DE1162413B - Hilfseinrichtung fuer die Bewegung eines einen Magnetkopf tragenden Wagens einer Magnettrommel-Rechenmaschine - Google Patents
Hilfseinrichtung fuer die Bewegung eines einen Magnetkopf tragenden Wagens einer Magnettrommel-RechenmaschineInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 03 k
Deutsche Kl.: 21 al - 37/28
Nummer: 1162 413
Aktenzeichen: S 75402IX c / 21 al
Anmeldetag: 22. August 1961
Auslegetag: 6. Februar 1964
Die Erfindung betrifft eine Hilfseinrichtung für die
Bewegung eines einen Magnetkopf tragenden Wagens auf eine gewünschte Stellung einer Magnettrommel-Rechenmaschine.
Magnettrommelspeicher sind als Einrichtungen zur Speicherung einer großen Anzahl
von Informationen bekannt. Die Information wird bei solchen Speichern magnetisch auf einzelnen Informationsspuren
der Trommel gespeichert. Eine Trommel kann 2000 oder mehr Informationsspuren besitzen.
Die Informationsspur wiederum kann in einzelne Abschnitte unterteilt sein. Die Kapazität solcher
magnetischer Trommeln kann 12 Millionen und mehr Zeichen umfassen.
Bei dem Einsatz von Magnettrommelspeichern in Rechensystem ist die genaue Auswahl einer bestimmten
Spur und eines bestimmten Abschnittes von äußerster Bedeutung. Ebenso soll die Zeit, die zur
Auswahl einer bestimmten Adresse auf der Trommel vor der Durchführung eines Lese- oder Schreibvorganges
erforderlich ist, so klein wie möglich gehalten werden. Die Zeit, die erforderlich ist, um den Wagen
von einer Adresse auf die andere einzustellen, muß äußerst klein sein. Es ist bekannt, den Lesekopf
sprungweise oder auch in kontinuierlicher Bewegung von einer Lesestelle in die andere zu überführen; der
Vorschlag ergibt eine besonders genaue Einstellung bei kurzer Zugriffzeit.
Bei einer Hilfseinrichtung der beschriebenen Art wird die gewünschte genaue und schnelle Einstellung
des Wagens erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein Nutzkreis für die Steuerung der Tätigkeit der Bewegungseinrichtung
betätigt wird, sobald die kombinierte Spannung einer Stellungsabweichspannungsquelle
und einer Geschwindigkeitsspannungsquelle unter eine Bezugsspannung absinkt. Bei der neuen
Einrichtung werden die Stellungsabweichspannung und die Geschwindigkeitsspannung kombiniert, und
die kombinierte Spannung wird mit einer Bezugsspannung verglichen. Sobald die kombinierte Spannung
unter die Bezugsspannung absinkt, wird der Hilfssteuermechanismus unwirksam. Die Amplitude
der Bezugsspannung kann so gewählt werden, daß der den Magnetkopf tragende Wagen auf dem ausgewählten
Bereich anhält und der Magnetkopf auf die ausgewählte Informationsspur endgültig eingestellt
werden kann.
Die Erfindung ermöglicht die Einstellung des den Magnetkopf tragenden Wagens in außerordentlich
kurzer Zeit auf eine ausgewählte Adresse. Sie verwendet hierfür einen schnell arbeitenden Nullstellungsermittler
für HilfsSteuereinrichtungen, die mit einer niedrigen Arbeitsfrequenz arbeiten.
Hilfseinrichtung für die Bewegung eines
einen Magnetkopf tragenden Wagens einer
Magnettrommel-Rechenmaschine
einen Magnetkopf tragenden Wagens einer
Magnettrommel-Rechenmaschine
Anmelder:
Sperry Rand Corporation, New York, N.Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Weintraud, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Mainzer Landstr. 134-146
Als Erfinder benannt:
BeIa L. Romvari, Philadelphia, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 26. August 1960
(Nr. 53 583)
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Diese zeigen in
Fig. 1 das Blockschema eines Wageneinstellsystems nach der Erfindung,
Fig. 2 a und 2 b den Verlauf der charakteristischen
Spannungen, die zur Steuerung des Einstellsystems verwendet werden,
F i g. 3 ein vereinfachtes Blockschema eines Teiles
des Wageneinstellsystems nach Fig. 1,
Fig. 4 ein Diagramm zur Erläuterung der Endeinstellbewegung,
Fig. 5 eine Schaltung der wesentlichen Teile des Blockschemas der Fig. 2.
Ein Wagen 10 (F i g. 1), der den Magnetkopf trägt, ist geeignet zu einer Bewegung in eine gewünschte
Lage in Abhängigkeit von einem angelegten Adressensignal. Die ausgewählte Stellung kann eine gewünschte
Informationsspur 13 auf einer Magnettrommel 15 sein, welche eine Vielzahl solcher Informationsspuren trägt. Eine Klinke 12 wird für gewöhnlich in
einer zurückgezogenen Lage gehalten, solange der Wagen 10 während des Einstellvorganges bewegt
wird. Wenn der Wagen 10 nahe an die ausgewählte Stellung herankommt, wird die Klinke 12 betätigt und
so weit vorgeschoben, daß sie einen der Zähne 14 einer Einstellzahnstange 16 zu berühren vermag. Der
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Wagen 10 wird durch einen Hilfsmotor 18 angetrieben,
dessen Geschwindigkeit von der Amplitude der Spannung abhängt, die ihn speist.
Angenommen, ein Adressensignal, welches die Stellung auf der Trommel kennzeichnet, in die der
Wagen eingestellt werden soll, wird einem Adressenregister 20 zugeführt. Das Adressensignal kann eine
Spannung sein, die von einem binär kodierten Signal abgeleitet wird. Ein Stellungspotentiometer 22 ist mit
gen 10 auf die gewünschte Stellung hin bewegt wird. Die Kurve 32 in F i g. 2 gibt die Geschwindigkeitsspannung wieder, die von dem Tachometer als Geschwindigkeitsspannungsquelle
28 erzeugt wird, wäh-5 rend der Wagen 10 auf die gewünschte Stellung zu bewegt wird. Nähert sich der Wagen 10 der gewünschten
Adresse, dann fällt die Stellungsabweichspannung, welche durch die Kurve 30 wiedergegeben
ist, im Zeitpunkt A auf Null ab. Die Geschwindig-
dem Wagen 10 verbunden und liefert eine Spannung, io keitsspannung, wiedergegeben durch die Kurve 32
welche die gegenwärtige Lage des Wagens 10 kenn- der Fig. 2b, erreicht im ZeitpunktA noch nicht den
zeichnet. Die Spannungen von dem Adressenregister WertO, sondern erst im Zeitpunkts. Zwischen den
20 und von dem Stellungspotentiometer 22 werden Zeitpunkten A und B und C und D sind die Stellungseinem
Summierungskreis 24 zugeführt. Die Adressen- abweichspannung und die Geschwindigkeitsspannung
spannung und die Potentiometerspannung sind in 15 in ihrer Phase entgegengesetzt. Die Summe dieser beiden
Spannungen liegt an dem Hilfsmotor 18, um den Wagen während der Einstellbewegung anzutreiben.
Infolge der mechanischen Trägheit des Systems kann ein Wagen nicht beim Einlaufen in die ausgewählte
Spannung kann als Stellungsabweichspannung ange- 20 Stellung sofort anhalten. Da die Geschwindigkeitssehen werden, welche dem Abstand der jeweiligen spannung der Stellungsabweichspannung entgegengerichtet
ist und infolge der Polarität der Stellungsabweichspannung dreht der Wagen seine Bewegungsrichtung
um und kehrt auf die gewünschte Adressen-
Die Stellungsabweichspannung, die von dem ersten 25 stellung zurück. Die Stellungsabweichspannung ist
Summierungskreis 24 abgegeben wird, wird einem hierbei wieder der Geschwindigkeitsspannung entzweiten
Summierungskreis 26 zugeführt. Eine Dämp- gegengerichtet. Sich selbst überlassen, würde die
fungsspannung, welche die Geschwindigkeit des Hufs- Wagenbewegung um die gewünschte Einstellung penmotors
18 und damit auch des Wagens 10 bestimmt, dein, wobei die einzelnen Bewegungen durch die elekwird
dem zweiten Summierungskreis 26 von einem 30 trische und mechanische Dämpfung des Wagens 10
Tachometer als Geschwindigkeitsspannungsquelle28 in ihrer Amplitude abnehmen, bis die vereinigte
ihrer Phase entgegengesetzt gerichtet. Die Spannung des ersten Summierungskreises 24 entspricht der
Differenz zwischen der Spannung des Adressenregisters 20 und des Stellungspotentiometers 22. Diese
Lage des Wagens 10 während des Einstellvorganges von der gewünschten Lage des Wagens 10 am Ende
des Einstellvorganges entspricht.
zugeführt. Das Tachometer ist mit dem Hilfsmotor 18 verbunden und erzeugt eine Spannung, die kennzeichnend
ist für die Umlaufgeschwindigkeit des Hilfsmotors 18. Die Ausgangsspannung des zweiten 35
Summierungskreises 26 ist gleich der Differenz zwischen der Stellungsabweichspannung und der Geschwindigkeitsspannung.
Sie wird dem Hilfsmotor 18 zugeführt, der den Wagen 10 antreibt.
Spannung, die erzeugt wird, um den Motor anzutreiben, zu klein wird, um die mechanische Dämpfung
des Systems zu überwinden.
In Fig. 2a zeigt die gestrichelte Linie32 die kritische
Geschwindigkeitsspannung, und die strichpunktierte Linie 33 zeigt die Stellungsabweichspannung
für den Fall, daß zu große Dämpfung verwendet wird. In ähnlicher Weise zeigt die Linie 33 in F i g. 2 b
Während der Einstellbewegung, d. h. während der 40 die kritische Dämpfung und die strichpunktierte
Wagen 10 sich der gewünschten Informationsspur auf Linie35 in Fig. 2b den Verlauf der Geschwindigder
Magnettrommel nähert, verändert sich die an keitsspannung, wenn die Dämpfung zu groß ist.
dem Stellungspotentiometer 22 abgegriffene Spannung Berücksichtigt man die verschiedenen mechanikontinuierlich
und nähert sich dem Wert der Span- sehen Einheiten und anderen Faktoren innerhalb des
nung des Adressenregisters 20. Die die Differenz 45 Systems, dann ist es möglich, einen Punkt festzulegen,
dieser beiden Spannungen wiedergebende Ausgangs- an dem der Antriebskreis des Hilfsmotors abgespannung
des ersten Summierungskreises 24 nimmt schaltet werden muß, um es zu ermöglichen, daß der
um so mehr ab, je mehr sich der Wagen 10 der ge- Wagen sicher in die ausgewählte Stellung einläuft,
wünschten Informationsspur 13 der Magnettrommel Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung ist es
15 nähert. Wenn die Spannung des ersten Summie- 50 zu diesem Zweck notwendig, die Klinke 12 zwischen
rungskreises 24 auf Null absinkt, wird der Hilfsmotor zwei ausgewählte Zähne 14 der Einstellzahnstange 16
18, der den Wagen 10 antreibt, unwirksam. In diesem vorzuschieben. Um dies schnellstens zu bewirken,
Augenblick vermittelt der Ermittlerkreis 36 die Null- muß die Klinke 12 vorgeschoben werden, während
bedingung und erzeugt ein Impulssignal, um den der Wagen 10 mit verhältnismäßig langsamer Ge-Nutzkreis
40 zu betätigen. Der Nutzkreis 40 kann 55 schwindigkeit bewegt wird und sich der ausgewählten
verschiedene Steuerkreise zur Betätigung anderer Stellung nähert. Die Zeit für das Ausfahren der
Vorgänge in dem Rechensystem enthalten. Eine Be- Klinke 12 muß so gewählt sein, daß sie in einen gezugsspannungsquelle
38 ist mit dem Ermittlerkreis 36 nau bestimmten Zahnbereich einfällt.
aus einem später noch zu beschreibenden Grunde Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfinverbunden.
Der Nutzkreis 40 enthält ein Solenoid 60 dung wird eine Einstellzahnstange 16 für die Feineinoder
eine andere Einrichtung, welche bei ihrer Be- stellung des Wagens 10 nach dessen Grobeinstellung
tätigung veranlaßt, daß die Klinke 12 vorgeschoben verwendet. Die Grobeinstellung des Wagens 10 kann
wird und zwischen zwei ausgewählte Zähne 14 der in der Auswahl einer Gruppe von zehn oder mehr
Einstellzahnstange 16 eintritt. Die Einstellzahnstange Informationsspuren auf der Magnettrommel bestehen,
16 wird sodann durch den Hebeladdierer bewegt, um 65 wobei eine Gruppe solcher Informationsspuren gleich
die Endeinstellung des Wagens 10 durchzuführen. der Breite des Bereiches zwischen zwei Zähnen 14
Die Kurve30 in Fig. 2a gibt den Verlauf der der Einstellzahnstange 16 ist. Wenn die Gruppe von
Stellungsabweichspannung wieder, während der Wa- Informationsspuren zunächst grob ausgewählt worden
ist, wird die Einstellzahnstange 16 durch einen Hebeladdierer 34 bewegt. Der Hebeladdierer 34 ist so bemessen,
daß er die Einstellzahnstange 16 in eine von zehn diskreten Lagen einsaellen kann, von denen jede
einer Informationsspur 13 entspricht. Die Reihenfolge der Arbeit des Hebeladdierers 34 ist nicht von Bedeutung;
die Tätigkeit des Hebeladdierers kann gleichzeitig mit der Grobeinstellbewegung erfolgen,
■wenn dies das System ermöglicht.
positive Spannung an ihn angelegt wird. Die Kurve 58 gibt die Impulse aus Kurve 56 wieder, die der
kombinierten Spannung überlagert sind, welche von den Vollweggleichrichtern 42 und 50 erzeugt wird.
5 Da die Impulse aus Kurve 56 in ihrer Polarität positiv sind, stoßen sie den Schmidt-Trigger-Nutzkreis 60 an,
bevor die kombinierte Spannung vollkommen auf Null abgesunken ist. Der Schmidt-Trigger-Nutzkreis
60 wird somit zu einer Änderung seines Zustandes
Die von dem ersten Summierungskreis 24 gelieferte io in einem Zeitpunkt veranlaßt, der von der Amplitude
Stellungsabweichspannung wird dem Nullbedingungs- der Impulse aus Kurve 56 abhängt. Bei der Fest-Ermittlerkreis
36 zugeführt. Die von dem Tacho- legung dieses Systems ist die Bemessung der Amplimeter
als Geschwindigkeitsspannungsquelle 28 ge- tude der Impulse aus Kurve 56 zur Bestimmung des
lieferte Spannung wird ebenfalls an den Ermittler- Punktes, zu dem eine Klinke 12 genau zwischen zwei
kreis 36 angelegt. Diese beiden Spannungen werden 15 ausgewählte Zähne 14 sicher bewegt werden kann,
in dem Ermittlerkreis 36 kombiniert, und die kombi- von den verschiedenen mechanischen Gegebenheiten
nierte Spannung wird mit jener der Bezugsspannungs- abhängig. Die Ausgangsspannung des Schmidtquelle
38 verglichen. Wenn die kombinierte Span- Trigger-Nutzkreises 60 kann die Tätigkeit eines Flipnung
unter die Bezugsspannung absinkt, wird ein Flops steuern, z.B. zur Steuerung verschiedener
Signal von dem Ermittlerkreis 36 erzeugt und dem 20 Funktionen innerhalb einer Recheneinrichtung.
Nutzkreis 40 zugeführt. Der Ermittlexkreis 36 ist im In F i g. 4 ist die Einstellzahnstange 16 mit zwei
einzelnen in Fig. 3 dargestellt, und sein genauer Zähnen 14 in vergrößertem Maßstab wiedergegeben.
Stromlauf ist in F i g. 5 wiedergegeben. Zur besseren Erläuterung ist unmittelbar über der
Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung wird Einstellzahnstange 16 in dem Bereich der beiden
die Stellungsabweichspannung über einen Anschluß 25 Zähne 14 ein Bewegungsdiagramm gezeigt. Die Ge-40
a einem Vollweggleichrichter 42 zugeleitet. Der schwindigkeitsspannungen, die in dem Diagramm in
Anschluß 40 α kann mit dem Ausgangskreis des ersten einer Richtung wiedergegeben sind, können natürlich
Summierungskreises 24 (Fig. 1) verbunden sein. Die auch Spannungen sein, welche in zwei Richtungen
Kurve 44 zeigt den Verlauf der durch den Vollweg- verlaufen, wobei die Richtung der Spannung abhängig
gleichrichter gleichgerichteten Spannung, welche dem 30 ist von der Richtung der Wagenbewegung.
Summierungskreis 46 zugeleitet wird, der einen Teil Bei der neuen Vorrichtung findet ein Vergleich
des Ermittlerkreises 36 der Fig. 1 bildet. der kombinierten Spannung mit einer Bezugsspannung
Die Geschwindigkeitsspannung, welche von der statt. Wenn die Bezugsspannung die Amplitude der
Bezugsspannungsquelle38 der Fig. 1 erzeugt wird, kombinierten Spannung überschreitet, wird der Nutzwird
über eine Klemme 48 einem Vollweggleiehrich- 35 kreis 40 betätigt. Der Nutzkreis 40 kann Mittel entter50
zugeleitet. Eine Kurve 52 zeigt den Verlauf halten, um die verschiedenen Antriebsspannungen
der von dem Vollgleichrichter 50 gleichgerichteten von dem Servomotor abzuschalten, und solche, um
Spannung, welche dem Summierungskreis 46 züge- einen Stromkreis zu betätigen, welcher veranlaßt, daß
führt wird. eine Klinke 12 zwischen die beiden ausgewählten
Ein Impulsgeneratorkreis. 54 erzeugt eine Folge 4° Zähne 14 einer Einstellzahnstange 16 vorgeschoben
von Impulsen, deren Verlauf durch die Kurve 56 wird.
wiedergegeben ist. Diese werden ebenfalls dem Sum- Der rechteckige Bereich 62 bezieht sich auf eine
mierungskreis 46 zugeleitet. Der Summierungskreis Ausführungsform der Erfindung. Die horizontale
46 kombiniert die drei Eingangsspannungen und er- Achse des Diagramms gibt die Stellungsabweichspanzeugt
eine Ausgangsspannung, die durch die Kurve 45 nung wieder, die in der einen von zwei möglichen
58 wiedergegeben ist. Richtungen verlaufen kann. Die Stellungsabweich-
Die Frequenz der Geschwindigkeitsspannung der spannung kann mit — e oder +e bezeichnet werden.
Bezugsspannungsquelle 38, der Stellungsabweich- Die vertikale Achse gibt die Gesohwindigkeitsspanspannung
und des Impulsgeneratorkreises beträgt nung ν wieder, die ebenfalls positiv oder negativ sein
60Hz. Die Impulse des Impulsgenerators sind in 5° kann, obwohl nur die eine positive Richtung in der
Phase mit der Geschwindigkeitsspannung, so daß die Zeichnung angedeutet ist.
Aus der Betrachtung der Fig. 4 ergibt sich, daß der sichere Abschaltpunkt des Systems, d. h. der
Punkt, an dem die Antriebsspannungen abgeschaltet 55 und die Klinke vorgeschoben werden kann, bestimmt
wird durch den Wert der Stellungsabweichspannung e zusammen mit dem Wert der Geschwindigkeitsspannung
v. Die Stellungsabweichspannung sollte den
Impulsspitzen mit den Maximalwerten der Geschwindigkeitsspannung und der Stellungsabweichspannungen,
welche beide gleiche Phasenlage haben, zusammenfallen.
Die Impulse des Impulsgeneratorkreises 54 sind von entgegengesetzter Polarität wie die Spannungen
von den Vollweggleichrichtern 42 und 50. In dem gegebenen Beispiel sind die Spannungen von den Voll-
Wert e0 nicht überschreiten, und die Geschwindig-
weggleichrichtern 42 und 50 negativ und die Span- 60 keitsspannung sollte den Wert v0 nicht überschreiten,
nungen des Impulsgeneratorkreises 54 positiv in be- wenn der Zustand oder die Zeit festgelegt wird, in
zug auf einen gemeinsamen Bezugspunkt des Systems, der es sicher ist, den Nutzkreis 40 (F i g. 1) zu be-
z. B. Erde. tätigen. Um diese Bedingung einzuhalten, muß die
Die Ausgangsspannung des Summierungskreises Formel j e j <
| e0 | und | ν j < | V0 | eingehalten wer-
46 wird dem Nutzkreis 60 zugefügt, welcher in F i g. 3 65 den, und hierzu sind zwei Vergleichseinrichtungen
als Schmidt-Trigger-Kreis schematisch gezeichnet ist. und ein UND-Strornkreis oder eine ähnliche Einrich-
Der Schmidt-Trigger-Nutzkreis 60 ist so ausgelegt, tung erforderlich, welche ähnliche Funktionen durch-
daß er seinen Arbeitszustand ändert, sobald eine zuführen vermag.
Wertet man die Lehre der Erfindung aus, dann kann eine kombinierte Stellungsabweichspannung
und Geschwindigkeitsspannung mit einer Bezugsspannung verglichen werden, um den Arbeitspunkt
festzulegen, an dem der Nutzkreis mit Sicherheit betätigt werden kann. Diese Bedingung entspricht der
Formel i e j + j ν | — P = O.
Der dreieckige Bereich 64 gibt folgende logische Überlegung wieder: Die Summe der absoluten Werte
nauigkeit in der Einstellung und die Verminderung der Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung der bewegten
mechanischen Teile innerhalb des Systems sind die Hauptgesichtspunkte für die Festlegung der
5 Amplitude und der Bezugsspannungen, welche den Punkt steuern, an dem der Servomechanismus unwirksam
wird.
Der absolute Wert der Stellungsabweichspannung, welche den in der Kurve 44 (F i g. 3) wiedergegebe-
(I ν i > i v01) ist, und die Hilfskraft würde den gewünschten
Zahn überfahren. Infolgedessen würde Zeit verlorengehen, um abzuwarten, daß die Hilfsbewegung
über den gewünschten Zahn
zurückschwingt.
zurückschwingt.
Wird die die Hilfseinrichtung steuernde Spannung abgeschaltet oder durch den Nullbedingungsermittler
unwirksam gemacht, dann setzt der Wagen seine Be-
der Stellungsabweichung und der Geschwindigkeit io nen Verlauf hat, wird in der in F i g. 5 gezeigten
darf einen bestimmten konstanten Wert P nicht über- Schaltung über einen Eingangsanschluß 68 einem
schreiten, um die Nullbedingung zu ermitteln. Das Summierungskreis 46 zugeleitet. Der Summierungsbedeutet,
die Gleichung e \ + \Kv \ — \p\ = O stellt kreis 46 besteht aus einer Diode 70, einem Kondendie
Grenzbedingung dar, in der K eine wichtige Kon- sator 72 und den Widerständen 74 und 76. Der absostante
bedeutet. Die zweite Form oder Lösung erlaubt 15 lute Wert der Geschwindigkeitsspannung, deren
die Ermittlung der Nullbedingung in den Fällen, zeitlicher Verlauf durch die Kurve 52 in F i g. 3
wenn , ν | > j V0 [ ist, da | e |
> | eQ | während einer ver- wiedergegeben ist, wird dem Summierungskreis von
hältnismäßig langen Zeitspanne bei der Annäherung dem Eingangsanschluß 78 her zugeleitet. Die Bezugsan
den Nullpunkt besteht. Mit anderen Worten: spannung in Form eines Impulses 56 (Fig. 3) wird
Würde das erste System den Nullpunkt nicht 20 dem Summierungskreis ebenfalls zugeführt. Die komermitteln,
weil die Geschwindigkeitskomponente binierte Spannung, die den durch die Kurve 58
(Fig. 3) wiedergegebenen Verlauf hat, wird dem Schmidt-Trigger-Kreis 60 zugeleitet. Der Summierungskreis
46 kombiniert die drei Spannungen, deren wieder 25 Verlauf durch die Kurven 44, 52 und 56 wiedergegeben
ist.
Der Schmidt-Trigger-Nutzkreis 60 enthält zwei Transistoren 80 und 82. Die Transistoren sind so
vorgespannt, daß der Transistor 80 für gewöhnlich wegung infolge der mechanischen Trägheit inerhalb 30 leitend ist und der Transistor 82 nichtstromführend
des Systems fort. Bei Anwendung der neuen Einrich- ist. Wird die der Basis des Transistors 80 angelegte
tung kann jedoch das System so ausgelegt werden, Spannung positiv, wenn die Impulse 56 am Ausgang
daß die Geschwindigkeit, mit der der Wagen sich des Summierungskreises 46 positiv werden, dann
bewegt, bereits gering genug ist, so daß die Klinke wird der Arbeitszustand der Transistoren 80 und 82
in den gewünschten Bereich zwischen zwei Zähnen 35 umgeschaltet, und der Transistor 80 wird nichtstromohne
Verursachung einer Beschädigung an einem führend, während der Transistor 82 stromführend
der bewegten Teile eingeschoben werden kann. Der wird.
Punkt, an dem die Spannungen von dem Servomecha- Schaltet der Transistor 82 von dem nichtstrom-
nismus abgeschaltet werden können oder unwirksam führenden in den stromführenden Zustand um, dann
gemacht werden können, muß so gewählt sein, daß 40 wird ein Signal über einen Kondensator 84 an den
die Klinke 12 nicht in einen benachbarten Zahn- Ausgangsanschluß 86 abgegeben. Der Ausgangsbereich
einfällt, sondern in den gewünschten Bereich anschluß 86 kann mit Einrichtungen zur Steuerung
zwischen den beiden Zähnen eindringt. verschiedener Tätigkeiten innerhalb eines Einstell-
Bei der richtigen Auslegung des Systems zur Be- oder Rechensystems verbunden sein. Eine solche
Stimmung des Punktes, an dem die Klinke 12 mit 45 Tätigkeit umfaßt die Steuerung eines Stromkreises,
Sicherheit vorgeschoben werden kann, läßt sich welche es einer Klinke 12 (Fig. 1) erlaubt, zur Zuwesentliche
Zeit für die Endeinstellung des Wagens sammenarbeit mit einer Einstellzahnstange vorgesparen.
Zum Beispiel ist es nicht notwendig, daß die schoben zu werden. Der Summierungskreis 46 und
Stellungsabweichspannung während mehrerer Schwin- der Schmidt-Trigger-Nutzkreis 60 können auch in
gungen durch Null hindurchgeht, bevor die Spannung 50 anderer Weise als dargestellt ausgeführt sein.·
des Servomotors abgeschaltet wird. Der Impulsgeneratorkreis 54 enthält zwei Ein-
Gemäß der Erfindung muß die Geschwindigkeits- gangsanschlüsse 88 und 90, an welche eine Wechselspannung
und die Stellungsabweichspannung in einer spannung angelegt wird. Diese Spannung an den Ein-Beziehung
zu der Bezugsspannung stehen. Zum Bei- gangsanschlüssen 88 und 90 durchfließt die Primärspiel
erfordern verschiedene mechanische Einstell- 55 wicklung eines Transformators 92, welche als ein
systeme unterschiedliche Bezugsspannungsgrößen zur Differenzierkreis wirkt. Der Strom durch die Primär-Bestimmung
des sicheren Schaltpunktes für die Ab- wicklung des Transformators 92 läuft auch über eine
schaltung der Motorspannungen. Auch kann die sättigbare Reaktans. Die sättigbare Reaktans hat die
Größe des Zahnbereiches zwischen zwei Zähnen 14 Charakteristik, daß sie es einem Signal ermöglicht,
für verschiedene Systeme unterschiedlich sein und 60 seinen Spitzenwert zu erreichen, um sodann plötzlich
dementsprechend den Punkt verändern, an dem die auf den Wert 0 abzusinken. Die genaue Phase der so
Spannungen mit Sicherheit abgeschaltet werden erzeugten Impulse wird durch ein Potentiometer 91
können. gesteuert.
Die Geschwindigkeit und die Stellungsabweich- Die Ausgangsspannung des Transformators 92
Spannungen können zusammen mit der Bezugsspan- 65 nach der Differentiation hat die Form einer Folge
nung somit unterschiedliche Amplituden besitzen, von Impulsen, und zwar einen Impuls für jede Halbweiche weitgehend von den Systemeigenschaften ab- welle der Steuerfrequenz. Die Ausgangsimpulse des
hängig sind, in denen sie angewendet werden. Ge- Transformators 92 werden zwei Dioden 100 und 102
zugeleitet, über welche Impulse 56 des durch, die
Kurve in F i g. 1 gezeigten Verlaufes erzeugt werden. Diese Impulse 56 gemäß dem Verlauf der Kurve
werden dem Summierungskreis 46 in der bereits beschriebenen Weise zugeführt.
Bei der praktischen Anwendung der Erfindung können verschiedene Ausbildungen von Impulsgeneratorkreisen
angewendet werden. Auch ist die Breite der Impulse im Summierungskreis 46 nicht kritisch,
jedoch steht die Impulsfrequenz vorzugsweise in einer Beziehung zu der Frequenzquelle der Stellungsabweichspannung
und der Geschwindigkeitsspannung. Die Frequenz des Impulsgenerators ist vorzugsweise
doppelt so groß wie die Frequenz der Stellungsabweich- und der Geschwindigkeitsspannungen.
Wie ersichtlich, ist die neue Einrichtung ein Mittel, um die Endeinstellung eines Wagens eines Magnettrommelspeichersystems
zu beschleunigen. Die NuIlbedingung-Ermittlungseinrichtung gestattet es, zweimal
bei jeder Periode der Steuerfrequenz des Servomechanismus die Nullbedingung zu ermitteln. Dies
ist sehr wünschenswert bei der Verwendung von Servomechanismen mit niedriger Steuerfrequenz. Die
Beschleunigung der Endeinstellung wird bei der neuen Einrichtung ohne Vergrößerung der Wahrscheinlichkeit
einer Beschädigung der bewegten mechanischen Teile ermöglicht. Die neue Einrichtung
ist überall dort von Bedeutung, wo es auf große Einstellgeschwindigkeit auf Grund einer Adresse und
große Sicherheit ankommt.
Claims (6)
1. Hilfseinrichtung für die Bewegung eines, einen Magnetkopf tragenden Wagens auf eine
gewünschte Stellung einer Magnettrommel-Rechenmaschine, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Nutzkreis (40) für die Steuerung der Tätigkeit der Bewegungseinrichtung betätigt
wird, sobald die kombinierte Spannung eines Summierungskreises (24) und einer Geschwindigkeitsspannungsquelle
(28) unter die Spannung einer Bezugsspannungsquelle (38) absinkt.
2. Hilfseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungsabweichspannung
und die Dämpfungsspannung Gleichspannungen derselben Polarität sind und daß die Bezugsspannung
eine Gleichspannung entgegengesetzter Polarität ist.
3. Hilfseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungsabweichspannung
eine Gleichspannung ist, welche kennzeichnend ist für die Lage des Wagens im
Verhältnis zu der Lage, die der Wagen durch die Einstellbewegung einnehmen soll.
4. Hilfseinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugsspannungsquelle
(38) eine Folge von Impulsen entgegengesetzter Polarität zu den Summierungskreis-
und Geschwindigkeitsspannungen liefert und daß der Nutzkreis (40) betätigt wird, sobald
die vereinigte Spannung unter die Amplitude einer der Impulse absinkt.
5. Hilfseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Steuerkreis (60)
sich für gewöhnlich in einem ersten Bereitschaftszustand befindet, in dem ein Tätigwerden der
Hilfseinrichtung ermöglicht ist, und einen zweiten Bereitschaftszustand einzunehmen vermag, in dem
die Hilfseinrichtung abgeschaltet ist, und daß dieser Steuerkreis seinen ersten Zustand so lange
einnimmt, wie die kombinierte Spannung größer ist als die Amplitude eines der Impulse, und in
seinen zweiten Zustand umgeschaltet wird, sobald die Amplitude eines der Impulse größer ist
als die Amplitude der kombinierten Spannung.
6. Hilfseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit einer Einstellzahnstange
(16) zusammenarbeitende Klinke (12) durch den Schmidt-Trigger-Nutzkreis (60) in der
Weise gesteuert werden kann, daß die Klinke (12) in eine Lage vorgeschoben wird, in der sie
mit den Zähnen der Zahnstange (16) zusammenzuarbeiten vermag, sobald der Steuerkreis (60) in
seinen zweiten Arbeitszustand umschaltet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Winckel, Technik der Magnetspeicher, Berlin, Göttingen, Heidelberg, 1960, S. 336.
Winckel, Technik der Magnetspeicher, Berlin, Göttingen, Heidelberg, 1960, S. 336.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 507/180 1.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| US53583A US3209338A (en) | 1960-08-26 | 1960-08-26 | Zero detector for a positioning system |
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Family Applications (1)
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Country Status (4)
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Non-Patent Citations (1)
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