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DE1164669B - Verfahren zur Emulsionspolymerisation von 1, 3-Butadien-Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Emulsionspolymerisation von 1, 3-Butadien-Kohlenwasserstoffen

Info

Publication number
DE1164669B
DE1164669B DENDAT1164669D DE1164669DB DE1164669B DE 1164669 B DE1164669 B DE 1164669B DE NDAT1164669 D DENDAT1164669 D DE NDAT1164669D DE 1164669D B DE1164669D B DE 1164669DB DE 1164669 B DE1164669 B DE 1164669B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sample
samples
polymerization
butadiene
polybutadiene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1164669D
Other languages
English (en)
Inventor
Homer Pine Smith
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Uniroyal Inc
Original Assignee
United States Rubber Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1164669B publication Critical patent/DE1164669B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F36/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds
    • C08F36/02Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
    • C08F36/04Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 08 d
Deutsche Kl.: 39 c-25/05
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1 164 669
U9363IVd/39c
31. Oktober 1962
5. März 1964
Es ist bekannt, daß bei der üblichen Emulsionspolymerisation von 1,3-Butadien der Prozentgehalt der cis-orientierten Monomereinheiten in der PoIybutadienpolymerkette stark von der Polymerisationstemperatur im Bereich von —20 bis 80° C abhängig ist. Die Daten, die diesen bekannten Effekt zeigen, können gefunden werden in Synthetic Rubber, G. S. Whitby, John Wiley & Sons, New York, 1954, S. 342 bis 344, und in Me da Ii a und Freeman, JACS, 75, S. 4790 (1953). ίο
Die Wirkung der Polymerisationstemperatur auf die Prozentanteile der cis-(cis-1,4-Anlagerung)-, trans-(trans-1,4-Anlagerung)- und Vinyl-(1,2-Anlagerung)-Struktur, die in Polybutadien gefunden werden, welches durch die übliche, wäßrige Emulsionspolymerisation polymerisiert ist, wird in der folgenden Tabelle gegeben. Die Werte dieser Tabelle wurden nach analytischen Verfahren erhalten, die später beschrieben werden.
Polymerisations 0 ' «-MC
■ 0 CIS
Struktur % trans
temperatur 4 81
0C 8 7o Vinyl 76,5
-20 15 15 67
+ 5 18 15,5 64
+ 50 18
+80 18
Verfahren zur Emulsionspolymerisation von
1,3-Butadien-Kohlenwasserstoffen
Anmelder:
United States Rubber Company, New York, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. R. Poschemrieder, Patentanwalt, München 8, Lucile-Grahn-Str. 38
Als Erfinder benannt:
Homer Pine Smith, Little Falls, Passaic, N. J.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 18. Januar 1962
(Nr. 167 158)
Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, daß der Prozentgehalt der cis-Stiuktur von ungefähr 4% bei einer Polymerisationstemperatur von —20° C auf 18% bei 80° C ansteigt. Der Anteil der Vinylstruktur ist fast konstant, da er nur von 15% bei —20° C auf 18% bei 80° C ansteigt. Der Prozentgehalt an transStruktur nimmt in dem Maße ab, wie der Prozentgehalt an eis- und Vinylstruktur zunimmt. Diese Werte stimmen im wesentlichen mit den von Whitby, a. a. O., und von M e d a 1 i a und Freeman, a. a. Ο., gefundenen überein.
Eine ähnliche Wirkung der Temperatur auf die Struktur des Dienanteils von Mischpolymerisaten von Butadien und Styrol und Mischpolymerisaten von Butadien mit anderen äthylenisch ungesättigten Monomeren, die mit Butadien mischpolymerisierbar sind, ist ebenfalls bekannt (s. W h i t b y , a. a. O., B ο ν e y u. a., High Polymers, Volume IX, Interscience Publishers, Inc., New York, 1955, und Foster und Binder, JACS, 75, S. 2910 (1953).
Es ist ebenfalls bekannt, Polybutadien mit nahezu 100% eis- bzw. 100% trans-Konfiguration durch Polymerisation in einem inerten Lösungsmittel in Gegenwart von Katalysatoren, wie Alkalimetallkatalysatoren oder »Zieglerkatalysatoren«, herzustellen. Es ist auch möglich, Polybutadien in Gegenwart von A Ikalimetall oder mit Alfmkatalysatoren herzustellen, welches 80% Monomereneinheiten in einer Vinylkonfiguration hat. Es wurde gefunden, daß das Polybutadien mit fast 100% cis-Struktur, welches nach dem ersteren Verfahren in Lösungsmittel hergestellt war, ein Polymerisat mit niedriger Hysterese in Kautschukmischungen, wie Karkassenmischungen, ist. Weiter wurde gefunden, daß das Polybutadien mit fast 100% trans-Struktur ein kristallines, harzartiges Produkt ähnlich dem Balata ist. Polybutadiene mit hohem cis-Gehalt, die eine kleine Menge an transStruktur enthalten, haben überragende Gefriereigenschäften. Die obenerwähnten Verfahren für die Erzeugung von hohem cis-Gehalt haben jedoch bestimmte Nachteile, da sie ein Monomeres von außerordentlicher Reinheit, Lösungsmittel mit ähnlich hoher Reinheit und Katalysatoren, die in Abwesenheit von Luft und/oder Wasser hergestellt sind, erfordern. Zusätzlich müssen vor und während der Umsetzung bei diesen Verfahren Maßnahmen getroffen werden, um Luft und Wasser aus der verwendeten Apparatur und aus der Reaktionszone zu entfernen und auszuschließen, da sonst die Reaktion unterbrochen wird oder langsam fortschreitet. Weiterhin ist das in ziemlich verdünnter Lösung erhaltene Polymerisat bei
409 537/596
3 4
Beendigung der Reaktion durch Katalysatorrückstände Die erfindungsgemäß verwendeten Zusätze haben
verunreinigt, wodurch schwierige und teuere Entfer- die Eigenschaft, den Anteil der cis-Struktur im PoIynung sowohl des Lösungsmittels als auch der Kataly- butadien und in dem Dienanteil der Molekülkette von satorrückstände aus dem erhaltenen Polymerisat Mischpolymerisaten von 1,3-Butadien mit Styrol, die erforderlich werden, bevor es in brauchbarer Form ist. 5 durch Emulsionspolymerisation hergestellt werden, Es würde sehr vorteilhaft sein, wenn Polybutadien mit über denjenigen zu erhöhen, der normalerweise in einem relativ hohen cis-Gehalt und dadurch guten diesen Polymerisaten enthalten ist, wenn sie nach der Niedrigtemperatureigenschaften und niedriger Hyste- gleichen Technik bei der gleichen Temperatur ohne rese durch die übliche Emulsionspolymerisation her- diesen Zusatz hergestellt werden. Der erfindungsgegestellt werden könnte, d. h. durch ein Verfahren, das io maß zu verwendende Zusatz beeinflußt die Menge der nicht die oben beschriebenen Nachteile hat. Vinylstruktur nicht wesentlich, so daß der Anstieg der
Es ist allgemein bekannt, daß die Qualität von cis-Struktur eine entsprechende Abnahme der trans-Emulsionspolymerisaten von Butadien und Misch- Struktur ergibt.
polymerisaten von Butadien mit solchen Co-Mono- Der maximale Prozentgehalt an cis-Struktur, der
meren, wie Styrol und Acrynitril, verbessert werden 15 mit den erfindungsgemäß zu verwendenden Zusätzen kann, indem bei niedrigen Temperaturen, d. h. erhältlich ist, ist fast unabhängig von der Polymeri-Temperaturen im Bereich von O bis 10° C, polymeri- sationstemperatur und hat in dem Bereich von 0 bis siert wird. Dieser »Kaltkautschuk«, der bei ungefähr 8O0C Werte zwischen 17 und 20°/0. Es sei festgestellt, 5" C hergestellt ist, ist für Reifenlaufflächen geeigneter daß die Wirkung der erfindungsgemäßen Zusätze in als ähnlicher Kautschuk, der bei 50° C hergestellt ist. 20 bezug auf die Erhöhung der cis-Struktur nicht zusätz-Dies wird der Unterdrückung der Verzweigung bei lieh zu der Wirkung der Temperatur allein an der niedrigen Temperaturen zugeschrieben. Es ist auch Struktur, wie oben beschrieben, eintritt. Aus diesem einfacher, ein Polymerisat mit hohem Molekular- Grunde erzeugen die erfindungsgemäßen Zusätze bei gewicht oder ein Mischpolymerisat, das frei von Gel Temperaturen über 8O0C keine merkliche Erhöhung ist, durch Polymerisieren bei diesen niedrigen Tempera- 25 der cis-Struktur im Vergleich mit der, die durch die türen zu erhalten. Außerdem verarbeiten sich die Temperatur allein, bei über 8O0C Polymerisate mit Niedrigtemperaturpolymerisate besser als die bei einer cis-Struktur von über 20°/o ergibt. Es ist also 50° C hergestellten. Da jedoch bei den üblichen keine obere Grenze für die Temperatur vorhanden, Emulsionspolymerisationstechniken der cis-Gehalt von bei welcher diese Zusätze vei wendet werden können, der Polymerisationstemperatur abhängt, wie oben 30 jedoch bewirken die Zusätze bei Temperaturen über beschrieben, enthalten die »Kaltkautschuke« weniger 8O0C keinen bedeutenden Anstieg der cis-Struktur cis-Struktur als die bei hoher Temperatur hergestellten gegenüber den üblicherweise eintretenden, und haben deshalb den Nachteil der niedrigen eis- Die erfindungsgemäß verwendeten Zusätze sind in
Struktur, d. h. schlechtere Kältebeständigkeit. Es kleinen Mengen sehr wirksam. Die Löslichkeit und würde sehr vorteilhaft sein, solche Kaltkautschuke mit 35 Wirksamkeit der Kobaltsalze ist bei gegebenen PoIyeinem höheren cis-Gehalt herzustellen, als er in dem merisationsbedingungen bei verschiedenen Kobalt-Produkt der üblichen Emulsionspolymerisation bei salzen verschieden. Im allgemeinen werden erfindungsniedrigen Temperaturen gefunden wird. Diese Kau- gemäß die günstigsten Ergebnisse erhalten, wenn tschuke würden die Vorteile geringerer Verzweigung, 0,5 bis 50, vorzugsweise 2 bis 25 Millimol Kobalthöheren Molekulargewichts und besserer Verarbeitung 40 salz pro 100 Gewichtsteile Butadien verwendet haben, wie sie die »Kaltkautschuke« haben, und die werden.
Vorteile der besseren Niedrigtemperaturcharakte- Die Zusätze sind nur während der Polymerisation
ristiken und niedriger Hysterese, wie sie mit hohem wirksam. Die Behandlung eines fertigen Latex entcis-Gehalt verbunden sind. weder in Gegenwart oder in Abwesenheit von freien
Es wurde nun ein Verfahren zur wäßrigen Emul- 45 Radikalen mit dem Zusatz ergibt keine erhöhte sionspolymerisation von Butadien oder dessen Mi- cis-Struktur.
schungen mit Styrol gefunden, bei dem Polymerisate Die Zusätze sind in Gegenwart verschiedener Emulerhalten werden, die in der Molekülkette 17 bis 20% gatoren, Initiatorsysteme, Salze und anderer Bestandcis-orientierte Monomereneinheiten .enthalten, und teile der üblichen Emulsionspolymerisationsreaktionszwar fast unabhängig von der Polymerisations- 5° mischungen wirksam.
temperatur im Bereich von 0 bis 50° C. Unter den erfindungsgemäß zu verwendenden
Das Verfahren ziur Emulsionspolymerisation von Kobaltsalzen sind die bevorzugten Diketone die-1,3-Butadien-KohlenWasserstoffen und deren Mischun- jenigen, in welchen R und R' niedere Alkylreste mit gen mit Styrol im wäßrigen Medium in Gegenwart von 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder Phenyl-, niedere üblichen Emulgiermitteln und Polymerisationskataly- 55 Phenalkyl- oder Alkylphenylreste mit 6 bis 10 Kohlensatoren ist dadurch gekennzeichnet, daß man in zu- Stoffatomen sind. Diese werden wegen des niederen sätzlicher Gegenwart von zweiwertigen Kobaltsalzen Molekulargewichts, und weil sie leichter erhältlich von /?-Diketonen der Formel sind, bevorzugt. Acetylaceton ist ein besonders bevor
zugtes Diketon; Beispiele von anderen bevorzugten 60 Diketonen sind l-Phenyl-l,3-butandion, 1,3-Diphenyl-
R — C — CH2 — C — R' 1,3-propandion. Die Cobaltosalze jeder dieser Ver
bindungen wirken als ein struktursteuernder Zusatz.
O O Die erfindungsgemäß zu verwendenden Rezepturen
enthalten, wie schon angegeben, übliche Emulgatoren, 65 Katalysatoren und gegebenenfalls Regulatoren, wie
in der R und R' gesättigte aliphatische, aromatische, sie von B ο ν e y u. a. beschrieben sind. Die Mengen-Alkaryl- oder Aralkyl-Kohlenwasserstoffreste sind, Verhältnisse dieser Bestandteile ebenso wie die Menge polymerisiert. an Wasser und vorhandenen polymerisierbaren Mono-
20
meren können ebenso, wie beispielsweise von B ο ν e y u. a. beschrieben, sein.
Die Kobaltsalze von /J-Diketonen können hergestellt werden, indem Lösungen des Diketons und Kobaltacetat in Wasser oder Alkohol gemischt werden und der pn-Wert auf fast neutral gebracht wird oder indem die alkoholische Mischung in eine starke Lösung von Natriumacetat gegossen wird. Diese Verfahren sind bekannt und in der Literatur beschrieben (s. Inorganic Synthesis, W. C. Fernelius, Editor, McGraw Hill, New York, 1946, Bd. II, Kapitel II). ,
Das in den folgenden Beispielen verwendete Polymerisationsverfahren ist die übliche Emulsionspolymerisation. Eine Prüfflasche wird mit destilliertem oder entionisiertem Wasser, Emulgator, struktursteuerndem Zusatz (wenn verwendet), Salz und/oder Pufferlösung, Styrol (wenn verwendet) und Modifikator gefüllt. Nach dem Füllen wird die Flasche mit Stickstoff ausgespült. Dann werden die Substanzen, die das Redoxpolymerisationskatalysatorsystem bilden, hinzugegeben. Die Flasche wird gekühlt, mit Butadien gefüllt und dann verschlossen. Durch die Kappe wird ein Initiator hinzugegeben, und die Polymerisation wird unter Kopf-über-Schütteln in einem Wasserbad bei geeignet kontrollierter Temperatur durchgeführt. Der Verlauf der Reaktion wird verfolgt, indem die Festbestandteile auf die übliche Art bestimmt werden. Am Ende der Reaktion wird die Probe mit Hydrochinon oder einer anderen geeigneten Substanz unterbrochen und darauf die Flasche entlüftet. Es wird ein geeignetes Antioxydans hinzugegeben, und dann wird der Latex mit Salz und Essigsäure koaguliert und ergibt feine Krümel. Der zurückbleibende Zusatz wird entfernt, indem die Krümel in Essigsäure oder Methanol oder in beiden nacheinander eingetaucht werden. Der überschüssige Zusatz kann z. B. durch Extraktion des Latex mit Lösungsmittel vor dem Koagulieren entfernt werden. Nach Entfernung des Zusatzes werden die Krümel auf die übliche Art getrocknet. Das getrocknete Polymerisat wird dann den üblichen Prüfungen unterworfen, um die Polymerisatqualitäten festzustellen, wie Gelgehalt und Viskosität in verdünnter Lösung. Es werden auch Prüfungen durchgeführt, um die Polymerisatstruktur zu bestimmen. Die Struktur des Polymerisats wird durch Infrarotabsorption einer Schwefelkohlenstofflösung des gereinigten Polymerisats bestimmt, mit Ausnahme des Falles von unlöslichen Polymerisaten. Die Reinigung des in Schwefelkohlenstoff gelösten Polymerisats wird durch drei aufeinanderfolgende Fällungen mit Methanol, gefolgt von Wiederauflösen in Schwefelkohlenstoff, durchgeführt. Nach der dritten Ausfällung und Wiederauflösung wird verunreinigendes Methanol abgepumpt, und die reine Lösung wird durch Filterpapier oder ein Seidensieb filtriert. Die Konzentration der Schwefelkohlenstofüösung wird auf einen geeigneten Wert, ungefähr 20 g/l, eingestellt, und die Struktur der Polymerisatprobe wird auf die übliche Art durch Infrarotspektroskopie bestimmt, wobei Beobachtungen für die trans- auf dem 937-cm~1-Band, für die Vinyl- auf dem 911-cm~1-Band und für die cis-Struktur im Bereich von 723 cm"1 durchgeführt werden. Dieses Verfahren ist angegeben in dem Artikel von Hampton in Analytical Chemistry, Bd. 21, 1.8. 1959, S. 923. Die prozentualen Werte der Struktur werden normalisiert, d. h. über dem Gesamtprozentgehalt der drei gefundenen Strukturtypen mit 100 multipliziert, so daß der eingestellte Prozentsatz insgesamt 100 ergab. Mit allen Versuchen, bei denen Zusätze verwendet werden, werden Parallelversuche durchgeführt, bei welchen kein struktursteuernder Zusatz verwendet wird.
Im Falle von unlöslichen Polymerisaten wird das Polymerisat durch Lösungsmittelextraktion gereinigt, zu sehr kleinen Teilchen vermählen und dann mit feingepulvertem Kaliumbromid tablettiert, und die Infrarotmessungen werden in bekannter Art mit diesen
ίο Tabletten durchgeführt (siehe z. B. H. H a u s d ο r f, applied Spectroscopy, 8, S. 131 [1954]).
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Alle angegebenen Teile und Prozentgehalte beziehen sich auf das Gewicht, wenn nichts anderes angegeben ist.
Beispiel 1
45 Dieses Beispiel zeigt die Wirkung der Konzentration des Zusatzes auf die Polybutadienstruktur.
In der oben angegebenen Art werden fünf PoIybutadienproben 1A bis IE hergestellt. Für jede Probe wird eine andere Menge von Cobaltoacetylacetonat verwendet: IA: keines; IB: 0,01 Teil; IC: 0,1 Teil; ID: 1,0 Teil; IE: 10 Teile. Die anderen Bestandteile sind für jede Probe die gleichen, und zwar wie folgt:
Teile Destilliertes Wasser 200
Kaliumoleat 5
Kaliumcarbonat, wasserfrei .. 0,5
Eine Mischung von tertiären Mercaptanen, ungefähr 60% tert.-Dodecylmercaptan, 20% tert.-Tetradecylmercaptan
und 20% tert.-Hexadecylmercaptan (T r ο y a η u. a., Rubber World, Bd. 121, S. 68) 0,39
Natriumformaldehydsulfoxylat 0,2
Trinatriumsalz von Äthylendiamintetraessigsäure 0,042
FeSO4-7 H2O 0,028
Destilliertes Wasser 9,73
Butadien 100
Diisopropylbenzolhydroperoxyd 0,3
als
wäßrige
Lösungen!
55 Sofort nach Zugabe von Diisopropylbenzolhydroperoxyd werden alle Probeflaschen in einem Polymerisationsbad von 5°C in Drehung versetzt. Zu geeigneten Zeiten werden die Proben aus dem Bad entfernt und mit 0,1 Teil Hydrochinon als Unterbrecher behandelt. Es wird festgestellt, daß das Cobaltoacetylacetonat in IE sich nicht vollkommen auflöste. Alle Proben werden dann mit 1 Teil Antioxydans (Ν,Ν'-Di-ß-naphthyl-p-phenylen-diamin), hinzuzugeben als 50%ige Paste, behandelt. Alle Proben werden mit einer wäßrigen Lösung von NaCl und Essigsäure koaguliert und mit Wasser gewaschen. Die Proben 1D und 1E werden zusätzlich in verdünnter, wäßriger Essigsäure und dann in Methanol für die weitere Reinigung eingeweicht. Nach dem Trocknen werden Teile der Proben weitergereinigt, wie es oben für die Infrarotbestimmung der Struktur als Schwefelkohlenstofflösungen von Polybutadien beschrieben
65
ist. Die Ergebnisse werden in der folgenden Tabelle angegeben.
Polybutadien, hergestellt bei 5° C
PrnKf, Teile Cobalto- eis Struktur, trans
ΓΙ UUC acetylacetonat 7 Vinyl 79
IA 0 8 14 77
IB 0,01 11 15 73
IC 0,1 20 16 63
ID 1,0 21 17 62
IE 10,0 17
handelt. Die Proben werden mit einer Salzsäurelösung koaguliert und die feinen Krümel mit Wasser gewaschen. Die Proben 2 B und 2 C werden mit verdünnter wäßriger Essigsäure und anschließend mit Methanol für die weitere Reinigung behandelt. Nach dem Waschen mit Methanol werden alle drei Proben in einem Vakuumofen getrocknet. Die Proben werden gewogen, und der Prozentgehalt der Umwandlung des Monomeren zum Polymerisat wird für jede Probe berechnet. Die Proben werden für die Strukturanalyse durch Infrarot wie oben angegeben gereinigt. Die Ergebnisse sind in folgender Tabelle zusammengestellt.
Polybutadien, hergestellt bei 50C
15
Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, daß alle Proben 1 B bis 1E einen niedrigeren Prozentgehalt der transStruktur und einen höheren Prozentgehalt der cis-Struktur haben als die Kontrollprobe 1A, die kein Cobaltoacetylacetonat enthielt. Es ist daraus auch zu ersehen, daß mit steigendem Gehalt an Cobaltoacetylacetonat der Prozentgehalt der eis- und trans-Struktur in den gebildeten Polybutadienen sich asymptotisch einer Reihe von Grenzwerten nähert und daß Mengen des Cobaltoacetylacetonats von mehr als 1 Teil für die angegebene Rezeptur nur eine geringe Wirkung in bezug auf die Änderung der Struktur des gebildeten Polybutadiene haben.
B e i s ρ i e 1 2 3«
Dieses Beispiel zeigt die Wirkung des Zusatzes auf die Polybutadienstruktur als Funktion des Prozentgehaltes der zum Polymerisat umgewandelten Monomeren.
Drei Polybutadienproben 2 A bis 2 C werden auf die oben angegebene Art hergestellt. Probe 2 A enthält kein Cobaltosalz; Proben 2 B und 2 C enthalten je 1 Teil Cobaltoacetylacetonat. Die anderen Bestandteile sind in jeder Probe die gleichen, und zwar wie folgt:
Teile
Destilliertes Wasser 200
Kaliumoleat 5
Kaliumcarbonat, wasserfrei 0,3
Kaliumhydroxyd 0,12
Mischung aus etwa 60% tert.-Dodecylmercaptan, 20 % tert.-Tetrad.ecylmercaptan und 20% tert.-Hexadecylmercaptan 0,47
Natriumformaldehydsulfoxylat 0,2
Trinatriumsalz der Äthylendiamintetraessigsäure 0,042
FeSO4 · 7 H2O 0,028
Destilliertes Wasser 9,73
Butadien 100
Diisopropylbenzolhydroperoxyd 0,3
Sofort nach der Zugabe des Diisopropylbenzolhydroperoxyds werden die Flaschen mit den Proben in einem Polymerisationsbad von 5°C in Drehung versetzt.
Zu den in der folgenden Tabelle angegebenen Zeitpunkten werden die Polymerisationen mit 0,1 Teil Hydrochinon unterbrochen, und die Flaschen werden entlüftet. Die Proben werden dann mit 1 Teil N,N'-Di-/3-naphthyl-p-phenylendiamin als Antioxydans be-
Probe Teile
Cobalto
acetyl
Reak
tionszeit
1Vo Um
wandlung
der Mono
eis Struktur, /0
acetonat Stunden meren 8 trans
2A 0 16 49 18 76
2B 1 5 13 17 63
2C 1 53 57 64
Vinyl
16
19
19
Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß die Wirkung des Cobaltoacetylacetonats auf die Struktur des erzeugten Polybutadiens nicht von dem Prozentgehalt des zum Polymerisat umgewandelten Monomeren abhängt, da 2 B und 2 C ähnliche Strukturanalysen zeigen, obwohl die prozentuale Umwandlung von Monomeren zu Polymerisat recht verschieden ist, nämlich 13% für Probe 2 B und 57% für Probe 2 C.
Beispiel 3
Dieses Beispiel zeigt die Wirkung des Zusatzes auf die Polybutadienstruktur bei verschiedenen Polymerisationstemperaturen .
Es werden sechzehn Polybutadienproben 3 A bis 3 P wie oben angegeben hergestellt. Diese werden in zwei Gruppen geteilt, nämlich Gruppe 3 A bis 3 G, die ohne Cobaltosalz hergestellt werden, und Gruppe 3 H bis 3 P, in welcher jede Probe einer Probe in der Gruppe 3 A bis 3 G entspricht, aber Cobaltoacetylacetonat in den in der folgenden Tabelle angegebenen Mengen enthält. Jede Gruppe enthält drei Untergruppen, in welcher die Polymerisation bei 5 bzw. 50 und 80° C durchgeführt wird. Alle entsprechenden Proben werden bei der gleichen Temperatur polymerisiert. Diese Anordnung ermöglicht leichten Vergleich der Wirkung der Polymerisationstemperatur auf die Struktur des Polybutadiens, sowohl mit als auch ohne Zusatz. Zur Klarstellung wird die durchschnittliche Struktur analyse jeder Untergruppe angegeben.
Die Proben 3 A bis 3 C und 3 H bis 3 K, polymerisiert bei 5°C, sind mit der Probe IA identisch, mit der Ausnahme, daß die Proben 3 H bis 3 K Cobaltoacetylacetonat in den angegebenen Mengen enthalten.
Probe 3 D, polymerisiert bei 50C, ist identisch mit Probe 1A, mit der Ausnahme, daß 0,5 Teile K2CO3 durch 0,3 Teile K2CO3 und 0,12 Teile KOH ersetzt werden, um die Geschwindigkeit zu verringern. Proben 3 L bis 3 M, polymerisiert bei 50C, entsprechen der Probe 3 D, mit der Ausnahme, daß sie Cobaltoacetylacetonat in den angegebenen Mengen enthalten.
Proben 3 E und 3 F und die entsprechenden Proben 3 N und 30, die alle bei 5O0C polymerisiert werden, enthalten die folgenden Bestandteile:
3E 3F 3 N Teile 200 200 3O
5 5
Destilliertes Wasser 200 0,39 200
Äthylenoxyd-
Propylenoxyd-
Ruß-
Mischpolymerisat
5 0,4 5
Reglermischung wie
in Beispiel 1
1 1 0,39
tert.-Octylmercaptan 0,4 100 100
Azobisisobutyro-
nitril
1 3 1
Butadien 100 100
Cobaltoacetyl
acetonat
2
Probe
1TOiIe ßöbaltoacetylacetonat
eis
Struktur, °/0
Vinyl I
trans
Polymerisationstemperatur 800C
3Gl 0 I 18 I 18
Polybutadiene,
hergestellt mit Cobaltoacetylacetonat
Polymerisationstemperatur 5°C
Probe 3 G und die ihr entsprechende Probe 3 P werden beide bei 80° C polymerisiert und enthalten die folgenden Bestandteile:
3H Pol 1,0
31 10,0
3J Durchschnitt 6,67
3K 6,67
3L 1,0
3M 1,0
ymerisatic
3,0
2,0
Durchschnitt
3N
30
20 17
21 17
19 18
20 20
18 19
17 19
19,2 18,3
17 19
17 19
17 19
Destilliertes Wasser
Emulgator Alkylarylnatriumsulfonat
Reglermischung wie im Beispiel 1
K2CO3
Azobisisobutyronitril
Butadien
Cobaltoacetylacetonat
3G
3P
3P
Polymerisationstemperatur 8O0C
3,0 I 20 I 18
63
62
63
60
63
64
62,5
Teile
200
5 0,47 0,3 1,0 100
200
0,47 0,3 1,0 100 3
Alle sechzehn Proben werden in der oben angegebenen Art polymerisiert, gereinigt und analysiert mit der Ausnahme, daß die Infrarotspektralanalyse für die Struktur 3 G und 3 P mit festen Tabletten von mit Kaliumbromid gemischtem Polymerisat durchgeführt wird, und zwar auf die bekannte Art. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
Polybutadiene, hergestellt bei verschiedenen Temperaturen
Probe Teile Cobalto eis Struktur, °/ 7 14 15 18 trans
acetylacetonat Vinyl 8 15 15 18
Polybutadien-Kontrollen 9 17 15 18
Polymerisationstemperatur 5°C 8 16 79
3A 0 8 15.5 77
3B 0 Polymerisationstemperatur 5O0C 74
3C 0 0 76
3D 0 0 76,5
Durchschnitt Durchschnitt
67
3E 67
3F 67
Aus der Prüfung der Durchschnitte der ohne Cobaltosalz hergestellten Strukturanalyse der PoIybutadiene ist ersichtlich, daß der Prozentgehalt der cis-Struktur sich von 8% bei 5°C auf 15% bei 500C und 18% bei 8O0C ändert, und daß der Prozentgehalt der trans-Struktur von 76,5% bei 5°C zu 67,0% bei 5O0C und 64% bei 8O0C abnimmt. Die Vinylanalyse ändert sich mit der Temperatur nur wenig. Diese Ergebnisse stimmen gut überein mit den bekannten oben besprochenen Änderungen.
Bei den in Gegenwart von Cobaltoacetylacetonat hergestellten Polybutadienen ist dagegen der Prozentgehalt sowohl der eis- wie der trans-Struktur im wesentlichen konstant mit der Temperatur. Die Konstanz des Prozentgehalts der Vinylstruktur von mit Cobaltoacetylacetonat hergestelltenPolybutadienen ist ähnlich dem der Polybutadienkontrollproben.
Es ist ersichtlich, daß in Gegenwart von Cobaltoacetylacetonat hergestelltes Polybutadien eine im wesentlichen nicht variierende Menge von eis-, Vinyl- und trans-Struktur im Temperaturbereich von 5 bis 8O0C hat, und daß in diesem Temperaturbereich der Prozentgehalt der Monomereneinheiten des in Gegenwart von Cobaltoacetylacetonat hergestellten Polybutadiene mit cis-Konfiguration 17 bis 20% ist. Durch Vergleich der Proben 3 H und 31 kann festgestellt werden, daß die Verwendung von mehr als 1 Teil Cobaltoacetylacetonat in der Rezeptur nur wenig oder keine zusätzliche Änderung der Struktur ergibt.
Beispiel 4
Dieses Beispiel zeigt die Wirkung von Kobaltsalz verschiedener /?-Diketone auf die Struktur des Polybutadiene.
Acht Proben 4A bis 4H wurden auf die oben angegebene Art hergestellt. Proben 4 A bis 4 D sind
identisch mit Probe 1A, mit der Ausnahme, daß die 0,5 Teile K2CO3 durch 0,3 Teile K2CO3 und 0,12 Teile KOH (identisch mit Probe 3D) ersetzt wurden, und mit der Ausnahme, daß sie den in der folgenden
409 537/596
Tabelle angegebenen Zusatz enthalten. Proben 4 E, 4 F nähme, daß sie den unten angegebenen Zusatz
und 4 H sind identisch mit Probe 1A, mit der Ausnahme, daß sie 0,12 Teile KOH zusätzlich zu 0,5 Teilen K2CO3 enthalten, und der weiteren Ausnahme, daß sie den in der folgenden Tabelle angegebenen Zusatz enthalten. Probe 4G ist identisch mit Probe IA, mit der Ausenthält.
Die Proben wurden bei 50C polymerisiert, gereinigt und auf die oben angegebene Art analysiert. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
Zusatz Keiner MoI verwendet °o eis "'«Vinyl 0Z0 trans
Probe Keiner pro 100 Teile 9 16 75
Keiner Butadien 8 16 76
4A Bis-(l,3-diphenyl-l,3-propandiono)-kobalt 9 16 75
4B Bis-(1 -phenyl-1,3-butandiono)-kobalt 13 18 69
4C Natriumkobaltoacetylacetonat —. 18,5 18,5 63
4D Kobaltoacetylacetonat 0,008 18 19 63
4E Kobaltiacetylacetonat 0,0017 18 18 64
4F 0,0117 10 17 73
4G 0,0117
4H 0,0117
Es sei bemerkt, daß die Kontrollproben 4A, 4 B und 4 C eine cis-Struktur von 9 bzw. 8 bzw. 9% und eine trans-Struktur von 75 bzw. 76 bzw. 75 % zeigen, in guter Übereinstimmung miteinander und mit den früheren Kontrollproben. Die Zusätze Bis~(l-phenyll,3-butandiono)-kobalt in Probe 4E und Natriumcobaltoacetylacetonat in Probe 4F erhöhen beide den Prozentgehalt an cis-Struktur und erniedrigen den Prozentgehalt an trans-Struktur in ungefähr dem gleichen Ausmaß wie Cobaltoacetylacetonat in Probe 4G. Das Bis-(1,3-diphenyl-l,3-propandiono)-kobalt in Probe 4 D ist selbst in einer stark verringerten Menge ungefähr halb so wirksam wie das Cobaltoacetylacetonat in Probe 4 G. Andererseits zeigt das Cobaltoacetylacetonat in Probe 4 H wenig oder keine Tendenz in bezug auf Erhöhung der cis-Struktur.
Dieses Beispiel zeigt vier Cobaltosalze von /3-Diketonen, nämlich Cobaltoacetylacetonat, Natriumcobaltoacetylacetonat, Bis-(l-phenyl-l,3-butandiono)-kobalt und Bis-(l,3-diphenyl-l,3-propandiono)-kobalt, die für die Erhöhung des Prozentgehaltes der cis-Struktur und Erniedrigung des Prozentgehaltes der trans-Struktur von in ihrer Gegenwart hergestellten Polybutadienen wirksam sind.
Beispiel 5
Dieses Beispiel zeigt einen Vergleich eines vulkanisierten Kautschuks, der bei 5° C in Gegenwart von Cobaltoacetylacetonat hergestelltes Polybutadien enthält, mit einem vulkanisierten Kautschuk, der bei 5°C ohne Cobaltosalz hergestelltes Polybutadien enthält, und mit einem vulkanisierten Kautschuk, der bei 50 0C ohne Cobaltosalz hergestelltes Polybutadien enthält.
Auf die oben angegebene Art werden drei Proben Polybutadien 5 A, 5 B und 5 C hergestellt. Die folgenden Rezepturen werden verwendet.
5A
5B
5C
Cobaltoacetylacetonat
Destilliertes Wasser
Kaliumoleat
Kaliumcarbonat
Kaliumpersulfat
Reglermischung wie im Beispiel 1. Dodecylmercaptan
200
4,5*
0,5
0,56
200
5
0,5
0,37
200 5
0,5 0,5
0,76
(Spülen mit Stickstoff)
Natriumformaldehydsulfoxylat
Trinatriumsalz von Äthylendiamintetraessigsäure
FeSO4 ■ 7 H2O
Destilliertes Wasser
Butadien
(Verschließen)
Diisopropylbenzolhydroperoxyd
Polymerisation:
Temperatur, 0C
Zeit, Stunden
Unterbrechung
0,2 0,2
0,042 0,042
0,028 0,028
9,73 9,73
100 100
0,3
43
Hydrochinon
0,3
5
7
Hydrochinon
Methanol**
76
Salzsäure
66
Antioxydans***
Koagulation
Umwandlung des Monomeren zu Polymerisat, % · · ·
* Nach 161Za Stunden werden zusätzlich 2,5 Teile Kaliumoleat (als 10°/0ige Lösung) hinzugegeben. ** Ebenfalls in Essigsäure eingeweicht, in Methanol eingeweicht und mit Methanol gewaschen. * * * NjisT-Di-zS-naphthyl-p-phenylendiamin.
100
50 22
Kaliumdimethyldithiocarbamat
Salzsäure 73
Die erhaltenen Polybutadiene wurden geprüft und die folgenden Ergebnisse erzielt.
IO
Gelgehalt, %
Viskosität in verdünnter
Lösung
ML-4-100°C
Verhältnis Vinyl zu trans
(durch Infrarotanalyse) ..
Dann werden die drei Kautschukmischungen 5 D, 5 E und 5 F hergestellt, die Polybutadien der Proben 5 A bzw. 5 B und 5 C enthalten, gemischt mit Ruß wie folgt:
5A
2,21 51
0,28
5B
2,07 49
0,22
SC
2,35 52
0,27
Polybutadien
von Probe 5 A ....
von Probe 5 B ....
von Probe 5 C ....
Ruß
Zinkoxyd
Asphalt
Stearinsäure
Mercaptobenzthiazol
Diphenylguanidin ..
Schwefel
5D 5E
95
100
50 50
5 5
5 5
6,5 1,5
1,5 1,5
0,4 0,4
2 2
165,4 165,4
Anteile dieser Mischungen werden bei 144,4° C je 30, 45 und 60 Minuten in einer 2,54-mm-Form vulkanisiert, und ein Teil jeder dieser Massen wird 45 Minuten bei 144,4° C in einer 12,7-mm-Matrizenform vulkanisiert. Mit den vulkanisierten Proben werden verschiedene Prüfungen durchgeführt, und es werden die folgenden Ergebnisse erzielt:
30
5D I 5E I 5F
Vulkanisationszeit in Minuten bei 144,4° C
I 60 I 30 45 I 60 I 30 45
Zugfestigkeit, kg/cm2 ...
Dehnung, %
Durometer A
(ASTM-D 676)
Modul bei 200%, kg/cm2
Modul bei 300%, kg/cm2
Torsionshysterese bei
Zimmertemperatur ....
Torsionshysterese bei
140°C
Rückprall, %
(ASTM-D 1054)
*10% Erholung bei
*30% Erholung bei
*50% Erholung bei
*70% Erholung bei
Verarbeitung
* Bei 150% Dehnung.
0C.
0C.
0C.
3C.
133,57 600
47,6
88,2
0,351 0,187
-70,6 -63,2 -54,3 -44,4
124,25 540
65
53,2
98,7
0,330 0,195
47
-68,7 -64,0 -55,3 -46,2
113,05 510
53,9 101,5
0,346 0,200
-67,4 -63,9 -55,8 -46,2
am besten 161,00
690
60
37,45
72,1
0,314
0,191
-50,7
-32
-23,2
-16,2
157,5
650
62
43,75
84
0,317
0,183
51
-57,2
-35,8
-25,6
-19,4
mittelmäßig
112,7 125,65
560 540
62 59
44,1 48,3
85,75 91
0,319 0,325
0,189 0,172
-56,6 -69,8
-36,5 -62,7
-26,9 -51,3
-10,0 -40,0
g am s
129,85 560
60
50,4
92,75
0,325 0,181
47 -70,2
63,4 -53,2 -42,5
128,8 550
-68,4 -64,0 -54,4 -43,0
Es ist ersichtlich, daß die Zugfestigkeits-, Dehnungsund Modulwerte für Probe 5 D, die Kautschuk ist, der Polybutadien enthält, das bei 5°C in Gegenwart von Cobaltoacetylacetonat hergestellt ist, den Werten der Probe 5 F, die Kautschuk ist, welcher Polybutadien enthält, das bei 50°C ohne Cobaltosalz hergestellt ist, ähnlicher sind als den Werten der Probe 5 E, die Kautschuk ist, der Polybutadien enthält, das bei 50C ohne Cobaltosalz hergestellt ist. Zwischen den Werten der Kältebeständigkeit der Proben 5 D und 5 F ist eine auffallende Ähnlichkeit, da die Erholungstemperaturen innerhalb 2 oder 30C übereinstimmen. Andererseits neigt die Probe 5 E, welche einen niedrigeren Prozentgehalt an cis-Struktur als 5 D oder 5 F hat, dazu, zu kristallisieren und hat deshalb viel höhere Erholungstemperaturen. Dieses Beispiel zeigt daher, daß eine Kautschukmischung, die ein Polybutadien enthält, das in Gegenwart von Cobaltoacetylacetonat bei 50C hergestellt ist, nämlich Probe 5 D, eine bessere Kältebeständigkeit hat als ein Kautschuk, der ein Polybutadien enthält, das bei der gleichen Temperatur, 5°C, ohne Cobaltosalz hergestellt ist, nämlich Probe 5 E.
Beispiel 6
Dieses Beispiel zeigt die Wirkung von Cobaltoacetylacetonat auf die Struktur eines Mischpolymerisats aus Butadien und Styrol (75% Butadien, 25% Styrol).
Wie oben beschrieben, werden drei Proben 6 A, 6 B und 6 C eines Mischpolymerisats aus Butadien und Styrol hergestellt. Probe 6 A ist ein Mischpolymerisat, das bei 5°C in Gegenwart von 1 Teil Cobaltoacetyl-
acetonat hergestellt ist. Probe 6 B ist ein ähnliches Mischpolymerisat, welches bei der gleichen Temperatur, 5 0C, ohne Cobaltosalz hergestellt ist. Probe 6 C
ist ein ähnliches Mischpolymerisat, welches ohne Cobaltosalz bei 500C hergestellt ist. Die folgenden Rezepturen werden verwendet:
6A
6B
6C
Cobaltoacetylacetonat
Destilliertes Wasser
Kaliumoleat
Kaliumcarbonat
Kaliumhydroxyd
Kaliumpersulfat
Reglermischung wie im Beispiel 1
Dodecylmercaptan
Styrol
(Mit Stickstoff spülen)
Natriumformaldehydsulfoxylat
Trinatriumsalz von Äthylendiamintetraessigsäure ....
FeSO4 · 7 H2O
Destilliertes Wasser (Kühlen mit Eis)
Butadien
(Verschließen)
Diisopropylbenzolhydroperoxyd
Polymerisation:
Temperatur, °C
Zeit, Stunden: Minuten
Unterbrecher (bei allen)
Antioxydans***
Koagulation
Umwandlung von Butadien zum Polymerisat, %
187,5*
4,5*
0,5
0,56
25
0,20
0,042
0,028
9,73
75
0,3
5
32:20
200
5
0,3
0,12
0,37
25
0,20
0,042
0,028
9,73
75
0,3
5
14:38
200 5 0,5
0,5
0,47 25
75
50 14:25
0,625 Teile Kaliumdimethyldithiocarbamat
Methanol**
56,6
Methanol
55
Methanol 72,5
* Bei 20%iger Umwandlung werden zusätzlich 2,5 Teile Kaliumoleat in 22,5 Teile Wasser hinzugegeben. ** Polymerisat wird in lOvolumprozentiger Essigsäure, dann in Methanol eingeweicht. * * * N,N'-Di-|8-naphthyl-p-phenylendiamin.
Es werden drei bis sechs Gefäße jedes Probepräparats gleichzeitig polymerisiert und gemischt. Mit den so erhaltenen Produkten werden verschiedene Prüfungen durchgeführt, die Ergebnisse dieser Prüfungen gaben die folgenden Eigenschaften.
Gelgehalt, 0/0
Viskosität in verdünnter
Lösung
Ml-4-100°C
trans-Struktur, %
Vinyl-Struktur, %
cis-Struktur, %
Gesamt °/0
6A 6B
0 0
3,05 2,45
110 55
65,3 76,7
15,9 15,1
18,8 8,2
100 100
6C
1,96 47
68,6
15,7
15,7
100
* Der Prozentsatz der Struktur ist nur auf Basis des Butadiengehalts angegeben, so daß leichter ein Vergleich mit Homopolymerisaten durchgeführt werden kann.
Aus diesen Ergebnissen ist ersichtlich, daß Cobaltoacetylacetonat für die Änderung der Struktur des Butadiens in einem Mischpolymerisat von Butadien und Styrol ebenso wie in einem Homopolymerisat von Butadien wirksam ist.
Beispiel 7
Dieses Beispiel zeigt einen Vergleich eines vulkanisierten Kautschuks, der ein in Gegenwart von Cobaltoacetylacetonat bei 5° C hergestelltes Butadien-Styrol-Mischpolymerisat enthält, mit einem vulkanisierten Kautschuk, der ein bei 5°C ohne Cobaltosalz hergestelltes Butadien-Styrol-Mischpolymerisat enthält, und mit einem vulkanisierten Kautschuk, der ein bei 5O0C ohne Cobaltosalz hergestelltes Butadien-Styrol-Mischpolymerisat enthält.
Es werden drei Kautschukmassen 7 A, 7 B und 7 C hergestellt. Proben 7 A, 7 B und 7 C enthalten die Butadien-Styrol-Mischpolymerisate von Proben 6A bzw. 6B bzw. 6C mit Ruß gemischt wie folgt:
7A
7B
7C
Mischpolymerisat von Probe 6A von Probe 6B von Probe 6C
Ruß
Zinkoxyd
Asphalt
Stearinsäure
Mercaptobenzthiazol
Diphenylguanidin ..
Schwefel
100
50 5 5
6,5 1,5 0,4 2
100
—· 100
50 50
5 5
5 5
6,5 6,5
1,5 1,5
0,4 0,4
2 2
Anteile dieser Massen werden bei 144,4° C 30, 45 und 60 Minuten vulkanisiert. Mit diesen vulkanisierten Proben werden verschiedene Prüfungen durchgeführt, und es werden die folgenden Ergebnisse erhalten:
30 7A 7B 30 45 60 30 7C 60
66 65 66 67 62 68
205,10 254,10 249,90 2 68,80 221,90 45 218,40
Durometer A 430 Vulkanisationszeit in Minuten bei 144,0° C 600 530 540 560 64 500
Zugfestigkeit, kg/cm2 ... 59,50 45 ι 60 41,30 48,65 39,90 43,05 198,70 39,20
Dehnung 104,30 68 68 73,50 87,50 70,70 78,05 470 73,50
Modul bei 200%, kg/cm2 211,40 183,40 48,30
Modul bei 300%, kg/cm2 0,31 380 j 350 0,35 0,33 0,34 0,35 90,30 0,33
Torsionshysterese bei 68,25 69,30
Zimmertemperatur ... 0,15 127,40 130,20
I
0,17 0,16 0,16 0,15 0,33 0,15
Torsionshysterese bei I VJ J. I 46
14O0C 0,30 j 0,30 0,15
Rückprall, % I 41
Erholungstemperatur 0,12 0,13
prüfung (gemessen -53,1 i
46 —
-48,6 -48,4 -47,8 -51,0 -49,6
bei 150%) -47,5 j -42,9 -42,9 -42,1 -44,9 -44,2
10% Erholung bei °C -42,1 -37,4 -37,7 -36,6 -40,0 -50,5 -38,4
30% Erholung bei 0C -34,5 j -30,2 -30,3 -29,3 -31,7 -44,7 -31,3
50% Erholung bei 0C Am -51,8 -51,7 am besten am -38,7 nächstbesten
70% Erholung bei 0C -46,6 !-46,4 -31,2
Verarbeitung -41,3 |-41,1
-33,8 i-33,5
schier.htesten
(Mooney zu hoch)
Obwohl der Kautschuk der Probe 7 A einen übermäßigen Mooney-Viskositätswert hat (was ersichtlich ist aus den Verarbeitungseigenschaften, dem Versteifungsmodul bei 300 % und der kurzen Streckung in Probe 7 A), ist diese in der Kältebeständigkeit sowohl der Probe 7 B (Kautschuk, der das ohne Cobaltosalz bei 50C hergestellte Mischpolymerisat enthält) als auch der Probe 7 C (Kautschuk, der das bei 500C ohne Cobaltosalz hergestellte Mischpolymerisat enthält) überlegen. Die Verbesserung der Kältebeständigkeit von Probe 7 A gegenüber Probe 7 B beträgt ungefähr 2,2 bis 2,75° C und gegenüber Probe 7C ungefähr 1,1O0C.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Emulsionspolymerisation von 1,3-Butadien-Kohlenwasserstoffen oder deren Mischungen mit Styrol im wäßrigen Medium in Gegenwart von üblichen Emulgiermitteln und Polymerisationskatalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man in zusätzlicher Gegenwart von zweiwertigen Kobaltsalzen von /9-Diketonen der Formel
R. ρ /"1XJ c R'
409 537/596
19 20
in der R und R' gesättigte aliphatische, aromatische, tCobaltsalze der /S-Diketone pro 100 Gewichtsteile Alkaryl- oder Aralkyl-Kohlenwasserstoffreste sind, der Monomeren durchführt,
polymerisiert. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- gekennzeichnet, daß man die Polymerisation bei zeichnet, daß man die Polymerisation in Gegen- 5 Temperaturen im Bereich von 0 bis 500C durchwart von 0,5 bis 50 Millimol der zweiwertigen führt.
409 537/596 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
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