DE1163578B - Schaltungsanordnung zur Verarbeitung einer Anfangsinformation in einer bedingungsmaessig vorgeschriebenen Reihenfolge - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Verarbeitung einer Anfangsinformation in einer bedingungsmaessig vorgeschriebenen ReihenfolgeInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES ^flflKJs^ PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: G06f
Deutsche Kl.: 42 m -14
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
N 16828 IX c/42 m
9. Juni 1959
20. Februar 1964
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Verarbeitung einer Anfangsinformation
auf bedingungsmäßig vorgeschriebene Weise in einer Anzahl von Geräten, von denen jedes die ihm zugeführte
Information in eine Ausgangsinformation umwandelt, die aus einem eigentlichen Teil, der in dem
programmäßig folgenden Gerät verarbeitet wird oder die Endinformation bildet, wenn das Programm in dem
betreffenden Gerät endet, und aus einem Adressenteil besteht, der die Adresse des programmäßig dem be- ίο
treffenden Gerät folgenden Gerät enthält, wobei die Schaltungsanordnung mit einem Schaltspeicher zum
zeitlichen Aufspeichern des eigentlichen Teiles einer von einem Gerät oder einer Anfangsinformationsquelle
gelieferten Ausgangsinformation und einem Adressenspeicher zum zeitlichen Aufspeichern des Adressenteiles
der von einem Gerät oder einer Anfangsinformationsquelle gelieferten Information versehen ist.
Schaltungsanordnungen dieser Art sind anwendbar unter anderem in Informationen verarbeitenden Maschinen,
zu denen Rechenmaschinen, automatische Piloten, Selbstanschluß-Fernsprech- und Fernschreibämter,
automatische Steuermechanismen von Werkzeugmaschinen usw. gehören. Eine solche Schaltungsanordnung
ist verhältnismäßig einfach, wenn die Anfangsinformation in einer konstanten Reihenfolge
in einer Anzahl von Geräten verarbeitet werden soll, d. h. wenn sie dort ein konstantes Programm steuern
soll. Wenn die Schaltungsanordnung imstande sein soll, eine Anzahl verschiedener, konstanter Programme
zu steuern, kann die Anfangsinformation eine Andeutung des durchzuführenden Programms enthalten.
Auch der Entwurf einer dazu geeigneten Schaltung bereitet im allgemeinen keine Schwierigkeiten. Wenn
jedoch der Verlauf eines Programms von der Ausgangsinformation abhängig ist, die sich auf einige der in
diesem Programm vorkommenden Geräte bezieht, in welchem Falle von einem konditioneilen Programm
die Rede ist, liegt es auf der Hand, die Geräte derart auszubilden, daß sie aus der zugeleiteten Information
die Adresse von dem Gerät ableiten können, das die nächstfolgende Verarbeitung der Information durchführen
soll. Dieser Teil der von einem Gerät gelieferten Ausgangsinformation wird der Adressenteil genannt,
während der Teil der Information, der in etwaigen weiteren Schritten verarbeitet werden soll, als der
eigentliche Teil der Ausgangsinformation bezeichnet wird. Es liegt aber ein konditionelles Programm vor,
wenn z. B. der eigentliche Teil der von einem der Geräte gelieferten Ausgangsinformation eine Information
des Typs »Ja—Nein« ist und das Programm sich im
»Ja«-Fall anders fortsetzt als im »Nein«-Fall. Das Schaltungsanordnung zur Verarbeitung einer
Anfangsinformation in einer bedingungsmäßig
vorgeschriebenen Reihenfolge
Anfangsinformation in einer bedingungsmäßig
vorgeschriebenen Reihenfolge
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken,
Eindhoven (Niederlande)
Vertreter:
Dr. rer. nat. P. Roßbach, Patentanwalt,
Hamburg 1, Mönckebergstr. 7
Als Erfinder benannt:
Gerrit Mol,
Gerrit Mol,
Mattheus Jacobus Schmitz,
Hilversum (Niederlande)
Hilversum (Niederlande)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 13. Juni 1958 (Nr. 228 704)
Gerät muß somit im »Ja«-Fall eine andere Adresse geben als im»Nein«-Fall. Das fragliche System genügt
jedoch nicht, wenn die Fortsetzung eines Programms nicht nur von der von einem bestimmten Gerät gelieferten
Ausgangsinformation, sondern auch von den weiteren Schritten des Programms abhängt, was
z. B. der Fall ist, wenn dasselbe Gerät zwei oder mehrere Male in demselben Programm oder in
zwei oder mehreren verschiedenen Programmen vorkommt. Eine Lösung für diese Schwierigkeit könnte
darin bestehen, daß den Geräten, bei denen sich ein Programm bei demselben Typ des eigentlichen Teiles
der Ausgangsinformation auf verschiedene Weise fortsetzen kann, außerdem eine Information betreffend
das sich vollziehende Programm und nötigenfalls auch betreffend das augenblickliche Stadium des Programms
zugeleitet wird. Aus dieser zusätzlichen Information muß das Gerät die neue Adresse ableiten.
Dies bringt jedoch meistens große Komplikationen dieser Geräte mit sich, da ihnen zusätzliche Intelligenz
erteilt werden muß. Es ergibt sich nämlich als vorteilhaft, die Intelligenz, sofern es sich um den Verlauf des
Programms handelt, weitestgehend in dem Steuerungsteil der Schaltung zu konzentrieren und somit nicht
in den Geräten unterzubringen. Die Erfindung bezweckt daher, eine bessere Lösung für diese Schwierigkeit
zu schaffen. Gemäß der Erfindung ist jedes Gerät
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derart eingerichtet, daß es bei Abgabe jedes bestimmten Typs von Ausgangsinformation an verschiedenen
Stellen im Adressengedächtnis eine Anzahl von Adressenteilen schreibt, wobei jeder Adressen teil
(außer der Adresse des in dem Programm dem betreffenden Gerät folgendes Gerätes) eine Information
betreffend die Stelle der Adresse in dem von diesem folgenden Gerät gelieferten Adressenteil enthält, der
in dem nächstfolgenden Schritt des Programms ausgelesen werden muß, während die Schaltungsanordnung
weiter Mittel enthält, durch welche nach der Lieferung einer Ausgangsinformation durch eine
Anfangsinformationsquelle oder durch eines der Geräte stets ein Signal erhältlich ist, wodurch einer der
durch die Anfangsinformationsquelle oder durch dieses Gerät gelieferten Adressenteile ausgelesen wird,
welches Auslesen ein erstes Signal erzeugt, wodurch die im Schaltgedächtnis gespeicherte Information oder
ein Teil derselben auf das im Programm diesem Gerät folgende Gerät übertragen und ein zweites Signal
erzeugt wird, das das Auslesen eines der von diesem folgenden Gerät zu liefernden Adressenteilen vorbereitet,
so daß in jedem Schritt des Programms lediglich der im vorhergehenden Schritt vorbereitete
Adressenteil ausgelesen wird.
Die Erfindung ist nicht abhängig von der Weise, auf welche Information kodiert, gespeichert und übertragen
wird. Letzteres kann somit sowohl über eine oder mehrere Leitungen als auch über eine Funkverbindung
erfolgen. Wenn die Information mittels einer m-aus-«-Kodes kodiert und jedes Kodeelement durch η
Drähte übertragen wird, kann die Übertragung von Information auf eine in der deutschen Auslegeschrift
1 093 411 beschriebene Weise kontrolliert werden.
An Hand der Zeichnung wird ein Beispiel der Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Schaltungsanordnung
nach der Erfindung;
F i g. 2 zeigt ein Schaltbild eines konditionellen Programms;
F i g. 3 zeigt eine Tabelle der Adressenteile, die von den Geräten geliefert und in dem Adressengedächtnis
aufgespeichert werden müssen, um dem Programm die in F i g. 2 veranschaulichte Form zu erteilen;
F i g. 4 zeigt das Schaltbild eines Impulsgenerators;
F i g. 5 zeigt das Schaltbild eines anderen Impulsgenerators.
In F i g. 1 bezeichnen A1, A2, A3 drei Anfangsinformationsquellen,
die eine Anfangsinformation der Schaltung zuführen können, und B1, B2, Bs, B1 vier
Geräte, die diese Anfangsinformation in Reihenfolge bearbeiten müssen. Der Steuerungsteil der Schaltung
ist in Blickform innerhalb der strichpunktierten Linie angegeben und enthält drei Pufferspeicher BG1, BG2,
BG3 (für jede Anfangsinformationsquelle einen), einen
Schaltspeicher SG, einen Programmspeicher AG, einen Präferenzschalter PS, drei Verzögerungselemente F1,
V2 und V3, vier Tore P1, P2, P3, P4, neun Impulsgeneratoren
mit Speicherung Q1, Q2, Q3, Q1, Q5, Q6, Q1,
Qa, Q9 und ein mehrfaches Tor R. Die Impulsgeneratoren
mit Speicherung sind Schaltungen mit einer Eingangsklemme (die in F i g. 1 durch einen auf den
den Impulsgenerator darstellenden Kreis hinweisenden Pfeil angedeutet ist), mit einer Vorbereitungsklemme
(die in F ig. 1 durch einen kleinen Querstrich angedeutet ist) und mit einer Ausgangsklemme (die in F i g. 1
durch einen von dem den Impulsgenerator darstellenden Kreis abgewendeten Pfeil angedeutet ist). Ein der Eingangsklemme
eines solchen Impulsgenerators zugeleiteter Impuls wird nur dann durchgelassen, wenn
vorher ein Impuls der Vorbereitungsklemme zugeführt worden ist. Die Zuführung eines Impulses an die Vorbereitungsklemme
wird das Vorbereiten des Impulsgenerators genannt, und die Zuführung eines Impulses
an die Eingangsklemme wird das Abschießen des Impulsgenerators genannt. Ein Impulsgenerator mit
Speicherung kann nur dann abgeschossen werden,
ίο wenn er vorher vorbereitet worden ist. Einmal abgeschossen,
kann der Impulsgenerator nur dann erneut einen Ausgangsimpuls liefern, wenn er vorher vorbereitet
worden ist. Die der Vorbereitungsklemme und der Eingangsklemme zugeführten Impulse müssen
meistens ein vorgeschriebenes Zeichen besitzen, aber dies ist für die Erfindung nicht wesentlich. Weiter kann
in dem Impulsgenerator mit Speicherung eine Verstärkung und eine Änderung der Form des der Eingangsklemme
zugeführten Impulses auftreten; auch dies ist nicht wesentlich für die vorliegende Erfindung.
Die Pufferspeicher BGi und der Schaltspeicher SG sind vom sogenannten nichtpermanenten Typus und
dienen zum zeitlichen Speichern von stets anderer Information, welche nachher mittels eines Leseimpulses
produziert werden kann. Der Programmspeicher AG ist vom permanenten Typus, d. h. daß darin eine
gewisse Menge Information dauernd gespeichert ist. Um einen Teil dieser Information zu produzieren, muß
dieser Teil zuerst mittels eines Impulses aktiviert werden und kann erst dann mittels eines zweiten Impulses
produziert werden. Man hat also die Möglichkeit, zuerst eine bestimmte Menge der dauernd im
Programmspeicher gespeicherten Information zu aktivieren und danach nur einen Teil dieser aktivierten
Information auch wirklich zu produzieren. Die nicht produzierte Information kann darauf wieder deaktiviert
werden.
In F i g. 1 ist durch Linien mit Pfeilen angedeutet, auf welche Weise die Information sich durch die
Schaltung bewegt. Diese Linien werden hier Wege genannt, um die Art der Informationsübertragungsmittel
dahingestellt zu sein lassen. Ein Weg kann somit eine ein- oder mehrdrähtige Verbindung und auch eine
Funkverbindung oder ein anderes Informationsübertragungsmittel sein. Weiter können zwei oder mehr
Wege teilweise zusammenfallen. Es wird z. B. von jedem der drei Pufferspeicher BG1, BG2, BG3 Information
sowohl auf den Schaltspeicher SG (über den Weg 7) als auch auf die Kolonne ^T0 des Programm-Speichers
AG (über den Weg 8) übertragen. Von den Pufferspeichern BGt (i = 1, 2, 3) bis zu dem Trennpunkt
33 fallen die Wege 7 und 8 somit zusammen. An den Vereinigungspunkt 34 treffen drei Kombinationen
von je einer Wegstrecke 7 und einer Wegstrecke 8 zusammen. Die Geräte B1, B2 und Bt können
je eine Information auf den Schaltspeicher SG (über die Wege 17, 18 und 20) und auf eine Anzahl der Kolonnen
K1, K2 ... K9 des Programmspeichers AG (über
eine Anzahl der Wege 24, 25 ... 32) übertragen. Der Weg 24 enthält somit Informationsübertragungsmittel,
die von jedem der drei Geräte B1, B2 und S4 her
stammen, und die von jedem dieser drei Geräte ausgehenden Wege enthalten somit Informationsübertragungsmittel,
die zu dem Schaltspeicher SG und zu einer Anzahl der Kolonnen K1, K2 ... K9 führen.
Zur Erläuterung der Arbeitsweise der in F i g. 1 dargestellten Schaltungsanordung wird vorausgesetzt,
daß sie das in F i g. 2 veranschaulichte, von der An-
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fangsinformationsquelle A1 ausgehende Programm arbeitung des eigentlichen Teiles der Information vollsteuern
können muß. Das Gerät B2 kann eine Aus- führen muß.
gangsinformation liefern, die in zwei verschiedene Der erste Schritt des Programms fängt damit an,
Klassen unterteilt werden kann, welche Klassen durch daß der Präferenzschalter PS über den Weg 4 einen
die Zeichen (1) und (2) unterschieden werden; das 5 Ausleseimpuls dem Pufferspeicher BG1 und gleich-Gerät
54 kann eine Ausgangsinformation liefern, die zeitig über den Weg 9 einen Impuls dem Verzögein
vier verschiedene Klassen unterteilt werden kann, rungselement V1 zuführt. Dabei wird der eigentliche
welche Klassen durch die Zeichen (1), (2), (3) und (4) Teil der Anfangsinformation über den Weg 7 auf den
unterschieden werden. Nach dem Passieren des Ge- Schaltspeicher SG übertragen, während die Programmrätes
54 in dem zweiten Schritt des Programms, setzt io information auf die Kolonne K0 des Programmsich
das Programm über B2 fort, wenn das Gerät 54 speichere AG übertragen wird. Die Verzögerung des
eine Ausgangsinformation aus der Klasse (1) geliefert Verzögerungselementes V1 ist so groß, daß der von
hat. Das Programm endet in B3, wenn das Gerät B4, diesem Element verzögerte Impuls erst über den Weg 10
eine Ausgangsinformation aus der Klasse (2) oder (3) als Leseimpuls auf die Kolonne K0 des Programmgeliefert
hat, während das Programm sich über das 15 Speichers AG übertragen wird, wenn die betreffende
Gerät B1 fortsetzt, wenn das Gerät B1 eine Ausgangs- in dieser Kolonne gespeicherte Information vollinformation
aus der Klasse (4) geliefert hat. Die ständig aktiviert ist und sich in dem zum Auslesen
weiteren Abzweigpunkte des Programms lassen sich geeigneten Zustand befindet. Bei Auslesen der Kolonne
auf ähnliche Weise erläutern. K0 wird über den Weg 12 ein Impuls dem Tor P1 zuWenn
das Gerät Bs erreicht wird, endet stets das 20 geführt, das zeitlich geöffnet wird. Gleichzeitig wird
Programm. Dieses Gerät kann daher ohne nennens- über den Weg 11 ein Leseimpuls dem Schaltspeicher
werte Komplikationen derart ausgebildet sein, daß SG zugeführt und über den Weg 21 und das weiter
seine Ausgangsinformation ein Signal enthält, das den unten zu erörternde Verzögerungselement V3 ein
Steuerungsteil der Schaltung in den Zustand bringt, Impuls der Vorbereitungsklemme des Impulsgenerain
dem ein neues Programm anfangen kann, welcher 25 tors Q1 mit Speicherung zugeleitet. Infolgedessen wird
Zustand die Anfangslage des Steuerungsteiles der die in dem Schaltspeicher SG aufgespeicherte Informa-Schaltung
genannt wird. Das Signal, das den Steue- tion, wenigstens der für das Gerät B1 wesentliche Teil
rungsteil in die Anfangslage führt, kann z. B. ein derselben, über den Weg 16 und das dann offene Tor P1
Impuls sein, der dem Präferenzschalter zugeführt wird dem Gerät B1 zugeleitet, und der Impulsgenerator Q1
und veranlaßt, daß das Programm von dem mit In- 30 wird vorbereitet. Die Tore P2, P3, P4 sind geschlossen,
formation gefüllten, die höchste Präferenz führenden so daß keine Information den Geräten B2, B3, B4 zuPufferspeicher
heranläßt. geleitet wird. Im Gerät B1 wird dann eine Bearbeitung
Das Programm kann auch in dem Gerät B1 enden, der ihm zugeleiteten Information vollführt, deren Art
aber dieses Gerät kann auch in der Mitte und am einerlei ist. Es braucht somit nicht ausgeschlossen zu
Anfang des Programms vorkommen. Wenn man dieses 35 werden, daß das Gerät nur einen Teil der im Schalt-Gerät
derart ausbilden wollte, daß seine Ausgangs- speicher SG gespeicherten Information benötigt; in
Information eine Angabe enthält, die anzeigt, ob der diesem Falle genügt es, nur den betreffenden Teil der
Steuerungsteil wieder in den Anfangszustand geführt im Schaltspeicher gespeicherten Information auf das
werden muß oder nicht, kann dies nur mit großen Gerät B1 zu übertragen, während die übrige Informa-Komplikationen
erzielt werden. Diese Angabe wird 40 tion im Schaltspeicher aufbewahrt wird. Es kann sogar
daher von dem Programmspeicher geliefert, wodurch vorkommen, daß die von dem Gerät .S1 zu liefernde
erzielt wird, daß alle sich auf das Programm beziehende Information unabhängig ist von der im Schaltspeicher
Steuerungsfunktionen durch den Steuerungsteil aus- gespeicherten Information. In diesem Falle braucht das
geführt werden. Gerät B1 nur ein Signal, das anzeigt, daß es Ausgangs-Die
Wirkungsweise der Schaltung ist folgende: 45 information liefern soll. Dieses Signal kann unmittel-Wenn
eine der Anfangsinformationsquellen Ai (i = 1, bar von dem Programmspeicher geliefert werden, in
2, 3) Information enthält, wird diese über den Weg 1, welchem Falle also kein Weg von dem Schaltspeicher
2 oder 3 auf den entsprechenden Pufferspeicher Bi SG zu dem Gerät B1 erforderlich ist und das Tor P1
übertragen. Selbstverständlich muß das Ganze derart sich erübrigt. Wohl muß es natürlich einen Weg vom
eingerichtet sein, daß kein Gerät Ai Information auf 5° Gerät B1 zum Schaltspeicher SG geben. Die Verarbeiden
entsprechenden Pufferspeicher Bi übertragen kann, tung von Information besteht in diesem Falle aus
wenn letzteres bereits mit Information gefüllt ist. Es einem Zusetzen von unabhängiger neuer Information
kann jedoch vokommen, daß zwei oder mehr Puffer- der ursprünglichen Information. Für die übrigen Geräte
Speicher mit Information gefüllt sind. Der Präferenz- B2, B3, Bt gelten ähnliche Bemerkungen,
schalter PS bestimmt dann, welche Anfangsinformation 55 Nach einer gewissen Zeit liefert das Gerät B1 die
die höchste Präferenz hat, und somit als erste ver- verlangte Ausgangsinformation, mit der der zweite
arbeitet werden muß. Es wird angenommen, daß diese Schritt des Programms anfängt. Der eigentliche Teil
die von der Anfangsinformationsquelle A1 stammende, der von dem Gerät B1 gelieferten Ausgangsinformation
im Pufferspeicher BG1 aufgespeicherte Information ist. wird über den Weg 17 auf den Schaltspeicher über-Diese
Information enthält einen eigentlichen Teil, der 60 tragen. Die Ausgangsinformation des Gerätes B1 entin
den Geräten B3- (J = 1, 2, 3, 4) oder wenigstens in hält außerdem eine Anzahl von Impulsen, die über eine
einigen derselben verarbeitet werden muß, und einen Anzahl der Wege 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32 in
Programmteil oder eine Programminformation, den einer Anzahl von Kolonnen des Adressenspeichers zu-
bzw. die das Gerät Bj angibt, in dem die erste Be- geführt werden, wodurch bestimmte, in diesen Kolonarbeitung
des eigentlichen Teiles der Anfangsinfor- 65 nen gespeicherte, dem Programm entsprechende Inmation
ausgeführt werden muß, und eine Angabe der formationen zum späteren Lesen aktiviert werden.
Kolonne des Programmspeichers, worin die Infor- Infolge dieser Aktivierung wird über den Weg 22 ein
mation gespeichert ist, welches Gerät die zweite Be- Impuls dem Verzögerungselement V2 zugeführt, wel-
eher Impuls somit die Information »Das in diesem Schritt wirksame Gerät hat Information geliefert« enthält.
Der von dem Verzögerungselement V7, verzögerte Impuls wird den Eingangsklemmen aller Impulsgeneratoren
Qk {k = 1, 2, 3 ... 9) zugeleitet. Da von
diesen Impulsgeneratoren lediglich der Impulsgenerator Q1 vorbereitet ist, liefert nur dieser Impulsgenerator
kein Abschließen eines Ausgangsimpulses. Die Verzögerung des Verzögerungselementes V2 muß so groß
Wenn das Gerät A4 eine Ausgangsinformation der
Klasse (1) geliefert hat, muß die Kolonne K1 die Information
»P2 öffnen und Q1 vorbereiten« (Symbol P2,
Q1) enthalten. Wenn das Gerät S4 eine Ausgangsinfor-5
mation der Klasse (2) oder (3) geliefert hat, muß die Kolonne K1 die Information »P3 öffnen« (Symbol P3)
enthalten. Wenn das Gerät eine Ausgangsinformation der Klasse (4) geliefert hat, muß die Kolonne K1 die
Information »Px öffnen und Q2 vorbereiten« (Symbol
sein, daß ein Impulsgenerator erst abgeschossen wird, io P1, Q2) enthalten. In allen Fällen wird beim Auslesen
wenn die entsprechende Kolonne des Programmspei- der Kolonne K1 das von dem Programm verlangte
chers vollständig zum Lesen aktiviert ist. Der von dem Tor P1 zeitweise geöffnet, und die im Schaltspeicher
Impulsgenerator Q1 gelieferte Ausgangsimpuls wird als gespeicherte Information wird auf das durch das
Leseimpuls der Kolonne AT1 des Programmspeichers AG Programm verlangte Gerät Bj übertragen. Dieses ist
zugeführt. Die von dem Gerät B1 in der Kolonne K1 15 das Gerät B2, wenn das Gerät ß4 eine Ausgangsinforaktivierte
Programminformation muß dann derart sein, mation der Klasse (1) geliefert hat, das Gerät B3, wenn
daß durch dessen Auslesung über den Weg 15 ein das Gerät 54 eine Ausgangsinformation der Klasse (2)
Impuls dem Tor P4 zugeführt, über den Weg 11 ein oder (3) geliefert hat, und das Gerät B1, wenn das
Leseimpuls auf den Schaltspeicher SG übertragen und Gerät 54 eine Ausgangsinformation der Klasse (4) geüber
den Weg 21 und das Verzögerungselement V3 ein 20 liefert hat. Da das Programm stets endet, wenn das
Impuls der Vorbereitungsklemme des Impulsgenera- Gerät B3 erreicht wird, braucht in den Fällen (2) und (3)
tors Q1 zugeleitet wird. Diese Information heißt: »P4 keiner der Impulsgeneratoren Qk vorbereitet zu weröffnen
und Q1 vorbereiten«, was durch das Symbol P4, den, wodurch die Programminformation sich in diesen
Q1 angegeben wird. Das Verzögerungselement V3 Fällen auf die Information »P3 öffnen« beschränkt,
dient dazu, zu verhüten, daß der Impulsgenerator Q1 25 Da weiter im Falle einer Ausgangsinformation der
einen Vorbereitungsimpuls empfängt, bevor er sich Klasse (4) das Programm sich über das Gerät B1 fortvon
dem vorhergehenden Abschließen erholt hat. setzt und der Programminformation dient, den dieses
In F i g. 3 sind die von den Geräten B1, B2, Bt gelief er- Gerät in der Kolonne K1 aktiviert, bereits eine andere
ten Programminformationen sowie die Kolonnen, in Bedeutung hat, muß eine andere Programminformation
denen diese gespeichert sind, tabellarisch angegeben. 30 des Gerätes A1 verwendet werden, in diesem Falle die
Infolge des Abschießens des Impulsgenerators Q1 wird von diesem Gerät in der Kolonne K2 aktivierte Prodie
im Schaltspeicher SG gespeicherte Information gramminformation. Daher aktiviert das Gerät Bt,
über das dann offene Tor P4 dem Gerät S4 zugeführt, wenn es eine Ausgangsinformation der Klasse (4)
und der Impulsgenerator Q1 wird wieder vorbereitet liefert, in der Kolonne K1 die Programminformation
Nach einiger Zeit liefert das Gerät S4 die gewünschte 35 »Λ öffnen und Q2 vorbereiten« (Symbol P1, Q2).
Ausgangsinformation, welche den dritten Schritt des Auf die angegebene Weise läßt sich das ganze
Programms einleitet. Der eigentliche Teil der von dem Programm Schritt für Schritt verfolgen, und alle für
Gerät B1 gelieferten Information wird über den Weg 20 das Programm erforderlichen Programminformationen
dem Schaltspeicher SG zugeleitet, während die von sowie die Weise, worauf diese in die Kolonnen des
dem Gerät Bi gelieferte Programminformation über 40 Programmspeichers gespeichert werden müssen, kann
eine Anzahl der Wege 24, 25,26 ... 32 in einer Anzahl bestimmt werden. F i g. 3 ist eine tabellarische Ubervon
Kolonnen des Programmspeichers AG aktiviert sieht. Es zeigt sich, daß das von der Anfangsinforwird.
Um zu verhüten, daß sich noch Programm- mationsquelle A1 ausgehende Programm außer der
information des vorhergehenden Gerätes (in diesem Kolonne K0 drei weitere Kolonnen des Programm-Falle
des Gerätes B1) im Programmspeicher AG be- 45 Speichers beansprucht. Der Programmspeicher muß
findet, kann jeweils nach dem Abschießen eines Im- selbstverständlich auch für jedes der von den übrigen
pulsgenerators ein Impuls erzeugt werden, der das Anfangsinformationsquellen ausgehenden Programme
mehrfache Tor R in den Ausgängen des Programm- eine Anzahl von Kolonnen zur Verfügung haben.
Speichers zeitlich schließt und alle in Kolonnen des Bei der in F i g. 1 dargestellten Schaltungsanordnung
Programmspeichers vorher aktivierte Information 50 wird die Kolonne K1 des Programmspeichers lediglich
wieder deaktiviert. Dieser Prozeß muß selbstverständ- für die von dem Pufferspeicher BGi gelieferten Prolich
vollständig abgelaufen sein, bevor neue Programm- gramminformationen benutzt. Diese Einzelheit ist
information in dem Programmspeicher aktiviert wer- jedoch für den erfindungsgemäßen Gedanken unden
kann. Eine dazu geeignete Apparatur läßt sich wesentlich, da diese Kolonne sich ebensogut für
bequem durch bekannte Mittel zusammenbauen und 55 Programminformation verwenden läßt, die von den
ist daher nicht in der Zeichnung dargestellt. Infolge des Geräten Bj geliefert werden.
Aktivierens von Information in den Kolonnen des Aus vorstehendem ist ersichtlich, daß im all-
Programmspeichers wird wieder ein Impuls mit der gemeinen die Anzahl von verschiedenen Programm-Information
»Das in diesem Schritt wirksame Gerät informationen der Form Pj, Qj, die ein Gerät für ein
hat Information geliefert« erzeugt. Dieser Impuls wird 60 bestimmtes Programm für jeden Typ von Ausgangswieder
dem Verzögerungselement V2 und darauf mit information liefern können muß, gleich dem Mehreiner
gewissen Verzögerung den Eingangsklemmen fachen des Auftretens eines Gerätes in einem Programm
aller Impulsgeneratoren Qk zugeführt. Von diesen ist. In dem in F i g. 2 dargestellten Programm kommen
Impulsgeneratoren ist jedoch lediglich der Impuls- die Geräte B2 und Bt z. B. je zweimal vor, während
generator Q1 vorbereitet, so daß nur dieser Impuls- 65 jedes dieser Geräte für jede Klasse von Ausgangsgenerator
beim Abschießen einen Ausgangsimpuls information, die sie liefern können, zwei Adressenteile
liefert, wodurch die betreffende in der Kolonne K1 liefern, die in zwei verschiedenen Kolonnen des
gespeicherte Programminformation produziert wird. Adressengedächtnisses AG geschrieben werden. Diese
Anzahl ist jedoch ein Maximum, da das Programm Entartungen enthalten kann, wodurch weniger Adressenteile
erforderlich sind. Diese Entartungen können in dem jeweiligen Beenden beim Erreichen eines
bestimmten Gerätes bestehen (was der Fall ist bei dem Gerät B3, das zweimal im Programm vorkommt,
aber statt des Adressenteiles einen Stoppimpuls b liefert, der nicht in dem Adressengedächtnis geschrieben
zu werden braucht, sondern als Anlaßimpuls α dem Präferenzschalter PS zugeführt werden
kann); sie können auch eintreten, wenn eines oder mehrere Programme von einem bestimmten Gerät her
identisch verlaufende Zweige haben (was der Fall ist bei dem Gerät B1, in dem zwei Zweige des Programms
enden; trotz der Tatsache, daß das Gerät viermal im Programm vorkommt, liefert es nur drei Adressenteile).
Tatsächlich ist der erstgenannte Fall der Entartung ein Sonderfall der zweiten Entartung.
Es ist besonders vorteilhaft, als Gedächtniselemente des Adressengedächtnisses Ringe aus einem Material
mit einer rechtwinkligen magnetischen Hystereseschleife anzuwenden. In dem in Fig. 1 veranschaulichten
Fall enthalten die Kolonnen des Programmspeichers maximal sechzehn Ringe, die sich als Ringe
»Stopp«, »Abschießen« Q1, Q2, Q5, Q4, Q5, Q6, Q1, Q8,
Qs, P1, P2, P3, Pi und SG unterscheiden lassen.
Durch die Kolonne K0 sind vier Drähte geführt,
d. h. ein Deaktivierungsdraht, ein von dem Pufferspeicher BG1 ausgehender Draht, ein von dem Pufferspeicher
BG2 ausgehender Draht und ein von dem Pufferspeicher BG3 ausgehender Draht und ein von V1
ausgehender Lesedraht. Der Deaktivierungsdraht durchläuft alle Ringe der Kolonne K0 und in Reihe
damit auch alle Ringe aller übrigen Kolonnen. Wenn ein hinreichend starker Stromimpuls im bestimmten
Sinne durch den Deaktivierungsdraht geführt wird, werden alle Ringe aller Kolonnen in einem bestimmten
Umlaufsinne magnetisiert, welcher Zustand der Ringe der Zustand 0 genannt wird. Der von dem Pufferspeicher
BG1 ausgehende Draht ist derart durch die Ringe der Kolonne K0 geführt, daß die Ringe
»Abschießen« Q1, P1 und SG in den Zustand 1 gesetzt
werden, aber alle weiteren Ringe der Kolonne nicht beeinflußt werden, wenn der Pufferspeicher BG1 Ausgangsinformation
liefert, nachdem er von dem Präferenzschalter einen Leseimpuls empfangen hat. Ein von dem Gerät B1 ausgehender Draht ist derart
durch die Ringe »Abschießen« Q1, P1 und SG der
Kolonne K1 und in Reihe hiermit durch die Ringe »Abschießen« Q2, P1 und SG der Kolonne K2 und
durch den Ring »Stopp« der Kolonne K3 geführt, daß
diese Ringe in den Zustand 1 gesetzt werden, aber alle übrigen Ringe dieser Kolonnen nicht beeinflußt
werden, wenn dieser Draht einen Stromimpuls führt dadurch, daß das Gerät B1 Ausgangsinformation
liefert. Von dem Gerät B2 laufen zwei Drähte zu dem
Programmspeicher, von welchen Drähten der erstere einen Stromimpuls führt, wenn das Gerät eine Ausgangsinformation
der Klasse (1) liefert, und der zweite einen Stromimpuls führt, wenn dieses Gerät
eine Ausgangsinformation der Klasse (2) liefert. Der erste Draht ist in Reihe durch die Ringe »Abschießen«
P3 und SG der Kolonnen K1 und K2 geführt, der
zweite Draht durch die Ringe »Abschießen« Q2, P2 und
SG der Kolonne K1 und durch die Ringe »Abschießen«
Q3, P1 und SG der Kolonne K2. Von dem Gerät B4
laufen vier Drähte zu dem Programmspeicher, von welchen Drähten der erstere einen Stromimpuls führt,
wenn das Gerät B4 eine Ausgangsinformation der Klasse (1) liefert, der zweite, wenn das Gerät B1 eine
Ausgangsinformation der Klasse (2) liefert, der dritte, wenn das Gerät eine Ausgangsinformation der
Klasse (3) liefert, und der vierte, wenn das Gerät eine Ausgangsinformation der Klasse (4) liefert. Der erste
von dem Gerät B4 ausgehende Draht verläuft durch
die Ringe »Abschießen« Q1, P2 und SG der Kolonne K1
und durch die Ringe »Abschießen« Q3, P1 und SG
ίο der Kolonne K2. Der zweite vom Gerät B4 ausgehende
Draht verläuft durch die Ringe »Abschießen« P3 und
SG der Kolonnen JST1 und K2. Der dritte von dem
Gerät B4 ausgehende Draht verläuft durch die Ringe
»Abschießen« P3 und SG der Kolonne K1 und durch
die Ringe »Abschießen« Q3, P1 und SG der Kolonne K2.
Der vierte vom Gerät B4 ausgehende Draht verläuft
durch die Ringe »Abschießen« Q2, P1 und SG der
Kolonne K1 und durch die Ringe »Abschießen« P3
und SG der Kolonne K2. Dies ist direkt aus der in
F i g. 3 angegebenen Tabelle ersichtlich. Es zeigt sich weiter, daß viele Ringe in den Kolonnen sich erübrigen
und somit weggelassen werden können. Es braucht z. B. die Kolonne K1 lediglich die Ringe »Abschießen«
ßi> Ö2>
Pi* Pz, Pi und SG zu enthalten, und die Ringe
»Stopp« Q3, Q4, ß5, Q8, Q1, ß8, ß9, P3, P4 dieser
Kolonne können weggelassen werden.
Beim Aktivieren von Programminformation in den Kolonnen des Programmspeichers springen somit eine
Anzahl von Ringen einer Anzahl von Kolonnen von dem Zustand 0 in den Zustand 1, wodurch Impulse
bestimmter Polarität erzeugt werden, welche Polarität in diesem Falle die negative Polarität genannt wird.
Beim »Abschießen« eines Impulsgenerators Qu springen
eine Anzahl Ringe von dem Zustand 1 in den Zustand 0, wodurch positive Impulse erzeugt werden.
Wenn der Deaktivierungsdraht einen Impuls führt, springen alle Ringe, die sich im Zustand 1 befinden,
von diesem Zustand in den Zustand 0, wodurch auch positive Impulse erzeugt werden. Jeder Impulsgenerator
Qj0 muß derart eingerichtet sein, daß der
durch einen negativen Impuls an seiner Eingangsklemme abgeschossen und durch einen positiven
Impuls an seiner Vorbereitungsklemme vorbereitet wird, während ein positiver Impuls an seiner Eingangsklemme
und ein negativer Impuls an seiner Vorbereitungsklemme keine Wirkung hat. Jedes Tor Pj
muß durch einen positiven Impuls zeitweise geöffent werden. Die Zeitspanne, während der ein Tor Pj nach
dem Öffnen geöffnet bleibt, muß so groß sein, daß die von dem Schaltspeicher SG stammende Information
nach dem betreffenden Gerät Bj geleitet werden kann, aber nicht wesentlich größer. Der Schaltspeicher SG
muß durch einen über den Weg 11 dahin geleiteten positiven Impuls gelesen werden. Der von dem
Programmspeicher AG oder dem Gerät B3 gelieferte
positive Stoppimpuls b wird als Anlaßimpuls α dem Präferenzschalter PS zugeführt. Dieser Schalter kann
ein elektronischer Schrittschalter sein, der die Pufferspeicher BGi beim Empfang eines Anlaßimpulses a
in der Reihenfolge BG1, BG2, BG3 abtastet und
jeweils nach dem Liefern eines Leseimpulses an eine dieser Pufferspeicher in den Zustand gelangt, in dem
der Pufferspeicher BG1 abgetastet werden kann.
Die Bezeichnungen »positiver und negativer Impuls« dienen hier im übrigen nur zum Unterscheiden der
Impulse, die ein Ring liefert, wenn er von dem Zustand 0 in den Zustand 1 und von dem Zustand 1 in
den Zustand 0 springt. Die Polarität dieses Impulses
409 509/3«
11 12
im üblichen Sinne ist selbstverständlich abhängig von führt keine Änderung herbei. Wenn darauf ein Impuls
der Weise, in der der betreffende Ausgangsdraht mit einer der Schaltung zugewendeten Stromrichtung
durch den betreffenden Ring geführt ist, so daß ein der Eingangsklemme 43 zugeführt wird, fängt der
vorstehend als negativ erwähnter Impuls im üblichen Ring 35 an, nach dem Zustand 0 umzukippen, wo-Sinne
des Wortes möglicherweise positiv genannt 5 durch in die Wicklung 39 eine Spannung induziert
werden soll. wird, welche die Basis des Transistors 36 hinreichend Die Erfindung ist selbstverständlich unabhängig negativ macht, um ihn leitend zu machen. Dann fließt
von der Art der in dem Schaltspeicher und in den ein Strom durch die Wicklung 40, der das Umkippen
übrigen Speichern angewandten Speicherelemente des Ringes 35 in den Zustand 0 fördert und beibehält,
sowie von den Bauarten der übrigen, in F i g. 1 durch io Dadurch hat ein sehr kurzer Eingangsimpuls das
Blöcke angegebenen Teile, die alle einer bekannten Auftreten eines Ausgangsimpulses 46 mit einer prak-Bauart
sein können. tisch von dem Eingangsimpuls unabhängigen Strom-Wenn die Information als /w-aus-n-Kode kodiert ist, stärke und Dauer zur Folge. Es können benutzt
kann die in der Patentschrift 1 093 411 beschriebene werden:
Weise zum Kontrollieren der Informationsübertragung 15 Transistor 36 OC 72
Weise zum Kontrollieren der Informationsübertragung 15 Transistor 36 OC 72
angewandt werden. Wenn auf ein bestimmtes Gerät Bi _. „_ . „. ,,«.„ ,„„,,.,,,
nur ein Teil der im Schaltspeicher SG gespeicherten RmS 3S
vie/ Rmf 5659.140/6E 1
Information übertragen wird, müssen selbstverständ- aufeinandergelegt
lieh auch mit der nicht übertragenen Information Wicklung 38 40 Windungen (bei 20 mA)
äquivalente Stromimpulse der Kontrollschaltung zu- 20 Wicklung 39 28 Windungen
geführt werden, damit diese richtig funktioniert. Wicklung 40 8 Windungen
In der Patentschrift 1093 411 ist außerdem eine Wicklung 44 40 Windungen (bei 20 mA)
Ausführungsform eines Impulsgenerators mit Speicherung angegeben. Die in F i g. 7 dieser Patentschrift Es ist weiter ersichtlich, daß man die Vorbereitungsdargestellte
Schaltung läßt sich auch für die Tore Pj 35 wicklung 38 auch durch eine Anzahl parallel gelegter
anwenden. Die von dem Schaltspeicher SG aus- Wicklungen ersetzen kann, wodurch die Möglichkeit
gehenden Drähte müssen dann mit den Vorbereitungs- entsteht, einen Impulsgenerator mit Speicherung
klemmen und den von dem Programmspeicher AG zusammenzubauen, der in Koinzidenz vorbereitet
ausgehenden Drähten über ein Verzögerungselement werden muß.
mit den Eingangsklemmen verbunden sein. Eine 3° F i g. 5 zeigt das Schaltbild der zweiten Ausandere,
äquivalente Schaltung ist in F i g. 5 der Patent- führungsform der Impulsgeneratore mit Speicherung,
schrift 1108 956 angegeben. Vollständigkeitshalber Diese Schaltung enthält einen Ring 47 aus einem
sind diese Figuren und Beschreibungen in der vor- Material mit rechtwinkliger magnetischer Hystereseliegenden Erfindung wiederholt. schleife, einen ersten Transistor 48, einen Trans-Fig.
4 zeigt das Schaltbild der ersten Ausführungs- 35 formator49 und einen zweiten Transistor 50. Der
form der Impulsgeneratoren mit Speicherung. Diese Ring 47 enthält eine Vorbereitungswicklung 51, von
Schaltung enthält einen Ring 35 aus einem Material der ein Ende mit der Vorbereitungsklemme 61 und
mit rechtwinkliger magnetischer Hystereseschleife und das andere Ende mit Erde verbunden ist, sowie eine
einen Transistor 36. Die Vorbereitungsklemme 37 der Eingangswicklung 52, von der ein Ende mit der
Schaltung ist über eine Wicklung 38 mit der Minus- 40 Eingangsklemme 53 und das andere Ende mit Erde
klemme B^ einer Spannungsklemme verbunden. Die verbunden ist. Weiter enthält der Ring 47 eine Aus-Plusklemme
-S+ einer zweiten Spannungsquelle ist gangswicklung 53, die einerseits mit einer positiven
über eine Wicklung 39 mit der Basis des Transistors 36 Spannungsquelle B+ und andererseits mit der Basis
verbunden, von dem der Emitter geerdet und der des ersten Transistors 48 verbunden ist. Schließlich
Kollektor über eine Wicklung 40 und einen Wider- 45 enthält der Ring 47 noch eine Rückkopplungsstand 41 mit der Ausgangsklemme 42 der Schaltung wicklung 54, die einerseits mit dem Kollektor des
verbunden ist. Schließlich ist die Eingangsklemme 43 Transistors 48 und andererseits mit einem Ende der
der Schaltung über eine Wicklung 44 mit der Minus- Primärwicklung 55 des Transformators 49 verbunden
klemme B"— einer dritten Spannungsquelle verbunden. ist. Das andere Ende dieser Primärwicklung ist
Von diesen Spannungsquellen sind die nicht erwähnten 5° gegebenenfalls über einen Widerstand 56 mit der
Klemmen geerdet. Die Spannungsquellen können Minusklemme 5— der Spannungsquelle verbunden,
gegebenenfalls teilweise zusammenfallen. Die Wick- Von der Sekundärwicklung 57 des Transformators 49
lungen, die in der Figur jeweils als eine einzige durch ist ein Ende geerdet und das andere Ende über die
den Ring 35 verlaufende Leitung dargestellt sind, aber Parallelschaltung eines Widerstandes 58 und eines
tatsächlich mehr als eine Windung haben, haben die 55 Kondensators 59 mit der Basis des zweiten Tranin
der Figur angegebenen Wicklungseinrichtungen. sistors 50 verbunden. Von diesem Transistor ist der
Dieser Impulsgenerator arbeitet wie folgt: Wenn Emitter geerdet und der Kollektor mit der Ausgangsz.
B. an einem Zeitpunkt Z1 ein Stromimpuls mit einem klemme 60 verbunden. Der Wicklungssinn der verder
Schaltung zugewendeten Stromsinn, mit hin- schiedenen Wicklungen 51, 52, 53 und 54 des Ringes 47
reichend langer Dauer und mit hinreichend hoher öo ist nicht beliebig. Es wird angenommen, daß der Sinn
Stromstärke der Vorbereitungsklemme 37 zugeführt der den Klemmen 3 und 61 zuzuführenden Stromwird,
wird der Ring 35 in einen Zustand gebracht, der impulse positiv ist, was im übrigen beliebig ist. Ebenso
der Zustand 1 genannt wird. Die infolgedessen in die kann der Wicklungssinn der Wicklung 51 beliebig
Wicklung 40 induzierte Spannung macht die Basis gewählt werden. Der Zustand, in den der Ferritring
des Transistors mehr positiv, als sie bereits durch die 65 durch einen hinreichend großen positiven Strom-Spannungsquelle
B'+ war, wodurch der Transistor 36 impuls durch die Wicklung 51 gelangt, wird dann der
nur roch mehr geschlossen wird, als er anfangs war. Zustand 1 genannt. Der Wickelsinn der Wicklung 52
Der positive Impuls am Kollektor des Transistors muß dann derart sein, daß ein hinreichend großer
positiver Stromimpuls durch diese Wicklung den Ring 47 von dem Zustand 1 in den Zustand 0 überführt.
Die Ausgangswicklung 53 muß derart sein, daß das Überspringen des Ringes 47 von dem Zustand 1
in den Zustand 0 die Basis des Transistors 48 negativ macht. Der Wickelsinn der Rückkopplungswicklung 54
muß derart sein, daß der darin beim Leitendwerden des Transistors 48 auftretende Stromimpuls das Überspringen
von dem Zustand 1 in den Zustand 0 des Ringes beschleunigt.
Dieser Impulsgenerator arbeitet wie folgt: Wenn ein positiver Impuls der Vorbereitungsklemme 52 zugeführt
wird, springt der Ring 47 in den Zustand 1. Wird darauf ein positiver Impuls der Eingangsklemme
53 zugeführt, so springt der Ring 47 wieder in den Zustand 0 zurück. Der infolgedessen in die Ausgangswicklung
53 induzierte Spannungsimpuls macht die Basis des Transistors 48 hinreichend negativ, um
einen Stromimpuls am Kollektor zu erzeugen. Dieser Stromimpuls wird durch die Rückkoppelwicklung 54
geführt, wodurch ein Impuls mit einer sehr steilen Flanke entsteht. Dieser wird über den Transformator 49
und die Parallelschaltung 58, 59 der Basis des Transistors 50 zugeführt, der infolgedessen einen kurzen
Augenblick leitend wird. Die Ausgangsklemme 60 liefert dann einen Impuls mit steilen Flanken.
Die in den F i g. 4 und 5 dargestellten Impulsgeneratoren haben außerdem eine verstärkende und
impulsbildende Wirkung.
Weiter wird noch auf die Möglichkeit hingewiesen, statt eines Lesedrahtes 11 eine Anzahl von Lesedrähten
anzuwenden, was besonders vorteilhaft ist, wenn jeweils nur ein Teil der in dem Schaltspeicher SG
gespeicherten Information auf eines der Geräte Bj
übertragen werden soll. Wenn z. B. auf das Gerät B1
in verschiedenen Lagen des Programms verschiedene Teile der im Schaltspeicher SG gespeicherten Information
übertragen werden sollen, kann nötigenfalls auch das Tor P1 multipliziert werden.
Es wird schließlich noch auf die Möglichkeit hingewiesen, daß zwischen dem Schaltspeicher SG und
den Geräten Bj ein Hilfsspeicher HG angebracht
werden kann, der dazu verwendet wird, die aus dem Schaltspeicher gelesene Information nach jeder Übertragung
von Information wieder in dem Schaltspeicher SG zurückzuschreiben. Dies ist besonders
vorteilhaft, wenn die im Schaltspeicher SG gespeicherte Information während des Ablaufs des Programms
schrittweise ausgedehnt wird. Dieses Zurückschreiben kann natürlich auch von den Geräten Bj durchgeführt
werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schaltungsanordnung zur Verarbeitung einer von einer Informationsquelle gelieferten Anfangsinformation in einer konditioneil vorgeschriebenen Reihenfolge in einer Anzahl von Informationen verarbeitenden Geräten mit Informationsausgängen, welche die weiterzuverarbeitende oder die endgültige Endinformation formende Information liefern, und mit Programmausgängen, welche eine Information liefern, die angibt, welcher Klasse die durch die Informationsausgänge gelieferte Information zugehört, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung einen nicht permanenten Schaltspeicher (SG) zum zeitweiligen Speichern der von einer Informationsquelle (Ai) oder von einem der Informationen verarbeitenden Geräte (Bi) gelieferten Information besitzt; daß die Schaltungsanordnung einen permanenten Programmspeicher (AG) besitzt, worin dauernd alle notwendige Programminformation gespeichert ist und von dem die in einer Speicherstelle gespeicherte Information produzierbar durch aufeinanderfolgende Zuführung eines Aktivierungsund eines Leseimpulses ist, wozu der Programmspeicher mit Aktivierungs- und Leseklemmen versehen ist; daß der Ausgang des Schaltspeichers mittels Tore (Pi) mit den Eingängen der Informationen verarbeitenden Geräte verbunden ist; daß die Informationsausgänge der Informationen verarbeitenden Geräte mit Eingängen des Schaltspeichers verbunden sind; daß die Programmausgänge der Informationen verarbeitenden Geräte mit Aktivierungseingängen des Programmspeichers verbunden sind; daß der Programmspeicher eine Anzahl Ausgänge besitzt, an denen ein erster Ausgang einen Impuls liefert, jedesmal wenn eine Speicherstelle aktiviert wird und, gegebenenfalls über ein Verzögerungselement (F2) verbunden ist mit den Eingängen einer Anzahl von Impulsgeneratoren mit Speicherung (Qi), von denen der Ausgang jeweils mit einer Leseklemme des Programmspeichers verbunden ist, von denen eine Anzahl anderer Ausgänge jeweils mit der Steuerklemme eines der Tore verbunden ist, von denen eine Anzahl weiterer Ausgänge gegebenenfalls über ein zweites Verzögerungselement (F3) jeweils mit der Vorbereitungsklemme eines der Impulsgeneratoren mit Speicherung (Qi) verbunden ist, von denen ein weiterer Ausgang mit der Leseklemme des Schaltspeichers verbunden ist, und von denen ein letzter Ausgang einen Stoppimpuls liefern kann, der die Schaltungsanordnung in einen bestimmten Ausgangszustand zu bringen imstande ist; daß jeder Aktivierungsklemme des Programmspeichers mehrere Speicherstellen zugeordnet sind (d. h. daß sie zur gleichzeitigen Aktivierung mehrerer Speicherstellen dient) und daß jeder Leseklemme des Programmspeichers ebenso mehrere Speicherstellen zugeordnet sind (d. h. daß sie zum Lesen mehrerer Speicherstellen dient), wobei das Ganze aber so eingerichtet ist, daß einer Aktivierungsklemme und einer Leseklemme höchstens eine Speicherstelle gemeinsam zugeordnet ist; daß beim Lesen einer vorher aktivierten Speicherstelle ein Impuls entsteht an einem mit einem Tor verbundenen Ausgang, ein Impuls entsteht an dem mit der Leseklemme des Schaltspeichers verbundenen Ausgang und ein Impuls entsteht an einem mit der Vorbereitungsklemme eines der Impulsgeneratoren mit Speicherung verbundenen Ausgang mit Ausnahme einiger Speicherstellen, die beim Lesen nur den Stoppimpuls liefern oder nur einen Impuls liefern an einem mit der Steuerklemme eines Tores verbundenen Ausgang und an dem mit der Leseklemme des Schaltspeichers verbundenen Ausgang.In Betracht gezogene Druckschriften: Instr. and Automation, April 1957, S. 671 bis 676; Elektron. Rundschau, 1955, Heft 10, S. 349 bis 353.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen409 509/344 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
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