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DE1165064B - Verfahren zum Messen der Spurweite eines Gleises mittels Ultraschall - Google Patents

Verfahren zum Messen der Spurweite eines Gleises mittels Ultraschall

Info

Publication number
DE1165064B
DE1165064B DED35670A DED0035670A DE1165064B DE 1165064 B DE1165064 B DE 1165064B DE D35670 A DED35670 A DE D35670A DE D0035670 A DED0035670 A DE D0035670A DE 1165064 B DE1165064 B DE 1165064B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
track
vehicle
pulses
ultrasonic transducer
transducer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED35670A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Fritz Haferkorn
Dr Karl Werner
Dipl-Phys Eberhard Mundry
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Bundesbank
Original Assignee
Deutsche Bundesbank
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Bundesbank filed Critical Deutsche Bundesbank
Priority to DED35670A priority Critical patent/DE1165064B/de
Publication of DE1165064B publication Critical patent/DE1165064B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B17/00Measuring arrangements characterised by the use of infrasonic, sonic or ultrasonic vibrations
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K9/00Railway vehicle profile gauges; Detecting or indicating overheating of components; Apparatus on locomotives or cars to indicate bad track sections; General design of track recording vehicles
    • B61K9/08Measuring installations for surveying permanent way

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Length Measuring Devices Characterised By Use Of Acoustic Means (AREA)

Description

  • Verfahren zum Messen der Spurweite eines Gleises mittels Ultraschall Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum kontinuierlichen Messen der Spurweite eines Gleises von einem Fahrzeug aus sowie zum Untersuchen der Laufeigenschaften des ungefederten Teils von Schienenfahrzeugen mittels Ultraschall nach dem Impuls-Laufzeitverfahren.
  • Zum kontinuierlichen Messen der Spurweite eines Gleises von einem Fahrzeug aus sind mechanische Taster bekannt, die an den Fahrkanten der Schienen entlanggleiten oder -rollen und deren Abstand voneinander ein unmittelbares Maß für die Spurweite ist.
  • Diesem Verfahren haften als Nachteile die Trägheit der Taster und ihr Verschleiß an.
  • Diese Nachteile können erfindungsgemäß dadurch vollständig beseitigt werden, daß zwei um einen verbindlich festgesetzten Winkel gegen die den beiden Schienenlaufflächen gemeinsame Tangente geneigte, in einem festen Abstand voneinander an einem ungefederten Teil des Fahrzeugs angebrachte Ultraschallwandler der Fahrkanten der Schienen an zwei gegenüberliegende Stellen anstrahlen und die Summe der in bekannter Weise gemessenen Laufzeiten zwischen Ultraschallwandler, Fahrkante und zurück zum Messen und Registrieren der Spurweite ausgenutzt wird.
  • Die Anwendung des Ultraschallimpuls.Laufzeit verfahrens bei der Gleisuntersuchung ist bereits bekannt. So werden fehlerhafte Werkstofftrennungen innerhalb der Eisenbahnschienen durch die Reflexion von Ultraschallimpulsen festgestellt und Besonderheiten an der Schiene oder an deren Befestigungsmitteln, die für die Beurteilung von Schienenfehlern oder zu deren Lagebestimmung wichtig sind, mit Ultraschallimpulsen, die sich in Luft ausbreiten, erfaßt. Auch eine Einrichtung, die zum fortlaufenden Registrieren von solchen mit Ultraschall gefundenen Schienenfehlern dient, ist bereits bekannt.
  • Bei der Anwendung des Ultraschall-Impulslaufzeitverfahrens zum Messen der Spurweite gemäß der Erfindung ist die Summe der beiden Abstände, die von eventuellen Querbewegungen des Fahrzeugs und damit der beiden Ultraschallwandler relativ zum Gleis nicht mehr abhängig ist, ein Maß für die Spurweite, wenn diese in folgender Weise neu definiert wird: Die Spurweite I (vgl. Fig. la) eines Gleises ist das lichte Maß a zwischen den Schienenköpfen, gemessen als Abstand zwischen denjenigen Punkten der Fahrkanten, in denen zwei Geraden, die in einer Ebene senkrecht zur Gleisachse liegen und die um verbindlich festgesetzte und gleiche Winkel a gegen eine beiden Schienenfahrflächen gemeinsame Tangente geneigt sind, die Schienenfahrkanten berühren, vermindert um den Wert 2 r (1 - sin pos). Dabei ist r der Schienenkopf-Ausrundungshalbmesser an der Fahrkante. Das führt zu der Formel für die Spurweite: I = a-2r(l - sin or) .
  • Die Messung nach dieser Definition ergibt bei neuen und bei--normal abgenutzten Fahrkanten denselben Zahlenwert wie nach der üblichen Definition der Spurweite als kleinstem Abstand der Innenfiächen der Schienenköpfe innerhalb des Bereichs der Schienenoberkante bis 14 mm darunter.
  • Bei Messungen an Schienen mit vergrateten oder überwalzten Fahrkanten ergibt sich nach der neu eingeführten Definition sogar ein Spurweitenwert, der besser der Führung des Spurkranzes entspricht. Der neue und normal abgenutzte Spurkranz wird tatsächlich am Punkt des kleinsten Ausrundungshalbmessers der Fahrkante geführt. Der Winkel u: liegt entsprechend der Form der Spurkranzwurzel richtig zwischen 10 und 70". Aus meßtechnischen Gründen kann bei der Messung nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ein Winkel a = 45" gewählt werden.
  • Bei handelsüblichen Gleisen beträgt der Ausrundungshalbmesser an der Fahrkante neuer Schienen r = 13 mm. Mit o; a 45" ergibt sich die Spurweite nach der erwähnten Definition zu 1= a-213(1 (1sin 45°) = am7,618 mm.
  • Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens nach der Erfindung kann die nur auf einer Fahrzeugseite nach dem Impuls-Laufzeitverfahren gemessene Ultraschall-Laufzeit zum Messen und Registrieren der Querverschiebungen des ungefederten Fahrzeugteils im Gleis ausgenutzt werden. Mit diesen Meßergebnissen können die Laufeigenschaften von Drehgestellen u. dgl. der Schienenfahrzeuge beurteilt werden.
  • Als Ultraschallwandler können z. B. in bekannter Weise Bariumtitanatkristalle verwendet werden. Die Wandler arbeiten in üblicher Weise abwechselnd als Sender und Empfänger, so daß sie die Echos der von ihnen abgestrahlten Impulse selbst wieder aufnehmen. Die Anzeigen können auf dem Schirm bild eines Oszillographen beobachtet werden; die Registrierung ist durch Photographieren eines helligkeitsmodulierten Kathodenstrahlröhren-Schirmbildes oder auch mit Hilfe von Direktschreibern möglich.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand von F i g. 1 bis 4 erläutert.
  • F i g. 1 zeigt schematisch die Lage eines Ultraschallwandlers relativ zur Schiene; F i g. la soll die verwendete Definition der Spurweite erläutern; F i g. 2 enthält eine schematische Darstellung der gegenüberliegenden zwei Ultraschallwandler; F i g. 3 gibt als Blockschaltbild die prinzipielle Aufbaumöglichkeit einer mit Direktschreiber versehenen Gesamtapparatur wieder, mit der außer der Spurweite auch Querbewegungen des Fahrzeuges im Gleis gemessen werden können; F i g. 4a bis 4f enthalten die Darstellung der in der Apparatur erzeugten und umgewandelten elektrischen Spannungen als Funktion der Zeit.
  • Ein beispielsweise elektrostatischer oder piezoelektrischer Ultraschallwandler W1 (Fig. I) strahlt von der Fläche F1 aus Ultraschallimpulse gegen die Fahrkante der Schiene. Die Fläche F1 ist um den Winkel o; = 45" gegen die Horizontale geneigt. Eine in der Zeichenebene parallel zur Fläche F1 liegende Gerade berührt die Schienenfahrkante am Umrißpunkt A1, der definitionsgemäß ein Bezugspunkt für die Spurweite ist. Nur bei diesem Umrißpunkt Al treffen die senkrecht von der Fläche F1 abgestrahlten Ultraschallwellen auch senkrecht auf die Schiene und werden nur von hier wieder senkrecht auf die Fläche Fl zurückgeworfen, wo sie im Punkt C1 auftreffen. Der zugehörige Schallweg s1 entspricht also unmittelbar dem kürzesten Abstand zwischen der Fläche F, und der Schiene. Außerdem erzeugt ein zwischen den Punkten C1 und A1 hin- und zurückgelaufener Impuls ein größeres Echo als alle auf irgendeinem anderen Wege gelaufenen Impulse, weil die Fläche F1 groß gegen die Schallwellenlänge ist; gerade der Schallweg s1 ist also leicht meßbar. Die Verbindungslinie zwischen den beiden Bezugspunkten A1 und As der Spurweite (F i g. 2) schneidet die Fläche F1 im Punkt B1. Der Abstand AXB, = a1 läßt sich nun durch Messung des Schallweges sl wegen der Beziehung al = .~1 = sm a 81 Y 2 unmittelbar angeben.
  • Bringt man zwei Wandler W1 und W2 entsprechend F i g. 2 in einem festen Abstand aO voneinander an einem ungefederten Teil des Fahrzeuges an, so daß also das Wandlerpaar seine Höhenlage relativ zur Schiene nicht ändern kann und damit auch der Abstand B1B2 = aO konstant bleibt, dann ist das lichte Maß a wegen der Beziehung a = aO + al + a2 = aO + (sl + s)ll2 2 leicht bestimmbar durch Messen der Schallwege s und s2. Da diese Beziehung von eventuellen Querverschiebungen des Wandlerpaares relativ zum Gleis unabhängig ist, kann beim selbsttätigen Summieren der Schallwege sl und sO in der Apparatur auch die Registrierung von solchen Querverschiebungen ,mabhängig gemacht werden. Andererseits können durch zusätzliche Registrierung der einzelnen Schallwege s, und 82 derartige Querverschiebungen des ungefederten Fahrzeugteils (z. B. der Sinuslauf im Gleis) mitgemessen werden.
  • Tatsächlich läßt sich die Messung noch durch eine vorherige Eichung vereinfachen, indem bei einem Gleis mit neuen oder wenig abgefahrenen Schienenfahrkanten die Spurweite I mit einem Handspurmaß an einer bestimmten Meßstelle z. B. mit l = 1446,0 mm gemessen wird. Dann ergibt sich bei einer anschließenden Messung nach dem Verfahren gemäß der Erfindung an derselben Meßstelle a = + + 2 r (1 - sin α) und aO = a - e, + s2) d2 , also aO = 1446,0 + 7,6 - (s, + 82) 2; z. B. wird mit sl = 120,0 mm und s2 = 130,0 mm aO= = 1453,6 - 250,0 1/2 = 1100,0mm, Günstig ist dieser Weg vor allem dann, wenn aO nicht unmittelbar am Meßfahrzeug gemessen werden kann.
  • Daraus folgt 1 1100+ 2 1/ (8i + 82).
  • Beim selbsttätigen Summieren von sl und s2 und entsprechendem Maßstab kann I sofort abgelesen und bei Stillstand des Meßfahrzeugs mit dem Handspurmaß nachgeprüft werden.
  • An Hand des Blockschaltbildes in F i g. 3 sei ein Ausführungsbeispiel einer Apparatur zum Beobachten von Spurweite und Querbewegung des Fahrzeuges im Gleis sowie zum Registrieren dieser Größen mit Direktschreibern näher beschrieben. Ein Impalsgenerator G1 liefert bei geschlossenem Schalter S1 die Sendeimpulse für den Ultraschallwandler W1 mit einer festen, von den übrigen Teilen der Apparatur unab hängigen Impulsfolgefrequenz (Impulse 1"; F i g. 4a).
  • Die von dem Ultraschallwandler W1 aufgenommenen Echos von der Schienenfahrkante (Impulse le; Fig. 4a) gelangen zum Empfangsverstärker V1. Ein zweiter Impulsgenerator G2 wird bei geschlossenem Schalter S2 von dem Empfangsverstärker V1 über eine Torstufe T1 so gesteuert, daß gleichzeitig mit dem Emp fang eines Echos bei dem Wandler W1 der Wandler W2 mit einem Sendeimpuls (Impulse SJ; F i g. 4b) versorgt wird. Die Torstute T1 verhindert dabei, daß der Generator G2 unmittelbar von den Sendeimpulsen des Wandlers W1 gesteuert wird. Die von dem Wandler W2 aufgenommenen Echos von der Fahrkante der gegenüberliegenden Schiene (Impulse 2e, Fig. 4b) gelangen zum Empfangsverstärker V2. Mit der Steuerung des Impulsgenerators G2 durch den Empfangsverstärker V1 wird also erreicht, daß die Lage der Impulse ls und 2e auf der Abszisse von F i g. 4a und 4b und somit der jeweilige zeitliche Abstand zwischen diesen Impulsen nur von der Summe der gemessenen Laufzeiten und damit von der Spurweite abhängt, nicht aber von der Querlage des Wandlerpaares im Gleis, die lediglich die Stellung der Impulse 1 e und 2s auf der Abszisse mitbestimmt.
  • Zum Registrieren der Spurweitenmessung wird ein bistabiler Multivibrator R1, der Rechteckimpulse von konstanter Höhe erzeugt, von dem Impulsgenerator G1 und dem Empfangsverstärker V2 so gesteuert, daß die Breite der entstehenden Rechteckimpulse (Fig. 4 c) durch den zeitlichen Abstand zwischen je zwei zusammengehörigen Impulsen 1 und 2e, also durch die Laufzeitsumme und damit durch die Spurweite bestimmt wird. In einem Integrierglied J1 wird der Mittelwert der Rechteckimpulse über einen passend gewählten Zeitraum gebildet. Dieser Mittelwert gelangt über ein Einstellglied P1 zum Schreiber Sch, dessen Anzeige (Fig. 4d) mit Hilfe des Einstellgliedes P1, wie unten beschrieben, unmittelbar in mm Spurweite« geeicht werden kann.
  • Ein von dem Impulsgenerator G1 und dem Empfangsverstärker V1 gesteuerter bistabiler Multivibrator R2 liefert Rechteckimpulse, deren Breite (F i g. 4e) nur von der mit dem Wandler W1 gemessenen Laufzeit, also von etwaigen Querbewegungen des Fahrzeuges im Gleis abhängig ist. Analog der Spurweitenregistrierung werden diese Querbewegungen über das Integrierglied J2 und das Einstellglied P2 auf einem zweiten Kanal des Schreibers Sch registriert (F i g. 4f).
  • Eine unmittelbare Beobachtung der Sende- und Empfangsimpulse ist auf dem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre 0 möglich. Die an den waagerechten Ablenkplatten liegende Zeitablenkung Z mit einstellbarer Ablenkgeschwindigkeit wird vom Generator G1 synchronisiert. Die vertikalen Ablenkplatten sind mit dem Ausgang eines elektronischen Schalters E verbunden, an dessen einen Eingang der Generator G1 und der Empfangsverstärker V1 angeschlossen sind, so daß in üblicher Weise Sende- und Echoimpulse des Wandlers W1 auf dem Bildschirm dargestellt werden.
  • Der Generator G2 und der Empfangsverstärker K2 sind über ein Phasenumkehrglied Ph mit dem zweiten Eingang des Schalters E verbunden, so daß auf dem Bildschirm in der in Fig.3 angedeuteten Weise auch die Sende- und Echoimpulse des Wandlers W2 dargestellt werden, und zwar mit umgekehrt gerichteter Ablenkung.
  • Die Apparatur kann folgendermaßen geeicht werden: Das Einstellglied für die Ablenkgeschwindigkeit an der Zeitablenkung Z der Kathodenstrahlröhre O ist mit den Einstellgliedern P1 und Pa der zu registrierenden Schreiberspannungen so gekuppelt (z. B. mechanisch durch mehrere Potentiometer auf einer Achse mit einem gemeinsamen Drehknopf), daß eine Änderung der Ablenkgeschwindigkeit eine ihr proportionale Änderung der Schreiberspannungen nach sich zieht (Maßstabseinstellung). Vor dem Schirm der Kathodenstrahlröhre befindet sich eine der Einteilung des Schreiberpapiers entsprechende Skala, auf der unmittelbar die verschiedenen Spurweiten angegeben sind. Werden nun die Schalter 81 und 82 geöffnet und die Schalter Spund S4 geschlossen, so ist an Stelle des Wandlers W1 ein Wandler W3 an den Generator G1 und dem Empfangsverstärker V1 angeschlossen, der einen in bestimmtem Abstand von dem Wandler W3 angebrachten Reflektor Re anstrahlt und von dort Echos empfängt. Die Rechteckimpulse im Multivibrator R2 werden jetzt von den Sendeimpulsen und den Echos des Wandlers W3 gesteuert. Hinter dem Schalter S4 befindet sich eine Torstufe T2, so daß die Rechteckimpulse in dem Multivibrator R1 vom Sende- impuls und dem ersten Echo des Wandlers W2 gebildet werden, also genau doppelt so breit sind wie die Rechteckimpulse im Multivibrator R2 Zum Eichen werden durch Einstellen der Zeitablenkung 7 und der Einstellglieder P1 und P2 die beiden ersten Echos des Refiektors Re auf zwei bestimmte Werte der Spurweite eingestellt werden (z. B. 1425 und 1465 mm).
  • Diese Werte sind vom Abstand a0 zwischen den Wandlern W1 und W2 (F i g. 2) und vom Abstand des Wandlers W3 vom ReflektorRe (Fig. 3) abhängig und können durch geeignete Wahl dieser Größen entsprechend festgelegt werden. Dem obigen Zahlenbeispiel entsprechend würden die Schreibstreifen am Schreiber Sch ebenfalls bei 1425 und 1465 mm stehen. Die so geeichte Apparatur wird durch Öffnen der Schalter S3 und S4 und durch Schließen der Schalter S1 und 82 wieder betriebsbereit.
  • Der Wandler W2 und der Reflektor Re befinden sich außerhalb des Fahrzeuges im Freien, damit die durch die Temperaturabhängigkeit der Schallgeschwindigkeit bedingten Schwankungen der Laufzeitenmessungen beim Eichen kompensiert werden können. Die erneut erforderliche Eichung der Anlage (wenn z. B. im Laufe eines Meßtages Anzeigeschwankungen durch geringe Temperaturänderungen auftreten) kann auch unter Ausnutzung eines geeigneten Elementes Th (F i g. 3) außerhalb des Fahrzeuges, das eine temperaturabhängige elektrische Spannung erzeugt, selbsttätig kompensiert werden.
  • Der Papiervorschub des Schreibers erfolgt von einer Fahrzeugachse aus proportional der Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges, so daß ein konstanter Abbildungsmaßstab erzielt wird. Mit einer Ortungstaste Or (F i g. 3) kann die Lage der Hektometersteine durch kurze Impulse auf dem Schreiber markiert werden.
  • Für den Fall einer optischen Registrierung mit Registrierkamera und helligkeitsmoduliertem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre läßt sich gegebenenfalls durch mehrfaches elektronisches Summieren der Laufzeiten an den beiden Schienen die Meßgenauigkeit erhöhen.

Claims (11)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum kontinuierlichen Messen der Spurweite eines Gleises von einem Fahrzeug aus sowie zum Untersuchen der Laufeigenschaften des ungefederten Teils von Schienenfahrzeugen mittels Ultraschall nach dem Impuls-Laufzeitverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zwei um einen verbindlich festgesetzten Winkel (o;) gegen die den beiden Schienenfahrflächen gemeinsame Tangente geneigte, in einem festen Abstand (aO) voneinander an einem ungefederten Teil des Fahrzeuges angebrachte Ultraschallwandler (W; w» die Fahrkanten der Schienen an zwei gegenüberliegenden Stellen anstrahlen und die Summe der in bekannter Weise gemessenen Laufzeiten zwischen Ultraschallwandler, Fahrkante und zurück zum Messen und Registrieren der Spurweite ausgenutzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nur auf einer Fahrzeugseite gemessene Ultraschall-Laufzeit zum Messen und Registrieren der Querverschiebungen des ungefederten Fahrzeugteiles im Gleis ausgenutzt wird.
  3. 3. Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite der zum Erzeugen der Ultraschallimpulse erforderlichen Ultraschallgeräte vom Empfangsverstärker (V1) des ersten Gerätes so gesteuert wird, daß der zweite Ultraschallwandler (W2) einen Sendeimpuls stets gleichzeitig mit dem Empfang eines Echos beim ersten Wandler (W1) abgibt.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum unmittelbaren Beobachten der Messung die Sendeimpulse und Fahrkantenechos von beiden Seiten mit Hilfe eines Phasenumkehrgliedes (Ph) und eines elektronischen Schalters (E) so auf die Vertikal-Ablenkplatten einer Kathodenstrahlröhre (0) gegeben werden, daß auf dem Bildschirm die Impulse der einen Seite nach oben und die der anderen Seite nach unten geschrieben werden.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein bistabiler, vom Sendeimpuls (1,; F i g. 4) des ersten und vom Fahrkantenecho (2e) des zweiten Ultraschallwandlers gesteuerter Multivibrator (R1) Rechteckimpulse konstanter Höhe erzeugt, deren Breite der Laufzeitsumme der Schallstrahlen auf beiden Seiten gleich ist, und die über ein Integrierglied (J3 einem Schreiber (Sch) die zu registrierende, nur von der Spurweite abhängige Spannung zuführen.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5 zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer, bistabiler Multivibrator (R) von Sendeimpuls und Echo nur eines Ultraschallwandlers gesteuert wird und über ein Integrierglied (J2) einem Schreiber (Sch) eine Registrierspannung zuführt, die Querbewegungen des Wandlerpaares im Gleis anzeigt.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum gleichlaufenden Ein- stellen der zu registrierenden Spannungen am Schreiber (Sch) und der Ablenkgeschwindigkeit des Strahles in der Kathodenstrahlröhre (0) ein einziges Einstellorgan vorgesehen ist.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie an eine außen am Fahrzeug angeordnete, aus einem dritten Ultraschallwandler (W3) und einem Reflektor(Re) bestehende Eichstrecke angeschlossen ist, und daß geringe Dejustierungen der Meßeinrichtung durch Erzeugen einer temperaturabhängigen Regelspannung (mittels Glied Th) beseitigbar sind.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Papiervorschub des Schreibers (Sch) proportional der Fahrzeuggeschwindigkeit erfolgt und ein Ortungstaster (Or) vorgesehen ist, mit dem auf dem Registrierstreifen kurze Spannungsimpulse als Ortungsmarken geschrieben werden.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Registrieren in bekannter Weise das Photographieren eines helligkeitsmodulierten Bildschirms einer Kathodenstrahlröhre vorgesehen ist, wobei der Vorschub des lichtempfindlichen Materials in der Kamera der Fahrzeuggeschwindigkeit proportional ist.
  11. 11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung der Meßgenauigkeit bei photographischer Registrierung die auf beiden Seiten gemessenen Laufzeiten in bekannter Weise mit elektronischen Hilfsmitteln mehrfach summiert werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 958847; Buch von Schramm, »Oberbautechnik und Oberbauwirtschaft«, S. 4.
DED35670A 1961-03-16 1961-03-16 Verfahren zum Messen der Spurweite eines Gleises mittels Ultraschall Pending DE1165064B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2023117846A1 (de) 2021-12-22 2023-06-29 Plasser & Theurer, Export von Bahnbaumaschinen, Gesellschaft m.b.H. Verfahren und vorrichtung zum vermessen eines gleises

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958847C (de) * 1955-11-22 1957-02-28 Deutsche Bundesbahn Elektronische Messeinrichtung zur Messung und Registrierung mechanischer Schallfrequenzen von gelockerten Oberbauteilen am Gleis

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