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Drahtstütze für eine elektrische Glühlampe mit rohrförmigem Gefäß
und Verfahren zur Herstellung und Befestigung derselben Die Erfindung betrifft eine
in einer elektrischen Glühlampe mit einem rohrförmigen Gefäß und einem in der Rohrachse
angeordneten Drahtwendel-Leuchtkörper wenigstens einmal vorhandene, vorzugsweise
aus einem einzigen Drahtstück gewundene Drahtstütze, die mit einem Ende auf der
Leuchtkörperwendel befestigt ist, einen vorzugsweise spiraligen Zwischenabschnitt
besitzt, der außen die Innenseite der Gefäßwand berührt, und die sich mit einer
äußeren Windung am Gefäßrohr abstützt.
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Das zentrale oder innere Ende bekannter Drahtstützen ist zu ungefähr
zwei Wendelwindungen geformt, während das äußere, zur Gefäßwand führende Drahtende
im allgemeinen spiralig ist. Solche Drahtstützen werden auf einem Dorn oder einer
Spindel gewickelt, dann abgestreift und mit den zentralen Wendelwindungen auf die
Leuchtkörperwendel aufgeschraubt. Dieses Verfahren ist sehr zeitraubend, besonders
wenn eine größere Anzahl von Stützen auf einer einzigen Wendel befestigt werden
muß. Beispielsweise wird eine ungefähr 25 cm lange Leuchtkörperwendel mit acht solchen
Stützen versehen. Es ist schon versucht worden, die Drahtstützen direkt auf die
Leuchtkörperwendel zu wickeln. Dabei verzerrt jedoch die Drahtstütze die Windungen
der Leuchtkörperwendel und sitzt bei Stößen oder Erschütterungen daher nicht genügend
fest.
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Ziel der Erfindung ist daher eine Drahtstütze, die direkt auf dem
Wendel-Leuchtkörper hergestellt und stoßfest und konzentrisch auf der Leuchtkörperwendel
befestigt werden kann.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Drahtstütze zur Befestigung auf
der Leuchtkörperwendel selbst zwei Wendeln bildet, von denen die erste mit ihren
Windungen zwischen den Windungen der Leuchtkörperwendel und konzentrisch mit dieser
liegt, während die zweite Wendel der Stütze aus dem Stützdrahtende gebildet ist
und im umgekehrten Windungssinn auf die Windungen der Leuchtkörperwendel und die
dazwischenliegenden Windungen der ersten Stützdrahtwendel gewickelt ist.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden in dem Ausführungsbeispiel,
das in der Zeichnung dargestellt ist, beschrieben.
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F i g. 1 ist die Seitenansicht einer rohrförmigen elektrischen Glühlampe
mit Drahtstützen; F i g. 2 ist die Seitenansicht einer zum Teil längs der Linie
2-2 geschnittenen Drahtstütze mit einem Teil einer Leuchtkörperwendel; F i g. 3
ist die Vorderansicht des in F i g. 2 dargestellten Gegenstandes; F i g. 4 ist die
perspektivische Ansicht eines Dornes oder einer Spindel zur Herstellung der Drahtstütze;
F i g. 5 ist die Vorderansicht des in F i g. 4 dargestellten Dornes; F i g. 6 zeigt
einen Längsschnitt an der Linie 6-6 in F i g. 5 des Dornes.
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Die in F i g. 1 gezeigte Lampe entspricht der in der USA.-Patentschrift
2 883 571 beschriebenen bekannten elektrischen Glühlampe. Sie besitzt ein rohrförmiges
Gefäß 1 aus gläsernem Material wie Quarz. Das Gefäß 1 enthält eine Gasfüllung, beispielsweise
Argon und einen kleinen Zusatz von Joddampf. Der Leuchtkörper 2, eine Wolframdrahtwendel,
ist in der Gefäßachse angeordnet, und seine Enden sind an den inneren Enden der
Stromzuführungen 3 befestigt, welche an beiden Enden des Gefäßrohres in einen Quetschfuß
4 eingeschmolzen und nach außen geführt sind. Der Leuchtkörper 2 ist durch Stützen
5 gegen die Innenseite der Gefäßwand abgestützt. Die Stützen 5 sind in Abständen
auf dem Leuchtkörper befestigt und berühren die Innenseite der Gefäßwand.
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Die Stützen in F i g. 2 und 3 sind aus Draht, z. B. Wolframdraht,
geformt und haben einen äußeren gewundenen Abschnitt 6 von etwas geringerem Durchmesser
als dem Innendurchmesser des Gefäßes 1, so daß sie sich am Gefäßrohr abstützen.
Der äußere aus einer Windung bestehende Abschnitt 6 ist durch einen vorzugsweise
spiraligen Zwischenabschnitt 7 mit dem zentralen gewendelten Abschnitt verbunden,
der an
der Leuchtkörperwendel2 befestigt ist. Der zentrale Abschnitt
enthält eine erste Wendel mit vorzugsweise zwei vollen Windungen 8, die zwischen
den Windungen der Leuchtkörperwendel2 und konzentrisch mit dieser liegt. An die
Windungen 8 der ersten Wendel schließt sich im umgekehrten Windungssinn eine zweite
Wendel als Befestigungsumwicklung an, vorzugsweise in Form einer vollen Windung
9, die auf die Windungen der Leuchtkörperwendel 2 und die dazwischenliegenden Windungen
8 der ersten Wendel gewickelt ist. Durch dieses Überwickeln mittels der Befestigungswindung
9 sind Befestigung und Zentrierung der Stütze 5 auf der Leuchtkörperwendel
2 gesichert.
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Die Herstellung der Drahtstütze 5 und ihre Anbringung auf der Leuchtkörperwendel2
erfolgt vorzugsweise auf der in den F i g. 4 bis 6 gezeigten Vorrichtung. Wie F
i g. 6 zeigt, sitzt die Leuchtkörperwendel 2 fest auf einem Kerndraht
10 und ist durch eine Bohrung 11 des drehbaren Formdornes 12 oder der drehbaren
Formspindel hindurchgeführt und in einem Spannfutter 13 im Inneren des Formdornes
12 gehalten. Die Federfinger des Spannfutters 13 werden dadurch geschlossen gehalten,
daß sie mit dem Rohr 16,
durch das sich der Leuchtkörper ebenfalls erstreckt,
mittels Federkraft gegen die konisch zur Mitte geneigte Wand 14 der vergrößerten
axialen Öffnung 15
gedrückt werden. Zum Einführen des Leuchtkörpers 2 wird
das Rohr 16 zurückgezogen, so daß die Federfinger des Spannfutters 13 freigegeben
werden und sich öffnen können.
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Das Ende eines Drahtstückes wird in den dicht hinter einer Stirnseite
des Formdornes 12 liegenden Kanal 17 eingeführt und der Draht wird in die
Rille 18 in der Mantelfläche des Formdornes niedergebogen. Die Rille
18 setzt sich auf der Stirnseite des Formdornes12 in einer in einer Spirale
zur Mitte hin laufenden Stufe 19 fort. Wenn daher der Formdorn zusammen mit
dem Leuchtkörper 2 im Uhrzeigersinn gedreht wird, wie es Fig. 5 zeigt, wird der
Draht zuerst um diese Stufe 19 und weiter auf der spiraligen Laufbahn 20 zur Mitte
der Stirnseite des Formdornes geführt. Vom inneren Ende der Laufbahn 20 wird
der Draht auf den Kerndraht 10 und mit zwei Schraubenwindungen 8 zwischen die Windungen
der Leuchtkörperwendel gelegt, wie in F i g. 2 zu sehn ist. Dann wird bei gleichem
Drehsinn des Formdornes die Wicklungsrichtung umgekehrt, in dem das Drahtende im
der Leuchtkörperwendel 2 entgegengesetzten Windungssinn zu einer festen Überwicklung
9 geformt wird. Dann wird das restliche Drahtende von der überwicklung 9 abgeschnitten.
Das entstandene Drahtgebilde wird an der Stelle, an der der Stützdraht die Nut 21
kreuzt, von dem im Kanal 17 steckenden Drahtende und dann noch einmal an der Stelle,
die dem Anfang der spiraligen Laufbahn 20 in der Stirnseite entspricht, abgetrennt,
so daß ein Drahtgebilde entsteht, wie es in F i g. 3 gezeigt ist. Das Spannfutter
wird dann durch vorübergehendes Zurückziehen des unter Federkraft stehenden Rohres
16 geöffnet, und der Leuchtkörper2 mit dem Kerndraht 10 werden um eine vorbestimmte
Strecke weitergezogen, damit dann die nächste Drahtstütze 5 auf der Leuchtkörperwendel
2 befestigt werden kann.
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Das beschriebene Verfahren kann selbst auf nur halbautomatischen Vorrichtungen
schnell durchgeführt werden und bringt eine beträchtliche Zeitersparnis gegenüber
dem bekannten Verfahren, bei dem die Stützen gesondert herzustellen und dann auf
die Leuchtkörperwendel aufzuschrauben sind. Die nach dem neuen Verfahren hergestellte
Drahtstütze 5 ist auch sicherer auf der Leuchtkörperwendel 2 befestigt, als es mit
dem bekannten Verfahren möglich war.