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Baukastengetriebe mit Elektromotor Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Baukastengetriebe mit Elektromotor für Lehrmittel-und Spielzeugzwecke,
insbesondere als Zusatzgetriebe für Metall-, Lehrmittel- und Spielzeugbaukästen.
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Baukastengetriebe sind bekannt. So gibt es solche, wo mit dem Motor
direkt und fest ein Getriebe verbunden ist, während durch einen Verbindungsflansch,
der auch fest mit Motor und Getriebe verbunden ist, der Ansatz eines solchen Motors
mit dem Getriebe an dem betreffenden gebauten Modell erfolgt. In einer besonderen
Ausführung ist das mit dem Motor fest verbundene Getriebe noch mit einer von Hand
aus zu bedienenden Stufenschaltung versehen.
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Die vorgenannte bekannte Art der Getriebe hat den großen Nachteil,
daß der Getriebekasten selbst nicht in seiner Größe oder in seinem eigentlichen
Getriebeaufbau verändert werden kann, so daß z. B. solche Getriebe bei Einbau im
engsten Raum gar nicht verwendet werden könnten, während umgekehrt ein Aufbau mit
erforderlichen größeren Getriebekasten auch nicht möglich wäre.
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Es gibt wohl Getriebe, die einen Motor besitzen, der z. B. seitlich
an einen Getriebekasten angesetzt wird. Dieser Getriebekasten besteht vorzugsweise
aus zwei großen Platten mit den verschiedensten Bohrungen, so daß hier alle Getriebevariationen
mit den verschiedensten Übersetzungen bzw. Untersetzungen möglich sind. Ein Aufbau
eines kleinen Getriebekastens, z. B. zum Einbau in ein raumbeschränktes Modell,
ist mit einer solchen bekannten Getriebeausführung nicht möglich, da zwangläufig
die großen Platten des Getriebekastens die einmalige Größe dieses Getriebes, und
zwar in verhältnismäßig großem Ausmaß bestimmen.
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Die vorbeschriebenen Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung
ausgeschaltet. Die Erfindung besteht darin, daß an der einen Seite eines Verbindungsflansches
der Elektromotor mit Hilfe eines ihn übergreifenden Flanschbügels lösbar gehalten
wird, während an seiner anderen Seite der Getriebekasten in Form von einzelnen,
untereinander austauschbaren Getriebekastenbügeln zur Aufnahme der einzelnen auswechselbaren
Getrieberäder befestigt ist. Durch die Erfindung ist ein Baukastengetriebe geschaffen,
welches seine verhältnismäßig engräumige Einordnung in z. B. mit Hilfe von Metallbaukästen
aufgebaute Modelle zuläßt, ganz gleich, ob es sich um Landfahrzeuge bzw. Wasser-
oder Luftfahrzeuge handelt. Einfache Verbundelemente sichern den festen Zusammenhalt
eines so gestalteten Getriebes in der gewünschten Größe, während durch ansetzbare
Lagerungstraversen Getriebestufen noch außerhalb des eigentlichen, durch Einzelteile
zusammengesetzten Getriebekastenbereiches aufgenommen werden körnen. Durch diese
neuartige Variationsmöglichkeit des Getriebes ist auch neben den verschieden zu
gestz 1-tenden Größen des eigentlichen Getriebekastens und damit des ganzen Getriebes
selbst eine sehr große Anzahl von Geschwindigkeitsbestimmungen möglich. Daher kann
das neuartige Getriebe hergerichtet werden sowohl als stationäres Getriebe als auch
als Getriebe für Fahrzeuge mit niedrigster Geschwindigkeitsabgabe und mit andererseits
höchster Geschwindigkeitsabgabe und den entsprechenden Zwischenstufen, so daß es
allen diesbezüglichen Anforderungen, auch unter Berücksichtigung aller möglichen
Modelle, nachkommt. Damit ist ein großes und weites Betätigungsfeld für das spielende
bzw. bauende Kind geschaffen, so daß neben dem Charakter des Modellbaues auch gleichzeitig
eine polytechnische Erziehung mit geschaffen ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt,
und zwar zeigt F i g. 1 einen beispielsweisen Getriebeaufbau in Seitenansicht in
teilweisem Aufriß; F i g. 2 die Stirnansicht nach F i g. 1 gegen die Getriebeseite,
F i g. 3 die Draufsicht nach F i g. 1, F i g. 4 die Stirnansicht nach F i g. 1 gegen
die Motorenseite, F i g. 5 den Motor allein, F i g. 6 den Verbindungsflansch allein,
F i g. 7 den Motoren-Flanschbügel allein in Draufsicht, ' F i g. 8 den Motoren-Flamschbügel
nach F i g. 7 in Stirnansicht, F i g. 9 einen Getriebe-Kastenbügel allein in Seitenansicht,
F i g. 10 den Getriebe-Kastenbügel nach F i g. 9 in Stirnansicht, F i g. 11 den
Getriebe-Kastenhügel nach F i g. 9 in Ansicht von oben, F i g. 12 eine Lagerungstraverse
allein,
F i g. 13 einen Stellring allein in Vorderansicht, F i g.
14 den Stellring nach F i g. 13 in Seitenansicht, F i g. 15 ein Stirnrad allein
in Seitenansicht, F i g. 16 das Stirnrad nach F i g. 15 in Stirnansicht, F i g.
17 ein Ritzel allein in Seitenansicht.
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F i g. 18 das Ritzet nach F i g. 17 in Stirnansicht, F i g. 19 ein
Kronenzahnrad allein in Seitenansicht und F i g. 20 das Kronenzahnrad nach F i g.
19 in Stirnansicht.
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Das Baukastengetriebe besteht in seinen Hauptteilen aus dem marktüblichen
Motor 1 mit seinen Anschlußpolen la und 1b, dem Verbindungsflansch 8,
dem
Motoren-Flanschbügel 2 mit seinem Flansch 3, dem Getriebekastenbügel13 in bestimmter
Anzahl, der Lagerungstraverse 18 in bestimmter Anzahl, dem Stirnrad 23 in
verschiedener Größe und entsprechender Anzahl, dem Ritzel 26 in entsprechender Anzahl,
dem Kronenzahnrad 29 in entsprechender Größe und Anzahl, der Welle 32 in entsprechend
verschiedenen Längen und Anzahl und dem Schnurlaufrad 33 in entsprechender Größe
und Anzahl.
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Bei dem im Zeichnungsbeispiel dargestellten Getriebe nach F i g. 1
bis 4 ist z. B. ein solches für Schnurlaufantrieb dargestellt, wobei natürlich auch
an Stelle des Schnurlaufrades 33 Laufräder für Fahrzeuge angeordnet sein können,
so daß dieses Beispiel auch für Modellfahrzeuge aus Metallbaukästen verwendet werden
kann. Bei dem Ausführungsbeispiel ist in der sich stets wiederholenden Anordnung
der Motor 1 an der einen Seite des Verbindungsflansches 8 so angesetzt, daß
seine Wellenzapfenseite durch die Ansatzöffnung 12 in den Bereich des Getriebekastens
weist, der als solcher aus den einzelnen Getriebekastenbügeln 13 zusammengebaut
ist, und zwar durch Befestigung der Bügel 13 an der anderen Seite des Verbindungsflansches
8 mit Hilfe der Befestigungsaugen 1.4 und 15. Der Motor 1 wird mit Hilfe des Motoren-Flanschbügels
2 angeflanscht, wobei die Befestigungsaugen 5 und 6 des Flanschbügels
2 aus Verbindungsflansch 8 durch Verschraubung befestigt werden. Das Hinterteil
des Motors 1 mit seinen Anschlußkontakten la und 1b ragt durch die Einschuböffnung
7 am Flansch 3 des Flanschbügels 2 hindurch. Da dieses Hinterteil des Motors kleiner
gehalten ist, wird der Motor 1 fest durch den Bügel 2 gegen den Verbindungsflansch
8 gedrückt und so auch sicher gehalten. Durch die geschweifte Ausführung
des Bügels 2 ist seine besondere Spannungsgestaltung in Hinsicht der sicheren
Haltung des Motors 1 gegenüber dem Verbindungsflansch 8 gesichert. Der Motoren-Flanschbügel
2 ist im Bereich seiner eigentlichen Bügelanordnungen mit den Längsschlitzen 4 versehen,
so daß über diese Schlitze schon eine Befestigung an den Modellfahrzeugen bzw. an
dem Fundament bei stationärer Anordnung in jeder möglichen Weise vorgenommen werden
kann, wodurch auch den verschiedensten Einbau-Anforderungen Rechnung getraden werden
kann. Der Verbindungsflansch 8 ist noch mit den verschiedensten Längsschlitzen und
Bohrungen versehen, und zwar mit den oberen schrägen Längsschlitzen 9 und den beiderseitigen
senkrechten Längsschlitzen 10 unter Anordnung von Zwischenbohrungen 11, so
daß auch hier andere Elemente noch in jeder gewünschten Art anschließbar sind bzw.
umgekehrt das Getriebe entsprechend eingeordnet und befestigt werden kann. Auf der
Gegenseite des Verbindungsflansches 8 ist durch die Anschraubung der einzelnen
Getriebekastenbüge113 der eigentliche Getriebekasten entstanden, der stirnseits
durch eine Lagerungstraverse 18 eine die Bügel verbindende Versteifung erhält (F
i g. 2). Durch die Anordnung eines Längsschlitzes 19 und einer Bohrung
20 in der Lagerungstraverse kann jeder Höhenanordnung der Getriebekastenbügel
zur Gestaltung des Kastens Rechnung getragen werden. Die Lagerungstraverse 18 kann
noch für Lagerungen von Wellen außerhalb des Bereiches des eigentlichen Getriebekastens
herbeigezogen werden, wie es besonders in F i g. 1 dargestellt ist, wobei der Abgang
über das Schnurlaufrad 33 mit seiner dazugehörigen Welle nach unten außerhalb des
eigentlichen Getriebekastens angeordnet ist. Damit erfüllt die Lagerungstraverse
18 auch verschiedene Funktionen.
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Durch die erfindungsgemäße Gestaltung des eigentlichen Getriebekastens
aus den einzelnen Getriebekastenbügeln 13 ist die Vielseitigkeit und Vielgestaltigkeit
eines solchen Getriebekastens möglich. In den einzelnen Getriebekastenbügeln
13 sind die seitlichen Bohrungen 16 vorgesehen, die als Lagerung für
die verschiedenen Getriebewellen 32 dienen. Durch die Anordnung der Längsschlitze
9 bzw. 10 mit den Zwischenbohrungen 11 in dem Verbindungsflansch
8,
gegenüber dem die einzelnen Getriebekastenbüge113 durch Verschraubung angeordnet
werden, können auch die einzelnen Kastenbügel 13 in der Höhe zueinander verstellt
werden, so daß die in den verschiedenen Höhen angeordneten Getrieberäder zueinander
in genauen Eingriff kommen können, und dadurch das Getriebe auch einwandfrei und
ruhig läuft. Durch jeweilige Höhenveränderung der einzelnen Getriebekastenbügel
wird der Gesamtkasten für die betreffenden Getriebestufen zusammengesetzt, so daß
z. B. zwanzig verschiedene Geschwindigkeitsstufen durch jeweiligen Rädereinsatz
vorgenommen werden können. Beim Darstellungsbeispiel nach F i g. 1 bis 4 wird durch
das Ritzel 26 auf der Motorenwelle, welche in Längsrichtung in den Getriebekasten
einragt, die erste übertragung auf das Kronenzahnrad 29, also im Winkel, vorgenommen,
während dann die Zwischenübertragungen durch die jeweilig eingeschalteten Stufen
mit mehr oder weniger größeren Stirnrädern 23 vorgenommen werden. Beim Darstellungsbeispiel
wird in der Endstufe durch ein Schnurlaufrad 33 für stationäre Zwecke der Antrieb
nach außen bewirkt. Die Einordnung des Getriebes in ein Fahrzeug unter Anordnung
entsprechender Laufräder anstatt eines Schnurlaufrades schafft den Antrieb für das
betreffende Fahrzeug. Das Ritzel26 tesitzt eine mit Stellschraube 28 versehene Muffe
27, die Stirnräder 23 eine mit Stellschraube 25 versehene Muffe
24, während das Kronenzahnrad 29 eine mit der Stellschraube 31 versehene
Muffe 30 hat und hierdurch an den einzelnen Wellen 32 befestigt werden. Erforderlichenfalls
kann noch Distanzhaltung für die Wellen durch Anordnung der Stellringe 21 mit den
Stellschrauben 22 herbeigeführt werden. Es können auch Schneckengetriebe mit eingeordnet
werden, die im Zeichnungsbeispiel nicht besonders dargestellt sind. Die Befestigung
der Lagerungstraversen 18 bei Lagerungen von Wellen außerhalb des Bereiches
des eigentlichen Getriebekastens erfolgt durch Verschraubung an einem der Getriebekastenbüge113,
wobei durch den Längsschnitt 19 in der Auslegertraverse
auch die
genaue Feineinstellung zwecks guten Kämmens der Stirnräder möglich ist. Die nicht
von einer Getriebewelle beanspruchten Bohrungen in den betreffenden Getriebekastenbügeln
13 können nach Zusammenbau des betreffenden Getriebes mit zur Befestigung des Getriebes
am geeigneten Ort außerhalb oder innerhalb eines Fahrzeuges herangezogen werden,
wodurch auch die gute Befestigung des Getriebes gewährleistet ist.
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Durch die Anordnung der Bohrungen 17 in den Stirnseiten der Getriebekastenbügel13
ist auch die Möglichkeit gegeben, neben dem seitlichen Abgang der betreffenden Treibwelle
bzw. Treibwellen auch einen stirnseitigen Abgang, also in Richtung über die Längsmittelachse
des Getriebes hinweg, zu schaffen, wenn es der besondere Verwendungszweck des Getriebes
erfordert, und zwar z. B. für die aus Metallbaukästen gebauten Modelle von Luftfahrzeugen
oder solchen Fahrzeugen, die ein derartiges Getriebe benötigen.