-
Zweipoliger Kleindrehschalter mit erweitertem Antriebswinkel Die Erfindung
bezieht sich auf einen Drehschalter mit mehreren Schaltstellungen, vorzugsweise
auf einen Drehwinkel von 180° verteilt, bei dem die mit einem Drehknopf versehene
Antriebswelle mit der Schalterachse über ein Zahnradgetriebe verbunden ist.
-
Vor allem bei Kleindrehschaltern, die häufig einen Drehwinkel von
nur 180° haben und von Schaltstellung zu Schaltstellung einen relativ kleinen Zwischenrastwinkel
aufweisen, liegt oft das Bedürfnis vor, den Anzeigebereich zu erweitern. Dies trifft
besonders dann zu, wenn pro Schaltstellung eine umfangreiche Skalenbeschriftung
notwendig ist und ein Zeigerknopf relativ kleiner Abmessung verwendet werden soll.
Weiterhin wird für derartige Schalter häufig gefordert, daß die einzelne Schaltstellung
gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist. Der Erfindung liegt u. a. die Aufgabe
zugrunde, einen Drehschalter, vor allem einen Kleindrehschalter, in einfacher Weise
diesen Forderungen gerecht werdend, zu gestalten.
-
Diese Aufgabe läßt sich bei einem Drehschalter der eingangs beschriebenen
Art dadurch lösen, daß erfindungsgemäß die Antriebswelle und die Schalterachse in
einer Flucht angeordnet sind, und daß das Zahnradgetriebe zwei auf einer parallel
zur Antriebswelle ausgerichteten Nebenwelle befindliche, miteinander starr verbundene
Zahnräder aufweist, die jeweils mit einem auf der Schalterachse und der Antriebswelle
aufgebrachten Zahnrad im Eingriff stehen, und daß weiterhin .das Gesamtübersetzungsverhältnis
zwischen Antrieb und Schalter so gewählt ist, daß der Drehwinkel der Antriebswelle
für volles Überstreichen aller Schaltstellungen maximal 360° oder weniger ist.
-
Durch die USA.-Patentschrift 2 831074 ist zwar bereits ein Drehschalter
bekannt, bei dem zwischen der Antriebswelle und den Schaltsegmenten ein Untersetzungsgetriebe
vorhanden ist. Diese Anordnung dient dazu, um mehrere Schaltsegmente über eine gemeinsame
Antriebswelle zu betätigen. Der Antrieb der Schaltsegmente erfolgt nacheinander
und diskontinuierlich. Die Stellung des auf der Antriebswelle befindlichen Handrads
läßt im Gegensatz zu einem wesentlichen Merkmal des Erfindungsgegenstandes keinen
Schluß auf die Stellung des Schaltarmes eines Segmentes zu. Die der Erfindung zugrunde
liegende Aufgabe würde mit dieser Anordnung nicht gelöst.
-
Im Gegensatz hierzu wird durch die erfindungsgemäß Ausbildung eine
Erweiterung des Beschriftungsraumes für die einzelnen Schaltstellungen des Drehschalters
erreicht. Dies ist insbesondere dann von großer Bedeutung, wenn eine umfangreiche
Beschriftung pro Schaltstellung gefordert wird und der Schalter einen geringen Zwischenrastwinkel
aufweist. Gleichzeitig wird hierdurch die Voraussetzung für eine Weiterbildung der
Erfindung in der Weise erreicht, daß eine Verstellsicherung vorgesehen wird. Diese
soll das Getriebe in einzelnen oder auch allen Schaltstellungen sperren und vorzugsweise
bei axialem Zug am Antriebsknopf aufgehoben werden.
-
Besonders einfach ist eine derartige Verstellsicherung in der Weise
erreichbar, daß die Antriebswelle in der vorderen Getriebeplatine axial verschiebbar
angeordnet und ihr rückseitiger Wellenstumpf in einem koaxialen zylindrischen Fortsatz
des Ritzels verdrehbar gelagert wird. Dabei ist weiterhin die Antriebswelle durch
einen einerseits an der vorderen Getriebeplatine und andererseits am Antriebszahnkranz
aufliegende Federbügel in Richtung gegen die zylindrische Fortsetzung des Ritzels
vorzuspannen. Entsprechend der Anzahl der gegen Verstellung zu sichernden Schaltstellungen
werden am Frontende des zylindrischen Fortsatzes des Ritzels radiale Kerbschlitze
eingebracht, in die bei Sperrstellung des Getriebes eine am Kranz des Antriebszahnrades
angebrachte Nocke eingreift.
-
Eine vorteilhafte Weiterbildung dieser Getriebesperre besteht darin,
daß auf die zylindrische Fortsetzung des Ritzels eine innenverzahnte Hülse aufgebracht
ist, in die bei Sperrstellung des Getriebes das Antriebszahnrad eingerastet ist,
so daß bei jeder Schaltstellung Sperrung erfolgt.
-
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von zwei in F i g. 1 bis 5
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
-
In F i g. 1 ist mit 7 die Antriebsachse des Drehschalters 14 bezeichnet,
dessen Skalenbereich zur
Sicherung eines größeren Beschriftungsraumes
z. B. auf 360° erweitert werden soll. Im Raum zwischen Schalter und Frontplatte
des Gehäuses 17 ist ein Getriebe vor den Schalter gesetzt, dessen Antriebsachse
6 den Drehknopf 10 trägt. Auf dieser Antriebsachse 6 ist das Zahnrad 1 fest aufgebracht.
Auf einer Nebenwelle, die seitlich parallel zur Antriebsachse in den Getriebeplatinen
9 und 12 gelagert ist, sind die Zahnräder 2 und 3 befestigt. Zahnrad 2 greift in
Zahnrad 1 ein und ist mit Hilfe eines Spannstiftes auf der Nebenwelle befestigt,
um eine leichtere Montage und Einstellung zu erreichen. Koaxial zur Antriebsachse
liegt die Schalterachse 7, auf die mit Hilfe der Verschraubung 13 das Antriebsritzel
4 aufgebracht ist. Das Zahnrad 3 greift in das Zahnrad 4 ein und das Übersetzungsverhältnis
zwischen beiden ist beim Ausführungsbeispiel abweichend von dem der Zahnräder 1
und 2 gewählt, jedoch so, daß die Gesamtübersetzung 1:2 beträgt, d. h. daß sich
bei Drehung des Knopfes 10 um 360° die Schalterachse um einen Winkel von 180° dreht.
-
Zur Verstellsicherung ist die Antriebswelle 6 axial verschiebbar einerseits
in der Gehäuseplatine 9 und andererseits in einem zylindrischen Fortsatz des Antriebsritzels
4 gelagert. Zur Erklärung der Wirkungsweise der Getriebesperrung sei auf die F i
g. 2 verwiesen, die eine Seitenansicht des in F i g. 1 dargestellten Schaltgetriebes
zeigt. In die Frontseite des zylindrischen Fortsatzes des Ritzels 4 sind entsprechend
den festzulegenden Schaltstellungen - im angeführten Beispiel ist nur eine festgelegt
- radiale Schlitze eingebracht, in die ein in der Antriebsachse 6 sitzender Stift
11 eingreift. Zur Festlegung dieser Raststellung ist ein Federbügel 8 vorgesehen,
der einerseits an der Gehäuseplatine 9 aufliegt und andererseits am Zahnkranz des
Zahnrades 1. Dadurch wird die Achse 6 bei der Arretierung in Richtung zum Schalter
hin gedrückt und über das Getriebe die gewünschte Feststellung erreicht. Durch axialen
Zug am Drehknopf 10 und durch gleichzeitiges Drehen kann diese Sperrung aufgehoben
werden.
-
Die F i g. 3 zeigt eine weitere vorteilhafte Ausführung der Getriebesperre.
Die Bezifferung der gegenüber den Ausführungen nach F i g. 1 gleichgebliebenen Teile
ist ebenso gewählt wie dort. Auf dem zylindrischen Fortsatz des Ritzels 4 ist in
diesem Fall eine Buchse 18 aufgebracht, in die eine dem Zahnrad 1 angepaßte Innenverzahnung
eingeprägt ist. Dadurch rastet bei entsprechender Auslegung der Zahnzahl in dieser
Ausführung nach jeder Raststellung des Schalters das Zahnrad 1 auf Grund .der wirkenden
Federkraft des Federbügels 8 wieder ein. Auf diese Art ist eine Arretierung in jeder
Schaltstellung ermöglicht. Zur Verdeutlichung der im Schnitt gezeichneten Ausführung
ist in der F i g. 4 eine Seitenansieht und in der F i g. 5 eine Vorderansicht der
Ausführung nach F i g. 3 dargestellt.