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DEP0013230DA - Tür für Industrieöfen - Google Patents

Tür für Industrieöfen

Info

Publication number
DEP0013230DA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
door
frame
lining
industrial furnaces
door frame
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Memmert
Original Assignee
Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG, Bochum
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine Tür für Industrieöfen mit feuerfestem Futter.
Bekannte Türen dieser Art weisen einen gußeisernen Rahmen auf, der am Türfuß ein auswechselbares gußeisernes Winkelstück besitzt. Bei den auftretenden hohen Temperaturen wird eine Isolierung der Tür durch ein Futter erforderlich. Als solches Tür-Futter finden bisher Schamottesteine Anwendung, mit welchen der Türrahmen ausgemauert wird. Bei den herrschenden Temperaturverhältnissen ist gerade die Ofentür ständigem Temperaturwechsel ausgesetzt, so daß häufig die Anordnung von Wasserkühlrohren notwendig wird. Nicht nur die Schamottesteine selbst, sondern auch die Ausmauerung als solche haben eine starke Gewichtserhöhung des Rahmens zur Folge, weil dieser zur Sicherung des Mauerwerks übermäßig starke Abmessungen besitzen muß. Hinzu kommen noch die Gewichte, welche durch die Anordnung von Wasserkühlrohren entstehen. Mit den hohen Gewichten der Tür ist zwangsläufig eine verhältnismäßig schwere Handhabung verknüpft, um den Industrieofen zu chargieren bzw. zu leeren.
Nach der Erfindung wird zur Beseitigung der aufgezeigten Nachteile ein einfaches Mittel vorgeschlagen, welches die Verwirklichung eines leichten Baues einer Industrieofentür gewährleistet. Das Eigenartige wird insbesondere darin gesehen, daß das Futter aus einer einheitlichen homogenen, feuerfesten Stampfmasse besteht, welche in dem Türrahmen eingestampft ist.
Auf der Zeichnung sind ein Ausführungsbeispiel der bisher bekannten Art und zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen
Abb. 1 die Vorderansicht einer bekannten Türausführung,
Abb. 2 die einen Querschnitt der Abbildung 1,
Abb. 3 eine Vorderansicht einer Tür gemäß der Erfindung,
Abb. 4 einen Querschnitt der Abb. 3,
Abb. 5 die Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels gemäß der Erfindung,
Abb. 6 einen Querschnitt der Abbildung 5.
Bei bisher bekannten Türen für Industrieöfen ist der Rahmen 1 mit breiten Leisten versehen, um den Schamottesteinen 2 einen genügenden Halt zu geben, mit welchen der Rahmen 1 ausgemauert ist. Am Fuß des Rahmens 1 befindet sich ein Winkelstück 3, um diese am meisten beanspruchte Türkante zu verstärken. Sowohl der Rahmen 1 als auch das Winkelstück 3 bestehen für gewöhnlich aus Gußeisen. Um dem gerade an der Ofentür auftretenden ständigen Temperaturwechsel einen genügenden Widerstand zu bieten, rüstet man den Rahmen 1 mit Kühlrohren 4 aus, in denen das Kühlwasser hindurchgeleitet wird. Trotz dieser Wasserkühlung entstehen nach den praktischen Erfahrungen sehr leicht Risse im Mauerwerk 1, die wiederum Undichtigkeiten der Wasserkühlung hervorrufen, wodurch der Rahmen leicht reißt und somit zerstört wird. Außerdem erhält eine solche an sich bekannte Tür ein übermäßig großes Gewicht, was eine schwere Handhabung zur Folge hat.
Zur Beseitigung der aufgezeigten Nachteile geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, daß sich ein leichter Bau für eine Ofentür dann ermöglichen läßt, wenn das Futter aus einem einheitlichen und außerdem aus einem homogenen Werkstoff besteht und als solcher Werkstoff eine Stampfmasse 9 Anwendung findet, die anstelle eines Mauerwerks das Türfutter bildet.
Eine mit einem solchen Futter versehene Ofentür ist auf der Abbildung 3 dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus einem Rahmen 6, welcher mit Aufhängeringen oder Haken 5 ausgestattet ist. Der Rahmen 6 ist vorzugsweise aus einem gewalzten Profileisen mit U-förmigem Querschnitt hergestellt. Die freien Schenkel dieses U-Profiles erstrecken sich nach innen, um der eingestampften Masse einen genügenden Halt zu bieten. Bei Türen mit größeren Abmessungen sind Quer- oder Längsleisten 7 vorgesehen, welche die Stirnfläche des Türfutters in der genügenden Weise versteifen. Auf diese Weise wird es möglich, die Tür längere Zeit einem ständigen Temperaturwechsel auszusetzen, ohne daß sich Rißbildungen zeigen. Es ist zweckmäßig, den Rahmen 6 an den Ecken zu verschweißen und mit einem Knotenblech 8 zu versehen. Um den beim Hochziehen der Tür am meisten der Flamme ausgesetzten Fuß in der genügenden Weise zu schützen, wird dieser, wie bisher, durch ein gußeisernes Winkeleisen geschützt, welches auswechselbar angeordnet ist.
Die Stampfmasse 9 bildet einen einheitlichen Körper mit homogener Struktur. Ihre mehr oder weniger poröse Beschaffenheit setzt gegenüber den gebrannten Schamottesteinen eine erhebliche Gewichtsverringerung voraus. Darüber hinaus gibt sie die Möglichkeit, die bei einem Mauerwerk bedingte Wasserkühlung zum Fortfall kommen zu lassen. Daraus ergibt sich eine weitere Gewichtsverminderung, so daß ein leichter Bau einer Ofentür mit Ausfütterung entsteht. Die verfolgte Gewichtsverminderung erreicht ein solches Maß, daß die Handhabung der Tür, nämlich das Hochziehen und Herablassen, sich wesentlich erleichtert. Das hat weiterhin zur Folge, daß die Hilfsvorrichtungen zur Handhabung der Tür ebenfalls leichter ausgeführt werden können.
Nach dem Einbringen der Stampfmasse und nachdem das Anmachewasser im wesentlichen verdunstet ist, kann die Tür an Ort und Stelle angebracht werden. Infolge der hohen Temperaturen, denen die Tür ausgesetzt ist, z. B.. als Blockziehtür von Walzwerks-Stoßöfen, brennt die Stampfmasse zu einem einheitlichen Körper mit homogener Struktur und langer Haltbarkeit. Als Stampfmasse findet zweckmäßig eine solche Masse Anwendung, wie sie als Flickmasse, z. B. für Siemens-Martinöfen, verwendet wird.
Insbesondere bei Türen mit kleineren Abmessungen wird vorgeschlagen, eine feuerfeste Stampfmasse in einen Rahmen einzustampfen, und hierauf zu sintern. Es empfiehlt sich, den Sintervorgang mit langsam ansteigenden Temperaturen zu beginnen. Es ist möglich, die Stampfmasse gleich in den Türrahmen einzustampfen und in den Ofen zum Sintern zu stellen. Es liegt auch im Sinne der Erfindung, für den Sintervorgang einen Rahmen zu benutzen, dessen Ecken beweglich angeordnet sind, um das gesinterte Türfutter nach dem Sintern und Erkalten herauszunehmen. Hierauf folgt das Bohren der Löcher 10 für die Befestigungen und der Verschlußleisten 12, sowie der Aufhängevorrichtung 11. Je nach Erfordernis können die Löcher beim Stampfen eingeformt werden, so daß das Ausbohren der Löcher 10 sich erübrigt.

Claims (2)

1.) Tür für Industrieöfen mit feuerfestem Futter, dadurch gekennzeichnet, daß das Futter aus einer Stampfmasse besteht, welche in den Türrahmen eingestampft ist.
2.) Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Türrahmen aus einem U-Profil besteht, in dem die feuerfeste Masse nach dem Einstampfen unter langsam ansteigenden Temperaturen gesintert ist.

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