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Vorrichtung zum Zuführen von in einem Behälter gestapelten Adressendruckkarten
zu einer Drucktrommel Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen von in
einem Behälter gestapelten, mit abdruckfähiger Spiegelschrift versehenen Adressendruckkarten
zu einer mit die Adressendruckkarten durch in ihnen angebrachten Ausschnitte hindurch
erfassenden Haltemittels versehenen Drucktrommel eines Rotationsvervielfältigers
mit Hilfe von einem unter dem Adressendruckkartenstapel hin- und hergehenden Zuführschieber
nach Patent 1149 727.
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Bei dieser Vorrichtung führt der Zuführschieber eine parallel zur
Kartenoberfläche verlaufende Zuführbewegung aus. Es hat sich aber herausgestellt,
daß durch die parallele Verschiebung der Karten zueinander beim Lösen von einem
Kartenstapel ein Verschmieren der hektographischen Spiegelschrift verursacht wird.
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Es sind zwar auch Zuführvorrichtungen für Briefumschläge bekannt,
deren Zuführschieber nach dem Hintergreifen hinter die Verschlußklappe eine geringe
Abwärtsbewegung ausführen. Durch diese Bewegung wird aber lediglich der aus dem
Behälter gelöste Teil des Briefumschlages auf eine Platte geführt, von wo der Briefumschlag
durch schwenkbare Rollenpaare abgenommen und einer Druckvorrichtung zugeführt wird.
Bei einer anderen Zuführvorrichtung für Briefumschläge sind eine oder mehrere Blattfedern
mit ihrem einen Ende am Umfang einer hin- und herschwingenden Trommel angebracht,
während das andere Ende, durch ein Führungsstück geführt, hinter die Verschlußklappe
des Briefumschlages greift und diesen ein Stück aus dem Behälter herausschiebt.
Hierbei verläuft die wesentlichste Bewegung des Zuführschiebers annähernd horizontal.
Die beiden letzten Vorrichtungen sind insbesondere für das Zuführen von Briefumschlägen
vorgesehen und eignen sich daher nicht für ein einwandfreise Zuführen von Adressendruckkarten
der in Frage stehenden Art.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung nach dem
Patent 1149 727 dahingehend zu verbessern, daß ein Verschmieren der hektographischen
Spiegelschrift vermieden wird.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der hin- und hergehende
Zuführschieber gegen Ende seiner horizontalen Bewegung eine ebenfalls mit der Drucktrommelumdrehung
synchronisierte Abwärtsbewegung zur darunterliegendenDrucktrommel ausführt.
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In den Zeichnungen und in der Beschreibung ist der Erfindungsgegenstand
beispielsweise beschrieben und erläutert.
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F i g.1 zeigt schematisch die Vorrichtung für die Adressenvervielfältigung
von Adressendruckkarten auf Briefumschläge u. dgl. in Seitenansicht; F i g. 2 zeigt
die gleiche Vorrichtung in Draufsicht; F i g. 3 zeigt einen Schnitt der Adressendruckkarte
im vergrößerten Maßstab mit eingeschobener Zunge. Die Vorrichtung ist, wie in F
i g. 1 und 2 dargestellt, zusätzlich in einen Rotationsvervielfältiger eingebaut
und dient der Vervielfältigung von Adressen einer beschrifteten Adressierfolie der
Adressendruckkarten auf Briefumschläge u. dgl. Sie besteht aus dem Adressendruckkarten-Aufnahmekasten,
dem Adressendruckkarten-Ablagekasten, dem Briefumschlag-Ablagekasten und der Greifereinrichtung,
die in der Drucktrommel angeordnet ist.
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Die zu adressierenden Briefumschläge 1 werden durch eine nicht dargestellte
Zuführungseinrichtung in die Drucklinie der Drucktrommel 2 und der mit einem Gummimantel
versehenen Druckwalze 3 eingeführt. Alle Bewegungen der Vorrichtung zum Adressieren
der Briefumschläge werden von der rotierenden Drucktrommel 2 gesteuert. Die Drucktrommel
Z, welche in den Seitenwänden 4 und 5 der Maschine gelagert ist, wird durch Betätigung
der Handkurbel 6 oder durch einen nicht dargestellten elektrischen Antrieb über
Zahnrad 7 und Zahnrad 8 in Umlauf gesetzt. Die Drucktrommel 2 trägt an der Stirnweite
zur Seitenwand 5 die Adressendruckkarten-Anlegerkurve 9 und Laufrolle 10, die zur
Bewegungsübertragung auf den Rollenhebel 11 mit Rolle 12 und den Hebel 13
des Adressendruckkarten-Aufnahmekastens 14 (F i g. 2) dienen, der auf der Traverse
15, welche mit Seitenwand 4 und Seitenwand 5 leicht lösbar verschraubt ist, angeordnet
ist. An der Stirnseite der Drucktrommel 2 zur Seitenwand 4 befindet sich die Greiferkurve
16, die mit der Seitenwand 4 fest verbunden ist. In einem Ausschnitt des Drucktrommehnantels
befinden sich die auf der
Welle 18 befestigten Greifer 17 und Zahnritzel
19, das mit dem Zahnsegment 20 kämmt, welches auf einer drehbar in der Trommel 2
gelagerten Welle 21 sitzt. Auf dieser sitzt stirnseitig zur Seitenwand 4 außerhalb
der Trommel 2 der Rollenhebel 22, der mit seiner Rolle 23 die Greiferkurve 16 abtastet.
Die Rolle 23 des Rollenhebels 22 wird durch die Zugfeder 24, die mit dem einen Ende
an der Trommelstirnwand und mit dem anderen Ende an dem auf der Welle 21 festsitzenden
Hebel 25 befestigt ist, an die Greiferkurve 16 angedrückt. Bei sich drehender Drucktrommel
2 führt der Rollenhebel 22 mit seiner die feststehende Greiferkurve 16 abtastenden
Rolle 23 Schwenkbewegungen aus, die durch Zahnsegment 20 auf das Zahnritzel 19 der
Greiferwelle 18 übertragen werden und dabei die Greifer nach außen schwenken oder
in die Trommel zurückschwenken. Von der Anlegerkurve 9 und Laufrolle 10 der anderen
Stirnseite der Trommel 2 werden, wie schon erwähnt, die Bewegungen für den Rollenhebel
11 mit Rolle 12 und Hebel 13 und damit auf Bügel 26 und Zunge 27 des Adressendruckkarten-Aufnahmekastens
14 übertragen. Im Aufnahmekasten 14 werden die Adressendruckkarten 28 in einer bestimmten
Höhe über dem Boden 14a gestapelt, damit sich unter ihnen die Zunge 27, die auf
der in der Mitte angeflachten Welle 29 verschraubt ist, bewegen kann. Der unter
dem Einfluß der Rolle 10 stehende Hebel 13 ist fest verschraubt mit dem Bügel 26,
der um den Aufnahmekasten 14 herumgeführt und an diesem schwenkbar gelagert ist.
Als Begrenzungsanschlag für Bügel 26 dient ein Gummipuffer 30, der unter der Traverse
15 befestigt ist. Quer durch den Bügel 26 und Aufnahmekasten 14 führt die Welle
29, die im Bügel 26 drehbar gelagert ist. Auf der Seite, die der Anlegerkurve 9
zugekehrt ist, ist die Welle 29 zur Aufnahme des Rollenhebels 11 verlängert. Der
Rollenhebel 11 mit Rolle 12 und der Hebel 13 sind durch die Zugfedern 31 und 32
an die Laufrolle 10 bzw. Anlegerkurve 9 der Trommel 2 zur Anlage gebracht und übertragen
ihre durch Anlegerkurve 9 bzw. Laufrolle 10 gesteuerten Bewegungen auf die Zunge
27. An dem Adressendruckkarten-Aufnahmekasten 14
ist der Adressendruckkarten-Ablagekasten
33 montiert. Am Ablagekasten 33 sind zwei Kniehebel 34 drehbar und durch Zugfedern
35 gespannt angebracht, die auf einer Welle 36, die beide Kniehebel 34 verbindet,
mit Gummi überzogene Andrückrollen 37 tragen, die an der Drucktrommel 2 anliegen.
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Die Vorrichtung zum Vervielfältigen bzw. Drucken von Adressen arbeitet
folgendermaßen: Die Adressendruckkarten 28 mit ihrer zum Vervielfältigen vorbereiteten
Adressierfolie werden im Aufnahmekasten 14 gestapelt. Die Briefumschläge werden
in der nicht dargestellten Zuführungseinrichtung gestapelt. Bei Betätigung der Handkurbel
6 oder über einen nicht dargestellten Motorantrieb rotiert über Zahnrad 7 und Zahnrad
8 die Trommel 2 und mit ihr die Anlegerkurve 9 und Laufrolle 10. Durch die Anlegerkurve
9 und Laufrolle 10 erhält die Welle 29 über Rollenhebel 11 mit Rolle 12 eine Drehbewegung
und durch den Hebel 13 um den Drehpunkt des Bügels 26 eine Pendelbewegung.
Die auf Welle 29 verschraubte Zunge 27 macht diese Bewegungen zwangsläufig mit.
Durch die Pendelbewegung wird die Zunge aus der rückwärtigen Lage in die vordere
Lage geführt, gleitet mit ihrer angeschrägten Spitze an der untersten Adressendruckkarte
28 entlang und schiebt sich, wie in F i g. 3 vergrößert dargestellt, in eine Tasche
der Karte. Ist die Pendelbewegung durch Anschlag des Bügels 26 an dem Gummipuffer
30 beendet, so ist die Rolle 12 des Rollenhebels 11 an die Anlegerkurve 9 zur Anlage
gekommen, und der Ablauf der Rolle 12 an der Anlegerkurve 9 gibt der Welle
29 eine Drehbewegung. Dadurch macht die Spitze der Zunge 27, die in die Tasche der
untersten Adressendruckkarte 28 eingeführt ist, eine Abwärtsbewegung und zieht die
Karte aus ihrer Auflage 14b im Kasten 14 ab und führt sie den Greifern 17
der Trommel 2 zu. Die Trommel 2 hat die nach außen geschwenkten Greifer 17 herangeführt,
die in die vorgesehenen Öffnungen der Adressendruckkarte 28 eingreifen und sie mitnehmen.
Die Greifer 17 schließen sich bei weiterer Drehung der Trommel t und führen die
Adressendruckkarte 28 in die Drucklinie zwischen Trommel 2 und Gegendruckwalze 3.
Gleichzeitig ist der Briefumschlag 1 durch die .licht dargestellte 7uführungseinrichtung
ebenfalls so weit in den Druckbereich gebracht, daß er mit seinem Adressenfeld mit
der Adressierfolie der Adressendruckkarte 28 in der Drucklinie der Druckwalze 3
zusammentrifft und die Adresse auf den Briefumschlag 1 durch Druck übertragen wird.
Bei Weiterdrehung der Trommel 2 werden Adressendruckkarte 28 und Briefumschlag 1
aus dem Druckbereich gebracht und in ihrem vorgesehenen Ablagekasten 33 bzw.
38 abgelegt. Der Briefumschlag 1 fällt gleich hinter der Druckwalze 3 auf
eine geneigte Fläche und gleitet in den Ablagekasten 38. Die Adressendruckkarte
28 wird durch die noch geschlossenen Greifer 17 der Trommel 2 weiter mitgenommen
bis hinter die Andrückrollen 37. Hier öffnen sich die Greifer 17 und geben die Adressendruckkarte
28 frei. Die Andrückrollen 37 transportieren die Adressendruckkarten 28 weiter,
und diese gleiten an den Abgleitblechen 39 entlang in den Ablagekasten 33. Die abgelegten
Adressendruckkarten 28 und Briefumschläge 1 können aus ihren Ablagekästen leicht
entnommen werden.