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DE1170606B - Verfahren zur Herstellung kunststoffumkleideter Holzfolien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kunststoffumkleideter Holzfolien

Info

Publication number
DE1170606B
DE1170606B DESCH29745A DESC029745A DE1170606B DE 1170606 B DE1170606 B DE 1170606B DE SCH29745 A DESCH29745 A DE SCH29745A DE SC029745 A DESC029745 A DE SC029745A DE 1170606 B DE1170606 B DE 1170606B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
foils
wood
production
veneers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH29745A
Other languages
English (en)
Inventor
Anton Arnold
Wilhelm Schichel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ELISABETH SCHICHEL GEB LEYENDE
Original Assignee
ELISABETH SCHICHEL GEB LEYENDE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ELISABETH SCHICHEL GEB LEYENDE filed Critical ELISABETH SCHICHEL GEB LEYENDE
Priority to DESCH29745A priority Critical patent/DE1170606B/de
Publication of DE1170606B publication Critical patent/DE1170606B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D1/00Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung kunststoffumkleideter Holzfolien Es ist bekannt, Holzfurniere ein- oder beiderseitig mit einer beispielsweise aus Acetylzellulose oder Zellulosehydrat bestehenden Filmschicht zu versehen und dieses Erzeugnis auf Trägerstoffe, wie z. B. Papier, Gewebe, Glas, Metall od. dgl. zu befestigen. Die so gewonnenen, kunststoffbedeckten Holzfolien befriedigen jedoch nicht in bezug auf die Haftfähigkeit der Filmschicht auf dem Furnier. Die bekannten Kunstharzfilme auf der Basis von Melamin oder Formaldehyd zeichnen sich zwar durch unbedingte Haftfähigkeit und große Oberflächenhärte aus, jedoch haben solche Laminate nur eine äußerst geringe Flexibilität.
  • Man hat bei Acetylzellulose oder Zellulosehydrat versucht, den Mangel der zu geringen Haftfähigkeit der Filme dadurch zu beseitigen, daß man die zu verbindenden Holzoberflächen und Kunststoffolien auf ihrer Berührungsseite mit Haftlacken (heißklebenden Schichten) versah oder mit pulverförmigen Harzen bestreute, um danach die erwärmte Kunststoffolie unter Druckanwendung auf das Furnier aufzupressen. Man hat ferner versucht, die Folien mit lösungsmittelhaltigen, wasserhellen Klebstoffen auf Kunstharzbasis auf den Holzfolien zu befestigen. Beide Verfahren führen jedoch ebenfalls zu keinem befriedigenden Ergebnis, weil der Folieneharakter der Oberfläche erhalten bleibt.
  • Die Erfindung sieht demgegenüber ein Verfahren vor, dessen Ergebnis Holzfurniere sind, die sich nicht nur durch außergewöhnlich gute Flexibilität und Festigkeit auszeichnen, sondern auch eine Oberflächenbeschaffenheit haben, wie sie bisher nur durch Hoch- oder Mattglanzpolieren zu erreichen war, wobei aber die Oberfläche des Holzes gegen chemische und physikalische äußere Einflüsse geschützt ist und sowohl die Maserung als auch die Farbe des Holzes voll zur Geltung kommt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht in erster Linie darin, daß dünne, geschälte oder gemessene Furniere in an sich bekannter Weise einem Trocknungsprozeß bis auf etwa 8% relative Feuchtigkeit unterworfen, unmittelbar danach - unter Ausschluß der Möglichkeit einer Wiederaufnahme von Luftfeuchtigkeit - in einer Klimakammer einer mehrfachen Beschichtung mit verflüssigten, nicht härtbaren (thermoplastischen) Kunststoffen unterzogen und anschließend nach Abdunstung des Kunststofflösungsmittels in üblicher Weise zwischen Blechen mit seidenmatten bis hochglanzpolierten Oberflächen und Erwärmung mit anschließender Kühlung gepreßt werden. Das Pressen kann in einer bekannten beheizbaren, mit Rückkühlung versehenen Stahlplattenpresse vorgenommen werden. Mit der Trocknung der Furniere, bei der diese auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 8 % relativer Feuchtigkeit gebracht, also möglichst weitgehend getrocknet werden, ist eine Holzvergütung verbunden, durch die das Schwinden, Quellen, Werfen und Reißen des Holzes bei Klimawechsel vermieden wird, ohne daß die Festigkeitseigenschaften des Holzes herabgesetzt werden. Werden die so vorgetrockneten Furniere unter Vermeidung der Möglichkeit der Wiederaufnahme von Luftfeuchtigkeit in einer Klimakammer einer mehrfachen Tränkung bzw. Beschichtung mit Lösungen thermoplastischer Kunststoffe unterzogen, wobei der Kunststoff auch aufgespritzt oder mittels einer Auftragswalze aufgetragen werden kann, so läßt man das Kunststofflösungsmittel zunächst abdunsten, ehe man dem so imprägnierten Furnier in einer beheizbaren, mit Rückkühlung versehenen Stahlplattenpresse, also unter gleichzeitiger Anwendung von Druck und Wärme und anschließender Kühlung, die gewünschte Oberflächenbeschaffenheit gibt.
  • Diese Oberflächenbeschaffenheit hängt in bekannter Weise von der Beschaffenheit der Oberfläche der Bleche ab, zwischen denen die Furniere gepreßt werden. Sind die Preßbleche auf ihren dem Furnier zugewandten Flächen hochglanzpoliert, so erhält auch die Oberfläche des Kunststoffkleides des Furniers ein hochglänzendes Aussehen; die Furniere wirken dann so, als seien sie normal auf Hochglanz poliert worden. Sollen die Furniere ein mattes Aussehen haben, so werden sie zwischen seidenmattierten Preßblechen gepreßt. Vorzugsweise wird jedoch das Pressen der einzelnen, mit dem verflüssigten, nicht härtbaren Kunststoff beschichteten Furniere zwischen zwei Blechen vorgenommen, von denen die Oberfläche des einen hochglanzpoliert, diejenigen des anderen dagegen seidenmattiert ist. Man erhällt auf diese Weise Furniere, die auf ihrer einen Seite hochglänzend, auf ihrer anderen Seite dagegen matt sind, wobei es in das Ermessen des Verarbeiters gestellt ist, welche der beiden Seiten er als Außenseite verwenden will. Die Lagerhaltung der Furniere wird hierdurch wesentlich vereinfacht und verbilligt.
  • Die Temperatur, auf die die Stahlplattenpresse gebracht werden muß, hängt von der Art des zur Tränkung bzw. Beschichtung des Holzfurniers verwendeten Kunststoffes ab. Die zur Anwendung kommenden Thermoplaste, wie z. B. Vinylpolymerisate, erweichen bei einer bestimmten Temperatur und verankern sich infolge ihres Fließvermögens unter dem Preßdruck fest mit den Fasern des Furnierblattes. Die Rückstellung des Kunststoffes auf die Einfriertemperatur erfolgt anschließend unter Beibehaltung des Preßdruckes.
  • Die Dicke der im Holz verankerten Kunststoffschicht kann durch gleichzeitiges Mitverpressen einer transparenten oder gefärbten Kunststoffolie entsprechend den Erfordernissen variiert werden. Diese Feinfolie wird hierbei beiderseits auf die bereits imprägnierte Holzfolie aufgelegt und mit ihr bei der geschilderten Druck- und Temperaturanwendung zwischen den Preßblechen, die den Oberflächencharakter bestimmen, zu einem einheitlichen Ganzen verschweißt. Die besagte Rückstellung auf die Einfriertemperatur bleibt beibehalten.
  • Die Holzfolien der geschilderten Art können bei der Endbehandlung in der beheizbaren, mit Rückkühlung ausgestatteten Stahlplattenpresse zugleich auch auf Trägerstoffe der verschiedensten Art, die gemäß ihrer Eigenart entsprechend vorbehandelt worden sind, aufgepreßt werden. Dabei wird zwischen das Laminat und den Trägerstoff ein Bindefilm, beispielsweise eine Kunststoffbindefolie, eingelegt-

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung kunststoffverkleideter Holzfolien, dadurch gekennzeichnet, daß dünne, geschälte oder gemesserte Furniere in an sich bekannter Weise einem Trocknungsprozeß bis auf etwa 8% relative Feuchtigkeit unterworfen, unmittelbar danach - unter Ausschluß der Möglichkeit einer Wiederaufnahme von Luftfeuchtigkeit - in einer Klimakammer einer mehrfachen Beschichtung mit verflüssigten, nicht härtbaren (thermoplastischen) Kunststoffen unterzogen und anschließend nach Abdunstung des Kunststofflösungsmittels in üblicher Weise zwischen Blechen mit seidenmatten bis hochglanzpolierten Oberflächen unter Erwärmung mit anschließender Kühlung gepreßt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Pressen auf die Beschichtung des Furniers mit dem flüssigen, nicht härtbaren Kunststoff eine transparente oder gefärbte Kunststoffolie gelegt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 292492.
DESCH29745A 1961-05-23 1961-05-23 Verfahren zur Herstellung kunststoffumkleideter Holzfolien Pending DE1170606B (de)

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