DE1162390B - Hochofenmauerwerk - Google Patents
HochofenmauerwerkInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
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- C21B7/00—Blast furnaces
- C21B7/04—Blast furnaces with special refractories
- C21B7/06—Linings for furnaces
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Description
- Hochofenmauerwerk Um Durchbrüche weitgehend zu verhindern, besteht das Mauerwerk von Hochöfen, insbesondere dort, wo es mit flüssigen Schlacken und flüssigem Eisen in Berührung kommt, im allgemeinen aus zwei dicht aneinanderliegenden Schalen. Dabei sind vielfach von Schale zu Schale die Steine gegeneinander versetzt, um durchgehende Fugen zu vermeiden. Zwischen dem Mauerwerk und dem Panzer wird noch eine lockere Hinterfüllmasse eingebracht, welche beim Anheizen des Ofens die Ausdehnung des Mauerwerkes auffängt. Die Hinterfüllmasse wird dabei zusammengedrückt.
- Bei einem solchen Mauerwerk werden zweckmäßig die Lagerflächen und Seitenflächen sowie die einander stoßenden Kopfflächen aller Steine geschliffen, um möglichst enge Fugen zu erhalten. Solches ist mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden.
- In der Praxis hat sich des weiteren gezeigt, daß es praktisch nicht möglich ist, die Hinterfüllmasse beim Einbringen so weit zu verdichten, daß sie beim Aufheizen des Hochofens die Wärmedehnung des Mauerwerkes noch gerade aufnimmt, da die Wärmedehnung des Mauerwerkes nicht mit Sicherheit vorauszubestimmen ist. Wird die Hinterfüllmasse beim Einbringen zu stark verdichtet, kann sie beim Anheizen die Wärmedehnung des Mauerwerkes nicht mehr auffangen, was zur Folge hat, daß auf den Panzer ein unerwünschter Druck ausgeübt wird. Wird die Hinterfüllmasse beim Einbringen nicht so weit verdichtet, daß sie gerade noch die Wärmedehnung des Mauerwerkes aufnehmen kann, ohne daß auf den Panzer ein unerwünschter Druck ausgeübt wird, erhöht sich die Isolierwirkung der Hinterfüllmasse in unerwünschter Weise, wodurch die Wärmeableitung aus dem Mauerwerk behindert wird, was wiederum zu einer schnelleren Abnutzung des Mauerwerkes führt.
- Dringt in einen Hochofen, in welchem die Hinterfüllmasse als letzte Schicht vor dem Panzer eingebracht ist, flüssiges Eisen durch das Mauerwerk, bietet die Hinterfüllmasse dem durchbrechenden Eisen darüber hinaus keinen nennenswerten Widerstand.
- Um die Gefahr eines Durchbruches zu verringern, wurde schon vorgeschlagen, zwischen zwei Mauerwerksschalen eine Schicht aus Stampfmasse einzubringen. Da eine solche Schicht fugenlos ist, kann zwar ein Durchbruch verzögert werden, ist aber einmal das flüssige Eisen durch diese Schicht durchgedrungen oder ist im Laufe des Betriebes diese Schicht mit der davorliegenden Mauerwerksschale verschlissen, wird der Durchbruch nicht mehr behindert. Aus der deutschen Patentschrift 867 552 ist es bekannt, das tragende Mauerwerk eines Hochofens aus Kohlenstoffsteinen direkt an den Panzer zu legen. Nach dieser Patentschrift ist es bekanntlich auch möglich, zwischen dem Panzer und dem tragenden Mauerwerk aus Kohlenstoffsteinen noch eine an den Panzer anliegende Schicht aus Schamottesteinen anzuordnen und zwischen Kohlenstoffmauerwerk und Schamottemauerwerk eine Schicht aus körnigem Kohlenstoff fest einzustampfen. In beiden Fällen muß beim Anheizen des Ofens der Panzer die gesamte Ausdehnung des Mauerwerkes aufnehmen, was beträchtliche Schäden am Panzer zur Folge haben kann.
- Nach einer weiteren Ausführungsform dieser Patentschrift ist es dann noch möglich, zwischen dem Panzer und dem Schamottemauerwerk eine Schicht aus Schamottebrocken einzubringen. Ein solcher Hochofen weist dann die bereits weiter oben genannten Nachteile auf.
- Nach den ausgelegten Unterlagen der deutschen Patentanmeldung p 22436 VI a/ 18 a D ist es bei einem Hochofen, dessen tragendes Mauerwerk in Rast und Gestell aus Kohlenstoffmasse gestampft wird, bekannt, an dem Panzer eine Schicht aus porösen Steinen vorzusehen, in welcher sich die beim Anheizen bildenden Teerdämpfe niederschlagen, und an der Innenseite eine Schicht aus nicht brennbaren Steinen vorzusehen, die beim Anheizen ein Verbrennen der Kohlenstoffmasse verhindern. Die an dem Panzer anliegende Schicht aus porösen Steinen wirkt isolierend und verhindert eine wirksame Kühlung des Mauerwerkes, wodurch der Verschleiß erhöht wird. Die innen vorgesehene Schicht aus nicht brennbaren Steinen ist kein tragendes Mauerwerk und dient nur dem Schutze der Stampfmasse beim Anheizen. Eine solche Schicht wird praktisch in allen Hochöfen vorgesehen, bei denen Boden, Rast und Gestell aus Kohlenstoff bestehen.
- Nach der Erfindung ist nun an den Panzer eine Steinschicht aus gut wärmeleitenden Steinen gelegt und vor dieser in gewissem Abstand das eigentliche Mauerwerk in üblicher Weise errichtet. Die Steinschicht am Panzer soll möglichst dicht an diesem anliegen. Der Raum zwischen der an dem Panzer anliegenden Steinschicht und dem eigentlichen Mauerwerk wird mit Hinterfüllmasse gefüllt. Die an dem Panzer anliegende Steinschicht soll dabei nicht unter 15 cm stark sein. Zweckmäßig weist sie eine Stärke von 15 bis 30 cm auf. Gegebenenfalls kann sie auch stärker sein.
- Die Stärke der zwischen der an dem Panzer anliegenden Steinschicht und dem eigentlichen Mauerwerk eingebrachten Schicht aus Hinterfüllmasse richtet sich nach der Größe des Hochofens, der vermutlichen Wärmedehnung des Mauerwerkes und der für die Hinterfüllmasse gewählten Verdichtung. Die Schicht soll so stark sein, daß sie bei gegebener Vorverdichtung noch gerade die Wärmedehnung des Mauerwerkes auffangen kann, ohne daß ein unerwünschter Druck auf den Panzer ausgeübt wird.
- Die an dem Panzer anliegende Steinschicht besitzt eine viel bessere Wärmeleitfähigkeit als eine an dem Panzer anliegende Schicht aus Hinterfüllmasse. Die Kühlung wirkt also tiefer durch den Panzer in die Ausmauerung. Dringt in einem solchen Hochofen flüssiges Eisen durch das Mauerwerk bis an die Schicht aus Hinterfüllmasse, friert es in dieser Schicht ein und dringt nicht mehr bis an den Panzer vor. Die Gefahr eines Durchbruches ist praktisch nicht mehr vorhanden.
- Es ist nicht erforderlich, daß über der ganzen Höhe des Hochofens eine Steinschicht am Panzer angeordnet ist. Es reicht aus, wenn der Hochofen insbesondere unterhalb der Windformen und vorteilhaft einschließlich des Bodens eine erfindungsgemäße Ausmauerung besitzt.
- Die an dem Panzer anliegende Schicht ist zweckmäßig aus den gleichen Steinen errichtet wie das eigentliche Mauerwerk, vorzugsweise aus Kohlenstoffsteinen.
- In der Zeichnung ist eine mögliche Ausführungsform der Erfindung an einem Querschnitt durch Boden und Gestell des Hochofens dargestellt. In der Zeichnung ist 1 der Boden des Hochofens, 2 das Gestell, 3 das eigentliche Gestellmauerwerk, 4 eine Windform, 5 der Panzer. An dem Panzer 5 liegt unterhalb der Windform 4 eine Steinschicht 6 dicht an. Der zwischen dieser Steinschicht 6 und dem Gestell- bzw. Bodenmauerwerk 1, 3 verbleibende Raum 7 ist mit lockerer Hinterfüllmasse gefüllt.
Claims (5)
- Patentansprüche: 1. Ausmauerung für Hochöfen, bestehend aus einer am Panzer anliegenden Steinschicht, einer Zwischenschicht und dem eigentlichen tragenden Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Panzer anliegende Steinschicht aus Steinen von hoher Wärmeleitfähigkeit und die Zwischenschicht aus einer lockeren Masse besteht.
- 2. Ausmauerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Panzer anliegende Steinschicht aus Kohlenstoffsteinen besteht.
- 3. Ausmauerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Panzer anliegende Steinschicht 15 bis 30 cm dick ist.
- 4. Ausmauerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie sich nur auf den Boden und das Gestell des Hochofens erstreckt.
- 5. Ausmauerung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie nur unterhalb der Windformen angebracht ist. In. Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung p 22436 VI a l 18 aD (bekanntgemacht am 30. 11. 1950); deutsche Patentschrift Nr. 867 552.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED32731A DE1162390B (de) | 1960-02-25 | 1960-02-25 | Hochofenmauerwerk |
| GB494061A GB918808A (en) | 1960-02-25 | 1961-02-09 | Improvements relating to blast furnaces |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED32731A DE1162390B (de) | 1960-02-25 | 1960-02-25 | Hochofenmauerwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1162390B true DE1162390B (de) | 1964-02-06 |
Family
ID=7041426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED32731A Pending DE1162390B (de) | 1960-02-25 | 1960-02-25 | Hochofenmauerwerk |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1162390B (de) |
| GB (1) | GB918808A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013224428A1 (de) * | 2013-11-28 | 2015-05-28 | Sgl Carbon Se | Ofenauskleidungsblöcke mit gekrümmter Außenseite und ein Verfahren zu deren Herstellung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE867552C (de) * | 1949-12-01 | 1953-02-19 | H A Brassert & Company | Schachtofen, insbesondere Hochofen |
-
1960
- 1960-02-25 DE DED32731A patent/DE1162390B/de active Pending
-
1961
- 1961-02-09 GB GB494061A patent/GB918808A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE867552C (de) * | 1949-12-01 | 1953-02-19 | H A Brassert & Company | Schachtofen, insbesondere Hochofen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013224428A1 (de) * | 2013-11-28 | 2015-05-28 | Sgl Carbon Se | Ofenauskleidungsblöcke mit gekrümmter Außenseite und ein Verfahren zu deren Herstellung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB918808A (en) | 1963-02-20 |
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