DE1169291B - Photographisches Material - Google Patents
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- C07H23/00—Compounds containing boron, silicon or a metal, e.g. chelates or vitamin B12
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Internat. Kl.: G 03 c
Deutsche Kl.: 57 b-8/01
Nummer: 1169 291
Aktenzeichen: E 25857IX a / 57 b
Anmeldetag: 13. November 1963
Auslegetag: 30. April 1964
Die Erfindung betrifft ein lichtempfindliches photographisches Material, welches neue, lichtempfindliche
wasserlösliche Silbermercaptide enthält.
In den meisten bekannten photographischen Systemen bestehen die lichtempfindlichen Verbindüngen
aus einem Silberhalogenid oder einer Mischung von verschiedenen Silberhalogeniden. Ein
Nachteil dieser Systeme besteht darin, daß sie nach ihrer Entwicklung mit einem Lösungsmittel für das
Silberhalogenid (Fixiermittel) behandelt werden müssen, um wasserunlösliche Silberhalogenide zu
entfernen. Normalerweise ist, abgesehen von dem Fixierbad, noch ein weiteres Bad erforderlich, um
rückständiges Silberhalogenidlösungsmittel abzuwaschen.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein lichtempfindliches photographisches Material zu
entwickeln, welches wasserlösliche lichtempfindliche Silberverbindungen enthält, so daß im photographischen
Material nach der Entwicklung verbliebenes unentwickeltes Silber durch einfaches Waschen mit
warmem Wasser entfernt werden kann. Es sollte somit ein photographisches Material entwickelt
werden, das mit üblichen organischen Silberhalogenidentwicklern entwickelt und nach der Entwicklung
durch einfache Behandlung mit Wasser beständig gemacht werden kann, ohne daß die
Anwendung eines speziellen Fixiermittels erforderlich ist. Hierdurch sollte insbesondere eine Vereinfachung
des Diffusionsübertragungsverfahrens erzielt werden.
Die gestellte Aufgabe wurde durch Entwicklung eines photographischen Materials, bestehend aus
einem Träger und mindestens einer hierauf geschichteten lichtempfindlichen, insbesondere wasserpermeablen
Emulsion gelöst, welches dadurch gekenn-Photographisches Material
Anmelder:
Eastman Kodak Company, Rochester, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Wolff und H. Bartels, Patentanwälte, Stuttgart N, Lange Str. 51
Als Erfinder benannt:
Grant Milford Haist, Rochester, N. Y.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 3. Dezember 1962
(241537)
zeichnet ist, daß die Emulsion als lichtempfindliche Substanz ein Silbermercaptid der folgenden Formel
enthält:
C —S —Ag
worin Ri die Bedeutung eines Wasserstoffatoms oder einer — CH2CH-GrUpPe besitzt und Ra einen
Rest der folgenden "Formeln darstellt:
CHOH
CHOH
CH2
CHOH
CH2
CHOH
CH
CH
CHOH
CH2OH
CH2OH
Der Zuckerrest des Mercaptides ist somit 1,2-bivalent,
wenn Ri = H ist, oder 2,3-bivalent, wenn Ri = — CH2OH ist. Der Zuckerrest kann ferner
aus Ketohexopyranosen, Aldohexafuranosen, Ketohexofuranosen, Aldopentofuranosen und Aldohexopyranosen
bestehen.
CHOH
-CH
CH2OH
-CH
CH2OH
CHOH GHOH oder -CH
CH2OH
Die der Emulsion zugesetzten Silbermercaptide verhalten sich im wesentlichen wie Silberhalogenide.
Die Verbindungen sind lichtempfindlich, und nach der Exponierung gegenüber aktinischem Licht sprechen
sie unter gewissen Bedingungen auf die gleichen Entwickler an, die zur Reduktion von be-
409 587/383
lichteten Silberhalogeniden verwendet werden. In der Literatur ist eine Vielzahl von Silberhalogeniden
twicklerlösungen beschrieben. Diese Entwickler sind auch wirksame photographische Entwickler für
die Silberverbindungen dieser Erfindung. Die erfindungsgemäß verwendeten Silbermercaptide unterscheiden
sich von den bekannten Silberhalogeniden im wesentlichen jedoch darin, daß sie in Wasser
leicht löslich sind.
Ein bequemes Verfahren zur Herstellung der lichtempfindlichen Silbermercaptide der Erfindung
besteht darin, eine Oxazolidinthionverbindung mit einer äquimolekularen Menge eines löslichen Silbersalzes,
z. B. Silbernitrat, umzusetzen. Die Reaktion kann in wäßriger Lösung erfolgen. Das optimale
molare Verhältnis von Silbersalz zu Oxazolidinthion ist 1:1. Dieses Verhältnis wird vorzugsweise zur
Erzielung optimaler Ergebnisse angewandt. Es hat sich gezeigt, daß überschüssige Mengen von Silbersalz
in der Lösung dazu neigen, Schleier in den photographischen Emulsionen zu bilden. Überschüssige
Mengen der Oxazolidinthionverbindung neigen demgegenüber dazu, die Lichtempfindlichkeit
der photographischen Emulsion zu vermindern.
Die Synthese von Verbindungen dieser Klasse durch Umsetzung von Hexosen und Pentosen mit
Thiocyansäure ist von Z em ρ 1 en in Bd. 71 der Chemischen Berichte, S. 594 (1938), beschrieben.
Das 4,5-(2,3-D-Fructopyrano)-2-oxazolidinthion läßt sich darstellen durch die Formel:
CHoOH
C — HN
H-C O
O HO-CH
HO —C-H
CH2
Von Z e m ρ 1 e η sind auch andere Strukturen und Nomenklaturen für diese Verbindung vorgeschlagen
worden.
Die zur Herstellung des erfindungsgemäßen photo-
Das zur Umsetzung mit der Oxazolidinthion- 25 graphischen Materials benutzten Emulsionen werden
verbindung verwendete Silbersalz kann anorganischer in der Regel hergestellt aus einer sauren Lösung
Natur sein und aus einem wasserlöslichen Silber- des lichtempfindlichen Mercaptides und einem filmsalz,
wie beispielsweise , Silbernitrat, Silbersulfat, bildenden Bindemittel, wie beispielsweise photo-Silberacetat,
Silberperchlorat u. dgl., bestehen. Es graphische Gelatine, Polyvinylalkohol u. dgl. Als
kann aber auch ein organisches Silbersalz, wie 30 vorteilhaft hat es sich erwiesen, ein filmbildendes
beispielsweise p-Toluolsulfonatsilbersalz, sein oder Bindemittel, wie beispielsweise Gelatine, in die
aus einem anderen organischen Silberkomplex be- Lösung einzubringen, in welcher das Silbermercaptid
stehen, welcher eine konstant geringere Stabilität durch die oben angegebene Umsetzung synthetisiert
als das Mercaptid besitzt. Es können organische wird, so daß eine für Beschichtungszwecke geeignete
Silbersalze verwendet werden, die an die Lösung 35 Emulsion erhalten wird. Den erfindungsgemäß vernach
der Reaktion mit dem Oxazolidinthion ein wendeten Emulsionen können selbstverständlich
organisches Ion abgeben, das sich in photogra- weitere bekannte Zusätze, wie beispielsweise Sensiphischen
Emulsionen als nützlich erweist, wie bei- bilisierungsmittel, Farbstoffe, Härter u. dgl., zugespielsweise
eine Säure, einen Farbstoff, einen Härter setzt werden. Die Emulsionen können nach beu.
dgl. Beispielsweise wird, ausgehend von Silber- 40 kannten Verfahren auf einen Filmträger aufgebracht
p-Toluolsulfonat, bei der Reaktion mit einem werden. Selbstverständlich muß das lichtempfind-Oxazolidinthion
Sulfonsäure abgegeben, die die liehe Mercaptid vom Licht ferngehalten werden, bis
notwendige Säure für eine photographische Emulsion die photographische Belichtung erfolgt. In Lösung
liefert. liegen die Mercaptide der Erfindung anscheinend
Oxazolidinthionverbindungen, die mit Silbersalzen 45 als komplexe Ionen vor.
unter Bildung der lichtempfindlichen Mercaptide Es hat sich gezeigt, daß die erfindungsgemäß
verwendeten Emulsionen zweckmäßig sauer sein sollen. Emulsionen mit ph -Werten von oberhalb 4
besitzen keine ausgezeichneten Lichtempfindlichkeiten, wenn sie zu photographischen Filmen verarbeitet
werden. Optimale Empfindlichkeiten werden in den meisten Fällen dann erreicht, wenn der pH-Wert
etwa 1,5 beträgt. Um einen derartigen pH-Wert zu erhalten, können anorganische und organische Säuren
Diese Verbindungen haben die allgemeine Formel 55 der Emulsion zugesetzt werden. Hierzu sind beispielsweise
Salpetersäure, Schwefelsäure, Taurin,
reagieren, sind beispielsweise die folgenden:
4,5-(2,3-D-Fructopyrano)-2-oxazolidinthion, 4,5-( 1,2-D-Galactofurano)-2-oxazolidinthion,
4,5-( 1,2-D-Glucofurano)-2-oxazolidinthion, 4,5-(l,2-D-Xylofurano)-2-oxazolidinthion,
4,5-(l,2-L-Arabinofurano)-2-oxazolidinthion u. dgl.
C-HN
:c =
C-
-0
worin der. Rest
R1
rf
0 c —
einen 1,2- oder 2,3-bivalenten Pentose- oder Hexoserest
darstellt.
p-Toluolsulfonsäure u. dgl. geeignet.
Charakteristisch für das lichtempfindliche photographische Material der Erfindung ist, daß ein
6u Silberbild mit einer reduzierenden Verbindung nur
in einem System entwickelt werden kann, das einen Akzeptor für die Oxazolidinthionverbindung enthält,
welche bei der Reduktion des Silbers in Freiheit gesetzt wird. Dieser Akzeptor besteht in zweckmäßiger
Weise aus einem Kation, welches im System vorliegt und welches mit der in Freiheit gesetzten
Oxazolidinthionverbindung unter Bildung eines Mercaptides während der Silberentwicklung zu reagieren
vermag. Dieser Akzeptor kann in dem photographischen Material der Erfindung als Kation
eines löslichen Salzes vorliegen. Bei einem photographischen Film kann der Akzeptor in vorteilhafter
Weise in einer wasserpermeablen Zwischen- oder Unterschicht unter der lichtempfindlichen Emulsionsschicht
angeordnet sein. Geeignete wasserlösliche Salze sind beispielsweise Bariumnitrat,
Bariumsulfat, Cadmiumnitrat, Cadmiumsulfat, Zinksulfat, Strontiumnitrat, Magnesiumnitrat, Calciumnitrat,
Bleinitrat, Zinnchlorid, Wismutnitrat, Aluminiumnitrat u. dgl. Ein mit einer Barytschicht
beschichtetes Papier ist infolgedessen ein ausgezeichneter Träger für die lichtempfindliche Emulsion,
da es Bariumionen als Akzeptor aufweist.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
Auf einen leichten Papierträger wurde eine Unter- oder Zwischenschicht, bestehend aus 2000 ml einer
10%igen photographischen Gelatinelösung in Wasser, 100 g Cadmiumnitrat (4 H2O), 20 ml konzentrierter
Salpetersäure und 6,25 ml eines 40%igen Formaldehydes, aufgeschichtet, so daß 168 mg Cadmium
auf eine Fläche von 929 cm2 entfielen, worauf getrocknet wurde. Daraufhin wurde eine lichtempfindliche
Emulsion wie folgt hergestellt: Zu 500ml Wasser wurden 55 g von 4,5-(2,3-D-Fructopyrano)-2-oxazolidinthion
und 1000 ml einer 10%igen photographischen Gelatinelösung in Wasser zugegeben. Die Mischung wurde auf 55° C erhitzt, bis sich
sämtliches Oxazolidinthion gelöst hatte, worauf 500 ml destilliertes Wasser und 42 g Silbernitrat zugesetzt
wurden. Die Azidität der Emulsion stieg auf einen ρπ-Wert von etwa 1,5. Diese lichtempfindliche
Emulsion wurde dann auf die Unter- oder Zwischenschicht aufgetragen, so daß 144 mg Silber
auf eine Fläche von 929 cm2 fielen, worauf getrocknet wurde. Das beschichtete Papier besaß eine photographische
Empfindlichkeit, welche es zum Kontaktdruck geeignet machte und die ungefähr der von
Kodak-Velox-Papier entsprach. Eine Probe des beschichteten Papiers wurde durch ein transparentes
Negativ in einem Kontaktkopiergerät belichtet, worauf unter Verwendung eines »Kodak-Dektol«-Entwicklers,
mit Wasser im Verhältnis 1 : 1 verdünnt, 90 Sekunden lang bei 210C entwickelt
wurde. Die Entwicklung wurde durch 2 Minuten langes Eintauchen der Probe in kaltes Wasser
unterbrochen. Die unentwickelten Silberverbindungen wurden durch ein 20 Minuten anhaltendes Waschen
in Wasser bei 24 0C entfernt, worauf die Kopie getrocknet wurde. Die fertige Kopie wies ein neutral
getöntes Silberbild guter Gradation auf. Die Kopie enthielt praktisch kein unentwickeltes Silber.
Eine Emulsion wurde durch Erhitzen einer Mischung aus 40 ml destilliertem Wasser, 2,2 g
4,5-(2,3-D-Fructopyrano)-2-oxazolidinthion und 40ml Gelatine auf 55 0C hergestellt. Nach vollständiger
Lösung des Oxazolidinthions wurden 2,79 g des Silbersalzes der p-Toluolsulfonsäure zugesetzt. Die
Azidität stieg auf einen pH-Wert von etwa 1,5 an. Durch eine Analyse wurde die Bildung eines Silbermercaptides
festgestellt.
Durch Aufschichten dieser Emulsion auf ein barytiertes Papier zu einer Schichtstärke von 0,015 cm
im feuchten Zustand wurde ein photographisches Papier hergestellt. Nach dem Trocknen wurde das
photographische Papier, wie im Beispiel 1 beschrieben, belichtet und entwickelt. Unentwickeltes Silber
wurde durch ein 20 Minuten währendes Waschen in warmem Wasser entfernt.
Da das nicht belichtete Silbermercaptid wasserlöslich ist, ist die Verwendung des Mercaptides
besonders im Diffusionsübertragungsprozeß von großem Vorteil. Die Verwendung der lichtempfindlichen
Silberverbindungen der Erfindung an Stelle von unlöslichen Silberhalogeniden macht die Verwendung
eines Silberhalogenidlösungsm'ittels in der Lösung des Diffusionsübertragungsprozesses entbehrlich.
Auf diese Weise können übliche Entwicklerlösungen bei derartigen Verfahren verwendet
werden.
Ein photographisches Papier, welches nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren hergestellt
wurde, wurde durch eine Vorlage in einem sogenannten Kontrollsensitometer belichtet. Das exponierte
Papier wurde dann 60 Sekunden lang in einen »Kodak-Dektok-Entwickler getaucht, der im
Verhältnis von 1 : 1 mit Wasser verdünnt war.
Nach Entfernung des Papiers aus der Entwicklerlösung wurde es noch im feuchten Zustand, d. h.
bei anhaftender Entwicklerlösung, mit der Emulsionsseite ■ 2 Minuten lang auf eine übliche Empfangsschicht,
die beim Diffusionsübertragungsverfahren verwendet wird und Nickelsulfid enthielt,
gepreßt. Nach der Trennung der beiden Blätter zeigte sich auf der Empfangsschicht ein positives
Bild von gelbbrauner Farbe. Das Verfahren wurde unter Verwendung anderer EmpfangSr oder Aufnahmeblätter,
welche im Diffusionsübertragungsverfahren verwendet werden, wiederholt, wobei Blätter verwendet wurden, die Silberoxyd und Bleisulfidkerne
enthielten. In allen Fällen wurden positive Bilder hervorragender Qualität erhalten.
Claims (3)
1. Photographisches Material, bestehend aus einem Träger und mindestens einer hierauf geschichteten,
lichtempfindlichen, insbesondere wasserpermeablen Emulsion, dadurch gekennzeichnet,
daß die Emulsion als lichtempfindliche Substanz ein Silbermercaptid der folgenden Formel enthält:
C —S —Ag
worin Ri die Bedeutung eines Wasserstoffatoms oder einer —CHaCH-Gruppe besitzt
und R2 einen Rest der folgenden Formeln darstellt:
1
-CH
I
CHOH
CH2OH
oder
CHOH CHOH CH CH2OH
2. Photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsion einen
pH-Wert von weniger als 4 besitzt.
3. Photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Träger
und der lichtempfindlichen, wasserpermeablen Emulsion eine insbesondere wasserpermeable
Zwischenschicht mit einem wasserlöslichen Salz angeordnet ist, dessen Kation mit der bei der
Reduktion des Silbers in der lichtempfindlichen Schicht in Freiheit gesetzten Oxazolidinthionverbindung
ein Mercaptid zu bilden vermag.
409 587/383 4.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US241537A US3206309A (en) | 1962-12-03 | 1962-12-03 | Light-sensitive silver compounds and photographic methods |
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|---|---|
| DE1169291B true DE1169291B (de) | 1964-04-30 |
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ID=22911106
Family Applications (1)
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| DE (1) | DE1169291B (de) |
| GB (1) | GB1070183A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| GB1178800A (en) * | 1966-03-01 | 1970-01-21 | Minnesota Mining & Mfg | Improvements in or relating to Copying Materials |
-
1962
- 1962-12-03 US US241537A patent/US3206309A/en not_active Expired - Lifetime
-
1963
- 1963-11-13 DE DEE25857A patent/DE1169291B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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