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Verfahren und Einrichtung zur Kontrolle einer Impulskombination Es
ist in der elektronischen Datenverarbeitungstechnik mitunter erforderlich zu kontrollieren,
ob innerhalb mehrerer Impulskombinationen eine besondere Aussage enthaltene Impulskombination
auftritt oder nicht. Es kann sich dabei um eine Impulskombination handeln, die in
codierter Form sowohl Ziffern als auch Buchstaben oder Zeichen darstellt und die
als-Ergebnis einer Rechnung oder als Speicherwert auftritt. So ist es z. B. zur
Kontrolle verschiedener Buchungsoperationen üblich, die entsprechenden Rechenvorgänge,
wie Additionen oder Subtraktionen, nach ihrer Beendigung mit umgekehrten Vorzeichen
zu wiederholen. Das Ergebnis dieser Kontrollrechnung muß Null sein. Trifft dies
nicht zu, dann liegt ein Buchungs- bzw. Rechenfehler vor. Bekannte Buchungsmaschinen
führen diese sogenannte Null-Kontrolle in der Weise durch, daß das Ergebnis der
Prüfrechnung in einem Prüfspeicher eingespeichert wird, dessen Ziffernstellen nach
beendeter Rechnung in einem zusätzlichen Abgriffdurchlauf abgefühlt und mit Null
verglichen werden. Fällt der Vergleich negativ aus, dann wird die Maschine durch
eine Kommando an ihrer Weiterarbeit gehindert. Durch diesen gesonderten Speicherabgriff-
und Vergleichsvorgang ist eine zusätzliche Zeit erforderlich, die die Dauer des
Buchungsvorganges verlängert.
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Aufgabe der Erfindung ist es, derartige Kontrolloperationen ohne wesentlichen
Mehraufwand an Zeit und mit einfachen und billigen Mitteln durchzuführen. Nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren wird dies dadurch erreicht, daß während der übertragung
von Impulskombinationen zwischen zwei Funktionswerken der Maschine bei Auftreten
der zu kontrollierenden Kombination durch Koinzidenz der zugehörigen Einzelimpulse
ein Schaltmittel, z. B. ein Magnetkern, betätigt wird, dessen Schaltzustand nach
beendeter Wertübertragung als Aussage über das Auftreten dieser Kombination dient.
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Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung zur Durchführung dieses
Verfahrens besteht im wesentlichen darin, daß von einer zur Wertübertragung zwischen
zwei Funktionswerken der Maschine bestimmten Anzahl Leitungen die der zu kontrollierenden
Impulskombination zugeordneten durch einen Magnetkern führen, der nur bei gleichzeitigem
Auftreten von Impulsen auf diesen Leitungen ummagnetisiert wird, und daß eine Ausgangswicklung
des Magnetkernes mit einer Einrichtung zur Auswertung des Prüfergebnisses verbunden
ist. Eine besonders vorteilhafte Anordnung ergibt sich hierbei in der Weise, daß
die bei einer Übertragung der zu kontrollierenden Impulskombination beteiligten
Leitungen durch einen ersten Magnetkern geführt sind, der nur bei der Koinzidenz
der Impulse auf diesen Leitungen ummagnetisiert wird, während die bei Übertragung
der zu kontrollierenden Impulskombination nicht beteiligten Leitungen durch einen
weiteren Magnetkern geführt sind, der durch einen jeden auf einer dieserLeitungen
auftretenden Impuls ummagnetisiert wird, daß der erste Magnetkern eine Abfragewicklung
besitzt, die dessen Ummagnetisierung in der gleichen Richtung wie die übertragungsleitungen
bewirkt und außerdem mit einer mit der Lesewicklung des ersten Magnetkernes über
einen Verstärker verbundenen Wicklung durch den zweiten Magnetkern führt, wobei
nur im Falle der Koinzidenz von Impulsen auf beiden Wicklungen eine Ummagnetisierung
des zweiten Kernes erfolgt, und daß der zweite Kern eine Ausgangswicklung besitzt,
in der nach beendeter Übertragung durch einen Abfrageimpuls ein Ausgangsimpuls erzeugt
werden kann, das eine Abweichung der zu kontrollierenden Impulskombination meldet.
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Mit einer derartigen Ausführungsform ist es möglich, alle Übertragungsleitungen,
sowohl die bei übertragung der zu kontrollierenden Impulskombination impulsführenden
als auch die übrigen während dieser Zeit stromlosen, auf ihren impulsfreien Zustand
zu kontrollieren.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus den Unteransprüchen ersichtlich.
Die Erfindung ist an Hand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit Zeichnungen
erläutert. Es zeigt F i g. 1 ein Blockschaltbild eines Teiles einer Maschine, in
dem die erfindungsgemäße Kontrolleinrichtung angeordnet ist, und F i g. 2 ein Schaltbild
einer derartigen Kontrolleinrichtung, die der: Köntrölle-,des Ziffernwertes Null
dient.
Ein Rechenwerk 1 ist mit seinen Ausgangsleitungen 2 mit einer
Null-Kontrolleinrichtung 3 verbunden, deren Ausgang zum Werteingang eines Speichers
4 führt. Der Ausgang des Speichers 4 ist über eine Leitung 5 mit dem Eingang des
Rechenwerkes 1 gekoppelt, das außerdem zu verrechnende Werte über eine Leitung 6
von einem nicht dargestellten Eingabewerk erhält. Eine Wertverrechnung über das
Rechenwerk erfolgt dezimalstellenweise. Soll zur Prüfung von verschiedenen Maschinenfunktionen
eine Kontrollrechnung durchgeführt werden, so wird der im Speicher 4 stehende Wert
von einem gleich großen Wert, der über das Eingabewerk und die Leitung 6 in das
Rechenwerk 1 gelangt, abgezogen. Das Ergebnis dieser Operation muß Null sein. Treten
von Null abweichende Resultate auf, so ist dies der Maschine zu melden. Die folgenden
Maschinenoperationen werden in diesem Falle unterbrochen. Die Kontrolleinrichtung
3 prüft deshalb das am Ausgang des Rechenwerkes 1 erscheinende Ergebnis, während
dieses dekadenweise in den Speicher 4 gelangt. Am Schluß der Prüfrechnung wird das
Ergebnis der Null-Kontrolle über eine Leitung 7 an eine Auswerteinrichtung 8 gemeldet.
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Die Null-Kontrolleinrichtung 3 ist in F i g. 2 im einzelnen dargestellt.
Die Ausgangsleitung 2 aus F i g. 1 besteht aus vier Übertragungsleitungen
9-1,
9-2, 9-3, 9-6, die den Codeelementen mit der Wertbedeutung Eins, Zwei,
Drei, Sechs zugeordnet sind. Jeder Ziffernwert wird durch eine entsprechende, gleichzeitig
auf diesen Leitungen auftretende Impulskombination charakterisiert.
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So ist beispielsweise die Ziffer Vier durch je einen Impuls auf den
Leitungen 9-3 und 9-1 verkörpert, während die Ziffer Acht durch Impulse
auf den Leitungen 9-6 und 9-2 dargestellt wird. Unter der Voraussetzung,
daß das Subtraktionsergebnis am Ausgang des Rechenwerkes 1 als Neunerkomplement
erscheint, entspricht dem Wert Null die Ziffernkombination Neun auf den Leitungen
9, d. h. je ein Impuls auf Leitung 9-6 und 9-3. Aufgabe der Null-Kontrolleinrichtung
ist nun zu prüfen, ob tatsächlich in jeder Dekade die Codeelemente Drei und Sechs
koinzident vorhanden sind und auf den beiden anderen Leitungen 9-1, 9-2 kein Impuls
auftritt.
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Die Leitungen 9-6, 9-3 führen durch einen Magnetkern K1, der in bekannter
Weise eine rechteckförmige Hysterisiskurve besitzt und somit zwei stabile Magnetisierungszustände
einnehmen kann. Die auf den Leitungen 9 auftretenden Impulse sind in ihrer Stromstärke
so bemessen, daß ein Impuls auf einer Leitung nicht ausreicht, um den Magnetkern
K 1 umzumagnetisieren. Hierzu sind auf den Leitungen 9-6, 9-3 gleichzetig auftretende
Impulse erforderlich. Die Leitungen 9-1, 9-2 führen durch einen zweiten Magnetkern
K1. Sie besitzen dabei jedoch je zwei Windungen, so daß ein Einzelimpuls auf einer
dieser Leitungen ausreicht, um den Kern K2 umzumagnetisieren. Die Leitungen 9-1,
9-2, 9-3, 9-6 sind einerseits mit dem Ausgang des Rechenwerkes 1 und andererseits
mit dem Eingang des Speichers 4 verbunden. Sie wirken daher als reine Wertübertragungsleitungen,
die keinerlei Abzweigungen aufweisen. Ist der Speicher 4 in bekannter Weise als
Magnetkernspeicher ausgebildet, so können die Leitungen 9 direkt mit dessen
Eingabewicklungen verbunden werden.
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Der Kern K1 besitzt eine Wicklung.10, auf der Taktimpulse der umgekehrten
Polarität wie die der Wertimpulse auf den Leitungen 9 auftreten. Diese bringen den
Magnetkern in einen Anfangsmagnetisierungszustand. Eine Abfragewicklung 11 führt
mit zwei Windungen durch den Kern K1 und ist mit einer Wicklung 11a des Kernes K2
in Reihe geschaltet. Auf ihr treten Impulse der gleichen Polarität wie die der Impulse
auf den Leitungen 9 auf. Eine Lesewicklung 12 des Magnetkernes K
1 ist mit dem Eingang einer als Verstärker und Impulsformer wirkenden monostabilen
Kippstufe 13 verbunden, an deren Ausgang eine weitere Wicklung 14 des Kernes K2
angeschlossen ist. Die Wicklungen 11 a und 14 dieses Kernes besitzen je eine Windung,
so daß sie nur bei koinzident auftretenden Impulsen wirksam werden. Der Abfrageimpuls
auf Wicklung 11 bzw. 11a muß daher zeitlich so bemessen sein, daß er sich mit dem
Ausgangssignal der monostabilen Kippschaltung überlappt. Der Kern K2 weist ferner
eine Abfragewicklung 15 und eine Lesewicklung 16 auf.
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Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgendermaßen: Mit einem Taktimpuls
zur Taktzeit P1 wird der Ferritkern K1 zu Beginn einer jeden zu übertragenden Dezimalstelle
über die Wicklung 10 eingeschrieben. Zur Taktzeit P2 erscheinen die Wertimpulse
auf den Leitungen 9-1, 9-2, 9-3, 9-6. Ist das Ergebnis Null, so treten auf den Leitungen
9-3 und 9-6 Impulse koinzident auf, die eine Änderung des Remanenzzustandes des
Kernes K 1 herbeiführen. Der dabei auf Wicklung 12 entstehende Leseimpuls wird in
der monostabilen Kippstufe 13 verstärkt und geformt und dem Kern K2 als halber Ummagnetisierungsstrom
auf Wicklung 14 angeboten. Da kein weiterer Impuls koinzident mit dem vorgenannten
Impuls auf den Wicklungen dieses Kernes auftritt, ändert sich dessen Remanenzzustand
nicht. Für den Fall, daß auf den Leitungen 9-3, 9-6 keine koinzidenten Impulse
auftreten, behält Kern K 1 seine zur Taktzeit P1 über Wicklung 10 eingespeicherte
Information, die er jedoch zur Taktzeit P3 an Kern K2 abgibt. Dies geschieht dadurch,
daß der zur Taktzeit P 3 auf Wicklung 11, 11 a, auftretende Impuls in Koinzidenz
mit dem Ausgangssignal der monostabilen Kippstufe 13 auf Wicklung 14, das als Folge
des bei Ummagnetisieren des Kernes K1 in Wicklung 12 induzierten Leseimpulses entsteht,
eine Ummagnetisierung des Kernes K 2 bewirkt. Der Kern K 2 kann außerdem
durch einen Impuls auf Leitung 9-1 oder 9-2 bzw. durch koinzidente Impulse auf diesen
beiden Leitungen eingeschrieben werden. Sobald in einer Dekade der in den Speicher
4 zu übertragenden Zahl Kern K2 eingeschrieben wird, ist das ein Kennzeichen dafür,
daß diese Zahl von Null abweicht. Andernfalls, wenn also der Kern K2 während der
Übertragung der Zahl seinen Magnetisierungszustand nicht geändert hat, stimmen die
übertragenen Wertimpulskombinationen mit Null überein. Nach der Verrechnung sämtlicher
Dekaden zur Taktzeit P4 wird der Kern K2 durch einen Impuls auf der Abfragewicklung
15 abgefragt und gibt seinen Informationsinhalt über die Leseleitung 16, die mit
der Leitung 7 in F i g. 1 identisch ist, an die Auswerteinrichtung 8 zur Weiterverarbeitung
ab.
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In einer vereinfachten Form der Schaltung nach F i g. 2 kann das auf
der Lesewicklung 12 bei Ummagnetisieren des Kernes K1 entstehende Signal bereits
als Ausgangssignal der Null-Kontrolleinrichtung zu der Auswerteinrichtung 8 gelangen.
Hierbei zeigt das Auftreten eines Ausgangssignals den positiven
Verlauf
der Null-Kontrolle, nämlich das Vorhandensein einer Null, an. Die Anzeige bezieht
sich jedoch jeweils nur auf eine einzige Impulskombination. Außerdem liegt keine
Kontrolle darüber vor, ob nicht zu den der Ziffer Null entsprechenden Impulsen auf
den Leitungen 9-3, 9-6 zusätzlich auf den Leitungen 9-1, 9-2 etwaige Fehlimpulse
auftreten.
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Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung braucht sich nicht auf die
Kontrolle des Ziffernwertes Null zu beschränken. In der gleichen Weise kann sie
auch zur Kontrolle beliebiger anderer Impulskombinationen, die z. B. Ziffern oder
Zeichen darstellen, angepaßt werden.