-
Gesellschaftsspiel Die Erfindung bezieht sich auf ein Gesellschaftsspiel
und ist gekennzeichnet durch eine bestimmte Anzahl von Figuren, die Kohlköpfe, männliche
und weibliche Kaninchen sowie Zaunelemente darstellen, durch Mittel zum Aufnehmen
der Figürchen, die von den Spielern noch nicht gewonnen sind, durch eine bestimmte
Anzahl von Spielbrettern, die in Felder zur Aufstellung der erwähnten Figürchen
unterteilt sind und von denen jeder Spieler eines erhält, durch eine bestimmte Anzahl
von Karten, die Hinweise auf den Fortgang des Spielers enthalten, durch wenigstens
einen Würfel und schließlich durch Mittel zur Auswahl der,Kaninchen nach ihrem Geschlecht.
-
An Hand der Zeichnungen wird eine Ausführungsform der Erfindung näher
erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Draufsicht eines Tisches, dessen Platte mit verschiedenen
Teilen bedeckt ist, die das Spiel bilden, F i g. 2 bis 5 Ansichten von einigen dieser
Teile in vergrößertem Maßstab, F i g. 6 eine Seitenansicht eines weiteren Teiles,
F i g. 7 eine Ansicht längs der Linie VII-VII der Fig. 6.
-
Nach F i g. 1 besteht das auf einer Unterlage 1, z. B. einer Tischdecke,
aufgebaute Spiel aus sechs Spielbrettern 2, von denen jeder Spieler eines zugewiesen
bekommt, aus einem Kasten 3, aus den Figürchen 4, 5, 6 und 7 (vgl. F i g. 2, 3 und
4), die, sofern sie nicht an die Spieler ausgegeben sind, im Kasten 3 liegen, aus
einem Paket Karten 8, aus sechs Paaren von Scheibchen 9 a und 9 b sowie aus einer
Rampe 10.
-
Die Figürchen stellen dar: Kohlköpfe 4, männliche Kaninchen 5, weibliche
Kaninchen 6 und Zaunelemente 7. Die Zaunelemente 7 dienen zum Aufbau einer Umzäunung.
In Kasten 3 kann das gesamte Spiel, wenn es nicht benutzt wird, aufbewahrt werden.
-
Die Unterlage 1 weist in der Mitte ein dekoratives Bild auf, um die
Stelle zu markieren, auf die das Paket Karten 8 gelegt wird, und kann aus Papier,
Kunststoff oder Gewebe bestehen.
-
Die Spielbretter 2 (F i g. 5) haben quadratische Form und weisen ein
rechteckiges Liniennetz 20 auf, welches die Spielbretter z. B. in hundert gleich
große Quadrate aufteilt. Die Oberfläche der Spielbretter ist außerdem mit Bohrungen
21 und 22 versehen. Die Bohrungen 21 befinden sich in der Mitte der Quadrate, während
die etwas kleineren Bohrungen 22 in der Mitte der Begrenzungslinien der Quadrate
angeordnet sind.
-
In einer nicht dargestellten Variante können die Platten ein rechtwinkliges
Netz von Nuten aufweisen, welche von einem parallelen Netz etwas schmalerer Nuten
durchkreuzt werden, die jedes Quadrat in vier kleinere unterteilen. Die Spielbretter
können aus Pappe, Holz, Kunststoff, Metall oder magnetisierbarem Metall hergestellt
werden.
-
Die Figürchen 4 bis 7 sind aus einem geeigneten Material hergestellt
und haben ein oder mehrere Füße (40, 50, 60 bzw. 70), deren Abmessungen
den Öffnungen 21 bzw. 22 entsprechen, so daß sie leicht eingesteckt und herausgenommen
werden können.
-
Wenn die Spielbretter 2 aus magnetisierbarem Metall hergestellt sind,
haben die Figürchen als Füße kleine Dauermagnete.
-
Die Figürchen 4 bis 7 werden in den Kasten 3 gelegt, der im folgenden
mit »Hof« bezeichnet wird. Sie liegen darin in parallelen Reihen. Jede Reihe enthält
gleiche Figürchen. Das Spiel kann z. B. mit sechs Spielbrettern 2 gespielt werden,
die in je 100 Quadrate unterteilt sind, und enthält dann 500 Kohlköpfe, 600 Kaninchen,
von denen je 300 männlich und 300 weiblich sind, sowie 110 Zaunelemente. Um die
Kaninchen nach ihrem Geschlecht zu unterscheiden, weisen sie vorzugsweise verschiedene
Farben auf, z. B. sind die männlichen Kaninchen blau und die weiblichen Kaninchen
rosa.
-
Das Paket 8 besteht aus 24 Karten, deren eine Seite Hinweise enthält,
die dem Spieler angeben, welche Operationen im Laufe des Spieles auszuführen sind.
Die Aufdrucke können aus Bildern, Zeichnungen, Schemata oder Sätzen, wie z. B. »Der
Fuchs
frißt die Kaninchen; gib die Hälfte deiner Kaninchen an den Hof«, bestehen.
-
Die Scheiben 9 a und 9 b jedes Paares sind aus einem geeigneten Material
hergestellt, welches ein relativ hohes spezifisches Gewicht hat. Die Vorder-und
die Rückseite der Scheibe 9 a sowie die Vorderseite der Scheibe 9 b sind untereinander
gleich. Die Seiten, die als gleich gelten sollen, sind z. B. mit gleichen Zeichen,
etwa einem »X« versehen, während die davon zu unterscheidende eine Seite der Scheibchen
9 b mit »Y« versehen ist.
-
Die Rampe 1.0 (F i g. 6 und 7) besteht aus einer Stütze
11, die fest mit einer geneigten Platte 12 verbunden ist. Auf der
Platte 12 ist eine Anzahl paralleler Linien 13 angebracht, die numeriert sind, z.
B. von oben nach unten mit wachsenden Zahlen von 1 bis 10, wie es in F i g. 7 dargestellt
ist. Etwas oberhalb jeder Linie ist eine horizontale Reihe von Stiften 14 mit gleichen
Abständen angeordnet. Ihre Anzahl ist doppelt so groß wie die Nummer der Reihe,
z. B. vier Stifte für Reihe 2, sechs für Reihe 3 und zwanzig für Reihe 10. Die Stifte
sind in Form eines Dreieckes angeordnet, dessen Grundseite mit der Linie 10 zusammenfällt
und dessen Spitze von dem Stift 15 gebildet wird, der auf der theoretischen Linie
0 liegt, die nicht dargestellt ist. Zwischen den Reihen von Stiften 14 sind Reihen
von Stiften 16 angeordnet, deren Anzahl dem Mittel der Anzahl der Stifte der beiden
benachbarten Reihen entspricht. Die Stifte 16 tragen eine bewegliche Latte 17, deren
Breite dem Abstand zweier benachbarter Stiftreihen entspricht. Die Anordnung der
Stifte 14 und 16 bildet ein Netz von Stiften, zwischen dessen Maschen eine Kugel
18, die zwischen Führungsstifte 19 gelegt wird, auf der geneigten Platte 12 abwärts
rollt, bis sie an die Latte 17 stößt und zwischen zwei Stiften 14 der entsprechenden
Reihe liegenbleibt.
-
Die Stifte jeder horizontalen Reihe sind, was in der Zeichnung nicht
dargestellt ist, numeriert, z. B. steigend von links nach rechts. Ferner sind auf
der Platte Bezeichnungen wie z. B. »männlich« und »weiblich« links und rechts vom
Feld der Stifte angebracht.
-
Das Spiel enthält außerdem wenigstens einen üblichen Würfel mit sechs
Flächen.
-
Die Regeln dieses Spieles sind verschieden, je nach dem, ob »Polygamie«,
»Monogamie« oder »Parthenogenese« gespielt wird. »Polygamie« Die Anzahl der Spieler
kann wenigstens zwei, höchstens sechs betragen. Einer von ihnen wird als »Pächter«
ausgewählt. Er hat dann die Aufgabe, außer selbst zu spielen, auch die Figürchen,
die sich auf seinem »Hof« befinden, an die anderen Mitspieler auszugeben.
-
Zu Anfang des Spieles würfelt jeder Spieler einmal, um denjenigen
zu ermitteln, der das Spiel beginnt. Dann kommt jeder Spieler nacheinander, z. B.
im Uhrzeigersinn, an die Reihe.
-
Die Zahl, die der Würfel zeigt, gibt an, wieviel Figürchen der Spieler
jeweils aus dem Hof bekommt, sofern sie über »1« ist. Hat er z. B. eine »3« geworfen,
so bekommt er beispielsweise nach Wahl 3 Paar Zaunelemente 7 oder dreißig Kohlköpfe
4.
-
Wenn der Spieler eine »1« gewürfelt hat, erhält er keine Figürchen
aus dem Hof, sondern nimmt eine Karte von dem Paket 8 auf. Wie oben schon beschrieben,
trägt jede Karte einen Hinweis auf den Fortgang des Spieles, z. B. muß der Spieler
einen Teil seiner Kohlköpfe an den Hof zurückgeben oder er erhält eine bestimmte
Menge von Figürchen.
-
Die vom Spieler gewonnenen Kohlköpfe werden jeweils in die Mitte eines
Quadrates auf dem Spielbrett 2 gesteckt, während die Zaunelemente 7 auf die Linien
des Spielbrettes 2 gesteckt werden, so daß sie eine möglichst große Zahl von Kohlköpfen
einzäunen.
-
Wenn der Spieler im Besitz einer ausreichend großen Anzahl von Kohlköpfen
ist, muß er versehen, bei der nächsten Runde Kaninchen zu gewinnen. Hat er eine
Zahl über »l.« gewürfelt, so erhält er eine entsprechende Anzahl von Kaninchen aus
dem Hof, für die er indessen eine gleiche Anzahl von Kohlköpfen seines Brettes an
den Hof zurückgeben muß. Da es sowohl männliche wie weibliche Kaninchen im Spiel
gibt, muß der Spieler das Geschlecht der Kaninchen, die er bekommt, bestimmen, indem
er die Scheiben 9 a und 9 b hoch wirft. Für jedes zu erhaltende Kaninchen macht
er einen Wurf mit den Scheiben. Wenn die Scheiben nach dem Wurf beide ein »X« zeigen,
so hat der Spieler ein Recht auf ein weibliches Kaninchen, wenn dagegen eine Scheibe
ein »X« und die andere ein :>Y« zeigt, so bekommt er ein männliches Kaninchen.
-
Wenn die Spieler über eine bestimmte Anzahl von weiblichen Kaninchen
und wenigstens ein männliches Kaninchen sowie über eine ausreichende Reserve an
Kohlköpfen verfügen, können sie in jeder Spielrunde zur Vermehrung ihrer Kaninchen
folgendermaßen vorgehen: Wenn der Würfel eine Zahl über »1« zeigt, kann der Spieler
vom Hof doppelt soviel Kaninchen bekommen, wie er weibliche Kaninchen auf seinem
Brett hat, wiederum im Tausch gegen eine gleiche Anzahl von Kohlköpfen, welche er
von seinem Spielbrett nehmen kann, wenn er sie besitzt, oder vom Spielbrett des
folgenden Spielers, sofern sie dort nicht von einem Zaun umschlossen sind. Das Geschlecht
der Kaninchen wird wiederum nach der oben beschriebenen Methode durch Würfe der
Scheiben 9 a und 9 b ermittelt.
-
Gewonnen hat derjenige Spieler, der sein Brett zuerst vollkommen mit
Kaninchen bedeckt hat, in diesem Falle also mit 100 Kaninchen.
-
Wenn die Anzahl der gewonnenen Kaninchen sehr groß ist, kann ihr Geschlecht
mit Hilfe der Rampe 10 bestimmt werden. Die horizontalen Linien, die von
1 bis 10 numeriert sind, stellen die Anzahl der auf der Platte des jeweiligen Spielers
befindlichen weiblichen Kaninchen dar, und die Nummern der Stifte 14 die Anzahl
von Kaninchen, die der Spieler bekommt. Hat er z. B. acht weibliche Kaninchen, so
wird die Latte 17 auf die Linie 8 zwischen die Stifte 14 und 16 gelegt.
Der Spieler setzt die Kugel 18, wie oben beschrieben, zwischen die Führungsstifte
19. Bleibt sie z. B. zwischen den Stiften 10 und 11 der Reihe 8 liegen,
so bekommt der Spieler - entsprechend der Anzahl der Stifte 14 links (männlich)
und rechts (weiblich) der Kugel 18 - zehn männliche und sechs weibliche Kaninchen.
-
»Monogamie« Die Regeln dieser Variante unterscheiden sich von dem
Vorstehenden nur dadurch, daß der Spieler nur
für jedes Paar, also
ein männliches und ein weibliches Kaninchen, ein neues Kaninchen bekommt. »Parthenogenese«
Bei dieser Variante des Spieles bekommt der Spieler für jedes weibliche Kaninchen,
das er auf seinem Brett hat, zwei Kaninchen unter den entsprechenden Bedingungen,
ohne daß er ein männliches Kaninchen auf seinem Brett haben muß.
-
Schließlich kann man, um das Spiel zu verkürzen, jedem Spieler zu
Anfang ein männliches und ein weibliches Kaninchen geben und dann nach einer der
drei Varianten des Spieles verfahren.