schaufeln 23 bis 25 übertragen. Mit unterbrochenen Linien in F i g. 13 veranschaulichte Rückführungssignale gelangen an den Rechner 52 zurück und zeigen die Momentanstellungen der oberen und unteren Schaufeln an. Bei einwandfreier Bewegung der oberen und unteren Schaufeln heben die Rückführungssignale die Kommandosignale auf, und es werden keine weiteren Kommandosignale an ; das Betätigungsorgan 53 übertragen, so daß weitere Bewegungen der Schaufeln 23 bis 25 und 26 bis 28 ausgeschlossen sind, bis wieder unterschiedliche Signale an den Rechner 52 geliefert werden oder sich die Fluggeschwindigkeit, Flughöhe, Flugzustand usw. ; des Flugzeugs 11 ändern. Energie für das Betätigungsorgan 53 wird von einer Stromversorgungsquelle 54 geliefert.
  • Die Aufnahme- oder Abtastvorrichtung 51 und die von dieser empfangenen Signale bilden ein automatisches Steuer- oder Regelsystem, wobei jedoch die Signale von der Abtastvorrichtung 51 von einer von dem Piloten betätigten Steuereinheit 56 oder von einem halbautomatischen Zustandswähler 57 übersteuert werden können. Durch Bedienung des Wäh- E lers 57 können die Schaufeln 23 bis 25 und 26 bis 28 automatisch in Stellungen zur Vor- oder Auftriebserzeugung eingestellt werden. Der Wähler 57 kann eine übliche Wiedergabeeinrichtung irgendeines geeigneten Typs bilden.
  • Die Winkelbewegung der oberen Schaufeln 26 bis 28 und der unteren Schaufeln 23 bis 25 erfolgt folgendermaßen: Den oberen und unteren Schaufeln wird in ihrer Stellung zur Vortriebserzeugung (F i g. 3) anfänglich eine gleichzeitige Winkelbewegung im Uhrzeigersinn erteilt. Man erkennt aus F i g. 3, daß die Abmessungen der Düsen 42, 43 und 44 gleich sind, wie durch den Buchstaben t markiert ist. Bei Verkleinerung der Abmessung t infolge weiterer Bewegung der oberen Schaufeln 26 bis 28 wird gleichzeitig den unteren Schaufeln 23 bis 25 eine ausreichende Bewegung im Uhrzeigersinn erteilt, um die Querschnittsabmessung t der Einschnürung konstant zu halten.
  • In der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform ist die spezielle Winkelbewegung der oberen Schaufeln 26 bis 28 und der unteren Schaufeln 23 bis 25 aus dem Diagramm nach F i g. 6 ersichtlich. Aus dem erwähnten Diagramm und unter der Annahme, daß sich die oberen und unteren Schaufeln in ihrer Stellung zur Vortriebserzeugung (durch die Nullordinaten in F i g. 6 dargestellt) befinden, ist ersichtlich, daß eine Winkelbewegung von angenähert 3° den oberen Schaufeln erteilt wird, bevor den unteren Schaufeln 23 bis 25 irgendeine Winkelbewegung erteilt wird. Die Relativbewegung der oberen Schaufeln 26 bis 28 mit Bezug auf die unteren Schaufeln 23 bis 25, wenn diese Schaufeln durch ihre entsprechenden Winkelbereiche hindurchbewegt werden, kann auch im Zusammenhang mit dem Diagramm aus F i g. 6 ermittelt werden. Beispielsweise ist ersichtlich, daß zu einer solchen Zeit, zu der die oberen Schaufeln 26 bis 28 eine Uhrzeigerbewegung von 30° aus ihrer Stellung zur Vortriebserzeugung erfahren haben, den unteren Schaufeln 23 bis 25 eine Bewegung von angenähert 38° erteilt worden ist. Andere Relativbewegungen der oberen und unteren Schaufeln können in der gleichen Weise ermittelt werden.
  • Eine andere Ausführungsform der Schubvektoriervorrichtung ist in F i g. 7 dargestellt und insgesamt mit dem Bezugszeichen 22 b bezeichnet. In F i g. 7 bis 10 sind für gleiche Bauelemente gleiche Bezugszeichen wie in den F i g. 2 bis 5 verwendet, jedoch unter Zusatz eines Beistriches.
  • Grundbauelemente der Schubvektoriervorrichtung 22b sind feste Schaufeln 29' bis 32', obere bewegliche Schaufeln 26' bis 28', untere bewegliche Schaufeln 23' bis 25' und zusätzliche Betätigungselemente im wesentlichen, wie in F i g. 2 bis 5 gezeigt. Die festen Schaufeln 29' bis 32' sind am hinteren Ende der Schubdüse 19 angeordnet und haben die gleiche Lagebeziehung zueinander und zu der Schubdüse wie die festen Schaufeln 29 bis 32, wie zuvor im Zusammenhang mit F i g. 2 bis 5 beschrieben wurde.
  • Die oberen Schaufeln 26' bis 28' und die unteren Schaufeln 23' bis 25' sind zwecks Schwenkbewegung an dem hinteren Ende der festen Schaufeln 29' bis 32' angelenkt. Die Schwenkachsen der oberen Schaufeln 27' bis 28' liegen in einer gemeinsamen Ebene A, die Schwenkachsen der unteren Schaufeln 23' bis 25' in .einer gemeinsamen Ebene B. Der zwischen den Ebenen A und B und der Achse der Schubdüse 19 enthaltene Winkel a beträgt angenähert 30°. Der im folgenden als Versatzwinkel der Schubvektoriervorrichtung 22 b bezeichnete Winkel a bildet auch den Winkel zwischen der Längsmittellinie der Gestenelemente 42' einerseits und der Mittellängslinie des Flugzeugs 11 und der Achse der Schubdüse 19 andererseits.
  • Sowohl die oberen Schaufeln 26' bis 28' als auch die unteren Schaufeln 23' bis 25' haben im wesentlichen keilförmigen Querschnitt und sind an den Hinterkanten der festen Schaufeln angelenkt, wie am besten aus den F i g. 11 und 12 ersichtlich ist.
  • Aus diesen Figuren ist weiterhin zu entnehmen, daß die obere Schaufel eines Düsenkanals und die untere Schaufel des darüberliegenden Düsenkanals aneinanderliegen, um eine einheitliche Schaufel zu bilden, wenn sie sich in ihrer Stellung für Vortriebserzeugung befinden, wie in F i g. 8 gezeigt ist. Wenn die oberen und unteren Schaufeln in Uhrzeigerrichtung um einen Winkel von angenähert 90° geschwenkt werden, trennen sie sich während dieser Bewegung infolge der ihnen erteilten ungleich großen Winkelbewegung und infolge des gegenseitigen Abstandes ihrer Schwenkachsen voneinander und werden veranlaßt, ihre Stellung für Auftriebserzeugung anzunehmen, wie in F i g. 10 gezeigt ist. Beim übergang von der einen in die andere Endstellung gehen die oberen und unteren Schaufeln durch eine Stellung hindurch, in der teils Vortrieb und teils Auftrieb erzeugt wird, wie in Fi g. 9 gezeigt ist. Aus den F i g. 8, 9 und 10 erkennt man, daß die Schaufeln 29' bis 32', 23' bis 25' und 26' bis 28' so zusammenarbeiten, daß sie konvergente Düsen 42', 43' und 44' bilden, wenn die oberen und unteren Schaufeln durch ihre entsprechenden Winkelbereiche bewegt werden, wobei die Düsen 42', 43' und 44' infolge des Versatzwinkels a eine kaskadenförmige Lage haben. Die Vorrichtungen zum Steuern der Winkelbewegung der oberen und unteren Schaufeln sind mit den Vorrichtungen gleichartig, die im Zusammenhang mit der Ausführungsform der in F i g. 2 dargestellten Schubvektoriervorrichtung 22a beschrieben sind.
  • Beim übergang vom Reiseflug in den Landeanflug werden zunächst nur die oberen Schaufeln 26' bis 28' verschwenkt, und zwar bis in eine Lage, von der ab eine weitere Verschwenkung der oberen Schaufeln allein die Abmessung t' der Düsen 42', 43' und 44' vermindern würde. Danach werden gleichzeitig mit , den oberen Schaufeln auch die unteren Schaufeln 26' bis 28' verschwenkt, und zwar in einem solchen Verhältnismaß, daß die Abmessung t' konstant bleibt.
  • Die Bewegung der oberen Schaufeln 26' bis 28' mit Bezug auf die unteren Schaufeln 23' bis 25' kann ; im Zusammenhang mit dem Diagramm nach F i g. 15 bestimmt werden. Aus diesem Diagramm ist ersichtlich, daß die oberen Schaufeln aus ihrer Stellung zur Vortriebserzeugung (dargestellt durch die Nullordinaten in F i g. 15) um einen Winkel von angenähert 20° geschwenkt werden, bevor die unteren Schaufeln irgendeine Bewegung erfahren. Weiterhin ist aus diesem Diagramm ersichtlich, daß bei einer Schwenkung der oberen Schaufeln um 60° den unteren Schaufeln nur eine Schwenkung um 20° erteilt wird.
  • Jeder geeignete Typ üblicher Reaktionsvorrichtungen kann verwendet werden, um die Steuerung des Flugzeugs 11 während der Start- und Landeoperationen vorzunehmen. Solche Vorrichtungen sind in der Technik bekannt und können am Bug und am Heck des Flugzeugs und an jedem Flügel 14 angebracht werden.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Strahlablenkvorrichtung, insbesondere für Schubdüsen von Luftfahrzeugen mit Unterschallgeschwindigkeit, bestehend aus einer Anzahl zueinander paralleler, in Strömungsrichtung stufenförmig gegeneinander versetzter schwenkbarer Ablenkschaufeln, dadurch gekennzeichn e t, daß das Profil jeder der auf beiden Seiten umströmten Schaufeln aus einem festen Teil (30, 31; 30', 31') und zwei schwenkbaren Teilen besteht, wobei der eine (27, 28; 27', 28') der beiden schwenkbaren Teile zur Begrenzung der Strömung auf der einen Seite der Schaufel und der andere (23, 24; 23', 24') der beiden schwenkbaren Teile zur Begrenzung der Strömung auf der anderen Seite der Schaufel dient, und daß das Profil jeder der beiden am Rand der Ablenkvorrichtung liegenden, nur auf einer Seite vom abzulenkenden Strahl umströmten Ablenkschaufeln aus einem festen Teil (29, 32; 29', 32') und aus einem schwenkbaren Teil (25, 26; 25', 26') besteht.
  2. 2. Strahlablenkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Strömung auf der Ablenkseite der Schaufel begrenzende schwenkbare Teil (27, 28) das Profil eines Kreisabschnittes hat und beim Verschwenken mit seiner kreisförmigen Seite in einer entsprechend konkav geformten Wölbung der festen Schaufel gleitet.
  3. 3. Strahlablenkvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Strömung auf der Nichtablenkseite der Schaufel begrenzende schwenkbare Teil (23, 24) das Profil eines Keils hat, der mit seiner Wurzel am Ende des festen Schaufelteils (30, 31) angelenkt ist.
  4. 4. Strahlablenkvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide schwenkbaren Teile (23', 24'; 27', 28') je das Profil eines Keils haben, die mit ihren Wurzeln an Achsen angelenkt sind, die mit gegenseitigem Abstand im hinteren Teil des festen Schaufelteils (30', 31') liegen, und bei Nichtablenkung der Strömung aneinanderliegen, um ein einziges keilförmiges Profil zu bilden.
  5. 5. Strahlablenkvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschwenkung der die Strömungen auf den Ablenkseiten der Schaufeln begrenzenden schwenkbaren Teile getrennt von der Verschwenkung der die Strömungen auf den Nichtablenkseiten der Schaufeln begrenzenden schwenkbaren Teile erfolgt, vorzugsweise in der Weise abgestimmt, daß bei jeder Schwenkstellung konvergente Strömungskanäle mit konstantem Austrittsquerschnitt zwischen den Schaufeln gebildet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1056 481; britische Patentschrift Nr. 753 656.
DEN20794A 1960-12-06 1961-11-08 Strahlablenkvorrichtung, insbesondere fuer Schubduesen von Luftfahrzeugen mit Unterschallgeschwindigkeit Pending DE1174172B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB753656A (en) * 1951-12-05 1956-07-25 Rolls Royce Improvements in or relating to aircraft
DE1056481B (de) * 1956-02-06 1959-04-30 Wilhelm Binder Dipl Ing Flugzeug mit Ringfluegel und in diesem eingebauter Vortriebseinrichtung

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