DE1168017B - Verfahren zur dauerhaften AEnderung der Haarwuchsrichtung und dauerhaften Haarverformung - Google Patents
Verfahren zur dauerhaften AEnderung der Haarwuchsrichtung und dauerhaften HaarverformungInfo
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Description
- Verfahren zur dauerhaften Anderung der Haarwuchsrichtung und dauerhaften Haarverformung Bei der bisher bekannten üblichen Dauerwellverfahren werden einzelne Haarsträhnen gewickelt oder in eine bestimmte Richtung gelegt, mit bekannten keratolytischen Mitteln aufgeweicht und nach einer erforderlichen Einwirkungszeit fixiert. Durch dieses Dauerweliverfahren läßt sich eine Änderung der Haarstruktur, z. B. eine Kräuselung oder Glättung der Haare erzielen. Nach dem Fixieren oder nach jedem Waschen müssen jedoch die Haarsträhnen jeweils in die entsprechende Frisur gelegt werden, die sich z. B. durch feuchtes Wetter leicht verändert und zu einer unerwünscht starken Krause führt. Durch das Nachwachsen des Haares verschwindet die Wellung oder Kräuselung nach einiger Zeit, was insbesondere bei kurzhaarigen Frisuren in verhältnismäßig kurzer Zeit erfolgen kann und als Nachteil angesehen wird. Bislang war es unmöglich, das Haar so zu beeinflussen, daß auch das nachwachsende Haar in der gewünschten Richtung wuchs oder mit der gewünschten Strukturveränderung nachwuchs; es war nicht einmal möglich, die ersten Zentimeter einer Haarsträhne direkt oberhalb des Kopfbodens in ihrer Struktur zu verändern oder zu wellen.
- Man kann zwar mit einem Dauerwellverfahren und auch mit einem Wasserweliverfahren in geringem Maße die Richtung der einzelnen Strähnen beeinflussen, so daß eine bestimmte Frisur erhalten wird.
- Eine derartige Beeinflussung der Richtung oder Lage des Haares oder der Haarsträhnen hält nur geringe Zeit an, und die gewünschte Frisur verschwindet bereits nach der ersten Wäsche, so daß das Haar jeweils neu gelegt werden muß. Die Wachstumsrichtung des Haares läßt sich mit diesem Verfahren nicht beeinflussen, und insbesondere kann das »Fallen« des Haares oder eine Wirbel- bzw. Scheitelbildung nicht beeinflußt werden.
- Zur Behebung dieser Nachteile wird nun ein neuartiges Verfahren vorgeschlagen, mit welchem die Richtung des Haarwuchses dauerhaft verändert und ferner auch eine dauerhafte Haarverformung oder Veränderung der Haarstruktur erreicht werden kann.
- Mit diesem Vefahren ist es nicht nur möglich, das nachwachsende Haar so zu beeinflussen, daß ursprünglich glatte Haare als gewellte oder gekräuselte Haare nachwachsen, sondern auch Wirbelbildungen verschwinden zu lassen, Scheitelstellen aufzuheben oder zu verändern und ferner dauerhafte Frisuren zu erzeugen, bei denen die einzelnen Haarsträhnen jeweils in gewünschten, aber verschiedenen Richtungen wachsen und auch nach mehreren Haarwäschen in dieser Richtung weiterwachsen.
- Dieses wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß 1. sowohl die Kopfhaut als auch das Haar im Bereich zwischen Kopfhaut und mindestens dem unteren Teil der Haarschäfte mit einem an sich bekannten keratolytischen Mittel behandelt, 2. in die gewünschte Richtung gebracht und in dieser festgehalten und 3. nach entsprechender Einwirkungszeit auf an sich bekannte Weise fixiert, gespült und getrocknet werden, wobei die erste und zweite Maßnahme gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge vorgenommen wird.
- Vorzugsweise kann das Haar durch klebende oder versteifende Mittel oder durch mechanische Mittel, z. B. Haarnetze oder Klammern, in der gewünschten Richtung gehalten werden. Ferner kann das an sich bekannte Fixiermittel vorzugsweise noch klebende oder versteifende Zusätze enthalten. Schließlich kann es zweckmäßig sein, die einzelnen Verfahrensschritte, wie Aufbringen des keratolytischen Mittels, Richtungs- bzw. Formgebung und -haltung sowie Fixierung, mehrmals zu wiederholen.
- Im folgenden soll die Erfindung an Hand eines Beispiels näher erläutert werden.
- Beispiel Bei Versuchspersonen wurde das Haar nach einer Kopfwäsche zur Vorbereitung für die weitere Be handlung mit einer geeigneten Bürste in die gewünschte Frisierrichtung gebracht. Dieses Frisieren oder Bürsten wurde recht kräftig durchgeführt, um auch die oberen Hautbereiche, aus welchen das Haar austritt, in die gewünschte Richtung zu bringen. Anschließend wurde ein übliches keratolytisches Mittel aufgebracht, und die einzelnen Haarsträhnen wurden in dieser bereits vorgebürsteten Richtungslage möglichst unter Spannung festgehalten. Dieses wurde bei einigen Versuchspersonen mit einem Kunststoffschleier und bei anderen mit größeren Klammern oder Klemmen durchgeführt. Nach der Einwirkungszeit wurde gespült und ein Fixiermittel aufgebracht.
- Auch während der Einwirkungszeit des Fixiermittels wurde das Haar teilweise mechanisch, teils durch klebende Zusätze in der gewünschten Richtung festgehalten. Nach dem Spülen, Trocknen und Frisieren wurde eine dauerhafte Frisur erhalten, die auch nach mehrmaligem Waschen nicht ihre Form verlor.
- Eine Untersuchung der Haar- und Hautpartien zeigte, daß die betreffenden keratolytisch erweichten und später wieder fixierten Hautschichten in der Massage- bzw. Festlegerichtung verschoben waren, wobei gleichzeitig auch der Haarschaft bzw. Haarkanal je nach Zugspannung in die neue Richtung geneigt, gebogen oder gekrümmt war. Da nach dem Fixieren der Haarschaft bzw. Haarkanal seine gewünschte Richtung beibehält und die aus diesen austretenden Haare oder die verschiedenen Haarsträhnen eines derart behandelten Kopfbereiches in dieser neuen Richtung nachwachsen, besitzen sie eine neue Wuchsrichtung. Je nach Art der Beeinflussung der Hautoberfläche läßt sich ein in anderer Richtung wachsendes undioder gewelltes oder sogar gekräuseltes Haar erzielen.
- Trotz anfänglicher Befürchtungen, daß durch das Aufbringen der keratolytischen Mittel Hautschädigungen oder Hautreizungen auftreten könnten, zeigten die zahlreichen Versuche, daß nur bei Personen mit sehr empfindlicher Kopfhaut, welche auch bei einer gewöhnlichen Dauerwellbehandlung über Beschwerden klagen, übliche Rötungen auftraten. Bei einer an hundertzwanzig Personen durchgefühten Versuchsserie trat nur bei zwei Personen eine starke Rötung oder Hautreizung auf, so daß das erfindungsgemäße Verfahren in dieser Beziehung genau wie die üblichen Dauerwellverfahren in einigen Sonderfällen der empfindlichen Kopfhaut durch kürzere Einwirk- zeit oder verdünntere Lösungen angepaßt werden muß.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur dauerhaften Änderung der Richtung des Haarwuchses und zur dauerhaften Haarverformung, dadurch gekennzeichnet, daß 1. sowohl die Kopfhaut als auch das Haar im Bereich zwischen Kopfhaut und mindestens dem unteren Teil der Haarschäfte mit einem an sich bekannten keratolytischen Mittel behandelt, 2. in die gewünschte Richtung gebracht und in dieser festgehalten und 3. nach entsprechender Einwirkungszeit auf an sich bekannte Weise fixiert, gespült und getrocknet werden, wobei die erste und zweite Maßnahme gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge vorgenommen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß das Haar durch klebende oder versteifende Mittel oder durch mechanische Mittel, z. B. Haarnetze oder Klammern, in der gewünschten Richtung gehalten wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekanntes Fixiermittel verwendet wird, welches klebende oder versteifende Zusätze enthält.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Verfahrensschritte, wie Aufbringen des keratolytischen Mittels, Richtungs- bzw. Formgebung und -haltung sowie Fixierung, mehrmals wiederholt werden.In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschriften Nr. 944 525, 1072866.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP22969A DE1168017B (de) | 1959-06-13 | 1959-06-13 | Verfahren zur dauerhaften AEnderung der Haarwuchsrichtung und dauerhaften Haarverformung |
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Publications (1)
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| DE1168017B true DE1168017B (de) | 1964-04-16 |
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ID=7368971
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| DEP22969A Pending DE1168017B (de) | 1959-06-13 | 1959-06-13 | Verfahren zur dauerhaften AEnderung der Haarwuchsrichtung und dauerhaften Haarverformung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1168017B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5639449A (en) * | 1994-08-17 | 1997-06-17 | Avlon Industries, Inc. | Hair strengthening composition and method |
| US5824295A (en) * | 1994-06-29 | 1998-10-20 | Avlon Industries, Inc. | Composition for decreasing combing damage and methods |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR944525A (fr) * | 1947-03-18 | 1949-04-07 | Union Francaise Commerciale Et Industrielle Sa | Perfectionnements aux procédés pour l'ondulation permanente |
| FR1072866A (fr) * | 1953-03-11 | 1954-09-16 | Produits de traitements capillaires |
-
1959
- 1959-06-13 DE DEP22969A patent/DE1168017B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR944525A (fr) * | 1947-03-18 | 1949-04-07 | Union Francaise Commerciale Et Industrielle Sa | Perfectionnements aux procédés pour l'ondulation permanente |
| FR1072866A (fr) * | 1953-03-11 | 1954-09-16 | Produits de traitements capillaires |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5824295A (en) * | 1994-06-29 | 1998-10-20 | Avlon Industries, Inc. | Composition for decreasing combing damage and methods |
| US5639449A (en) * | 1994-08-17 | 1997-06-17 | Avlon Industries, Inc. | Hair strengthening composition and method |
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