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DE1168687B - Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Fruechten mittels Dampf - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Fruechten mittels Dampf

Info

Publication number
DE1168687B
DE1168687B DEV23101A DEV0023101A DE1168687B DE 1168687 B DE1168687 B DE 1168687B DE V23101 A DEV23101 A DE V23101A DE V0023101 A DEV0023101 A DE V0023101A DE 1168687 B DE1168687 B DE 1168687B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
peeling
steam
kettle
pressure
filling
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV23101A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Kunz
Roland Ruether
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VEROPA TRUST REG
Original Assignee
VEROPA TRUST REG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VEROPA TRUST REG filed Critical VEROPA TRUST REG
Priority to DEV23101A priority Critical patent/DE1168687B/de
Publication of DE1168687B publication Critical patent/DE1168687B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23NMACHINES OR APPARATUS FOR TREATING HARVESTED FRUIT, VEGETABLES OR FLOWER BULBS IN BULK, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PEELING VEGETABLES OR FRUIT IN BULK; APPARATUS FOR PREPARING ANIMAL FEEDING- STUFFS
    • A23N7/00Peeling vegetables or fruit
    • A23N7/005Peeling with steam

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: AOIf
Deutsche Kl.: 45 e-41/02
Nummer: 1168 687
Aktenzeichen: V 23101III / 45 e
Anmeldetag: 3. Oktober 1962
Auslegetag: 23. April 1964
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schälen von Früchten mittels Dampf unter Verwendung eines an einen Dampferzeuger angeschlossenen Schälkessels. Sie eignet sich für das Schälen von Kartoffeln, Karotten, Sellerie, Äpfeln und ähnlichen Früchten.
Es ist ein Verfahren bekannt, nach welchem Früchte mit äußerst geringem Abfall von der Schale befreit werden können, indem sie kurzzeitig, z. B. 30 bis 50 Sekunden, heißem Naßdampf von mehreren Atmosphären, z. B. 6 bis 10 at, also etwa 160 bis 1800C, ausgesetzt werden. Nach der Druckentlastung kann die Schale, zumeist als Ganzes, leicht von Hand abgezogen oder durch eine geringfügige mechanische Nachbehandlung abgelöst werden. Wesentlich ist die relativ kurze Behandlung der Früchte bei hoher Temperatur, damit nur eine Garzone geringer Tiefe unterhalb der Schale erzeugt wird und unnötige Verluste vermieden werden.
Bisher sind solche Dampfschäler ausschließlich in Großbetrieben, wie Konservenfabriken oder Großküchen, eingesetzt worden. Nur in solchen Betrieben war nämlich ein Hochdruck-Heißdampf-Erzeuger, an den man den Schälkessel anschließen konnte, bereits für andere Zwecke vorhanden. Das Bedürfnis kleinerer Betriebe, wie Hotels, Speiserestaurants, Krankenhäuser, konnte dagegen nicht befriedigt werden, da der Einbau eines dieser bekannten Hochdruck-Heißdampf-Erzeuger ein Vielfaches des Preises des Schälkessels ausmachen würde und auch aus Platzgründen scheitern müßte. Bereits der kleinste auf dem Markt befindliche Dampferzeuger, der Dampf mit Schäldruck abgeben kann, kostet rund DM 10 000 und nähme einen größeren Teil des verfügbaren Küchenraumes ein.
Erfindungsgemäß werden diese Schwierigkeiten dadurch überwunden, daß bei einer Schälvorrichtung nur eine so kleine Dampfmenge bereitgestellt wird, daß deren Druck bei der Schälkesselfüllung merklich absinkt, und daß der erforderliche Schäldruck dadurch erreicht wird, daß die bereitgestellte Dampfmenge vor dem Füllen einen entsprechend höheren Dampfdruck besitzt und/oder nach dem Füllen zusätzlich beheizt wird.
Es war bisher eine Selbstverständlichkeit, Dampferzeuger so auszulegen, daß sie bei normaler Belastung, also bei gleichzeitigem Anschluß aller Verbraucher, den Betriebsdruck aufrechterhalten.
Dies galt auch für die bekannten Anlagen, bei denen parallel zu den übrigen Dampfverbrauchern ein Schälkessel geschaltet war. Gerade der Schälkessel machte sich innerhalb der gesamten Dampfbelastung Verfahren und Vorrichtung zum Schälen von
Früchten mittels Dampf
Anmelder:
VEROPA Trust Reg., Vaduz (Liechtenstein)
ίο Vertreter:
Dr.-Ing. U. Knoblauch, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Marbachweg 320
Als Erfinder benannt:
Paul Kunz,
Döttesfeld über Altenkirchen (Westerw.),
Roland Rüther, Frankfurt/M.
am wenigsten bemerkbar, da für eine Kesselfüllung nur ein verschwindender Bruchteil des gesamten zur Verfügung stehenden Dampfes benötigt wurde.
Demgegenüber wird erfindungsgemäß bewußt eine so kleine Dampfmenge bereitgestellt, daß die Anlage im normalen Betriebsfall nach herkömmlichen Anschauungen überlastet ist, d. h. der erzeugte Dampfdruck beim Füllen des Schälkessels wenigstens teilweise zusammenbricht. Hierbei wird von der Tatsache Gebrauch gemacht, daß ein Dampfschäler eine sehr spezielle, sich von den meisten anderen Dampf-Verbrauchern abhebende Dampfentnahme-Charakteristik besitzt. Der Schälkessel benötigt in gewissen Zeitabständen jeweils nur stoßweise eine Dampffüllung, und diese Dampffüllung entspricht einem genau bestimmten, begrenzten Dampfvolumen. Da in den Zwischenzeiten genügend Dampf neu erzeugt und bereitgestellt werden kann, kann man jeweils einen großen Teil des bereitgestellten Dampfes für eine Füllung verbrauchen und trotzdem die für einen einwandfreien Betrieb notwendigen definierten Arbeits-Verhältnisse erhalten.
Da jeweils nur eine relativ kleine Dampfmenge benötigt wird, können der Dampfbereitstellungsraum und der Dampferzeuger sehr klein ausgebildet werden. Man kann sie ohne weiteres zusammen mit dem Schälkessel in einem Gerät unterbringen, das nicht größer ist als ein normaler Küchenherd. Trotzdem ergibt sich eine sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit.
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22 Wasser in den Innenraum 23 des Dampferzeugers werden sie in einem Sieb in diesen Topf gestellt. Nach 12 gepumpt werden. Schließen des Deckels 10 wird das Einlaßventil 26
Aus dem Schaltdiagramm der F i g. 2 ist die Ver- geöffnet, bis im Topf 9 der Kochdruck erreicht ist. bindung zwischen den einzelnen Bauelementen deut- Da der Kochdruck wesentlich niedriger ist als der licher zu erkennen. In der Dampferzeugerhaupt- 5 Schäldruck, reicht der im Dampferzeuger noch vor-Ieitung 16 ist das Hauptventil 24 angeordnet. Da- handene Druck aus, um den Topf 9 zu füllen. Nach hinter verzweigt sich die Leitung und führt über das dem Kochen kann der Dampf über das Ventil 28 und Einlaßventil 25 zum Schälkessel 2 und über das Ein- die Leitung 18 sowie die Kondensatorschlange 19 ablaßventil 26 zum Dampfkochtopf 9. Der Schälkessel 2 gelassen werden. Alsdann wird der Deckel 10 geöffnet, kann über das Auslaßventil 27, der Dampfkochtopf 9 ίο und die Früchte werden aus dem Topf 9 herausüber das Auslaßventil 28 entleert werden. genommen.
Der Dampferzeuger 12, der Schälkessel 2 und der Sofort nach Schließen des Ventils 26 kann bereits
Dampfkochtopf 9 besitzen je ein Manometer 29, 30 ein neuer Arbeitszyklus beginnen, d. h., es kann bzw. 31 und ein auf Überdruck ansprechendes Sicher- frisches Speisewasser durch die Pumpe 21 in den heitsventil 32, 33 bzw. 34. Durch die gestrichelten 15 Dampferzeuger geleitet und dieses Wasser in Dampf Linien 35 und 36 ist angedeutet, daß die Einlaß- verwandelt werden usw., so daß sich der Schäl- und ventile 25 und 26 nur betätigt werden können, wenn der Kochvorgang teilweise überlappen. Hierbei ist zu die Deckel der zugehörigen Druckbehälter geschlossen beachten, daß die Vorrichtung von einer einzigen sind. Die gestrichelte Linie 37 stellt dar, daß das Ein- Person bedient werden kann, da während der Kochlaßventil 25 nur geöffnet werden kann, wenn das ao periode genügend Zeit ist, um den Kessel 2 zu füllen, Uhrwerk im Gelenk 3 zuvor aufgezogen worden war, die Dampfbehandlung vorzunehmen und von den so weil es für eine allseitige Behandlung der Früchte mit behandelten Früchten die Schale zu entfernen. Dampf zweckmäßig ist, wenn sie während der Be- Wenn man annimmt, daß die drei Druckbehälter 2,
handlung bewegt werden. Die gestrichelte Linie 38 10 und 12 das gleiche Volumen aufweisen und wenn soll erläutern, daß das Uhrwerk dazu benutzt werden 25 ein Schäldruck von 6 at angestrebt wird, dann kann kann, um das Auslaßventil 27 nach Ablauf einer vor- man den Anfangsdruck des Dampferzeugers 12 auf gegebenen Zeit automatisch zu öffnen. Es ist klar, etwa 15 at einstellen. Der größte Teil des Druckdaß man noch weitere oder andere Regelabhängig- abfalls von 15 at auf 6 at geht zu Lasten der keiten vorsehen kann. Im einfachsten Fall sind samt- Volumenvergrößerung des Dampfes, dem zunächst liehe in den Hauptsträngen liegenden Ventile ein- 30 nur der Innenraum 23 des Dampferzeugers, dann fache Auf-Zu-Ventile. Es kann jedoch in manchen aber außerdem der Innenraum des Kessels 2 und das Fällen zweckmäßig sein, Ventilsonderformen zu ver- zugehörige Leitungssystem zur Verfügung steht; der wenden, beispielsweise vom Druck auf der Abström- Rest des Druckabfalls geht zu Lasten der Dampfseite beeinflußte Ventile als Einlaßventile 25, 26. abkühlung infolge der Berührung mit kälteren Teilen.
Diese Schälvorrichtung kann beispielsweise auf 35 Nach Füllen des Kessels 2 hat der Dampf im Dampffolgende Weise betrieben werden: Der Behälter 20 erzeuger 12 ebenfalls einen Druck von 6 at. öffnet wird zunächst mit Speisewasser gefüllt. Von diesem man nunmehr das Einlaßventil 26 und füllt den Speisewasservorrat fördert die Pumpe 21 einen Dampfkochtopf 9, so stellt sich in dem jetzt verkleinen Teil in den Dampferzeuger 12. Dessen Heiz- bundenen System ein Gleichgewichtsdruck von etwa elemente werden so lange mit Strom beschickt, bis 40 2 at ein, der eine recht kurze Kochzeit bewirkt. Falls das Manometer 29 anzeigt, daß der in dem Raum 23 man einen geringeren Druck im Topf 9 benötigt, kann bereitgestellte Dampf den gewünschten, über dem man das Einlaßventil 26 als Reduzierventil ausbilden, Schäldruck liegenden Anfangsdruck besitzt. Das das nach Erreichen des gewünschten Drucks schließt, Manometer 29 kann beispielsweise mit dem Schalter oder aber den überschüssigen Dampf durch das in der Zuleitung zu den Heizelementen gekoppelt 45 Sicherheitsventil 34 abblasen.
sein. In der Zwischenzeit ist der Schälkessel 2 mit Eine andere Verfahrensweise bestände darinv den
Früchten gefüllt, der Deckel 6 geschlossen und das Dampf im Erzeuger 12 nur etwa auf Schäldruck zu Uhrwerk mit Hilfe des Hebels 4 aufgezogen worden. bringen. Wird dann das Einlaßventil 25 geöffnet, Der Kessel 2 beginnt daher, sich um seine Querachse müssen nochmals kurzfristig die Heizelemente 14 in zu drehen. Da das Hauptventil 24 während des Be- 50 Betrieb gesetzt werden, um durch eine zusätzliche triebs der Vorrichtung offensteht, strömt sofort nach Beheizung den beim Füllen des Kessels 2 auftretenden öffnen des Ventils 25 Dampf aus dem Dampferzeuger Druckabfall wieder auszugleichen. Es ist klar, daß 12 in den Schälkessel 2. Nach kurzer Zeit hat sich ein man die beiden geschilderten Betriebsweisen auch einheitlicher Gleichgewichtsdruck in den beiden miteinander kombinieren kann. Druckbehältern 12 und 2 eingestellt, und das Ventil 55 Von der beschriebenen Ausführungsform kann in 25 kann wieder geschlossen werden. Nach Ablauf der vielerlei Hinsicht abgewichen werden, ohne den vorbestimmten Schälzeit wird das Auslaßventil 27 Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Beigeöffnet, so daß der im Schälkessel 2 befindliche spielsweise kann ein sehr kleiner Dampferzeuger Dampf über die Leitung 18 entweichen kann. Hierbei einen von ihm getrennten Speicherraum aufladen. Die kondensiert der Dampf in der vom Speisewasser ge- 60 Anordnung ist auch ohne Dampfkochtopf funktionskühlten Rohrschlange 19. Der Schälkessel 2 wird fähig. Die einzelnen Schaltelemente können derart dann geöffnet und nach unten gekippt, so daß die miteinander verbunden werden, daß nach Füllen des behandelten Kartoffeln in den Behälter 8 rutschen. Schälkessels 2 alle anderen Arbeitsgänge automatisch Dort kann die Frucht, sofern sich die Schale noch hintereinander ablaufen. In diesem Zusammenhang nicht beim Herausfallen gelöst hat, leicht von Hand 65 ist es empfehlenswert, den Schälkessel durch einen aus der Schale befreit werden. Motor zu drehen. Dem Auffangbehälter 8 kann eine
Die geschälten Früchte, z. B. Katoffeln, werden mechanische Vorrichtung nachgeschaltet sein, die das dann in den Dampfkochtopf 9 getan. Vorzugsweise Ablösen der Schale von der Frucht beschleunigt.
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Können beispielsweise 10 kg Früchte im Schälkessel kochtöpfen ergibt, die mit maximal 0,5 atü betrieben Platz finden, so lassen sich mindestens 120 kg in einer werden. Für die Kartoffelzubereitung ist es wichtig, einzigen Stunde schälen. daß auf diese Weise eine Kochzeit erreicht wird, die
Ein besonders einfaches Arbeiten ergibt sich, wenn den zwischen zwei Schälarbeitsgängen verbleibenden der bereitgestellte Dampf einen Druck vom 1,3- 5 Zeitraum nicht überschreitet. Die soeben geschälten bis 5fachen Schäldruck besitzt, öffnet man dann die Kartoffeln können also sofort anschließend mit dem Verbindungsleitung zwischen Bereitstellungsraum für das Schälen bereitgestellten Dampf gekocht wer- und Schälkessel, so stellt sich in beiden Räumen ein den, und während des Kochens kann ein neuer Schäl-Gleichgewichtsdruck ein, der von den Volumen- Vorgang eingeleitet werden.
Verhältnissen der beiden Räume, der Umgebungs- io Für die konstruktive Ausgestaltung der erfindungstemperatur, der Fruchtmenge u. dgl. abhängt und gemäßen Schälvorrichtung sind viele Möglichkeiten durch entsprechende Wahl des Anfangsdrucks leicht gegeben. Um die Vorrichtung möglichst klein zu auf den Wert des Schäldrucks eingestellt werden kann. halten, empfiehlt es sich jedoch, einen Dampfbereit-Wenn man aber auf der Dampferzeugungsseite Stellungsraum und einen Schälkessel miteinander zu höhere Drücke vermeiden will, kann man beispiels- 15 koppeln, deren Volumina in der gleichen Größenweise den Dampf etwa mit Schäldruck bereitstellen. Ordnung liegen. Das bedeutet, daß das Volumen des Es tritt dann zwar beim Füllen des Schälkessels eine Bereitstellungsraumes etwa das 0,5- bis lOfache des Druckabsenkung auf, die aber durch nachträgliche Schälkesselvolumens betragen kann, wobei ein Beheizung des Dampfes ausgeglichen werden kann. Volumenverhältnis von 1:1 zu bevorzugen ist. Hierbei sollte aber darauf geachtet werden, daß die 20 Als Dampfbereitstellungsraum kann jeder druckzusätzliche Beheizung höchstens 60 Sekunden dauert, feste, abschließbare Behälter oder jedes Behälterdamit die Früchte nicht zu lange einer Dampfbehand- system dienen, z. B. ein von einem Dampferzeuger lung ausgesetzt sind. her aufladbarer Speicherbehälter. Die Erfindung läßt
Es empfiehlt sich, höchstens die 20fache Menge aber wesentlich einfachere Ausführungen zu. Beides für eine Schälkesselfüllung benötigten Dampfes 25 spielsweise kann der Dampferzeuger aus einem gebereitzustellen. Hierbei tritt beim Füllen des Schäl- schlossenen beheizbaren Kessel bestehen, der gleichkessels schon aus Gründen der Volumenverhältnisse zeitig als Dampfbereitstellungsraum dient, eine Druckabsenkung um 5% auf. Dieser Wert ist in Ein solcher Dampferzeugerkessel kann mit elek-
der Praxis wegen der Temperaturverluste in der trischen Heizelementen versehen sein, die sich gegen-Leitung und im Schälkessel aber noch größer. Noch 30 über anderen, ebenfalls brauchbaren Beheizungskleinere Abmessungen ergeben sich, wenn die Menge möglichkeiten deshalb als vorteilhaft anbieten, weil des bereitgestellten Dampfes in einem bevorzugten sie in Abhängigkeit vom Zustand des bereitzustellen-Bereich liegt, der nur das 1,5- bis 5fache einer Schäl- den Dampfes leicht ein- und ausschaltbar sind, kesselfüllung umfaßt. Da der Dampferzeuger nicht kontinuierlich mit
Empfehlenswert ist eine Betriebsweise, bei der vor 35 Speisewasser versorgt werden muß, kommt man mit jeder Schälkesselfüllung der gleiche Zustand des be- einer relativ einfachen Pumpe, z. B. einer Handreitgestellten Dampfes eingestellt wird. Dieses Vor- pumpe, aus. Um aber bei fortlaufendem Betrieb keine gehen eignet sich besonders für Kleinstanlagen und Unterbrechungen oder Energieverluste in Kauf nehfür voll- oder halbautomatischen Betrieb, da sich die men zu müssen, empfiehlt es sich, eine Pumpe zu gleichen Arbeitsgänge (Einführen von Speisewasser, 40 verwenden, die gegen einen vorbestimmten Über-Beheizen bis zum Nenndruck usw.) nach jeder Schäl- druck, z. B. 2 atü, in Tätigkeit zu treten vermag, kesselfüllung wiederholen. Dies schließt jedoch nicht Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
aus, daß mit einer bereitgestellten Dampfmenge auch der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels im Zumehrere Schälkesselfüllungen vorgenommen werden sammenhang mit der Zeichnung. Es zeigt können. In diesem Fall sollte allerdings ein gewisser 45 Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch Ausgleich der bei den einzelnen Füllungen vor- eine Schälvorrichtung gemäß der Erfindung und herrschenden verschiedenen Betriebsbedingungen F i g. 2 das Schaltschema für diese Schälvorrich-
vorgenommen werden. Dies kann beispielsweise durch tung.
eine unterschiedlich starke zusätzliche Beheizung ge- An der Seitenwand eines Gestells 1 ist der Schäl-
schehen. Man kann die Füllung auch über ein 50 kessel 2 drehbar gelagert. Ein nicht näher verReduzierventil vornehmen. Wenn die Früchte nicht anschaulichtes Uhrwerk im Drehgelenk 3, das durch nur bei einem genau definierten Schäldruck, sondern Verschwenken des Handhebels 4 um 90° aufgezogen in einem Schäldruckbereich behandelt werden dürfen, wird, vermag den Kessel 2 um die die Dampfleitung 5 kann man auf Zusatzmaßnahmen verzichten, wenn aufnehmende Achse zu drehen. Der Deckel 6 ist abdie bei den verschiedenen Füllungen auftretenden 55 nehmbar und mit einer üblichen Druckbehälter-Drücke noch innerhalb dieses Bereichs liegen. Eine deckelsicherung 7 arretierbar. Unter dem Kessel 2 solche Schäldrackänderung ist für die meisten Früchte befindet sich eine Schütte 8 zur Aufnahme der bezumindest dann zulässig, wenn gleichzeitig die Be- handelten Früchte.
handlungszeit geändert wird. Im Gestell 1 ist außerdem ein Dampfkochtopf 9
Nach dem Füllen des Schälkessels verbleibt im 60 mit Deckel 10 und Sicherung 11 sowie ein Dampf-Bereitstellungsraum Dampf, der zwar teilweise ent- erzeuger 12, bestehend aus einem Kessel 13 mit elekspannt ist, aber immer noch erheblichen Überdruck trischen Heizelementen 14, untergebracht. Deren besitzt. Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Dampfleitungen 15 und 16 münden in den nur anErfindung kann dieser Restdampf in einen oder gedeuteten Ventilkasten 17. Außerdem führt von dort mehrere Dampfkochtöpfe geleitet werden. Beispiels- 65 eine Dampfleitung 18 in Form einer Kondensatorweise kann man diese Kochtöpfe mit Dampf von schlange 19 durch den ebenfalls im Gestell 1 unter-1,5 atü speisen, wodurch sich eine wesentlich ver- gebrachten Speisewasserbehälter 20. Aus diesem Bekürzte Kochzeit gegenüber den bekannten Dampf- hälter kann mit Hilfe der Pumpe 21 über die Leitung

Claims (18)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Schälen von Früchten mittels Dampf unter Verwendung eines an einen Dampferzeuger angeschlossenen Schälkessels, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine so kleine Dampfmenge bereitgestellt wird, daß deren Druck bei der Schälkesselfüllung merklich absinkt, und daß der erforderliche Schäldruck dadurch erreicht wird, daß die bereitgestellte Dampfmenge vor dem Füllen einen entsprechend höheren Dampfdruck besitzt und/oder nach dem Füllen zusätzlich beheizt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bereitgestellte Dampf einen Druck vom 1,3- bis 5fachen Schäldruck besitzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Beheizung höchstens 60 Sekunden dauert.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß höchstens die 20fache, vorzugsweise die 1,5- bis 5fache Menge des für eine Schälkesselfüllung benötigten Dampfes bereitgestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor jeder Schälkesselfüllung der gleiche Zustand des bereitgestellten Dampfes eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer bereitgestellten Dampfmenge mehrere Schälkesselfüllungen vorgenommen werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der im Bereitstellungsraum nach der Schälkesselfüllung verbleibende Restdampf in einen oder mehrere Dampfkochtöpfe geleitet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfkochtopf mit einem Druck über 0,5 atü betrieben wird.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Schälverfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Dampfbereitstellungsraum und ein Schälkessel miteinander gekoppelt sind, deren Volumina in der gleichen Größenordnung liegen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampferzeuger aus einem geschlossenen beheizbaren Kessel besteht, der gleichzeitig als Dampfbereitstellungsraum dient.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampferzeugerkessel mit elektrischen Heizelementen versehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Schälkessel und Dampferzeuger bzw. Dampfbereitstellungsraum in einem gemeinsamen Gestell montiert sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Dampfkochtöpfe parallel zum Schälkessel geschaltet sind.
14. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, gekennzeichnet durch eine Pumpe zum Füllen des Dampferzeugers, die gegen einen vorbestimmten Überdruck, z. B. 2 atü in Tätigkeit zu treten vermag.
15. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdampf aus Schälkessel oder Dampfkochtopf über einen Kondensator geleitet wird, der in einem Wasservorratsbehälter auf der Saugseite der Pumpe angeordnet ist.
16. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, gekennzeichnet durch ein Einlaßventil für den Schälkessel, das erst nach Schließen des Deckels die Dampfzufuhr ermöglicht.
17. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Schälkessel durch ein Uhrwerk oder eine Feder in Drehung gesetzt wird, die mittels eines Handhebels gespannt wird.
18. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 17, gekennzeichnet durch ein Einlaßventil für den Schälkessel, das erst nach Betätigung des Drehantriebs die Dampfzufuhr ermöglicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 560/110 4.64
Bundesdruckerei Berlin
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