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Glühlampe mit Innenreflektor und einem in seiner Lage gegenüber dem
Reflektor mittels eines von außen auf die Glühlampe einwirkenden Ringmagneten veränderbaren
Glühfaden Die Erfindung betrifft eine Glühlampe mit Innenreflektor und einem in
seiner Lage gegenüber dem Reflektor mittels eines von außen auf die Glühlampe einwirkenden
Ringmagneten veränderbaren Glühfaden, der an den freien Enden von parallel zueinander
verlaufenden, Strom zuführenden Haltestiften befestigt ist, die gegeneinander isoliert
mit einem ferromagnetischen Teil verbunden und über flexible Verbindungen elektrisch
an die von einem Schmelzfuß aus in den zylindrischen Hals der Glühlampe hineinragenden
Zuleitungsdrähte angeschlossen sind.
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Für viele lichttechnische Aufgaben ist es wünschenswert, das Licht,
das eine Glühlampe ausstrahlt, dem jeweiligen Verwendungszweck anzupassen, ohne
zu diesem Zweck bewegliche Reflektoren oder Linsensysteme verwenden zu müssen.
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Bei einer bekannten Glühlampe ist der Glühfaden an federnd ausgebildeten
Zuleitungen aufgehängt. An den federnden Zuleitungen ist ein Weicheisenkörper befestigt,
der mit einem weiteren Weicheisenstück im Sockel der Lampe zusammenwirkt. Der Hals
oder Sockel dieser Glühlampe ist von einem ortsfesten ringförmigen Elektromagneten
umgeben, der mittels eines Schalters und einer geeigneten Stromquelle erregt oder
entregt werden kann. Bei Erregung des Elektromagneten wirkt das magnetische Feld
auf den Weicheisenkörper an den federnden Zuleitungen ein und lenkt den Glühfaden
gegen den Widerstand der federnden Zuleitungen seitlich aus. Wird die Erregung abgeschaltet,
dann schnellt der Glühfaden wieder in seine Ausgangslage zurück. Durch diese Bewegung
wird der Glühfaden in bezug auf den optischen Mittelpunkt eines die Lampe umgebenden
Reflektors seitlich verschoben und der erzeugte Lichtstrahl seitlich abgelenkt.
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Bei dieser bekannten Glühlampe wird der Glühfaden sehr starken mechanischen
Belastungen ausgesetzt, weil das Ein- und Ausschalten der Erregung des Ringmagneten
schlagartig versieh geht. Eine kurze Lebensdauer des Glühfadens ist die Folge dieser
rauhen Behandlung.
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Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Glühlampe besteht darin, daß
sich der Lichtstrahl nur seitlich, ablenken läßt.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Glühlampe der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß eine weitgehende und stufenlose Beeinflussung
des Lichtstrahles ohne Beeinträchtigung der Lebensdauer des Glühfadens möglich ist.
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Zur Lösung dieser Aufgabe kennzeichnet sich eine Glühlampe der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß dadurch, daß die Haltestifte zusammen mit einer als
ferromagnetischer Teil dienenden, dem Lampenhals angepaßten, auf den Zuleitungsdrähten
geführten Scheibe durch die Einwirkung des auf der Außenwand des Halses verschiebbaren
Ringmagneten auf diese Scheibe in Richtung der Längsachse der Glühlampe verschiebbar
und in einer feststehenden Platte geführt sind, die auf den freien Enden der mit
den Haltestiften über die flexiblen Leitungen verbundenen Zuleitungsdrähte im Lampenhals
angebracht ist.
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Durch diese Ausgestaltung der Glühlampe läßt sich der Glühfaden innerhalb
verhältnismäßig weiter Grenzen in Richtung der optischen Achse des Reflektors stufenlos
verschieben und dabei in Stellungen überführen, in denen er sich vor oder hinter
oder auch im Brennpunkt des Reflektors befindet. Das Licht läßt sich dadurch wahlweise
als mehr oder weniger stark divergierender oder konvergierender oder parallel gebündelter
Strahl aussenden.
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Die Veränderung oder Einstellung erfolgt durch Verschieben des Ringmagneten.
Sie geht weich und stufenlos, also bei größtmöglicher Schonung des Glühfadens vor
sich.
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Es ist zwar an sich bekannt, den Glühfaden an Stiften aufzuhängen,
die im Lampenhals oder Sockel befestigt und über flexible Zuleitungen mit den aus
dem Schmelzfuß heraustretenden Zuleitungen elektrisch leitendverbunden sind. DieseMaßnahme
dient
aber bei den bekannten Lampen nicht dazu, den Glühfaden beweglich
anzuordnen, sondern zur Erleichterung der Herstellung, wenn genaue Justierungen
des Fadens erforderlich sind, die durch nachfolgende Arbeitsgänge nicht verändert
werden sollen, oder um die aus dem Schmelzfuß austretenden Zuleitungen mechanisch
zu entlasten, wenn es sich um Lampen großer Leistung handelt.
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Bei der Glühlampe nach der Erfindung hingegen sind die zusätzlichen
Stifte zur Aufnahme des Glühfadens längs zu sich selbst beweglich und dienen gleichzeitig
zur Führung des Fadens.
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Um die beweglichen Teile im Hals der Glühlampe vor starker Erhitzung
zu schützen und um ein Verklemmen der Haltestifte infolge großer Erhitzung der feststehenden
Platte zu vermeiden, ist es zweckmäßig, wenn diese Platte aus Steatit oder Glas
besteht.
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Die Oberfläche der aus Steatit oder Glas gefertigten feststehenden
Platte verhält sich wie ein Reflektor. Es ist daher vorteilhaft, die dem Innenraum
des Kolbens zugekehrte Seite der Platte der Kurvenform des Reflektors anzupassen.
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Um einen leichten und einfachen Aufbau der Lampe zu erzielen, sieht
die Erfindung außerdem vor, daß die bewegliche Scheibe aus einem Kunstharz oder
Kunststoff besteht, der von einem Ring aus ferromagnetischem Werkstoff umgeben ist.
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Diese Ausgestaltung ermöglicht eine besonders einfache elektrische
Isolierung der Haltestifte.
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Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäß ausgebildeten Glühlampe
ist in den Zeichnungen dargestellt.
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F i g. 1 zeigt die Seitenansicht der teilweise geschnittenen Glühlampe;
F i g. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-11 in Fig. 1; F i g. 3 stellt
einen Teil des inneren Aufbaues der Glühlampe perspektivisch dar.
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Wie die F i g. 1 zeigt, weist die Glühlampe einen Kolben 1 auf, der
kugelförmig ausgebildet ist, jedoch auch andere bekannte Formen haben kann. Der
Kolben 1 ist mit einem zylindrischen Hals 2 versehen und weist auf seiner Innenseite
einen Reflektor 3 oder einen reflektierenden Überzug auf, der, wie F i g. 1 zeigt,
eine Hälfte der Innenfläche des Kolbens 1 bedeckt. An Stelle der Verspiegelung können
auch getrennt gefertigte Reflektoren angeordnet werden. Der Innenraum des Kolbens
1 wird gegenüber dem Innenraum des Halses 2 mittels einer Platte 4 abgegrenzt,
wobei die dem Innenraum des Kolbens 1 zugekehrte Seite 5 der Platte 4 der Kurvenform
des Reflektors 3 angepaßt ist, die sowohl einen kreisbogenförmigen als auch einen
parabolisehen Querschnitt haben kann. Die Platte 4 ist vorzugsweise aus einem Material
hergestellt, das ein hohes Reflexionsvermögen und große Hitzebeständigkeit aufweist.
Solche Materialien können z. B. Steatit oder Glas sein.
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Im Innern des zylindrischen Halses 2 befindet sich eine Scheibe 6,
die in Richtung der Achse des Halses 2 verschiebbar ist. Auf der Scheibe 6 sind
ein Paar Haltestifte 7 mit seitlichem Abstand voneinander befestigt. Die Haltestifte
7 verlaufen parallel zur Achse des Halses 2 und sind in der Platte 4 gleitend geführt.
Zwischen den Spitzen der beiden Haltestifte 7, die in den Innenraum des Kolbens
1 hineinragen, ist ein Glühfaden 8 gespannt und mit den Haltestiften 7 elektrisch
leitend verbunden. Die Scheibe 6 ist entweder aus einem ferromagnetischen Werkstoff,
wie Stahl, hergestellt, oder sie besteht aus einem Kunststoff oder Kunstharz und
ist von einem Ring aus ferromagnetischem Werkstoff umgeben. Bei letztgenanntem Aufbau
der Scheibe 6 ist eine gewichtsparende Bauweise möglich, und die beiden Haltestifte
sind gegeneinander sicher elektrisch isoliert, so daß die Gefahr eines Kurzschlusses
ausgeschaltet wird.
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Wie bei den üblichen Glühlampen geht der Hals 2 an seinem Ende in
einen Schmelzfuß 10 über, welcher zur Befestigung eines beliebigen Sockels dient,
der in F i g. 1 als Schraubsockel dargestellt ist und einen Seitenkontakt 11 sowie
einen Fußkontakt 12 aufweist. Die Zuleitungsdrähte 13 sind in den Schmelzfuß
10 eingeschmolzen und mit dem Seitenkontakt 11 bzw. dem Fußkontakt 12 elektrisch
leitend verbunden. Die freien Enden der Zuleitungsdrähte 13 sind an der Platte 4
befestigt, und die Scheibe 6 ist auf diesen Drähten gleitend geführt. Zur elektrisch
leitenden Verbindung der Zuleitungsdrähte 13 mit den Haltestiften 7 dienen flexible
Leitungen 14, die so ausgebildet sind, daß die Haltestifte 7 gegenüber den Zuleitungsdrähten
13 innerhalb gewisser Grenzen in Richtung der Achse des Halses 2 bewegt werden können,
ohne daß dabei nennenswerte Kräfte durch die Bewegung der flexiblen Leitungen
14 entstehen, gleichzeitig aber auch eine gegenseitige Berührung der flexiblen
Leitungen 14 mit Sicherheit vermieden wird, wenn eine Bewegung in umgekehrtem Sinne
stattfindet.
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Auf der Außenwandung des Halses 2 ist ein Ringmagnet 15 gleitend
geführt. Wird der Ringmagnet 15 auf dem Hals 2 in Richtung auf den Kolben 1 oder
den Sockel 11, 12 verschoben, so nimmt er die Scheibe 6 mit und verschiebt somit
die Haltestifte 7 bzw. den zwischen ihnen gespannten Glühfaden 8 in gleichem Sinne.
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Auf diese Weise ist es möglich, die Lage des Glühfadens 8 in bezug
auf den Reflektor 3 zu verändern und damit die Art bzw. Form der Lichtausstrahlung
den jeweiligen Zwecken anzupassen. Große Vorteile ergeben sich dadurch, daß eine
derartige Handhabung und Einstellung durch eine außerhalb des Lampeninneren vorzunehmende
Handlung möglich ist. Die Gefahr einer Zerstörung des Glühfadens oder eine Beschädigung
des Innenaufbaues wird damit weitgehend vermieden. Außerdem wird die Lichtausbeute
bzw. der Wirkungsgrad einer derartigen Glühlampe nicht durch Hindernisse oder Aufbauten,
die vor dem Glühfaden liegen, beeinträchtigt oder verringert.