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DE1169123B - Thermoplastische Formmassen, die Polystyrol enthalten - Google Patents

Thermoplastische Formmassen, die Polystyrol enthalten

Info

Publication number
DE1169123B
DE1169123B DEB65104A DEB0065104A DE1169123B DE 1169123 B DE1169123 B DE 1169123B DE B65104 A DEB65104 A DE B65104A DE B0065104 A DEB0065104 A DE B0065104A DE 1169123 B DE1169123 B DE 1169123B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
light
polystyrene
thermoplastic molding
compounds containing
molding compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB65104A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Bruno Hirsekorn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB65104A priority Critical patent/DE1169123B/de
Publication of DE1169123B publication Critical patent/DE1169123B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/30Sulfur-, selenium- or tellurium-containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Thermoplastische Formmassen, die Polystyrol enthalten Für die Abschirmung von Lichtquellen, z. B. von Leuchtröhren, wurde bisher vorwiegend sogenanntes Milchglas verwendet. Da Glas zerbrechlich ist, ist man mehr und mehr bestrebt, es durch unzerbrechliche oder doch wenigstens weitgehend schlagunempfindliche Kunststoffe, z. B. Polystyrol oder Styrolmischpolymerisate, zu ersetzen. Von dem für die Lichtabschirmung vorgesehenen Kunststoff wird gefordert, daß er eine möglichst große Lichtdurchlässigkeit für das gesamte sichtbare Licht hat und dieses gleichzeitig so stark streut, daß die Lichtquellen mit dem Auge nicht mehr sichtbar sind. Es soll ein diffuser Lichtstrom aus dem Leuchtkörper austreten, der das Auge nicht blendet.
  • Mit den bei der Pigmentierung von Kunststoffen üblicherweise verwendeten Weißpigmenten, z. B. mit Titandioxyd, Zinksulfid oder Zinkoxyd, ist es zwar möglich, Kunststoffe milchig weiß zu färben. Die so pigmentierten Kunststoffe lassen aber nur wenig Licht hindurchfallen, so daß ein großer Teil des von der Lichtquelle ausgestrahlten Lichtes verlorengeht. Verwendet man die Pigmente in kleineren Mengen, so werden die Kunststoffe mehr oder weniger lichtdurchlässig, aber sie bewirken keine Streuung des Lichtes mehr. Die Lichtquelle hinter einer solchen Abschirmung bleibt sichtbar und übt eine Blendwirkung aus, so als sei sie nur mit durchsichtigem Glas abgeschirmt.
  • Es ist bekannt, daß man Mischpolymerisate von ungesättigten Polyestern zu einem Pulver vermahlen kann und dieses dann in thermoplastische Kunststoffe einarbeitet. Dadurch erhält man lichtdurchlässige und gleichzeitig lichtstreuende Kunststoffe. Solche Polymerisatpulver sind jedoch um ein Vielfaches teuerer als anorganische Weißpigmente.
  • Es wurde nun gefunden, daß thermoplastische Formmassen aus Polystyrol oder klaren Styrolmischpolymerisaten mit einem Gehalt an einpolymerisiertem Styrol von mindestens 40 Gewichtsprozent und Bariumsulfat besonders lichtdurchlässig und gleichzeitig lichtstreuend sind, wenn sie 3 bis 20 Gewichtsteile, bezogen auf die Gesamtmischung, an natürlichem. Schwerspat, mit einer Teilchengröße zwischen 1 und 20 u, enthalten.
  • Die so hergestellten Mischungen zeichnen sich durch einen besonders reinen Farbton und durch hohe Resistenz gegen Temperatur- und Lichteinwirkung aus. Als Abschirmungen für Licht verwendet, lassen sie das sichtbare Licht durchfallen und streuen dieses gleichzeitig so stark, daß die Lichtquelle nicht mehr sichtbar ist.
  • Dieses Ergebnis ist besonders überraschend, weil man mit synthetischem Bariumsulfat oder mit anderen anorganischen Weißpigmenten keine entsprechende Lichtstreuung bewirken kann. Es war bekannt, daß Kunststofformmassen, z. B. Polystyrol, in welche feinverteilte Weißpigmente, die eine Teilchengröße zwischen 0,4 und 0,6 y haben, einverleibt wurden, transparent sind. Mit diesen feinen Teilchen kann man jedoch keine wirksame Lichtstreuung erzielen.
  • Die Schwerspatteilchen sollen eine Teilchengröße zwischen 1 und 20 u vorzugsweise zwischen 3 und 10 , haben. Der Schwerspat wird in das Polystyrol oder klare Styrolniischpolymerisat in solchen Mengen eingemischt, daß die fertige Mischung 3 bis 20 Gewichtsprozent Schwerspat enthält.
  • Unter klaren Styrolmischpolymerisaten werden die Mischpolymerisate aus Styrol und anderen polymerisierbaren monomeren Verbindungen verstanden, insbesondere die Mischpolymerisate aus Styrol und Acrylnitril. Der Styrolanteil darf jedoch nicht weniger als 40 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtpolymerisat, betragen. Weitere Monomere, die als Comonomere in Frage kommen, sind beispielsweise a-Methylstyrol oder Vinyltoluol sowie Methacrylsäuremethylester.
  • Der feinteilige Schwerspat kann in an sich üblicher Weise in das Polymerisat eingearbeitet werden, z. B. auf geheizten Walzwerken oder Strangpressen. Es ist oftmals vorteilhaft, kleinere Mengen eines flüssigen Haftmittels, z. B. Butylstearat, zuzugeben, um eine vorzeitige Entmischung von Pigment und Polymerisat zu verhindern. Die Formmassen können noch die üblichen UV-Stabilisatoren und Schmier- bzw. Gleitmittel in den üblichen Mengen enthalten. Daneben kann man auch noch andere übliche Weißpigmente, z. B. Titandioxyd, zur Erzielung bestimmter Lichteffekte in die Kunststofformmasse einarbeiten.
  • Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 900 Teile kleinteiliges Polystyrol werden mit 5 Teilen Butylstearat in einem Mischgefäß sorgfältig gemischt. Dazu gibt man 100 Teile eines handelsüblichen Schwerspatpulvers (mittlere Teilchengröße etwa 5 bis 10 ) und mischt durch Schütteln und Umschwenken des Gefäßes das Pigment gut mit dem Polystyrol.
  • Danach wird diese Mischung auf einer Strangpresse verarbeitet, deren Temperatur durch elektrisches Heizen von 1600 C am Eingang auf 2000 C am Ausgang gesteigert wird. Das austretende Polystyrol wird mit einer Schneidevorrichtung zu einem für Spritzguß geeigneten Granulat geschnitten. Die auf einer Spritzgußmaschine aus dem Granulat hergestellten Spritzlinge lassen das aus einer Glühbirne austretende Licht zu etwa 90°/o durch, bewirken jedoch eine so starke Streuung, daß der glühende Metallfaden der Birne unsichtbar wird.
  • Beispiel 2 Auf einem auf 110° C geheizten Mischwalzwerk werden in 500 Teile Polystyrol 40 Teile eines gepulverten Schwerspats mit einer Teilchengröße von 5 bis 10 p und 0,4 Teile Titandioxyd (Rutil) eingearbeitet.
  • Das abgezogene Walzfell wird zu Pulver vermahlen, und das Pulver wird auf einer geheizten Presse zu einer etwa 1 mm starken Platte verpreßt. Die Platte sieht milchig weiß aus. Der Glühfaden einer Glühlampe, die durch diese Platte betrachtet wird, ist nicht sichtbar, während der größte Teil des von der Lampe ausgestrahlten Lichtes hindurchfällt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Thermoplastische Formmasse, die Polystyrol oder ein klares Styrolmischpolymerisat mit einem Gehalt an einpolymerisiertem Styrol von mindestens 40 Gewichtsprozent und Bariumsulfat enthält, dadurch gekennzeichnet, daß sie 3 bis 20 Gewichtsteile, bezogen auf die Gesamtmischung, an natürlichem Schwerspat, mit einer Teilchengröße zwischen 1 und 20 rL, enthält.
DEB65104A 1961-12-08 1961-12-08 Thermoplastische Formmassen, die Polystyrol enthalten Pending DE1169123B (de)

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DE (1) DE1169123B (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2255033A1 (de) * 1971-11-15 1973-05-24 Wedco Kunstharzmasse, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE2251708A1 (de) * 1972-10-21 1974-04-25 Metallgesellschaft Ag Truebungsmittel fuer kunststoffe hoher lichtdurchlaessigkeit und starker streuung
DE2943652A1 (de) * 1979-10-29 1981-04-30 Plüss-Staufer AG, Oftringen, Aargau Mineralischer fuellstoff

Cited By (3)

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DE2251708A1 (de) * 1972-10-21 1974-04-25 Metallgesellschaft Ag Truebungsmittel fuer kunststoffe hoher lichtdurchlaessigkeit und starker streuung
DE2943652A1 (de) * 1979-10-29 1981-04-30 Plüss-Staufer AG, Oftringen, Aargau Mineralischer fuellstoff

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