DE1169362B - Verfahren zum Herstellen von tafelfoermigen Schokoladepackungen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von tafelfoermigen SchokoladepackungenInfo
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Description
- Verfahren zum Herstellen von tafelförmigen Schokoladepackungen Bei der als Tafelschokolade bezeichneten Handelsform für Schokoladeerzeugnisse handelt es sich seit jeher um einen plattenförmigen, starren Körper, der durch Erstarren der flüssigen Schokolademasse in einer Form hergestellt wird. Die Form ist so ausgebildet, daß auf der späteren Oberseite der starren Tafel Rippen, Rauten od. dgl. durch vorgeformte Oberflächenrillen angedeutet sind; hierbei ist sorgEaltig darauf geachtet, daß die starre Tafel bruchsicher zusammenhält.
- Derartige Schokoladetafeln werden in verschiedener Größe und auch mit geringeren Schwankungen in der Dicke erzeugt und für den Vertrieb in eine oder mehrere Hüllen aus Papier, Folie od. dgl. eingeschlagen. Hierbei bietet die starre, einstückige Tafelform die Möglichkeit, den Einschlag auf Packmaschinen durchzuführen. Für den Verbrauch muß dann die Papierhülle umständlich geöffnet werden, um von dem zusammenhängenden starren Körper aus Schokolade Stücke abbrechen zu können. Das Abbrechen führt meist zu der unerwünschten Splitterbildung, die Berührung der nackten Schokolade mit den Händen wird häufig, besonders bei Milchschokolade, als unbequem empfunden. Eine Größenbemessung der abgebrochenen Stücke ist kaum möglich, da die Rauten, Rippen u. dgl. nur eine Oberflächeneinteilung darstellen.
- Um diese Unbequemlichkeiten zu vermeiden, hat man bereits kleine Täfelchen oder pralinenartige Einzelstücke in Papier oder Folie eingeschlagen und diese dann in vorbereitete Schachtelpackungen eingelegt. Diese Art von Schokoladepackungen setzt voraus, daß zunächst eine Packung angefertigt wird, die aus einem Hüllkarton und einem Schieber, aus einer Ober- oder Unterschachtel usw. besteht. Für die Herstellung derartiger Packungen ist es auch bekannt, Gruppen von Gegenständen, z. B. Kekse, Bonbons od. dgl., in eine Kassette einzustapeln, worauf die Füllkassette in speziell dieser angepaßtes Hüllmaterial eingebracht und hieraus eine Kartonverpackung dadurch gefertigt wird, daß die Füllkassette herausgezogen und der Karton verschlossen wird. Für die Herstellung der Stapel, den Transport der Kassetten, deren Entfernung aus dem Karton und den Verschluß sind besonders komplizierte Maschinen erforderlich; nach den hergebrachten Bezeichnungen wird eine solche Packung nicht der Tafelschokolade zugerechnet.
- Ferner ist es bekannt, kleine Warenstücke, auch kleinstückige Süßwaren, in Schiebeschachteln einzulegen, deren Schieber mit Faltflügelh versehen ist, die beim Herausziehen des Schiebers zu einer Öffnung der Packung führen. Hochkant stehend in einen Halbkarton eingereihte Stapel von Keksen, Täfelchen od. dgl. entbehren ebenfalls der Eigenschaften der Tafeischokolade.
- Um Schokoladetafeln in spezielle Verpackungen einzubringen, hat man die Tafeloberseite bereits in einem mit Durchbrechungen versehenen Schaukarton sichtbar gemacht. Hier handelt es sich jedoch dann stets um die einstückigen, starren, plattenförmigen Tafeln.
- Erfindungsgemäß wird demgegenüber das Vorurteil überwunden, daß eine Schokoladetafel als starrer, plattenförmiger Körper ausgeführt sein muß, was mit Rücksicht auf das hergebrachte Herstellungverfahren als erforderlich angesehen wird. Die Erfindung stellt sich vielmehr das Problem, unter Beseitigung der beim Verbrauch sich zwangläufig ergebenden Nachteile eine Tafelschokolade herzustellen. Hierbei ist gleichzeitig die herstellungstechnisch vorteilhafte Möglichkeit berücksichtigt, ein einfaches Einschlagen in das Hüllblatt und die Fertigstellung der Packung auf den an sich bekannten Einschlagmaschinen für Schokoladetafeln durchzuführen.
- Die Erfindung löst diese Probleme in der Weise, daß voneinander getrennt hergestellte, etwa entsprechend den Rauten oder Rippen der Tafelschokolade geformte und bemessene nackte Schokoladeeinzelstücke zunächst zu einem einlagigen Tafelformat geordnet und anschließend die so gebildete »Tafel« in eine Hülle eingeschlagen wird.
- Hierbei werden die Schokoladeeinzelstücke auf einer einer Einschlagmaschine vorgeschalteten Formierungsstation unter Kantenberührung zu einem ein-. lagigen Tafelformat geordnet und formathaltig auf einem Stützblatt der Einschlagmaschine zugeführt und auf dieser mit dem Hüllblatt umschlossen.
- Die Abmessungen der Einzelstücke sind so gewählt, daß sich eine vorbestimmte Anzahl zu einem einlagigen Tafelformat vereinigen läßt. Auf der Formierungsstation können nach Geschmack, Füllung u. dgl. unterschiedliche Einzelstücke und auch solche mit flüssiger Füllung zu einem einlagigen Tafelformat geordnet und anschließend gemeinsam mit einem Hüllblatt umschlossen werden.
- Der Erfindungsgedanke wird an folgenden Ausführungsbeispielen erläutert: Beispiel 1 Auf einer Eintafelmaschine werden die Tafeln so hergestellt, daß die Bodenflächen der Tafeln nicht zusammenhängen, sondern beim Ausschlagen Einzelstückchen entstehen, die etwa die Größe der an sich bekannten Tafelrippungen od. dgl. aufweisen. Diese Einzelstückchen werden in Tafelform formiert einer Einschlagmaschine zugeführt und in dieser in Hüllblätter, gedrucktes Einschlagpapier u. dgl. verkaufsfertig verschlossen.
- Beispiel 2 Auf einer Eintafelmaschine gemäß Beispiel 1 hergestellte Einzelstückchen von halbsüßer Geschmacksrichtung werden einer der Einschlagmaschine vorgeschalteten Formierungsstation auf einem Förderband zugeführt. Dieser werden gleichzeitig weitere gesondert hergestellte Einzelstückchen von Milchschokolade zugeleitet und auf einem weiteren Förderband etwa gleiche Einzelstückchen, die gesondert gefüllt worden sind. Alle Einzelstücke weisen die gleiche Grundfläche auf und werden auf der Formierungsstation zu einem Tafelformat (100-g-Tafel) vereirugt auf ein Stützblatt übergeschoben und mit diesem der Einschlagmaschine zugeführt. Das Stützblatt kann senkrecht hochgestellte Ränder von etwa Tafelhöhe aufweisen.
- Die zu einer Tafel formierten Einzelstückchen und das Stützblatt werden in Hüllblätter bzw. in einem gedruckten Einsohlagpapier verkaufsfertig verschlossen.
- Beispiel 3 Auf der Formierungsstation werden gemäß Beispiel 2 Einzel stückchen gleicher und doppelter Größe wie ein Einzelstück zu einem Tafelformat vereinigt, wobei die Einzelstückchen verschiedene Geschmacksrichtungen bzw. Füllungen aufweisen. Die formierte Tafel wird mit dem Stützblatt in Stanniol eingeschlagen und anschließend in einen an sich bekannten Umkarton eingeschoben.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht, eine neuartige und verbesserte Verkaufsform eines einlagigen tafelförmigen Schokoladeerzeugnisses zu schaffen, die auf den üblichen Verpackungsmaschinen erstellt werden kann. Beim Verbrauch entfällt des unbequeme, mit einem unerwünschten Geräusch verbundene Zerbrechen der Tafel, das Absplittern von Einzelstückchen ist vermieden, die unverpackten Einzelstückchen sind sofort genußfertig, ohne daß sie aus einer Einzelumhüllung gelöst werden müssen.
- Die Einzelstückchen weisen die aus der Fabrikation erhaltene, völlig glatte und nicht durch Risse unansehnlich gewordene Oberfläche auf; die Berührung der Einzelstückchen mit den Händen beim Zerbleche« wird vermieden.
- Ferner ist die erwünschte Möglichkeit geboten, Tafeln aus Einzelstückchen verschiedener Geschmacksrichtung und mit verschiedenen Füllungen ohne zusätzlichen Aufwand und ohne zusätzliche Packarbeit herzustellen.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen von tafelförmigen Schokoladepackungen, dadurch ge ke nnz e i c h n e t, daß voneinander getrennt herde stellte, etwa entsprechend den Rauten oder Rippen der Tafelschokolade geformte und bemessene nackte Schokoladeeinzelstücke zunächst zu einem einlagigen Tafelformat geordnet und anschließend die so gebildete »Tafel« in eine Hülle eingeschlagen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schokoladeeinzelstücke auf einer der Einschlagmaschine vorgeschalteten Formierungsstation unter Kantenberührung zu einem einlagigen Tafelformat geordnet und formathaltig auf einem Stützblatt der Einschlagmaschine zugeführt und auf diesem mit einem Hüllblatt umschlossen werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Formierungsstation nach Geschmack, Füllung u. dgl. unterschiedliche Einzelstücke unter Kantenberührung zu einem einlagigen Tafelformat geordnet und anschließend gemeinsam mit einem Hüllblatt umschlossen werden.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1 099 440; deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 650 014, 1 684 610, 1 730 039, 1 808 276; österreichische Patentschrift Nr. 199560.
Priority Applications (7)
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Citations (6)
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| DE1684610U (de) * | 1954-07-05 | 1954-10-07 | Labe Ges M B H | Verpakkung fuer waffeln, keks u. dgl. |
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- 1962-07-25 CH CH892262A patent/CH405145A/de unknown
- 1962-08-09 FI FI148562A patent/FI40517B/fi active
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Also Published As
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| BE612131A (fr) | 1962-04-16 |
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