DE1165291B - Nach dem Halleffekt arbeitender elektromechanischer Wandler - Google Patents
Nach dem Halleffekt arbeitender elektromechanischer WandlerInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 4SiZTZW PATENTAMT
Internat. KL: G Ol d
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche KL: 42 d-1/12
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C 15811 IXb/42 d
19. November 1957
12. März 1964
19. November 1957
12. März 1964
Die Erfindung bezieht sich auf einen nach dem Halleffekt arbeitenden elektromechanischen Wandler,
dessen Halbleiterelement relativ zu einem Magnetfeld derart beweglich ist, daß ein der Bewegung entsprechendes
Ausgangssignal entsteht. Dieser Wandler enthält einen Film aus Halbleitermaterial, auf dem zwei
die Anschlußklemmen tragende Bereiche aus leitendem Material im Abstand voneinander mit annähernd
parallel verlaufenden Kanten angeordnet sind.
Solche elektromechanischen Wandler finden beispielsweise bei Tonabnehmern und Mikrophonen
Verwendung.
Das Kennzeichen der Erfindung wird gesehen in einem mit einer Halbleiterschicht überbrückten Spalt
mit einer im Verhältnis zur Spaltlänge geringen Spaltbreite.
Bei einem bekannten elektromechanischen Wandler weist der mit einer Halbleiterschicht überbrückte Spalt
eine im Verhältnis zur Spaltlänge sehr große Spaltbreite auf. Beim Erfindungsgegenstand ist das Feld
über die Spaltlänge konstant, während bei der bekannten Konstruktion über die ganze Fläche integriert
wird.
Zum besseren Verständnis soll die Erfindung im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert
werden.
Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Wandler und
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Teil des Wandlers nach Fig. 1.
In den Zeichnungen ist ein mit Indiumantimonid arbeitender Wandler dargestellt. Ein Film 1 dieses
Materials ist auf einer dünnen Glasplatte 2 befestigt, die als Träger dient. Über dem Film sitzt eine stärker
als das Indiumantimonid leitende Schicht 3, beispielsweise Silber, die nach Fig. 2 einen schmalen, sich
über die ganze Schichtbreite erstreckenden Spalt 4 auf der Antimonidschicht freiläßt. Die Bereiche 5, 6 der
Silberschicht beiderseits dieses Spaltes bilden die Elektroden. Ein stark leitfähiges Material 7, beispielsweise
Silberbronze, wird auf die Silberelektroden aufgebracht und dient zum Anschluß der Klemmen
od. dgl.
Verwendet man ein solches Wandlerelement beispielsweise in einem Mikrophon oder einem Tonabnehmer,
dann wird der Glasträger 2 mit einer geeigneten Membrane bzw. einer Abtastnadel derart verbunden,
daß er in seiner Ebene bewegt wird.
Ein Magnetsystem, vorzugsweise ein Permanent-Magnet, bestehend aus den Polen 8 und 9, dient zur
Erzeugung eines senkrecht zur Ebene der Indiumanti-Nach dem Haneffekt arbeitender
elektromechanischer Wandler
elektromechanischer Wandler
Anmelder:
Cosmocord Limited, Waltham Cross,
Hertfordshire (Großbritannien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. H. Bahr und Dipl.-Phys. E. Betzier,
Patentanwälte, Herne, Freiligrathstr. 19
Als Erfinder benannt:
Alberto Loro, Montreal (Kanada),
George Victor Planer, Sunbury-on-Thames,
Middlesex (Großbritannien)
Alberto Loro, Montreal (Kanada),
George Victor Planer, Sunbury-on-Thames,
Middlesex (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 4. Dezember 1956
(Nr. 37 008)
Großbritannien vom 4. Dezember 1956
(Nr. 37 008)
monid-Schicht stehenden Magnetfeldes. Durch die Schicht wird elektrischer Strom geschickt. Wird die
Schicht durch eine Bewegung der Membrane bzw. der Abtastnadel in Bewegung versetzt und werden dabei
magnetische Feldlinien geschnitten, so ändert sich der Widerstand der Schicht, und der Strom wird infolgedessen
in Übereinstimmung mit den Auslenkungen der Membrane bzw. der Abtastnadel moduliert.
Bei der Herstellung eines Wandlers der oben beschriebenen Art tritt eine Reihe von Schwierigkeiten
auf. In erster Linie muß ein extrem dünner Film aus dem wirksamen Material hergestellt werden, damit er
einen möglichst hohen elektrischen Widerstand besitzt. Dagegen ist im Falle von Indiumantimonid,
welches wegen seiner hochwirksamen Eigenschaften in dieser Hinsicht besonders zu bevorzugen ist, die
Leitfähigkeit des Materials sehr hoch. In der Praxis ist es jedoch unzweckmäßig, einen Wandler mit einem
sehr geringen Widerstand zu wählen, da für seinen Betrieb niedrige Spannungen und hohe Stromstärken
erforderlich sind.
Zur Herstellung der dünnen Indiumantimonidschicht wird beispielsweise durch ein Schlitzmesser
von einem Block ein Streifen abgeschnitten. Der Streifen soll anfänglich bereits so dünn wie praktisch möglieh
sein. Dieser Streifen wird auf einem Werkstückhalter befestigt und die eine Fläche dann so lange bearbeitet,
bis sie plan ist. Der Streifen wird dann um-
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gedreht und die bearbeitete Fläche auf der den Träger bildenden Glasplatte befestigt. Nunmehr wird die
andere Fläche des Materials in der gleichen Weise bearbeitet. Durch dieses Verfahren ist es möglich,
eine Schicht zu erzeugen, die eine Dicke in der Größenordnung von nur wenigen μ aufweist.
Selbstverständlich lassen sich auch andere Verfahren zur Herstellung sehr dünner Schichten anwenden,
beispielsweise das Niederschlagen im Vakuum, das Aufstreichen, die Verdampfung aus einem Lösungsmittel
od. dgl. So kann man beispielsweise im Glasträger eine Ausnehmung sehr geringer Tiefe ausätzen.
In diese Ausnehmung wird dann das Antimonid unter Verwendung einer Abdeckplatte unter Druck eingegossen
und anschließend die wieder freigelegte Oberfläche bearbeitet.
Außerdem soll zur Erzielung eines maximalen Halleffekts die Indiumantimonidschicht relativ kurz in
Richtung des Stromflusses und vergleichsweise groß senkrecht zum Stromfluß und zum Magnetfeld sein.
Ferner kann es wünschenswert sein, die Abmessungen in Richtung des Stromflusses klein zu machen, insbesondere,
wenn das Element kleinen Verschiebungen bezüglich des Magnetfeldes unterworfen werden
soll. Diese Forderung wird dadurch erfüllt, daß man die Silber- oder ähnliche Deckschicht mit einem
dünnen Spalt versieht, zu dessen Herstellung verschiedene Verfahren möglich sind. Das zur Zeit bequemste
Verfahren besteht darin, das Silber durch Niederschlagen unter Vakuum aufzubringen und dabei einen
feinen Draht als Maske zu verwenden, um den Niederschlag dort zu verhindern, wo der Spalt entstehen
soll. Dieses Verfahren ist einfach und wirksam und gibt genau definiert Spalte genau bestimmbarer Breite.
Man kann gute Resultate auch dadurch erzielen, daß man zuerst die ganze Oberfläche der Schicht mit
Silber überzieht, einen fotoempfindlichen Ätzgrund auf die Silberschicht niederschlägt, den Ätzgrund zu
einem geeigneten Bild entwickelt und dann mit Hilfe eines Ätzmittels für Silber, jedoch nicht für das Antimonid
das Silber an den für den Spalt vorgesehenen Stellen entfernt.
Nach einem anderen Verfahren zur Herstellung eines engen Spaltes stellt man zuerst eine Antimonidschicht
her und bringt dann eine dünne Linie aus bituminöser Farbe dort auf die Schicht auf, wo der
Spalt entstehen soll. Die Oberfläche wird dann durch Elektroplattieren mit Kupfer überzogen. Die Farbe
verhindert den Niederschlag des Kupfers auf dem darunterliegenden Indiumantimonid, so daß nach
dem Entfernen der Farbe ein unplattierter Spalt verbleibt.
Es hat sich herausgestellt, daß mit diesem Verfahren genaue Spalte mit 0,3 mm Breite in Stromrichtung
gemessen und von wenigen Millimeter Breite hergestellt werden können.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wandlers wird der Widerstand
durch Aufsplittern des Indiumantimonids im Spalt in eine Anzahl getrennter Teile erhöht, so daß mehrere
Spalte geringerer Länge entstehen. Der Strom wird gezwungen, über die Länge der Spalte im Wechsel zu
fließen. Man erhält diese Abänderung in äußerst einfacher Weise dadurch, daß man die Antimonidschicht
durch eine Reihe von Schlitzen, wie bei 10,11 und 12
in F i g. 2 angedeutet, entfernt, wobei sich die Schlitze wechselseitig von entgegengesetzten Enden des Wandlerelementes
parallel zur Stromrichtung im Spalt und jeweils quer zum Spalt erstrecken. Auf diese Weise
werden die beiden Elektroden durch die Schlitze zu einer Strombahn aufgeschnitten, die jeweils durch
eine Anzahl von aneinander anschließenden Spalten führt. Ein einzeln auf diese Weise hergestellter
Schlitz führt zu einer wesentlichen Steigerung des Widerstandes, beispielsweise zu einer vierfachen Steigerung,
da der Spaltwiderstand verdoppelt ist und die beiden Spalte in Reihe liegen.
ίο Ein Spalt der angegebenen Abmessungen bei der
ebenfalls angegebenen Schichtdicke gibt einen Widerstand in der Größenordnung von 10 bis 100 Ohm bei
einer Magnetfeldänderung von 0 bis 10 000 Gauß.
Diese Zahlen lassen sich durch Aufspalten des Spaltes,
wie oben beschrieben, wesentlich vergrößern. Die Schlitze im Antimonid lassen sich mechanisch herstellen, beispielsweise durch eine Schlitzfeder, durch
Schneid- oder Schleifwerkzeuge, welche die Antimonidschicht und die Silberschicht sowie die Silberbronzeschicht
entfernen, oder man verwendet ein chemisches Verfahren ähnlich dem oben beschriebenen
Verfahren. Dabei wird jedoch ein Ätzmittel verwendet, das sowohl auf Antimonide als auch auf die Silberschicht
anspricht. Bringt man die oben beschriebenen Plattierungsverfahren zur Anwendung, dann
läßt sich das Plattieren an den Stellen verhindern, wo die Schlitze entstehen sollen, indem man in ähnlicher
Weise Farbe aufbringt. Aus Gründen der Festigkeit wird vorzugsweise der Träger nicht angeschnitten.
Selbstverständlich kann man statt einer einzigen Indiumantimonidschicht auch etwas kompliziertere
Systeme mit einer Vielzahl von Schichten verwenden. Das Magnetsystem zur Herstellung des Magnetfeldes,
in dem sich das Wandlerelement bewegt, kann aus einem einfachen, mit geeigneten Polstücken ausgerüsteten
Permanentmagneten hoher Permeabilität bestehen, die einen Luftspalt freilassen. Da jedoch die
Wirksamkeit des Wandlers auf die Änderung der Feldstärke, der das Halbleitermaterial unterworfen
wird, abgestimmt ist, ist es wünschenswert, daß das Magnetsystem eine Feldstruktur liefert, welche eine
möglichst große Änderung der Feldstärke bei bereits kleinen Bewegungen aufweist. Daher ist es in vielen
Fällen vorteilhaft, eine Vielzahl von Polstücken an dem oder den Magneten zu verwenden und derart die
Feldstruktur zu verändern. Das Feld, in dem sich das Material bewegt, soll so stark wie möglich sein, da bei
zunehmender Stärke des Magnetfeldes der Widerstand des Materials höher wird.
Bei dem beschriebenen Wandler wird das den Strom führende Element im Magnetfeld bewegt. Dies
ist jedoch nicht der einzig mögliche Weg. So ist es beispielsweise möglich, das das Magnetfeld erzeugende Glied in bezug auf das stromführende Element
zu bewegen oder in anderer Weise die Feldstärke zu ändern. Die Feldstärke läßt sich durch Änderung eines
elektromagnetischen Stromes ändern, jedoch ist eine solche Anordnung in ihrer Anwendungsmögiiehkeit
beschränkt. Da der Halleffekt eine Funktion des Magnetfeldes ist, läßt sich der Wandler allgemein auch
als Meßanzeiger oder Steuervorrichtung verwenden, die auf Feldänderungen anspricht. Der Wandler kann
also auch für magnetische und ähnliche Versuche Verwendung finden.
Claims (3)
1. Nach dem Halleffekt arbeitender elektromechanischer Wandler, dessen Halbleiterelement
relativ zu einem Magnetfeld derart beweglich ist, daß ein der Bewegung entsprechendes Ausgangssignal
entsteht, mit einem Film aus Halbleitermaterial, auf dem zwei die Anschlußklemmen
tragende Bereiche aus leitendem Material in Abstand voneinander mit annähernd parallel verlaufenden
Kanten angeordnet sind, gekennzeichnet
durch einen mit einer Halbleiterschicht überbrückten Spalt mit einer im Verhältnis
zur Spaltlänge geringen Spaltbreite.
2. Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich etwa senkrecht zum Spalt über
wenigstens einen der Bereiche ein diesen Bereich in Teilbereiche unterteilender Schlitz erstreckt.
3. Wandler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt durch Abdecken
der Halbleiterschicht mit einer strichförmigen Maske vor dem Aufbringen des die leitenden Bereiche
bildenden Materials hergestellt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
ίο Deutsche Patentschrift Nr. 590 678;
ίο Deutsche Patentschrift Nr. 590 678;
deutsche Patentanmeldung S 38725 Villa/21a2
(bekanntgemacht am 6. 9.1956);
USA.-Patentschrift Nr. 2 562120.
USA.-Patentschrift Nr. 2 562120.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 538/231 3.64 © Bundesdruckerei Berlin
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| GB345483X | 1956-12-04 |
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| DE (1) | DE1165291B (de) |
| GB (1) | GB872886A (de) |
| NL (2) | NL222633A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29618546U1 (de) * | 1996-10-24 | 1997-01-23 | Simanok, Thomas, 71229 Leonberg | Etui für Karten mit Magnetstreifen und/oder Chips |
Families Citing this family (1)
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| US3522390A (en) * | 1965-04-12 | 1970-07-28 | Harry H Wieder | Magnetoresistive transducer having microscopic hall field shorting |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE590678C (de) * | 1931-09-15 | 1934-01-08 | Reinhold Bauder Dipl Ing | Zelle zum Messen der Feldstaerke bzw. Induktion magnetischer Felder |
| US2562120A (en) * | 1948-08-26 | 1951-07-24 | Bell Telephone Labor Inc | Magnetic field strength meter |
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- NL NL283744D patent/NL283744A/xx unknown
- NL NL222633D patent/NL222633A/xx unknown
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1956
- 1956-12-04 GB GB37008/56A patent/GB872886A/en not_active Expired
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- 1957-11-19 DE DEC15811A patent/DE1165291B/de active Pending
- 1957-12-03 CH CH345483D patent/CH345483A/fr unknown
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Also Published As
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| NL222633A (de) | |
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