DE1171740B - Silbersalzdiffusionsuebertragungsverfahren - Google Patents
SilbersalzdiffusionsuebertragungsverfahrenInfo
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- G03C8/42—Structural details
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- G—PHYSICS
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- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
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- G03C8/02—Photosensitive materials characterised by the image-forming section
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: G 03 c
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 57 b-14/02
G 34709 IX a/57 b
12. April 1962
4. Juni 1964
12. April 1962
4. Juni 1964
Nach den bekannten Silberkomplexdiffusionsübertragungsverf ahren wird eine lichtempfindliche Halogensilberemulsionsschicht
bildgemäß belichtet und in Anwesenheit einer Entwicklersubstanz, geeigneter Entwicklungskeime und eines Lösungsmittels für das
Halogensilber gegen eine zu diesem Zweck speziell vorbereitete Empfangsschicht gedrückt.
Selbstverständlich würde das Verfahren erheblich vereinfacht, wenn man dabei die Empfangsschicht
weglassen könnte. Es ist bereits bekannt, beim Silbersalzdiffusionsübertragungsverfahren
die lichtempfindliche Negativemulsionsschicht mit einem wasserdurchlässigen Kolloid zu überziehen. Diese Kolloidschicht
bildet, durch Übertragung auf Papier od. dgl. verstärkt, die Bildempfangsschicht, wobei die Entwicklungskeime
in dieser Bildempfangsschicht vorgesehen sind.
Ausgehend von diesem bekannten Verfahren schlägt die Erfindung vor, die Entwicklungskeime bei Anwesenheit
einer kolloidalen Deckschicht auf der Halogensilberemulsionsschicht als Bildempfangsschicht
nicht der Deck- und Empfangsschicht, sondern in an sich bekannter Weise dem Entwicklerbad zuzusetzen.
Es wird zwar in der britischen Patentschrift 614 155 in Verbindung mit dem üblichen Halogensilberdiffusionsverfahren
die Möglichkeit erwähnt, den Behandlungsbädern Entwicklungskeime oder Verbindungen,
die Entwicklungskeime für das unbelichtete und komplexierte Halogensilber bilden können, zuzusetzen.
Die Erfindung beruht jedoch auf der überraschenden Erkenntnis, daß bei Benutzung einer
auf der lichtempfindlichen Emulsionsschicht aufgebrachten wasserdurchlässigen Kolloidschicht als
Empfangsschicht die erfindungsgemäß erhaltenen Bilder schneller entstehen und sich durch höhere
Deckung auszeichnen, wenn die zur Erzeugung des Übertragungsbildes erforderlichen Entwicklungskeime
und/oder Stoffe, die Entwicklungskeime erzeugen können, durch die Behandlungsflüssigkeit zugeführt
werden. Wahrscheinlich beruht dies darauf, daß das komplexierte nicht entwickelte Halogensilber in eine
keimfreie Deckschicht von der Unterseite her weiter und stärker hineindiffundieren kann, da die Entwicklungskeime
erst während dieses Prozesses von der Oberseite der Kolloidschicht eindringen und die
Bilderzeugung dadurch eine größere Tiefe der Kolloidschicht erfaßt.
Als Ausgangsstoffe für die Deckschicht für das lichtempfindliche Material kann man wasserdurchlässige
Kolloide, wie z. B. Carboxymethylcellulose-Natriumsalz, Methylcellulose, Oxyäthylcellulose, Natriumalginat,
Tragantgummi, Stärke, Polyvinylalkohol, Silbersalzdiffusionsübertragungsverf ahren
Anmelder:
Gevaert Photo-Producten N. V.,
Mortsel, Antwerpen (Belgien)
Mortsel, Antwerpen (Belgien)
Vertreter:
Dr. W. Müller-Bor6 und Dipl.-Ing. H. Gralfs,
Patentanwälte, Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Patentanwälte, Braunschweig, Am Bürgerpark 8
Als Erfinder benannt:
Dr.-Qiem. Louis Maria de Haes, Edegem
(Belgien)
Dr.-Qiem. Louis Maria de Haes, Edegem
(Belgien)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 13. April 1961 (263 591)
Polyacrylsäure, Polyvinylpyrrolidon, Polyoxyäthylen, Copolymethylvinyläther-maleinsäure, Polyacrylamid,
as Oxyäthylstärke, Oxypropylstärke u. a. verwenden.
Die Dicke dieser Schicht variiert je nach der Natur und der Viskosität der verwendeten Kolloidlösung.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist jede Halogensilberemulsion geeignet, deren
belichtetes Silbersalz während des Diffusionsübertragungsverfahrens genügend rasch entwickelt und
deren unbelichtetes Silbersalz ebenfalls genügend rasch komplexiert wird. Vorzugsweise werden dazu
Chlorsilberemulsionen verwendet, die besstimmte Bromsilber- oder Jodsilbermengen enthalten dürfen
oder denen gewisse Ingredienzien zwecks Erzielung der gewünschten Emulsionscharakteristiken zugesetzt
werden dürfen. Man trägt die Emulsion gewöhnlich derart auf, daß auf einen Quadratmeter die 0,5 bis 2 g
Silber äquivalente Menge Halogensilber kommt. Alle diese Emulsionen können auf übliche Weise gehärtet
sein.
Die als Behandlungsflüssigkeiten in dem Silberkomplexdiffusionsübertragungsverfahren
gemäß der Erfindung angewandten Entwicklungszusammensetzungen enthalten pro Liter 5 bis 20 g Natriumthiosulfat
und überdies 0,01 bis 1 g Entwicklungskeime für Halogensilber.
Zur Erzeugung des silberhaltigen Bildes in der Bildempfangsschicht geeignete Entwicklungskeime sind
die Sulfide, Selenide, Polysulfide, Polyselenide, Thioharnstoff, Mercaptane, Stannohalogenide, Schwer-
409 598/368
metalle oder ihre Salze sowie geschleiertes Halogensilber. Sulfide von Schwermetallen, wie von Antimon,
Wismut, Cadmium, Kobalt, Blei, Nickel und Silber, sind gleichfalls sehr geeignet. Bleisulfid und Zinksulfid
ebenso wie ihre komplexierten Salze allein oder gemischt mit Thioacetamid, Dithiobiuret und Dithiooxamid
sind besonders interessant. Als Schwermetalle sind Silber, Gold, Platin, Palladium und Quecksilber,
vorzugsweise in kolloidaler Form, zu erwähnen. Von diesen sind die Edelmetalle am wirksamsten.
Es ist auch möglich, der Entwicklungszusammensetzung sonstige übliche Ingredienzien zuzusetzen, wie
Calcium sequestrierende Verbindungen und Bildtonbeeinflusser, z. B. l-Phenyl-S-mercapto-l^^^-tetrazole
oder ähnliche Produkte, wie sie in der britischen Patentschrift 561 875 und der belgischen Patentschrift
502 525 beschrieben sind.
Näheres über die Belichtungs- und Entwicklungsgeräte findet man in »Progress in Photography«,
Bd. I, 1940 bis 1950, S. 76/77 und 140; Bd. II, 1951 bis 1954, S. 156/157; Bd. III, 1955 bis 1958,
S. 24 bis 36, und in der dort erwähnten Patentliteratur.
Eine besonders interessante Ausführungsform der Erfindung ist die folgende Trockenkopiermethode.
Man belichtet das lichtempfindliche Material bildgemäß, entwickelt das erhaltene latente Bild in einem
Bad, das Entwicklungskeime und ein Lösungsmittel für Halogensilber enthält, und preßt dieses entwickelte
Material, nachdem es das Entwicklungsbad verlassen hat, auf einen trockenen Bogen gewöhnliches
Papier. Dabei gelangt das in der Deckschicht entstandene Bild auf das Papier.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
B ei sp i el 1
Man versieht einen Papierträger von 90 g/m2 derart mit einer auf übliche Weise durch Formaldehyd
gehärteten Gelatinechlorsilberemulsion, daß die Schicht pro Quadratmeter eine 1 g Silber äquivalente Menge
Halogensilber enthält. Auf diese Emulsionsschicht vergießt man eine Schicht aus Carboxymethylcellulose-Natriumsalz,
so daß pro Quadratmeter 0,5 g dieses Produktes vorliegt.
Dann belichtet man das lichtempfindliche Material bildgemäß und führt es zusammen mit einem als
Bildempfangsmaterial verwendeten Bogen gewöhnliches Papier durch ein Entwicklungsgerät für die
Diffusionsübertragung, das mit einer Entwicklerlösung folgender Zusammensetzung gefüllt ist:
Wasser 1000 cm3
Wasserfreies Natriumsulfit 75 g
Natriumhydroxyd 10 g
Kaliumbromid Ig
Hydrochinon 16g
l-Phenyl-3-pyrazolidon Ig
Wasserfreies Natriumthiosulfat ... 10 g
Kolloidales Silber 0,2 g
Anschließend preßt man die Bildempfangsschicht und die lichtempfindliche Schicht zwischen den
Gummiwalzen des Entwicklungsgerätes zusammen. Nach 10 Sekunden trennt man das Bildempfangsmaterial
und das lichtempfindliche Material voneinander. Man erhält ein positives Bild der Vorlage.
55
Man wiederholt das Beispiel 1, setzt der Entwicklungszusammensetzung
aber 0,05 g 1 -Phenyl-5-mercapto-l,2,3,4-tetrazol zu. Der erhaltene Abzug weist eine tiefere Schwarzfärbung auf als der vom
Beispiel 1.
Man versieht einen Papierträger von 90 g/m2 derart mit einer auf übliche Weise durch Formaldehyd gehärteten
Gelatinechlorsilberemulsion, daß die Schicht pro Quadratmeter eine 1 g Silber äquivalente Menge
Halogensilber enthält. Auf diese Schicht vergießt man eine Schicht aus einer Lösung der folgenden Zusammensetzung:
Wasser 1000 cm3
Polyacrylamid 10 g
12,5°/oiges wäßriges Saponin .... 5 cm3
Man trägt diese Lösung derart auf, daß je Quadratmeter 0,5 g Trockensubstanz vorliegt. Man belichtet
dieses lichtempfindliche Material bildgemäß und führt es durch die im Beispiel 1 beschriebene Entwicklerlösung.
Anschließend preßt man das entwickelte Material auf einen trockenen Bogen gewöhnliches
Papier und trennt sie nach kurzer Kontaktzeit voneinander. Man erzielt ein ausgezeichnetes positives
Bild des Originals.
Man wiederholt das Beispiel 3 unter Verwendung von einem lichtempfindlichen Material, auf das keine
Deckschicht aus Polyacrylamid, sondern eine Deckschicht aus einer Lösung der folgenden Zusammensetzung
in einem Verhältnis von 1 1:20m3 vergossen ist:
Wasser 1000 cm3
Oxyäthylstärke mit einem Substituionsgrad von 0,27 an Oxyäthyl-
gruppen 40 g
10%iges wäßriges Saponin 10 cm3
Claims (1)
- Patentanspruch:Silbersalzdiffusionsübertragungsverfahren unter Verwendung eines lichtempfindlichen Materials, auf dessen Halogensilberemulsionsschicht eine wasserdurchlässige kolloidale Deckschicht angebracht ist, durch Aufpressen des nicht speziell mit Entwicklungskeimen vorbereiteten, aus Papier, Film oder Textil bestehenden Bildempfangsmaterials auf das bildmässig belichtete lichtempfindliche Material, nachdem dieses für sich allein oder gemeinsam mit dem Bildempfangsmaterial mit Behandlungsflüssigkeit befeuchtet ist und anschließende Trennung von diesem, d adurch gekennzeichnet, daß die zur Erzeugung des Übertragungsbildes erforderlichen Entwicklungskeime in an sich bekannter Weise durch die Behandlungsflüssigkeit zugeführt werden.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 764 572; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 076 491.409 598/368 5.64 © Bundesdruckerei Berlin
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