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DE1166653B - Schloss, insbesondere Moebelschloss - Google Patents

Schloss, insbesondere Moebelschloss

Info

Publication number
DE1166653B
DE1166653B DEP30728A DEP0030728A DE1166653B DE 1166653 B DE1166653 B DE 1166653B DE P30728 A DEP30728 A DE P30728A DE P0030728 A DEP0030728 A DE P0030728A DE 1166653 B DE1166653 B DE 1166653B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lock
bolt
housing
locking
cylinder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP30728A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
D La Porte Soehne GmbH
Original Assignee
D La Porte Soehne GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by D La Porte Soehne GmbH filed Critical D La Porte Soehne GmbH
Priority to DEP30728A priority Critical patent/DE1166653B/de
Publication of DE1166653B publication Critical patent/DE1166653B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

  • Schloß, insbesondere Möbelschloß Die Erfindung betrifft ein wahlweise rechts- oder linksschließendes Schloß, insbesondere Möbelschloß, dessen aus dem Gehäuse austretender Schubriegel mittels des Drehzylinders eines Zylinderschlosses betätigbar ist.
  • Es ist an sich bekannt, bei Möbelschlössem das Schloßeingerichte so auszubilden, daß der Riegel, je nach der Anschlagstellung des Schloßgehäuses, am Möbelstück rechts- oder linksschließend heraustritt. Da man in der Regel die Schlüsseldrehung nach der beabsichtigten Riegelbewegung als Rechts- oder Linksdrehun- wünscht, ist eine Sperre ausgebildet, so daß z. B. das Vorschließen des Riegels bei Rechtsanschlag des Schlosses durch Rechtsdrehen des Schlüssels, bei Linksanschlag aber durch Linksdrehen bewirkt wird. Bei einer bekannten Ausbildungsform eines solchen Schlosses wird der Riegel mittels einer vom Schlüssel betätigten Schlitzplatte bewegt und es ist ein lediglich unter dem Eigengewicht in Sperrausschnitte der Schlitzplatte einfallendes Sperrhebelpaar vorgesehen, von dessen Stellung abhängig, der Riegel durch Rechts- oder durch Linksdrehung des Schlüssels vor- bzw. zurückbewegt werden kann. Hierbei ist die Schlitzplatte mit einem Schließausschnitt besonderer Formgebung ausgestattet, so daß ein Durchdrehen des Schlüssels durch den Bartanschlag im Schließausschnitt verhindert wird. Diese bekannte Ausbildung erfordert aber große Schloßgehäuse und eine verhältnismäßig große Anzahl von Bauteilen. Insbesondere sind viele Dome bzw. Nieten im Schloßkasten nötig, was die Herstellung verteuert.
  • Es sind ferner Schlösser bekannt, bei denen das Schloßgehäuse den Schubriegel hülsenartig umschließt und ihn allseitig fährt, wobei eine Kugelsperre den mittels eines Bartschlüssels beweglichen Riegel in vor- und zurückgeschlossener Lage arretiert. Hierbei ist eine Sicherung des Riegels durch Zuhaltungen nicht möglich und auch nicht beabsichtigt. Weiter ist es auch an sich bekannt, den Schubriegel eines Möbelschlosses mittels eines Zylinderschlosses schließbar zu machen. Das Zylinderschloß ist bei dieser Ausbildung durch Führungsnuten in einen Einsteckschlitz in der Schloßdecke des üblichen kastenartigen Schloßgehäuses an letzterem angebracht. Zur Betätigung des Riegels ist auch hierbei die Vermittlun- eines bartförmi-en Schließ-liedes erforderlich, dessen Schließdrehung nicht umgekehrt werden kann.
  • Die Erfindung geht nun von der Aufgabe aus, ein sowohl rechts als auch links anschlagbares Schloß, insbesondere Möbelschloß, auszubilden, bei welchem lediglich das Gehäuse um 180' verschwenkt eingebaut werden kann, wobei sich selbsttätig die Schließdrehrichtung umkehrt und das Durchschließen verhütet wird.
  • Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung auf dem exzentrisch sitzenden Zapfen eines Drehzylinders eine unter ihrem Eigengewicht bewegliche Stütze drehbar aufgesteckt, die sich in beiden Endstellungen des Riegels mit ihrem freien Ende beim angeschlagenen Schloß gegen die jeweils untenliegende Gehäusewand abstützt.
  • Zufolge dieser Ausbildung ist bei zwangläufiger Kupplung des Drehzylinders mit dem Riegel eine selbsttätige Umkehr-ung der Schließdrehrichtung erreicht und das Durchdrehen des Schließgliedes verhütet. Diese Selbsttätigkeit tritt jeweils bei einer Schwenkung des Schloßgehäuses um etwa 180' ein. Die hierbei verwendete Stütze beansprucht nur geringen Raum, z. B. eine Abflachung des Riegels, es ist daher möglich, ein dem Riegel hülsenartig umgebendes Führungsgehäuse zu verwenden und letzteres mit einem Zylinderschloß lösbar zu vereinigen.
  • Die Stütze gestattet jeweils zum Vorschließen des Riegels eine überschlagende Drehbewegung, während das Durchdrehen bzw. die unterschlagende Drehbewegung zufolge Abstützung gegen die untenliegende Gehäusewand durch die Stütze unterbunden wird.
  • Die Bauforin ist fabrikatorisch sehr einfach und billig, da nur wenige, sehr einfache Bauteile und keine Dorne oder Nieten im Gehäuse benötigt werden.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt Ab b. 1: in Längsansicht das erfindungsgemäß ausgestattete Schloß in linksschließender Stellung des Schloßgehäuses, Ab b. 2 eine dementsprechende Ansicht bei vorgeschlossenem Riegel, Ab b. 3 eine Längsansicht des Schlosses in rechtsschließender Gebrauchsstellung des Gehäuses, A b b. 4 hierzu eine entsprechende Ansicht bei vorgeschlossenem Riegel, Ab b. 5 in größerem Maßstab einen Längsschnitt, Ab b. 6 einen Querschnitt dazu nach Linie A -B der Ab b. 5, Ab b. 7 zeigt in größerem Maßstab in Seitenansieht eine andere Ausführungsform des Schlosses, Ab b. 8 einen Längsschnitt hierzu und Abb. 9 einen Ouerschnitt nach Linie C-D der Ab b. 7.
  • Dic in Ab b. 1 bis 6 dargestellte Ausf ührungsform weist ein büchsenartiges Gehäuse 1 auf, in welchem schließend der Riegel 2 verschieblich geführt ist. In der einen Gehäusewandung l' ist ein mittlerer nach hinten offener Einsteckschlitz 3 vorgesehen. Die Schlitzkanten desselben greifen in die Nuten 4 des Mantels 5 eines Schließzylinders 6, der einen in den im Riegelschwanz 2' ausgesparten Treibschlitz 7 hineinreichenden Exzenterzapfen 8 trägt. Ein mittlerer, an den Treibschlitz 7 T-förmig anschließender, nach hinten offener Einsteckschlitz 9 dient zum Einschieben des Riegels, wodurch Gehäuse. Riegel und Zylinder verbunden sind.
  • Auf dem Exzenterzapfen 8 ist eine unter ihrem Eigengewicht bewegliche Stütze 10 drehbar aufgesteckt. Diese Stütze 10 kann sich in beiden Endstellungen des Riegels 2 mit ihrem freien Ende jeweils gegen die untenliegende Gehäuseschmalwand l" abstützen, wie es in den A b b. 1 und 2 dargestellt ist. Die Bewegung des Riegels 2 wird hierbei durch eine halbtourige Drehbetätigung des Schließzylinders 6 mittels des Schlüssels bewirkt. Letzterer ist in beiden Endstellungen abzielibar.
  • Der rechteckige Riegel 2 füllt an seinem Kopfende die Gehäusebüchse völlig aus. Am Riegelschwanz 2' ist durch Abflächen eine Abstufung 11 ausgebildet, wodurch der zum Verschwenken der Stütze 10 erforderliche Bewegungsraum geschaffen ist.
  • Die Wirkungsweise dieser Ausbildung ist folgende: Wie aus den Abb. 1 und 3 erkennbar, kann das Schloßgehäuse in seiner Ebene gedreht werden, um für rechts oder links gebraucht zu werden. Hierbei ist ein und dasselbe Modell brauchbar. Bei einer solchen Drehung schwenkt unter ihrem Eigengewicht auch die Stütze 10. Während letztere in Ab b. 1 und 2 (bzw. der dementsprechenden Abb. 5) auf der Gehäuseschmalwand V' abgestützt aufsetzt, tritt sie in Abb. 3 und 4 gegen die gegenüberliegende, aber nunmehr untenliegende Gehäuseschmalwand 11".
  • Bei der Schließbetätigung bewegt sich der Exzenterzapfen 8 auf dem Bogen x des in A b b. 5 eingezeichneten Pfeiles jeweils von der einen Endstellung des Riegels in die andere. Die Stütze 10 verbleibt hierbei in ihrer Hängelage und begrenzt beiderseits die Drehungsbewegung. Es bewegt sich jeweils auch der Exzenterstift in dem Treibschlitz 7.
  • Man kann die Zusammenfügung des Schloßgehäuses 1 mit dem Zylinderschloßmantel 5 dadurch bewirken, daß das Zylinderschloß bei entsprechend gestelltein Exzenterstift 8, der in den Schlitz 9 eingeführt wird, mit seinen Nuten4 auf die Schlitzkanten des Einsteckschlitzes 3 einschiebt. Danach kann das Schloß beispielsweise in entsprechende Ausnehmungen der Anbringungswand eingelegt oder einfach auf die Tür aufgelegt werden und mittels durch die Löcher 12 gesteckter Schraüben, die auch noch durch Schlitze 1.3 des Riegels 2 treten, befestigt werden. Hierdurch ist alsdann auch der Riegel 2 vor dem Herausziehen Olesichert.
  • Die in A b b. 7 bis 9 dargestellte Ausgestaltung besteht abweichend darin. daß zur Befestigung in Holzwänden aus den Gehäuseschmalwänden V', 1... widerhakenartiae Zungen 14 freigeschnitten sind. Diese greifen in das Holz ein und bewirken eine Verankerung.
  • Man kann ferner, wie ersichtlich, den Riegel 2 längsschlitzen und in dem Schlitzraum die Stütze 10 anordnen. Hierbei kann man den Exzenterstift 8 in einen geschlossenen Treibschlitz 7 führen, so daß der Riegel ohne weitere Mittel vor dem Herausziehen gesichert ist.
  • Um das Herausfallen des Riegels 2 während der Montage, Lagerung usw. zu vermeiden, kann eine Rastkugel 15 vorgesehen sein, die in einer Bohrung 16 des Riegels 2 gelagert ist und durch eine Feder in die der Gehäuseschmalwand 1... vorgesehenen Rastlöcher 17 gedrückt wird. Diese Rast bildet auch fühlbare Endstellungen für den Riegel aus.
  • In Ab b. 9 ist beispielsweise der Einbau in eine Holzwand veranschaulicht.
  • Die erläuterten Schloßausbildungen eignen sich aber auch für eine Verwendung an Blechmöbeln, Karosserien und anderen Behältern, sie können z. B. auch durch Punktverschweißung befestigt werden. Sie sind geeignet für: Einsteckschlösser, Einlaßschlösser und aufliegende Schlösser.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Wahlweise rechts- oder linksschließendes Schloß, insbesondere Möbelschloß, dessen aus dem Gehäuse austretender Riegel durch einen exzentrisch auf der Rolle eines Zylinderschlosses sitzenden Zapfen betätigbar ist, d a d u r c h gekennzeichnet, daß auf dem Zapfen (8) eine unter ihrem Eigengewicht bewegliche Stütze (10) drehbar aufgesteckt ist, die sich in beiden Endstellungen des Riegels (2) mit ihrem freien Ende beim angeschlagenen Schloß gegen die untenliegende Gehäusewand (V' bzw. l"') abstützt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 361339, 448 656; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1614 830.
DEP30728A 1962-12-08 1962-12-08 Schloss, insbesondere Moebelschloss Pending DE1166653B (de)

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DE1166653B true DE1166653B (de) 1964-03-26

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2465855A1 (fr) * 1979-05-18 1981-03-27 Deny Et Cie Sa Serrure reversible du type a bascule
WO1997017517A1 (de) * 1995-11-10 1997-05-15 Karl Simon Gmbh & Co. Kg Rechts oder links verwendbares türschloss

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE361339C (de) * 1922-10-13 Heinrich Moge Riegelsicherung
DE448656C (de) * 1921-07-19 1927-08-29 Walter Charles Pitter Exzenterschaltwerksgetriebe, bei welchem der antreibende Teil mittels einer Kurve oder eines Exzenters durch an dem freien Ende von Kniehebeln vorgesehene Klinkengesperre die Kraft auf den getriebenen Teil mit verringerter Geschwindigkeit uebertraegt
DE1614830A1 (de) * 1967-06-24 1970-12-23 Telefunken Patent Ventil fuer in Gehaeuse eingebaute Elektrolytkondensatoren

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