DE1172691B - Schablonendruckvorrichtung - Google Patents
SchablonendruckvorrichtungInfo
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Description
- Schablonendruckvorrichtung Es sind Schablonendruckvorrichtungen mit einem auf einer Welle drehbaren Druckzylinder bekannt, der aus einem einen Tintenbehälter bildenden gelochten Zylinder besteht, welcher außen ein die Bohrungen des Zylinders abdeckendes Farbkissen und eine dieses überdeckende Schablone trägt. Verläuft die Welle des drehbaren Druckzylinders in senkrechter Richtung, so stellt sich die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß die Tinte auch bei im Gebrauch der Vorrichtung abnehmendem Tintenvorrat über die ganze Länge des Druckzylinders stets gleichmäßig auf die Schablone verteilt wird.
- Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Tintenbehälter durch waagerechte Böden in übereinanderliegende Kammern unterteilt ist, in deren oberste eine Tinteneinfüllöffnung mündet und die durch Oberlaufrohre miteinander in Verbindung stehen.
- Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt die Zeichnung, und zwar ist F i g. 1 eine Seitenansicht des Druckzylinders ohne Schablone, F i g. 2 ein Schnitt nach Linie 4-4 in F i g. 1 bei aufgelegter Schablone und F i g. 3 ein waagerechter Schnitt nach Linie 5-5 in F i g. 2.
- Der mit 68 bezeichnete Druckzylinder hat eine senkrechte Welle 70 und an seinen Enden kreisförmige Scheiben 72, die mit Hilfe von Schrauben 74 auf der Welle 70 befestigt sind. Zwischen den Scheiben 72 befindet sich ein gelochter Zylinder, der mit der Welle 70 koaxial verläuft und den Tintenbehälter 76 bildet. Der Tintenbehälter 76 ist von einer der Länge nach geschlitzten zylindrischen Hülse 102 umgeben, welche auf einem großen Teil ihres Umfanges ebenfalls Lochungen 104 hat und gegenüber dem Tintenbehälter 76 verdreht werden kann. Durch Verdrehen der Hülse 102 können deren Löcher mit den Löchern des Tintenbehälters 76 mehr oder weniger in Dekkung gebracht werden, wodurch eine Regelung der nach außen durchtretenden Tintenmenge möglich ist. Ein kleinerer Teil des Umfanges der Hülse 102 ist nicht durchbohrt und dieser Teil befindet sich gegenüber dem Schlitz 106 der Hülse. Dieser nicht durchbohrte Teil der Hülse 102 ist mit einem radialen Vorsprung 108 versehen, mit dessen Hilfe die Hülse 102 von Hand gegenüber dem Tintenbehälter 76 verdreht werden kann.
- Im Inneren des Tintenbehälters 76 befinden sich waagerechte Böden 78, durch die der Tintenbehälter in übereinanderliegende Kammern 80 unterteilt ist. Die Kammern stehen durch Überlaufrohre 82 miteinander in Verbindung, die etwas kürzer sind als die Höhe der Kammern 80. In die oberste Kammer 80 mündet eine Tinteneinfüllöffnung. Die waagerechten Böden 78 haben zentrische Bohrungen, durch die die Welle 70 verläuft. Die Böden können auf der Welle z. B. durch Aufpressen befestigt sein. Die Überlaufrohre 82 übereinanderliegender Kammern-Böden 78 sind gegeneinander versetzt.
- Um den Tintenbehälter 76 mit Tinte zu versorgen, ist die Welle 70 in ihrem oberen Teil mit einer Bohrung 84 versehen, die mit der obersten Kammer 80 in Verbindung steht. An das obere Ende der Bohrung 84 ist ein Tintenvorratsbehälter 86 angeschlossen, der mit einem Schraubdeckel 88 versehen und mit einem Gewindestutzen 90 in die Bohrung 84 eingeschraubt ist. Das untere Ende der Bohrung 84 ist durch Schrägbohrungen 92 mit der obersten Kammer 80 verbunden.
- Wird durch die Bohrung 84 aus dem Vorratsbehälter 86 Tinte in den Tintenbehälter 76 eingefüllt, so füllt sich zunächst nur die oberste Kammer 80, bis der Tintenspiegel dieser Kammer den oberen Rand der überlaufrohre 82 erreicht hat. Alsdann fließt die Tinte durch die überlaufrohre 82 des obersten Bodens 78 in die nächste Kammer 80 weiter, bis die Tinte in letzterer wieder die Höhe des oberen Randes der Überlaufrohre 82 erreicht hat usf. Die Kammern 80 des Tintenbehälters werden also der Reihe nach in absteigender Folge gefüllt. Um erkennen zu lassen, wann die unterste Kammer 80 gefüllt ist, hat die Welle 70 eine weitere Bohrung 94, die sich nach unten öffnet und mit der Bohrung 84 nicht in Verbindung steht. Die Bohrung 94 ist jedoch mit dem oberen Teil der untersten Kammer 80 durch radiale Bohrungen 96 verbunden, so daß, wenn die unterste Kammer 80 gefüllt ist, die Tinte durch die Radialbohrung 96 in die Axialbohrung 94 abfließt, um dann aus dem unteren Ende der Welle 70 herauszufließen. Wenn dies der Fall ist, wird das untere Ende der Axialbohrung 94 mit einer Schraube 98 verschlossen.
- Wie insbesondere aus F i g. 2 ersichtlich, springen die Scheiben 72 des Tintenbehälters 76 über dessen zylindrischen Mantel und über die Hülse 102 vor. Sie tragen kreisförmige Nuten 110, welche axial einander zugekehrt sind, um den oberen bzw. den unteren Rand des Farbkissens 112 aufzunehmen, das aus Filz oder einem ähnlichen Material bestehen kann und den größten Teil der Hülse 102 umgibt. Das Farbkissen 112 wird je nach dem Grad der überdeckung der Löcher 100 bzw. 104 .des Tintenbehälters 76 bzw. der Hülse 102 mit mehr oder weniger Tinte versorgt, aber in jedem Fall dank der Kammern 80 gleichmäßig über die ganze Farbkissenlänge. Auf dem Farbkissen 112 liegt die Schablone 118.
- Die Endkanten des Farbkissens 112 werden durch einen metallischen Klammerstreifen 114 gehalten, wobei sie in die Nuten 110 eingreifen. Die Klammerstreifen 114 sind durch Schrauben 116 auf der Hülse 102 befestigt.
- Die beiden seitlichen Enden der aus Papier oder einem anderen Material bestehenden Schablone 118 haben versteifte Teile 120, die sich über die volle Höhe der Schablone erstrecken. Die Höhe der Schablone ist größer als die axiale Entfernung zwischen den Scheiben 72. Andererseits hat die Schablone 118 bis zu den versteiften Endteilen 120 reichende Ausschnitte, so daß die Schablone 118 um das Farbkissen herumgelegt werden kann, während die Ausschnitte es ermöglichen, daß die entgegengesetzten Enden der versteiften Teile 120 in die Nuten 110 der Scheiben 72 eingelegt werden können. Um die Schablone 118 auf dem Farbkissen 112 festzuhalten, ist ein metallischer Federstreifen 124 vorgesehen, dessen Enden ebenfalls in die Nuten 110 der Scheiben 72 eingreifen, so wie dies mit strichpunktierten Linien in F i g. 1 dargestellt ist.
- Zum Antrieb des Druckzylinders 68 ist dieser mit Tragscheiben 126 versehen, welche drehbar auf der Welle 70 gelagert sind und an den oberen und unteren Scheiben 72 anliegen. Die Tragscheiben 126 haben Gummiringe 128, mit denen die Reibungsverbindung zu den geförderten, zu bedruckenden Artikeln hergestellt wird. Zwischen den Tragscheiben 126 und den Scheiben 72 des Tintenbehälters sind Reibscheiben 130 vorgesehen. Zwischen den Tragscheiben 126 und mit der Welle 70 verbundenen Ringen 134 sind Druckfedern 132 angeordnet, um die Tragscheiben in axialer Richtung gegen die Scheiben 72 zu drücken. Wenn die Tragscheiben durch den Reibungsschluß mit einem geförderten, zu bedruckenden Artikel über ihr° Gummiringe 128 angetrieben werden, geben sie die Drehbewegung über die Reibungsscheiben 130 an den zylindrischen Tintenbehälter 76 ab.
- Die Gegenstände der nachfolgenden Patentansprüche 2 und 8 sind an sich bekannt.
Claims (9)
- Patentansprüche: 1. Schablonendruckvorrichtung mit einem auf einer Welle drehbaren Druckzylinder, der aus einem einen Tintenbehälter bildenden gelochten Zylinder besteht, welcher außen ein die Bohrungen des Zylinders abdeckendes Farbkissen und eine dieses überdeckende Schablone trägt, d adurch gekennzeichnet, daß der Tintenbehälter (76) durch waagerechte Böden (78) in übereinanderliegende Kammern (80) unterteilt ist, in deren oberste eine Tinteneinfüllöffnung mündet und die durch überlaufrohre (82) miteinander in Verbindung stehen.
- 2. Schablonendruckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Tintenbehälter bildende gelochte Zylinder (76) teilweise von einer nicht geschlossenen gelochten Hülse (102) umgeben ist, die das Farbkissen (112) und die Schablone (118) trägt und auf dem Zylinder (76) derart verdrehbar ist, daß ihre Löcher (104) und die des Zylinders (76) in oder außer Deckung oder in teilweise Deckung gebracht werden.
- 3. Schablonendruckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die überlaufrohre (82) übereinanderliegender Kammerböden (78) gegeneinander versetzt sind.
- 4. Schablonendruckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechte Drehachse des Druckzylinders an ihren Enden voneinander getrennte Bohrungen (84, 94) aufweist, von denen die obere Bohrung (84) mit der obersten Kammer (80) und die untere Bohrung (94) mit dem oberen Teil der untersten Kammer (80) des Tintenbehälters in Verbindung steht.
- S. Schablonendruckvorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen lösbaren Verschluß (98) für die untere Bohrung (94) der senkrechten Drehachse des Druckzylinders.
- 6. Schablonendruckvorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen auf der senkrechten Drehachse des Druckzylinders angeordneten Tintenvorratsbehälter (86), der mit der oberen Bohrung (84) der Drehachse verbunden ist.
- 7. Schablonendruckvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Stirnseiten des Druckzylinders verschließende Scheiben (72), die einander zugekehrte ringförmige Nuten (110) zur Aufnahme der oberen bzw. unteren Ränder des den Tintenbehälter bildenden Zylinders (76), der diesen umgebenden nicht geschlossenen Hülse (l02) und des Farbkissens (l12) aufweisen. B.
- Schablonendruckvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht geschlossene Hülse (102) auf ihrem nicht gelochten Umfangsteil einen radialen Vorsprung (108) aufweist.
- 9. Schablonendruckvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der senkrechte Abstand der waagerechten Kanten des Hauptteiles der Schablone (118) größer ist als der senkrechte Abstand der den Druckzylinder verschließenden Scheiben (72), so daß die waagerechten Schablonenkanten ebenfalls in die ringförmigen Nuten (110) eingreifen. In Betracht gezogenen Druckschriften: österreichische Patentschrift Nr. 953.
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