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DE1162390B - Hochofenmauerwerk - Google Patents

Hochofenmauerwerk

Info

Publication number
DE1162390B
DE1162390B DED32731A DED0032731A DE1162390B DE 1162390 B DE1162390 B DE 1162390B DE D32731 A DED32731 A DE D32731A DE D0032731 A DED0032731 A DE D0032731A DE 1162390 B DE1162390 B DE 1162390B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
masonry
armor
layer
blast furnace
stones
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED32731A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Arthur Heuer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Didier Werke AG
Original Assignee
Didier Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Didier Werke AG filed Critical Didier Werke AG
Priority to DED32731A priority Critical patent/DE1162390B/de
Priority to GB494061A priority patent/GB918808A/en
Publication of DE1162390B publication Critical patent/DE1162390B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B7/00Blast furnaces
    • C21B7/04Blast furnaces with special refractories
    • C21B7/06Linings for furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blast Furnaces (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Hochofenmauerwerk Um Durchbrüche weitgehend zu verhindern, besteht das Mauerwerk von Hochöfen, insbesondere dort, wo es mit flüssigen Schlacken und flüssigem Eisen in Berührung kommt, im allgemeinen aus zwei dicht aneinanderliegenden Schalen. Dabei sind vielfach von Schale zu Schale die Steine gegeneinander versetzt, um durchgehende Fugen zu vermeiden. Zwischen dem Mauerwerk und dem Panzer wird noch eine lockere Hinterfüllmasse eingebracht, welche beim Anheizen des Ofens die Ausdehnung des Mauerwerkes auffängt. Die Hinterfüllmasse wird dabei zusammengedrückt.
  • Bei einem solchen Mauerwerk werden zweckmäßig die Lagerflächen und Seitenflächen sowie die einander stoßenden Kopfflächen aller Steine geschliffen, um möglichst enge Fugen zu erhalten. Solches ist mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden.
  • In der Praxis hat sich des weiteren gezeigt, daß es praktisch nicht möglich ist, die Hinterfüllmasse beim Einbringen so weit zu verdichten, daß sie beim Aufheizen des Hochofens die Wärmedehnung des Mauerwerkes noch gerade aufnimmt, da die Wärmedehnung des Mauerwerkes nicht mit Sicherheit vorauszubestimmen ist. Wird die Hinterfüllmasse beim Einbringen zu stark verdichtet, kann sie beim Anheizen die Wärmedehnung des Mauerwerkes nicht mehr auffangen, was zur Folge hat, daß auf den Panzer ein unerwünschter Druck ausgeübt wird. Wird die Hinterfüllmasse beim Einbringen nicht so weit verdichtet, daß sie gerade noch die Wärmedehnung des Mauerwerkes aufnehmen kann, ohne daß auf den Panzer ein unerwünschter Druck ausgeübt wird, erhöht sich die Isolierwirkung der Hinterfüllmasse in unerwünschter Weise, wodurch die Wärmeableitung aus dem Mauerwerk behindert wird, was wiederum zu einer schnelleren Abnutzung des Mauerwerkes führt.
  • Dringt in einen Hochofen, in welchem die Hinterfüllmasse als letzte Schicht vor dem Panzer eingebracht ist, flüssiges Eisen durch das Mauerwerk, bietet die Hinterfüllmasse dem durchbrechenden Eisen darüber hinaus keinen nennenswerten Widerstand.
  • Um die Gefahr eines Durchbruches zu verringern, wurde schon vorgeschlagen, zwischen zwei Mauerwerksschalen eine Schicht aus Stampfmasse einzubringen. Da eine solche Schicht fugenlos ist, kann zwar ein Durchbruch verzögert werden, ist aber einmal das flüssige Eisen durch diese Schicht durchgedrungen oder ist im Laufe des Betriebes diese Schicht mit der davorliegenden Mauerwerksschale verschlissen, wird der Durchbruch nicht mehr behindert. Aus der deutschen Patentschrift 867 552 ist es bekannt, das tragende Mauerwerk eines Hochofens aus Kohlenstoffsteinen direkt an den Panzer zu legen. Nach dieser Patentschrift ist es bekanntlich auch möglich, zwischen dem Panzer und dem tragenden Mauerwerk aus Kohlenstoffsteinen noch eine an den Panzer anliegende Schicht aus Schamottesteinen anzuordnen und zwischen Kohlenstoffmauerwerk und Schamottemauerwerk eine Schicht aus körnigem Kohlenstoff fest einzustampfen. In beiden Fällen muß beim Anheizen des Ofens der Panzer die gesamte Ausdehnung des Mauerwerkes aufnehmen, was beträchtliche Schäden am Panzer zur Folge haben kann.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform dieser Patentschrift ist es dann noch möglich, zwischen dem Panzer und dem Schamottemauerwerk eine Schicht aus Schamottebrocken einzubringen. Ein solcher Hochofen weist dann die bereits weiter oben genannten Nachteile auf.
  • Nach den ausgelegten Unterlagen der deutschen Patentanmeldung p 22436 VI a/ 18 a D ist es bei einem Hochofen, dessen tragendes Mauerwerk in Rast und Gestell aus Kohlenstoffmasse gestampft wird, bekannt, an dem Panzer eine Schicht aus porösen Steinen vorzusehen, in welcher sich die beim Anheizen bildenden Teerdämpfe niederschlagen, und an der Innenseite eine Schicht aus nicht brennbaren Steinen vorzusehen, die beim Anheizen ein Verbrennen der Kohlenstoffmasse verhindern. Die an dem Panzer anliegende Schicht aus porösen Steinen wirkt isolierend und verhindert eine wirksame Kühlung des Mauerwerkes, wodurch der Verschleiß erhöht wird. Die innen vorgesehene Schicht aus nicht brennbaren Steinen ist kein tragendes Mauerwerk und dient nur dem Schutze der Stampfmasse beim Anheizen. Eine solche Schicht wird praktisch in allen Hochöfen vorgesehen, bei denen Boden, Rast und Gestell aus Kohlenstoff bestehen.
  • Nach der Erfindung ist nun an den Panzer eine Steinschicht aus gut wärmeleitenden Steinen gelegt und vor dieser in gewissem Abstand das eigentliche Mauerwerk in üblicher Weise errichtet. Die Steinschicht am Panzer soll möglichst dicht an diesem anliegen. Der Raum zwischen der an dem Panzer anliegenden Steinschicht und dem eigentlichen Mauerwerk wird mit Hinterfüllmasse gefüllt. Die an dem Panzer anliegende Steinschicht soll dabei nicht unter 15 cm stark sein. Zweckmäßig weist sie eine Stärke von 15 bis 30 cm auf. Gegebenenfalls kann sie auch stärker sein.
  • Die Stärke der zwischen der an dem Panzer anliegenden Steinschicht und dem eigentlichen Mauerwerk eingebrachten Schicht aus Hinterfüllmasse richtet sich nach der Größe des Hochofens, der vermutlichen Wärmedehnung des Mauerwerkes und der für die Hinterfüllmasse gewählten Verdichtung. Die Schicht soll so stark sein, daß sie bei gegebener Vorverdichtung noch gerade die Wärmedehnung des Mauerwerkes auffangen kann, ohne daß ein unerwünschter Druck auf den Panzer ausgeübt wird.
  • Die an dem Panzer anliegende Steinschicht besitzt eine viel bessere Wärmeleitfähigkeit als eine an dem Panzer anliegende Schicht aus Hinterfüllmasse. Die Kühlung wirkt also tiefer durch den Panzer in die Ausmauerung. Dringt in einem solchen Hochofen flüssiges Eisen durch das Mauerwerk bis an die Schicht aus Hinterfüllmasse, friert es in dieser Schicht ein und dringt nicht mehr bis an den Panzer vor. Die Gefahr eines Durchbruches ist praktisch nicht mehr vorhanden.
  • Es ist nicht erforderlich, daß über der ganzen Höhe des Hochofens eine Steinschicht am Panzer angeordnet ist. Es reicht aus, wenn der Hochofen insbesondere unterhalb der Windformen und vorteilhaft einschließlich des Bodens eine erfindungsgemäße Ausmauerung besitzt.
  • Die an dem Panzer anliegende Schicht ist zweckmäßig aus den gleichen Steinen errichtet wie das eigentliche Mauerwerk, vorzugsweise aus Kohlenstoffsteinen.
  • In der Zeichnung ist eine mögliche Ausführungsform der Erfindung an einem Querschnitt durch Boden und Gestell des Hochofens dargestellt. In der Zeichnung ist 1 der Boden des Hochofens, 2 das Gestell, 3 das eigentliche Gestellmauerwerk, 4 eine Windform, 5 der Panzer. An dem Panzer 5 liegt unterhalb der Windform 4 eine Steinschicht 6 dicht an. Der zwischen dieser Steinschicht 6 und dem Gestell- bzw. Bodenmauerwerk 1, 3 verbleibende Raum 7 ist mit lockerer Hinterfüllmasse gefüllt.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Ausmauerung für Hochöfen, bestehend aus einer am Panzer anliegenden Steinschicht, einer Zwischenschicht und dem eigentlichen tragenden Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Panzer anliegende Steinschicht aus Steinen von hoher Wärmeleitfähigkeit und die Zwischenschicht aus einer lockeren Masse besteht.
  2. 2. Ausmauerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Panzer anliegende Steinschicht aus Kohlenstoffsteinen besteht.
  3. 3. Ausmauerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Panzer anliegende Steinschicht 15 bis 30 cm dick ist.
  4. 4. Ausmauerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie sich nur auf den Boden und das Gestell des Hochofens erstreckt.
  5. 5. Ausmauerung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie nur unterhalb der Windformen angebracht ist. In. Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldung p 22436 VI a l 18 aD (bekanntgemacht am 30. 11. 1950); deutsche Patentschrift Nr. 867 552.
DED32731A 1960-02-25 1960-02-25 Hochofenmauerwerk Pending DE1162390B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED32731A DE1162390B (de) 1960-02-25 1960-02-25 Hochofenmauerwerk
GB494061A GB918808A (en) 1960-02-25 1961-02-09 Improvements relating to blast furnaces

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED32731A DE1162390B (de) 1960-02-25 1960-02-25 Hochofenmauerwerk

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1162390B true DE1162390B (de) 1964-02-06

Family

ID=7041426

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED32731A Pending DE1162390B (de) 1960-02-25 1960-02-25 Hochofenmauerwerk

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE1162390B (de)
GB (1) GB918808A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102013224428A1 (de) * 2013-11-28 2015-05-28 Sgl Carbon Se Ofenauskleidungsblöcke mit gekrümmter Außenseite und ein Verfahren zu deren Herstellung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE867552C (de) * 1949-12-01 1953-02-19 H A Brassert & Company Schachtofen, insbesondere Hochofen

Patent Citations (1)

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DE102013224428A1 (de) * 2013-11-28 2015-05-28 Sgl Carbon Se Ofenauskleidungsblöcke mit gekrümmter Außenseite und ein Verfahren zu deren Herstellung

Also Published As

Publication number Publication date
GB918808A (en) 1963-02-20

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