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Verbrennungsluftbegrenzer für ein Heizgerät mit einer Ölfeuerung Zusatz
zum Patent: 1088 650 Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verbrennungsluftbegrenzer
für ein Heizgerät mit einer Ölfeuerung, der in zusammenwirkender Weise einerseits
durch eine Kupplung mit dem Bedienungselement für den Ölzulauf zwangläufig und andererseits
vom Kaminzug selbsttätig gesteuert wird, und bei dem in einem unten offenen Luftzuführungsraum
ein mit dem Bedienungselement der Steuervorrichtung für den Ölzulauf gekuppelter,
in seiner Lage entsprechend der öldurchflußmenge veränderlicher Verstellteil vorhanden
ist, an dem eine in an sich bekannter Weise von dem Kaminzug beeinfiußbare, mit
dem Verstellteil jedoch zwangläufig ausweichende Pendelklappe zu einer baulichen
Einheit aasgelenkt ist, wobei die Unterkante der Pendelklappe, deren Fläche in an
sich bekannter Weise größer ist als die Lufteintrittsöffnung zum Luftzuführungsraum,
in allen möglichen Betriebsstellungen sich in einer tieferen Höhenlage befindet
als die untere Kante der Luftdurchgangsöffnung vom Luftzuführungsraum zum Brenner.
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Um nun eine weitere, empfindlichere Anpassung der zugeführten Verbrennungsluftmenge
an die im Brenner vorhandenen Verbrennungsverhältnisse zu erreichen, soll nach der
Erfindung der Verstellteil mit einer die Pendelklappe in gleichem Verstellwinkel
mitnehmenden und bei Gegendruck auf die Pendelklappe federnd ausweichenden Mitnehmer
versehen werden. Hierdurch wird einerseits eine erhöhte Anpassung des freien Lufteintrittsquerschnitts
an dem Luftbedarf der jeweils zur Verbrennung kommenden Ölmenge erreicht, denn die
Unterkante der Pendelklappe bestreicht jetzt bei gleich großem Verstellwinkel des
Verstellteiles einen längeren Weg. Andererseits wird eine Steigerung des Wirkungsgrades
des Ofens in seinen Heizzwischenstufen erzielt, weil der Luftüberschuß kleiner wird,
wodurch auch ein günstiger Einfluß auf die Rußzahlen erwirkt wird.
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Ferner kann der federnde Mitnehmer zugleich Verstellteil und Mitnehmer
sein, dazu starr mit der Lagerachse verbunden werden, und die Pendelklappe pendelnd
an der Lagerachse aasgelenkt werden. Damit ergibt sich eine Kosteneinsparung.
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Außerdem kann in der Lufteintrittsöffnung zum Luftzuführungsraum eine
gewölbte Abdeckung mit einer zum Brenner enger werdenden Luftzutrittsöffnung angeordnet
sein. Damit ergibt sich für einen größeren Grenzbereich des wechselnden Kaminzuges
der Vorteil einer günstigen Beeinflussung auf die Konstanthaltung der jeweils benötigten
Verbrennungsluftmenge.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt A b b. 1 den Querschnitt eines ölgefeuerten Heizgerätes mit einem Verbrennungsluftbegrenzer,
A b b. 2 die Seitenansicht des Heizgerätes nach der Abb.l. A b b. 3 einen Querschnitt
eines anders gestalteten Heizgerätes, A b b. 4 einen Schnitt A -B der A b
b. 3.
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In den Heizzylinder 1 ist der Brenner 2 eingebaut, der
oben den Brennerring 3 trägt. An der Wand des Heizzylinders 1 ist der Verbrennungsluftbegrenzer
mit seinem Luftzuführungsraum 4 angeordnet. Der Luftzuführungsraum
4 hat als Begrenzungsflächen einen Wandteil des Heizzylinders 1, die
beiden Seitenwände 5, die obere Wand 16, den zur Einheit zusammengebauten Verstellteil
6 mit der aasgelenkten Pendelklappe 8 und wahlweise in A b b. 4 die für den Luftzutritt
mit der Luftzutrittsöffnung 23 versehene und gewölbt angebrachte Abdeckung
24. Das Verstellteil 6 ist durch die Lagerachse 7 in den Seitenwänden 5 gelagert,
während eine genügend freie Beweglichkeit bietende Verbindung 22 zwischen dem Verstellteil
6 und der Pendelklappe 8 vorgesehen ist. Innerhalb des Luftzuführungsraums
4 befinden sich an der Wand des Heizzylinders 1 das Anschlagstück 10, in
der Wand selbst die Luftdurchgangsöffnung 11 und im unteren Teil des Luftzuführungsraums
4 die Lufteintrittsöffnung 9. Eine beispielsweise Winkelstellung des Verstellteiles
6 bei Betrieb des Heizgerätes mit Teillast ist strichpunktiert dargestellt und durch
das Bezugszeichen 12 gekennzeichnet. Die hierbei von der Pendelklappe 8 bei normalem,
die Pendelklappe 8 noch nicht beeinflussendem Kaminzug eingenommene Lage hat das
Bezugszeichen 13, während die Endlage 14 die Pendelklappe 8 bei Teillast
und weit überhöhtem Kaminzug veranschaulicht. Zur nicht gezeichneten Kupplung mit
dem für den Ölzulauf vorgesehenen Bedienungselement ist ein Übertragungsglied 15
angeordnet. Der Verstellteil 6 ist mit einem die Pendelklappe 8 in gleichem
Verstellwinkel mitnehmendem und bei Gegendruck auf
die Pendelklappe
8 federnd ausweichenden Mitnehmer 21 versehen. ' Gemäß der A b b. 3 ist an
der Wand des Heizzylinders 1 an Stelle des Anschlagstückes 10 eine
aus den Schenkeln 17 und 18 geformte Bimetallfeder angeordnet. Die Abbildung zeigt
die Bimetallfeder in betriebswarmem Zustand, den Verstellteil 6 in seiner Endstellung
bei Abschaltung des Ölzulaufs, die Pendelklappe 8 in ihrer Lage beim verzögerten
Schließen der Luftzutrittsöffnung 23 des Verbrennungsluftbegrenzers bzw. beim verzögerten
Absperren der Verbrennungsluftzufuhr. Nach Außerbetriebsetzung des Heizgerätes nehmen
der Schenkel 18 der Bimetallfeder und die Pendelklappe 8 infolge der Abkühlung allmählich
die Ruhestellungen 19 und 20 ein. Bei einer Ausführungsform nach A
b b. 1 nimmt im abgeschalteten Zustand des Heizgerätes der Verstellteil 6 die Ruhestellung
25 und die Pendelklappe 8 die Ruhestellung 26 ein.
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Bei Schaltung des Heizgerätes auf die größte Heizstufe nimmt der Verstellteil
6 die in A b b. 1 gezeichnete senkrechte Stellung ein. Ist der Kaminzug normal,
so nimmt auch die aasgelenkte Pendelklappe 8 eine senkrechte Lage ein. Damit ist
für den Luftzuführungsraum 4 die gesamte Lufteintrittsöffnung 9, die von der Wand
des Heizzylinders 1, den beiden Seitenwänden 5 des Luftzuführungsraumes 4 und der
Pendelklappe begrenzt wird, freigegeben. Tritt nun verstärkter Kaminzug auf, so
wird die Pendelklappe 8 durch den erhöhten Unterdruck angesaugt. Sie weicht im Winkelhub
nach links aus und sperrt die Lufteintrittsöffnung 9 zum Teil ab, so daß die hindurchtretende
Luftmenge wiederum nahezu gleichbleibt. Im äußersten Fall weicht die Pendelklappe
8 bis zum Anschlagstück 10 aus.
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Wird demgegenüber das Heizgerät auf Teillast geschaltet, so wirkt
sich gegenüber dem Hauptpatent die fortschrittliche Verbesserung, die mit dem am
Verstellteil 6 vorgesehenen und die Pendelklappe 8 in gleichem Verstellwinkel mitnehmenden
und bei Gegendruck auf die Pendelklappe 8 federnd ausweichenden Mitnehmer
21 erreicht wird, insofern günstig aus, als beispielsweise der Verstellteil6 die
strichpunktierte Lage nach dem Bezugszeichen 12 und die aasgelenkte Pendelklappe
8 nach dem Bezugszeichen 13 einnehmen. Während die Pendelklappe 8 nach dem Hauptpatent
1088 650 bei normalem Kaminzug eine senkrechte, von der Winkelstellung des
Verstellteiles 6 abweichende Lage einnimmt, befindet sich nach der Zusatzerfindung
die Pendelklappe 8 in gleich großer Winkelstellung mit dem Verstellteil6 und sperrt
in Anpassung an die im Brenner vorhandenen Verbrennungsverhältnisse die Lufteintrittsöffnung
9 zum Luftzuführungsraum 4 ab. Je nach der Stärke des Kaminzuges kann die am Verstellteil
6 aasgelenkte Pendelklappe 8 jede beliebige Lage zwischen der gradlinigen Verlängerung
des Verstellteiles 6 und dem Anliegen am Anschlagstück 10 einnehmen, wodurch das
richtige Mischungsverhältnis von Verbrennungsluft und Öl gewährleistet bleibt.
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Mit der Abschaltung des Ölzulaufes wird der Verstellteil 6 durch die
Kupplung mit dem Bedienungselement der Steuervorrichtung für den Ölzulauf durch
das Übertragungsglied 15 in die Ruhestellung 25 gebracht, wobei die Pendelklappe
8 in die Ruhestellung 26 mitgenommen wird. Demzufolge sperrt die Pendelklappe B
die Lufteintrittsöffnung 9 zum Luftzuführungsraum 4 bis auf ein Kleinstmaß ab.
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Ist gemäß dem Hauptpatent 1088 650 an Stelle des Anschlagstückes 10
ein bei der Abschaltung des Heizgerätes der Verzögerung des Schließens der Lufteintrittsöffnung
dienendes, von der Wärme des Heizgerätes beeinflußtes Mittel, beispielsweise eine
Bimetallfeder mit den Schenkeln 17, 18 gemäß A b b. 3, vorhanden, so hat sich der
Schenkel 18 der Bimetallfeder durch die Wärmebeaufschlagung im Winkelhub aus seiner
Ruhestellung 19 von der Wand des Heizzylinders 1 entfernt. Bei der Abschaltung
des Heizgerätes nimmt der Verstellteil 6 seine Endstellung ein, und die Pendelklappe
8 legt sich gegen den Schenkel 18 der Bimetallfeder. Durch den auf die Pendelklappe
8 dabei ausgeübten Gegendruck weichen die Pendelklappe 8 und der federnde Mitnehme
21 aus ihrer normalen Lage so lange aus, bis das Heizgerät erkaltet ist und der
Schenkel 18 der Bimetallfeder infolge des Wärmeentzuges auf seine Ruhestellung 19
zurückgegangen ist. Alsdann hat auch der federnde Mitnehmer 21 durch seine ausgeübte
Rückstellkraft die Pendelklappe 8 in die Ruhestellung 20 gebracht und die
Luftzutrittsöffnung 23 ist völlig gesperrt.