DE1168687B - Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Fruechten mittels Dampf - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Fruechten mittels DampfInfo
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- A23N7/005—Peeling with steam
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- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: AOIf
Deutsche Kl.: 45 e-41/02
Nummer: 1168 687
Aktenzeichen: V 23101III / 45 e
Anmeldetag: 3. Oktober 1962
Auslegetag: 23. April 1964
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schälen von Früchten mittels Dampf
unter Verwendung eines an einen Dampferzeuger angeschlossenen Schälkessels. Sie eignet sich für das
Schälen von Kartoffeln, Karotten, Sellerie, Äpfeln und ähnlichen Früchten.
Es ist ein Verfahren bekannt, nach welchem Früchte mit äußerst geringem Abfall von der Schale
befreit werden können, indem sie kurzzeitig, z. B. 30 bis 50 Sekunden, heißem Naßdampf von mehreren
Atmosphären, z. B. 6 bis 10 at, also etwa 160 bis 1800C, ausgesetzt werden. Nach der Druckentlastung
kann die Schale, zumeist als Ganzes, leicht von Hand abgezogen oder durch eine geringfügige
mechanische Nachbehandlung abgelöst werden. Wesentlich ist die relativ kurze Behandlung der
Früchte bei hoher Temperatur, damit nur eine Garzone geringer Tiefe unterhalb der Schale erzeugt wird
und unnötige Verluste vermieden werden.
Bisher sind solche Dampfschäler ausschließlich in Großbetrieben, wie Konservenfabriken oder Großküchen,
eingesetzt worden. Nur in solchen Betrieben war nämlich ein Hochdruck-Heißdampf-Erzeuger, an
den man den Schälkessel anschließen konnte, bereits für andere Zwecke vorhanden. Das Bedürfnis
kleinerer Betriebe, wie Hotels, Speiserestaurants, Krankenhäuser, konnte dagegen nicht befriedigt werden,
da der Einbau eines dieser bekannten Hochdruck-Heißdampf-Erzeuger ein Vielfaches des Preises
des Schälkessels ausmachen würde und auch aus Platzgründen scheitern müßte. Bereits der kleinste
auf dem Markt befindliche Dampferzeuger, der Dampf mit Schäldruck abgeben kann, kostet rund
DM 10 000 und nähme einen größeren Teil des verfügbaren Küchenraumes ein.
Erfindungsgemäß werden diese Schwierigkeiten dadurch überwunden, daß bei einer Schälvorrichtung
nur eine so kleine Dampfmenge bereitgestellt wird, daß deren Druck bei der Schälkesselfüllung merklich
absinkt, und daß der erforderliche Schäldruck dadurch erreicht wird, daß die bereitgestellte Dampfmenge
vor dem Füllen einen entsprechend höheren Dampfdruck besitzt und/oder nach dem Füllen zusätzlich
beheizt wird.
Es war bisher eine Selbstverständlichkeit, Dampferzeuger so auszulegen, daß sie bei normaler Belastung,
also bei gleichzeitigem Anschluß aller Verbraucher, den Betriebsdruck aufrechterhalten.
Dies galt auch für die bekannten Anlagen, bei denen parallel zu den übrigen Dampfverbrauchern
ein Schälkessel geschaltet war. Gerade der Schälkessel machte sich innerhalb der gesamten Dampfbelastung
Verfahren und Vorrichtung zum Schälen von
Früchten mittels Dampf
Früchten mittels Dampf
Anmelder:
VEROPA Trust Reg., Vaduz (Liechtenstein)
ίο Vertreter:
ίο Vertreter:
Dr.-Ing. U. Knoblauch, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Marbachweg 320
Frankfurt/M., Marbachweg 320
Als Erfinder benannt:
Paul Kunz,
Paul Kunz,
Döttesfeld über Altenkirchen (Westerw.),
Roland Rüther, Frankfurt/M.
Roland Rüther, Frankfurt/M.
am wenigsten bemerkbar, da für eine Kesselfüllung nur ein verschwindender Bruchteil des gesamten zur
Verfügung stehenden Dampfes benötigt wurde.
Demgegenüber wird erfindungsgemäß bewußt eine so kleine Dampfmenge bereitgestellt, daß die Anlage
im normalen Betriebsfall nach herkömmlichen Anschauungen überlastet ist, d. h. der erzeugte Dampfdruck
beim Füllen des Schälkessels wenigstens teilweise zusammenbricht. Hierbei wird von der Tatsache
Gebrauch gemacht, daß ein Dampfschäler eine sehr spezielle, sich von den meisten anderen Dampf-Verbrauchern
abhebende Dampfentnahme-Charakteristik besitzt. Der Schälkessel benötigt in gewissen
Zeitabständen jeweils nur stoßweise eine Dampffüllung, und diese Dampffüllung entspricht einem
genau bestimmten, begrenzten Dampfvolumen. Da in den Zwischenzeiten genügend Dampf neu erzeugt und
bereitgestellt werden kann, kann man jeweils einen großen Teil des bereitgestellten Dampfes für eine
Füllung verbrauchen und trotzdem die für einen einwandfreien Betrieb notwendigen definierten Arbeits-Verhältnisse
erhalten.
Da jeweils nur eine relativ kleine Dampfmenge benötigt wird, können der Dampfbereitstellungsraum
und der Dampferzeuger sehr klein ausgebildet werden. Man kann sie ohne weiteres zusammen mit dem
Schälkessel in einem Gerät unterbringen, das nicht größer ist als ein normaler Küchenherd. Trotzdem
ergibt sich eine sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit.
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22 Wasser in den Innenraum 23 des Dampferzeugers werden sie in einem Sieb in diesen Topf gestellt. Nach
12 gepumpt werden. Schließen des Deckels 10 wird das Einlaßventil 26
Aus dem Schaltdiagramm der F i g. 2 ist die Ver- geöffnet, bis im Topf 9 der Kochdruck erreicht ist.
bindung zwischen den einzelnen Bauelementen deut- Da der Kochdruck wesentlich niedriger ist als der
licher zu erkennen. In der Dampferzeugerhaupt- 5 Schäldruck, reicht der im Dampferzeuger noch vor-Ieitung
16 ist das Hauptventil 24 angeordnet. Da- handene Druck aus, um den Topf 9 zu füllen. Nach
hinter verzweigt sich die Leitung und führt über das dem Kochen kann der Dampf über das Ventil 28 und
Einlaßventil 25 zum Schälkessel 2 und über das Ein- die Leitung 18 sowie die Kondensatorschlange 19 ablaßventil
26 zum Dampfkochtopf 9. Der Schälkessel 2 gelassen werden. Alsdann wird der Deckel 10 geöffnet,
kann über das Auslaßventil 27, der Dampfkochtopf 9 ίο und die Früchte werden aus dem Topf 9 herausüber
das Auslaßventil 28 entleert werden. genommen.
Der Dampferzeuger 12, der Schälkessel 2 und der Sofort nach Schließen des Ventils 26 kann bereits
Dampfkochtopf 9 besitzen je ein Manometer 29, 30 ein neuer Arbeitszyklus beginnen, d. h., es kann
bzw. 31 und ein auf Überdruck ansprechendes Sicher- frisches Speisewasser durch die Pumpe 21 in den
heitsventil 32, 33 bzw. 34. Durch die gestrichelten 15 Dampferzeuger geleitet und dieses Wasser in Dampf
Linien 35 und 36 ist angedeutet, daß die Einlaß- verwandelt werden usw., so daß sich der Schäl- und
ventile 25 und 26 nur betätigt werden können, wenn der Kochvorgang teilweise überlappen. Hierbei ist zu
die Deckel der zugehörigen Druckbehälter geschlossen beachten, daß die Vorrichtung von einer einzigen
sind. Die gestrichelte Linie 37 stellt dar, daß das Ein- Person bedient werden kann, da während der Kochlaßventil
25 nur geöffnet werden kann, wenn das ao periode genügend Zeit ist, um den Kessel 2 zu füllen,
Uhrwerk im Gelenk 3 zuvor aufgezogen worden war, die Dampfbehandlung vorzunehmen und von den so
weil es für eine allseitige Behandlung der Früchte mit behandelten Früchten die Schale zu entfernen.
Dampf zweckmäßig ist, wenn sie während der Be- Wenn man annimmt, daß die drei Druckbehälter 2,
handlung bewegt werden. Die gestrichelte Linie 38 10 und 12 das gleiche Volumen aufweisen und wenn
soll erläutern, daß das Uhrwerk dazu benutzt werden 25 ein Schäldruck von 6 at angestrebt wird, dann kann
kann, um das Auslaßventil 27 nach Ablauf einer vor- man den Anfangsdruck des Dampferzeugers 12 auf
gegebenen Zeit automatisch zu öffnen. Es ist klar, etwa 15 at einstellen. Der größte Teil des Druckdaß
man noch weitere oder andere Regelabhängig- abfalls von 15 at auf 6 at geht zu Lasten der
keiten vorsehen kann. Im einfachsten Fall sind samt- Volumenvergrößerung des Dampfes, dem zunächst
liehe in den Hauptsträngen liegenden Ventile ein- 30 nur der Innenraum 23 des Dampferzeugers, dann
fache Auf-Zu-Ventile. Es kann jedoch in manchen aber außerdem der Innenraum des Kessels 2 und das
Fällen zweckmäßig sein, Ventilsonderformen zu ver- zugehörige Leitungssystem zur Verfügung steht; der
wenden, beispielsweise vom Druck auf der Abström- Rest des Druckabfalls geht zu Lasten der Dampfseite
beeinflußte Ventile als Einlaßventile 25, 26. abkühlung infolge der Berührung mit kälteren Teilen.
Diese Schälvorrichtung kann beispielsweise auf 35 Nach Füllen des Kessels 2 hat der Dampf im Dampffolgende Weise betrieben werden: Der Behälter 20 erzeuger 12 ebenfalls einen Druck von 6 at. öffnet
wird zunächst mit Speisewasser gefüllt. Von diesem man nunmehr das Einlaßventil 26 und füllt den
Speisewasservorrat fördert die Pumpe 21 einen Dampfkochtopf 9, so stellt sich in dem jetzt verkleinen
Teil in den Dampferzeuger 12. Dessen Heiz- bundenen System ein Gleichgewichtsdruck von etwa
elemente werden so lange mit Strom beschickt, bis 40 2 at ein, der eine recht kurze Kochzeit bewirkt. Falls
das Manometer 29 anzeigt, daß der in dem Raum 23 man einen geringeren Druck im Topf 9 benötigt, kann
bereitgestellte Dampf den gewünschten, über dem man das Einlaßventil 26 als Reduzierventil ausbilden,
Schäldruck liegenden Anfangsdruck besitzt. Das das nach Erreichen des gewünschten Drucks schließt,
Manometer 29 kann beispielsweise mit dem Schalter oder aber den überschüssigen Dampf durch das
in der Zuleitung zu den Heizelementen gekoppelt 45 Sicherheitsventil 34 abblasen.
sein. In der Zwischenzeit ist der Schälkessel 2 mit Eine andere Verfahrensweise bestände darinv den
Früchten gefüllt, der Deckel 6 geschlossen und das Dampf im Erzeuger 12 nur etwa auf Schäldruck zu
Uhrwerk mit Hilfe des Hebels 4 aufgezogen worden. bringen. Wird dann das Einlaßventil 25 geöffnet,
Der Kessel 2 beginnt daher, sich um seine Querachse müssen nochmals kurzfristig die Heizelemente 14 in
zu drehen. Da das Hauptventil 24 während des Be- 50 Betrieb gesetzt werden, um durch eine zusätzliche
triebs der Vorrichtung offensteht, strömt sofort nach Beheizung den beim Füllen des Kessels 2 auftretenden
öffnen des Ventils 25 Dampf aus dem Dampferzeuger Druckabfall wieder auszugleichen. Es ist klar, daß
12 in den Schälkessel 2. Nach kurzer Zeit hat sich ein man die beiden geschilderten Betriebsweisen auch
einheitlicher Gleichgewichtsdruck in den beiden miteinander kombinieren kann. Druckbehältern 12 und 2 eingestellt, und das Ventil 55 Von der beschriebenen Ausführungsform kann in
25 kann wieder geschlossen werden. Nach Ablauf der vielerlei Hinsicht abgewichen werden, ohne den
vorbestimmten Schälzeit wird das Auslaßventil 27 Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Beigeöffnet,
so daß der im Schälkessel 2 befindliche spielsweise kann ein sehr kleiner Dampferzeuger
Dampf über die Leitung 18 entweichen kann. Hierbei einen von ihm getrennten Speicherraum aufladen. Die
kondensiert der Dampf in der vom Speisewasser ge- 60 Anordnung ist auch ohne Dampfkochtopf funktionskühlten
Rohrschlange 19. Der Schälkessel 2 wird fähig. Die einzelnen Schaltelemente können derart
dann geöffnet und nach unten gekippt, so daß die miteinander verbunden werden, daß nach Füllen des
behandelten Kartoffeln in den Behälter 8 rutschen. Schälkessels 2 alle anderen Arbeitsgänge automatisch
Dort kann die Frucht, sofern sich die Schale noch hintereinander ablaufen. In diesem Zusammenhang
nicht beim Herausfallen gelöst hat, leicht von Hand 65 ist es empfehlenswert, den Schälkessel durch einen
aus der Schale befreit werden. Motor zu drehen. Dem Auffangbehälter 8 kann eine
Die geschälten Früchte, z. B. Katoffeln, werden mechanische Vorrichtung nachgeschaltet sein, die das
dann in den Dampfkochtopf 9 getan. Vorzugsweise Ablösen der Schale von der Frucht beschleunigt.
3 4
Können beispielsweise 10 kg Früchte im Schälkessel kochtöpfen ergibt, die mit maximal 0,5 atü betrieben
Platz finden, so lassen sich mindestens 120 kg in einer werden. Für die Kartoffelzubereitung ist es wichtig,
einzigen Stunde schälen. daß auf diese Weise eine Kochzeit erreicht wird, die
Ein besonders einfaches Arbeiten ergibt sich, wenn den zwischen zwei Schälarbeitsgängen verbleibenden
der bereitgestellte Dampf einen Druck vom 1,3- 5 Zeitraum nicht überschreitet. Die soeben geschälten
bis 5fachen Schäldruck besitzt, öffnet man dann die Kartoffeln können also sofort anschließend mit dem
Verbindungsleitung zwischen Bereitstellungsraum für das Schälen bereitgestellten Dampf gekocht wer-
und Schälkessel, so stellt sich in beiden Räumen ein den, und während des Kochens kann ein neuer Schäl-Gleichgewichtsdruck
ein, der von den Volumen- Vorgang eingeleitet werden.
Verhältnissen der beiden Räume, der Umgebungs- io Für die konstruktive Ausgestaltung der erfindungstemperatur,
der Fruchtmenge u. dgl. abhängt und gemäßen Schälvorrichtung sind viele Möglichkeiten
durch entsprechende Wahl des Anfangsdrucks leicht gegeben. Um die Vorrichtung möglichst klein zu
auf den Wert des Schäldrucks eingestellt werden kann. halten, empfiehlt es sich jedoch, einen Dampfbereit-Wenn
man aber auf der Dampferzeugungsseite Stellungsraum und einen Schälkessel miteinander zu
höhere Drücke vermeiden will, kann man beispiels- 15 koppeln, deren Volumina in der gleichen Größenweise
den Dampf etwa mit Schäldruck bereitstellen. Ordnung liegen. Das bedeutet, daß das Volumen des
Es tritt dann zwar beim Füllen des Schälkessels eine Bereitstellungsraumes etwa das 0,5- bis lOfache des
Druckabsenkung auf, die aber durch nachträgliche Schälkesselvolumens betragen kann, wobei ein
Beheizung des Dampfes ausgeglichen werden kann. Volumenverhältnis von 1:1 zu bevorzugen ist.
Hierbei sollte aber darauf geachtet werden, daß die 20 Als Dampfbereitstellungsraum kann jeder druckzusätzliche
Beheizung höchstens 60 Sekunden dauert, feste, abschließbare Behälter oder jedes Behälterdamit
die Früchte nicht zu lange einer Dampfbehand- system dienen, z. B. ein von einem Dampferzeuger
lung ausgesetzt sind. her aufladbarer Speicherbehälter. Die Erfindung läßt
Es empfiehlt sich, höchstens die 20fache Menge aber wesentlich einfachere Ausführungen zu. Beides
für eine Schälkesselfüllung benötigten Dampfes 25 spielsweise kann der Dampferzeuger aus einem gebereitzustellen.
Hierbei tritt beim Füllen des Schäl- schlossenen beheizbaren Kessel bestehen, der gleichkessels
schon aus Gründen der Volumenverhältnisse zeitig als Dampfbereitstellungsraum dient,
eine Druckabsenkung um 5% auf. Dieser Wert ist in Ein solcher Dampferzeugerkessel kann mit elek-
der Praxis wegen der Temperaturverluste in der trischen Heizelementen versehen sein, die sich gegen-Leitung
und im Schälkessel aber noch größer. Noch 30 über anderen, ebenfalls brauchbaren Beheizungskleinere
Abmessungen ergeben sich, wenn die Menge möglichkeiten deshalb als vorteilhaft anbieten, weil
des bereitgestellten Dampfes in einem bevorzugten sie in Abhängigkeit vom Zustand des bereitzustellen-Bereich
liegt, der nur das 1,5- bis 5fache einer Schäl- den Dampfes leicht ein- und ausschaltbar sind,
kesselfüllung umfaßt. Da der Dampferzeuger nicht kontinuierlich mit
Empfehlenswert ist eine Betriebsweise, bei der vor 35 Speisewasser versorgt werden muß, kommt man mit
jeder Schälkesselfüllung der gleiche Zustand des be- einer relativ einfachen Pumpe, z. B. einer Handreitgestellten
Dampfes eingestellt wird. Dieses Vor- pumpe, aus. Um aber bei fortlaufendem Betrieb keine
gehen eignet sich besonders für Kleinstanlagen und Unterbrechungen oder Energieverluste in Kauf nehfür
voll- oder halbautomatischen Betrieb, da sich die men zu müssen, empfiehlt es sich, eine Pumpe zu
gleichen Arbeitsgänge (Einführen von Speisewasser, 40 verwenden, die gegen einen vorbestimmten Über-Beheizen
bis zum Nenndruck usw.) nach jeder Schäl- druck, z. B. 2 atü, in Tätigkeit zu treten vermag,
kesselfüllung wiederholen. Dies schließt jedoch nicht Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
aus, daß mit einer bereitgestellten Dampfmenge auch der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels im Zumehrere
Schälkesselfüllungen vorgenommen werden sammenhang mit der Zeichnung. Es zeigt können. In diesem Fall sollte allerdings ein gewisser 45 Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch
Ausgleich der bei den einzelnen Füllungen vor- eine Schälvorrichtung gemäß der Erfindung und
herrschenden verschiedenen Betriebsbedingungen F i g. 2 das Schaltschema für diese Schälvorrich-
vorgenommen werden. Dies kann beispielsweise durch tung.
eine unterschiedlich starke zusätzliche Beheizung ge- An der Seitenwand eines Gestells 1 ist der Schäl-
schehen. Man kann die Füllung auch über ein 50 kessel 2 drehbar gelagert. Ein nicht näher verReduzierventil
vornehmen. Wenn die Früchte nicht anschaulichtes Uhrwerk im Drehgelenk 3, das durch
nur bei einem genau definierten Schäldruck, sondern Verschwenken des Handhebels 4 um 90° aufgezogen
in einem Schäldruckbereich behandelt werden dürfen, wird, vermag den Kessel 2 um die die Dampfleitung 5
kann man auf Zusatzmaßnahmen verzichten, wenn aufnehmende Achse zu drehen. Der Deckel 6 ist abdie
bei den verschiedenen Füllungen auftretenden 55 nehmbar und mit einer üblichen Druckbehälter-Drücke
noch innerhalb dieses Bereichs liegen. Eine deckelsicherung 7 arretierbar. Unter dem Kessel 2
solche Schäldrackänderung ist für die meisten Früchte befindet sich eine Schütte 8 zur Aufnahme der bezumindest
dann zulässig, wenn gleichzeitig die Be- handelten Früchte.
handlungszeit geändert wird. Im Gestell 1 ist außerdem ein Dampfkochtopf 9
Nach dem Füllen des Schälkessels verbleibt im 60 mit Deckel 10 und Sicherung 11 sowie ein Dampf-Bereitstellungsraum
Dampf, der zwar teilweise ent- erzeuger 12, bestehend aus einem Kessel 13 mit elekspannt
ist, aber immer noch erheblichen Überdruck trischen Heizelementen 14, untergebracht. Deren
besitzt. Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Dampfleitungen 15 und 16 münden in den nur anErfindung
kann dieser Restdampf in einen oder gedeuteten Ventilkasten 17. Außerdem führt von dort
mehrere Dampfkochtöpfe geleitet werden. Beispiels- 65 eine Dampfleitung 18 in Form einer Kondensatorweise kann man diese Kochtöpfe mit Dampf von schlange 19 durch den ebenfalls im Gestell 1 unter-1,5
atü speisen, wodurch sich eine wesentlich ver- gebrachten Speisewasserbehälter 20. Aus diesem Bekürzte
Kochzeit gegenüber den bekannten Dampf- hälter kann mit Hilfe der Pumpe 21 über die Leitung
Claims (18)
1. Verfahren zum Schälen von Früchten mittels Dampf unter Verwendung eines an einen Dampferzeuger
angeschlossenen Schälkessels, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine so
kleine Dampfmenge bereitgestellt wird, daß deren Druck bei der Schälkesselfüllung merklich absinkt,
und daß der erforderliche Schäldruck dadurch erreicht wird, daß die bereitgestellte
Dampfmenge vor dem Füllen einen entsprechend höheren Dampfdruck besitzt und/oder nach dem
Füllen zusätzlich beheizt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bereitgestellte Dampf einen
Druck vom 1,3- bis 5fachen Schäldruck besitzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Beheizung
höchstens 60 Sekunden dauert.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß höchstens die
20fache, vorzugsweise die 1,5- bis 5fache Menge des für eine Schälkesselfüllung benötigten Dampfes
bereitgestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor jeder
Schälkesselfüllung der gleiche Zustand des bereitgestellten Dampfes eingestellt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer
bereitgestellten Dampfmenge mehrere Schälkesselfüllungen vorgenommen werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der im Bereitstellungsraum
nach der Schälkesselfüllung verbleibende Restdampf in einen oder mehrere Dampfkochtöpfe geleitet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfkochtopf mit einem
Druck über 0,5 atü betrieben wird.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Schälverfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Dampfbereitstellungsraum und ein Schälkessel miteinander gekoppelt
sind, deren Volumina in der gleichen Größenordnung liegen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampferzeuger aus einem
geschlossenen beheizbaren Kessel besteht, der gleichzeitig als Dampfbereitstellungsraum dient.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampferzeugerkessel mit
elektrischen Heizelementen versehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Schälkessel
und Dampferzeuger bzw. Dampfbereitstellungsraum in einem gemeinsamen Gestell montiert
sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder
mehrere Dampfkochtöpfe parallel zum Schälkessel geschaltet sind.
14. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, gekennzeichnet durch eine
Pumpe zum Füllen des Dampferzeugers, die gegen einen vorbestimmten Überdruck, z. B. 2 atü
in Tätigkeit zu treten vermag.
15. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abdampf aus Schälkessel oder Dampfkochtopf über einen Kondensator geleitet wird, der in
einem Wasservorratsbehälter auf der Saugseite der Pumpe angeordnet ist.
16. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, gekennzeichnet durch ein Einlaßventil
für den Schälkessel, das erst nach Schließen des Deckels die Dampfzufuhr ermöglicht.
17. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schälkessel durch ein Uhrwerk oder eine Feder in Drehung gesetzt wird, die mittels eines
Handhebels gespannt wird.
18. Schälvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 17, gekennzeichnet durch ein Einlaßventil
für den Schälkessel, das erst nach Betätigung des Drehantriebs die Dampfzufuhr ermöglicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 560/110 4.64
Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV23101A DE1168687B (de) | 1962-10-03 | 1962-10-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Fruechten mittels Dampf |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEV23101A DE1168687B (de) | 1962-10-03 | 1962-10-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Fruechten mittels Dampf |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1168687B true DE1168687B (de) | 1964-04-23 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV23101A Pending DE1168687B (de) | 1962-10-03 | 1962-10-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Schaelen von Fruechten mittels Dampf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1168687B (de) |
-
1962
- 1962-10-03 DE DEV23101A patent/DE1168687B/de active Pending
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