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DE1168307B - Durch Erwaermung zu zuendende Sprengpatrone fuer Metallverformung - Google Patents

Durch Erwaermung zu zuendende Sprengpatrone fuer Metallverformung

Info

Publication number
DE1168307B
DE1168307B DED32464A DED0032464A DE1168307B DE 1168307 B DE1168307 B DE 1168307B DE D32464 A DED32464 A DE D32464A DE D0032464 A DED0032464 A DE D0032464A DE 1168307 B DE1168307 B DE 1168307B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
explosive
ignited
capsule
explosive cartridge
heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED32464A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Stadler
Dr Heinz Gawlick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
Priority to DED32464A priority Critical patent/DE1168307B/de
Publication of DE1168307B publication Critical patent/DE1168307B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/28Cartridge cases characterised by the material used, e.g. coatings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
  • Pressure Welding/Diffusion-Bonding (AREA)

Description

  • Durch Erwärmung zu zündende Sprengpatrone für Metallverformung Die in der Technik der Verbindung von metallischen Bauteilen im großen Umfang angewandten Sprengnieten, Sprengbolzen und andere Verbindungsglieder enthalten fast durchgehend einen Zündsatz, der durch Erwärmung gezündet wird. Sprengsätze mit Anstichzünder, Schlagzünder oder elektrischem Zünder sind Ausnahmen. Geliefert werden die zündfertigen Verbindungsglieder von hierauf eingestellten Fertigungswerken, da es nicht nur zu kostspielig, sondern auch zu gefährlich wäre, wenn der Betrieb, der die Verbindungsglieder verwendet, selbst die Sprengladungen einpressen wollte. Eine solche Fertigung ist nur unter Beachtung sehr weitgehender Sicherungsmaßnahmen durchführbar, die einem Betrieb der Metallindustrie nicht zugemutet werden können. Das Herstellungswerk für Verbindungsglieder mit Sprengladung muß, da der jeweilige Verwendungszweck entsprechende Abmessungen erfordert, ein großes Sortiment zur Verfügung halten bzw. die Teile jeweils in Sonderfertigung herstellen. Das bedeutet eine Verteuerung der Fertigung und für den verarbeitenden Betrieb unter Umständen Lieferverzögerungen. Es wäre deshalb sehr erwünscht, wenn sich der verarbeitende Betrieb seine Sprengnieten. Sprengbolzen u. dgl. selbst herstellen und mit der Zündladung versehen könnte, ohne hierfür kostspielige Aufwendungen machen zu müssen. Von dieser Aufgabe geht di,- Erfindung aus. Es sind bereits Sprengpatronen, allerdings nicht mit Wärmezündung, bekannt, bei denen die Zündladung in eine dünnwandige Kapsel eingebracht werden soll, die in eine Bohrung des Sprengniets eingesetzt wird. Eine solche in einer dünnwandigen Kapsel untergebrachte Sprengladung soll auch gemäß der Erfindung angewandt werden, und zwar mit dem besonderen Kennzeichen, daß die Kapsel aus einem gut wärmeleitenden Metall, wie Aluminium oder Kupfer hergestellt und in die Aufnahmebohrung einpreßbar ist.
  • Kapseln dieser Art können von einem einschlägigen Unternehmen der Zündsatzfertigung hergestellt und an die Verbraucher geliefert werden. Da sie nicht stoßempfindlich sind, ist ihr Transport ungefährlich. Das Fertigungsunternehmen kann ein Sortiment dieser Kapseln, das nicht sehr umfangreich zu sein braucht, auf Lager halten und die jeweils benötigten Kapseln an die Verbraucher abgeben. Die Verbraucher können dann ihre Sprengnieten, Sprengbolzen u. dgl. selbst herstellen und die Kapseln einpressen. Sofern eine Kapsel allein nicht ausreicht, können in die Bohrung des Sprengnietes od. dgl. zwei oder mehr Kapseln eingesetzt werden. Dem Fertigungswerk des Zündsatzes wird also die Herstellung der Verbindungsglieder abnommen. Es genügt jedoch im Sinne der Erfindung nicht, daß überhaupt derartige Sprengkapseln an die Abnehmer geliefert werden, sondern diese müssen gemäß der Erfindung besondere Bedingungen erfüllen. Der Werkstoff muß gut wärmeleitend sein, und die Kapseln dürfen. nicht einfach einschiebbar, sondern müssen in die Bohrungen einpreßbar sein. Die Bedeutung dieser besonderen Ausbildung wird erkennbar, wenn man davon ausgeht, wie durch Wärme zu zündende Sprengsätze, soweit sie überhaupt in Kapseln eingebracht sind, nach den bekannten Vorschlägen ausgebildet sein. sollen. Die Kapsel wird in eine so große Bohrung des Sprengnietes eingesetzt, daß ein Herausfallen zu befürchten wäre. Es ist deshalb erforderlich, nach dem Einsetzen der Kapsel das Schaftende des Niets etwas einzuziehen. Infolge des losen Sitzes der Kapsel entsteht zwischen ihr und der Innenwand der Bohrung ein Luftspalt. Luft ist aber ein sehr schlechter Wärmeleiter, so daß zur Zündung eine entsprechend hohe Temperatur angelegt werden oder die Zeit der Erwärmung entsprechend vergrößert werden müßte. Beides ist betriebsmäßig unerwünscht. Um diesem abzuhelfen, hat man bereits die Wandung der Kapsel aus einem leicht brennbaren Stoff hergestellt, der sich schon bei einer geringeren Temperatur als der Zündsatz entzündet und gewissermaßen als Initialzünder wirkt. Es soll dahingestellt sein, ob dieser bekannte Vorschlag technisch gut brauchbar ist. Eine Lösung im Sinne der Erfindung stellt er jedenfalls nicht dar, da man derartige Zündsätze wegen ihrer Gefährlichkeit nicht an die Verbraucher weitergeben könnte. Sprengnieten mit derartigen Zündsätzen können nur im Herstellerwerk der Zündsätze gefertigt werden. Werden jedoch die Kapseln gemäß der Erfindung aus einem gut wärmeleitenden Werkstoff hergestellt, und zwar mit solchen Abmessungen, daß sie nur durch Einpressen in die Bohrung einbringbar sind, so ist ein sehr kurzer und guter Wärmeweg hergestellt, so daß der Zündsatz bei entsprechend niederen, betrieblich vertretbaren Temperaturen schnell und sicher gezündet wird. Die dünne, gut wärmeleitende und einpreßbare Zündkapsel für Sprengniete u. dgl. bringt also gegenüber den bekannten Vorschlägen einen recht erheblichen Fortschritt einmal in der Herstellung der Sprengnieten und zum anderen in ihrer betrieblichen Verwendung.
  • Die mit dem Sprengsatz gefüllten Kapseln werden zweckmäßig auf der oberen Seite mit einer Metallfolie aus dem gleichen Werkstoff abgedeckt, so daß der Sprengsatz gegen äußere Einflüsse und mechanische Beanspruchung vollkommen geschützt ist. Die Abdeckung ist so leicht zu wählen, daß beim Aufspringen praktisch keine Metallsplitter wegfliegen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Durch Erwärmung zu zündende Sprengpatrone für Metallverformung in Form einer geschlossenen, die Treibladung aufnehmenden, in eine Bohrung des zu verformenden Verbindungsgliedes einzusetzenden Kapsel, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß die an sich bei Sprengpatronen bekannte dünnwandige Kapsel aus einem gut wärmeleitenden Metall, wie Aluminium oder Kupfer, hergestellt und in die Bohrung einpreßbar ist.
  2. 2. Sprengpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapsel durch ein Plättchen aus dem gleichen Werkstoff abgedeckt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 655 669, 369 395; deutsche Auslegeschrift Nr. 1014 009.
DED32464A 1960-01-29 1960-01-29 Durch Erwaermung zu zuendende Sprengpatrone fuer Metallverformung Pending DE1168307B (de)

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Publications (1)

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ID=7041317

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE369395C (de) * 1920-10-27 1923-02-19 Frank Allan Verfahren zur Befestigung oder Sicherung von Bolzen oder Nieten in Metallplatten und Bolzen oder Niet zur Ausfuehrung des Verfahrens
DE655669C (de) * 1934-12-18 1938-01-20 E H Dr H C Ernst Heinkel Dr In Niet, dessen Schliesskopf durch Verformung mittels Sprengung gebildet wird
DE1014009B (de) * 1955-03-08 1957-08-14 Herbert Mager Sprengpatrone

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE369395C (de) * 1920-10-27 1923-02-19 Frank Allan Verfahren zur Befestigung oder Sicherung von Bolzen oder Nieten in Metallplatten und Bolzen oder Niet zur Ausfuehrung des Verfahrens
DE655669C (de) * 1934-12-18 1938-01-20 E H Dr H C Ernst Heinkel Dr In Niet, dessen Schliesskopf durch Verformung mittels Sprengung gebildet wird
DE1014009B (de) * 1955-03-08 1957-08-14 Herbert Mager Sprengpatrone

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