DE1169494B - Faksimile-UEbertragungssystem mit zeilenweiser Abtastung des zu uebertragenden Bildfeldes - Google Patents
Faksimile-UEbertragungssystem mit zeilenweiser Abtastung des zu uebertragenden BildfeldesInfo
- Publication number
- DE1169494B DE1169494B DEW23837A DEW0023837A DE1169494B DE 1169494 B DE1169494 B DE 1169494B DE W23837 A DEW23837 A DE W23837A DE W0023837 A DEW0023837 A DE W0023837A DE 1169494 B DE1169494 B DE 1169494B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- duration
- pulse
- signals
- transmitted
- pulses
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 title claims description 28
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 9
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 7
- 239000000463 material Substances 0.000 description 7
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 description 5
- 230000008859 change Effects 0.000 description 4
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 4
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 238000005070 sampling Methods 0.000 description 3
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 2
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 230000005494 condensation Effects 0.000 description 1
- 238000009833 condensation Methods 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 238000012937 correction Methods 0.000 description 1
- 230000006866 deterioration Effects 0.000 description 1
- 230000003292 diminished effect Effects 0.000 description 1
- 238000010894 electron beam technology Methods 0.000 description 1
- 210000003608 fece Anatomy 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 1
- 230000002045 lasting effect Effects 0.000 description 1
- 239000010871 livestock manure Substances 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 238000012806 monitoring device Methods 0.000 description 1
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 230000000737 periodic effect Effects 0.000 description 1
- 238000007639 printing Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 230000001172 regenerating effect Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 239000000758 substrate Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K5/00—Manipulating of pulses not covered by one of the other main groups of this subclass
- H03K5/01—Shaping pulses
- H03K5/04—Shaping pulses by increasing duration; by decreasing duration
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K5/00—Manipulating of pulses not covered by one of the other main groups of this subclass
- H03K5/22—Circuits having more than one input and one output for comparing pulses or pulse trains with each other according to input signal characteristics, e.g. slope, integral
- H03K5/26—Circuits having more than one input and one output for comparing pulses or pulse trains with each other according to input signal characteristics, e.g. slope, integral the characteristic being duration, interval, position, frequency, or sequence
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N1/00—Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
- H04N1/00095—Systems or arrangements for the transmission of the picture signal
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N1/00—Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
- H04N1/40—Picture signal circuits
- H04N1/409—Edge or detail enhancement; Noise or error suppression
- H04N1/4092—Edge or detail enhancement
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N1/00—Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
- H04N1/41—Bandwidth or redundancy reduction
- H04N1/411—Bandwidth or redundancy reduction for the transmission or storage or reproduction of two-tone pictures, e.g. black and white pictures
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Nonlinear Science (AREA)
- Facsimile Scanning Arrangements (AREA)
- Facsimiles In General (AREA)
- Facsimile Transmission Control (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 04 η
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 21 al-32/04
W 23837 VIII a/21 al
2. August 1958
6. Mai 1964
Die Erfindung bezieht sich auf ein Faksimile-Übertragungssystem mit zeilenweiser Abtastung des
zu übertragenden Bildfeldes, bei dem Begrenzerstufen für die zu übertragenden elektrischen Signale
vorgesehen sind, in denen die Signale auf zwei den Werten Schwarz und Weiß entsprechende Amplitudengrößen
gebracht werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, in einem solchen System eine wesentliche Verringerung der Frequenzbandbreite
bei der Übertragung der Bildsignale im Vergleich mit der bisher erforderlichen Bandbreite
zur Übertragung der Signale zu erzielen, wie sie mit den bisher üblichen und bekannten Verfahren und
Apparaten erzielt werden konnte.
Als Ausgangspunkt für die Erfindung dient der Gesichtspunkt, daß eine wirtschaftliche Übertragung
von elektrischen Signalen am besten dann erreicht wird, wenn die Kanalbreite, die Übertragungsgeschwindigkeit
und die für eine gerade ausreichende Wiedergabe an der Empfangsstation notwendige
Auflösung in genauer Übereinstimmung mit dem Charakter der durchzuführenden Übertragung und
der Natur des zu übertragenden Materials ausgewählt werden. Daher werden bei dem erfindungsgemäßen
Übertragungssystem die üblichen Lösungswege für die Verwirklichung einer Faksimile-Übertragung, die
normalerweise nur eine Modifikation bekannter Faksimile- und Fernsehübertragungsverfahren darstellten,
die mit den Normen der der Unterhaltung dienenden Darbietung im Einklang gebracht waren,
aufgegeben, und es wird auf ein neues Verfahren übergegangen, das für den Teilnehmerdienst besser
geeignet ist.
Es ist also Aufgabe der Erfindung, die Übertragung von Faksimilesignalen von unbeweglichen zu
übertragenden Bildern oder Vorlagen mit hoher Geschwindigkeit über Kanäle mit schmalem Frequenzband
zu ermöglichen, und zwar mit einer Auflösung, die der eines Breitbandsignals vergleichbar ist. Durch
die Erfindung soll erreicht werden, daß ein annehmbarer Ersatz für eine vollkommene Faksimile-Aufzeichnung
geschaffen wird, bei dem die üblichen Folgen einer Signalverzerrung bei einer mit hoher
Geschwindigkeit erfolgenden Schmalbandübertragung möglichst klein gehalten werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zur Verminderung der zu übertragenden
Bandbreite Stromkreise vorgesehen sind, in denen die Signale, deren Dauer kleiner als ein vorgesehener
Minimalwert ist, in ihrer Dauer auf diesen Minimalwert vergrößert werden, während solche Signale,
deren Dauer größer als der vorgesehene Minimalwert Faksimile-Übertragungssystem mit zeilenweiser
Abtastung des zu übertragenden Bildfeldes
Abtastung des zu übertragenden Bildfeldes
Anmelder:
Western Electric Company Incorporated,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. K. Boehmert
und Dipl.-Ing. A. Boehmert, Patentanwälte,
Bremen, Feldstr. 24
Als Erfinder benannt:
John Raymond Hefele, Yonkers, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 12. August 1957 (677 583)
ist, unverändert übertragen werden. Eine zu übertragende Nachricht oder eine zu übertragende Vorlage
wird zuerst durch ein Abtastverfahren mit hoher Auflösung in entsprechende elektrische Signale umgewandelt.
Diese Signale werden dann in zwei Richtungen verändert. Zunächst werden sie in der Amplitude
auf einen vorbestimmten Wert begrenzt, so daß sie aussehen, als wären sie von einer Schwarz-Weiß-Kopie
abgeleitet, unabhängig von den Zwischenwerten der tatsächlichen Kopie. Sodann wird
jeder Impuls, der eine dünne schwarze Linie in der Kopie darstellt, deren Breite unterhalb eines vorbestimmten
Minimums liegt, das durch die Bandbreite des ausgewählten Übertragungskanals bestimmt
ist, in einen Impuls umgewandelt, dessen Breite gleich oder größer als dieses vorbestimmte
Minimum ist. Diese so umgewandelten Signale enthalten immer noch die wesentlichsten Merkmale der
ursprünglichen Signale, sind jedoch in eine Form umgewandelt, die in mancher Hinsicht dem Original
subjektiv überlegen ist und außerdem besonders den Auflösungsforderungen des Teilnehmers und an die
Durchlaßbandbreite des Übertragungskanals angepaßt ist. Keine dieser beiden Änderungen vermindert
die Lesbarkeit der Kopie, sondern erhöht sogar manchmal noch ihre Lesbarkeit. Für mit Schreibmaschine
geschriebenes oder gedrucktes Material
409 588/162
entnimmt der Beschauer vernünftigerweise nur, daß starke Typen für den Druck der Originalunterlage
verwendet wurden, während es bei handgeschriebenem Material, insbesondere bei Unterschriften so
aussieht, als ob der Schreiber eine Feder mit breiter Spitze verwendet hätte. Das mit Schreibmaschine geschriebene
Material ist vollkommen lesbar, und die ursprünglichen Eigenschaften der Unterschrift werden
getreulich wiedergegeben.
Empfangsseitig stehen die abgewandelten Signale unmittelbar zur Erzeugung einer Faksimile-Aufzeichnung
des Originals zur Verfugung, ohne daß sich dabei die Notwendigkeit einer Rückumwandlung in
ihre ursprüngliche Form ergibt. Dies stellt natürlich einen großen Vorteil dar, da dadurch der Aufwand
an empfangsseitiger Ausrüstung wesentlich herabgesetzt wird, der bei den meisten Codeübertragungssystemen
notwendigerweise genauso teuer ist wie eine Endausrüstung an der Sendeseite.
In seiner einfachsten Form wird die oben beschriebene
Umwandlung und Umsetzung einer Vorlage zur Übertragung über einen in seiner Bandbreite eingeengten
Kanal dadurch erreicht, daß das Original mit einem wirksamen Abtastpunkt abgetastet wird, dessen
Abmessung in der X-Richtung, d. h. in der Abtastrichtung, kleiner als die kleinste Einzelheit des Bildfeldes
ist. Die Amplitude des durch den Abtaster abgeleiteten Signals stellt in zufriedenstellender Weise den
Helligkeitsunterschied der Vorlage dar. Es wurde beobachtet, daß die Breite der Linien in den meisten
Unterschriften und in mit Schreibmaschine geschriebenem Material auf üblichen Kontokarten ungefähr
0,13 mm beträgt. Für eine richtige Wiedergabe solcher Linien wird ein Abtastpunkt verwendet, der
klein genug ist, so daß der Abtaster in der Lage ist, eine Auflösung von achtzig oder mehr Zeilen pro
Zentimeter zu erzielen. Dies ist vollkommen ausreichend. Unterschriften und Kontokarten lassen sich
zufriedenstellend über ein System nch vollkommen lesen, das eine Auflösung von etwa dreißig Zeilen
je Zentimeter hat. Daher kann der Abtastpunkt in der Γ-Richtung verlängert werden, so daß weniger
Abtastzeilen verwendet werden müssen, um ein gegebenes Bildfeld zu überdecken und so lange, wie
die Punktabmessungen in der Abtastrichtung klein genug oder kleiner sind als die lineare Abmessung
der kleinsten solchen Einzelheit in dieser Richtung, kann auf der Empfangsseite eine Aufzeichnung mit
einem ■ vergrößerten Abtastpunkt hergestellt werden und ist für den in Betracht gezogenen Verwendungszweck
vollkommen geeignet.
Eine Einbuße an Spitzenamplitude und der damit verbundene hohe Grad an Verschlechterung des
Signals, der sich normalerweise bei der Übertragung solcher Signale über einen Kanal mit begrenzter
Bandbreite ergibt, wird dadurch verhindert, daß die analogen Signale mit hoher Auflösung einer Signalverformungseinheit
zugeführt werden, die eine Signalbegrenzerstufe und eine nichtlineare Impulsdehnerschaltung
aufweist. Die Begrenzerstufe kann bequemerweise in Form einer Abschneidstufe mit
zwei Werten aufgebaut sein, um die angeleiteten elektrischen Signale auf einen von zwei Werten zu
begrenzen, die beispielsweise vollkommen schwarze oder mit Tinte ausgefüllte Teile und die weißen Teile
als Untergrundmaterial darstellen. Eine Einrichtung zum Übertragen von Faksimile-Abtastsignalen, in
der die Signale auf einen von zwei die Werte Schwarz und Weiß darstellenden Amplitudenwerten gebracht
werden, ist aus der USA.-Patentschrift 2 796 461 bekannt. Für eine Übertragung sind binäre Bildsignale,
die nur aus zwei Amplitudenwerten bestehen, außer-5 ordentlich geeignet, um Elektronenstrahlanzeigevorrichtungen,
wie z. B. Kathodenstrahlröhren, unmittelbar zu steuern, die dann als Überwachungseinrichtungen
an der Sendestation oder als Betrachtungseinrichtungen an der Empfangsstation verweno
det werden können. Weist die ursprüngliche Vorlage bereits nur die Helligkeitswerte Schwarz und Weiß
auf, dann unterstützt die Begrenzerstufe wesentlich die Verbesserung des Signal- zu Rauschverhältnisses
der abgeleiteten Signale.
Während das Abtasten der zu übertragenden Kopie mit einem Abtastpunkt hoher Auflösung die
feinsten Linien in der Kopie getreulich wiedergibt, ergibt eine Übertragung der diesen feinen Linien entsprechenden
zweiwertigen elektrischen Signale über ein Übertragungssystem, das eine begrenzte Übertragungsbandbreite
aufweist, eine wesentliche Einbuße an Spitzenamplitude der schmalbandigen Signalimpulse. Diese Verluste können so groß sein,
daß diese Impulse überhaupt verlorengehen. Da jedoch festgestellt wurde, daß die absolute Breite der
Linien, die die feinsten Teile der mit Maschine geschriebenen Buchstaben oder die Striche handgeschriebener
Notizen nicht genau erhalten bleiben müssen, solange die räumliche Darstellung und die
Form der Buchstaben oder Striche erhalten bleiben, werden in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung diese dünnen Linien verstärkt oder verbreitert, bevor sie übertragen werden, so daß ihre
Spitzenamplituden erhalten bleiben. Demgemäß werden die Impulse, die aus der Signalbegrenzerstufe
herauskommen, gemäß einem Programm gedehnt, bei dem die Impulse, die kürzer als der für die Übertragung
erforderliche Minimalwert sind, auf die Dauer dieses Minimalwertes gedehnt werden, während
alle längeren Impulse unverändert bleiben. In dieser Form nichtlinearer Dehnung wird die Verträglichkeit
zwischen der für die Auflösbarkeit feiner Einzelheiten in der sendeseitigen Stationsabtastung
und den etwas großzügigeren Anforderungen eines Betrachters aufrechterhalten.
Die Erfindung wird besser verständlich aus der folgenden Einzelbeschreibung von bestimmten Ausführungsbeispielen
in Zusammenhang mit den Figuren. Dabei zeigt
Fig. 1 ein Gesamtblockschaltbild, das die Beziehung der einzelnen Schaltstufen untereinander
zeigt, um die allgemeinen Merkmale der Erfindung zu erläutern,
Fig. 2 eine graphische Darstellung einer Eingangs-Ausgangs-Kennlinie
der nichtlinearen Impulsdehnerschaltung, die gemäß der Erfindung benutzt wird,
F i g. 3 eine Gruppe von einigen Diagrammen, die zur Erläuterung der nichtlinearen Impulsdehnung
nützlich sind,
F i g. 4 ein Blockschaltbild einer einfachen Schaltungsanordnung
zur Signalverformung,
Fig. 5 ein schematisches Schaltbild einer für
mehrere Zwecke geeigneten elektronischen Schales tung, die sowohl als Zweiwertbegrenzerschaltung und
als nichtlineare Impulsdehnerstufe gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung arbeitet,
und
F i g. 6 eine Gruppe von verschiedenen Diagrammen, die zur Erläuterung der elektronischen Schaltung
nach F i g. 5 von Nutzen sind.
In F i g. 1 ist in Blockform ein Abtaster mit hoher Auflösung 10 dargestellt. Diese Abtastvorrichtung
enthält Apparaturen, um eine optische Abbildung eines Bildfeldes in ein komplexes elektrisches Bildsignal
als Funktion der Zeit umzuwandeln. Einrichtungen dieser Art sind aus der Faksimile- und Fernsehtechnik
allgemein bekannt und brauchen nicht näher erläutert zu werden. Es soll genügen, daß eine
solche Apparatur voll elektronisch oder elektromechanisch arbeiten soll. Für eine Abbildung, die
beispielsweise eine Fläche von 12,7 · 3,18 cm einnimmt, wird eine Abtastung mit zwanzig Zeilen pro
Sekunde für insgesamt hundert Zeilen je Bild durchgeführt und ergibt eine vollständige Abtastung des
Bildes in ungefähr 5 Sekunden mit einer horizontalen Auflösung von 300 Punkten. Ist die horizontale
Auflösung empfangsseitig gleich der vertikalen Auflösung, d. h. dreihundert Zeilen, dann entspricht die
horizontale Auflösung ziemlich genau einer üblichen guten Fernsehqualität.
Die von dem Abtaster 10 abgeleiteten analogen Signale werden dadurch zu Impulsen umgewandelt,
daß sie durch eine Begrenzerstufe 11 hindurchgeleitet werden, die in einer Signalformstufe 12 enthalten
ist. Die sich ergebenden Impulse, die für den Hintergrund einen Wert und für die mit Tinte oder mit
Farbe bedeckten Linien einen anderen Wert annehmen, werden anschließend in ihrer Dauer durch
eine Impulsdehnerstufe 13 gemäß einem nichtlinearen Dehnungsprogramm geändert, bei dem die
Dauer derjenigen Impulse, die die feinen Linien in der betrachteten Vorlage darstellen, auf einen Minimalwert
erhöht werden, so daß die Spitzenamplitude der Impulse in zufriedenstellender Weise durch den
Übertragungskanal aufgenommen werden kann. Diese Signale werden dann in einer sendeseitigen
Endausrüstung 14, welche die notwendigen Modulatoren und Übertrager zum Koppeln der Signale auf
einen Programmübertragungskanal 15 enthält, in eine für die Übertragung geeignete Form gebracht. Der
Programmkanal kann beispielsweise eine nominelle Bandbreite von 3 kHz für das hier betrachtete
System haben.
Die Endausrüstung 16 auf der Empfangsseite enthält die notwendigen Übertrager und Demodulatorstufen,
um die aufgenommenen Signale für ihre Verwendung brauchbar zu machen. Rauschanteile können
beispielsweise, wenn gewünscht, dadurch entfernt werden, daß die demodulierten Impulse zur
Korrektur einer üblichen nicht gezeigten Begrenzerschaltung zugeführt werden, bevor die Signale an
eine Anzeigevorrichtung gelangen. In diesem Fall brauchen die aufgenommenen Impulse nicht in ihren
ursprünglichen Zustand zurück umgewandelt zu werden. Die aufgenommenen Impulse können unmittelbar
an die Vorrichtung 17 angelegt werden, wo sie in ein sichtbares Abbild der Vorlage auf einem
Speichermedium umgewandelt werden. Dieses Medium, auf dem die Vorlage wiedergegeben wird,
kann beispielsweise ein elektrostatisches oder elektrothermisch.es
Material sein. Vorzugsweise besteht dieses Medium jedoch aus einer Fläche zur Direktaufzeichnung,
die einen Teil einer Kathodenstrahlröhre mit elektrischer Speicherung bildet. Direktsicht-
oder Anzeigespeicherröhren, die für diesen Zweck geeignet sind, sind allgemein bekannt und
können beispielsweise in eine Klasse von Vorrichtungen gehören, die die beispielsweise handelsüblich
unter dem Namen »Iatron« bekannten Hellschriftröhren enthalten, oder eine der Vorrichtungen, die in
die Klasse der Dunkelschriftröhren gehören.
Um das Verständnis der Arbeitsweise der Erfindung zu erleichtern, ist es nützlich, sich auf die
F i g. 2 zu beziehen, in der die Eingangs-Ausgangs-Kennlinie einer nichtlinearen Impulsdehnerstufe 13
als Diagramm angegeben ist. Wie gezeigt, werden alle Eingangsimpulse, die kürzer sind als eine Mindestlänge
D, d. h. als die vorbestimmte Mindestdauer, die durch das Produkt Bandbreite mal Zeit
bestimmt ist, auf die Dauer D gedehnt, während alle Impulse mit einer größeren Dauer vollkommen unverändert
bleiben. Dieses Prinzip wird weiter durch eine Gruppe von Diagrammen der F i g. 3 näher erläutert.
Wird beim Abtasten einer gegebenen Fläche eines Bildes in einer gegebenen Koordinatenrichtung
eine Signalspannung abgeleitet, dann wird ein Spannungsimpuls erzeugt, der so verformt wird, daß er
für alle Flächen, die die geringe Dichte des Hintergrundes haben, einen ersten Wert und für alle anderen
Flächen mit wesentlich größerer Dichte einen zweiten Wert aufweist. Das in F i g. 3 beispielsweise
dargestellte dunkle Band hat eine ausreichend hohe Dichte, um am Abtaster einen Ausgangsimpuls von
der Länge Z1 zu erzeugen. Dieser Impuls ist in der
Zeile α unmittelbar unterhalb des dunklen Bandes gezeigt. Wird ein solcher Impuls über einen Kanal
mit verringerter Bandbreite übertragen, dann würde die Spitzenamplitude dieses Impulses wesentlich beeinträchtigt.
Dementsprechend wird dieser Impuls auf eine Dauer D, die in der Zeile b dargestellt ist,
gedehnt, so daß er anschließend übertragen und auf der Empfangsseite zur Erzeugung einer geeigneten
Annäherung des ursprünglichen Bildelementes verwendet werden kann. Ist der Ausgangsimpuls des
Abtasters ein Impuls größerer Länge als die Mindestdauer D, dann wird dieser Impuls ohne Veränderung
übertragen. So wird beispielsweise, wie in der zweiten Spalte der F i g. 3 gezeigt, ein Impuls,
dessen Dauer Z2 größer ist als das Minimum D, in
dieser Form übertragen. Enthält das Ausgangssignal des Abtasters eine Folge von Impulsen I3 und Z4, die
in der dritten Spalte dargestellt sind und deren Dauer und Auftrittszeiten so liegen, daß ein kompletter Ablauf
des Impulses Z3 und die Vorderkante des Im-
pulses I1 innerhalb der Periode D liegen, dann geht
der kürzere Impuls Z3 in einem einzigen Impuls der Dauer Z3+ /4+ dem Teil der Periode D unter, der
notwendig ist, um die beiden kurzen Impulse zu einem einzigen Impuls zu überbrücken. Andere
Impulskombinationen werden dann in ähnlicher Weise behandelt, wodurch eine Minimaldauer von D
für alle Impulse erreicht wird. Auf diese Weise wird eine Impulsdehnung nur für die Impulse kürzester
Dauer bewirkt. Für alle anderen Übertragungen ist die Arbeitsweise linear.
Zur Erläuterung ist in Fig. 4 eine vereinfachte
Schaltung zur Impulsverformung in der oben beschriebenen Weise dargestellt, wobei die analogen
Impulse von einem Faksimileabtaster 10 ausgehen.
Die in dem Abtaster entstehenden Signale werden erst durch einen üblichen Zweiamplitudenbegrenzer
11 hindurchgeleitet und dann zwei verschiedenen Leitungen zugeführt. In der ersten Leitung liegt ein
monostabiler Multivibrator 41 mit einer Relaxationszeit gleich D. In üblicher Weise kippt die Vorderkante
jedes Eingangsimpulses den Multivibrator, der dann einen Schwingungszyklus mit einer Periode D
vollendet und einen Ausgangsrechteckimpuls mit der Dauer D abgibt. Das Ausgangssignal des Multivibrators
wird unmittelbar einer logischen ODER-Schaltung 42 zugeführt. Diese Schaltung kann wie jede
beliebige bekannte ODER-Torschaltung aus der
element 52 kann beispielsweise eine einfache Diode und die Röhre 53 eine Triode sein.
Die Signalbegrenzung erfolgt durch die kathodengekoppelte Stufe mit den Trioden 53 und 54 in einer
5 Schaltung, die in mancher Hinsicht an die üblichen kathodengekoppelten regenerativen Abschneidschaltungen
erinnert. Der Abschneidesignalpegel wird dadurch eingestellt, daß die Gitterspannung der
Triode 54 durch einen verschiebbaren Abgriff am
Rechenmaschinentechnik aufgebaut sein. Für solche io Widerstand 55 eingestellt wird, der die Anode der
Schaltungen ist es kennzeichnend, daß sie dann ein Röhre 53 mit einer positiven Potentialquelle 57 ver-Ausgangssignal
abgeben, wenn ein Eingangssignal an bindet. Die Anode der Röhre 53 ist über die Voreiner
ihrer beiden Eingangsklemmen liegt. Die zweite spannungsquelle 56 mit dem Gitter 65 der Röhre 54
Leitung koppelt das modifizierte Signal aus der Be- leitend verbunden. Die Vorspannungsquelle 56 ist
grenzerstufe 11 unmittelbar auf die zweite Eingangs- 15 hier als Batterie dargestellt, kann jedoch, wenn geklemme
der ODER-Schaltung 42. Im Betrieb kippt wünscht, vorteilhafterweise durch eine Gasentlaein
ankommender Impuls, der negativ sein soll und dungsröhre ersetzt werden. Die Vorspannungsschaldie
Dauer / aufweisen soll, den Zustand des Multi- tung wird dadurch vervollständigt, daß das Gitter
vibrators für eine Zeitdauer D und erregt die ODER- der Röhre 54 über einen Widerstand 58 mit Masse
Schaltung 42 für die Dauer I1. Daher bleibt das Aus- 20 verbunden ist.
gangssignal der ODER-Schaltung so lange negativ, Im Ruhezustand leitet die Röhre 53, während die
als entweder der Impuls der Dauer I oder der Impuls Röhre 54 gesperrt ist. In diesem Zustand reicht das
der Dauer D andauert. Der später, d. h. nach Ablauf an der Steuerelektrode 64 der Röhre 53 liegende
einer Zeit D oder / endende Impuls, je nachdem Potential aus, um die Diode 52 voll leitend zu halten,
welcher Impuls größer ist, steuert die Dauer des 25 Tritt ein negativer Signalimpuls, der von dem Ver-Ausgangsimpulses.
Tritt ein zweiter Impuls am Ein- stärker 51 kommt, am Ausgang der Diode 52 auf gang auf, bevor der Impuls D beendet ist, der sich und damit an der Steuerelektrode 64, so wird daaus
dem ersten Kippen ergeben hat, so treten die durch die Kathodenspannung der Röhre 53 durch
beiden Impulse als einziger Impuls auf, der vom die Kathodenfolgerwirkung reduziert. Da die Katho-Beginn
des ersten bis zum Ende des zweiten in 30 den der Röhren 53 und 54 miteinander verbunden
Spalte 3 der F i g. 3 dargestellten Impulses dauert. sind und über einem Widerstand 59 an Masse liegen,
Da die üblichen Begrenzerstufen, Multivibratoren, wird der Anodenstrom in der Röhre 54, der bisher
Verstärker und ähnliche Schaltungen im allgemeinen Null war, rasch eingeschaltet. Ein negativer Spannur
Wechselstromkopplungen, wie z. B. Kondensa- nungsimpuls wird über dem Anodenwiderstand 60
toren, verwenden, geht die Gleichstromkomponente 35 aufgebaut und über den Kondensator 61 zum Gitter
des durch die Schaltung laufenden Signals verloren. 64 der Röhre 53 zurückgekoppelt. Das Gitterpoten-Lichtwerte
einer Bildszene werden jedoch elektrisch tial der Röhre 53, das vorher bereits durch das über
relativ zu einer gegebenen Hintergrundhelligkeit, die Diode 52 angelegte Signal bis jenseits des Sperrd.
h. durch eine Gleichstromkomponente des Signals, zustandes vermindert worden war, wird durch den
dargestellt. Um die Gleichstromkomponente des 40 über diesen positiven Rückkopplungskanal ankom-Signals
wiederherzustellen und um den Bezugspegel menden negativen Impuls noch weiter vermindert,
vor der Übertragung wieder aufzubauen, wird eine Daher ist die sich einstellende Zustandsänderung
übliche Schaltung 43 zur Wiederherstellung der außerordentlich rasch. Der rückgekoppelte Impuls
Gleichstromkomponente mit dieser Schaltung ge- trennt außerdem das Gitter 64 der Röhre 53 von der
koppelt, beispielsweise mit dem Ausgang der Be- 45 Signaltreiberstufe 51 mit niedriger Impedanz dadurch
grenzerstufe. ab, daß die Diode 52 gesperrt wird. Der Konden-
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfin- sator 61 lädt sich nunmehr über den Widerstand 62
dung werden die Schwierigkeiten, die sich aus dem auf, der zwischen der Quelle 57 und dem Verbinperiodischen
Verlust des Bezugswertes und dem dungspunkt zwischen dem Kondensator 61, dem komplizierten Aufbau der einzelnen Schaltungsteile 50 Gitter 64 und der Anode der Diode 52 liegt. Dieser
für die Signalverformung ergeben, die hier als Bei- Kondensator lädt sich auf das Kathodenpotential der
spiel beschrieben wurden, in neuartiger Weise be- Diode 52, d. h. auf das Potential des Ausgangssignals
seitigt. Fig. 5 zeigt ein schematisches Schaltbild am Verstärker 51 auf, zu welchem Zeitpunkt die
einer praktischen Ausführungsform einer Mehrfunk- Diode erneut leitend wird und die Steuerung des
tions-Signalverformungsstufe 12, die sowohl den 55 Zustandes der Abschneidschaltung wieder an den
zweistufigen Abschneidevorgang als auch die nicht- Verstärker 51 abgibt.
lineare Impulsdehnung der Stufen 11 und 13 in einer Ist die Dauer des Signalimpulses größer als die
einzigen elektronischen Schaltung verwirklicht. Die Zeitkonstante des i?C-Netzwerkes 62, 61, dann wird
Arbeitsweise dieser Schaltung ist wie folgt. der Ladezyklus des Kondensators 61 beendet, wenn
Positive Signalimpulse, die von einer fotoelektri- 60 die Ladung auf dem Kondensator 61 das konstante
sehen Vervielfacherröhre 50 in dem Abtaster 10 Kippotential des Verstärkers 51 erreicht. Die Ababgeleitet
werden, werden auf eine Amplitude schneidschaltung wird daher für die volle Dauer
Spitze—Spitze von ungefähr 30 Volt verstärkt und des Impulses in ihrem Kippzustand gehalten, gleichdurch
einen üblichen Verstärker 51 in ihre Polarität gültig, wie lange dieser Impuls dauert, da die Spanumgekehrt. Die sich dabei ergebenden negativen 65 nung des Verstärkers 51 hier steuert. Ist die Impuls-Impulse
werden unmittelbar durch asymmetrisch dauer kürzer als die Zeitkonstante der i?C-Schaltung,
leitende Vorrichtungen 52 dem Steuergitter 64 einer dann wird das Potential an der Klemme des Ver-Elektronenentladungsröhre
53 zugeführt. Das Schalt- stärkers 51 am Ende des Signals etwas mehr positiv,
die Diode 52 bleibt gesperrt, und der Ladezyklus des Kondensators 61 ist dann der steuernde Faktor zur
Beendigung des gekippten Zyklus, gerade wie im Fall eines monostabilen Multivibrators.
Dadurch, daß man den Ladewiderstand 62 an die positive Spannungsquelle anschließt, wird ein im
wesentlichen linearer Teil der Exponentialkurve zur Taktgabe verwendet, und es ergibt sich eine geringe
meßbare Impulsdehnung eines Signalimpulses, wenn die Impulsdauer in derselben Größenordnung liegt
wie die Zeitkonstante des i?C-Gliedes.
Daher hat der an dem Widerstand 60 liegende Ausgangsimpuls eine Dauer, die für Signalimpulse,
die kürzer sind als die Zeitkonstante der Abschneidschaltung, allein durch das i?C-Glied bestimmt wird
sowie durch die Länge der Eingangsimpulse selbst, wenn deren zeitliche Dauer größer als die Zeitkonstante
des .RC-Gliedes der Abschneidschaltung
ist. Diese rechteckigen Impulse, deren jeder eine Mindestdauer von D hat und die in der Praxis etwa
160 Mikrosekunden lang sein können, lassen sich über ein System mit bis auf 3 kHz begrenzter Bandbreite
übertragen, ohne daß sie wesentlich beeinträchtigt werden, und lassen sich empfangsseitig in
zufriedenstellender Weise in einem Faksimile-Wiedergabegerät verwenden.
Repräsentative Wellenformen, die die Arbeitsweise der oben beschriebenen Mehrzwecksignalverformstufe
erläutern, sind für drei verschiedene Eingangssignale in Fig. 6 gezeigt. In der ersten
Spalte ist eine typische elektrische Welle dargestellt, die durch eine fotoelektrische Zelle 50 erzeugt und
anschließend auf eine Impulsdauer von I1 umgewandelt
wurde. Dieser Impuls wird durch die Diode 52 der F i g. 5 an das Gitter 64 der Röhre 53 gelegt, die
bisher stromführend war. Dies bewirkt, daß die Röhre 53 ihren Sperrzustand einnimmt und die
Röhre 54 leitend wird. Wegen der positiven Rückkopplungsverbindung über den Kondensator 61 verläuft
diese Zustandsänderung sehr rasch und steuert das Gitter 64 noch weiter in das negative Gebiet
hinein. Dadurch wird die Eingangssignalquelle vom Gitter der Röhre 63 abgetrennt und hat keine weitere
Wirkung, um die Abschneidstufe in ihrem unstabilen Zustand zu halten, da die Diode 52 gesperrt
ist. Die Aufladung des Kondensators 61 auf einen ausreichend hohen Wert, um die Röhre 53 erneut
leitend zu machen, erfolgt in D Mikrosekunden. Eine Wellenform dieses Ladezyklus ist in der Zeile b der
Spalte 1 dargestellt. Da der Impuls I1 kürzer war als
die Dauer D, kann die Röhre 53 erneut leitend werden, sobald der Kondensator 61 sein vorbestimmtes
Potential nach D Mikrosekunden erreicht. Eine Rückkehr zu dem stabilen Zustand beendet den
Zyklus, und eine rechteckige Welle, die D Mikro-Sekunden lang ist, erscheint am Ausgang der Abschneidschaltung.
In der Spalte 2 der F i g. 6 ist ein Eingangsimpuls I2 gezeigt, dessen Dauer gleich groß
ist wie die i?C-Ladezeit D. Daher kippt die Vorderkante des Impulses I2 die Schaltung, die, wie vorher,
einen Zyklus in der Zeit D vollendet. Der Ausgangsimpuls ist erneut ein rechteckiger Impuls von
D Mikrosekunden Dauer. In der Spalte 3 der Fig. 6 ist der Zustand dargestellt, der eintritt, wenn ein
Eingangsimpuls Z3 wesentlich länger ist als die Dauer D. Wenn die Röhren 53 und 54 eingangs
ihren Zustand wie vorher ändern, beginnt der Ladezyklus, und in D Mikrosekunden hat das Potential
des Kondensators 61 das Potential des Verstärkers erreicht, und die Diode 52 wird leitend. Der
negative Impuls I3 dauert immer noch an, wenn am
Ausgang des Verstärkers 51 die Diode 52 in ihrem leitenden Zustand ist, so daß das Verstärkerausgangssignal
der steuernde Faktor bei der Bestimmung der Dauer des rechteckigen Ausgangsimpulses ist.
Solange der Impuls I3 andauert, bleibt die Abschneidstufe
in ihrem unstabilen Zustand. Am Ende des Impulses steigt das Potential am Gitter 64 erneut
an, und die Abschneidstufe kehrt in ihren stabilen Zustand zurück. Durch Einstellen der Zeitkonstante
der Impulsformstufe auf D Mikrosekunden werden Signalimpulse, die am Eingang der Abschneidstufe
ankommen und kürzer sind als die Zeitdauer D, gedehnt und erscheinen am Ausgang als begrenzte
rechteckige Impulse der Dauer D. Längere Signalimpulse werden lediglich regeneriert und zu rechteckigen
Impulsen begrenzt, wobei ihre größere Länge erhalten bleibt. In jedem Fall sind die Ausgangssignale
dieser Stufe saubere rechteckige Impulse, die den Teilen hoher Dichte der in Betracht
stehenden Vorlage entsprechen.
Claims (5)
1. Faksimile-Übertragungssystem mit zeilenweiser Abtastung des zu übertragenden Bildfeldes,
bei dem Begrenzerstufen für die zu übertragenden elektrischen Signale vorgesehen sind,
in denen die Signale auf zwei den Werten Schwarz und Weiß entsprechende Amplitudengrößen gebracht
werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verminderung der zu übertragenden Bandbreite weitere Stromkreise vorgesehen sind,
in denen Signale, deren Dauer kleiner als ein vorgesehener Minimalwert ist, in ihrer Dauer auf
diesen Minimalwert vergrößert werden, während solche Signale, deren Dauer größer als der vorgesehene
Minimalwert ist, unverändert übertragen werden.
2. Übertragungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtastelement in
der Abtastrichtung eine Ausdehnung hat, die kleiner ist als die kleinste Einzelheit des Bildfeldes.
3. Übertragungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis
zur nichtlinearen Impulsdehnung einen monostabilen Multivibrator enthält, dessen Kippperiode
der vorbestimmten Minimaldauer der Signale entspricht, ferner eine unsymmetrisch
leitende Vorrichtung zum Übertragen der von einer Begrenzerstufe kommenden Signale auf den
Eingang des monostabilen Multivibrators und Mittel zur Ausdehnung der Kipperiode auf die
Dauer der Impulse, deren Dauer größer als der vorgesehene Minimalwert ist.
4. Übertragungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der monostabile
Multivibrator zwei Elektronenröhren enthält, deren Kathoden miteinander verbunden
sind, eine Konstantspannungsquelle, die mit den Anoden einerseits und den Kathoden andererseits
verbunden ist, eine leitende Verbindung von der Anode der ersten Röhre zur Steuerelektrode der
zweiten Röhre, eine Rückkopplung zwischen der Anode der zweiten Röhre und der Steuerelektrode
der ersten Röhre, der außerdem die von
409 588/162
der Begrenzerstufe kommenden Impulse über die unsymmetrisch leitende Vorrichtung zugeleitet
werden, so daß die Periode der Leitfähigkeit der Elektronenröhren in Abhängigkeit entweder von
der Zeitkonstante der Rückkopplung oder von der Dauer des auf die Schaltung gegebenen Impulses
bestimmt wird, sofern dieser eine längere Dauer besitzt.
5. Übertragungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Ausgang
des Stromkreises zur nichtUnearen Impulsdehnung eine ODER-Torschaltung liegt, der die
von der Begrenzerstufe kommenden Impulse einerseits über den monostabilen Multivibrator
und andererseits auf einem unmittelbaren Weg zugeführt werden, derart, daß die Dauer des
Ausgangsimpulses bei kurzen Eingangsimpulsen durch die im Multivibrator erzeugten und dem
Minimalwert entsprechenden Hilf simpulse und bei längeren Eingangsimpulsen durch die unmittelbar
übertragenen Impulse bestimmt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2796461.
USA.-Patentschrift Nr. 2796461.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 588/162 4.64 @ Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US677583A US2956115A (en) | 1957-08-12 | 1957-08-12 | Facsimile transmission system with modification of intermediate time signal |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1169494B true DE1169494B (de) | 1964-05-06 |
Family
ID=24719320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW23837A Pending DE1169494B (de) | 1957-08-12 | 1958-08-02 | Faksimile-UEbertragungssystem mit zeilenweiser Abtastung des zu uebertragenden Bildfeldes |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2956115A (de) |
| BE (1) | BE570051A (de) |
| CH (1) | CH365760A (de) |
| DE (1) | DE1169494B (de) |
| FR (1) | FR1209449A (de) |
| GB (1) | GB842235A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2410957C2 (de) * | 1974-03-07 | 1982-10-21 | Nixdorf Computer Ag, 4790 Paderborn | Schaltungsanordnung für Datenübertragungsanlagen, zur Unterdrückung impulsförmiger Signale in einer Eingangssignalfolge |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3184542A (en) * | 1961-03-15 | 1965-05-18 | David S Horsley | Video recording and reproduction with reduced redundancy |
| US3916098A (en) * | 1974-02-07 | 1975-10-28 | Exxon Research Engineering Co | Facsimile receiver with improved demodulator |
| US4193097A (en) * | 1977-04-30 | 1980-03-11 | Canon Kabushiki Kaisha | Facsimile apparatus |
| US4390903A (en) * | 1980-04-23 | 1983-06-28 | American Hoechst Corporation | Imaging system and method with mid-tone enhancement |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2796461A (en) * | 1951-10-10 | 1957-06-18 | Alden Products Co | On and off modulator |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2191057A (en) * | 1938-07-25 | 1940-02-20 | Phillips Petroleum Co | Facsimile transmitting and receiving system |
| US2653237A (en) * | 1946-06-06 | 1953-09-22 | Charles W Johnstone | Pulse lengthening circuit |
| US2566827A (en) * | 1946-06-24 | 1951-09-04 | Walter N Dean | Pulse lengthening circuit |
| US2760008A (en) * | 1950-08-30 | 1956-08-21 | Rca Corp | Amplifier having controllable signal expansion and compression characteristics |
| US2729699A (en) * | 1951-01-18 | 1956-01-03 | Faximile Inc | Facsimile system wherein the recording is a modification of the copy |
-
0
- BE BE570051D patent/BE570051A/xx unknown
-
1957
- 1957-08-12 US US677583A patent/US2956115A/en not_active Expired - Lifetime
-
1958
- 1958-08-02 DE DEW23837A patent/DE1169494B/de active Pending
- 1958-08-06 FR FR1209449D patent/FR1209449A/fr not_active Expired
- 1958-08-08 GB GB25496/58A patent/GB842235A/en not_active Expired
- 1958-08-08 CH CH6270758A patent/CH365760A/fr unknown
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2796461A (en) * | 1951-10-10 | 1957-06-18 | Alden Products Co | On and off modulator |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2410957C2 (de) * | 1974-03-07 | 1982-10-21 | Nixdorf Computer Ag, 4790 Paderborn | Schaltungsanordnung für Datenübertragungsanlagen, zur Unterdrückung impulsförmiger Signale in einer Eingangssignalfolge |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1209449A (fr) | 1960-03-01 |
| BE570051A (de) | |
| US2956115A (en) | 1960-10-11 |
| CH365760A (fr) | 1962-11-30 |
| GB842235A (en) | 1960-07-20 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2719208A1 (de) | Festkoerper-fernsehkamera | |
| DE1439973A1 (de) | Schaltungsanordnung zur Linearitaetskorrektur | |
| DE2830725A1 (de) | Vorrichtung und schaltungsanordnung zur signalverarbeitung | |
| DE2622829B2 (de) | Serviceschaltung für ein Farbfernsehgerät | |
| DE1096409B (de) | Kameraroehre zur Aufnahme von farbigen Bildern | |
| DE943000C (de) | Fernsehanlage | |
| DE1169494B (de) | Faksimile-UEbertragungssystem mit zeilenweiser Abtastung des zu uebertragenden Bildfeldes | |
| DE1522539A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Grautoenen auf einer Lamellen-Druckform | |
| AT151605B (de) | Schaltung zum Trennen von Bildströmen von Synchronisierimpulsen. | |
| DE2335763C2 (de) | Aperturkorrekturschaltung | |
| DE3610190A1 (de) | Verfahren und schaltungsanordnungen zur regelung des arbeitspunktes von videoendstufen | |
| DE1174548B (de) | Begrenzerschaltung fuer bei lichtelektrischer Abtastung von Aufzeichnungen erzeugte Signale | |
| DE938429C (de) | Schaltungsanordnung fuer Elektronenvervielfacher | |
| DE2319769C3 (de) | Elektronische Speicheranordnung mit einer Umschaltvorrichtung für die Vorspannung der Fokuselektrode | |
| DE1278483B (de) | Schaltungsanordnung zur Erzeugung eines konstanten Kontrastumfanges bei der Fernsehuebertragung von halbtonfreien Schwarz-Weiss-Bildern | |
| DE2153884A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Registrieren zweidimensionaler Muster | |
| AT150552B (de) | Anordnung zur Erzeugung elektrischer Impulse, insbesondere für Fernsehapparaturen. | |
| DE2404237A1 (de) | Integriertes halbleiterbauelement zum zeilenfoermigen abtasten eines bildes | |
| DE1054486B (de) | Fernsehanlage mit einer Ver- oder Entschluesselungsvorrichtung | |
| DE958302C (de) | Schaltung zur Schaffung eines festen Bezugswertes fuer Schwarz bei der Umkehrung vondurch Abtasten photographischer Negative gewonnenen Bildsignalen | |
| DE2024766A1 (de) | Vorrichtung zur Erzeugung eines Videosignales | |
| DE2805151A1 (de) | Einrichtung zum automatischen begrenzen fluechtiger stromanstiege in einem bildwiedergabegeraet | |
| DE2013219C3 (de) | Schaltungsanordnung zur Korrektur der von einer Fernsehkamera gelieferten Videosignale mit einer Gammakorrekturschaltung | |
| AT159889B (de) | Fernsehsender. | |
| AT142833B (de) | Fernseh- oder Bildsendeeinrichtung. |