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DE1172009B - Verfahren zur Herstellung eines voluminoesen Garnes oder Buendels aus endlosen Kunstfaeden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines voluminoesen Garnes oder Buendels aus endlosen Kunstfaeden

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Publication number
DE1172009B
DE1172009B DEP16647A DEP0016647A DE1172009B DE 1172009 B DE1172009 B DE 1172009B DE P16647 A DEP16647 A DE P16647A DE P0016647 A DEP0016647 A DE P0016647A DE 1172009 B DE1172009 B DE 1172009B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
yarn
bundle
threads
treatment
loops
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP16647A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Leroy Keefe Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE1172009B publication Critical patent/DE1172009B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/16Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam
    • D02G1/164Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam in the presence of a liquid, e.g. a crimp finish

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines voluminösen Garnes oder Bündels aus endlosen Kunstfäden Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines voluminösen Garnes oder Bündels aus endlosen Kunstfäden, bei welchen die Einzelfäden des Fadenbündels infolge einer Wirbelbehandlung mittels eines Gas- oder Flüssigstromes in Schlingen und Schlaufen gelegt werden.
  • Seit der Einführung synthetischer Fäden und Fasern sind viele Verfahren bekanntgeworden, um den aus ihnen hergestellten Geweben einen ähnlichen Griff zu geben, wie sie Baumwoll- und Wollgewebe besitzen. Vor kurzem wurde im Handel ein neues voluminöses Garn eingeführt, das aus einer Vielzahl im wesentlichen endloser, einzeln in sich verschlungener Fäden besteht. Die einzelnen Fäden weisen in regellosem Abstand voneinander Windungen, Schleifen und Schlingen auf. Diese Garne kennzeichnen sich durch eine vergrößerte Fülligkeit; aus ihnen hergestellte Gewebe besitzen einen weicheren Griff und ein erhöhtes Warmhaltungsvermögen.
  • Ein solches Garn besitzt die erwünschten Eigenschaften eines gesponnenen Garnes aus Stapelfasern, ohne jedoch den Nachteil aufzuweisen, daß endlose Fäden in Stapelfasern zerlegt und dann die Fasern wieder in Garn überführt werden müssen.
  • Es wird nach einem verhältnismäßig einfachen Verfahren hergestellt, indem man im wesentlichen ein endloses Fadenbündel in ein gasförmiges, turbulentes Medium führt. Die Turbulenz wird im allgemeinen erzeugt, indem man durch eine Düse Luft in eine Zone einleitet, durch welche das Fadenbündel geführt wird.
  • Die Stabilität des gewirbelten Garnes hängt zum großen Teil von der Reibung der Fäden aneinander ab. Diese Reibung kann erhöht werden, indem man das Fadenbündel vor oder nach Passieren der Luftdüse dreht, um die Windungen fester zu halten. Dieses Drehen ist jedoch auf Grund der erforderlichen Behandlungszeit und -apparatur kostspielig, und die entstehenden Kosten sind etwa so hoch wie diejenigen der Wirbelbehandlung selbst.
  • Die Erfindung zielt auf ein Verfahren zur Umwandlung des in der Kunstseidefabrik verzwirnten Fadenbündels, d. h, eines Garnes von 0 bis 120 Drehungen, in gewirbeltes voluminöses Garn ohne weitere Verzwirnung ab. Nach der Erfindung wird ein voluminöses gewirbeltes Garn von einer solchen Stabilität erhalten, daß ein Auseinanderziehen der Windungen und Fadenverschlingungen bei der nachfolgenden Verarbeitung des Garns zu Web- und Strickwaren nicht erfolgt. Auch ist es in Garnkörpern hinreichend gefestigt.
  • Dieses wird gemäß der Erfindung erreicht, indem das ungedrehte oder nur schwach gedrehte Fadenbündel vor der Wirbelbehandlung mit einer wasserempfindlichen Schlichte behandelt, alsdann getrocknet und nach der Wirbelbehandlung unter geringer Spannung aufgewickelt wird, worauf der Wickel der Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit ausgesetzt wird.
  • Es ist zwar bekannt, durch Drehen und Zurückdrehen mechanisch erzeugte Kräuselungen von Kunstfäden oder Garnen mit knitterfestmachenden und wasserabstoßendmachenden Mitteln bzw. durch Dämpfen möglichst dauerhaft zu fixieren und die so behandelten Fäden bzw. Garne abschließend möglichst spannungsfrei aufzuspulen. Demgegenüber handelt es sich jedoch bei der Erfindung um die Lösung einer ganz anderen Aufgabe. Nach der Erfindung sollen aus endlosen Fäden bestehende, urgedrehte oder nur schwach gedrehte Garne, die durch eine Wirbelbehandlung voluminös gemacht worden sind, für die textile Weiterbehandlung, z. B. für das Verweben, in ihren Schlingen und Schlaufen gefestigt werden. Zur Lösung dieser Aufgabe bedient sich die Erfindung vor der Wirbelbehandlung auch anderer Fixierungsmittel wie die bekannten Verfahren, nämlich wasserlöslicher bzw. wasserempfindlicher Schlichtemittel, die durch eine Behandlung mit einem wäßrigen Bad leicht wieder entfernbar sind. Außerdem wird diese Aufgabe durch ein ganz bestimmtes Aneinanderreihen von gewissen Verfahrensschritten erreicht. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, daß die Behandlung des voluminösen Garnes selbst mit der Schlichte nicht zu der angestrebten Stabilität des voluminösen Garnes führt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere zur Wirbelung von synthetischen Fäden, die durch Schmelzspinnen hergestellt sind und eine glatte Oberfläche besitzen, wie z. B. Polyamidfäden. Es wurde gefunden, daß für glänzendes oder halbstumpfes Polyamidgarn, in Abhängigkeit vom Titer und Einzelfadendenier, mehrere Drehungen je Zoll, also je 25,4 mm, erforderlich sind, um die Windungen ausreichend gegen übermäßig starkes Auseinanderziehen bei der anschließenden normalen Verarbeitung des gewirbelten Produktes zu Geweben zu stabilisieren. So muß z. B. ein halbstumpfes Polyamidgarn von 80 Gesamtden und 68 Fäden vor oder nach Hindurchführung durch die Wirbeldüse etwa 13 Drehungen/25,4 mm erhalten. Die gleiche Stabilität wird nach dem Verfahren gemäß der Erfindung mit Nylongarn von etwa 0,5 Drehungen/25,4 mm erzielt.
  • Als Schlichte oder Oberflächenüberzug, der auf das Fadenbündel vor der Wirbelung aufgebracht wird, kann jede handelsübliche Schlichte verwendet werden, die wasserlöslich oder zumindest wasserempfindlich ist, d. h. als wäßrige Lösung aufgebracht werden kann oder bei Aufbringung in einem organischen Lösungsmittel so gegen Wasser empfindlich ist, daß sie bei Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit, so von Wasserdampf, weich und klebrig wird. Die Schlichte muß ferner anschließend mittels einer üblichen wäßrigen Beuche von dem fertigen Gewebe entfernt werden können.
  • Zu den geeignetsten der bekannten Schlichten gehören die Alkalisalze der Carboxymethylcellulose, insbesondere das Natriumsalz, Lösungen verschiedener Polyvinylalkohole, insbesondere mit einem Gehalt an Borsäure, wie in der USA.-Patentschrift 2 324 604 beschrieben, bestimmte Stärken und Stärkederivate, wie Stärkeäther, und wasserunlösliche Copolymere von Vinyl- und Acrylsäureestern und copolymerisierbaren Carbonsäuren, wie Crotonsäure, Acrylsäure, Maleinsäure u. dgl. Beispiele für solche Polymere sind Copolymere aus 95 Molprozent Athylacrylat und 5 % Acrylsäure sowie 95 Molprozent Vinylacetat und 5 Molprozent Crotonsäure. Polymere dieser Art werden in Form ihrer wasserlöslichen oder wasserempfindlichen Alkali-, Ammonium- oder Aminsalze verwendet. Zur Durchführung der Erfindung kann man jedoch jede geeignete Schlichte verwenden, die durch Behandlung mit warmer feuchter Luft klebrig gemacht werden kann.
  • Die optimale Konzentration der Schlichtelösung ändert sich normalerweise mit den Garneigenschaften und mit der Art der Schlichte. Obliche Methoden zur Aufbringung der Schlichte sind z. B. die Verwendung eines Streckzwirners, einer Aufspulvorrichtung oder eines Kreuzspulwicklers, Standardeinrichtungen der Textilindustrie, zusammen mit einer Emulsionswalze. Bei Verwendung z. B. des Kreuzspulwicklers haben sich fürNylongarn wäßrigeLösungen mit 0,5 bis etwa 1,5 Gewichtsprozent Natriumcarboxymethylcellulose als zufriedenstellend erwiesen. Die Polyvinylalkoholschlichten andererseits sollen in Form wäßriger Lösungen mit einem Feststoffgehalt von 2 bis 8 % verwendet werden. Die Aufbringung der Schlichte auf das Fadenbündel kann in jedem beliebigen Zeitpunkt vor der Wirbelbehandlung erfolgen. Es ist besonders zweckmäßig, die Schlichte während der Fadenherstellung aufzubringen. Nach Aufbringung der Schlichtelösung soll das Bündel unter Atmosphärenbedingungen, z. B. 60% relative Feuchtigkeit und 24° C, getrocknet oder konditioniert werden. Schlingen von gleichmäßigerer Größe in dem gewirbelten Produkt werden erreicht, wenn ein so konditioniertes Garn der Einwirkung des Luftstromes ausgesetzt wird. Das Fadenbündel kann mit hoher Geschwindigkeit gewirbelt werden, wenn man der Schlichte kleine Anteile eines organischen hygroskopischen Mittels, wie Äthylenglykol, Glycerin oder Polyvinylalkohol, zusetzt.
  • Die Wirbelbehandlung kann in beliebiger Weise ausgeführt werden, vorzugsweise arbeitet man z. B. nach dem Verfahren und der Vorrichtung gemäß dem deutschen Patent 1061953. Die einzige Beschränkung der Wirbelbehandlung besteht darin, daß das Fadenbündel einem Gasstrom, vorzugsweise Luftstrom, von solch hoher Geschwindigkeit ausgesetzt wird, daß unter den Behandlungsbedingungen die Einzelfäden des Bündels getrennt und so umhergepeitscht werden, daß an den Einzelfäden Verschlingungen gebildet werden. Im besonderen eignet sich hierfür eine solche Düse, bei welcher der Luftdruck 1,4 bis 5,6 at beträgt und das Fadenbündel mit einer Geschwindigkeit von etwa 91 m/min zugeführt und mit einer Geschwindigkeit von etwa 76 bis 82 m/min aufgespult wird.
  • Nach der Wirbelbehandlung wird das Garn zu einem Wickel von beliebiger üblicher Größe oder Art aufgespult, wobei die üblichen konischen Kreuzspulen bevorzugt werden. Die Spannung, unter welcher das Garn aufgewickelt wird, darf nicht so groß sein, daß die dem Garn durch die Wirbelbehandlung aufgeprägten Schlingen auseinandergezogen werden, sie muß andererseits aber so hoch sein, daß das Garn nicht derart lose aufgewunden wird, daß es von dem Kegel abgleitet. Ferner darf die Spannung nicht so groß sein, daß die Dichte des aufgespulten Wickels bei Einwirkung hoher Feuchtigkeit eine gleichmäßige Aktivierung verhindert. Für ein Polyamidgarn won 80 den und 68 Fäden wird z. B. eine Spannung von 10 bis 20 g bevorzugt.
  • Nachdem das Garn zu einem geeigneten Wickel aufgespult ist, wird es mit warmer feuchter Luft behandelt, um die wasserempfindliche Schlichte zu reaktivieren und die feinen Schlingen und Schlaufen festzulegen. Eine hohe relative Feuchtigkeit, z. B. 90% bei Raumtemperatur, bewirkt in wenigen Stunden eine beträchtliche Verbesserung der Stabilität des gewirbelten Fadenbündels. Höhere Temperaturen, selbst bei etwas niedrigerer Feuchtigkeit, sind wirksamer und werden bevorzugt. Niedrige relative Feuchtigkeiten, wie z. B. 60°/o, sind bei Temperaturen von ungefähr 82 bis 93° C wirksam, während bei Temperaturen von etwa 38° C die relative Feuchtigkeit zumindest 90% betragen soll. Ausgezeichnete Ergebnisse sind erzielt worden, wenn man das zu einem Wickel aufgespulte gewirbelte Garn 15 bis 30 Minuten in einem üblichen Heizofen behandelt, der auf eine Temperatur der trockenen Thermometerkugel von 66° C und der feuchten Thermometerkugel von 60° C eingestellt ist, was etwa 75% relativer Feuchtigkeit entspricht.
  • Die Stabilität des gewirbelten Produktes wird als die relative Veränderung der bleibenden Dehnung des gewirbelten Garns nach bestimmten Belastungen ermittelt. Die Stabilitätsprüfung hat sich als ein zuverlässiges Mittel zur Kennzeichnung von gewirbeltem Garn erwiesen. Diese Prüfung wird folgendermaßen durchgeführt: Man mißt ein 1 m langes Stück des gewirbelten Garns unter einer Spannung von etwa 0,01 g/den und unterwirft es dann 30 Sekunden einer Belastung von 0,5 g/den. Dann entfernt man das Gewicht, läßt die Spannung von 0,01 g/den weiter einwirken und mißt die Länge erneut. Der Unterschied zwischen der ursprünglichen und der zuletzt gemessenen Länge stellt die bleibende Dehnung dar; wenn man diese als Prozentsatz der ursprünglichen Länge (1 m) ausdrückt, so erhält man die Stabilität. Eine am Boden des Stabilitätsprüfgerätes vorgesehene, in Zentimeter geeichte Skala ermöglicht die direkte Ablesung der Stabilität.
  • Zur Herstellung zufriedenstellender, gleichmäßiger Garne ist eine Stabilität von etwa 2,5 0/0 oder weniger erforderlich. Bei hohen Stabilitätswerten von z. B. 4 bis 5% wird während der Gewebeherstellung ein Teil der Windungen, Schlingen und Schlaufen in dem schwach gedrehten gewirbelten Garn auseinandergezogen und ein weniger wertvolles, ungleichmäßiges Gewebe erhalten.
  • Das nachfolgende Beispiel dient der Erläuterung der Erfindung. Beispiel Ein rechtsgedrehtes halbstumpfes Polyamidfadenbündel (1/2 Drehung/25,4 mm) von 80 den und 68 Einzelfäden wird auf einer Kreuzspulwickelmaschine der Bauart Universal-Modell 50 umgespult, wobei man mittels einer Emulgierwalze, die sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 U/min dreht, eine wäßrige Lösung aufbringt, die 0,8 Gewichtsprozent einer Carboxymethylcellulose enthält. Nach dem Trocknen wird das geschlichtete Fadenbündel gewirbelt. Das Bündel wird dabei von der konischen Kreuzspule unter einer Spannung von etwa 10 bis 20 g abgezogen; es wird mit einer Geschwindigkeit von 45,7 m/min in einen Luftstrahl eingeführt. Es wird eine Düse mit einer Nadel von 0,406 mm Innendurchmesser und einem Venturirohr von 1,397 mm Innendurchmesser verwendet, die mit Druckluft von 4,2 atü betrieben wird. Aus der Düse wird das gewirbelte Garn durch eine Förderwalze abgeführt, die mit einer um 35% geringeren Umfangsgeschwindigkeit als die Zuführwalze umläuft. Das gewirbelte Garn wird dann mittels einer Walze mit einer Geschwindigkeit von 38,4 m/min (eine um 20% geringere Umfangsgeschwindigkeit als jene der Zuführrolle) zu einem Wickel aufgespult. Die Stabilität des gewirbelten Garns liegt zwischen 3 und 13 0/0, während nicht geschlichtetes, 13fach rechtsgedrehtes, halbstumpfes Polyamidgarn nach der Wirbelbehandlung eine gemessene Stabilität von 1 bis 2% besitzt. Ein Teil des gewirbelten, 1/2fach rechtsgedrehten Garns wird bei 90% relativer Feuchtigkeit und einer Temperatur von 21° C konditioniert. Die Stabilität dieses konditionierten Garns ist merklich verbessert, und zwar auf 2 bis 5%. Eine noch bessere Stabilität wird erhalten, wenn man das Garn nach der Trocknung in einem Ofen (trockene Thermometerkugel 66° C, feuchte Thermometerkugel 60° C: 76% relative Feuchtigkeit) konditioniert.
  • Ähnliche Ergebnisse werden mit Garnproben erhalten, die während der Garnherstellung in der oben beschriebenen Weise auf dem Streckzwirner geschlichtet wurden.
  • Aus diesen gewirbelten Garnen können ohne Schwierigkeiten Gewebe mit einer Fadenzahl von 120 - 60 je 25,4 mm hergestellt werden; diese Gewebe haben einen trockenen Griff bei guter Bedeckung und eine geringere Noppenbildung als ein Gewebe von ähnlichem Aufbau aus nicht geschlichtetem, 13fach rechtsgedrehtem Polyamidgarn.
  • Mit dem Verfahren gemäß der Erfindung werden gewirbelte Garne von gleicher oder besserer Qualität als bei Verwendung einer hohen Drehung an Stelle einer Schlichte erhalten. Von besonderem Interesse und besonderer Bedeutung sind die geringere Lichtdurchlässigkeit und eine größere Widerstandsfähigkeit gegen die Bildung von Ziehfäden bei Geweben, die aus gemäß der Erfindung behandelten Fadenbündeln hergestellt sind.
  • Die Erfindung ist zwar in ihrer Anwendung auf Polyamidfäden beschrieben, sie kann aber in gleicher Weise auf andere synthetische Fäden angewendet werden, z. B. aus Viskose oder Celluloseacetat, auf Fäden auf der Grundlage von Acrylnitrilpolymeren, Fäden aus Linearpolyestern auf Basis von Terephthalsäure-zweiwertiger-Alkohol-Polymeren u. dgl. Sie eignet sich insbesondere zur Behandlung schmelzgesponnener Fäden von rundem Querschnitt. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung werden eine Drehung zwecks Stabilisierung des gewirbelten Produktes und die Zwirnerei unnötig.
  • Das erfindungsgemäß erhaltene voluminöse Garn ist den aus Stapelfasern gesponnenen Garnen für viele Anwendungszwecke überlegen, da es keine losen Enden hat. Es kann jedoch, wenn gewünscht, so modifiziert werden, daß es in dieser Hinsicht gesponnenen Stapelfasern ähnelt, indem man die vorstehenden Fadenschlingen aufschneidet oder durchbrennt, um lose Enden zu schaffen. Diese Bearbeitung kann zweckmäßig an die Wirbelung angeschlossen werden, indem man das gewirbelte Garn nach Verlassen des Luftstrahls leicht gegen einen Schleifkörper, wie einen Schmirgelpapierzylinder, Sandpapier od. dgl., führt. Der Griff von nichtmodifizierten Geweben, die aus dem voluminösen Garn hergestellt sind, ist gewöhnlich steifer als von entsprechenden Stapelfasern, was sie wieder geeigneter zur Verwendung für Vorhangstoffe, Anzüge, Mäntel usw. macht.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung eines voluminösen Garns oder Bündels aus endlosen Kunstfäden, bei welchem die Einzelfäden des Fadenbündels infolge einer Wirbelbehandlung mittels eines Gas-oder Flüssigkeitsstromes in Schlingen oder Schlaufen gelegt werden, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß das ungedrehte oder nur leicht gedrehte Fadenbündel vor der Wirbelbehandlung mit einer wasserempfindlichen Schlichte behandelt, alsdann getrocknet und nach der Wirbelbehandlung unter geringer Spannung aufgewickelt wird, worauf der Wickel der Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit ausgesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickel mindestens 15 Minuten der Einwirkung einer Atmosphäre von mindestens 75 % relativer Feuchtigkeit und einer Temperatur von mindestens 60° C ausgesetzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 636 284; schweizerische Patentschriften Nr. 253 148,272 543; deutsche Patentanmeldung G 2073 VII / 29 a (bekanntgemacht am 20. B. l953); ausgelegte Unterlagen der belgischen Patentschrift Nr. 520 934; Rudolf P u m m e r e r, »Chem. Textilfasern, Filme und Folien«, 1953, S. 939, Zeile 5 bis
  3. 3. Absatz.
DEP16647A 1955-07-13 1956-07-13 Verfahren zur Herstellung eines voluminoesen Garnes oder Buendels aus endlosen Kunstfaeden Pending DE1172009B (de)

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