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DE1172349B - Fernsteuerschaltung zum drahtlosen Ausloesen von Schaltvorgaengen - Google Patents

Fernsteuerschaltung zum drahtlosen Ausloesen von Schaltvorgaengen

Info

Publication number
DE1172349B
DE1172349B DEV20242A DEV0020242A DE1172349B DE 1172349 B DE1172349 B DE 1172349B DE V20242 A DEV20242 A DE V20242A DE V0020242 A DEV0020242 A DE V0020242A DE 1172349 B DE1172349 B DE 1172349B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switching
circuit
pulses
channel
bistable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV20242A
Other languages
English (en)
Inventor
Neville Leigh Ayres
David Reginald Ollington
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Venner Ltd
Original Assignee
Venner Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Venner Ltd filed Critical Venner Ltd
Publication of DE1172349B publication Critical patent/DE1172349B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C19/00Electric signal transmission systems
    • G08C19/12Electric signal transmission systems in which the signal transmitted is frequency or phase of AC
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C17/00Arrangements for transmitting signals characterised by the use of a wireless electrical link
    • G08C17/02Arrangements for transmitting signals characterised by the use of a wireless electrical link using a radio link

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)

Description

  • Fernsteuerschaltung zum drahtlosen Auslösen von Schaltvorgängen Die Erfindung bezieht sich auf eine Fernsteuerschaltung zum drahtlosen Auslösen von Schaltvorgängen bei einer Anzahl von Schalteinheiten, die über ein verhältnismäßig großes Gebiet verstreut sind. Eine derartige Fernsteuerschaltung ist insbesondere zum zentralen Einschalten und Ausschalten von Straßenbeleuchtungen geeignet.
  • Es sind bereits Fernsteuerschaltungen bekannt, bei denen die drahtlos übertragenen Schaltsignale auf eine Trägerwelle mit verschiedenen Audiofrequenzen aufmoduliert und als Impulsfolgen auf (an den einzelnen Schalteinheiten angeordnete) Empfänger übertragen werden. Dabei sind jedem Empfänger parallele und auf je eine der Audiofrequenzen abgestimmte Kanäle nachgeschaltet, die die Steuerspannungen für die zu beeinflussenden Schaltrelais liefern, so daß jeder gewünschte Schaltvorgang durch Auswahl der dem betreffenden Schaltrelais zugeordneten Audiofrequenz selektiv ausgelöst werden kann. Bei solchen Fernsteuerschaltungen ist auch schon in jedem abgestimmten Kanal ein bistabiler Kreis angeordnet worden, der durch die über den betreffenden Kanal verarbeiteten Impulse in seinen leitenden Zustand gekippt wird und dadurch das Schaltrelais dieses Kanals speist, wobei die Rückstellung der bistabilen Kreise und damit der Schaltrelais in sämtlichen abgestimmten Kanälen gleichzeitig mittels eines Löschsignals erfolgt, das über einen zusätzlichen abgestimmten Kanal übertragen wird.
  • Die Fernsteuerschaltungen des vorangehend umrissenen Typs sind relativ anfällig gegen Störimpulse. Außerdem ermöglichen sie nicht die selektive Auslösung von gleichartigen Schaltvorgängen bei gruppenweise zusammengefaßten Schalteinheiten, es sei denn, daß der Aufwand einer entsprechenden Anzahl von zusätzlichen Audiofrequenzen in Kauf genommen wird.
  • Diese Nachteile der bekannten Fernsteuerschaltungen sollen durch die Erfindung beseitigt werden, und zwar - ausgehend von einer Fernsteuerschaltung mit zwei verschiedenen Audiofrequenzen und mit zwei entsprechend abgestimmten empfängerseitigen Kanälen - dadurch, daß bei jedem Empfänger jeder der beiden Kanäle (»An-Kanal« bzw. »Aus-Kanal«) mit einer der beiden Hälften eines bistabilen Kreises verbunden ist und eine Summierschaltung enthält, die die in dem betreffenden Kanal ankommenden Impulse summiert und nach Aufnahme einer vorbestimmten Anzahl von Impulsen eine Summenspannung als Steuerspannung auf den einen oder anderen Eingang des bistabilen Kreises abgibt, von dessen Zustand wiederum die Schaltrelais beeinflußt werden. Bei dem Vorschlag der Erfindung erfolgt in jedem der beiden dem Empfänger nachgeschalteten Kanäle eine Zählung der Schaltimpulse, wobei eine Betätigung des bistabilen Kreises und damit eine Auslösung des Schaltvorganges nur erfolgen kann, wenn eine vorbestimmte minimale Anzahl von Schaltimpulsen durch den betreffenden Kanal durchgelaufen ist. Damit wird es in einfacher Weise möglich, einzelne Gruppen von Schalteinheiten auf eine unterschiedliche Anzahl von Impulsen einzustellen, so daß wahlweise entweder durch Aussenden von zunächst einer kleineren und dann von einer größeren Anzahl von Impulsen (bei der gleichen Audiofrequenz) ein aufeinanderfolgendes Schalten der Gruppen von Schalteinheiten bewirkt werden kann oder aber durch alleiniges Aussenden einer großen Anzahl von Impulsen ein gleichzeitiges Schalten sämtlicher Schalteinheiten vorgenommen werden kann. Weiterhin lassen sich bei jeder Schalteinheit die dem bistabilen Kreis und damit dem Schaltrelais zugeordneten beiden parallelen Kanäle, deren Speisung das Umkippen des bistabilen Kreises in den leitenden oder nichtleitenden Zustand bestimmt, auf eine unterschiedliche Anzahl von notwendigen Schaltimpulsen einstellen, so daß für das Ausschalten von Gruppen von Schalteinheiten eine von dem Einschalten unabhängige Reihenfolge möglich ist, wobei auch die gruppenweise Zusammenfassung von Schalteinheiten für den Ausschaltvorgang nicht gleich der gruppenweisen Zusammenfassung für den Einschaltvorgang zu sein braucht.
  • Da die üblichen Summierschaltungen normalerweise so beschaffen sind, daß die Summenspannung nach mehr oder weniger kurzer Zeit wieder abfällt, wenn keine neuen Impulse zugeführt werden, ist die erfindungsgemäß aufgebaute Fernsteuerschaltung sehr unempfindlich gegen irgendwelche Störimpulse. Deshalb ist es auch ohne weiteres möglich, eine bereits vorhandene, mit Sprache und Musik modulierte Rundfunkwelle als Trägerwelle für die Schaltimpulse zu verwenden.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in einem Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt F i g. 1 ein Blockschaltbild einer bei der Fernsteuerschaltung gemäß der Erfindung verwendeten Schalteinheit, F i g. 2 eine graphische Darstellung der an einzelnen Punkten in der Schalteinheit nach F i g. 1 auftretenden Wellenzüge.
  • Das nachfolgend beschriebene Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Fernsteuerschaltung dient zum drahtlosen Einschalten und Ausschalten der Straßenbeleuchtung innerhalb eines bestimmten größeren Gebietes von einer Zentralstation aus, die viele Kilometer außerhalb der Grenzen des betreffenden Gebietes gelegen sein kann. An jeder Schaltstelle für die Straßenbeleuchtung befindet sich dabei eine Schalteinheit, deren Aufbau in F i g. 1 näher dargestellt ist.
  • An der Zentralstation ist ein Radiosender angeordnet, der mit einer ausgewählten Trägerfrequenz arbeitet und der jede Stelle des zu überdeckenden Gebietes mit ausreichender Signalstärke versorgt. Wenn das zu überdeckende Gebiet relativ klein ist, genügt dabei ein Sender von niedriger Leistung. Vorzugsweise wird jedoch ein Hochleistungssender, z. B. ein üblicher Rundfunksender, eingesetzt, der ein entsprechend großes Gebiet erfassen kann. Die von dem Radiosender ausgestrahlte Trägerwelle wird, sobald ein Schaltvorgang bewirkt werden soll, mittels üblicher Einrichtungen kurzzeitig mit Schaltsignalen moduliert, die aus Audiofrequenzen in der Form einer Folge von diskreten Impulsen bestehen. Die Audiofrequenzen liegen dabei, um bei Verwendung eines Rundfunksenders die Trägerwelle auch noch zur Übertragung von Sprache oder Musik nutzbar zu machen, zweckmäßig in der Nähe der oberen Grenze des Hörbereichs. Bei dem hier betrachteten Beispiel werden Audiofrequenzen von 8 kHz und von 9 kHz verwendet, die in Form einer Folge von sechs Impulsen mit einer Wiederholungsfrequenz von 1 Hz und im Verhältnis 1 : 1 zwischen Impulsdauer und Länge der Impulslücken auf die Trägerwelle aufmoduliert werden. Die Frequenz von 8 kHz soll nachfolgend die »An-Frequenz« genannt werden, während die Frequenz von 9 kHz als »Aus-Frequenz« bezeichnet werden soll.
  • Jede Schalteinheit ist zur Aufnahme des von dem Radiosender ausgestrahlten Wellenzuges A mit einem auf die Trägerfrequenz des Radiosenders abgestimmten, zweckmäßig transistorisierten und mit automatischer Verstärkungssteuerung versehenen Empfänger 2 ausgerüstet, der von jeder geeigneten Normalbauart sein kann und eine Niederfrequenz-Ausgangsstufe besitzt. Die Speisung des Empfängers erfolgt über eine Antenne 1 in Form einer auf einem Ferritstab angeordneten Spule, die zusammen mit einem zusätzlichen Kondensator den Abstimmkreis für die ausgewählte Trägerfrequenz bildet. Alternativ kann aber auch eine auf einem Ferrit-Topfkern angeordnete Spule benutzt werden, die durch einen Abstimmkondensator auf die ausgewählte Trägerfrequenz abgestimmt und über einen Sperrkondensator mit Strom versorgt ist. Im letzteren Fall kann die gesamte Einrichtung in einem versiegelten Behälter angeordnet sein. Als sehr geeignet hat es sich erwiesen, den Empfänger 2 mit fünf Transistoren zu bestücken. Einer der Transistoren dient dabei als Mischoszillator, zwei weitere Transistoren dienen zur Verstärkung des Zwischenfrequenzsignals, der vierte Transistor ist eine Diode zum Gleichrichten des Zwischenfrequenzsignals und der letzte Transistor ist als Audiofrequenzverstärker geschaltet. Dem letztgenannten Transistor wird der Ausgang aus der Diode über ein der Amplitudensteuerung dienendes Potentiometer zugeführt.
  • Die von dem Empfänger 2 gelieferte Ausgangsspannung B, die die Modulation der von dem Radiosender ausgestrahlten Trägerwelle darstellt, wird an zwei parallele Kanäle angelegt. Die beiden Kanäle sind durch Abstimmkreise 3 bzw. 3' scharf auf die An-Frequenz bzw. die Aus-Frequenz abgestimmt, so daß jeder Kanal nur denjenigen Teil des Audiofrequenzausgangs des Empfängers 2 aufnehmen kann, der sich auf der Eigenfrequenz des betreffenden Abstimmkreises befindet. Zweckmäßig sind die beiden Abstimmkreise 3 und 3' als abgestimmte, mit Transistoren bestückte Audiofrequenzverstärker ausgebildet, denen noch jeweils ein weiterer Verstärker 4 bzw. 4' nachgeschaltet ist. Die abgestimmten Verstärker können dabei mit maximalem Wirkungsgrad betrieben werden.
  • Die Ausgangsspannung C aus den beiden Verstärkern 4 bzw. 4' wird jeweils einem üblichen Gleichrichter 5 bzw. 5' zugeführt, der mit einer Amplitudenbegrenzerschaltung gekoppelt sein kann und der als Ausgangsspannung D einen Rechteckwellenzug mit einer Frequenz von 1 Hz liefert. Die Ausgangsspannung D der beiden Gleichrichter 5 und 5' wird jeweils an einen Summierkreis 6 bzw. 6' angelegt, dessen Ausgangsspannung E einen treppenstufenförmig ansteigenden Wellenzug darstellt und eine vorbestimmte Höhe erreicht, wenn sechs Schaltimpulse der dem betreffenden Kanal zugeordneten Audiofrequenz mit dem Wellenzug A angekommen sind.
  • Der Summierkreis 6 bzw. 6' kann zweckmäßig aus einer sogenannten Diodenpumpe bestehen, die in zahlreichen Ausführungsformen bekannt ist. Eine solche Diodenpumpe enthält im Prinzip zwei unterschiedlich große Kondensatoren, zwischen denen sich eine vorn großen zum kleineren Kondensator leitende Diode befindet. Der Rechteckwellenzug wird dem großen Kondensator zugeführt, und die Ausgangsspannung wird über dem kleineren Kondensator abgenommen. Jeder zugeführte Rechteckimpuls bewirkt eine Aufladung der beiden Kondensatoren im Verhältnis ihrer Kapazitäten, so daß sich der kleinere Kondensator nur bis zu einer entsprechend kleinen Teilspannung auflädt. Wenn vor der Zufuhr des nächsten Impulses der große Kondensator in geeigneter Weise entladen wird, behält der kleinere Kondensator seine Ladung, so daß bei der Aufteilung des nächsten Impulses auf die beiden Kondensatoren der kleinere Kondensator (zumindest in erster Näherung) auf die doppelte Teilspannung aufgeladen wird. Mithin steigt die Spannung über dem kleineren Kondensator treppenstufenförmig an.
  • Die von den Summierkreisen 6 und 6' gelieferte Ausgangsspannung E wird jeweils an eine der beiden Hälften eines (zweckmäßig transistorisierten) bistabilen binären Schaltkreises 7 angelegt, der so beschaffen ist, daß er nur dann von einem Zustand in seinen anderen Zustand umkippt, wenn die Ausgangsspannung E den obenerwähnten vorbestimmten Wert erreicht hat.
  • Diejenige Hälfte des bistabilen Kreises 7, die an den auf-An-Frequenz abgestimmten Kanal angeschlossen ist, erzeugt die Schaltspannung F und ist mit der Wicklung eines elektromagnetischen Relais als Belastung verbunden, während die andere Hälfte des bistabilen Kreises 7 z. B. mit einem Widerstand 8 belastet ist. Die Schaltkontakte RLA1 des Relais sind Bestandteile des elektrischen Speisekreises für die Straßenbeleuchtung. Die Anordnung ist so getroffen, daß durch Speisung der Relaiswicklung sich die Relaiskontakte schließen und damit die Stromzufuhr zu der zu schaltenden Straßenbeleuchtung ermöglichen. Da das Relais, wenn es einmal gespeist ist, so lange gespeist bleibt, bis ein Signal bei Aus-Frequenz übertragen wird, kann es von einfacher Bauart sein.
  • Im Normalzustand der Schalteinheit befindet sich diejenige Hälfte des bistabilen Kreises 7, die die Relaiswicklung als Belastung enthält, im nichtleitenden Zustand, so daß die Relaiswicklung ungespeist und damit die Straßenbeleuchtung abgeschaltet ist.
  • Sobald die Straßenbeleuchtung eingeschaltet werden soll, wird die von der Zentralstation ausgestrahlte Trägerwelle mit einem Impulszug von sechs Impulsen mit An-Frequenz moduliert, die .eine Wiederholungsfrequenz von 1 Hz besitzen und deren Verhältnis von Impulslänge zur Länge der Impulslücken gleich 1 : 1 ist. Die in jeder Schalteinheit befindlichen Empfänger 2 geben daraufhin die die Modulation der Trägerwelle darstellende Ausgangsspannung B an die beiden abgestimmten Audiofrequenzverstärker 3 und 3' ab. Es spricht aber nur der Verstärker 3, der auf die An-Frequenz abgestimmt ist, auf diesen Ausgang an, so daß die Spannung B nur in dem diesem Verstärker nachgeschalteten Kanal weiterverarbeitet werden kann. Damit liefert der Gleichrichter 5 eine Rechteckwelle, die aus sechs Impulsen mit einer Wiederholungsfrequenz von 1 Hz besteht und die ein Verhältnis von Impulsdauer zur Impulslücke von 1 : 1 besitzt. Diese Rechteckwelle gelangt zu der Summierschaltung 6. Sobald sechs Impulse durchgelaufen sind, hat die Ausgangsspannung E der Summierschaltung 6 den zum Umkippen des bistabilen Kreises 7 notwendigen Wert erreicht. Dementsprechend wird die Hälfte des bistabilen Kreises 7, die bislang im nichtleitenden Zustand war, nunmehr leitend, so daß die Wicklung des Relais gespeist wird, wobei sich die Relaiskontakte RLA 1 schließen und die Stromzufuhr zur Straßenbeleuchtung bewirken.
  • Wenn die Straßenbeleuchtung wieder ausgeschaltet werden soll, wird die von der Zentralstation ausgestrahlte Trägerwelle mit einem Impulszug von sechs Impulsen mit Aus-Frequenz moduliert, und zwar analog der für das Einschalten beschriebenen Weise. Dieser Impulszug wird durch den dem auf die Aus-Frequenz abgestimmten Verstärker 3' nachgeschalteten Kanal weiterverarbeitet und bewirkt einen erneuten Wechsel des Zustandes des bistabilen Kreises 7. Dadurch wird die Speisung der Wicklung des Relais - beendet, und als Folge davon wird die Stromzufuhr zur Straßenbeleuchtung unterbrochen.
  • Wenn das Relais durch ein Signal von einer der beiden Schaltfrequenzen bereits in einer bestimmten Richtung betätigt worden ist, kann die Übertragung weiterer Signale dieser Frequenz die Einstellung des Relais nicht mehr beeinflussen. Demzufolge ist es möglich, einige der Schalteinheiten an den einzelnen Schaltstellen so auszugestalten, daß sie nur auf eine bestimmte erste Anzahl von Impulsen in dem Schaltsignal ansprechen, während weitere Schalteinheiten so beschaffen sind, daß sie nur auf eine zweite, größere Anzahl von Impulsen in dem Schaltsignal reagieren. Ein Signal, das aus einer zu kleinen Anzahl von Impulsen zusammengesetzt ist, liefert an dem Summierkreis 6 bzw. 6' eine Ausgangsspannung, die kein Umkippen des bistabilen Kreises 7 verursachen kann und die bei Abwesenheit weiterer Impulse kontinuierlich abfällt, bis sie schließlich wieder die Null-Ebene erreicht hat. Durch geeignete Auswahl der Anzahl von notwendigen Schaltimpulsen ist es möglich, beispielsweise die Beleuchtung von Verkehrszeichen vor der allgemeinen Straßenbeleuchtung einzuschalten und nach der allgemeinen Straßenbeleuchtung wieder abzuschalten.
  • Ähnliche Ergebnisse können erzielt werden durch Benutzung von mehr als zwei unterschiedlichen Audiofrequenzen zum Modulieren der Trägerwelle. Dabei sind die abgestimmten Verstärker in den Empfangsanlagen an den zu schaltenden Stationen auf jeweils unterschiedliche Frequenzen abgestimmt, so daß die jeweiligen Relais selektiv betätigt werden können. Die ersterwähnte Art der selektiven Betätigung einzelner Stationen ist jedoch vorteilhafter, da sie mit weniger Aufwand verbunden ist und da sie außerdem gestattet, durch sofortige Aussendung der maximalen Anzahl von Schaltimpulsen sämtliche Schaltstellen in einfacher Weise im Bedarfsfall auch gleichzeitig zu schalten.
  • Die Relais können nicht durch irgendwelche Fehlerimpulse betätigt werden, unabhängig davon, ob diese Fehlerimpulse der Radioübertragung überlagert sind oder ob sie in der Hochspannungsleitung der Transistorkreise erscheinen.
  • Natürlich können Signale unterschiedlichen Charakters auch durch Verändern anderer Merkmale gebildet werden, beispielsweise durch Veränderung der Wiederholungsfrequenz und des Verhältnisses zwischen Impulsdauer und Impulslücke. In diesem Fall muß natürlich die Schaltanordnung an den einzelnen Schaltstellen in entsprechender Weise modifiziert werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Fernsteuerschaltung zum drahtlosen Auslösen von Schaltvorgängen, beispielsweise zum Ein- und Ausschalten von Straßenbeleuchtungen, unter Verwendung von drahtlos übertragenen Signalen, die auf einer Trägerwelle mit zwei verschiedenen Audiofrequenzen aufmoduliert und als Impulsfolgen auf Empfänger übertragen werden, wobei jedem Empfänger zwei parallele und auf je eine der Audiofrequenzen abgestimmte Kanäle nachgeschaltet sind, die die Steuerspannungen für die zu beeinflussenden Schaltrelais liefern, d a d u r c h gekennzeichnet, daß bei jedem Empfänger jeder der beiden Kanäle (»An-Kanal« bzw. »Aus-Kanal«) mit einer der beiden Hälften eines bistabilen Kreises (7) verbunden ist und eine Summierschaltung (6 bzw. 6') enthält, die die in dem betreffenden Kanal ankommenden Impulse summiert und nach Aufnahme einer vorbestimmten Anzahl von Impulsen eine Summenspannung (E) als Steuerspannung auf den einen oder anderen Eingang des bistabilen Kreises abgibt, von dessen Zustandwiederum die Schaltrelais beeinflußt werden.
  2. 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Summierschaltung (6 bzw. 6') eine Diodenpumpe ist, die in an sich bekannter Weise auf einen eingehenden Impulszug (D) einen ausgehenden treppenförmigen Wellenzug (E) liefert.
  3. 3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung des Schaltrelais als Belastung in der einen Hälfte des bistabilen Kreises (7) liegt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 653 857, 1012 356; britische Patentschriften Nr. 511311, 684 949; USA.-Patentschriften Nr. 2 321651, 2 344 618, 2 643 369, 2 645 771.
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