DE1172845B - Verfahren zum Behandeln von poroesen Faserplatten - Google Patents
Verfahren zum Behandeln von poroesen FaserplattenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Internat. Kl.: B 29 j
Deutsche KL: 39 a7-5/04
Nummer: 1172 845
Aktenzeichen: O 8225 Ic/39 a7
Anmeldetag: 28. Juli 1961
Auslegetag: 25. Juni 1964
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verringern der Änderungen der Abmessungen von
porösen Faserplatten, die'infolge der Feuchtigkeitsschwankungen und der dadurch sich ergebenden Spannungen
auftreten.
Es ist bekannt, daß der schwache Punkt bei porösen Faserplatten (Faserdämmplatten) in einem ununterbrochenen
Arbeiten des Gefüges besteht, das durch Feuchtigkeitsschwankungen hervorgerufen wird.
Die Feuchtigkeit ist in ,den Platten während deren
Lagerung etwas größer, als es der Fall ist, wenn die Platten auf der darunterliegenden Auflagefläche befestigt
ist. Wenn die Faserplatte auf einer Grundfläche aus nicht arbeitendem Material aufgeklebt wird, z. B.
auf eine Betonwand, verputzte Oberfläche od. dgl., und in dieser die Feuchtigkeit nur um einige Prozent
schwankt, so entstehen in der Faserplatte Spannungen, die so groß sind, daß die Grundfläche, der Klebstoff
oder die Platte selbst nachgeben wird mit dem Ergebnis, daß sich die Platte von ihrer Unterlage löst.
Um vorzubeugen, daß sich die Faserdämmplatte von einer nicht arbeitenden, festen Unterlage von
selbst losarbeiten kann, wird die Befestigung der Platten so ausgeführt, daß sie an eine Holzrahmenkonstruktion
angenagelt wird, die an der darunterliegenden Grundfläche angebracht ist. Die auf diese Weise
befestigten Platten können sich nun genügend an den Stellen bewegen, an denen die Löcher für die Nägel
liegen. Diese Art der Befestigung hat einige Nachteile. Erstens wird dieses Verfahren infolge der notwendigen
Holzkonstruktion eines Rahmens ziemlich teuer, zweitens verkleinert sie die Grundfläche, 4esRaumes
und drittens ist ein großer Zwischenraum zwischen der Faserplatte und der darunterliegenden Unterlage,
der das Gebäude im Hinblick auf die Feuergefahr unsicher macht.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurde vorgeschlagen, einen solchen darunterliegenden Grundstoff
zu verwenden, bei dem das Material nachgibt und den Änderungen folgt, die in der Platte nach ihrem Befestigen
auf die Grundfläche stattfinden, oder für die Befestigung einen flexiblen Kunststoffklebstoff zu verwenden.
Jedoch kommt eine solche Art der Befestigung teuer, und zwischen der Platte und der Grundfläche
ist ebenfalls ein Luftzwischenraum gelassen.
Darüber hinaus wurde für diesen Zweck die Verwendung einer tafelförmigen Platte vorgeschlagen, die
infolge der Rillen in solch einem Grad nachgibt, daß die Platten bei verschiedenen Feuchtigkeitsgehalten
frei arbeiten können, in welchem Fall keinerlei Spannungsänderungen in der Platte entstehen. Dieses Verfahren
scheint zwar eines der besten von allen der Verfahren zum Behandeln von
porösen Faserplatten ■■:■.· ι;
porösen Faserplatten ■■:■.· ι;
Anmelder: ,:>, ,.
Sammon Rulla Oy, Kuopio (Finnland)
Vertreter: ·
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann und
Dipl.-Chem. R. Koenjgsberger, Patentanwälte,
München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt .ί .
Enzio Nuorivaara, Kuopiö (Finnland)
Beanspruchte Priorität:
Finnland vom 19. November 1960 (1913)
soweit bekannten Verfahren zu sein, aber sogar dieses hat den Nachteil, daß eine große Klebstoffmenge erforderlich
und die Herstellung der Rillen ziemlich schwierig ist.
Die Erfindung hat den Zweck, die oben angeführten Nachteile zu vermeiden. Das bezeichnende Merkmal
der Erfindung ist es, daß die Faserdämmplatte mittels Walzen während einer sehr kurzen Zeitdauer
so stark gepreßt wird, z. B. bis auf oder weniger als die Hälfte ihrer normalen Dicke, daß ihr inneres Gefüge
gelockert wird.
Eine Faserdämmplatte, die gemäß der Erfindung behandelt wurde, kann ohne weiteres auf ihrer Grundfläche
mittels Klebstoff befestigt werden. Danach hat die Platte keine Kraft mehr, sich selbst von ihrem
Grundmaterial zu lösen, da das innere Gefüge nunmehr so gelockert wurde, daß die Fasern miteinander
nicht mehr so stark befestigt sind wie vorher, sondern im gewissen Ausmaß nachgeben.
Nach der Behandlung in dieser Weise sind die Veränderungen im Material der Faserplatte infolge der
Feuchtigkeit nur zwei Drittel der normalen und die Kraft des »Arbeiten« beträgt nur ein Fünftel der ursprünglichen
Kraft.
Die Erfindung ist weiter durch die Beschreibung und die Zeichnung erläutert bzw. veranschaulicht, in
der ein in der Praxis sehr vorteilhaftes Ausführungsbeispiel gezeigt ist.
409 627/356
Es zeigt .
A b b. 1 einen Preßvorgang bei der Behandlung einer Dämmplatte,
Abb. 2 die Oberfläche einer behandelten Platte und
Abb. 3 einen Schnitt längs der Linie IiI-IlI in der
Abb.2.
Wie in der Zeichnung ersichtlich, wird eine gewöhnliche
poröse Faserdämmplatte 1 durch die obere Walze 2 und die untere Walze 3 in Pfeilrichtung 4
geführt. Gleichzeitig pressen diese Walzen die Platte nur für einen Augenblick so stark zusammen, daß ihre
Dicke gleich der oder weniger als die Hälfte der ursprünglichen Dicke wird. Die Preßdauer ist so kurz,
daß die Änderung in der Form der Platte 1 nicht von Dauer ist, so daß die Platte praktisch wieder in ihre
ursprüngliche Dicke zurückfedert. r
Die Oberfläche der oberen Walze 2 weist Erhebungen 5 auf, zwischen denen Aussparungen 6 vorgesehen
sind. Der Zweck dieser Erhebungen und Aussparungen ist, daß das innere Gefüge der Platte. 1 gelockert ;
und gleichzeitig die Oberfläche der Platte gemustert werden kann, um den Anforderungen' der Austafelung
des Raumes zu entsprechen. F i g. 2 und 3 zeigen eine Ausführung der Ausgestaltung der Erhebungen
und Aussparungen auf der Oberfläche der Platte 1.
Im Falle, daß es beabsichtigt ist, die poröse Faserplatte für innenseitige Täfelung zu verwenden, ist es
angemessen, eine oder beide ihrer Seiten mit einer Lage eines Materials, wie Papier, Stoff, Metall oder
ähnlichem, zu bedecken. Die Befestigung einer solchen Lage auf der Platte kann gleichzeitig mif'dem
Preßvorgang durchgeführt werden. Zu diesem Zweck muß die Oberfläche der Platte mit einer Lage Klebstoff
oder mit einem Klebstoffilm bedeckt werden*, und oben auf diesen haftenden Überzug wird die besagte
Decklage, bevor die Platte zwischen die beiden Walzen 2 und 3 geführt wird, aufgelegt. Um die Klebfähigkeit
des Klebstoffes -zu fördern, ist es ratsam, eine oder beide Walzen zu heizen. Durch das Heizen
der Walzen werden auch die Erhebungen und Einschnitte in der Platte dauerhaft stabilisiert.
Die Lage auf der Oberfläche der Platte gibt dieser eine zusätzliche Versteifung und verbessert ihr äußeres
Aussehen. Darüber hinaus wird durch die Lage ein Eindringen von Feuchtigkeit in die' Platte verhindert.
Dies gilt besonders, wenn Metall, beispielsweise Aluminium, als Außenlage verwendet wird.
Mit der vorstehenden Besehreibung und der sich darauf beziehenden Zeichnung ist nur beabsichtigt,
die Idee der Erfindung zu veranschaulichen. Es ist nicht wesentlich* auf welche Dicke die Faserplatte
zusammengepreßt wird, da dies davon abhängt, wie groß die Feuchtigkeitsänderungen sind, denen die
Platte an der Einbaustelle ausgesetzt ist; die Hauptsache ist, daß das Pressen so weit ausgeführt wird,
daß das-ianere Gefüge gelockert wird.
Auch "die Anzahl der Walzen kann verschieden sein. In gewissen Fällen ist es vorzuziehen, die Platte zwischen
mehreren aufeinanderfolgenden Walzenpaaren zu pressen, zwischen denen die Faserplatte stufenweise
bei sich mehr und mehr vergrößerndem Druck gepreßt wird.
Claims (5)
1. Verfahren zur Verringerung der Änderungen der Abmessungen, die in derFläcfee einer porösen
Faserplatte infolge von Feuchtigkeitsschwankunr gen hervorgerufen werden, d a d u r c h gekennzeichnet,
daß die Faserplatte mittels Walzen während einer sehr kuraen Zeitdauer so static
gepreßt wird, z. B. bis auf oder weniger als die - Hälfte ihrer normalen Dicke, daß ihr inneres
Gefüge gelockert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pressen mit Hilfe von zwei
Walzen (2, 3) durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch I- oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Pressen mit -solchen
Walzen durchgeführt wird, von'denen mindestens die Oberfläche einer dieser Walzen (2) Erhebungen
(5) und Aussparungen1 (6) aufweist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig
mit dem Preßvorgang auf eine oder beide
Oberflächen der Faserplatte eine Lage Papier, Stoff, Metall oder ähnliches Material unter Verwendung
eines Klebemittels aufgepreßt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
;' oder beide Walzen beheizt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 627/356 6.64 © Bundesdruckerei Berlin
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| DE1172845B true DE1172845B (de) | 1964-06-25 |
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|---|---|---|---|
| DEO8225A Pending DE1172845B (de) | 1960-11-19 | 1961-07-28 | Verfahren zum Behandeln von poroesen Faserplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1172845B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5383778A (en) * | 1990-09-04 | 1995-01-24 | James River Corporation Of Virginia | Strength control embossing apparatus |
| DE19812523A1 (de) * | 1998-03-21 | 1999-11-18 | Schenck Panel Production Syste | Verfahren und Vorrichtung zur Strukturierung glatter Holzwerkstoffplatten |
-
1961
- 1961-07-28 DE DEO8225A patent/DE1172845B/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US5383778A (en) * | 1990-09-04 | 1995-01-24 | James River Corporation Of Virginia | Strength control embossing apparatus |
| US5490902A (en) * | 1990-09-04 | 1996-02-13 | James River Corporation Of Virginia | Strength control embossing and paper product produced thereby |
| DE19812523A1 (de) * | 1998-03-21 | 1999-11-18 | Schenck Panel Production Syste | Verfahren und Vorrichtung zur Strukturierung glatter Holzwerkstoffplatten |
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