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DE1173039B - Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Bestimmung und Regelung der Reinheit von zuckerhaltigen Loesungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Bestimmung und Regelung der Reinheit von zuckerhaltigen Loesungen

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Publication number
DE1173039B
DE1173039B DE1962P0030887 DEP0030887A DE1173039B DE 1173039 B DE1173039 B DE 1173039B DE 1962P0030887 DE1962P0030887 DE 1962P0030887 DE P0030887 A DEP0030887 A DE P0030887A DE 1173039 B DE1173039 B DE 1173039B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
purity
vessel
concentration
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1962P0030887
Other languages
English (en)
Inventor
Jacques Claude Antoine Ponant
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JACQUES CLAUDE ANTOINE JEAN PO
Original Assignee
JACQUES CLAUDE ANTOINE JEAN PO
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JACQUES CLAUDE ANTOINE JEAN PO filed Critical JACQUES CLAUDE ANTOINE JEAN PO
Publication of DE1173039B publication Critical patent/DE1173039B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D21/00Control of chemical or physico-chemical variables, e.g. pH value
    • G05D21/02Control of chemical or physico-chemical variables, e.g. pH value characterised by the use of electric means
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/02Food
    • G01N33/14Beverages
    • G01N33/143Beverages containing sugar

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Bestimmung und Regelung der Reinheit von zuckerhaltigen Lösungen Die Erfindung betrifft die Bestimmung, die Registrierung und die Regelung der Reinheit von zuckerhaltigen Lösungen, und zwar insbesondere ein Verfahren und eine Vorrichtung zur fortlaufenden Messung und Registrierung des Reinheitsgrades einer derartigen Lösung sowie eine Anlage zur fortlaufenden Regelung dieser Reinheit gemäß den von dem Meßgerät gelieferten Angaben.
  • Das Brix-Gewicht einer zuckerhaltigen Lösung ist das Gewicht in Gramm der in 100 g dieser Lösung enthaltenen Trockensubstanz. Die Reinheit der Lösung wird als der auf die Trockensubstanz der Lösung bezogene Prozentgehalt an Saccharose definiert, was folgendermaßen geschrieben werden kann, wenn S das Saccharosegewicht und B das Brix-Gewicht ist: Die Tätigkeit der Zuckerfabriken und Raffinerien besteht darin, ein unreines zuckerhaltiges Produkt, wie Zuckerrüben, Zuckerrohr, unraffinierter Zucker, in ein reines Produkt (P =100) umzuwandeln, welches die Saccharose ist, wobei die Verunreinigungen in einer möglichst unreinen zuckerhaltigen Lösung abgeführt werden, welche die Melasse bildet.
  • Da die Reinheit sich von einem Produkt zum anderen und bei dem gleichen Produkt zeitlich ändert, muß in einer Fabrik eine große Zahl von Reinheitsanalysen täglich vorgenommen werden.
  • Es sind zahlreiche Methoden zur Bestimmung der Reinheit bekannt. Man kann z. B. den Saccharosegehalt des Saftes durch eine chemische Methode bestimmen oder noch besser durch eine polarimetrische allgemein benutzte Methode, bei welcher Saccharimeter genannte Apparate verwendet werden. Der Gehalt an Trockensubstanz kann auch durch mit Verdampfung bei konstantem Gewicht arbeitende Methoden, Dichtemessungen oder Brechungsmessungen bestimmt werden, wobei diese letztere Methode die beste ist.
  • Alle diese bekannten Methoden erfordern zwei verschiedene Bestimmungen und eine ziemlich lange Zeit für jede Bestimmung. Ferner haben statistische Bestimmungen des absoluten Fehlers der Reinheit gezeigt, daß dieser größenordnungsmäßig ±0,3 betrug. Schließlich haben diese Methoden den großen Nachteil, daß sie diskontinuierlich arbeiten und nicht gestatten, jederzeit den Verlauf der Reinheit während einer Fabrikation zu verfolgen.
  • Die Erfindung bezweckt die Angabe eines einfachen genauen Verfahrens zur Bestimmung der Reinheit einer znckerhaltigen Lesung, welches die Nachteile der bekannten Verfahren vermeidet.
  • Die Erfindung bezweckt ferner die Herstellung eines Apparats zur fortlaufenden Messung und Registrierung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung.
  • Schließlich bezweckt die Erfindung noch die Herstellung einer Anlage zur fortlaufenden Bestimmung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung und der fortlaufenden Regelung dieser Reinheit entsprechend den durch diese Bestimmung gelieferten Ergebnissen.
  • Die Erfindung hat ein Verfahren zur fortlaufenden Bestimmung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung zum Gegenstand, welches insbesondere dadurch bemerkenswert ist, daß eine Bezugstemperatur gewählt wird, daß der Wert des Brix-Gewichts der Lösung bestimmt wird, für welchen der elektrische spezifische Widerstand dieser Lösung praktisch am kleinsten ist, daß fortlaufend die Konzentration der Lösung so eingestellt wird, daß ihr Brix-Gewicht praktisch auf diesem Wert gehalten wird, daß die so eingestellte Lösung auf die Bezugstemperatur gebracht wird und daß fortlaufend der spezifische Widerstand dieser eingestellten Lösung bei der Bezugstemperatur gemessen wird, wobei dieser spezifische Widerstand eine Funktion der Reinheit ist.
  • Die Erfindung hat ferner ein Meß- und Registriergerät für die Ausübung des obigen Verfahrens zum Gegenstand, welches insbesondere dadurch bemerkenswert ist, daß es eine Vorrichtung enthält, welche fortlaufend die Konzentration der Lösung so einstellt, daß diese den bestimmten Wert des Brix-Gewichts hat, sowie ferner eine Vorrichtung, welche die so eingestellte Lösung ständig auf die Bezugstemperatur bringt, eine Vorrichtung zur fortlaufenden Messung des spezifischen Widerstands der Lösung bei dieser Bezugstemperatur und Einrichtungen zur fortlaufenden Registrierung der Angaben der Meßvorrichtung.
  • Die Erfindung hat schließlich eine Anlage zur fortlaufenden Regelung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung zum Gegenstand, welche insbesondere dadurch bemerkenswert ist, daß sie ein Gerät zur Messung der Reinheit der obigen Art sowie eine durch dieses Gerät gesteuerte Regelvorrichtung enthält, welche die Reinheit der zu behandelnden Lösung ständig entsprechend den Angaben dieses Geräts und einem vorbestimmten Reinheitswert regelt.
  • Unter »zuckerhaltiger Lösung« ist nachstehend eine wässerige Lösung aus Saccharose, löslichen mineralischen Verbindungen und löslichen organischen Verbindungen verstanden, z. B. alle gereinigten Säfte, Sirupe und Nebenprodukte von Zuckerfabriken und Raffinerien.
  • Die Erfindung ist unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert.
  • F i g. 1 ist eine zum Teil schematische Ansicht des erfindungsgemäßen Geräts zur Messung und Registrierung der Reinheit; F i g. 2 zeigt eine Ausführungsform einer Anordnung zur Regelung der Reinheit, welche zur Verbindung mit dem Gerät der F i g. 1 bestimmt ist und einen Teil der erfindungsgemäßen Anlage zur fortlaufenden Regelung bildet; F i g. 3 zeigt eine andere Ausführung der Vorrichtung zur Regelung der Konzentration des Meß- und Registriergeräts; F i g. 4 zeigt einen Teil einer von dem erfindungsgemäßen Meß- und Registriergerät aufgezeichneten Kurve.
  • Die Erfindung beruht auf der Tatsache, daß die zuckerhaltigen Lösungen durch das Vorhandensein von dem nicht zuckerhaltigen Anteil angehörenden mineralischen Stoffen elektrisch leitend gemacht werden, wobei die aktivsten Kationen K+, N2+ und Ca++ sind. Es treten zwei einander entgegenwirkende Erscheinungen auf: a) Die Vergrößerung des Brix-Gewichts der Lösung vergrößert proportional die Ionenkonzentration, was eine Abnahme des spezifischen Widerstands der Lösung zur Folge hat.
  • b) Die Zunahme des Brix-Gewichts bewirkt eine proportionale Zunahme der Saccharosekonzentration, was eine Erhöhung der Viskosität der Lösung zur Folge hat, wodurch die Ionenbeweglichkeit verringert wird.
  • Es ist bereits bekannt, daß der spezifische Widerstand einer zuckerhaltigen Lösung bei 20° C für ein zwischen 25 und 30 liegendes Brix-Gewicht am kleinsten ist, und daß die die Veränderung des spezifischen Widerstands in Funktion des Brix-Gewichts darstellende Kurve den Verlauf einer Parabel mit nach oben gerichteter Konkavität hat.
  • Der Erfinder hat eine systematische Untersuchung des spezifischen elektrischen Widerstands von zuckerhaltigen Lösungen unter Prüfung des Einflusses folgender Parameter vorgenommen: Brix-Gewicht, Temperatur, Reinheit, organisches Verhältnis (Gewicht in Gramm der in der zuckerhaltigen Lösung enthaltenen organischen Stoffe je Gramm Asche) und Art der nicht zuckerhaltigen Bestandteile gemäß dem Herkommen der Rohprodukte (z. B. Zuckerrüben). Die Gesamtheit der Ergebnisse dieser Untersuchung hat zu dem erfindungsgemäßen Verfahren, dem erfindungsgemäßen Apparat und der erfindungsgemäßen Anlage geführt, welche nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben sind, und insbesondere die Tatsache, daß eine Beziehung zwischen der Reinheit und dem spezifischen Widerstand einer zuckerhaltigen Lösung besteht, deren Brix-Gewicht auf den Wert gebracht ist, welcher dem kleinsten spezifischen Widerstand bei der gewählten Bezugstemperatur entspricht. Der Erfinder hat gefunden, daß diese Beziehung in folgender Form geschrieben werden kann: log2=a.p4+b, worin g der in Q/cm ausgedrückte spezifische Widerstand, p die Reinheit in 1/o und a und b Konstanten sind.
  • In Fig. 1 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Geräts zur Messung und Registrierung der Reinheit eines zuckerhaltigen Saftes dargestellt. Der zu analysierende zuckerhaltige Saft strömt in einer Leitung 1. Diese Leitung kann auch durch einen Behälter zur Herstellung einer Flüssigkeit bestimmter Reinheit ersetzt werden, wie dies weiter unten unter Bezugnahme auf F i g. 2 erläutert ist. Dieser Saft wird gewöhnlich durch eine zuckerhaltige Lösung gebildet, welche von einer der Verdampfungsstellen einer Zuckerfabrik kommt, er kann jedoch auch durch einen beliebigen zuckerhaltigen Saft beliebiger Reinheit und Konzentration gebildet werden, welcher das Reinigungsstadium bereits hinter sich hat. Das in F i g. 1 dargestellte Gerät ist besonders zur Analyse von Säften mit etwa konstantem Brix-Gewicht geeignet.
  • Ein Teil des in der Leitung 1 strömenden Saftes wird in eine Leitung 2 abgezweigt, welche einen Hahn 3 zur Abtrennung des Geräts enthält. Eine andere Leitung 4 geht von diesem Hahn 3 zu einer volumetrischen Pumpe 5 (z. B. eine mit Verformung eines biegsamen Schlauchs arbeitende Pumpe), deren Antrieb mittels einer beliebigen Antriebsvorrichtung 6 erfolgt, z. B. eines Getriebemotors, dessen Welle 6a die Welle 5a der Pumpe über eine im ganzen mit 7 bezeichnete Übertragung mit Treibriemen und Riemenscheibe antreibt. Der zuckerhaltige Saft wird von der Pumpe in der Richtung des Pfeils f 1 angesaugt und in Richtung des Pfeils f 2 in eine Leitung 8 gefördert, welche bis zum Boden eines Geräts zur Regelung der Konzentration des Saftes reicht, welches hier durch einen zylindrischen Behälter 9 mit einem oberen offenen Ende und einem konischen Boden dargestellt ist.
  • Bis zu dem Boden des Behälters 9 gehen ferner durch das obere Ende ein Rohr 10, welches in einen mit einer gewissen Zahl von Löchern versehenen ringförmigen Abschnitt 11 ausläuft. Dieses Rohr dient dazu, in den Behälter Druckluft oder ein beliebiges neutrales Gas einzuführen, dessen Druck durch einen handbetätigten Druckminderer 12 eingestellt wird, welcher einerseits mit dem Rohr 10 und andererseits durch ein Rohr 13 mit einer nicht dargestellten Quelle für dieses Gas verbunden ist. Dieses Gas hat die alleinige Aufgabe, ein Durchrühren der Flüssigkeiten innerhalb des Behälters zu bewirken, wofür auch eine beliebige andere Rührvorrichtung (mit Schraube od. dgl.) benutzt werden kann; sowie ein Rohr 14, welches mit der Förderseite einer volumetrischen Pumpe 15 verbunden ist, welche wie die Pumpe 5 ausgebildet ist und mit einer bestimmten Drehzahl entweder durch einen getrennten Motor oder durch den gleichen Motor 6 wie die Pumpe 5 angetrieben werden kann, mit deren Welle 5 a sie durch eine Übertragung mit Riemenscheiben und Treibriemen 16 verbunden ist, wobei das Verhältnis zwischen den Durchmessern der Riemenscheiben so berechnet ist, daß die gewünschten Drehzahlen der Wellen der Pumpen erhalten werden, welche die entsprechende Fördermenge der beiden Flüssigkeiten gewährleisten. Die Saugseite der Pumpe 15 ist über ein Rohr 17, einen Absperrhahn 18 und ein anderes Rohr 19 mit einer Leitung 20 verbunden, in welcher eine Flüssigkeit strömt, welche mit dem zu analysierenden zuckerhaltigen Saft gemischt werden soll, um die Konzentration desselben auf den geeigneten Wert zu bringen. Diese Flüssigkeit gelangt in den Behälter 9 in Richtung der Pfeile f 3, f 4. Sie kann destilliertes Wasser sein, welches z. B. von den ersten Körpern der Verdampfungsstelle der Fabrik kommt, oder auch destilliertes Wasser zur Speisung der Dampfkessel. Für das Arbeiten des Meßgeräts ist es sehr wesentlich, daß dieses Wasser nicht salzhaltig ist, um nicht Kationen zuzuführen, welche die Messung des spezifischen Widerstands des zu analysierenden Saftes stören können (es muß einen spezifischen Widerstand von mindestens 10000 ( 2/cm2/cm haben). Diese Flüssigkeit kann auch, insbesondere wenn das Brix-Gewicht der zu analysierenden Lösung kleiner als das Bezugs-Brix-Gewicht ist, durch eine zuckerhaltige Lösung mit bekanntem Brix-Gewicht und bekannter Reinheit gebildet werden. Das Umrühren in dem Verdünnungsbehälter 9 erfolgt derart, daß die in dem oberen Teil des Behälters befindlichen Schichten der Lösung die gewünschte Konzentration haben.
  • Der Regelbehälter 9 wird durch einen am Boden des konischen Teils angeordneten Entleerungshahn 21 und ein in der Nähe des oberen offenen Endes des Behälters liegendes überlaufrohr 22 vervollständigt. Der Behälter ist vorzugsweise mit einem Mantel 9a versehen, welcher einen Doppelmantel bildet, so daß die in dem Behälter befindliche Lösung nach Bedarf mittels eines Umlaufs von kaltem oder warmem Wasser in diesem Doppelmantel gekühlt oder erwärmt werden kann.
  • Das freie Ende des überlaufrohrs 22 mündet über einem Auffangtrichter 23, welcher durch ein Rohr 24 verlängert wird, welches zu einer Rohrschlange 25 eines im ganzen mit T bezeichneten Ultrathermostaten führt. Dieser eine übliche Bauart aufweisende Ultrathermostat gestattet, die Temperatur der seine Rohrschlange durchfließenden Lösung auf ±0,05° C konstant zu halten. Er weist ein Gefäß 26 auf, welches z. B. ein Volumen von etwa 251 hat und mit Wasser gefüllt ist, sowie einen mit Flügeln versehenen Rührer 27, welcher von einem Elektromotor 28 mittels einer Welle 29 angetrieben wird, einen elektrischen Heizwiderstand 30, welcher in das Wasser des Gefäßes eintaucht und mit einem mit Thyratronen bestückten elektronischen Relais 31 durch Leiter 32 und 33 verbunden ist, sowie ein Thermometer 34 mit elektrischen Kontakten, welches in das Wasser des Gefäßes eintaucht und durch Leiter 35 und 36 mit dem Relais 31 verbunden ist. Das Thermometer steuert die Ein-und Ausschaltung des Relais 31, welches mit Wechselstrom über zwei mit einer nicht dargestellten Wechselstromquelle verbundene Leiter 37, 38 gespeist wird. Die Arbeitsweise des Ultrathermostaten ist an sich bekannt.
  • In dem Gefäß 26 und vollständig in die in diesem befindliche Flüssigkeit eingetaucht ist ein mit Elektroden versehenes dichtes Gefäß 40 (z. B. aus Kupfer) angeordnet, in welchem die aus der Rohrschlange 25 kommende zuckerhaltige Lösung strömt. In dem mit Elektroden versehenen Gefäß 40 befindet sich eine übliche Zelle zur Messung der Leitfähigkeit, von welcher nur die beiden Elektroden 41 und 42 dargestellt sind. Von dem oberen Teil des Elektrodengefäßes 40 geht ein Abflußrohr 43 ab, welches die zuckerhaltige Lösung in einen Trichter 44 führt, welcher durch ein Rohr 45 verlängert wird, welches die Lösung zu einem entsprechenden nicht dargestellten Aufnahmegefäß zurückleitet.
  • Die Elektroden 41 und 42 der Zelle zur Messung der elektrischen Leitfähigkeit sind durch Leiter 46 und 47 mit Klemmen 48 und 49 verbunden, an welche eine Meßbrücke mit Selbstabgleichung nach Kohlrausch bekannter Bauart angeschlossen ist, deren Arbeitsweise und Aufbau daher nur kurz beschrieben sind, und welche im ganzen mit P bezeichnet ist. Die Brücke wird mit einphasigem Wechselstrom von 110 bis 220 V über von einer nicht dargestellten Stromquelle kommende Leiter 50, 51, 52 gespeist. Sie dient zur Messung des Ohmschen Widerstands an den Klemmen 48 und 49. Um die zu analysierende zuckerhaltige Lösung nicht zu elektrolysieren, muß unbedingt in der Meßzelle ein Wechselstrom benutzt werden, wobei die am besten geeignete Frequenz 50 Hz beträgt.
  • Die dargestellte Brücke P enthält einen Isoliertransformator 53, einen Spannungsteiler 54 mit kalibriertem Draht, welcher selbsttätig durch ein Drehspulgalvanometer 55 mit Wechselfeld mit einem den Schieber 56 des Spannungsteilers verschiebenden Taster abgeglichen wird, zwei feste Widerstände 57 und 58, deren Werte gleich sind und von dem Reinheitsmeßbereich des weiter unten beschriebenen Registriergeräts abhängen (die Widerstände können z. B. gleich 200 S2 für einen Reinheitsbereich von 90 bis 100, gleich 100 62 für 70 bis 90 und gleich 60 S2 für 55 bis 70 sein), einen Spannungsteiler 59 für die Grobeichung, einen Spannungsteiler 60 für die Feineichung (diese Spannungsteiler gestatten die Eichung des Geräts in Funktion einer Reinheitsanalyse, welche durch eine beliebige bekannte Methode an der zuckerhaltigen Lösung vorgenommen wird, welche bei 43 die Elektrode zu einem gegebenen Zeitpunkt verläßt), einen Nebenschluß 61 des Galvanometers 55, einen Sicherheitswiderstand 62 für das Galvanometer, einen mit der Spule 63 verbundenen überbrückten Kondensator 64 und eine Reihe von elektrischen Leitern, welche die verschiedenen obigen Teile in an sich bekannter und schematisch in F i g. 1 dargestellter Weise miteinander verbinden. Mit dem Schieber 56 des Spannungsteilers 54 ist durch eine beliebige geeignete mechanische Verbindung 65, welche in F i g. 1 durch eine gebrochene Linie dargestellt ist, eine im ganzen mit E bezeichnete Registriervorrichtung verbunden, welche eine beliebige bekannte Bauart aufweisen kann und z. B. durch eine übliche Registriervorrichtung mit Papierablauf gebildet wird, in welcher ein mit einer Teilung versehener, durch Walzen angetriebener Papierstreifen 66 mit konstanter Geschwindigkeit unter einer mit einer Tintenreserve versehenen Registrierfeder 67 vorbeiläuft, welche durch die mechanische Verbindung 65 mit dem Schieber des Spannungsteilers der Brücke P verbunden ist. Die Registriervorrichtung E kann eine feste Teilung 67 aufweisen, unter welcher der Streifen 66 vorbeiläuft. Diese Teilung ist zweckmäßig mit Hilfe von Voranalysen der in derLeitung 1 strömenden zu analysierenden zuckerhaltigen Lösung unmittelbar in Reinheit geteilt, was gestattet, den Verlauf dieser Reinheit z. B. während der Fabrikation unmittelbar und ständig zu verfolgen.
  • In F i g. 4 ist eine Kurve 68 dargestellt, welche auf dem Streifen 66 während des Verlaufs einer Fabrikation erhalten wurde. Der Streifen 66 ist mit einer waagerechten Teilung für die Reinheit der zuckerhaltigen Lösung und in senkrechter Richtung mit einer Zeitteilung versehen, und man sieht deutlich die Reinheitsschwankungen während einer Fabrikation, wobei diese Reinheit hier zwischen etwa 91,3 und 92,5 schwankt.
  • Mit der mechanischen Verbindung 65 kann ein Übertragungsmechanismus verbunden sein, z. B. ein Gestänge, welches hier schematisch in F i g. 1 und 2 durch die gebrochene Linie 70 dargestellt ist. Dieser Mechanismus verbindet in der erfindungsgemäßen Anlage das oben unter Bezugnahme auf F i g. 1 beschriebene Meßgerät mit einer Anordnung zur Regelung der Reinheit, welche nachstehend unter Bezugnahme auf F i g. 2 beschrieben ist.
  • Der Mechanismus 70 ist an seinem anderen Ende mit einem elektrischen oder pneumatischen Regelgerät mit drei Wirkungen üblicher Bauart verbunden. In F i g. 2 sind schematisch die wesentlichen Teile eines derartigen pneumatisch arbeitenden, im ganzen mit R bezeichneten Geräts dargestellt. Dieses kann z. B. das von der Societe M.E.C.I. in Paris hergestellte Gerät sein, jedoch kann auch ein anderes derartiges pneumatisches oder elektrisches Gerät verwendet werden. Da das Gerät R an sich bekannt ist, sind seine Arbeitsweise und seine Ausbildung nur ganz kurz beschrieben. Es enthält ein Differential 71 mit drei Eingängen, nämlich einem Eingang 71a, welcher mit dem Mechanismus 70 zur Verbindung mit dem Gerät zur Messung der Reinheit der F i g. 1 verbunden ist, einen zweiten Eingang 71 b zur Einführung der Angabe einer Bezugsreinheit in das Differential und einen dritten Eingang 71 c, welcher die Reaktion einer pneumatischen Regelanordnung72 über ein Gestänge 72a empfängt. Das Differential 71 besitzt einen Ausgang 71 d, welcher mit einer um eine Achse 73 schwenkbaren Klappe72 verbunden ist, welche durch die Wirkung des Differentials 21 vor einer Düse 74 verstellt wird, aus welcher durch eine Leitung 75 zugeführte Druckluft austritt. Von dem Körper der Düse 74 ist ein Rohr 76 abgezweigt, welches diesen mit einer mit einem Balgen 77 versehenen Vorrichtung verbindet, welche einen Strömungsmengenverstärker 78 mit einem Ventil 78 a steuert, an welchem eine Druckluft von einer nicht dargestellten Druckluftquelle zuführende Leitung 79 ankommt und von welchem die der Düse die Luft zuführende Leitung 75 und eine Leitung 78 abgehen, welche zu der schematisch dargestellten Regelanordnung 72 mit proportionaler, integrierender und ableitender Wirkung führt. Von der Leitung 80 ist ein Rohr 81 abgezweigt, welches zu dem pneumatischen Stehrelais eines pneumatischen Ventils mit Stellmotor 83 üblicher Bauart führt. Dieses Relais wird mit Druckluft durch ein von einer entsprechenden, nicht dargestellten Druckluftquelle kommendes Rohr 84 gespeist.
  • Das Ventil 83 befindet sich an einem Rohr 85, welches von einem Gefäß 86 kommt, welchem durch eine Leitung 87 die reiche Flüssigkeit der Anlage zugeführt wird, d. h. die zuckerhaltige Lösung, deren Reinheit am höchsten ist. An dem Rohr 85 ist ein Absperrhahn 85a angeordnet. Das andere Ende des Rohrs 85 mündet in das Innere des Rückleitungsrohrs 80 eines Gefäßes 89 zur Herstellung der zuckerhaltigen Lösung mit der Bezugsreinheit (d. h. welche die Reinheit hat, welche man schließlich für die das Gefäß 89 verlassende Lösung zu erhalten wünscht). In das Rohr 88 mündet noch das freie Ende eines Rohrs 90, welches von einem Gefäß 91 kommt, welches über eine Leitung 92 die arme Flüssigkeit der Anlage empfängt (die zuckerhaltige Lösung, deren Reinheit am kleinsten ist). Das Rohr 90 enthält ebenfalls einen Absperrhahn 90 a.
  • Ein mit Flügeln versehener Rührer93, welcher von einer Achse 94 angetrieben wird, welche mit einer beliebigen, nicht dargestellten Antriebsvorrichtung verbunden ist, ist ebenfalls in dem Gefäß 89 unter dem unteren Ende des Rückführungsrohrs 88 angeordnet, welches innerhalb des Gefäßes auf beliebige geeignete Weise befestigt ist, z. B. durch Streben 95.
  • Die Kombination der Wirkung des Rührers 93 und des Vorhandenseins des Rohrs 88 gewährleistet eine innige Mischung der von den Gefäßen 86 und 91 kommenden Lösungen.
  • Von dem Boden des Gefäßes 89 geht eine Leitung 96 aus, welche mit einem normalerweise geschlossenen Entleerungshahn 97 versehen ist, sowie die mit ihrem Hahn 3 versehene Leitung 2, welche zu dem Meßgerät der F i g. 1 über die Leitung 4 (F i g. 1) führt. In der Nähe des oberen Randes des Gefäßes 89 ist ein überlaufrohr 98 für die auf die Bezugsreinheit gebrachte zuckerhaltige Flüssigkeit angeordnet. Diese Flüssigkeit fließt in ein Auffang- oder Reservegefäß 99, aus welchem sie bedarfsgemäß den gekochten Sirup mittels einer mit einem Hahn 110 versehenen Leitung 1.00 zugeführt wird, welche in die von dem Gefäß 89 kommende Leitung 96 mündet.
  • In F i g. 3 ist eine Ausführungsabwandlung der Vorrichtung zur Speisung des Gefäßes 9 der F i g. 1 dargestellt. Diese Ausführungsabwandlung wird benutzt, wenn die zu analysierende zuckerhaltige Lösung zu großen Konzentrationsschwankungen unterliegt. In dieser Figur sind die Teile, welche mit den in F i g. 1. dargestellten identisch sind, mit dem gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die Vorrichtung enthält ein Ventil 105 mit pneumatischem Stellmotor, welches an der Leitung 4 an Stelle der Pumpe 5 angebracht ist, und die Leitung 8 geht unmittelbar von diesem Ventil zu dem Regelgefäß 9. Die Leitung 20, welche die zur Mischung mit der zu analysierenden Flüssigkeit in dem Gefäß 9 bestimmte Flüssigkeit führt, ist mit diesem über eine Leitung 106, einen Absperrhahn 107 und ein Rohr 108 verbunden, welches einen handbetätigten Druckminderer 109 mit Zufuhrventil enthält. Das Rohr 108 endigt in der Nähe des Bodens des Gefäßes wie das Rohr 14 der F i g. 1. Das Gefäß 9 enthält die gleiche Vorrichtung 10, 11, 12, 13 zum Umrühren durch Druckluft wie die in Fig. 1 dargestellte. Bei dieser Ausführung wird die Zufuhr der Flüssigkeit zur Einstellung der Konzentration durch den handbetätigten Druckminderer 109 mit einer konstanten Strömungsmenge aufrechterhalten, und es wird nur die Zufuhr der zu analysierenden zuckerhaltigen Lösung mittels des Ventils 105 beeinflußt, welches durch eine pneumatische übliche weiter unten beschriebene Regelvorrichtung gesteuert wird.
  • Das Ventil 105 wird durch ein pneumatisches Stellrelais 110 gesteuert, welches mit Druckluft durch ein Rohr 111 gespeist wird, an welchem ein handbetätigter Druckminderer mit Einlaßventil 112 angeordnet ist. Zu dem Stellrelais 110 führt ferner ein Rohr 113, welches von einem pneumatischen Dichteregler üblicher Bauart 114 kommt, welcher mit Druckluft durch ein Rohr 115 gespeist wird, an welchem ein handbetätigter Druckminderer 116 mit Einlaßventil angeordnet ist. Der Druckluftkreis wird durch ein Zufuhrrohr 117 vervollständigt, an welches das Rohr 111 angeschlossen ist, von welchem das Rohr 115 abgezweigt ist. Das Rohr 117 enthält einen handbetätigten Druckminderer 118 mit Luftperlung und mündet in eine Anzeigevorrichtung 119 mit sichtbarer Druckluftströmung, welche auf etwa zwei Luftblasen in der Sekunde eingestellt ist. Von der Anzeigevorrichtung 119 geht ein Rohr 120 aus, welches über eine gewisse Tiefe in die in dem Gefäß 9 enthaltene Flüssigkeit eintaucht. An das Rohr 120 ist ein Rohr 121 angeschlossen, welches zu dem pneumatischen Dichteregler 114 führt. Die Arbeitsweise dieser pneumatischen Vorrichtung ist an sich bekannt. Der dem Austritt der Luftblasen aus dem Ende des Rohrs 120 entgegengesetzte Widerstand hängt von der Dichte, d. h. von der Konzentration der in dem Gefäß 9 enthaltenen Lösung ab, da die Entfernung zwischen dem Ende des Rohrs und der Oberfläche der Lösung konstant ist. Die Schwankungen dieses Widerstands haben Druckschwankungen in dem Rohr 120 zur Folge, welche durch das Rohr 121 auf den Regler 114 zur Einwirkung gebracht werden (welcher eine proportionale Wirkung und eine integrierende Wirkung ausübt). Der Regler schickt über das Rohr 113 einen Impuls zu dem Relais 110, welcher eine Funktion der Konzentration der Lösung ist, und das Relais verändert die Stellung des Ventils 105 derart, daß die Zufuhr des Saftes aus der Leitung 1 so erfolgt, daß die Konzentration in dem Gefäß 9 praktisch auf einem konstanten Wert gehalten wird.
  • Es soll jetzt die Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Bezugnahme auf das in F i g. 1 dargestellte Meß- und Registriergerät beschrieben werden. Es wird zunächst eine Bezugstemperatur TR zur Vornahme der Messung gewählt. Bekanntlich gibt es, wie bereits oben erwähnt, für jede Temperatur einen Wert des Brix-Gewichts der zuckerhaltigen Lösung, für welchen der spezifische Widerstand dieser Lösung am kleinsten ist. Ferner ist bekannt, daß die Kurve spezifischer Widerstand-Brix-Gewicht die Form einer Parabel hat, welche in der Nähe dieses Minimums einen wenig veränderlichen Abschnitt aufweist. Der Erfinder hat gefunden, daß dieser wenig veränderliche Abschnitt um so ausgedehnter ist, je höher die Temperatur ist. So erstreckt sich z. B. bei 20° C der wenig veränderliche Abschnitt von 26 bis 30 Brix, bei 40° C von 26 bis 34 Brix, von 50° C von 26 bis 38 Brix usw. Diese Beobachtung ist sehr wichtig, da sie zeigt, daß es zweckmäßig ist, hohe Temperaturen zur Vornahme der Messung des spezifischen Widerstands zu benutzen, da dann ein geringer Fehler in der Konzentration der zuckerhaltigen Lösung keine merkliche, für die Messung schädliche Veränderung des spezifischen Widerstands hervorruft. Ferner haben die zuckerhaltigen Lösungen im allgemeinen hinter der Verdampfungsstelle eine Temperatur von etwa 80° C, so daß sie zur Vornahme der Messung nicht erheblich abgekühlt zu werden brauchen. Die Messung wird vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 70 und 80° C vorgenommen, in Wirklichkeit kann jedoch diese Temperatur zwischen 20° C und dem Siedepunkt der Flüssigkeit liegen, deren spezifischer Widerstand bestimmt wird. Es ist äußerst wichtig, die Messung bei einer genau konstanten Temperatur vorzunehmen, in der Praxis bei TR±0,05° C, da sich der spezifische Widerstand mit der Temperatur erheblich ändert, derart, daß eine Temperaturänderung von 1° C eine Änderung des spezifischen Widerstands von 2% bewirkt.
  • Nach Wahl der Temperatur TR stellt man den Ultrathermostaten auf diese ein, liest auf vorher aufgestellten Kurven Brix-Gewicht- spezifischer Widerstand den Wert des Brix-Gewichts ab, für welchen der spezifische Widerstand am kleinsten ist; und regelt die Zufuhr des von der Leitung 1 kommenden zuckerhaltigen Saftes und der von der Leitung 20 kommenden Flüssigkeit mittels der Pumpen 5 und 15 so, daß in dem Verdünnungsbehälter 9 die Konzentration erhalten wird, welche dem oben bestimmten Brix-Gewicht entspricht. Im allgemeinen ist die aus der Leitung 20 kommende Flüssigkeit destilliertes Wasser, wie bereits oben erläutert, und die Konzentration der zuckerhaltigen Lösung der Leitung 1 schwankt in engen Grenzen. Man bestimmt durch eine beliebige analytische Methode das Brix-Gewicht dieser Lösung und stellt die Förderleistung der Pumpen 5 und 15 so ein, daß man in dem Gefäß 9 eine Lösung erhält, deren Brix-Gewicht praktisch gleich dem für die Bezugstemperatur TR bestimmten Brix-Gewicht ist. Je höher diese Temperatur ist, um so ausgedehnter ist der wenig veränderliche Abschnitt der Kurve und um so geringer ist ein Einfluß eines Fehlers des Brix-Gewichts auf den Wert des erhaltenen spezifischenWiderstands. Dies gestattet, ohne neue Einstellung der Förderleistung der Pumpen zuckerhaltige Lösungen zu analysieren, deren Brix-Gewicht während des Versuchs um sechs bis acht Punkte schwankt (z. B. von 72 bis 78). Wenn das Brix-Gewicht der zu analysierenden zuckerhaltigen Lösung kleiner als das Bezugs-Brix-Gewicht ist, kann man das destillierte Wasser durch eine zuckerhaltige Lösung mit bekanntem Brix-Gewicht und bekannter Reinheit ersetzen.
  • Falls die zuckerhaltige Lösung eine starkveränderliche Konzentration hat, muß die Vorrichtung der F i g. 3 benutzt werden, bei welcher nur die Zuflußmenge der zu analysierenden zuckerhaltigen Lösung durch das Ventil 105 beeinflußt wird, während die Zuflußmenge der anderen Füssigkeit konstant gehalten wird. Während des Arbeitens werden die zuckerhaltige Lösung und die Flüssigkeit zur Einstellung der Konzentration fortlaufend an ihren Leitungen entnommen, und die Lösung wird fortlaufend in dem Gefäß 9 auf das gewünschte Brix-Gewicht eingestellt (welches ein? Funktion der Temperatur TR ist). Mittels des Doppelmantels des Gefäßes 9 wird die Lösung durch einen Umlauf eines Strömungsmittels mit geeigneter Temperatur vorzugsweise auf eine Temperatur gebracht, welche ganz wenig unter der Temperatur TR liegt. Die Lösung mit eingestelltem Brix-Gewicht verläßt das Gefäß 9 durch das überlaufrohr 22 und gelangt anschließend in die Rohrschlange 25 des Ultrathermostaten T, welcher sie auf die Temperatur TR ± 0,05 bringt. Sie verläßt die Rohrschlange und strömt kontinuierlich durch das die mit Wechselstrom gespeisten Elektroden zur Messung der elektrischen Leitfähigkeit enthaltende Gefäß. Hierauf verläßt sie das Meßgerät durch das Rohr 45. Falls die zu analysierende Lösung einen sehr geringen spezifischen Widerstand hat, z. B. bei Melasselösungen, stellt man trotz des Wechselstroms eine gewisse Elektrolyseerscheinung fest, die Strömung der kontinuierlich erneuerten Lösung zwischen den Elektroden hebt jedoch die Wirkungen dieser Erscheinung auf. Die vorher durch Voranalysen der Lösung eingestellte Meßbrücke P mißt den spezifischen Widerstand an den Klemmen der Zelle 40, und das Galvanometer 55 verstellt den Schieber 56, welcher seinerseits über die mechanische Verbindung 65 die Schreibfeder 67 auf dem mit konstanter Geschwindigkeit angetriebenen Streifen 66 verstellt. Man erhält so eine Kurve, welche die in F i g. 4 dargestellte Form hat. Das Registriergerät E wird unmittelbar mit einer Teilung in Reinheitswerten der zu analysierenden Ursprungslösung versehen, wodurch man eine ständige Ablesung dieser Reinheit an dem Gerät erhält.
  • Es hat sich gezeigt, daß die Genauigkeit der Messung der Reinheit um so größer ist, je größer die Reinheit ist.
  • Die Brücke P muß periodisch mittels der Widerstände 59 und 60 geeicht werden, und die Widerstände 57 und 58 werden zweckmäßig bei einem Übergang von einem Reinheitsbereich zu einem anderen ersetzt. Es ist ferner zweckmäßig, eine neue Eichung vorzunehmen, wenn die Art der nicht zuckerhaltigen Bestandteile verändert wird, z. B. durch Zusatz von Natriumkarbonat.
  • Zur Benutzung des Meßgeräts in der erfindungsgemäßen Anlage zur selbsttätigen Regelung verbindet man durch den Mechanismus 70 die mechanische Verbindung 65 dieses Geräts mit dern in F i g. 2 dargestellten drei Wirkungen ausübenden Regler R.
  • Es sei angenommen, daß man kontinuierlich eine zuckerhaltige Lösung mit einer bestimmten Reinheit PD unter Ausgang von zwei Lösungen erhalten will, von denen die eine eine hohe Reinheit PR und die andere eine geringe Reinheit PP hat und welche von den Gefäßen 86 (reiche Nebenprodukte) und eine, 91 (arme Nebenprodukte), kommen, z. B. zur Speisung der Kochkessel für die minderwertigen Produkte mit konstanter Reinheit. Diese beiden Lösungen werden kontinuierlich durch ihre Leitungen 85 bzw. 90 in das Gefäß 89 zur Herstellung der Flüssigkeit bestimmter Reinheit geführt. Die armen Nebenprodukte werden mit konstanter Zuflußmenge zugeführt, während die Zufuhr der reichen Nebenprodukte durch das Ventil 83 geregelt wird. Durch das Rohr 12 und das Rohr 4 wird fortlaufend ein Teil der in dem Gefäß 89 erhaltenen gemischten Lösung entnommen und in der oben beschriebenen Weise in das Meßgerät der F i g. 1 geleitet.
  • Das Gerät zeigt eine Reinheit an, welche zu einem gegebenen Zeitpunkt z. B. den Wert PI hat, welcher kleiner als die gewünschte Reinheit PR ist. Der mit drei Wirkungen arbeitende Regler R empfängt an seinem Eingang 71 a seines Differentials 71 ein von dem Meßgerät kommendes, dieser Reinheit P1 entsprechendes Signal. Ferner wird dem Eingang 71 b des Differentials 71 ein der Reinheit PR entsprechendes Signal zugeführt, während der Eingang 71 c ein Signal empfängt, welches der Reaktion des pneumatischen Geräts 72 auf die Druckschwankungen entspricht. Der Ausgang 71 d des Differentials 71 betätigt die Klappe 72, um diese der mit Druckluft durch das Rohr 75 gespeisten Düse 74 anzunähern oder von dieser zu entfernen. Hierdurch wird der Druck in der mit Balgen versehenen Vorrichtung 77 vergrößert oder verkleinert, wodurch der Durchflußmengenverstärker 78 mehr oder weniger Luft in das Rohr 80 in Richtung auf die Anordnung 72 mit drei Wirkungen und durch das Rohr 81 in Richtung auf das Relais 82 des Ventils 83 einläßt. Wenn die Reinheit P1 der Lösung in dem Gefäß 89 kleiner als die gewünschte Reinheit PR ist, öffnet das Relais 82 das Ventil 83 weiter, so daß dem Gefäß 89 eine größere Menge an aus dem Gefäß 86 kommender reicher Lösung zugeführt wird, während das Umgekehrte auftritt, wenn die Reinheit größer als PR ist. Da alle Vorgänge kontinuierlich verlaufen, erfolgt die Regelung der Reinheit der das Gefäß 89 für das Reserveaefäß 99 verlassenden Flüssigkeit in der erfindungsgemäßen Anlage jederzeit, was ein bedeutender technischer Vorteil gegenüber den früheren Methoden ist, welche diese kontinuierliche Regelung nicht zulassen.
  • Das erfindungsgemäße Meß- und Registriergerät arbeitet nur mit einer geringen Menge Lösung, welche größenordnungsmäßig 20 bis 301 in der Stunde beträgt. Wenn die zu analysierende zuckerhaltige Lösung von einem Punkt der Verdampfungsstelle kommt, an welchem sie sich auf einem für die Bezugstemperatur geeigneten Brix-Gewicht befindet, ist es offenbar überflüssig, destilliertes Wasser oder eine andere Lösung zuzusetzen, und es genügt, sie zur Vornahme der Messung auf die Bezugstemperatur zu bringen.
  • Die Erfindung kann natürlich abgewandelt werden. So können insbesondere Vorrichtungen zur Regelung der Temperatur, der Dichte und der Strömungsmenge benutzt werden, welche von den dargestellten verschieden sind.
  • So kann z. B. die Vorrichtung zur Regelung der Durchflußmenge elektrisch anstatt pneumatisch arbeiten, wobei dann die pneumatisch gesteuerten Ventile durch Elektroventile ersetzt werden.

Claims (18)

  1. Patentansprüche: l.. Verfahren zur fortlaufenden Bestimmung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung, d a -durch gekennzeichnet, daß ständig die Konzentration dieser Lösung so eingestellt wird, daß diese Konzentration in einem vorher bestimmten Bereich bleibt, in welchem bei einer gegebenen Bezugstemperatur der elektrische spezifische Widerstand der Lösung praktisch am kleinsten ist, und daß wenigstens örtlich die Temperatur der Lösung von dieser Bezugstemperatur gesteuert wird, während der elektrische spezifische Widerstand der so nach Konzentration und Temperatur eingestellten Lösung gemessen wird, welcher eine Funktion der Reinheit ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der Lösung dadurch eingestellt wird, daß ihr ständig eine Regelflüssigkeit zugesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelflüssigkeit destilliertes nicht salzhaltiges Wasser ist, dessen spezifischer Widerstand größer als 104 Ohm/cm2/cm ist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet;, daß die Regelflüssigkeit eine zuckerhaltige Lösung bekannter Konzentration und bekannter Reinheit ist.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugstemperatur zwischen 20° C und der Siedetemperatur der Lösung liegt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugstemperatur vorzugsweise zwischen 70 und 80° C liegt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Genauigkeit der Steuerung der Temperatur der Lösung größer als 0,1° C ist. B.
  8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch ein Regelgefäß (9) und Einrichtungen, welche diesem Gefäß (9) einerseits die zu analysierende zuckerhaltige Lösung (8) und andererseits die Regelflüssigkeit (14) zwecks fortlaufender Einstellung der Konzentration der Lösung auf einen bestimmten Wert zuführen, ferner durch ein Gefäß (26) mit einem Thermostaten (T), in welchem die Lösung örtlich auf eine Bezugstemperatur gehalten wird (23 bis 45), weiter durch eine Meßbrücke mit Zubehör zur fortlaufenden Messung des spezifischen Widerstandes der so nach Temperatur und Konzentration eingestellten Lösung (46 bis 65) und schließlich durch Einrichtungen zur fortlaufenden Registrierung der Angaben der Meßvorrichtung (66, 67).
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Zufuhr der Flüssigkeiten zu dem Regelgefäß zwei Zufuhrleitungen (8 und 14) sind, an deren jeder eine volumetrische Pumpe mit Zubehör zur Regelung der Durchflußmenge (5 und 15) angebracht ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Leitungen zur Zufuhr der Flüssigkeit zu dem Regelgefäß (9) einen handbetätigten Druckminderer (109) mit Zubehör zur Regelung der Durchflußmenge aufweist, während die andere Zufuhrleitung eine Vorrichtung (114) zur selbsttätigen Regelung der Durchflußmenge enthält, welche von einem Glied (119) abhängt, welches die Dichte der Flüssigkeit in dem Regelgefäß mißt.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung der Durchflußmenge ein pneumatisch gesteuertes Ventil (114) enthält, welches mit einer pneumatischen Vorrichtung (119) zur Messung der Dichte bekannter Bauart verbunden ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelgefäß (9) doppelwandig ist, wobei dieser Doppelmantel von einem Strömungsmittel durchströmt wird, dessen Temperatur entsprechend der Bezugstemperatur gewählt ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Thermostat, welcher die Lösung örtlich auf der Bezugstemperatur hält, ein Präzisionsthermostat (T) ist, welcher vorzugsweise einen Heizwiderstand (30) enthält.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßbrücke mit Zubehör zur Messung des spezifischen Widerstandes der Lösung ein in dem Thermostaten (T) angeordnetes dichtes Gefäß (40) enthält, in welchem Meßelektroden angeordnet sind, welche in einem Brückenzweig der Meßbrücke (P) mit selbsttätiger Abgleichung liegen.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßbrücke (P) Einrichtungen zur Eichung entsprechend dem Reinheitsbereich der zu analysierenden Lösung enthält.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßbrücke (P) mit einem Registrierschreiber (E) bekannter Bauart kombiniert ist, dessen Registrierstreifen (66) mit einer Teilung in Reinheitsprozenten der Lösung versehen ist.
  17. 17. Anlage zur fortlaufenden Regelung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung unter Ausgang von zwei Lösungen, von denen die eine eine höhere und die andere eine niedrigere Reinheit als die gewählte Reinheit hat, unter Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur fortlaufenden Messung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung, gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 16, und eine pneumatische Regelvorrichtung (72), die vorzugsweise eine proportionale, eine differenzierende und eine intergrierende Wirkung hat, wobei der Regler ein pneumatisch gesteuertes Ventil (83) betätigt und die Angaben der Vorrichtung empfängt und gemäß diesen Angaben fortlaufend die Zuflußmenge der einen der beiden Lösungen ändert, während die Zufiußmenge der anderen praktisch konstant ist.
  18. 18. Anlage zur fortlaufenden Regelung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung unter Ausgang von zwei Lösungen, von denen die eine eine höhere und die andere eine niedrigere Reinheit als die gewählte Reinheit hat, unter Anwendung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur fortlaufenden Messung der Reinheit einer zuckerhaltigen Lösung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 16 und einer elektrischen Regelvorrichtung, die vorzugsweise eine proportionale, eine differenzierende und eine intergrierende Wirkung hat, wobei dieser Regler ein Elektroventil betätigt und die Angaben der Vorrichtung empfängt und gemäß diesen Angaben fortlaufend die Zuflußmenge der einen der beiden Lösungen ändert, während die ZuftuB-menge der anderen konstant ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 837 979; deutsche Auslegeschrift Nr. 1001650; Patentschrift Nr. 12 298 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands; französische Patentschrift Nr. 1071996.
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