DE1168307B - Durch Erwaermung zu zuendende Sprengpatrone fuer Metallverformung - Google Patents
Durch Erwaermung zu zuendende Sprengpatrone fuer MetallverformungInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Durch Erwärmung zu zündende Sprengpatrone für Metallverformung Die in der Technik der Verbindung von metallischen Bauteilen im großen Umfang angewandten Sprengnieten, Sprengbolzen und andere Verbindungsglieder enthalten fast durchgehend einen Zündsatz, der durch Erwärmung gezündet wird. Sprengsätze mit Anstichzünder, Schlagzünder oder elektrischem Zünder sind Ausnahmen. Geliefert werden die zündfertigen Verbindungsglieder von hierauf eingestellten Fertigungswerken, da es nicht nur zu kostspielig, sondern auch zu gefährlich wäre, wenn der Betrieb, der die Verbindungsglieder verwendet, selbst die Sprengladungen einpressen wollte. Eine solche Fertigung ist nur unter Beachtung sehr weitgehender Sicherungsmaßnahmen durchführbar, die einem Betrieb der Metallindustrie nicht zugemutet werden können. Das Herstellungswerk für Verbindungsglieder mit Sprengladung muß, da der jeweilige Verwendungszweck entsprechende Abmessungen erfordert, ein großes Sortiment zur Verfügung halten bzw. die Teile jeweils in Sonderfertigung herstellen. Das bedeutet eine Verteuerung der Fertigung und für den verarbeitenden Betrieb unter Umständen Lieferverzögerungen. Es wäre deshalb sehr erwünscht, wenn sich der verarbeitende Betrieb seine Sprengnieten. Sprengbolzen u. dgl. selbst herstellen und mit der Zündladung versehen könnte, ohne hierfür kostspielige Aufwendungen machen zu müssen. Von dieser Aufgabe geht di,- Erfindung aus. Es sind bereits Sprengpatronen, allerdings nicht mit Wärmezündung, bekannt, bei denen die Zündladung in eine dünnwandige Kapsel eingebracht werden soll, die in eine Bohrung des Sprengniets eingesetzt wird. Eine solche in einer dünnwandigen Kapsel untergebrachte Sprengladung soll auch gemäß der Erfindung angewandt werden, und zwar mit dem besonderen Kennzeichen, daß die Kapsel aus einem gut wärmeleitenden Metall, wie Aluminium oder Kupfer hergestellt und in die Aufnahmebohrung einpreßbar ist.
- Kapseln dieser Art können von einem einschlägigen Unternehmen der Zündsatzfertigung hergestellt und an die Verbraucher geliefert werden. Da sie nicht stoßempfindlich sind, ist ihr Transport ungefährlich. Das Fertigungsunternehmen kann ein Sortiment dieser Kapseln, das nicht sehr umfangreich zu sein braucht, auf Lager halten und die jeweils benötigten Kapseln an die Verbraucher abgeben. Die Verbraucher können dann ihre Sprengnieten, Sprengbolzen u. dgl. selbst herstellen und die Kapseln einpressen. Sofern eine Kapsel allein nicht ausreicht, können in die Bohrung des Sprengnietes od. dgl. zwei oder mehr Kapseln eingesetzt werden. Dem Fertigungswerk des Zündsatzes wird also die Herstellung der Verbindungsglieder abnommen. Es genügt jedoch im Sinne der Erfindung nicht, daß überhaupt derartige Sprengkapseln an die Abnehmer geliefert werden, sondern diese müssen gemäß der Erfindung besondere Bedingungen erfüllen. Der Werkstoff muß gut wärmeleitend sein, und die Kapseln dürfen. nicht einfach einschiebbar, sondern müssen in die Bohrungen einpreßbar sein. Die Bedeutung dieser besonderen Ausbildung wird erkennbar, wenn man davon ausgeht, wie durch Wärme zu zündende Sprengsätze, soweit sie überhaupt in Kapseln eingebracht sind, nach den bekannten Vorschlägen ausgebildet sein. sollen. Die Kapsel wird in eine so große Bohrung des Sprengnietes eingesetzt, daß ein Herausfallen zu befürchten wäre. Es ist deshalb erforderlich, nach dem Einsetzen der Kapsel das Schaftende des Niets etwas einzuziehen. Infolge des losen Sitzes der Kapsel entsteht zwischen ihr und der Innenwand der Bohrung ein Luftspalt. Luft ist aber ein sehr schlechter Wärmeleiter, so daß zur Zündung eine entsprechend hohe Temperatur angelegt werden oder die Zeit der Erwärmung entsprechend vergrößert werden müßte. Beides ist betriebsmäßig unerwünscht. Um diesem abzuhelfen, hat man bereits die Wandung der Kapsel aus einem leicht brennbaren Stoff hergestellt, der sich schon bei einer geringeren Temperatur als der Zündsatz entzündet und gewissermaßen als Initialzünder wirkt. Es soll dahingestellt sein, ob dieser bekannte Vorschlag technisch gut brauchbar ist. Eine Lösung im Sinne der Erfindung stellt er jedenfalls nicht dar, da man derartige Zündsätze wegen ihrer Gefährlichkeit nicht an die Verbraucher weitergeben könnte. Sprengnieten mit derartigen Zündsätzen können nur im Herstellerwerk der Zündsätze gefertigt werden. Werden jedoch die Kapseln gemäß der Erfindung aus einem gut wärmeleitenden Werkstoff hergestellt, und zwar mit solchen Abmessungen, daß sie nur durch Einpressen in die Bohrung einbringbar sind, so ist ein sehr kurzer und guter Wärmeweg hergestellt, so daß der Zündsatz bei entsprechend niederen, betrieblich vertretbaren Temperaturen schnell und sicher gezündet wird. Die dünne, gut wärmeleitende und einpreßbare Zündkapsel für Sprengniete u. dgl. bringt also gegenüber den bekannten Vorschlägen einen recht erheblichen Fortschritt einmal in der Herstellung der Sprengnieten und zum anderen in ihrer betrieblichen Verwendung.
- Die mit dem Sprengsatz gefüllten Kapseln werden zweckmäßig auf der oberen Seite mit einer Metallfolie aus dem gleichen Werkstoff abgedeckt, so daß der Sprengsatz gegen äußere Einflüsse und mechanische Beanspruchung vollkommen geschützt ist. Die Abdeckung ist so leicht zu wählen, daß beim Aufspringen praktisch keine Metallsplitter wegfliegen.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Durch Erwärmung zu zündende Sprengpatrone für Metallverformung in Form einer geschlossenen, die Treibladung aufnehmenden, in eine Bohrung des zu verformenden Verbindungsgliedes einzusetzenden Kapsel, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß die an sich bei Sprengpatronen bekannte dünnwandige Kapsel aus einem gut wärmeleitenden Metall, wie Aluminium oder Kupfer, hergestellt und in die Bohrung einpreßbar ist.
- 2. Sprengpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapsel durch ein Plättchen aus dem gleichen Werkstoff abgedeckt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 655 669, 369 395; deutsche Auslegeschrift Nr. 1014 009.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED32464A DE1168307B (de) | 1960-01-29 | 1960-01-29 | Durch Erwaermung zu zuendende Sprengpatrone fuer Metallverformung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED32464A DE1168307B (de) | 1960-01-29 | 1960-01-29 | Durch Erwaermung zu zuendende Sprengpatrone fuer Metallverformung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1168307B true DE1168307B (de) | 1964-04-16 |
Family
ID=7041317
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED32464A Pending DE1168307B (de) | 1960-01-29 | 1960-01-29 | Durch Erwaermung zu zuendende Sprengpatrone fuer Metallverformung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1168307B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE369395C (de) * | 1920-10-27 | 1923-02-19 | Frank Allan | Verfahren zur Befestigung oder Sicherung von Bolzen oder Nieten in Metallplatten und Bolzen oder Niet zur Ausfuehrung des Verfahrens |
| DE655669C (de) * | 1934-12-18 | 1938-01-20 | E H Dr H C Ernst Heinkel Dr In | Niet, dessen Schliesskopf durch Verformung mittels Sprengung gebildet wird |
| DE1014009B (de) * | 1955-03-08 | 1957-08-14 | Herbert Mager | Sprengpatrone |
-
1960
- 1960-01-29 DE DED32464A patent/DE1168307B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE369395C (de) * | 1920-10-27 | 1923-02-19 | Frank Allan | Verfahren zur Befestigung oder Sicherung von Bolzen oder Nieten in Metallplatten und Bolzen oder Niet zur Ausfuehrung des Verfahrens |
| DE655669C (de) * | 1934-12-18 | 1938-01-20 | E H Dr H C Ernst Heinkel Dr In | Niet, dessen Schliesskopf durch Verformung mittels Sprengung gebildet wird |
| DE1014009B (de) * | 1955-03-08 | 1957-08-14 | Herbert Mager | Sprengpatrone |
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