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DE1164103B - Verwendung einer Zinn-Blei-Legierung als Vergussmetall zum Befestigen von Drahtseilen - Google Patents

Verwendung einer Zinn-Blei-Legierung als Vergussmetall zum Befestigen von Drahtseilen

Info

Publication number
DE1164103B
DE1164103B DEG37670A DEG0037670A DE1164103B DE 1164103 B DE1164103 B DE 1164103B DE G37670 A DEG37670 A DE G37670A DE G0037670 A DEG0037670 A DE G0037670A DE 1164103 B DE1164103 B DE 1164103B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tin
alloys
alloy
wire ropes
lead
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG37670A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Walter Bungardt
Dipl-Ing Willy Hilgers
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
TH Goldschmidt AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by TH Goldschmidt AG filed Critical TH Goldschmidt AG
Priority to DEG37670A priority Critical patent/DE1164103B/de
Publication of DE1164103B publication Critical patent/DE1164103B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C13/00Alloys based on tin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Conductive Materials (AREA)

Description

  • Verwendung einer Zinn-Blei-Legierung als Vergußmetall zum Befestigen von Drahtseilen Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Zinn-Blei-Legierung als Vergußmetall zum Befestigen von Drahtseilen in Seilhülsen durch Vergießen für verschiedene Anwendungsgebiete, z. B. Brückenbau, Seilbahnbau, Schiffsbau, Mastenbau u. dgl.
  • Zum Einbetten von Drahtseilen in Seilhülsen durch Vergießen mit geeigneten metallischen Gußmassen sind hauptsächlich zwei Weißmetallegierungen neben Zink und Zinklegierungen bekannt. Die Seilhülse kann dabei als Konstruktionselement bzw. auch nur als Kokille dienen.
  • Die Drahtseilenden werden üblicherweise nach mechanischer und chemischer Vorbereitung in geeigneter Weise innerhalb der Seilhülsen angeordnet und die Zwischenräume innerhalb des Drahtbesens oder Drahtkorbes sowie zwischen Drahtbesen oder Drahtkorb und Seilhülse mit dem Vergußmetall ausgegossen, wie DIN 83315 (Januar 1959) ausführlich angibt.
  • Als Vergußmasse werden bisher außer Zink und Zinklegierungen folgende Weißmetallegierungen verwendet: Bleireiches Weißmetall mit 19 bis 21% Sn, 13 bis 15% Sb, 1,5 bis 2,511/o Cu, Rest Pb, und zinnreiches Weißmetall entsprechend LgSn 80 nach DIN 1703 (Dezember 1952). Da der obere Schmelzpunkt dieser beiden Legierungen bei rund 400° C liegt, können sie ordnungsgemäß nur bei Gießtemperaturen von 450 bis 480° C vergossen werden. Bei Verwendung von Zink und Zinklegierungen ist eine Gießtemperatur von 500° C erforderlich. Durch diese Gießtemperatur läßt sich eine Einbuße der Drahtfestigkeit nicht vermeiden.
  • Um die nachteilige Rückwirkung der Schmelzwärme des Vergußmetalls auf die mechanischen Eigenschaften der Stahldrähte einzuschränken, wird von selten der Verarbeiter eine Vergußmasse mit möglichst niedriger Schmelztemperatur bei gleichzeitig guten mechanischen Eigenschaften angestrebt.
  • überraschenderweise wurde nun gefunden, daß sich im Vergleich zu den vorbekannten Weißmetallarten dieses Ziel besser und ohne Nachteil für das mechanische Gesamtverhalten des Verbundgusses erreichen läßt, wenn erfindungsgemäß für den genannten Verwendungszweck Weißmetalle der Zusammensetzung 2 bis 64/o Antimon, 38 bis 48 % Blei, Rest 50 bis 56 % Zinn verwendet werden. Verglichen mit den bisher üblichen Weißmetallen verbinden die erfindungsgemäß zu verwendenden Legierungen mit dem Vorteil einer niedrigen Schmelztemperatur gleichzeitig ein besseres Fließvermögen und eine geringe Seigerungsneigung.
  • Legierungszusätze an Cu. Cd und As, einzeln oder kombiniert, erweisen sich, wie an sich bekannt, zur Verbesserung des Gefüges und der mechanischen Eigenschaften dieser Legierung wie auch für das mechanische Gesamtverhalten des Verbundgusses vorteilhaft. Bevorzugt ist deshalb die Verwendung einer Legierung der vorgenannten Zusammensetzung, die jedoch noch zusätzlich 0,3 bis 3'%, vorzugsweise 0,5 bis 1,5% Kupfer, 0,5 bis 5%, vorzugsweise 2 bis 4 % Kadmium und/oder 0,3 bis 3%, vorzugsweise 1 bis 1,5% Arsen enthält, für den vorgenannten Zweck. Auch der Zusatz von Nickel und/oder Kobalt kann in vielen Fällen vorteilhaft sein, so daß eine weitere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes gekennzeichnet ist durch die Verwendung einer Legierung der oben angegebenen Zusammensetzung, die jedoch noch zusätzlich 0,02 bis 2% Nickel und/ oder Kobalt enthält.
  • Die mechanische und chemische Vorbereitung der erfindungsgemäß zu verwendenden Legierung wird in an sich bekannter Weise durchgeführt. Für eine Legierung mit 53,42% Sn, 3,764/o Sb, 1,02% Cu, 2,544/o Cd und 1,10% As beträgt die Gießtemperatur 250 bis 320°C, vorzugsweise 260 bis 300°C. Die Temperatur der zum Verguß vorbereiteten Seilmuffe soll 50 bis 300° C, vorzugsweise 150 bis 250° C, betragen.
  • Die erfindungsgemäß zu verwendenden Legierungen sind in ihrer Zusammensetzung bereits bekannt. In dem Buch »Kurzgefußtes Handbuch aller Legierungen«, 1949, S. 470, Abb. 292, von E. J ä n e c k e wird der Gefügeaufbau dieser Legierungen beschrieben und auf ihre Eignung als Lagermetall und im Falle hohen Bleigehaltes auf ihre Verwendbarkeit als Letternmetall hingewiesen. Ebenso ist der Gefügeaufbau von Blei-Zinn-Antimon-Legierungen in dem Buch von R. K ü h n e 1, »Werkstoffe für Gleitlager«, 2. Auflage, 1952, S. 45, Abb. 31, und S. 46, beschrieben. Demnach liegen die erfindungsgemäß zu verwendenden Legierungen bei einem ternären übergangspunkt oder in dessen Nähe.
  • In DIN 1707 der Werkstoffnormen für Nichteisenmetalle (DIN-Taschenbuch, 19. Auflage, S. 25) wird eine Legierung, die im Bereich der erfindungsgemäß zu verwendenden Legierungen liegt, als Zinnlot 50 beschrieben, wobei die generelle Brauchbarkeit solcher Legierungen zum Löten von Schwermetallen angegeben ist.
  • In ihrer Zusammensetzung ähnliche und übereinstimmende Legierungen sind in der deutschen Patentschrift 569 430 beschrieben und als Lagermetalle hoher Festigkeit vorgeschlagen worden. Der Zusatz von Kadmium, Kupfer und Nickel ist auch der österreichischen Patentschrift 121786 zu entnehmen. Schließlich sind in der USA.-Patentschrift 2 303193 für Lötzwecke geeignete Legierungen beschrieben. Es sollen sich beispielsweise Legierungen der Zusammensetzung 20 bis 60 % Zinn, 0,5 bis 3 % Kadmium, 0,2 bis 3%Antimon, 0,1 bis 1,5% Kupfer, Rest Blei, zum Löten von Fugen in Bleimuffen besonders eignen, wobei darauf hingewiesen wird, daß Zinn und Blei vorteilhaft in gleichen Mengen vorliegen sollen.
  • Diesem Stand der Technik entsprechend war jedoch der erfindungsgemäße Verwendungszweck nicht zu entnehmen. Es wurden vielmehr über den Stand der Technik hinaus die den erfindungsgemäßen Einsatz erst ermöglichenden Eigenschaften wie Härte, Festigkeit, gutes Fließvermögen, gute Haftung am Stahl und geringe Seigerungsneigung dieser Legierungen aufgefunden und deren besondere Eignung für den vorgenannten Verwendungszweck erkannt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verwendung einer Zinn-Blei-Legierung, bestehend aus 2 bis 6% Antimon, 38 bis 48°/o Blei, Rest 50 bis 56% Zinn, als Vergußmetall zum Befestigen von Drahtseilen in Seilhülsen durch Vergießen.
  2. 2. Verwendung einer Legierung der in Anspruch 1 angegebenen Zusammensetzung, die jedoch noch zusätzlich 0,3 bis 3 0/0, vorzugsweise 0,5 bis 1,5% Kupfer, 0,5 bis 501o, vorzugsweise 2 bis 4% Kadmium und/oder 0,3 bis 3%, vorzugsweise 1 bis 1,5% Arsen enthält, für den im Anspruch 1 genannten Zweck.
  3. 3. Verwendung einer Legierung der in Anspruch 1 oder 2 angegebenen Zusammensetzung, die jedoch noch zusätzlich 0,02 bis 2% Nickel und/oder Kobalt enthält, für den im Anspruch 1 genannten Zweck. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 569 430; österreichische Patentschrift Nr. 121786; USA.-Patentschrift Nr. 2 303 193; E. J ä n e c k e, »Kurzgefaßtes Handbuch aller Legierungen«, 1949, S.470; R. K ü h n e 1, »Werkstoffe für Gleitlager«, 1952, S. 42, 45, 46, 48 und 49; »DIN-Taschenbuch«, 4, Teil B, 18. Auflage, 1954, S.104.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6659162B2 (en) 2001-02-01 2003-12-09 Goldschmidt Ag Production of large-area metallic integral foams
US6874562B2 (en) 2001-06-07 2005-04-05 Goldschmidt Ag Process for producing metal/metal foam composite components
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DE569430C (de) * 1928-02-22 1933-02-02 Metallgesellschaft Ag Zinnreiche Lagermetallegierung
US2303193A (en) * 1941-10-04 1942-11-24 Bell Telephone Labor Inc Alloy

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